Pastinaken richtig lagern: Beet, Sandkiste, Kühlschrank oder Tiefkühler
- Im Beet lassen: Pastinaken erntest du von Oktober bis März, solange der Boden offen ist.
- Vor trocken-kaltem Wetter Vlies oder Stroh auflegen, das kann die Ernte im Winter erleichtern.
- Im Keller brauchen die Wurzeln unter 1 °C und hohe Luftfeuchtigkeit, sonst werden sie pelzig-schwammig.
- Laub ab, Erde dran: ungewaschen in feuchten Sand einschlagen und getrennt von Äpfeln lagern.
- Im Kühlschrank halten Pastinaken in ein feuchtes Küchentuch gewickelt bis zu 2 Wochen.
- Blanchiert und eingefroren liegt die empfohlene Lagerdauer bei 6 bis 12 Monaten.
- Alle paar Tage kontrollieren und Verschimmeltes komplett entsorgen.

Im Herbst steht bei mir meist mehr Pastinake im Beet, als ich frisch verbrauchen kann. Dann entscheide ich, was draußen bleibt, was in die Sandkiste kommt und was in den Tiefkühler wandert. Wer die Wurzeln zu warm oder zu trocken lagert, holt im Winter pelzige, schwammige Pastinaken aus dem Keller. Die kurze Antwort auf die Frage, wie du Pastinaken lagerst: sehr kalt und feucht. Weil viele Hauskeller das nicht leisten, lasse ich einen großen Teil meiner Ernte einfach im Beet stehen.
Pastinaken lagern: welche Methode passt wofür?
Welche Methode du wählst, hängt davon ab, wie lange du lagern willst und was dein Keller hergibt. Die Tabelle zeigt die Bedingungen auf einen Blick.
| Methode | Das braucht sie | So lange hält es |
|---|---|---|
| Im Beet lassen | offener Boden, vor trocken-kaltem Wetter Vlies oder Stroh | Ernte von Oktober bis März, bis zum Neuaustrieb |
| Sandkiste im Keller | unter 1 °C, hohe Luftfeuchtigkeit, feuchter Sand | keine feste Frist, abhängig vom Kellerklima |
| Erdmiete | eingegrabener Behälter, trockenes Stroh, Deckel oder Gitter | keine feste Frist |
| Kühlschrank | ohne Laub, feuchtes Küchentuch, Gemüsefach | bis zu 2 Wochen |
| Tiefkühler | je nach Stückgröße 2 bis 3 Minuten blanchiert, -18 °C | empfohlen 6 bis 12 Monate |
| Dörrgut | vollständig getrocknet, luftdicht, dunkel, trocken | für guten Geschmack innerhalb eines Jahres |
Ich teile meine Ernte auf. Den Großteil lasse ich unter Stroh im Beet, einen kleinen Vorrat hole ich ins Gemüsefach. Was vor dem Neuaustrieb noch draußen steht, blanchiereBlanchieren heißt, gewaschenes und klein geschnittenes Gemüse für wenige Minuten in sprudelnd kochendes Wasser zu geben und sofort in Eiswasser abzukühlen. So bereitest du die meisten Gemüsesorten auf das Einfrieren vor. ich und friere es ein.
Kann ich Pastinaken einfach im Beet lassen?
Ja. Die Pastinake gilt als frosthart und darf über den Winter im Beet stehen bleiben. Geerntet wird von Oktober bis März, sobald der Boden offen ist. Aus gefrorenem Boden holst du sie besser nicht, weil die Wurzeln dabei abbrechen können. Bevor trocken-kaltes Wetter kommt, lege ich deshalb Vlies oder Stroh auf die Reihe. Das kann dir die Ernte im Winter erleichtern. Frost kann Pastinaken außerdem süßer machen, weil dabei Stärke in Zucker umgewandelt wird.
Die Grenze setzt das Frühjahr. Mit dem Neuaustrieb werden Pastinaken im Beet zäh und schmecken fade. Die letzten Wurzeln hole ich deshalb heraus, bevor das neue Grün kommt.
Zum Ernten lockerst du den Boden nahe der Pflanzenbasis mit der Grabegabel, dann lassen sich die Wurzeln leichter ziehen. Reifezeichen und Handgriffe stehen ausführlich in der Anleitung für den Pastinakenanbau von der Aussaat bis zur Ernte.
Weil du Pastinaken im Frühjahr säst und bis in den März des Folgejahres erntest, bleibt das Beet über den Winter belegt. Die NachkulturEine Nachkultur ist Gemüse, das im Sommer auf einem frei gewordenen Beet gesät oder gepflanzt wird, nachdem die erste Kultur abgeerntet ist. Es wird noch vor den ersten Frösten reif oder bleibt über den Winter stehen. für diese Fläche planst du deshalb erst nach der letzten Ernte ein, zum Beispiel im Beetplaner, mit dem du deine Beete übers Jahr belegst.
Wer im Winter aus dem Beet ernten will, muss schon im Frühjahr säen. Die passenden Monate zeigt dir der Aussaatkalender für Wurzelgemüse, den du ausdrucken kannst.
Vor dem Einlagern: Laub ab, Erde dran
Für jedes Lager außerhalb des Beets bereitest du die Wurzeln gleich vor. Das Laub kommt ab, weil es den Wurzeln Feuchtigkeit entzieht. Die Wurzeln bleiben ungewaschen, leicht anhaftende Erde darf dran bleiben. Einlagern solltest du nur gesunde, unverletzte Pastinaken ohne Schimmel oder Fäulnis. Bei starker Sonne ernte und entlaube ich vorsichtshalber mit Handschuhen. Inhaltsstoffe des Laubs können zusammen mit Sonnenlicht Hautreaktionen auslösen. Wann du erntest und wie du sortierst, steht im Beitrag zum richtigen Ernten und Vorbereiten von Pastinaken fürs Lager.
Pastinaken vor dem Einlagern waschen. Ins Lager kommen sie mit Erde, gewaschen wird erst vor der Verarbeitung, dann gründlich unter fließendem Wasser.
Wie lagere ich Pastinaken im Keller?
Im Keller entscheidet das Klima. Geerntete Pastinaken lagern am besten bei unter 1 °C und hoher Luftfeuchtigkeit. Ist es wärmer oder trockener, werden sie pelzig und schwammig. Gewöhnliche Hauskeller bieten dieses sehr kalte, feuchte Klima häufig nicht. Wurzeln, die du vorerst nicht brauchst, lässt du in diesem Fall besser im Beet.
Bevor ich im Herbst eine Kiste fülle, lege ich ein Thermometer in den Keller. Liegt die Temperatur darüber, bleibt der Großteil der Ernte draußen.
Pastinaken in Sand einschlagen
Zum Einschlagen nimmst du eine Kiste und feuchten Sand. Die entlaubten, ungewaschenen Wurzeln legst du hinein und bedeckst sie ganz mit Sand. Stell die Kiste nicht neben Äpfel oder anderes reifes Obst. Das ReifegasReifegas ist die gängige Bezeichnung für Ethylen, ein Gas, das manches Obst selbst bildet, besonders Äpfel. Es lässt Obst und Gemüse in der Nähe schneller reifen, welken oder austreiben. Ethylen aus dem Obst kann Pastinaken bitter werden lassen.
Laub entfernt · Erde dran, nicht gewaschen · nur gesunde, unverletzte Wurzeln · feuchter Sand · Keller unter 1 °C und feucht · kein Obst daneben · alle paar Tage nachsehen
Erdmiete: das Lager im Garten
Fehlt ein passender Keller, bleibt die Erdmiete im Garten. Dafür gräbst du einen Behälter ein und deckst das Lagergut mit trockenem Stroh ab, damit Luft ausgetauscht werden kann. Ein Deckel oder ein Gitter über dem Behälter schützt vor Mäusefraß.
Wie lange halten Pastinaken im Kühlschrank?
Für den Vorrat in der Küche reicht das Gemüsefach. Ohne Laub und in ein feuchtes Küchentuch gewickelt halten frische Pastinaken dort bis zu 2 Wochen. Ich hole deshalb nur so viele Wurzeln aus Beet oder Kiste, wie ich in dieser Zeit verbrauche.
Pastinaken einfrieren
Bevor im Frühjahr der Neuaustrieb kommt, friere ich ein, was noch im Beet steht. Beet und Tiefkühler ergänzen sich deshalb gut. Im Beet werden Pastinaken mit dem Neuaustrieb zäh. Blanchiert und eingefroren liegt ihre empfohlene Lagerdauer dagegen bei 6 bis 12 Monaten.
Ich wasche die Wurzeln gründlich unter fließendem Wasser und schneide sie in Stücke. Je nach Stückgröße blanchiere ich sie 2 bis 3 Minuten. Danach lasse ich sie abkühlen und abtropfen und friere sie portionsweise ein.
Blanchieren je nach Stückgröße 2 bis 3 Minuten · Lagern bei -18 °C · empfohlene Lagerdauer 6 bis 12 Monate
Pastinaken dörren
Auch Dörren eignet sich für Pastinaken. Schneide die Wurzeln dafür in gleichmäßige Stücke. Im Backofen trocknest du sie bei 40 bis 50 °C, die Tür bleibt dabei leicht geöffnet. Erst wenn die Stücke vollständig getrocknet und abgekühlt sind, füllst du sie luftdicht ab. Das Dörrgut lagerst du dunkel und trocken und verbrauchst es für guten Geschmack innerhalb eines Jahres.
Einkochen, Öl, Vakuum: Wo ist Vorsicht nötig?
Einkochen im Wasserbad nutze ich für Pastinaken nicht. Säurearmes Gemüse erreicht im Wasserbad höchstens 100 °C. Botulinum-Sporen werden aber erst bei Temperaturen über 100 °C inaktiviert. Auch Gemüse in Öl ist kein Vorrat: Selbst eingelegt gehört es gekühlt und wird spätestens am Tag nach der Herstellung gegessen. Vakuumieren ersetzt ebenfalls keine Kühlung, weil sich Clostridium botulinum unter Sauerstoffausschluss vermehren kann.
Aufgeblähte Konservendosen entsorgst du ungeöffnet, und aus einem aufgegangenen Einmachglas isst du nichts. Dass Aussehen, Geruch und Geschmack normal wirken, schließt Botulinum-Neurotoxine nicht aus.
Gelagerte Pastinaken kontrollieren
Gelagertes Wurzelgemüse sehe ich alle paar Tage durch. Krankes oder Faules nehme ich sofort heraus. Zeigt eine Wurzel sichtbaren Schimmel oder riecht sie faulig, kommt sie komplett weg. Werden die Pastinaken pelzig und schwammig, kann das auf ein zu warmes oder zu trockenes Lager hindeuten. Dabei prüfe ich in der Sandkiste auch, ob der Sand noch feucht ist.
„Die Schimmelstelle schneide ich weg, der Rest ist gut.“ Stimmt nicht: Verschimmeltes Gemüse entsorgst du vollständig, denn sichtbare Befallsstellen wegzuschneiden reicht nicht aus.
Und danach: vom Lager in die Küche
Pastinakenwurzeln kannst du roh geraspelt, als Ofengemüse, in Suppen oder als Püree verwenden. Ideen dafür sammelt der Beitrag darüber, wie vielseitig du Pastinaken in der Küche einsetzt, ausgearbeitete Gerichte stehen bei den herzhaften und veganen Rezepten mit Pastinaken. Botanisch gehört die Pastinake wie Möhre und Sellerie zu den DoldenblütlernDoldenblütler (Apiaceae) sind eine Pflanzenfamilie, deren Blüten meist in Doppeldolden, seltener in einfachen Dolden stehen. Dazu gehören Nutzpflanzen wie Möhre, Petersilie, Sellerie, Dill und Kümmel, aber auch tödlich giftige Wildpflanzen wie Schierling.. Energie, Ballaststoffe und KaliumKalium ist neben Stickstoff und Phosphor einer der wichtigsten Pflanzennährstoffe. Es regelt den Wasserhaushalt der Pflanze, festigt ihr Gewebe und macht sie widerstandsfähiger gegen Frost sowie Schaderreger wie Pilze und Insekten. der rohen Wurzel findest du tabelliert unter Nährwerte und Herkunft im Überblick zum Wurzel- und Knollengemüse.





