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Perserklee anbauen: Aussaat, Pflege und Ernte Schritt für Schritt

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 7 Min.Von der samen.de Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Aussaat von April bis August, Perserklee keimt ab 10 °C.
  • Für die Gründüngung rechnest du mit 5 g Saatgut pro Quadratmeter, breitwürfig gesät.
  • Die Samen 0,5 bis 1 cm tief in ein feinkrümeliges, gut rückverfestigtes Saatbett einrechen.
  • Bis zum Auflaufen feucht halten, die Keimdauer liegt bei 7 bis 14 Tagen.
  • Rechtzeitig vor der Samenreife mähen, damit er sich nicht selbst aussät.
Perserklee als dichter Bestand mit rosavioletten Blütenköpfchen über dreizähligen Blättern und bräunlich verblühten Köpfen
Foto: Darrel Watts · CC0 1.0 · Quelle ↗

Perserklee ist schnell gesät, doch die feinen Samen gehören flach in ein festes, feinkrümeliges Saatbett. Wer zu spät im Jahr sät, muss außerdem mit Ertragseinbußen rechnen. Ich arbeite deshalb immer dieselbe Reihenfolge ab: Platz wählen, Saatbett bauen, säen, feucht halten und rechtzeitig mähen. Genau so ist diese Anleitung aufgebaut.

Kurz erklärt

Perserklee (Trifolium resupinatum) ist ein einjähriger Klee aus der Familie der Fabaceae. Als Leguminose bringt er über die Symbiose mit Knöllchenbakterien zusätzlich Luftstickstoff in den Boden. Er ist nicht winterhart und keine Dauerkultur, du säst ihn also für eine Saison.

Perserklee auf einen Blick

Die wichtigsten Werte für Planung und Aussaat habe ich hier gesammelt.

Merkmal Wert
Botanischer Name Trifolium resupinatum
Familie Fabaceae (Leguminosen)
Lebensdauer einjährig, nicht winterhart
Licht sonnig, auch halbschattig
Aussaat April bis August
Saatmenge als Gründüngung 5 g Saatgut/m²
Saattiefe 0,5–1 cm
Keimtemperatur min. 10 °C, max. 18 °C
Keimdauer 7–14 Tage
Tausendkorngewicht 2,7 g
Wuchshöhe 50–80 cm
Blütezeit Mai bis September
Kulturdauer 90–100 Tage
Wurzel tiefwurzelnd
Nährstoffbedarf schwachzehrend
Anbaupause 3 Jahre

Empfehlungen für den Garten

Aussaat und Vermehrung

Saattiefe

Die Samen 0,5-1 cm tief säen.

Aussaatkalender Perserklee
GartenkalenderAussaat: April, Mai, Juni, Juli, August; Blüte: Mai, Juni, Juli, August, SeptemberJFMAMJJASONDAussaatAussaat: AprilAussaat: MaiAussaat: JuniAussaat: JuliAussaat: AugustBlüteBlüte: MaiBlüte: JuniBlüte: JuliBlüte: AugustBlüte: SeptemberAussaatBlüte

Wo wächst Perserklee am besten?

Am liebsten steht Perserklee in voller Sonne, mit Halbschatten kommt er ebenfalls zurecht. Sein Wasserbedarf ist hoch, und am besten wächst er in warmen Lagen mit ausreichender Feuchtigkeit. Für die Sorte Maral empfiehlt der Hersteller ebenfalls einen warmen, gut mit Wasser versorgten Boden. An die Bodenart stellt Perserklee bei ausreichender Wasserversorgung keine besonderen Ansprüche, auch Sandboden eignet sich.

Weil sein Wasserbedarf hoch ist und er bei genügend Wasser keine besonderen Bodenansprüche stellt, entscheidet bei der Platzwahl eher die Wasserversorgung als die Bodenart. Ich gebe ihm deshalb ein Beet, das ich in Trockenphasen gut mit dem Schlauch erreiche.

Passt Perserklee ins Hochbeet oder in den Kübel?

Im Hochbeet ist Gründüngung sinnvoll, wenn es mehrere Wochen oder über Winter ungenutzt bleibt. In kleinen Gefäßen ist sie meist wenig sinnvoll, weil sich die Erde dort einfach austauschen lässt. Kläre vor der Saat, wie lange die Fläche frei ist: Für Perserklee wird eine Kulturdauer von 90 bis 100 Tagen angegeben. Wann welches Beet frei ist, behältst du mit dem Beetplaner für deine Beetbelegung im Blick.

Wo passt Perserklee in die Fruchtfolge?

Für Perserklee gilt eine Anbaupause von 3 Jahren; säst du ihn in einer Mischung, müssen alle enthaltenen Pflanzenfamilien zu deiner Fruchtfolge passen. Als Vorfrucht für stark zehrendes Gemüse eignet sich Leguminosen-Gründüngung. Wie die Familien zusammenspielen, erkläre ich im Überblick zu Fruchtfolge und Mischkultur bei Gründüngern, passende Partner zeigt der Beitrag zu Perserklee in Mischkulturen.

Wie bereite ich den Boden für Perserklee vor?

Perserklee braucht ein feinkrümeliges, gut rückverfestigtes Saatbett. So lege ich es an:

  1. Erntereste der Vorkultur weitgehend abräumen oder einarbeiten.
  2. Warten, bis der Boden ausreichend abgetrocknet ist, und ihn dann oberflächlich mit Grabgabel oder Krail lockern.
  3. Die Fläche feinkrümelig und eben harken.
  4. Das geharkte Beet wieder festigen.

Ob der Boden abgetrocknet ist, prüfe ich mit der Hand, bevor ich die Grabgabel ansetze.

Häufiger Fehler

Das Beet wird gelockert, geharkt und sofort besät. Perserklee braucht aber ein gut rückverfestigtes Saatbett, deshalb drücke ich die Fläche vor der Saat mit einer Walze wieder an.

Muss ich vor der Saat düngen oder kalken?

Für den Zwischenfruchtanbau beschränkt die LfL die Düngung von Perserklee auf eine Grundversorgung mit Phosphat und Kali. Die Grunduntersuchung einer Gartenbodenprobe erfasst Phosphat, Kalium und den Kalkbedarf. Damit misst sie genau die Werte, um die es bei der Düngung von Perserklee geht, und du weißt, ob dein Beet diese Grundversorgung braucht. Kalke nur, wenn der pH-Wert für deine Bodenart zu niedrig ist.

Zahl im Blick

Für eine Mischprobe aus dem Gemüsebeet nimmst du 10 bis 15 Proben aus 25 bis 30 cm Tiefe, verteilt über die einheitlich genutzte Fläche. Zusammen ergeben sie eine Mischprobe von etwa 500 g.

Perserklee aussäen: wann, wie viel, wie tief?

Wann säe ich Perserklee aus?

Perserklee säst du von April bis August. Er keimt ab 10 °C, deshalb wartest du im Frühjahr, bis der Boden warm genug ist. Im landwirtschaftlichen Anbau wird Perserklee als Zwischenfrucht im Juli bis August gesät. Im Garten passt dieses Fenster, wenn ein Beet nach einer frühen Ernte frei wird. Späte Saaten bringen beim Perserklee allerdings Ertragseinbußen, für viel Aufwuchs nutzt du deshalb eher den früheren Teil des Fensters. Alle Saattermine hast du mit dem Aussaatkalender für Gründünger zum Ausdrucken griffbereit.

Marias Erfahrung

Im Frühjahr stecke ich vor der Saat ein Bodenthermometer ins Beet. Erst wenn es die Keimtemperatur anzeigt, hole ich das Saatgut heraus.

Wie viel Saatgut brauche ich pro Quadratmeter?

Für eine Gründüngung im Hausgarten setzt du 5 g Saatgut pro Quadratmeter an. Die Samen sind klein, ihr Tausendkorngewicht liegt bei 2,7 g. Nennt die Tüte deiner Sorte eine andere Menge, ist ihre Angabe der verlässliche Ausgangspunkt. Ich wiege die Menge für das ganze Beet vorher ab und streue die eine Hälfte längs, die andere quer über die Fläche.

Wie säe ich Perserklee richtig?

Für eine flächige Begrünung säst du Perserklee breitwürfig. So gehe ich vor:

  1. Saatgut gleichmäßig über das vorbereitete Saatbett streuen.
  2. Flach einrechen, sodass die Samen 0,5 bis 1 cm tief liegen.
  3. Die Fläche andrücken, ich nehme dafür ein breites Brett.
  4. Die Saat bis zum Auflaufen feucht halten.

Wie lange dauert es, bis Perserklee aufläuft?

Die Keimdauer liegt bei 7 bis 14 Tagen. Bei trockener Witterung kann die Fläche in der Keimphase wiederholtes Gießen brauchen. Ich gieße die flach liegenden Samen dabei mit einer feinen Brause.

Wie pflege ich Perserklee bis zum Schnitt?

Gießen

Perserklee hat einen hohen Wasserbedarf, das gilt auch nach dem Auflaufen. In Trockenphasen prüfe ich mit dem Finger, ob die obere Bodenschicht noch feucht ist, und gieße, sobald sie ausgetrocknet ist.

Düngen

Während der Kultur dünge ich Perserklee nicht nach. Die Grundversorgung mit Phosphat und Kali klärst du vor der Saat über den Bodenbefund.

Beikraut

Solange die Kleepflanzen klein sind, ziehe ich aufkommendes Beikraut vorsichtig mit der Hand heraus. Dabei achte ich darauf, die jungen Pflanzen nicht mit herauszureißen.

Krankheiten

Stock- und Stengelälchen befallen Perserklee nach Angaben der LfL nicht, das LTZ rät bei Ditylenchusproblemen trotzdem davon ab, ihn vor Zuckerrüben anzubauen. Zur Vorbeugung spezifischer Wurzelkrankheiten sollen im Gemüsegarten höchstens 25 % der wechselnden Beetbelegung auf Leguminosen entfallen, Erbsen und Bohnen eingeschlossen. Mehr zu Krankheiten bei Gründüngern steht im Gründünger-Überblick im Abschnitt zu Nematoden, Biofumigation und Krankheiten.

Wann und wie ernte ich Perserklee?

Beim Perserklee heißt Ernte in der Regel Schnitt, für die Gründüngung oder als Futter. Die Erntezeit reicht von Juni bis November. Für die Futternutzung wird Perserklee gegen Blühende geschnitten.

Perserklee blüht von Mai bis September. Eine blühende Gründüngung beendest du nach der Blüte, aber vor der Samenreife. Wer ihn für Insekten blühen lässt, behält deshalb vor allem das Ende der Blüte im Blick. Ich mähe kleine Flächen mit der Sichel, sobald die Blüte nachlässt und bevor sich Samen bilden.

Achtung

Bleibt Perserklee bis zur Samenreife stehen, kann er sich selbst aussäen. Mähe die Gründüngung deshalb rechtzeitig vorher.

Was mache ich mit dem Schnittgut?

Frisches Schnittgut arbeitest du nur flach ein oder lässt es als Mulch liegen, denn tief vergraben kann es unter Luftabschluss faulen. Bis zur nächsten Aussaat oder Pflanzung vergehen danach meist etwa 2 bis 3 Wochen. Welche Technik sich eignet und wie du den Erfolg prüfst, zeige ich im Beitrag, wie du Perserklee einarbeitest.

Was passiert im Herbst und Winter?

Perserklee ist nicht winterhart, ein abgefrorener Bestand bleibt über Winter als Mulch auf dem Beet liegen. Im Frühherbst arbeitest du ihn nicht ein, weil freigesetzte Nährstoffe sonst ausgewaschen werden können. Wie der Saattermin die Entwicklung bis zum Winter beeinflusst, erkläre ich bei den Aussaatzeiten für Perserklee im Jahresverlauf.

Was bringt Perserklee dem Boden und wofür eignet er sich noch?

Als Leguminose bringt Perserklee zusätzlich Luftstickstoff ein, und seine Wurzelreste unterstützen die nachfolgende Hauptkultur. Wie stark die Nährstoffwirkung ausfällt, hängt von Aufwuchs, Jahreszeit, Bodenfeuchte und Temperatur ab, und sie ersetzt zusätzliche Düngung nicht automatisch. Was er im Beet bewirken kann, liest du im Beitrag, wie Perserklee den Gartenboden verbessert.

Seine Blüten duften, und er gilt als nützlingsfreundlich; in der Landwirtschaft dient er zudem als Futterpflanze. Welche Eigenschaften ihn im Hobbygarten vielseitig machen, zeigt der Beitrag über Perserklee als vielseitigen Gründünger, seine Rolle im Ackerbau der über Perserklee in der nachhaltigen Landwirtschaft. Ob er sich als Bodendecker anstelle von Rasen eignet, klärt der Beitrag zu Perserklee als Rasenalternative.

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Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Aussaat von Perserklee?
Perserklee säst du von April bis August, sobald der Boden warm genug ist. Er keimt ab 10 °C, im Frühjahr wartest du deshalb, bis diese Temperatur erreicht ist. Im landwirtschaftlichen Anbau wird er als Zwischenfrucht im Juli bis August gesät. Späte Saaten bringen beim Perserklee allerdings Ertragseinbußen.
Wie bereitet man den Boden optimal für die Perserklee-Aussaat vor?
Räum zuerst die Erntereste weitgehend ab und lockere den ausreichend abgetrockneten Boden oberflächlich mit Grabgabel oder Krail. Danach harkst du die Fläche feinkrümelig und eben und drückst sie wieder an, denn Perserklee braucht ein gut rückverfestigtes Saatbett. Kalken solltest du nur, wenn der pH-Wert für deine Bodenart zu niedrig ist. Ob das so ist, zeigt die Grunduntersuchung einer Bodenprobe, die auch Phosphat und Kalium erfasst.
Welche Methoden gibt es für die Ernte und Verarbeitung von Perserklee?
Als Futter wird Perserklee gegen Blühende geschnitten. Als Gründüngung mähst du ihn rechtzeitig vor der Samenreife, damit er sich nicht selbst aussät. Das frische Schnittgut arbeitest du nur flach ein oder lässt es als Mulch liegen, weil es tief vergraben unter Luftabschluss faulen kann. Bis zur nächsten Aussaat oder Pflanzung wartest du danach meist etwa 2 bis 3 Wochen.
Ist es ein Mythos, dass Perserklee ohne Düngung auskommt?
Stickstoff musst du Perserklee nicht geben, denn als Leguminose bringt er über Knöllchenbakterien zusätzlich Luftstickstoff ein. Für den Zwischenfruchtanbau beschränkt die LfL die Düngung auf eine Grundversorgung mit Phosphat und Kali, ganz ohne Dünger geht es also nicht in jedem Fall. Ob dein Beet diese Grundversorgung braucht, zeigt eine Grunduntersuchung der Bodenprobe.
Kann Perserklee in Deutschland überwintern oder ist er frostempfindlich?
Perserklee ist nicht winterhart und wird als einjährige Kultur für eine Saison gesät. Friert der Bestand ab, bleibt er über Winter als Mulch auf dem Beet liegen. Im Frühjahr arbeitest du die Reste bei Bedarf flach ein.
Worin unterscheidet sich Perserklee von anderen Kleearten wie Rotklee oder Weißklee?
Perserklee ist einjährig und nicht winterhart, Rotklee dagegen mehrjährig und winterhart. Weißklee wurzelt flach und bleibt niedrig, während Perserklee tief wurzelt und 50 bis 80 cm hoch wird. Für Rotklee gilt mit 7 Jahren außerdem eine deutlich längere Anbaupause als für Perserklee.
Welche Vorteile bietet der Anbau von Perserklee als Gründüngungspflanze?
Als Leguminose bringt Perserklee über Knöllchenbakterien zusätzlich Luftstickstoff in den Boden, und seine Wurzelreste unterstützen die nachfolgende Kultur. Wie stark die Nährstoffwirkung ausfällt, hängt aber von Aufwuchs, Jahreszeit, Bodenfeuchte und Temperatur ab. Der Bestand beschattet und bedeckt den Boden und schützt ihn so vor Erosion, Verschlämmung und Verkrustung. Von Mai bis September blüht er und gilt als nützlingsfreundlich.
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