Alle Fachwörter im Glossar

Raubmilben

Raubmilben sind winzige Milben, die andere Milben wie Spinnmilben und je nach Art auch Thripslarven fressen. Als Nützlinge werden sie im Gewächshaus und im Garten gezielt gegen Spinnmilben eingesetzt.

Zur biologischen Bekämpfung gibt es im Handel vor allem drei Arten. Phytoseiulus persimilis ist auf Spinnmilben spezialisiert, als erwachsenes Tier etwa 0,6 mm groß, hellrot und sehr flink; auffällig ist ihr langes vorderes Beinpaar. Sie legt ihre Eier direkt in die Spinnmilbenherde. Amblyseius californicus verträgt trockenere Luft und mehr Wärme. Amblyseius andersonii frisst außer Spinnmilben auch Rost- und Gallmilben, Thripslarven und Pollen und eignet sich auch fürs Freiland.

Raubmilben brauchen das passende Klima: Phytoseiulus fühlt sich zwischen 20 und 30 °C und bei über 60 Prozent Luftfeuchte am wohlsten, ihre jungen Larven sind auf freies Wasser auf den Pflanzen angewiesen. Weil sich die Tiere bei Nahrungsmangel gegenseitig fressen, lohnt der Einsatz erst ab dem ersten sichtbaren Befall. Außerdem reagiert Phytoseiulus empfindlich auf chemische Pflanzenschutzmittel. Nicht verwechseln: Spinnmilben, oft „Rote Spinne“ genannt, sind die Schädlinge, Raubmilben ihre Gegenspieler.

Beispiel aus dem Garten

Sobald ich im Gewächshaus den ersten Spinnmilbenbefall sehe, bestelle ich Raubmilben und lege die Bohnenblätter, auf denen sie geliefert werden, direkt an die befallenen Stellen. Danach gieße ich dort regelmäßig über Kopf, denn die jungen Raubmilben brauchen freies Wasser auf den Pflanzen.

Quelle: Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen ↗ – Raubmilben als Spinnmilbenfeinde, Pflanzenschutzdienst > Biologischer Pflanzenschutz > Spinnmilben als Schädlinge. Geprüft am .

Mehr dazu in unseren Ratgebern

Verwandte Begriffe