Stickstoffüberschuss
Stickstoffüberschuss heißt, dass Pflanzen mehr Stickstoff bekommen, als sie brauchen. Sie wachsen dann üppig, bilden weiches, schwammiges Gewebe und dunklere Blätter und werden anfälliger für Krankheiten.
Einen Stickstoffüberschuss erkennst du an auffällig üppigem Wachstum: Triebe und Blätter werden weich und schwammig, und das Laub färbt sich dunkler, weil die Pflanze verstärkt Blattgrün bildet. Leicht festzustellen ist das nicht immer, denn der Übergang von einer guten zu einer überhöhten Versorgung ist fließend. Beim Gegenteil, dem Stickstoffmangel, verfärben sich dagegen die älteren Blätter hell- bis gelbgrün, und die Pflanze kümmert.
Im Garten ist das ein Problem, auch wenn die Pflanzen kräftig aussehen. Das weiche Gewebe bietet Krankheitserregern wenig Widerstand, und weil die Pflanzen später ausreifen, sind sie anfälliger für Frostschäden. Gemüse und Obst enthalten dann viel Nitrat, die Qualität der Ernte sinkt, und der Geschmack kann leiden. Außerdem gilt: Je mehr Stickstoff du düngst, desto größer ist die Gefahr, dass Nitrat ausgewaschen wird und sich im Grundwasser anreichert.
Beispiel aus dem Garten
Wenn meine Salatköpfe auffallend dunkle, weiche und schwammige Blätter bilden, frage ich mich zuerst, ob ein Stickstoffüberschuss dahintersteckt, und schaue nach, wann ich das Beet zuletzt gedüngt habe. Bis das geklärt ist, dünge ich dort nicht weiter nach.
Quelle: Hortipendium ↗ – Stickstoff, Abschnitte „Stickstoff Mangelerscheinungen“, „Bindung an Bodenkolloide“ und „Stickstoff Überversorgung“. Geprüft am .
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