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Nachhaltige Düngung für Zitrus und Olive: Kreislauf mit Kompost und Regenwasser

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 8 Min.Von der samen.de Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Zitrusschalen kommen nur in kleinen Mengen und zerkleinert auf den Kompost, weil ihre ätherischen Öle den Abbau verlangsamen.
  • Kranke Pflanzenteile gehören nicht auf einen kleinen Gartenkompost, weil die Rottewärme Erreger dort meist nicht zuverlässig abtötet.
  • Kompostreiche Kübelsubstrate können einen hohen pH-Wert und hohe Salzgehalte haben, Zitruspflanzen brauchen aber einen niedrigen pH-Wert.
  • Zisternen speichern Regenwasser ganzjährig, oberirdische Regentonnen werden vor Frost entleert.
  • Gartenkompost bringt mehr Phosphat und Kalium mit als verfügbaren Stickstoff, den Rest ergänzt du gezielt.
Drei gelbgrüne Zitronen hängen reif am Zweig zwischen glänzenden dunklen Blättern
Foto: balouriarajesh · Pixabay Content License · Quelle ↗

Du schälst Zitronen, schneidest im Frühjahr den Olivenbaum zurück und fegst Lorbeerlaub von der Terrasse. Alles wandert in die Biotonne, und im Gartencenter kaufst du anschließend Dünger im Sack. Ein Nährstoffkreislauf dreht das um: Aus den Resten wird Kompost, gegossen wird mit Regenwasser, und zugekauft wird nur noch, was fehlt. Ich sammle Schnittgut und Küchenreste dafür in einem Eimer neben der Terrassentür und bringe ihn zum Kompost, sobald er voll ist.

Was bedeutet Nährstoffkreislauf bei Zitrus- und Mediterranpflanzen?

Ein Nährstoffkreislauf führt zurück, was deine Pflanzen aufgebaut haben. Blätter, Schnittgut und Schalen verrotten zu Kompost, und der Kompost kommt wieder an die Wurzeln. Ganz schließt sich der Kreislauf nie, denn mit jeder Ernte verlassen Nährstoffe den Garten. Selbst ökologische Obstbaubetriebe können deshalb auf eine ergänzende Nährstoffzufuhr angewiesen sein.

Bei Zitrus und Olive kommt etwas dazu: Frostempfindliche mediterrane Obstgehölze brauchen ein frostfreies Winterquartier und stehen deshalb meist im Kübel. Dort läuft der Kreislauf über zwei Wege, über den Kompostanteil im Substrat und über das Gießwasser.

Welche Reste von Zitrus- und Mediterranpflanzen dürfen auf den Kompost?

Fast alles, was beim Schneiden, Putzen und Ernten anfällt, kann auf den Kompost. Genauer hinsehen musst du bei Schalen, bei holzigem Schnittgut und bei kranken Pflanzenteilen.

Zitrusschalen gibst du nur in kleinen Mengen und zerkleinert dazu, weil ihre ätherischen Öle den Abbau verlangsamen. Ich schneide Zitronen- und Orangenschalen mit der Küchenschere in Streifen und mische sie unter das übrige Material.

Schnittgut von Olive, Lorbeer, Rosmarin oder Lavendel ist holzig und sperrig. Zerkleinere es, dann dient es im Kompost als grober Bestandteil, der für Belüftung sorgt.

Kranke Pflanzenteile bleiben draußen. Auf einem kleinen Gartenkompost reicht die Rottewärme meist nicht aus, um Krankheitserreger zuverlässig abzutöten. Pflanzenreste mit Wurzel- oder Stängelfäule und mit Welkeerkrankungen gehören ebenfalls nicht auf den Gartenkompost. Dazu zählt auch der Wurzelballen einer Kübelpflanze, die an Wurzelfäule eingegangen ist.

Material So gehst du vor Grund
Zitrusschalen nur in kleinen Mengen, zerkleinert ätherische Öle verlangsamen den Abbau
holziges Schnittgut zerkleinern und untermischen grobe Bestandteile belüften den Kompost
Rasenschnitt vor dem Einfüllen antrocknen lassen frisch bringt er viel Feuchtigkeit mit
kranke Pflanzenteile nicht auf den kleinen Gartenkompost Rottewärme tötet Erreger dort meist nicht zuverlässig ab
Reste mit Wurzel- oder Stängelfäule, Welkeerkrankungen nicht auf den Gartenkompost die Krankheit soll nicht mit dem Kompost zurück an die Pflanzen
Mythos-Check

Holzasche aus Kamin oder Grill gilt manchen als Dünger, der nichts kostet. Für den Garten wird sie vorsorglich nicht zur Düngung empfohlen, weil sich ihre Schadstoffgehalte nicht verlässlich abschätzen lassen.

Haufen, Behälter oder Wurmkiste: Wie setze ich den Kompost auf?

Im Garten kompostierst du im offenen Haufen oder im geschlossenen Behälter, und für beide gilt dieselbe Regel. Mische feuchte und trockene Materialien und baue grobe Bestandteile ein, damit Luft hineinkommt. Rasenschnitt lässt du antrocknen, bevor du ihn einfüllst. Ich decke feuchte Küchenreste mit einer Lage trockenem Laub oder zerkleinertem Schnittgut ab.

Mit großer Hitze, die Krankheitserreger sicher abtötet, kannst du bei einem kleinen Gartenkompost meist nicht rechnen. Verlass dich deshalb nicht auf die Wärme im Haufen und sortiere kranke Pflanzenteile vorher aus. Wer nur Balkon oder Terrasse hat, kann Küchenreste in einer Wurmkiste von Kompostwürmern verarbeiten lassen.

Kurz erklärt

Bis Gartenkompost reif ist, vergehen je nach Material und Verfahren 4–9 Monate, in manchen Angaben ungefähr 12 Monate. Ob er so weit ist, prüfst du mit dem vergleichenden Kressetest: Wächst die Kresse im Kompostansatz nach etwa 5 Tagen schlechter als im Vergleichsansatz oder wird sie gelb bis braun, deutet das auf unreifen Kompost hin.

Wie bringe ich den Kompost bei Zitrus und Olive aus?

Im Gartenboden

Reifen Kompost harkst du vorzugsweise zum Austrieb im Frühjahr oberflächennah ein. Vergrabe ihn nicht in tieferen Bodenschichten. Die Bayerische Gartenakademie beschreibt für Obstgehölze im Garten ein Düngeverfahren auf Kompostbasis. Darin reichen Obstbäumen und Beerensträuchern in den ersten Standjahren 1–1,5 l reifer Kompost je Pflanze und Jahr für Phosphor und Kalium. Ich messe die Menge mit einem alten Litermaß ab, statt nach Gefühl zu schaufeln.

Im Kübel

Für Kübelobst ohne besonderen Moorbeetanspruch eignet sich eine Mischung aus jeweils etwa einem Drittel Gartenerde, Kompost und Sand. Oliven brauchen ein durchlässiges Substrat und im Sommer einen sehr sonnigen Platz.

Bei Zitruspflanzen bin ich mit dem Kompostanteil vorsichtiger. Kompostreiche Kübelsubstrate können einen hohen pH-Wert und hohe Phosphor-, Kalium- und Salzgehalte aufweisen. Zitruspflanzen benötigen dagegen auch in torffreier Erde einen niedrigen pH-Wert. Viel eigener Kompost im Zitrustopf kann also genau den Wert anheben, den die Pflanze niedrig braucht.

Miss den pH-Wert deshalb nach, bevor du den Kompostanteil erhöhst; die Grundlagen stehen im Obst-Ratgeber im Abschnitt zu Standort und Boden mit Humus und pH-Wert. Wie du den pH-Wert für Zitruspflanzen einstellst, erklärt ein eigener Ratgeber.

Nach dem Umtopfen in bereits vorgedüngte Erde brauchen Kübelpflanzen gewöhnlich 4–6 Wochen keinen zusätzlichen Dünger. Wie du Zitrus und mediterrane Kübelpflanzen insgesamt mit Nährstoffen versorgst, ist ein Thema für sich.

Marias Erfahrung

Ich führe für meine Kübel ein kleines Heft. Darin steht, wann ich umgetopft habe, wie viel Kompost in die Mischung kam und wann ich gedüngt habe. Vor einer neuen Gabe schlage ich nach, was der Topf schon bekommen hat.

Regenwasser sammeln: Tonne oder Zisterne?

Regenwasser ist weich und kostet nichts. Zisternen können es ganzjährig speichern, oberirdische Regentonnen werden vor Frost entleert. Die Tonne am Fallrohr ist der einfache Einstieg. Ich leere meine Tonne im Herbst, sobald Nachtfrost angekündigt ist, und lasse den Hahn offen.

Die Tonne ist damit gerade dann leer, wenn die Olive im Winterquartier steht: Oliven im Kübel überwintern von November bis März idealerweise hell bei 0–5 °C. Fülle vor dem Entleeren Kanister ab, wenn du auch im Winterquartier mit Regenwasser gießen willst.

Gieße möglichst morgens und bodennah, damit vor allem der Wurzelraum versorgt wird und das Laub wenig Wasser abbekommt.

Aus Tonne oder Zisterne lässt sich auch eine Tropfbewässerung speisen. Selbst eine automatische Anlage musst du regelmäßig an der tatsächlichen Bodenfeuchte prüfen und bei Wetteränderungen nachstellen. Wie du Düngung und Wassermanagement an Trockenperioden anpasst, behandelt der Ratgeber zu Trockenzeiten.

Wie halte ich die Nährstoffe im Boden und im Topf?

Der Kreislauf verliert Nährstoffe, wenn Wasser sie mitnimmt. Überschüsse an Nitratstickstoff, Kalium und Magnesium können aus Gartenböden in das Grundwasser ausgewaschen werden. Eigener Kompost schützt davor nicht automatisch, denn auch organische Dünger können im Hausgarten eine Überversorgung verursachen.

Bei organischen Düngern bestimmt die Witterung, wann Nährstoffe frei werden. Feuchtwarmes Wetter kann starke Nährstoffschübe auslösen, und dann steigt die Auswaschungsgefahr. Bei Frost, Trockenheit oder Staunässe setzen organische Dünger dagegen keine oder nur wenige Nährstoffe frei. Zusätzliches Düngen behebt diese Ursache nicht.

Teile den Dünger deshalb in mehrere Gaben auf, das hilft, eine Überversorgung zu vermeiden. Bringe ihn auf feuchten Boden aus und nicht auf feuchte Blätter.

Im Beet helfen dünne Schichten organischen Mulchs: Sie halten die Bodenfeuchte länger und verringern die Wasserkonkurrenz durch Beikräuter. Frische Holzhäcksel gehören nicht auf die Baumscheibe junger Obstgehölze, weil ihre Zersetzung den Pflanzen verfügbaren Stickstoff entziehen kann. Mehr zum Mulchen steht im Obst-Ratgeber, im Abschnitt zur Pflege im Jahreslauf mit Baumscheibe, Mulch und Fruchtbehang.

Im Kübel: erst prüfen, dann gießen

Kübelobst gießt du bedarfsgerecht und durchdringend, wenn die oberen 3–5 cm des Substrats trocken sind. Bei torffreier Erde kann die Oberfläche schon trocken sein, während der untere Gefäßbereich noch feucht ist. Ich stecke deshalb einen Holzstab tief ins Substrat, bevor ich zur Kanne greife. Welke Blätter allein sind kein sicheres Zeichen, denn sie können bei Wassermangel auftreten und ebenso bei geschädigten Wurzeln in nassem Boden.

Das Gießen hat mit den Nährstoffen zu tun. Bei Überdüngung kannst du den Kübelballen langsam mit Wasser durchspülen, sofern das überschüssige Wasser ungehindert ablaufen kann. Was beim Überdüngen hilft, kann im Alltag Nährstoffe kosten: Wer gießt, bevor die oberen 3–5 cm trocken sind, spült mehr Wasser durch den Topf als nötig. Das Wasserabzugsloch im Kübelboden bleibt trotzdem offen.

Was spart der Kreislauf, und was kaufe ich weiter zu?

Was der Kompost ersetzt

Zahl im Blick

Ein Liter Gartenkompost enthält im Durchschnitt 0,75 g verfügbaren Stickstoff, 4 g Phosphat (P₂O₅), 9 g Kalium (K₂O) und 2 g Magnesium (MgO).

Der Kompost bringt also deutlich mehr Phosphat und Kalium mit als verfügbaren Stickstoff. Dazu kommt: Aus Gartenkompost werden jährlich nur rund 3–5 % des enthaltenen Gesamtstickstoffs pflanzenverfügbar. Einsparen kannst du deshalb vor allem Phosphor- und Kaliumdünger, während Stickstoff der Nährstoff bleibt, auf den du achten musst. Bei langjähriger Kompostanwendung rechnest du die fortlaufende Nachlieferung mit ein, bevor du weiteren Stickstoff gibst.

Zum Kreislauf gehört auch das Bodenleben. Gut gereifter Kompost kann den Boden mit Trichoderma-Arten anreichern, die bestimmten bodengebundenen Krankheitserregern entgegenwirken. Für Präparate mit effektiven Mikroorganismen ließ sich die Wirksamkeit in untersuchten Gemüsebauversuchen dagegen wissenschaftlich nicht nachweisen.

Weniger kaufst du beim Substrat, beim Phosphor- und Kaliumdünger und beim Gießwasser. Wie viel das in Euro ausmacht, hängt davon ab, wie viel Kompost und Regenwasser bei dir zusammenkommt.

Was du gezielt ergänzt

Was im Beet fehlt, zeigt eine Bodenuntersuchung. Die übliche Grunduntersuchung für Gartenböden erfasst Phosphor, Kalium, Magnesium und den pH-Wert. Liegt ein Nährstoff in der sehr hohen Gehaltsklasse E, ist für ihn grundsätzlich keine weitere Düngung vorgesehen. Bei sehr hoher Phosphatversorgung und gleichzeitigem Kaliummangel ergänzt du gezielt, was fehlt, statt pauschal einen Mehrnährstoffdünger zu geben. Ich warte mit der Düngerbestellung, bis der Befund da ist.

Für den Stickstoff kommen Horndünger infrage: Hornspäne, Horngrieß und Hornmehl enthalten typischerweise 10–14 % Stickstoff. Selbst angesetzte Pflanzenjauche wird zur allgemeinen Wurzeldüngung im Garten üblicherweise im Verhältnis 1:10 mit Wasser verdünnt. Welche Naturdünger, Pflanzenjauchen und Gründüngungen zu Zitrus- und Mediterranpflanzen passen, ordnet der Ratgeber zur natürlichen Düngung.

Automatisch umweltfreundlich ist auch der organische Weg nicht. Beim mikrobiellen Stickstoffumsatz können nach organischer wie nach mineralischer Düngung Lachgasemissionen entstehen. Für die Umwelt zählt deshalb vor allem, dass du insgesamt nicht mehr gibst, als die Pflanzen brauchen.

Zitrusdünger für den Olivenbaum: Passt das?

Steht schon ein Zitrusdünger im Regal, liegt die Frage nahe, ob der Olivenbaum ihn mitbekommen kann. Der Name auf der Packung beantwortet das nicht. Aussagekräftiger ist die Deklaration, denn sie nennt die Nährstoffgehalte in Prozent.

Kurz erklärt

Die Deklaration NPK 12-12-17-2 steht für 12 % Stickstoff, 12 % Phosphoroxid (P₂O₅), 17 % Kaliumoxid (K₂O) und 2 % Magnesiumoxid (MgO) im Dünger.

Vergleiche diese Angaben mit dem, was dein Olivenbaum im Kübel schon bekommt. Steckt viel eigener Kompost im Substrat, kann es bereits hohe Phosphor- und Kaliumgehalte aufweisen. Dann kann es sinnvoller sein, gezielt zu ergänzen, was fehlt. Die Menge richtet sich in jedem Fall nach der Dosierungsanweisung des konkreten Produkts.

Als Orientierung werden Obstgehölze im Kübel während der Hauptwachstumszeit bis Ende Juni alle 2–3 Wochen flüssig gedüngt, immer nach der Produktdosierung. Ab August wird die Düngung bei Obstgehölzen im Kübel eingestellt. Wie du Zitrus- und Mediterranpflanzen durch das Jahr düngst und den Zitrusdünger auswählst, liest du im Ratgeber zur Düngung im Jahreslauf.

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Häufige Fragen

Was bedeutet Kreislaufwirtschaft im Garten und wie funktioniert sie?
Kreislaufwirtschaft im Garten heißt, dass Nährstoffe aus Schnittgut, Laub und Küchenresten als Kompost zu den Pflanzen zurückkommen. Zum Gießen dient gesammeltes Regenwasser. Vollständig geschlossen ist der Kreislauf nie, weil mit jeder Ernte Nährstoffe den Garten verlassen. Was dadurch fehlt, ergänzt du gezielt.
Wie etabliert man einen funktionierenden Nährstoffkreislauf im Garten?
Beginne mit einer Bodenuntersuchung, denn die übliche Grunduntersuchung erfasst Phosphor, Kalium, Magnesium und den pH-Wert. Setze dann einen Kompost auf, in dem du feuchte und trockene Materialien mischst und grobe Bestandteile für die Belüftung einbaust. Reifen Kompost harkst du vorzugsweise zum Austrieb im Frühjahr oberflächennah ein. Dünger kaufst du danach nur noch für die Nährstoffe zu, die in der Untersuchung als Lücke auftauchen.
Wie wirkt sich ein geschlossener Nährstoffkreislauf auf die Bodengesundheit aus?
Mit dem Kompost kommt organisches Material zurück in den Boden. Gut gereifter Kompost kann ihn außerdem mit Trichoderma-Arten anreichern, die bestimmten bodengebundenen Krankheitserregern entgegenwirken. Eine Garantie ist das nicht, und ein Zuviel schadet: Auch organische Dünger können im Hausgarten eine Überversorgung verursachen.
Stimmt es, dass organische Düngemittel immer langsamer wirken als mineralische?
Pauschal stimmt das nicht, denn bei organischen Düngern bestimmt die Witterung das Tempo. Bei Frost, Trockenheit oder Staunässe setzen sie keine oder nur wenige Nährstoffe frei. Feuchtwarmes Wetter kann dagegen starke Nährstoffschübe mit erhöhter Auswaschungsgefahr auslösen. Langsam ist vor allem der Stickstoff aus Gartenkompost: Davon werden jährlich nur rund 3–5 % des Gesamtstickstoffs pflanzenverfügbar.
Worin unterscheiden sich Permakultur und Kreislaufwirtschaft im Gartenbereich?
Kreislaufwirtschaft betrachtet die Stoffe: Reste werden zu Kompost, Regenwasser wird gesammelt, und zugekauft wird nur, was fehlt. Permakultur plant die ganze Fläche und ordnet häufig betreute Elemente nahe an regelmäßig genutzten Aufenthaltsorten an, damit die Pflegewege kurz bleiben. Vor der Planung wird die Fläche möglichst über alle Jahreszeiten beobachtet. Beides lässt sich verbinden, etwa wenn Leguminosen als natürliche Stickstofflieferanten den Nährstoffkreislauf ergänzen.
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