Maiskrankheiten erkennen und bekämpfen: Blattflecken, Rost, Fäulen und Beulenbrand
- Silbrig glänzende Beulen, die aufreißen und schwarzes Sporenpulver freisetzen, deuten auf Maisbeulenbrand hin.
- Lässt sich der Stängelgrund leicht zusammendrücken und ist das Mark verfault, spricht das für Stängelfäule.
- Bei Maisbeulenbrand beugst du vor und schneidest Beulen heraus, solange sie noch geschlossen sind.
- Mais kommt erst nach einer Anbaupause von 3 Jahren wieder auf dieselbe Fläche.
- Vergilbt junger Mais nach mehreren Tagen mit Lufttemperaturmitteln unter 10 °C, kann Kältestress dahinterstecken.
- Sichtbar verschimmelte Kolben isst du nicht, sondern entsorgst sie unmittelbar.

Braune Flecken auf den Blättern, ein umgeknickter Stängel, eine silbrige Beule am Kolben. Wenn dein Mais so aussieht, willst du wissen, was dahintersteckt und was du jetzt noch tun kannst. Bei einem Verdacht gehe ich meine Maisreihen immer in derselben Reihenfolge durch: erst die Blätter, dann den Stängelgrund, zuletzt die Kolben. In genau dieser Reihenfolge stelle ich dir hier die Krankheiten vor. Danach geht es um Kälte, Frost und Trockenheit, denn nicht jedes Schadbild hat einen Erreger als Ursache.
Welche Krankheiten befallen Mais? Der Überblick
Hinter den Krankheiten in diesem Überblick stecken Pilze. Manche sitzen auf den Blättern, andere im Stängel oder am Kolben, und jede Krankheit hinterlässt eigene Spuren. Die Tabelle hilft dir bei der ersten Einordnung. Ein Symptom ist dabei immer ein Hinweis, keine sichere Diagnose.
| Krankheit | Wo du suchst | Was darauf hindeuten kann | Was du tun kannst |
|---|---|---|---|
| Blattflecken durch Kabatiella zeae | Blätter | kleine, rundliche Flecken mit hellem Zentrum und dunklem Rand | früh morgens gießen, AnbaupauseDie Anbaupause ist die Zeit, die vergehen sollte, bevor dieselbe Pflanzenart oder eine Art derselben Pflanzenfamilie wieder auf demselben Beet wächst. Sie beugt Krankheiten und Schädlingen vor, die sich im Boden anreichern. einhalten, Erntereste einarbeiten |
| Blattflecken durch Exserohilum turcicum | Blätter | längliche, graubraune Flecken | wie bei Kabatiella zeae |
| Maisrost | Blätter und Stängel | orangerote bis braune Pusteln, oft erst spät in der Saison | tolerante Sorten wählen, Ausbreitung beobachten |
| Fusariosen | Stängelgrund, Mark, Kolben | Welke, rosafarbene bis rötliche Verfärbung am Stängelgrund, verbräuntes Mark | Anbaupause, Aussaat in warmen Boden, Erntereste einarbeiten |
| StängelfäuleStängelfäule ist eine Pflanzenkrankheit, bei der der Stängel meist am Stängelgrund fault: Schwarze, eingesunkene Flecken umfassen ihn, die Leitungsbahnen werden unterbrochen, die Pflanze welkt plötzlich und stirbt ab. Bei Tomaten löst sie ein Pilz aus. | Stängel und Stängelgrund | ovale braune Flecken am Stängel, leicht eindrückbarer Stängelgrund, verfaultes Mark | Drucktest, Staunässe meiden, Erntereste einarbeiten |
| Maisbeulenbrand | Kolben, Stängel, Blätter | silbrig glänzende Wucherungen, später schwarzes Sporenpulver | Beulen geschlossen herausschneiden, Verletzungen vermeiden |
| Kolbenfäule | Kolben | rötlicher, weißlicher, rosa oder blaugrüner Schimmel, oft von der Spitze her | rechtzeitig ernten, Kolben vor Fraß schützen, Schimmeliges entsorgen |
Empfehlungen für den Garten
Standort und Boden
- Standort
Ein warmer Standort ist geeignet.
- Bodenart
Für Zuckermais nährstoffreichen Boden wählen und vor der Kultur gut verrottetes organisches Material wie Gartenkompost einarbeiten oder bei Kultur ohne Umgraben als Mulch aufbringen.
- Bodenreaktion
Böden mit pH 5,5–6,8 werden bevorzugt.
- Substrat
Geeignet ist nährstoffreicher, gut durchlässiger Boden.
- Anbauort
Die angebotenen Sorten lassen sich im Hochbeet und im Kübel ziehen.
Pflege
- Pflege
Während der Wachstumszeit ausreichend Feuchtigkeit bereitstellen.
- Düngung
Für Zuckermais: Bodenuntersuchung, Vorfrüchte und bisherige Nährstoffgaben zur Düngeplanung heranziehen. Bei sandigen Böden helfen aufgeteilte Stickstoffgaben, Auswaschung zu verringern.
Lebensform und Verwendung
- Lebensform
Die Pflanze ist einjährig.
- Verwendung
Die angebotenen Sorten eignen sich als Schnittblume.
Blattkrankheiten: Blattflecken und Maisrost
Blattflecken durch Kabatiella zeae und Exserohilum turcicum
Kabatiella zeae verursacht kleine, rundliche Flecken mit hellem Zentrum und dunklem Rand. Exserohilum turcicum bildet dagegen längliche, graubraune Flecken. Bei starkem Befall können die Blätter in beiden Fällen vorzeitig absterben. Feuchtwarme Witterung fördert die Erreger, enge FruchtfolgenFruchtfolge ist die geplante Reihenfolge, in der verschiedene Gemüsearten über die Jahre auf demselben Beet wachsen. Wechselst du jedes Jahr die Pflanzenfamilie, sinkt das Risiko für Krankheiten und Schädlinge, und die Nährstoffe im Boden werden besser genutzt. und anfällige Sorten erhöhen das Risiko. Auch Pflanzen, die unter Trockenheit oder NährstoffmangelNährstoffmangel heißt, dass eine Pflanze von einem oder mehreren Nährstoffen zu wenig bekommt oder aufnehmen kann. Sie bleibt dann im Wachstum zurück und zeigt Verfärbungen, etwa hellgrünes oder vergilbendes Laub. leiden, sind anfälliger.
Ein Blattfleck an Mais kann bis zu 20 cm lang und bis zu 5 cm breit werden. Leg einen Zollstock neben das Blatt, wenn du es fotografierst. So kannst du später vergleichen, ob der Fleck wächst.
Gieß deinen Mais sehr früh am Morgen, ersatzweise früh am Abend. Feuchtwarme Bedingungen fördern die Blattfleckenerreger, und früh gegossene Pflanzen können rasch abtrocknen. Wer morgens gießt, hält das Laub also nicht länger feucht als nötig. Alles Weitere zur Vorbeugung, von der Anbaupause bis zur Sortenwahl, findest du weiter unten.
Maisrost
Maisrost wird vom Pilz Puccinia sorghi ausgelöst. Typisch sind orangerote bis braune Pusteln auf Blättern und Stängeln. Anders als andere Blattkrankheiten zeigt sich Maisrost oft erst spät in der Saison. Bei starkem Befall können die Blätter vorzeitig vertrocknen. Ein früher Befall kann den Ertrag deutlich schmälern, ein später wirkt sich meist schwächer aus. Leidet die Assimilationsleistung der Blätter, können die Kolben leichter bleiben.
Gegen Maisrost beugst du vor allem über die Sortenwahl vor: Tolerante oder resistente Sorten sind die bessere Wahl. Ich markiere die Pflanzen, an denen ich die ersten Pusteln entdecke, und beobachte, ob der Befall auf Nachbarpflanzen übergeht.
Stängel und Wurzel: Fusariosen und Stängelfäule
Fusariosen
Fusariosen werden von verschiedenen Fusarium-Arten verursacht, häufig von F. graminearum, F. culmorum und F. verticillioides. Diese Anzeichen können auf eine Fusarium-Infektion hindeuten:
- Welke und vorzeitiges Absterben der Pflanzen
- rosafarbene bis rötliche Verfärbungen am Stängelgrund
- verbräuntes Mark im Stängelinneren
- Notreife und vorzeitiges Umbrechen
Fusarien können Mykotoxine bilden, zum Beispiel Deoxynivalenol oder Zearalenon. Diese Pilzgifte können sich im Erntegut anreichern. Auch an den Kolben treten Fusarien auf, dazu mehr bei der Kolbenfäule.
Eine direkte Bekämpfung ist schwierig, deshalb setzt du auf Vorbeugung. Halte die Anbaupause ein und arbeite Erntereste gründlich ein, damit sie sich zersetzen. Wähle Fusarium-tolerante Sorten und säe nicht zu früh, damit die jungen Pflanzen keinen Kältestress bekommen. Ernte rechtzeitig und möglichst bei trockenem Wetter.
Stängelfäule
Die Stängelfäule wird vom Pilz Colletotrichum graminicola verursacht. Zuerst erscheinen kleine, ovale braune Flecken am Stängel. Später verfärbt sich das Mark schwarz, und die Pflanzen knicken um. Ein Kennzeichen der Stängelfäule ist ein Stängelgrund, der sich leicht zusammendrücken lässt und innen verfaultes Mark zeigt.
Bei verdächtigen Pflanzen drücke ich den Stängelgrund zwischen Daumen und Zeigefinger. Ein gesunder Stängel bleibt dabei stabil, ein befallener kann einknicken. Ist eine Pflanze schon umgefallen, schneide ich ihren Stängel unten längs auf und schaue mir das Mark an.
Vorbeugend meidest du Staunässe, hältst eine ausgewogene Fruchtfolge ein und arbeitest Pflanzenreste sorgfältig ein. Resistente Sorten können das Risiko zusätzlich senken.
Kolbenkrankheiten: Maisbeulenbrand und Kolbenfäule
Maisbeulenbrand
Maisbeulenbrand geht auf den Pilz Ustilago maydis zurück. Er bildet zunächst silbrig glänzende Wucherungen an Kolben, Stängeln oder Blättern. Später reißen diese Beulen auf und setzen schwarzes Sporenpulver frei. Der Pilz überwintert als Spore im Boden oder an Pflanzenresten. Bei feuchtwarmer Witterung keimen die Sporen und dringen über Wunden oder wachsendes Gewebe in junge Pflanzen ein.
Anfälliger sind Maispflanzen in diesen Situationen:
- nach Hagel oder starkem Wind
- bei Trockenheit und hohen Temperaturen
- nach zu viel Stickstoff
- bei zu enger Fruchtfolge
Auf den Ertrag wirkt sich Beulenbrand meist wenig aus. Fungizidmaßnahmen führen bei ihm nicht zum Erfolg. Weil die Beulen beim Aufreißen Sporen freisetzen und diese im Boden und an Resten überwintern, schneidest du sie heraus, solange sie geschlossen und silbrig sind.
Ich schneide geschlossene Beulen mit einem sauberen Messer heraus und lasse sie direkt in eine Tüte fallen. Die Tüte trage ich verschlossen aus dem Beet.
Vorbeugend vermeidest du Verletzungen beim Hacken, hältst die Anbaupause ein und düngst Stickstoff mit Maß. Senken und windstille Ecken sind als Maisstandort ungünstig.
Kolbenfäule
Kolbenfäule ist ein Sammelbegriff für Pilzerkrankungen am Maiskolben. Häufige Erreger sind Fusarium-Arten, beteiligt sein können auch Penicillium und Aspergillus. Das Schadbild hängt vom Erreger ab:
- Fusarium-Kolbenfäule: rötliche oder weißliche Verfärbungen, oft von der Spitze her
- Gibberella-Kolbenfäule: rötlich-pinker Schimmel, meist von der Kolbenspitze ausgehend
- Penicillium-Kolbenfäule: bläulich-grüner Schimmelbelag zwischen den Körnern
Neben dem Ertrag leidet die Kornqualität. Außerdem besteht die Gefahr, dass das Erntegut mit Mykotoxinen belastet ist.
Sichtbar verschimmelte Kolben isst du nicht, sondern entsorgst sie unmittelbar. Das gilt auch für Kolben, die du eigentlich trocknen und aufheben wolltest.
Ernte rechtzeitig. Zuckermais ist in der Milchreife erntereif: Die Fäden werden braun, und beim Anritzen eines Korns tritt milchiger Saft aus. Im Ernte-Ratgeber liest du, wann deine Maiskolben reif sind und wie du sie erntest. Fraßstellen von Vögeln und Insekten an den Kolben begünstigen Kolbenfäule. Schutzbeutel über den reifenden Kolben schützen vor Vogelfraß und ersparen den Kolben damit solche Fraßstellen. Achte außerdem auf einen luftigen Bestand und verarbeite oder trockne die Kolben nach der Ernte zügig. Zum Trocknen, etwa bei Ziermais wie Glass Gem, streifst du die Hüllblätter nach oben ab, bindest sie zusammen und hängst die Kolben auf.
Krankheit oder Stress? Was Mais sonst krank aussehen lässt
Nicht jeder gelbe oder welke Mais ist krank. Kälte, Frost, Trockenheit, Nässe oder Nährstoffmangel können ähnliche Bilder erzeugen. Bevor du einen Erreger vermutest, schau dir das Wetter der vergangenen Tage und den Boden an.
Kälte: Mehrere Tage mit Lufttemperaturmitteln unter 10 °C können bei jungem Mais Blattvergilbungen auslösen. Die Pflanzen assimilieren dann weniger und nehmen weniger Nährstoffe auf.
Frost: Ob sich Mais nach Frost erholt, hängt davon ab, ob der Vegetationskegel unversehrt geblieben ist. Zuverlässiger einschätzen lässt sich der Schaden nach 3 bis 5 Tagen. Ich markiere betroffene Pflanzen deshalb mit einem Stab und beurteile sie erst nach dieser Wartezeit.
Der Vegetationskegel ist der Wachstumspunkt der Pflanze. Aus ihm entstehen die neuen Blätter.
Trockenheit: Stumpf grüne, gerollte und starr aufstehende Blätter können TrockenstressTrockenstress entsteht, wenn eine Pflanze mehr Wasser verdunstet, als sie aus dem Boden nachholen kann. Sie welkt zuerst, bei anhaltendem Mangel werden Blattränder braun und die Wurzeln können dauerhaft geschädigt werden. anzeigen. Kritisch ist Wassermangel vor allem zur Blüte und während der Kornfüllung.
Nährstoffmangel: Vermutest du einen Mangel, gibt dir eine Bodenuntersuchung eine Grundlage, statt nach Gefühl zu düngen.
Welken Mais sofort gießen. Welke kann auch entstehen, wenn Wurzeln bei zu viel Wasser faulen. Prüf deshalb erst die Feuchte im Boden, bevor du zur Gießkanne greifst.
So beugst du Maiskrankheiten im Garten vor
Viele Maiskrankheiten lassen sich im Garten kaum direkt bekämpfen. Vorbeugung senkt das Risiko, eine Garantie ist sie nicht.
Anbaupause und Erntereste
Mais braucht eine Anbaupause von 3 Jahren, bevor er wieder auf dieselbe Fläche kommt. Eine ausgewogene Fruchtfolge kann die Lebenszyklen vieler Erreger unterbrechen. Wo der Mais stand, halte ich im Beetplaner für die Fruchtfolge über mehrere Jahre fest. Nach der Ernte zerkleinere ich das Maisstroh und arbeite es gründlich ein, damit es sich zersetzt. Beulen und verschimmelte Kolben sind zu diesem Zeitpunkt schon aus dem Beet.
Warmer Boden statt früher Saat
Eine zu frühe Aussaat in kalten, nassen Boden erhöht das Risiko für Auflaufkrankheiten. Säst du direkt ins Beet, sollte der Boden konstant über 14 °C warm sein. In kühleren Regionen kannst du Zuckermais ab Ende April im Haus vorziehenVorziehen heißt, Samen im Haus, im Gewächshaus oder im Frühbeet auszusäen und dort zu Jungpflanzen heranzuziehen. Später pflanzt du sie ins Beet oder in den Kübel aus.. Von der Saat bis zu einer Höhe von etwa 20 cm darf junger Zuckermais unter Verfrühungsvlies stehen, das fördert seine Anfangsentwicklung. Passende Termine findest du im Aussaatkalender für Exoten und Gemüse-Raritäten zum Ausdrucken. Die einzelnen Schritte zeigt dir die Anleitung, wie du Mais im Garten aussäst, pflegst und erntest.
Standort, Abstand und Wasser
Mais braucht einen warmen, sonnigen Platz und nährstoffreichen, gut durchlässigen Boden. Meide staunasse oder verdichtete Stellen, denn dort können sich Wurzel- und Stängelkrankheiten leichter ausbreiten. Bearbeite das Beet erst, wenn der Boden ausreichend abgetrocknet ist, sonst begünstigst du Verdichtungen. Pflanze mit genug Abstand, damit Luft durch den Bestand zieht.
In der Reihe stehen die Maispflanzen 34 bis 45 cm auseinander, zwischen den Reihen bleiben 80 cm. Du pflanzt sie als Block aus mehreren kurzen Reihen statt in einer langen Reihe, das unterstützt die Windbestäubung.
Zur Blüte und während der Kornfüllung braucht Mais genug Wasser. Gleichzeitig macht Trockenheit ihn anfälliger für Beulenbrand. Prüf in diesen Phasen deshalb besonders aufmerksam die Bodenfeuchte und gieß gründlich statt oberflächlich.
Sortenwahl
Resistente oder tolerante Sorten können Infektionen abwehren oder ihre Ausbreitung in der Pflanze einschränken. Achte deshalb in der Sortenbeschreibung auf Angaben zur Krankheitstoleranz. Frühe Zuckermaissorten eignen sich für den Hausgarten, weil ihre Kolben zuverlässig ausreifen sollen. Wenn du noch überlegst, welcher Maistyp zu dir passt, lies nach, worin sich Zuckermais und Futtermais unterscheiden.
Schützt eine Mischkultur Mais vor Krankheiten? In der Milpa dient der Mais kletternden Bohnen als Stütze, und Kürbisblätter bedecken den Boden. Wie gut eine Mischkultur wirkt, hängt aber von Standort, Licht, Boden und Pflege ab und fällt nicht überall gleich aus. Die Mischkultur ersetzt keine Anbaupause, die gilt auch im Mischbeet. Im Ratgeber dazu liest du, welche Partnerpflanzen zu Mais passen. Eigene Kombinationen prüfst du im Mischkultur-Planer.
Düngen mit Maß
Zu viel Stickstoff fördert üppiges Wachstum, kann Mais aber anfälliger für Pilzkrankheiten machen, und auch ein Mangel schwächt seine Abwehr. Plane die Düngung deshalb nach Bodenuntersuchung, VorfrüchtenDie Vorfrucht ist die Kultur, die vor der aktuellen Kultur auf derselben Fläche stand, in der Fruchtfolge meist im Vorjahr. Sie kann Boden, Nährstoffe und Krankheitsdruck für die nachfolgende Kultur positiv oder negativ beeinflussen. und bisherigen Gaben. Mengen und Zeitpunkte stehen im Überblick zum Gießen und Düngen von Exoten und Gemüse-Raritäten und in der Anbau-Anleitung für Mais.
Wenn der Befall da ist: Das tust du im Garten
Ist eine Krankheit sichtbar, kannst du sie im Garten meist nur noch bremsen. So gehst du der Reihe nach vor:
- Bestimme das Schadbild und schließe Kälte, Frost, Trockenheit und Nässe als Ursache aus.
- Schneide Beulen heraus, solange sie geschlossen sind, und trag sie aus dem Beet.
- Entsorge sichtbar verschimmelte Kolben unmittelbar.
- Ernte gesunde Kolben rechtzeitig.
- Arbeite nach der Saison die übrigen Reste gründlich ein und plane die nächste Maisfläche mit Anbaupause.
Ich fotografiere auffällige Blätter, Stängel und Kolben mit Datum und notiere das Wetter der Tage davor. Mit den Fotos vergleiche ich, ob sich ein Schadbild ausbreitet oder gleich bleibt.
Pflanzenschutzmittel sind im Garten nur das letzte Mittel. Wenn du eines einsetzt, dann nur ein für Haus- und Kleingarten zugelassenes, genau nach Gebrauchsanweisung und mit Schutzkleidung. Halte die Wartezeit bis zur Ernte ein und entsorge Reste vorschriftsgemäß. Solche Mittel können auch NützlingeNützling ist kein biologischer Fachbegriff, sondern eine Sammelbezeichnung für wildlebende Tiere, die dem Menschen nützen: Sie fressen Schädlinge wie Blattläuse, bestäuben Pflanzen oder tragen zur Bodenfruchtbarkeit bei. treffen.
So gehe ich bei einem Kontrollgang durch die Maisreihen vor.
- Blätter: rundliche Flecken mit hellem Zentrum, längliche graubraune Flecken, orangerote Pusteln
- Stängelgrund: Drucktest, rosafarbene Verfärbung, umgeknickte Pflanzen
- Kolben: silbrige Beulen, Schimmel an der Spitze, Fraßstellen
- Wetter: kühle Tage, Frost, Trockenheit, feuchtwarme Phasen
- Boden: Feuchte unter der Oberfläche prüfen, bevor du gießt





