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Schröpfschnitt

Ein Schröpfschnitt ist ein früher Schnitt im ersten Jahr nach dem Aussäen einer Blumenwiese. Er kürzt schnell wachsende Beikräuter zurück, damit die langsameren eingesäten Wildkräuter nicht überwuchert werden und genug Licht bekommen.

Nach dem Aussäen einer Blumenwiese keimen oft auch Beikräuter, deren Samen schon im Boden lagen, etwa Melde, Ampfer oder Acker-Kratzdistel. Sie laufen deutlich schneller auf als die eingesäten Wildkräuter und nehmen der jungen Einsaat das Licht. Beim Schröpfschnitt mähst du die Fläche dann etwa 8 bis 10 Wochen nach der Aussaat auf 5 bis 6 Zentimeter Höhe und räumst das Schnittgut ab. Wachsen die Beikräuter erneut stark nach, wiederholst du den Schnitt, in jedem Fall vor ihrer Samenreife.

Nötig ist der Schröpfschnitt in der Regel im ersten Jahr nach einer Frühjahrsaussaat. Säst du im Spätsommer in ein unkrautfreies, gut vorbereitetes Saatbett, kannst du die Wiese im Folgejahr schon wie einen älteren Bestand mähen. Verwechsle den Schröpfschnitt nicht mit dem regulären Wiesenschnitt zur Gräserblüte: Er verschafft der jungen Einsaat Licht, der spätere Heuschnitt pflegt die etablierte Wiese.

Beispiel aus dem Garten

Wenn auf meiner im Frühjahr gesäten Blumenwiese vor allem Melde und Ampfer hochschießen, ist es Zeit für den Schröpfschnitt. Ich mähe die Fläche auf 5 bis 6 Zentimeter und räume das Schnittgut ab. Treiben die Beikräuter wieder aus, schneide ich noch einmal, bevor sie Samen ansetzen.

Quelle: BUND Regionalverband Schwarzwald-Baar-Heuberg – Blühwiese, Interview mit Kathrin Schwab zur Pflege von Neuansaaten von Wildblumenwiesen. Geprüft am .

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