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Nachsaat

Nachsaat heißt, Lücken in einem bestehenden Pflanzenbestand nachträglich mit frischem Saatgut zu schließen, ohne die Fläche komplett neu anzulegen. Im Garten betrifft das etwa lückigen Rasen oder Wiesenflächen.

Eine Nachsaat brauchst du, wenn in einer bestehenden Pflanzendecke kahle Stellen entstanden sind, etwa nach dem Winter durch Frost, Staunässe oder Mäuse. Auch wenn du Moos und abgestorbene Halme herauskämmst, bleiben offene Stellen zurück. In diese Lücken streust du frisches Saatgut, während die übrigen Pflanzen stehen bleiben. Wichtig ist ein guter Bodenschluss, damit die Samen Kontakt zur Erde haben. Die Keimlinge sind anfangs empfindlich, späte Fröste können ihnen schaden.

Lässt du die Lücken einfach offen, breiten sich dort leicht unerwünschte Arten wie Vogelmiere, Hirtentäschel oder Ampfer aus. Von der Neuansaat unterscheidet sich die Nachsaat dadurch, dass die Fläche nicht komplett neu bearbeitet wird. Eine Neuansaat wird meist erst bei extremen Schäden nötig, etwa wenn Mäuse den Boden stark durchwühlt haben.

Beispiel aus dem Garten

Wenn mein Rasen nach dem Winter kahle Stellen zeigt, plane ich eine Nachsaat: Ich kämme Moos und abgestorbene Halme heraus, streue frisches Saatgut in die Lücken und drücke es an, damit es guten Bodenschluss hat. Solange noch späte Fröste drohen, behalte ich die Keimlinge im Blick.

Quelle: Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen ↗ – Grünlandpflege im Frühjahr, Abschnitt „Striegeln und Nachsaat“. Geprüft am .

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