Rankgerüste für Edelwicken: Welche Rankhilfe passt und wie du sie baust
- Edelwicken klettern mit Ranken und brauchen dünne Strukturen zum Greifen, zu dicke Streben können sie nicht umfassen.
- Ein gutes Wickengerüst hat zwei Ebenen: einen tragenden Rahmen und ein Netz, Draht oder Schnur für die Ranken.
- Die Höhe richtet sich nach der Sorte, die Klettersorte Cupani wird etwa 180 cm hoch.
- Die kompakte Ampelkorb Mischung kommt ganz ohne Rankhilfe aus.
- Cupani bekommt ab einer Wuchshöhe von 10 cm eine Rankhilfe, das Gerüst steht deshalb schon vor dem Pflanzen.
- Wandgerüste verankerst du passend zum Wandaufbau und zum Gewicht von Gerüst, Bewuchs und Witterungslasten.
- Nach der Saison steht das Gerüst leer, dann prüfst du Schäden und Befestigung am leichtesten.

Ohne passende Rankhilfe kippen hohe Edelwicken um und liegen als Gewirr am Boden. Ein dicker Pfahl allein hilft ihnen dabei wenig, denn ihre Ranken brauchen etwas Dünnes zum Umfassen. Ich stelle meine Wickengerüste deshalb auf, bevor die Pflanzen ins Beet kommen, und spanne das Netz gleich mit.
Welche Rankhilfe für Wicken passt, entscheiden drei Dinge: die Sorte, der Platz und das, was die Ranken greifen können. Dahinter steht eine einfache Regel. Ein Teil des Gerüsts trägt Gewicht und Wind, ein anderer gibt den Ranken Halt. Nach diesem Muster kannst du Holz, Metall, Reisig, Seile und sogar alte Fundstücke beurteilen.
Welche Rankhilfe passt zu Edelwicken?
Edelwicken, auch Duftwicken genannt, klettern mit Ranken. Diese Ranken legen sich um dünne Strukturen, zu dicke Streben können sie dagegen nicht umfassen. Ein Rankgerüst muss deshalb tragfähig sein und zusätzlich geeignete Greifmöglichkeiten bieten. Für rankende Pflanzen eignen sich filigrane Netze oder Gitter.
Bei jedem Wickengerüst unterscheidest du Tragwerk und Greifebene. Das Tragwerk sind Pfosten, Rahmen, Bogen oder eine Wand, es hält Gewicht und Wind. Die Greifebene sind Netz, Draht, Schnur oder fein verzweigtes Reisig, das die Ranken umfassen können. Fehlt sie, spannst du sie nachträglich ein.
Die Auswahl an Formen ist groß. Klassisch sind Holzstangen, Lattengitter und Metallgerüste wie Obelisken, Bögen oder Ranksäulen. Rustikaler wirken Reisig, Äste, Weidengeflecht und Bambus. Moderne Lösungen arbeiten mit gespannten Seilen und modularen Gittern. Wer gern baut, setzt aus Latten, Draht oder ausrangierten Gegenständen selbst etwas zusammen. Hohe Sorten wie die Großblumige Prachtmischung können Drahtnetze, Lauben, Zäune oder Pergolen beranken. Welche Form du wählst, ist eine Frage von Platz, Gartenstil und Budget. Ob sie taugt, entscheidet sich an der Greifebene.
Wie Edelwicken wachsen
Edelwicken sind einjährigEinjährige, auch Annuelle genannt, sind Pflanzen, deren Lebenszyklus üblicherweise innerhalb eines Jahres beendet ist. Sie legen als Pflanze keine Ruhezeit ein, nur ihre Samen überdauern ungünstige Zeiten. und klettern mit ihren Ranken an allem hoch, was sie umfassen können. Wie hoch und wie breit sie werden, hängt stark von der Sorte ab. Sortenwahl, Pflanzung, Düngung und Pflege bis zur Ernte beschreibt der Ratgeber, wie du Edelwicken im Garten erfolgreich kultivierst.
Wie hoch muss eine Rankhilfe für Wicken sein?
Eine feste Mindesthöhe für alle Edelwicken gibt es nicht, denn die Sorten wachsen sehr unterschiedlich. Die Gartenwicke wird je nach Sorte 20 bis 200 cm hoch. Die stark duftende, zweifarbige Klettersorte Cupani erreicht etwa 180 cm. Am anderen Ende steht die kompakte Ampelkorb Mischung. Sie bildet nur etwa 20 bis 25 cm lange Ranken und braucht keine Rankhilfe. Schau deshalb auf die Höhenangabe deiner Sorte und plane das Gerüst bis zu dieser Höhe.
| Sorte oder Gruppe | Wuchs | Rankhilfe |
|---|---|---|
| Gartenwicke allgemein | je nach Sorte 20 bis 200 cm hoch | richtet sich nach der Sorte |
| Cupani | etwa 180 cm hoch, stark duftend, zweifarbig | ab 10 cm Wuchshöhe |
| Großblumige Prachtmischung | kletternd | nötig, berankt Drahtnetze, Lauben, Zäune oder Pergolen |
| Ampelkorb Mischung | Ranken etwa 20 bis 25 cm lang | keine nötig |
Wann muss das Gerüst stehen?
Cupani bekommt ab einer Wuchshöhe von 10 cm eine Rankhilfe. Das Gerüst steht deshalb am besten schon, wenn du säst oder pflanzt. Edelwicken lassen sich bei früher VorkulturVorkultur heißt meist, dass du Gemüse im Haus oder geschützt aus Samen vorziehst und es später als abgehärtete Jungpflanze ins Freiland setzt. In Anbauplänen meint das Wort auch eine schnelle Kultur, die vor der Hauptkultur auf dem Beet steht. bereits ab Januar aussäen. Vorgezogene Duftwicken der Bunten Mischung kommen aber nicht vor Mitte Mai ins FreilandFreiland ist die offene Anbaufläche unter freiem Himmel, im Garten also das normale Beet. Anders als im Gewächshaus oder im begehbaren Folientunnel wachsen die Pflanzen dort ohne feste Schutzhülle.. Zwischen Aussaat auf der Fensterbank und Pflanzung bleibt dir also Zeit, Pfosten zu setzen und das Netz zu spannen. Wann du welche Sommerblumen vorziehst oder direkt säst, zeigt dir der Aussaatkalender für Sommerblumen.
Empfehlungen für den Garten
Standort und Boden
- Standort
Geeignet ist humus- und nährstoffreicher, gut durchlässiger Boden in voller Sonne oder lichtem Schatten.
- Bodenart
Tonige, lehmige, sandige Böden sind geeignet.
- Bodenreaktion
Saure, alkalische, neutrale Böden sind geeignet.
- Substrat
Der Boden sollte humusreich, nährstoffreich und gut durchlässig sein.
- Anbauort
Die angebotenen Sorten lassen sich im Hochbeet und im Topf ziehen.
Pflege
- Pflege
Verblühte Blüten regelmäßig entfernen und nach Abschluss der Blüte zurückschneiden.
- Düngung
Vor dem Pflanzen gut verrotteten organischen Mist einarbeiten und während des Wachstums alle zwei Wochen ausgewogenen Flüssigdünger geben.
Lebensform und Verwendung
- Lebensform
Die Pflanze ist einjährig.
- Verwendung
Je nach Sorte: Die Pflanze eignet sich als Schnittblume. Die Pflanze eignet sich für Beet und Balkon.
Holz oder Metall: klassische Rankgerüste
Holzstangen und Lattengitter
Ein Gerüst aus Gartenholz kann der einjährigen Edelwicke als Kletterhilfe dienen. Am einfachsten ist eine Reihe Stangen, zwischen die du Schnur oder ein Netz spannst. Ein Lattengitter entsteht, wenn du Holzlatten kreuzweise verschraubst. Holz sieht natürlich aus, lässt sich mit einfachem Werkzeug bearbeiten und passt in fast jeden Garten. Dafür kann es faulen, wo es dauerhaft in feuchter Erde steckt, und es braucht Pflege.
Rankhilfen brauchen wettergeeignete Baustoffe, und eine Oberflächenbehandlung darf den Pflanzen nicht schaden. Ich nehme für die Pfosten wetterfestes Holz wie Lärche oder Robinie und lasse die Teile, an denen die Wicken klettern, unbehandelt. Dicke Kanthölzer tragen gut, bieten den Ranken aber keinen Griff. Erst Latten, Draht oder Schnur machen aus dem Holzrahmen eine Rankhilfe.
Metall: Obelisk, Bogen und Ranksäule
Metallgerüste sind stabil und erlauben filigrane Formen. Ein Obelisk steht frei im Beet oder im Kübel und braucht wenig Grundfläche. Rosenbögen und Lauben machen aus Edelwicken einen blühenden Durchgang. Ranksäulen sind schlank und hoch und passen dorthin, wo wenig Platz ist. Viele Formen gibt es fertig zu kaufen, wer schweißen kann, fertigt sie aus Rundstahl selbst.
Bei Metall kommt es auf die Stärke der Streben an. Dünnen Draht und Drahtnetze können die Ranken umfassen, dicke Rohre und kräftige Stäbe nicht. Ein Obelisk aus kräftigem Rohr braucht deshalb zusätzlich eine Greifebene aus Draht oder Schnur. Roststellen behandelst du früh, damit das Tragwerk nicht geschwächt wird.
Ein einzelner dicker Pfahl oder ein kräftiges Metallrohr ohne Netz. Die Ranken können solche Streben nicht umfassen, die Triebe hängen dann lose daneben. Spann Schnur oder Draht um den Pfahl, dann haben die Ranken etwas zum Greifen.
Holz oder Metall ist am Ende eher eine Frage des Gartens als der Pflanze. Beide tragen eine Edelwicke, wenn die Greifebene stimmt und die Verankerung hält. Holz ist schneller selbst gebaut und wirkt ländlich, braucht aber Schutz vor Fäulnis. Metall wirkt leichter und formaler, dafür musst du bei dicken Streben immer eine Greifebene nachrüsten.
Reisig, Weide und Bambus: natürliche und rustikale Lösungen
Reisig und Äste
Verzweigtes Reisig ist die einfachste Rankhilfe für Wicken. Gut geeignet sind Äste von Hasel, Birke oder Weide, die sich fein verzweigen. Der kräftige Hauptast trägt, die feinen Seitenzweige geben den Ranken Halt. Tragwerk und Greifebene stecken hier in einem Stück. Steck die Äste direkt an die Pflanzreihe und binde sie oben zusammen, wenn sie allein nicht fest stehen.
Für ein Tipi bindest du drei kräftige Äste oben zusammen und spannst dazwischen Schnur oder dünne Zweige. Ich lege mir beim Winterschnitt gerade, gut verzweigte Haselruten zur Seite und lagere sie trocken bis zum Frühjahr. Was beim Abräumen brüchig geworden ist, kommt mit dem Kraut weg.
Weidengeflecht
Frische Weidenruten sind biegsam und lassen sich zu Gittern, Bögen oder kleinen Zäunen flechten. Du steckst sie in den Boden und verflichtst sie miteinander. Mit der Zeit verholzen sie und werden fester. Stehen die Ruten feucht genug, können sie anwachsen und austreiben. Willst du kein lebendes Weidengerüst im Beet, schneidest du die Austriebe ab, sobald du sie siehst. Weidengeflecht passt gut in Bauerngärten und zu Landhausstilen, braucht beim Flechten aber etwas Übung.
Bambus
Bambusstangen sind leicht, gerade und stabil. Sie eignen sich gut als Tragwerk für Tipis und Gitter. Dickere Stangen können die Ranken allerdings nicht umfassen. Schau dir die ersten Triebe nach dem Pflanzen an: Greifen die Ranken ins Leere, spannst du Schnur oder Netz zwischen die Stangen. Die Kreuzungspunkte bindest du mit Bast oder Draht, damit das Gestell zusammenhält.
Seile und modulare Gitter: moderne Rankgerüste
Seilsysteme senkrecht und waagerecht
Seilsysteme wirken leicht und lassen sich an der Wand, an einer Pergola oder zwischen freistehenden Pfosten spannen. Senkrechte Seile geben jedem Trieb eine Linie nach oben vor. Waagerechte Seile allein bieten den Ranken nur dort Halt, wo ein Seil verläuft, dazwischen hängen die Triebe frei. Am sichersten kombinierst du beide Richtungen zu einem Netz, denn filigrane Netze und Gitter eignen sich für rankende Pflanzen.
Edelstahlseile sind wetterbeständig und langlebig, kunststoffummantelte Stahlseile sind günstiger. Schnur aus Naturfaser wirkt natürlich, hält aber weniger lange. Ich spanne für meine Wicken jedes Jahr frische Juteschnur und schneide sie im Herbst mit dem Kraut zusammen ab. So muss ich keine eingewachsenen Ranken aus einem Seil zupfen.
Achte auf die Spannung. Hängt ein Seil durch, schwingt es mit dem Bewuchs im Wind. Zieh die Seile nach, sobald du Durchhang siehst. Befestigt werden Seilsysteme an Wandankern oder an freistehenden Pfosten aus Holz oder Metall.
Modulare Rankgitter
Modulare Rankgitter bestehen aus einzelnen Elementen, die du passend zum Platz zusammensteckst oder verschraubst. Du kannst sie erweitern, umbauen und beschädigte Teile einzeln tauschen. Es gibt sie aus Metall, Holz und Kunststoff, in schlichten wie in verspielten Formen. Prüfe vor dem Kauf, ob die Gitterstäbe dünn genug für die Ranken sind. Manche Zierelemente tragen gut, bieten aber keinen Griff.
Weil die Edelwicke einjährig ist, brauchst du das Gitter nur von der Pflanzung bis zum Abräumen. Ein zerlegbares System baust du danach ab und lagerst es trocken. Das schont das Material und macht das Beet für die Bodenarbeit frei.
Rankhilfen für Kübel, Balkon und Hauswand
Edelwicken im Kübel
Edelwicken eignen sich für die Kultur im Topf und im HochbeetEin Hochbeet ist ein erhöhtes, stabil eingefasstes Beet, das mit Erde gefüllt wird, etwa aus Holz, Stein, Beton, Metall oder Kunststoff. Es erlaubt rückenschonendes Gärtnern auf wenig Grundfläche.. Für die Kübelkultur der Duftwicke Bunte Mischung werden sechs bis acht Samen je Kübel ausgesät. Das Gefäß muss genug Standfestigkeit bieten, denn Gerüst und Bewuchs fangen Wind. Sichere das Klettergerüst möglichst zusätzlich an einer festen Rückwand, etwa an der Hauswand oder einer Brüstung.
Prüf den Kübel vorher auf ein Abzugsloch, damit kein Wasser steht. Ein größeres Erdvolumen kann mehr Wasser bevorraten. Als Gerüst eignet sich ein Obelisk, der fest im Kübel steht und den du mit Schnur umspannst. Für Ampeln und Balkonkästen ohne Rankfläche bleibt die kompakte Ampelkorb Mischung, die keine Rankhilfe braucht.
Am Balkongeländer
Am Geländer befestigst du ein Netz oder Gitter mit Klemmhalterungen, so brauchst du keine Bohrlöcher. Auf dem Balkon kommt Wind dazu. Vom Wind geknickte Blätter und Blütenstiele können bei Balkonpflanzen zu Befallsstellen für GrauschimmelGrauschimmel ist eine häufige Pilzkrankheit an Gemüse, Obst und Zierpflanzen, verursacht durch den Pilz Botrytis cinerea. Typisch ist ein grauer, stäubender Pilzbelag auf befallenen Pflanzenteilen, etwa auf Früchten. werden. Ich lege lose Triebe beim Gießen zurück ans Netz und schneide geknickte Stiele ab.
An der Hauswand
Bei wandbefestigten Rankhilfen müssen Verankerung und Material zum Aufbau der Wand passen. Beide müssen außerdem das Gewicht von Gerüst und Bewuchs einschließlich der Witterungslasten tragen. Bei Fassadenrankhilfen kommen Wind- und Schwingungslasten sowie zusätzliche Nässe dazu. Plane die Verankerung deshalb für das voll bewachsene, regennasse Gerüst im Sommer und nicht für das leere Gitter beim Montieren.
Montiere Gitter oder Seile auf Abstandshaltern, damit die Ranken die Streben auch von hinten umfassen können. Zur Pflege einer Fassadenbegrünung gehören das Entfernen toter Pflanzenteile und die Wartung der Kletterhilfe. In einer Mietwohnung oder an einem denkmalgeschützten Haus klärst du vor dem ersten Bohrloch, ob du die Wand anbohren darfst. Wie du Wandanker für einjährige Kletterer auswählst und setzt, zeigt der Ratgeber, welche Rankhilfe zu welcher Winde passt und wie du sie verankerst.
Ein schweres Gerüst steht nicht automatisch sicherer. Die Verankerung muss das Gewicht von Gerüst und Bewuchs tragen, jedes zusätzliche Gewicht am Gerüst ist also Last, die sie mit halten muss. Entscheidend sind eine Verankerung, die zu Boden oder Wand passt, und die regelmäßige Kontrolle der Befestigung.
Wie baue ich ein Rankgerüst für Edelwicken selbst?
Ein Wickengerüst muss nicht teuer sein. Mit Stangen, Latten, Draht und Schnur kommst du weit, und jeder Bau folgt demselben Muster aus Tragwerk und Greifebene. Die drei folgenden Bauformen decken Beet, Reihe und Fundstück ab.
Schnur-Tipi aus drei Stangen
Das Tipi passt in Beete und große Kübel und lässt sich nach der Saison schnell abbauen. So gehst du vor:
- Steck drei Stangen im Kreis um die spätere Pflanzstelle schräg in den Boden.
- Binde sie oben fest zusammen, sodass ein Zelt entsteht.
- Führ Schnur von unten nach oben im Zickzack um die Stangen und knote sie an jeder Stange fest.
- Rüttle am fertigen Tipi. Gibt es nach, drückst du die Stangen tiefer in den Boden.
Lattenrahmen mit Draht oder Netz
Für eine Reihe Wicken setzt du zwei kräftige Pfosten an die Enden des Beets und verbindest sie oben mit einer Querlatte. Dazwischen spannst du Kaninchendraht oder ein Rankernetz, das du oben und unten befestigst. Kaninchendraht ist dünn genug, dass die Ranken ihn umfassen können. Ich ziehe den Draht nach, sobald er durchhängt. Bei langen Reihen setzt du einen Zwischenpfosten, sobald das Netz in der Mitte nachgibt.
Upcycling: Fundstücke als Rankhilfe
Eine alte Holzleiter, ein ausrangiertes Metallbettgestell, Fahrradfelgen oder das Gestell eines alten Schirms werden zur Rankhilfe. Alte Zaunlatten ergeben ein rustikales Gitter, ausgediente Tomatenstäbe einen Kegel. Prüfe jedes Fundstück auf drei Punkte, bevor die Wicken daran wachsen.
Erstens die Greifebene: Leitersprossen und Bettpfosten sind meist zu dick für die Ranken, du spannst also Schnur dazwischen. Zweitens die Oberfläche: Bei alten Lacken und Imprägnierungen weißt du oft nicht, womit sie behandelt sind. Rankhilfen sollen aber keine Oberflächenbehandlung haben, die den Pflanzen schadet. Im Zweifel dient das Stück nur als Rahmen, und die Wicken klettern an frischer Schnur davor. Drittens die Tragkraft: Das Fundstück muss Bewuchs und Wind aushalten, also rüttelst du vorher kräftig daran.
Wie pflege ich das Rankgerüst, damit es länger hält?
Rankhilfen kontrollierst du im Rahmen der Pflege regelmäßig auf sichtbare Schäden und darauf, ob ihre Befestigung noch hält. Bei Sommerblumen gehört die Rankhilfe genauso zur Pflege wie AusputzenAusputzen heißt, verblühte Blüten regelmäßig von der Pflanze zu entfernen. So steckt sie keine Kraft in die Fruchtbildung. und Unkrautjäten. Den Überblick gibt die Pflege von Sommerblumen mit Ausputzen, Unkraut und Rankhilfe.
Während der Saison
Nach Sturm oder Starkregen gehst du einmal um das Gerüst und schaust auf Pfosten, Knoten und Anker. Hängt eine Schnur durch, spannst du sie nach. Neigt sich ein Pfosten, stützt du ihn sofort, bevor der Bewuchs ihn weiter drückt. Triebe, die vom Netz wegstehen, leitest du mit der Hand zurück. Verblühte Blüten entfernst du regelmäßig, so bleibt auch das Gerüst übersichtlich.
Nach der Saison abräumen und prüfen
Nach Abschluss der Blüte schneidest du die Edelwicken zurück. Da sie einjährig sind, räumst du das Kraut im Herbst ganz vom Gerüst. Willst du Samen ernten, wartest du, bis die Hülsen dunkel gefärbt und trocken sind.
Alle Teile der Edelwicke sind giftig, besonders die Samen. Räum Hülsen und Samen beim Abbau vollständig ab, wenn Kinder im Garten spielen, und bewahre geerntetes Saatgut für sie unerreichbar auf.
Die Edelwicke ist einjährig, und Rankhilfen sollen regelmäßig auf Schäden und Befestigung geprüft werden. Daraus ergibt sich der beste Zeitpunkt für die gründliche Kontrolle: der Herbst, wenn das Gerüst leer steht und du jeden Knoten, jede Schraube und jede morsche Stelle siehst.
Wenn das Kraut abgeräumt ist, rüttle ich an jedem Pfosten, ziehe Schrauben nach und schneide alte Schnurreste ab. Morsche Latten markiere ich mit Kreide und tausche sie aus, bevor ich im Frühjahr wieder pflanze.
Holz und Metall instand halten
Lockere Schrauben ziehst du nach, morsche Holzteile tauschst du aus. Roststellen an Metall behandelst du, bevor sie sich ausbreiten. Vor der neuen Saison entfernst du alte Pflanzenreste aus Netz und Gitter. Wenn du Holz streichst, wählst du einen Schutz, der den Pflanzen nicht schadet, und lässt ihn vor dem Pflanzen trocknen. Zerlegbare Gitter und Seile lagerst du über den Winter trocken.
Welches Gerüst passt zu Gartenstil und Architektur?
Das Gerüst steht den ganzen Sommer im Blick, also sollte es zum Garten passen. In einem formalen Garten wirken geradlinige, symmetrische Gerüste aus Metall oder gestrichenem Holz. In einem naturnahen Garten passen Reisig, Weidengeflecht und rustikale Holzstangen besser. Lohnend ist ein Blick auf die Umgebung: Greif Material oder Farbe von Zaun, Pergola oder Fassade auf, dann wirkt das Gerüst wie ein Teil davon.
Im Beet steht das Wickengerüst hinten, davor kommen niedrigere Pflanzen, so entsteht eine gestaffelte Höhe. Ein bewachsenes Gitter trennt einen Sitzplatz vom Rest des Gartens oder schirmt ihn als Sichtschutz ab. Einzelne Obelisken setzen Akzente, ohne den Garten zu teilen. Weitere Ideen findest du im Ratgeber, wie du Edelwicken an Zäunen, Pergolen und in Kübeln gestalterisch einsetzt. Legst du ein Beet mit Wickengerüst neu an, teilst du die Fläche vorher mit dem Beetplaner auf.
Worauf achte ich vor dem Kauf oder Bau?
Vor dem Kauf oder Bau gehst du fünf Punkte durch. Die Stabilität kommt zuerst: Das Gerüst muss das Gewicht von Gerüst und Bewuchs samt Wind und Regen tragen. Die Höhe richtet sich nach der Sortenangabe auf der Samentüte. Für die Breite planst du mit dem Wuchs der Pflanzen, eine einzelne Gartenwicke wird 15 bis 50 cm breit.
Gartenwicken stehen in der Reihe 5 bis 20 cm auseinander. Zwischen zwei Reihen liegen 15 bis 50 cm. Jede Reihe klettert an ihrem eigenen Netz oder Gitter, eine einzelne Pflanze wird 15 bis 50 cm breit.
Edelwicken sind Schnittblumen, und verblühte Blüten werden regelmäßig entfernt. Du stehst also den ganzen Sommer immer wieder am Gerüst und solltest alle Blüten bequem erreichen, ohne ins Beet zu treten. Zuletzt die Dauerhaftigkeit: Wähle wettergeeignete Baustoffe, deren Behandlung den Pflanzen nicht schadet. Wo das Gerüst stehen soll, hängt von Licht, Boden und Wind ab. Was Edelwicken dabei brauchen, steht im Ratgeber, welchen Standort Edelwicken bei Licht, Boden und Wind brauchen.
Trägt das Tragwerk Gerüst, Bewuchs und Wind? Finden die Ranken überall etwas Dünnes zum Greifen? Reicht die Höhe bis zur Sortenangabe? Erreichst du alle Blüten zum Schneiden und Ausputzen? Sind die Baustoffe wettergeeignet und frei von schädlicher Behandlung?





