Rasen · Futterpflanzen & Weide · Anbau

Futterpflanzen im Biolandbau: so düngst und schützt du ohne synthetische Mittel

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 9 Min.Von der samen.de Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Kleinkörnige Futterleguminosen wie Klee und Luzerne können über ihre Knöllchenbakterien ohne Stickstoffdüngung auskommen.
  • Zusätzlicher Stickstoff im Kleegras kann die Gräser fördern und den Kleeanteil verringern.
  • Pflanzenschutzmittel sind auch im Biolandbau möglich, die Auswahl ist aber eng begrenzt; deshalb steht Vorbeugung vorn.
  • Gegen die Kleine Kohlfliege kommt das Kulturschutznetz direkt nach Saat oder Pflanzung auf den Kohl.
  • Für Futterkohl im ökologischen Zwischenfruchtanbau gelten mindestens 5 Jahre Anbaupause zu anderen Kreuzblütlern, auch zu Senf und Raps.
  • In der ökologischen Rinderhaltung müssen mindestens 70 % der Futtermittel aus dem eigenen Betrieb oder aus regionalen Kooperationen stammen.

Wer Futterpflanzen nach Bio-Regeln anbaut, verzichtet auf synthetische Mittel und muss zwei Dinge anders lösen. Der Stickstoff kommt über Leguminosen und organischen Dünger in den Boden. Der Schutz vor Kohlfliege, Schnecken und Unkraut beginnt bei Standort, Fruchtfolge und Netz, weil die Auswahl zulässiger Pflanzenschutzmittel eng begrenzt ist. Ich plane meine Futterbeete deshalb in einer festen Reihenfolge: erst Fruchtfolge und Leguminosen, dann Netz und Hacke, zuletzt Kompost oder Mist.

Was ist eine Futterpflanze?

Eine Futterpflanze ist jede Pflanze, die Tieren als Futter dient: auf der Weide, als Heu oder Silage, frisch geschnitten oder als Rübe. Grünlandfutter besteht typischerweise aus Gräsern, Kräutern und Leguminosen, etwa Weidelgras, Spitzwegerich und Klee. Auf dem Acker kommen Kulturen wie Futterrüben, Markstammkohl und Luzerne dazu, die der Überblick über Grünland, Futterkohl, Rüben und Zichorie als Futterpflanzen einzeln vorstellt.

Was ist im Bio-Anbau anders als im konventionellen?

Gras, Klee und Rüben sind im Bio-Betrieb dieselben Arten. Anders sind die Regeln, nach denen du sie düngst, schützt und zukaufst. Im ökologischen Betrieb verbindet ein Kreislauf aus Futterpflanzen, Tierhaltung und organischen Düngern den Futterbau mit der Bodenfruchtbarkeit. Was von außen kommt, muss die Positivlisten und Einsatzbedingungen erfüllen, gegebenenfalls zusätzlich die Richtlinien des Anbauverbands.

Bereich Regel im Biolandbau Was das für deinen Anbau heißt
Stickstoff Leguminosen binden mit Knöllchenbakterien Luftstickstoff Klee oder Luzerne gehören fest in die Planung
Zukauf Betriebsmittel nur nach Positivliste und Einsatzbedingungen vor dem Kauf prüfen, ob es auf der Positivliste steht
Pflanzenschutz Mittel möglich, Auswahl eng begrenzt Standort, Fruchtfolge, Netz und Handarbeit kommen zuerst
Futterherkunft bei Rindern mindestens 70 % aus dem eigenen Betrieb oder aus regionalen Kooperationen die eigene Fläche muss den Großteil des Futters liefern
Bio-Siegel Öko-Kontrolle und Öko-Zertifikat im Garten arbeitest du nach denselben Prinzipien, das Siegel ist an Kontrolle und Zertifikat gebunden
Mythos-Check

„Bio heißt ganz ohne Pflanzenschutzmittel.“ So stimmt das nicht. Auch im ökologischen Landbau können Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden, nur ist die Auswahl zulässiger Mittel eng begrenzt. Darum setzt der Bio-Futterbau zuerst auf Vorbeugung.

Woher kommt der Stickstoff? Leguminosen und Kleegras

Bei Leguminosen wie Klee und Luzerne binden Bakterien an den Wurzeln Luftstickstoff in organischer Form. Kleinkörnige Futterleguminosen können deshalb ohne Stickstoffdüngung auskommen.

Kurz erklärt

Knöllchenbakterien sind Bodenbakterien, die mit Leguminosen eine Symbiose eingehen und an deren Wurzeln Luftstickstoff binden. Kreuzblütler wie Futterkohl bilden diese stickstoffbindende Knöllchensymbiose nicht.

Im Kleegras hat das eine Kehrseite. Höhere Stickstoffgaben fördern in Gras-Leguminosen-Mischungen das Graswachstum und können die Zusammensetzung des Bestandes verändern. Zusätzlicher Stickstoff kann so den Kleeanteil verringern. Wer Kleegras zusätzlich mit Stickstoff versorgt, kann also genau die Pflanzen zurückdrängen, die den Stickstoff selbst in den Bestand bringen.

Zahl im Blick

In bayerischen Feldversuchen mit ökologischem Kleegras reichten 40 kg Schwefel je Hektar und Hauptnutzungsjahr für die erzielte Ertragssteigerung aus. Das ist ein Ergebnis vom Acker und keine Menge für dein Gartenbeet.

Kohl folgt einer anderen Logik. Kreuzblütler wie Futterkohl haben keine Knöllchenbakterien als Partner und gehen auch keine arbuskuläre Mykorrhizasymbiose ein. Markstammkohl hat dazu ein hohes Stickstoffaufnahmevermögen. Im Feldanbau teilt man seine Stickstoffdüngung auf: eine Gabe vor der Saat, eine weitere bei etwa 30 cm Pflanzenhöhe. Als Zweitfrucht wird Markstammkohl ab Mitte Oktober geerntet und geht damit als Herbstfutter an die Tiere.

Achtung

Für jedes Herbstfutter gilt: Nitratreiche Herbstfuttermittel können besonders für Wiederkäuer ein Vergiftungsrisiko sein. Nitrat kann zu Nitrit umgewandelt werden und so die Bildung von Methämoglobin begünstigen. Eine pauschal sichere Menge gibt es nicht, kläre Herbstfutter deshalb vor dem Verfüttern mit deiner Tierarztpraxis oder einer Fütterungsberatung.

Organisch düngen: Bodenprobe, Kompost, Mist und Gründüngung

Bevor ich Kompost, Mist oder Kalk ausbringe, lasse ich den Boden untersuchen. Im Gemüsebeet, in dem bei mir auch Futterrüben und Markstammkohl stehen, beprobe ich die Schicht von 0 bis 25 cm. Die Mischprobe stelle ich aus 10 bis 15 Einzelproben derselben Fläche zusammen. Liegt der gemessene pH oberhalb des Zielbereichs deiner Bodenart, gibst du weder Kalk noch kalkhaltige Düngemittel.

Für Gartenboden gilt als allgemeine Grunddüngung höchstens 3 l Kompost je m² und Jahr, ausgebracht im Frühjahr. Den Stickstoffbedarf von Gemüse deckt diese Grunddüngung nicht vollständig. Für starkzehrende Futterrüben eignet sich gut verrotteter Mist als organische Grunddüngung. Im ökologischen Feldanbau stehen Futterrüben nach humusaufbauenden Kulturen. Mehr zum Gartenanbau liest du im Ratgeber, wie du Futterrüben auf einem Gartenbeet säst, vereinzelst und erntest.

Gründüngung nimmt Nährstoffe aus dem Bodenwasser auf und hält sie vorübergehend in der Pflanzenmasse fest. Wann sie wieder frei werden, hängt unter anderem von Pflanzenart, Aufwuchs, Jahreszeit, Bodenfeuchte und Temperatur ab. Der Bewuchs beschattet den Boden und vermindert Verschlämmung und Erosion. Aus der Masse entsteht Humus, der leichte Böden mehr Wasser speichern und schwere Böden durchlässiger werden lassen kann.

Ich mähe meine Gründüngung, bevor die Samen reifen, damit sie sich nicht ungewollt aussät. Die frische Masse arbeite ich nur flach ein. Bis zur nächsten Saat oder Pflanzung warte ich danach meist etwa 2 bis 3 Wochen.

Häufiger Fehler

Frische Gründüngung tief unterzugraben. Unter Luftabschluss kann sie faulen, deshalb gehört sie nur flach in den Boden.

Pflanzenschutz ohne synthetische Mittel: vorbeugen, abdecken, kontrollieren

Weil die Auswahl zulässiger Mittel eng begrenzt ist, setzt der Bio-Futterbau auf Standort, Fruchtfolge, Netz, Kontrolle und Handarbeit. Was du an der Pflanze siehst, ist ein Hinweis und noch keine Diagnose. Greifst du im Hausgarten doch einmal zu einem Pflanzenschutzmittel, dann nur als letztes Mittel und nur zu einem, das für Haus- und Kleingarten zugelassen ist. Beachte Gebrauchsanweisung und Wartezeit, trag Schutzkleidung und entsorge Reste sachgerecht. Bedenke auch, dass ein Mittel Nützlinge treffen kann.

Kohl: Kulturschutznetz gegen die Kleine Kohlfliege

Die Kleine Kohlfliege legt etwa ab Mitte April ihre Eier ab. Futterkohl und Markstammkohl decke ich deshalb unmittelbar nach Saat oder Pflanzung mit einem Kulturschutznetz ab. Die Maschenweite liegt unter 1 mm, und die Ränder schließe ich rundum dicht. Bedenke dabei, dass das Netz auch Nützlingen den Zugang zum Kohl verwehren kann.

Welkt eine Kohlpflanze, kann Wurzelfraß der Kohlfliege dahinterstecken. Auch Wurzeln, die durch zu viel Wasser geschädigt sind, können ähnliche Welkeerscheinungen verursachen wie Wassermangel.

Marias Erfahrung

Welkt bei mir eine Kohlpflanze, prüfe ich zuerst mit dem Finger die Bodenfeuchte. Erst danach grabe ich die Pflanze vorsichtig an und sehe mir die Wurzeln an.

Kohlhernie: Standort und lange Pause

Kohlhernie infiziert Kohlpflanzen besonders stark bei 20 bis 25 °C. Feuchte, staunasse und saure Böden begünstigen sie. Vorbeugen kannst du über einen durchlässigen Boden ohne Staunässe, einen nicht zu sauren pH und eine lange Anbaupause. Für Futterkohl im ökologischen Zwischenfruchtanbau gelten mindestens 5 Jahre Abstand zu anderen Kreuzblütlern. Dazu zählen auch Senf, Raps, Kresse, Rettich und Radieschen, die du bei der Kohlpause mitrechnest. Raps als Gründüngung meidest du deshalb in Beeten, in denen oft Kohl, Radieschen oder Rettich stehen.

Rüben: Wurzelbrand und Schnecken

Gegen Wurzelbrand bei Futterrüben meidest du Böden, die zu Nässe neigen. Grenzt das Rübenbeet an eine Wiese, kann ein etwa 2 bis 3 m breiter, kurz gehaltener Grasstreifen einwandernde Schnecken etwas abhalten. Verlass dich aber nicht darauf und kontrolliere die Rüben selbst.

Unkraut ohne Herbizid: Hacke, Hand und Schröpfschnitt

Unkraut regulierst du im Bio-Futterbau mechanisch. Futterrüben brauchen besonders zwischen der vierten und achten Woche nach dem Auflaufen wenig Unkrautkonkurrenz. Zwischen gut sichtbaren Reihen hackst du, innerhalb der Reihe entfernst du Unkraut von Hand. Mit dem Vereinzeln warte ich bis zum 4-Blatt-Stadium und nehme dabei die späten Unkräuter gleich mit. Markstammkohl entwickelt sich anfangs langsam und braucht in dieser Phase eine wirksame Unkrautregulierung.

Bei Kleegras und anderen Futterbauansaaten setze ich auf einen frühen Schröpfschnitt. Er fördert die Bestockung, also die Bildung zusätzlicher Triebe, und unterstützt dadurch die Unkrautunterdrückung. Die rübenspezifischen Fragen bespricht ein eigener Ratgeber, wie du Bio-Futterrüben ohne Chemie unkrautfrei hältst und organisch versorgst.

Achtung

Kreuzkraut gehört nicht ins Futter. Seine Pyrrolizidinalkaloide können auch über Heu oder Silage bei Rindern und Pferden schwere bis tödliche Vergiftungen verursachen. Vor dem Schnitt gehe ich meine Wiese ab und suche gezielt nach Kreuzkraut.

Mischungen statt Reinsaat: was du säst

Für Kleegras gibt es im ökologischen Futterbau keine Saatmischung, die an jedem Standort am besten passt. Die Auswahl richtet sich nach deinem Boden und danach, ob du beweiden, mähen oder Heu machen willst. Zwei Beispiele zeigen, wie verschieden Mischungen aufgebaut sind.

Mischung Zusammensetzung Saatmenge Hinweise
ÖKO Landsberger Gemenge, Feldfutter 50 % Welsches Weidelgras, 30 % Winterwicke, 20 % Inkarnatklee 50 bis 60 kg/ha ein Gras und zwei Leguminosen für den Acker
Kiepenkerl-Kleintierwiese, Garten Futtergräser und Weißklee etwa 25 g/m² für Beweidung oder Heu; Aussaat März bis Juni oder August bis Oktober; Schnitthöhe 4 bis 5 cm

Im Gemüsebeet kann Mischkultur die Fläche besser ausnutzen. Ob sich bestimmte Nachbarn gegenseitig fördern, ist dagegen häufig schwer nachzuweisen. Mischkultur unterstützt also, sie garantiert nichts. Ein eigener Ratgeber zeigt, wie du Gras-Leguminosen-Mischungen und Gemenge von der Artenwahl bis zur Bestandsführung planst. Welche Gruppen sich für welche Tiere eignen, ordnet der Überblick über Gräser, Leguminosen, Getreide, Wurzelfrüchte und Zwischenfrüchte für Nutztiere ein.

Aussaat nach Bio-Regeln in Kürze

Bei einer Untersaat reduzierst du die Aussaatstärke der Deckfrucht um mindestens 20 bis 25 %. Feinsämige Futterpflanzen brauchen ein feinkrümeliges Saatbett mit gutem Bodenschluss. Ein eigener Ratgeber erklärt, wie du Saatzeitpunkt, Saatgut und Saatverfahren für Futterpflanzen wählst, von der Drillsaat bis zur Nachsaat. Die Saattermine je Kultur hast du im Aussaatkalender für Futterpflanzen zum Ausdrucken beisammen.

Standort, Wasser, Ernte und Fruchtfolge im Kurzüberblick

Diese Grundlagen gelten im Bio-Anbau wie überall, die Details je Kultur stehen im Futterpflanzen-Ratgeber.

Standort und Boden

Luzerne braucht warme, sonnige Lagen mit tiefgründigem, durchlässigem Boden, Futterrüben mögen mittelschwere bis schwere, tiefgründige Böden. Staunässe vertragen beide nicht, und beim pH bevorzugt Luzerne einen höheren Wert als Klee. Luzerne ist bis etwa −20 °C winterfest, abhängig von ihrem Vegetationszustand im Herbst; die Spannen je Gruppe stehen im Abschnitt Standort, Boden und Winterhärte.

Gießen

Eine feste Gießmenge für alle Futterpflanzen gibt es nicht, und mehr Wasser ist nicht automatisch besser. Gieß früh morgens und bodennah; eine Tropfbewässerung braucht einen Filter, weil Tropfer verstopfen oder verkalken können. Mehr zur Wasserversorgung je Pflanzengruppe steht im Abschnitt Gießen und Düngen.

Ernte und Konservierung: schonend für die Grasnarbe

Gräser nutzt du auf der Weide günstig im 3-Blatt-Stadium. Teilst du die Weide in mehrere Koppeln, folgen auf kurze Beweidungsphasen längere Erholungsphasen für die Grasnarbe. Schnittgut lässt du nicht als dicke Matte liegen, denn sie kann die Grasnarbe darunter ersticken und teilweise absterben lassen. Heu lagert dicht und stabil erst mit weniger als 14 % Wassergehalt. Schütze es vor neuem Wasser und lass Luftraum darüber, damit feuchtwarme Luft abziehen kann. Schimmelpilzgifte können Futter schon auf dem Feld oder erst im Lager kontaminieren. Erntezeitpunkte je Kultur und die Futterhygiene stehen in den Abschnitten Ernte und Verwertung sowie Lagern und Futterhygiene.

Fruchtfolge

Für die Runkelrübe gilt eine Fruchtwechselpause von 4 Jahren. Luzerne hält im Feldfutterbau 4 bis 6 Jahre Abstand zu sich selbst und zu anderen Leguminosen. Deine Beetfolge kannst du im Beetplaner für dein Gartenbeet festhalten; die Grundlagen stehen im Abschnitt Fruchtfolge und Mischkultur.

Wirtschaftlichkeit: wo der Bio-Futterbau Arbeit kostet und wo er spart

Beim Stickstoff sparst du, denn kleinkörnige Leguminosen können ohne Stickstoffdüngung auskommen. Markstammkohl wird zudem ein guter Vorfruchtwert für Getreide und Hülsenfrüchte zugeschrieben. Dafür kostet die Unkrautregulierung mit Hacke und Hand Zeit, besonders in den Wochen nach dem Auflaufen.

Auf der Weide gilt dasselbe Prinzip. Umtriebsweiden und besonders Portionsweiden brauchen mehr Arbeit als Standweiden, nutzen den Futterbestand aber besser aus. Dazu kommt Messarbeit: Den Aufwuchs einer Kurzrasenweide für Rinder kontrollierst du wöchentlich mit der Deckelmethode. Für Milchkühe liegt die Ziel-Aufwuchshöhe in wachstumsschwachen Phasen bei 6 bis 7 cm. Weil in der ökologischen Rinderhaltung mindestens 70 % der Futtermittel vom eigenen Betrieb oder aus regionalen Kooperationen kommen müssen, hilft die bessere Ausnutzung der eigenen Weide direkt dabei, diesen Anteil zu erreichen.

Mehr Futter von derselben Fläche holen Zwischenfrüchte. Früh gesäte Sommerzwischenfrüchte wie einjähriges Weidelgras oder einsömmeriges Kleegras können bei ausreichendem Niederschlag nach etwa 8 bis 10 Wochen genutzt werden. Grünroggen säst du als Winterzwischenfrucht Ende September bis Anfang Oktober und nutzt ihn im folgenden Frühjahr Ende April bis Anfang Mai. Was im Zwischenfruchtfutter steckt, zeigt dir eine Futteruntersuchung. Für die Planung übers Jahr hilft der Überblick, welche Anbauarbeiten bei Futterpflanzen in welcher Jahreszeit anstehen.

Wer Bio-Erzeugnisse produziert, unterliegt grundsätzlich der Öko-Kontrolle und braucht für das Bio-Siegel ein Öko-Zertifikat. Förderung und Öko-Standards gehören zur Tierhaltung, dazu gibt es einen eigenen Ratgeber über Weidesysteme, Nährstoffmanagement und Förderung in der Bio-Tierhaltung.

Beliebt im Shopaus dem samen.de Shop
Kiepenkerl Kaninchengarten Grünfutter Mischung
Kiepenkerl Kaninchengarten Grünfutter Mischung
Zum Shop
Kiepenkerl Futterrübe Eckdorot
Kiepenkerl Futterrübe Eckdorot
Zum Shop
Sperli Futterrübe Eckdorot
Sperli Futterrübe Eckdorot
Zum Shop
Kiepenkerl Futterrübe Eckdogelb
Kiepenkerl Futterrübe Eckdogelb
Zum Shop

Häufige Fragen

Was sind Futterpflanzen und welche Rolle spielen sie im Biolandbau?
Futterpflanzen sind Pflanzen, die Tieren als Weide, Heu, Silage, Frischfutter oder Rübe dienen. Grünlandfutter besteht typischerweise aus Gräsern, Kräutern und Leguminosen, etwa Weidelgras, Spitzwegerich und Klee. Im ökologischen Betrieb verbindet der Kreislauf aus Futterpflanzen, Tierhaltung und organischen Düngern den Futterbau mit der Bodenfruchtbarkeit.
Wie unterscheidet sich der ökologische Futterpflanzenanbau vom konventionellen Anbau?
Im Biolandbau kommt der Stickstoff über Leguminosen mit ihren Knöllchenbakterien und über organische Dünger in den Kreislauf. Zugekaufte Betriebsmittel müssen die Positivlisten und Einsatzbedingungen erfüllen. Pflanzenschutzmittel sind auch im Ökolandbau möglich, die Auswahl ist aber eng begrenzt, deshalb stehen Fruchtfolge, Kulturschutznetz und mechanische Unkrautregulierung vorn. Wer Bio-Erzeugnisse produziert, unterliegt grundsätzlich der Öko-Kontrolle und braucht für das Bio-Siegel ein Öko-Zertifikat.
Warum ist die Stickstoffbindung durch Leguminosen im Biolandbau so wichtig?
Bei Leguminosen binden Knöllchenbakterien an den Wurzeln Luftstickstoff in organischer Form. Kleinkörnige Futterleguminosen wie Klee und Luzerne können dadurch ohne Stickstoffdüngung auskommen, was im Anbau ohne synthetische Mittel besonders zählt. Zusätzlicher Stickstoff im Kleegras kann dagegen die Gräser fördern und den Kleeanteil verringern.
Wie wirken sich Nährstoffkreisläufe auf die langfristige Bodenfruchtbarkeit aus?
Im Bio-Betrieb gehen Nährstoffe mit dem Futter zu den Tieren und kommen über Mist und andere organische Dünger zurück auf die Fläche. Gründüngung nimmt Nährstoffe aus dem Bodenwasser auf und hält sie vorübergehend in der Pflanzenmasse fest. Wie schnell sie wieder frei werden, hängt unter anderem von Pflanzenart, Jahreszeit, Bodenfeuchte und Temperatur ab. Der Humus aus Gründüngung kann außerdem die Wasserspeicherung leichter Böden und die Durchlässigkeit schwerer Böden verbessern.
Wie regulierst du Unkraut im Bio-Futterbau mechanisch?
Bei Futterbauansaaten wie Kleegras fördert ein früher Schröpfschnitt die Bestockung und unterstützt dadurch die Unkrautunterdrückung. Futterrüben brauchen besonders zwischen der vierten und achten Woche nach dem Auflaufen wenig Unkrautkonkurrenz. Dann hackst du zwischen den gut sichtbaren Reihen und entfernst Unkraut innerhalb der Reihe von Hand. Mit dem Vereinzeln wartest du bis zum 4-Blatt-Stadium und nimmst dabei späte Unkräuter gleich mit.
Wie plane ich die Fruchtfolge für ökologisch angebaute Futterpflanzen?
Du planst nach den Anbaupausen der einzelnen Kulturen, für die Runkelrübe gelten zum Beispiel 4 Jahre. Futterkohl braucht im ökologischen Zwischenfruchtanbau mindestens 5 Jahre Abstand zu anderen Kreuzblütlern, und dazu zählen auch Senf, Raps, Kresse, Rettich und Radieschen. Luzerne hält im Feldfutterbau 4 bis 6 Jahre Abstand zu sich selbst und zu anderen Leguminosen. Futterrüben stehen als Starkzehrer im ökologischen Feldanbau nach humusaufbauenden Kulturen.
Zuletzt geprüft:
↑