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Quellung

Quellung ist die Wasseraufnahme eines trockenen Samens und der erste Schritt der Keimung. Der Same schwillt dabei an, bis der innere Druck die Samenschale öffnet und die Keimwurzel austreten kann.

Ein ruhender Same ist trocken. Sobald er in feuchter Erde liegt, nimmt er Wasser auf und quillt: Er wird praller und größer. Durch die Quellung entsteht im Inneren ein Druck, der die Samenschale öffnet. Erst danach durchstößt die Keimwurzel die Schale und wächst in den Boden – das ist der sichtbare Beginn der Keimung.

Für dich im Garten heißt das: Ohne Wasser keine Keimung. Saatgut braucht nach dem Säen engen Kontakt zu feuchter Erde, und Anzuchtschalen dürfen nicht austrocknen. Verwechsle die Quellung nicht mit dem Auflaufen: Die Quellung läuft unsichtbar im Boden ab, aufgelaufen ist eine Saat erst, wenn die Keimlinge an der Oberfläche erscheinen.

Beispiel aus dem Garten

Die Quellung kannst du an einer Bohne auf feuchtem Küchenpapier beobachten: Sie schwillt sichtbar an, bis die Samenschale aufreißt. Nach der Möhrensaat drücke ich die Saatrille mit dem Harkenrücken an, damit die Samen Kontakt zum feuchten Boden haben.

Quelle: Spektrum der Wissenschaft – Lexikon der Biologie – Keimung – Lexikon der Biologie. Geprüft am .

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