Wurzelpetersilie: Anbau mit Direktsaat und Verwendung von Wurzel und Blatt
- Wurzelpetersilie säst du im März oder April direkt an ihren endgültigen Platz im Beet.
- Die Samen kommen 0,5 cm tief in die Erde.
- Die Keimung dauert 7 bis 28 Tage, so lange bleibt das Saatbett feucht, ohne zu vernässen.
- Abstände bei Direktsaat: 15 cm in der Reihe und 40 cm von Reihe zu Reihe.
- Geerntet wird von Oktober bis Februar, immer aus ungefrorenem Boden.
- Die Wurzel isst du roh oder gekocht, die Blätter nutzt du als Küchenwürze.

Wurzelpetersilie braucht bis zu 28 Tage, bis sie keimt. In dieser Zeit muss das Saatbett feucht bleiben, obwohl in der Reihe noch nichts zu sehen ist. Ich markiere jede Reihe deshalb gleich nach der Saat mit Stäben an beiden Enden und behalte sie im Blick, bis die ersten KeimblätterKeimblätter sind die ersten Blätter einer keimenden Pflanze und gehören schon zum Embryo im Samen. Sie ernähren den Keimling, bis die ersten Laubblätter seine Versorgung übernehmen. erscheinen. Dafür bekommst du ein Gemüse, das du von Oktober bis Februar erntest und von dem du Wurzel und Blätter verwendest.
Wurzelpetersilie (Petroselinum crispum subsp. tuberosum) ist eine Unterart der Petersilie und gehört zu den DoldenblütlernDoldenblütler (Apiaceae) sind eine Pflanzenfamilie, deren Blüten meist in Doppeldolden, seltener in einfachen Dolden stehen. Dazu gehören Nutzpflanzen wie Möhre, Petersilie, Sellerie, Dill und Kümmel, aber auch tödlich giftige Wildpflanzen wie Schierling.. Sie bildet eine verdickte Wurzel, die du roh oder gekocht isst. Die Pflanze ist zweijährig, doch das beschreibt ihre Lebensdauer und nicht die Zeit bis zur Ernte. Du holst die Wurzeln aus dem Beet, bevor die Pflanzen im Frühjahr neu austreiben. Baust du zum ersten Mal Rüben an, lies vorher, wie du Wurzel- und Knollengemüse einfach anbaust und pflegst.
Wurzelpetersilie auf einen Blick
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Aussaat | März bis April, als Direktsaat an den endgültigen Platz |
| Saattiefe | 0,5 cm |
| Keimtemperatur | 10 bis 18 °C |
| Keimdauer | 7 bis 28 Tage |
| Abstand in der Reihe | 15 cm |
| Reihenabstand bei Direktsaat | 40 cm, bei mehreren Reihen etwa alle 1,0 bis 1,5 m ein Arbeitsweg |
| Standort | sonnig bis halbschattig |
| Kulturdauer | 200 Tage |
| Erntezeit | Oktober bis Februar |
| Anbaupause | 3 Jahre innerhalb der Doldenblütler |
Mit 200 Tagen Kulturdauer belegt Wurzelpetersilie ihr Beet von der Aussaat im Frühjahr bis zur Ernte ab Oktober. Trag sie deshalb zuerst als HauptkulturDie Hauptkultur ist die Gemüseart, die im Gartenjahr am längsten auf einem Beet steht, zum Beispiel Tomaten. Nach ihr richtet sich die Beetplanung: Vor-, Nach- und Zwischenkulturen werden um sie herum eingeplant. ein, wenn du deine Beete für das Jahr planst, und ergänze danach Kulturen, die zeitlich dazu passen. Die allgemeinen Schritte vom Samen bis zur Ernte bei Wurzel- und Knollengemüse stehen in einem eigenen Ratgeber. Hier geht es um das, was die Wurzelpetersilie verlangt.
Empfehlungen für den Garten
Standort und Boden
- Standort
Ein sonniger bis halbschattiger Standort ist geeignet.
- Bodenart
Bevorzugt guten, lockeren Boden; leichte saure Böden sind ungünstig.
- Bodenreaktion
Für den Anbau keinen zu sauren Boden wählen; auf leichten sauren Böden schwacher Wuchs.
- Substrat
Geeignet ist feuchter, gut durchlässiger Boden.
- Anbauort
Die Pflanze eignet sich für Kulturbeete im Gemüsegarten.
Aussaat und Vermehrung
- Vermehrung
Direkt an den endgültigen Standort säen.
- Saattiefe
Die Wurzelpetersilie Hamburg etwa 0,5 cm tief direkt ins Freiland säen.
Pflege
- Pflege
Zur Lagerung im Spätherbst oder Frühwinter ernten, kühl und frostfrei aufbewahren und Austrocknen vermeiden.
- Düngung
Im Garten kann eingearbeiteter Kompost zur ausgewogenen Nährstoffversorgung der Wurzelpetersilie beitragen.
Lebensform und Verwendung
- Lebensform
Die Pflanze ist zweijährig.
- Verwendung
Die verdickte Wurzel wird roh oder gekocht verwendet, etwa geraspelt im Salat oder in Suppen; auch die Blätter lassen sich als Küchenwürze nutzen.
Welcher Platz und welcher Boden passen?
Wurzelpetersilie wächst an einem sonnigen bis halbschattigen Platz im Gemüsebeet. Sie mag einen guten, lockeren Boden, der feucht und gut durchlässig ist, aber nicht zu sauer: Auf leichten sauren Böden bleibt ihr Wuchs schwach. Wie du Platz und Boden für Rüben vorbereitest, steht im Wurzelgemüse-Ratgeber unter Standort, Boden und Gefäß.
Wie säst du Wurzelpetersilie?
Wann ist die richtige Zeit zum Säen?
Wurzelpetersilie säst du direkt an ihren endgültigen Platz im Beet, der Rahmen dafür ist März bis April. Die Samen keimen ab einer Mindesttemperatur von 10 °C. Richte den Termin deshalb nach der Witterung, denn klimatisch ungünstige Lagen sind später bestellbar als Weinbaulagen. Nimm jedes Jahr frisches Saatgut, das empfiehlt sich bei Wurzelpetersilie genauso wie bei Pastinake und Schwarzwurzel. Welche anderen Arten wann an der Reihe sind, zeigt dir der Überblick, wann du welches Wurzelgemüse im Jahreslauf säst.
Wie bereitest du das Saatbett vor?
Bereite das Beet zwei bis vier Wochen vor der Aussaat vor. Gerade weil Wurzelpetersilie bis zu 28 Tage zum Keimen braucht, lohnt sich dieses falsche Saatbett: Das Beikraut, das zuerst aufläuft, ist entfernt, bevor deine Reihe überhaupt sichtbar wird. Vor der Saat ebnest du die Fläche mit Krail oder Rechen ein.
Beim falschen Saatbett ist das Beet fertig vorbereitet, bevor du säst. Was in der Wartezeit an Beikraut aufläuft, entfernst du vor der Saat nur oberflächlich.
Ist der Unterboden vor der Aussaat sehr trocken, gibst du 1 bis 2 Tage vor der Saat 15 bis 20 l Wasser je m².
Wie tief und mit welchem Abstand säst du?
Leg die Samen 0,5 cm tief in die Rille. Wurzelpetersilie braucht zum Keimen kein Licht, deshalb bedeckst du die Saat mit Erde und drückst sie leicht an. Für die Direktsaat ziehst du die Reihen mit 40 cm Abstand. Die aufgelaufenen Sämlinge vereinzelst du in der Reihe auf 15 cm. Legst du mehrere Reihen an, lässt du etwa alle 1,0 bis 1,5 m einen Arbeitsweg frei.
Ich ziehe die Rillen mit dem Stiel des Rechens, lege die Samen hinein und schiebe die Erde mit dem Rechenrücken darüber. Danach drücke ich die Reihe mit dem flach aufgelegten Rechen leicht an.
Wie lange dauert die Keimung?
Die Keimdauer liegt bei 7 bis 28 Tagen. Während QuellungQuellung ist die Wasseraufnahme eines trockenen Samens und der erste Schritt der Keimung. Der Same schwillt dabei an, bis der innere Druck die Samenschale öffnet und die Keimwurzel austreten kann. und Keimung muss das Saatbett feucht bleiben, darf aber nicht vernässen. Prüf die Oberfläche mit dem Finger und gieß mit einer feinen Brause nach, sobald sie abtrocknet.
Die Reihe wird aufgegeben und umgegraben, bevor die Keimzeit von bis zu 28 Tagen um ist. Halte das Saatbett bis dahin feucht und markiere die Reihe, damit du beim Jäten weißt, wo gesät ist.
Trag die Aussaat für März oder April in den druckbaren Aussaatkalender für Wurzelgemüse ein und besorg rechtzeitig frisches Saatgut.
Was braucht Wurzelpetersilie bis zur Ernte?
Nach dem VereinzelnVereinzeln heißt, zu dicht aufgegangene Sämlinge in der Saatreihe auszudünnen, damit die übrigen Pflanzen genug Platz, Wasser und Nährstoffe haben. Manchmal ist auch das Pikieren gemeint, also das Umsetzen junger Sämlinge in einzelne Töpfe. braucht Wurzelpetersilie vor allem einen feuchten, gut durchlässigen Boden. Eingearbeiteter Kompost kann zu ihrer ausgewogenen Nährstoffversorgung beitragen. Wie du Wurzel- und Knollengemüse gießt, düngst und hackst, steht in einem eigenen Ratgeber, das Vereinzeln im Wurzelgemüse-Ratgeber unter Pflege.
Wohin passt Wurzelpetersilie in Fruchtfolge und Mischkultur?
Wurzelpetersilie ist ein Doldenblütler wie Möhre, Pastinake und Sellerie. Auf demselben Beet sollen Arten derselben Familie nicht unmittelbar aufeinander folgen. Für Petersilie als lange stehende Hauptkultur gilt eine Anbaupause von 3 Jahren innerhalb der Familie. Als VorfruchtDie Vorfrucht ist die Kultur, die vor der aktuellen Kultur auf derselben Fläche stand, in der Fruchtfolge meist im Vorjahr. Sie kann Boden, Nährstoffe und Krankheitsdruck für die nachfolgende Kultur positiv oder negativ beeinflussen. für Pastinaken meidest du sie ebenfalls.
In einer Mischkultur planst du jede Pflanze mit ihrer endgültigen Größe ein und legst die Reihen für zusätzliche Partner nicht enger an. Kurzlebige ZwischenkulturenEine Zwischenkultur ist eine schnell wachsende Gemüsekultur, die gleichzeitig mit einer langsam wachsenden Hauptkultur auf dem Beet steht, meist in Reihen dazwischen. Sie ist geerntet, bevor die Hauptkultur den ganzen Platz braucht. erntest du, bevor sie die lange stehende Wurzelpetersilie bedrängen. Welche Nachbarn für dein Beet infrage kommen, kannst du im Mischkultur-Werkzeug nachschlagen.
Beim Roden von Wurzelgemüse können FeinwurzelnFeinwurzeln sind die dünnen, fein verzweigten Wurzeln einer Pflanze. Sie nehmen vor allem Wasser und Nährstoffe aus dem Boden auf, während die dicken Wurzeln der Pflanze Halt geben und Stoffe weiterleiten. benachbarter jüngerer Kulturen beschädigt werden, und ihr Wachstum kann leiden. Setz junge Pflanzen deshalb nicht direkt an Reihen, die du im Herbst und Winter noch ausgräbst.
Wann erntest du Wurzelpetersilie?
Geerntet wird von Oktober bis Februar, also ab Herbst bis zum Beginn des neuen Austriebs im Frühjahr. Grab die Wurzeln nur aus ungefrorenem Boden aus, sonst können sie abbrechen. Woran du bei Wurzelgemüse die Erntereife nach Größe und Jahreszeit erkennst, steht im Wurzelgemüse-Ratgeber im Abschnitt Ernte.
Wie lagerst du die Wurzeln?
Wurzeln für das Lager erntest du im Spätherbst oder Frühwinter. Bewahre sie kühl und frostfrei auf und achte darauf, dass sie nicht austrocknen. Wie Sandlagerung und Einfrieren gehen, beschreibt der Wurzelgemüse-Ratgeber im Abschnitt Lagern.
Wie verwendest du Wurzelpetersilie in der Küche?
Von der Wurzelpetersilie verwendest du Wurzel und Blätter. Die verdickte Wurzel isst du roh oder gekocht, etwa fein geraspelt im Salat oder in Suppen. Die Blätter nutzt du als Küchenwürze.
Ich bürste die Wurzeln nach der Ernte unter fließendem Wasser ab, bevor ich sie verarbeite. Für Salat reibe ich sie auf der feinen Seite der Reibe direkt in die Schüssel. Suppengemüse schneide ich in Stücke und gebe die Wurzel mit dem übrigen Gemüse in den Topf. Das Laub hacke ich fein und streue es über das fertige Gericht.




