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Stängelfäule

Stängelfäule ist eine Pflanzenkrankheit, bei der der Stängel meist am Stängelgrund fault: Schwarze, eingesunkene Flecken umfassen ihn, die Leitungsbahnen werden unterbrochen, die Pflanze welkt plötzlich und stirbt ab. Bei Tomaten löst sie ein Pilz aus.

Bei der Tomaten-Stängelfäule zeigen sich schwarze, eingesunkene Flecken am Stängelgrund, die den Stängel umfassen. Darin können kleine dunkle Punkte zu sehen sein: die Fruchtkörper des Pilzes. Weil an der Befallsstelle die Leitungsbahnen unterbrochen sind, welkt die Pflanze plötzlich. Zum Herbst hin können auch höhere Stängelabschnitte betroffen sein, außerdem Blätter und Früchte. An Früchten entsteht ein großer dunkler Faulfleck, der vom Stielansatz oder der Blüte ausgeht und dem der Braunfäule ähnelt. Die dunklen Fruchtkörper in älteren Flecken sprechen dagegen für Stängelfäule.

Der Pilz überdauert auf befallenen Pflanzenresten, an Tomatenpfählen und Schnüren sowie im Boden. Er wird mit Regen, Gießwasser und bei Pflegearbeiten verbreitet und dringt durch Wunden ein, etwa beim Ausgeizen. Optimal für ihn sind Temperaturen um 17 °C und hohe Luftfeuchtigkeit. Zur Vorbeugung gehören gesundes Saatgut, widerstandsfähige Sorten sowie neue Schnüre und saubere Pfähle. Entferne die unteren Blätter, damit der Stängelgrund schnell abtrocknet, und vernichte befallene Pflanzenreste sorgfältig.

Beispiel aus dem Garten

Welkt eine Tomate plötzlich, schaue ich zuerst am Stängelgrund nach: Schwarze, eingesunkene Flecken mit dunklen Pünktchen deuten auf Stängelfäule hin. Dann nehme ich die Pflanze ganz heraus und binde im nächsten Jahr mit neuen Schnüren auf.

Quelle: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), oekolandbau.de ↗ – Tomatenstängelfäule (Didymella lycopersici), Abschnitte Schadbildbeschreibung, Ähnliche Schaderreger, Biologie in Kürze und Vorbeugende Maßnahmen. Geprüft am .

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