Starkzehrer
Starkzehrer sind Gemüsearten mit hohem Nährstoffbedarf, vor allem an Stickstoff, etwa Kohl, Kürbis, Tomaten und Zucchini. In der Fruchtfolge kommen sie zuerst auf ein frisch versorgtes Beet, zum Beispiel nach einer Kompostgabe.
Üblicherweise wird Gemüse nach seinem Stickstoffbedarf in drei Gruppen eingeteilt: Starkzehrer, Mittelzehrer und Schwachzehrer. Zu den Starkzehrern zählt das Bundeszentrum für Landwirtschaft unter anderem Artischocke, Endivien, Gurken, Kohl, Kürbis, Paprika, Porree, Sellerie, Tomaten, Zucchini und Zuckermais. Mittelzehrer wie Möhren, Salat oder Spinat brauchen weniger, Schwachzehrer wie Radieschen, Feldsalat, Kräuter, Bohnen und Erbsen nur wenig. Je nach Quelle weichen die Listen etwas voneinander ab.
In der Fruchtfolge folgen auf die Starkzehrer zuerst Mittelzehrer und zuletzt Schwachzehrer. So werden die Nährstoffe im Beet bestmöglich ausgenutzt, das spart Dünger und verringert Nährstoffauswaschungen, die das Grundwasser beeinträchtigen. Achte zusätzlich auf die Pflanzenfamilien: Arten derselben Familie sollten nicht direkt nacheinander am selben Platz wachsen.
Beispiel aus dem Garten
Kürbis, Zucchini und Tomaten brauchen viele Nährstoffe, vor allem Stickstoff: Sie sind Starkzehrer. Bei mir kommen sie in der Fruchtfolge zuerst auf ein Beet, das gerade Kompost bekommen hat.
Quelle: Bundeszentrum für Landwirtschaft (BZL) ↗ – Eine gute Fruchtfolge fördert die Bodenqualität (letzte Aktualisierung 24.11.2025), Abschnitt „Nährstoffbedarf berücksichtigen“ mit Tabelle „Einteilung von gärtnerischen Kulturpflanzen nach Stickstoffbedarf“. Geprüft am .
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