Blumenerde richtig zusammensetzen: Was Kompost, Kokos, Rindenhumus und Blähton leisten
- Gute Blumenerde bleibt belüftet und strukturstabil, Nährstoffe und pH-Wert passen zur Pflanzengruppe.
- Kokosmark hat die günstigere Wasserkapazität, Kokosfasern verbessern vor allem die Luftversorgung.
- Rindenhumus ist kompostierte Rinde, macht Mischungen schwerer und ist nicht durchgehend sauer.
- Selbst gemischte Blumenerde enthält höchstens etwa 30 % besonders gut durchgerotteten Kompost.
- Blähton, Bims und Splitt stabilisieren die Struktur, Blähton kann aber kaum Nährstoffe binden.

Füllst du einen Kübel mit reiner Gartenerde aus dem Beet, kann sie beim Wässern verschlämmen und verdichten. Verdichtung verkleinert den Porenraum, und dann leiden Luftversorgung, Wasserbewegung und Wurzelwachstum. Blumenerde ist deshalb eine Mischung, in der jeder Bestandteil eine eigene Aufgabe übernimmt. Bevor ich einen Sack kaufe, lese ich zuerst die Liste der Ausgangsstoffe auf der Rückseite. Kompost, Kokos, Holzfasern, Rindenhumus, Sand und Blähton tragen jeweils etwas anderes bei.
Woraus besteht gute Blumenerde?
Gute Blumenerde bleibt ausreichend belüftet und strukturstabil. Dazu kommen eine Nährstoffversorgung und ein pH-Wert, die zur vorgesehenen Pflanzengruppe passen. Im Topf hängt viel an den Poren: Kleine Poren speichern Wasser, größere führen überschüssiges Wasser ab und bringen Luft an die Wurzeln. Ein geeignetes Kübelsubstrat verbindet beides und hält diese Struktur möglichst dauerhaft.
Organische Bestandteile werden gemischt, um Luftführung, Wasserspeicherung, pH-Stabilität und Nährstoffangebot aufeinander abzustimmen. Mineralische Zuschläge verbessern zusätzlich die StrukturstabilitätStrukturstabilität beschreibt, wie dauerhaft eine Blumenerde oder ein Substrat locker bleibt. Strukturstabile Erde gibt den Wurzeln Halt, ohne mit der Zeit zusammenzusacken oder zu verdichten.. Die Übersicht zeigt, was die gängigen Bestandteile leisten:
| Bestandteil | Was er leistet | Worauf du achtest |
|---|---|---|
| KokosmarkKokosmark sind die feinen Bestandteile zwischen den Fasern der Kokosnusshülle. Der Reststoff aus der Kokosverarbeitung wird als Torfersatz in torffreien Erden verwendet, weil er ähnlich viel Wasser hält und ähnlich luftig ist wie Torf. | hat die günstigere Wasserkapazität | Torfersatz in torffreien Erden |
| KokosfasernKokosfasern sind die Fasern aus der Umhüllung der Kokosnuss, die bei deren Verarbeitung anfallen. Als torffreier Bestandteil von Blumen- und Pflanzerden sorgen sie für viel Luft im Substrat, halten aber weniger Wasser als Torf. | verbessern vor allem die Luftversorgung | Torfersatz in torffreien Erden |
| Holzfasern | ersetzen Torf | können beim Abbau Stickstoff binden |
| Rindenhumus | ersetzt Torf, Bestandteil von Pflanzerden | ungefähr doppelte Rohdichte von Weißtorf, pH 4,0 bis 7,0 |
| Kompost | bringt Nährstoffe mit | höchstens etwa 30 % in selbst gemischter Erde |
| Sand | Teil von Anzucht-, Kräuter- und Kakteenmischungen | kann leichte Bestandteile zusammendrücken |
| Blähton | stabilisiert langlebige Kübelerden | nahezu keine Kationenaustauschkapazität |
| Bims, Splitt | verbessern die Strukturstabilität | sinnvoll für mehrjährige Kübel |
| Perlit | strukturstabiler Zuschlag | kann gebrochenen Blähton ersetzen |
| Blähvermiculit | mechanisch wenig stabil | fühlt sich wassergesättigt noch trocken an |
Organische Bestandteile: Was Kokos, Holzfasern, Rindenhumus und Kompost leisten
Holzfasern, Rindenhumus, Substratkompost, Kokosfasern und Kokosmark können Torf in Substratmischungen ersetzen. Torffreie Substrate kombinieren diese Ersatzstoffe, um die Anforderungen an Luft-, Wasser- und Nährstoffhaushalt auszugleichen. Jeder Stoff bringt dabei eigene Eigenschaften mit.
Kokosmark und Kokosfasern
Kokos steckt in zwei Formen in der Erde, und beide wirken unterschiedlich. Kokosmark hat die günstigere Wasserkapazität. Kokosfasern verbessern vor allem die Luftversorgung einer Mischung. Auf dem Etikett schaue ich deshalb nach, welche der beiden Formen genannt ist.
Holzfasern
Holzfasern ersetzen Torf, können beim Abbau aber Stickstoff binden. Bei einem hohen Holzfaseranteil kann deshalb mehr Stickstoffdüngung nötig sein als bei der Erde, die du bisher verwendet hast. Auch vorgedüngte torffreie Erde kann durch ihre Ersatzstoffe vorübergehend zu wenig pflanzenverfügbaren Stickstoff bereitstellen.
Rindenhumus
Rindenhumus besitzt ungefähr die doppelte Rohdichte von Weißtorf und macht Mischungen entsprechend schwerer. Er speichert weniger Wasser als Torf, deshalb kann bei solchen Substraten häufigeres Gießen nötig sein. Ausgereifter, substratfähiger Rindenhumus bindet bei weiterer Umsetzung nur noch wenig Stickstoff.
Als Garantie für saure Erde taugt Rindenhumus nicht. Rindenhumus aus kompostierter Rinde kann einen pH-Wert von 4,0 bis 7,0 aufweisen und ist damit nicht durchgehend sauer. Bei hohen Rindenhumusanteilen meidest du pH-Werte unter 6, weil eine erhöhte Manganaufnahme einen Eisenmangel auslösen kann.
Rindenhumus ist nicht dasselbe wie Rindenmulch. Für Rindenhumus wird Rinde kompostiert, zerkleinert und nach Korngrößen sortiert. Bei der Kompostierung werden wachstumshemmende Phenole und GerbstoffeGerbstoffe sind natürliche Inhaltsstoffe von Pflanzen, die zum Beispiel reichlich in Baumrinde stecken. Im Garten begegnen sie dir vor allem im Rindenmulch, wo sie das Wachstum von Gemüse, aber auch von Unkraut hemmen. abgebaut. Geprüfte Rindenprodukte erkennst du am Gütezeichen Rinde für Pflanzenbau.
Kompost
Kompost bringt Nährstoffe in die Mischung, aber auch Salze. Reiner Kompost kann Keimlingswurzeln wegen seiner hohen Nährsalzkonzentration Wasser entziehen. Zusammen mit Rindenhumus kann er hohe pH-, Phosphor-, Kalium- und Salzwerte in die Erde bringen. Sein Stickstoff ist dagegen überwiegend organisch gebunden, sodass trotz Kompost zusätzlicher Stickstoffbedarf bestehen kann.
Kompostreiche torffreie Erde kann deshalb viel Phosphor und Kalium enthalten und bei Holzfaseranteilen zugleich an verfügbarem Stickstoff verarmen. Holzreiche Erden brauchen eher eine stickstoffbetonte Düngung, bei kompostreichen rechnest du den enthaltenen Phosphor an.
Gartenkompost eignet sich wegen seines hohen pH-Werts nicht für Moorbeetpflanzen wie Rhododendren. Selbst gemischte komposthaltige Substrate sind auch für Zitrusgewächse oft ungeeignet. Orchideen und Farne bekommen gar keinen Kompost.
Ob dein Kompost reif genug ist, zeigt ein KressetestDer Kressetest zeigt dir, ob dein Kompost reif ist: Du säst Kresse auf eine Kompostprobe und zum Vergleich auf Gartenerde. Werden die Kresseblätter auf dem Kompost gelb oder braun, ist er noch zu frisch. im Vergleich mit Gartenerde. Wächst die Kresse im Kompost nach 5 Tagen schwächer als in Gartenerde oder färbt sie sich gelblich-braun, braucht er weitere Reifezeit.
Selbst gemischte Blumenerde enthält höchstens etwa 30 % besonders gut durchgerotteten Kompost. Für Zimmerpflanzen liegt die Grenze bei höchstens etwa 20 Volumen-%. Als Bestandteil von Blumenerde siebst du Kompost auf etwa 10 bis 15 mm ab.
Im Gartenkompost werden ausreichende Rottetemperaturen oft nicht durchgehend erreicht. Deshalb tötet er Krankheitserreger für Menschen, Tiere und Pflanzen nicht zuverlässig ab. Substrat aus Gefäßen mit wurzelfaulen Pflanzen verwendest du nicht wieder.
Mineralische Bestandteile: Was Sand, Blähton und Co. leisten
Mineralische Bestandteile wie Splitt, Bims, Blähton und geeignete Granulate verbessern die Strukturstabilität von Kübelpflanzenerde. Das zählt besonders bei mehrjährigen Kübelpflanzen. Strukturstabile Erde beugt dort Verdichtung und Vernässung im unteren Gefäßbereich vor.
Sand
Quarzsand gehört in erprobte Mischungen für Anzucht und Kräuter, grober Sand in Kakteenerde. Seine Wirkung hängt allerdings davon ab, womit du ihn mischst.
„Mehr Sand macht jede Erde durchlässiger.“ Nicht unbedingt. Sand kann leichte Substratbestandteile zusammendrücken. Dadurch steigen der Feinporenanteil und die Wasserkapazität der Mischung. Mehr Luft bringen eher Kokosfasern, dauerhaft stabile Struktur bringen mineralische Zuschläge wie Blähton, Bims und Splitt.
Welche weiteren Annahmen über Blumenerde nicht stimmen, liest du im Ratgeber zu Mythen über Blumenerde von der Einheitserde bis zur sterilen Erde.
Blähton
Für langlebige Kübel- und Gehölzsubstrate eignen sich 30 bis 40 Volumen-% Blähton als strukturstabilisierende Beimischung. Selbst bei kleiner Körnung nimmt Blähton höchstens 25 Volumen-% Wasser auf. Gegenüber ungebranntem Ton besitzt er nahezu keine Kationenaustauschkapazität, weil das Brennen die Tonstruktur verändert. Tonbestandteile und Huminstoffe können dagegen Nährstoffionen speichern und durch Ionenaustausch wieder abgeben. Mit Blähton gewinnst du also Struktur, aber keinen Nährstoffspeicher.
Kaufe Blähton für Pflanzen, der die RAL-Höchstwerte einhält. Bei Ware für Bauzwecke spielen die Salzgehalte keine entsprechende Rolle. Im Gefäßboden kann eine etwa 3 cm hohe Blähtonschicht als Drainage dienen, sofern das Gefäß Ablauflöcher hat.
Bims, Lava, Perlit und Vermiculit
Bims und Splitt verbessern die Strukturstabilität ähnlich wie Blähton. Bei torffreier Erde kannst du Bims oder Zeolith als wasserspeichernde mineralische Materialien im Topfboden einsetzen. Lava steckt etwa in gut durchlässiger Kübelerde für Oliven und im rasch abtrocknenden Substrat für Topfkakteen.
Perlit ist strukturstabil und kann in Balkonkastenerde den gebrochenen Blähton ersetzen. Blähvermiculit ist dagegen mechanisch wenig stabil und kann sich selbst wassergesättigt noch trocken anfühlen. Bei der Fingerprobe täuscht er dich dann leicht. Superabsorber und Netzmittel zeigten in Versuchen mit torffreiem Substrat im Hobbygarten kaum praxistaugliche Effekte.
Erprobte Mischungen zum Selbermischen
Wenn du Erde selbst mischst, hältst du dich am besten an erprobte Anteile. Gartenerde kommt darin nur als Anteil vor, nie als alleinige Füllung.
| Verwendung | Mischung | Worauf du achtest |
|---|---|---|
| Torffreie Grundmischung | je etwa 25 % Holzfasern, Kokosmark, Rindenhumus und gütegesicherter Kompost | Beispielmischung, kein Rezept für Rhododendron- oder Aussaaterde |
| Anzuchterde | 2 Teile Quarzsand, 1 Teil reifer, eher nährstoffarmer Kompost, 1 Teil Gartenerde | Anzuchterde ist nährstoffärmer als gewöhnliche Blumenerde |
| Stecklinge von Balkon- und Kübelpflanzen | Aussaaterde, bei Bedarf mit Sand gemischt | saubere Gefäße verwenden |
| Kräuter und anspruchslose Stauden | je 1 Teil Quarzsand, Gartenerde und reifer Kompost | Rucola, Basilikum, Schnittlauch und Petersilie brauchen eine stärkere Nährstoffversorgung |
| Balkonkasten | bis zu 30 % vollständig verrotteter Kompost, Rest zu gleichen Teilen Rindenhumus, Kokosfaser und gebrochener Blähton oder Perlit | Kompost vorher sieben |
| Kakteen und SukkulentenSukkulenten sind Pflanzen, die Wasser in verdickten Blättern, Trieben oder Wurzeln speichern und so längere Trockenzeiten überdauern. Der Begriff beschreibt eine Anpassung im Körperbau, keine einzelne Pflanzenfamilie. | 1 Teil Blumenerde, 1 Teil grober Sand | Gefäß mit Abzugsloch |
| Langlebige Kübel und Gehölze | 30 bis 40 Volumen-% Blähton als Strukturanteil | Blähton, der die RAL-Höchstwerte einhält |
| Torffreie Erde für Kübeltomaten | als Beispiel für die Grundgabe etwa 5 g Hornmehl oder Horngrieß je Liter Substrat | vor dem Pflanzen untermischen |
Hornspäne und Hornmehl mischst du bei torffreien Gefäßsubstraten schon vor dem Pflanzen unter. Sie müssen erst mikrobiell abgebaut werden, bevor die Wurzeln die Nährstoffe aufnehmen können. In kleinen Pflanzgefäßen kann ihre Wirkung dadurch verzögert und unzureichend einsetzen.
Ich mische meine Erde auf einer Plane und messe jeden Anteil mit demselben Eimer ab. Den Kompost siebe ich vorher und setze den Kressetest an, bevor er in die Mischung kommt. Auf den fertigen Eimer schreibe ich, was drin ist.
Bevor du mischst:
- Kompost reif und gesiebt
- Kompostanteil passend zur Pflanzengruppe gewählt
- mineralischen Strukturanteil für Kübel eingeplant, die mehrere Jahre stehen
- keine Erde aus Töpfen mit wurzelfaulen Pflanzen
- Gefäß mit Ablauflöchern bereit
Fertigerde: Was das Etikett über die Zusammensetzung verrät
Beim Torf zählt das genaue Wort: Als torfreduziert oder torfarm bezeichnete Blumenerden können noch bis zu 70 % Torf enthalten. Verlass dich nur auf die Angaben torffrei oder ohne Torf, denn die Bezeichnung Bio ist bei Blumenerde nicht geschützt. Warum Torfabbau samt Entwässerung Moorlebensräume zerstört und gespeicherten KohlenstoffKohlenstoff ist ein chemisches Element und der Hauptbestandteil des Humus. Pflanzen holen ihn als Kohlendioxid aus der Luft und bilden daraus bei der Photosynthese Zucker. als Treibhausgas freisetzt, erklärt der Abschnitt Erden und Substrate im Ratgeber Düngen, Boden und Kompost.
Fertige Erden unterscheiden sich außerdem im Salzgehalt: Aussaaterde sollte weniger als 0,5 g/l enthalten. Für Topferde in Kübeln und Blumenkästen gilt ein Salzgehalt von 2,5 bis 3 g/l, die übrigen Erdtypen findest du im selben Abschnitt Erden und Substrate. Ob Universalerde reicht oder eine Spezialerde besser passt, zeigt der Ratgeber, welche Blumenerde zu welcher Pflanze, welchem Standort und welchem Topf passt.
Gütezeichen helfen beim Einordnen. Das RAL-Gütezeichen steht für regelmäßige unabhängige Prüfungen unter anderem von pH-Wert, Nährstoffversorgung, Unkrautsamenfreiheit und Substratstruktur. Der Blaue Engel DE-UZ 234 gilt für torffreie organische Kultursubstrate und Blumenerden und stellt Anforderungen an Gebrauchstauglichkeit und Schadstoffgehalte. Die Bezeichnung Kultursubstrat allein garantiert dagegen keinen bestimmten Nährstoffgehalt. Wie Blumenerde nachhaltiger hergestellt wird, beschreibt der Ratgeber zu nachhaltig produzierter Blumenerde und woran du sie erkennst.
Riecht frisch geöffnete Erde intensiv, kann das von mikrobieller Aktivität stammen. Verdorben ist sie deshalb nicht automatisch.
Nährstoffe und pH-Wert kurz eingeordnet
Stickstoff unterstützt Blatt- und Triebwachstum, Phosphor ist am Energiehaushalt beteiligt und Kalium reguliert den Wasserhaushalt. Auf der Packung stehen dafür die Prozentwerte für N, für Phosphat als P₂O₅ und für KaliumoxidKaliumoxid (K2O) ist die chemische Form, in der der Kaliumgehalt von Düngern und Bodenproben angegeben wird. Die Angabe bezieht sich auf die Verbindung aus Kalium und Sauerstoff, nicht auf reines Kalium. als K₂O. Haupt- und Spurennährstoffe im Einzelnen behandelt der Abschnitt Nährstoffe im Ratgeber Düngen, Boden und Kompost.
Nach dem Umtopfen in ausreichend vorgedüngte Blumenerde brauchen Kübelpflanzen gewöhnlich 4 bis 6 Wochen keinen zusätzlichen Dünger. Wie du danach je nach Pflanzengruppe nachversorgst und Mängel erkennst, erklärt der Ratgeber zur Nährstoffversorgung in Blumenerde für jede Pflanzengruppe. Die Grundregeln zu Menge und Zeitpunkt stehen im Abschnitt Düngen nach Bedarf.
Für Kultursubstrate außerhalb der Moorbeetkulturen gilt ein pH-Bereich von 5,0 bis 6,5 als Ziel, rindenhumushaltige Mischungen liegen besser im oberen Teil. Kalkempfindliche Kübelpflanzen bekommen ein angepasstes Azaleen- oder Moorbeetpflanzensubstrat, und hartes Gießwasser kann den pH-Wert im Substrat anheben. Wie pH-Wert und Kalk zusammenhängen, erklärt der Abschnitt pH-Wert und Kalk im Ratgeber Düngen, Boden und Kompost.
Was die Zusammensetzung für Gießen und Lagerung bedeutet
Bei torffreier Erde kann die Oberfläche schon trocken sein, während die Erde tiefer im Gefäß noch nass ist. Ich stecke deshalb vor dem Gießen einen Finger tief in die Erde, statt nur auf die Oberfläche zu schauen. Angebrochene Säcke verschließe ich gut und lagere sie kühl und schattig.
Länger gelagerte Blumenerde kann sich in Salzgehalt, pH-Wert und Struktur verändern. Deshalb mischst du sie mit frischer Erde, statt sie allein zu verwenden. Welche Handgriffe beim Gießen, Verdichten und Lagern Topfpflanzen schaden, zeigt der Ratgeber zu den häufigsten Fehlern mit Blumenerde.
Krankheitsfreie Vorjahreserde kannst du in Balkonkästen und Kübeln bis etwa 30 Liter wieder nutzen. Dafür mischst du sie mit etwa einem Drittel frischer Erde. Wie du alte Erde darüber hinaus auffrischst, steht im Ratgeber, wie du Blumenerde für üppiges Wachstum aufbesserst.
