Spinnenpflanze im Naturgarten: Nektar für Bienen, passende Partner und gelenkte Selbstaussaat
- Cleome ist bei uns eine einjährige, nicht winterharte Sommerblume, die bei Frost abstirbt und sich über Samen erhält.
- Die Spinnenblume bietet Bienen Nektar, Cleome spinosa blüht von Mai bis August.
- Als nichtheimische Art ergänzt sie heimische Wildstauden, sie ersetzt sie nicht.
- Mit 80 bis 100 cm Höhe gehört sie im Staudenbeet eher nach hinten als an den Rand.
- Für eine Gruppe im Beet gelten 30 cm Abstand in der Reihe und ebenso viel zwischen den Reihen.
- In eine geschlossene Wiese gestreut, findet ihre Saat schlechte Bedingungen, ein offener Streifen am Wiesenrand passt besser.
- Selbstaussaat lenkst du über Ausputzen, stehen gelassene Blütenstände und den Verzicht aufs Umgraben, denn die Samen sind Lichtkeimer.

Du suchst für deinen naturnahen Garten eine hohe Sommerblume, an der Bienen etwas finden, und fragst dich, ob die Spinnenpflanze dazu passt. Sie bietet Bienen Nektar und füllt im Sommer Lücken im Beet, bleibt bei uns aber eine Pflanze für eine Saison. Bei Frost stirbt sie ab, und im nächsten Jahr kommt sie nur über ihre Samen wieder. Ich plane sie deshalb jedes Jahr neu ein und entscheide schon beim AusputzenAusputzen heißt, verblühte Blüten regelmäßig von der Pflanze zu entfernen. So steckt sie keine Kraft in die Fruchtbildung., wo sie sich wieder aussäen darf.
Was ist die Spinnenpflanze?
Gattung, Familie und Namen
Spinnenpflanze und Spinnenblume sind deutsche Namen für Arten der Gattung Cleome aus der Familie der Cleomaceae. Auf Saatguttüten findest du zum Beispiel Cleome spinosa oder Cleome hassleriana, etwa als Mischung ‘Wasserspiel’. Die deutschen Namen trennen diese Arten nicht sauber, denn als Spinnenblume wird Saatgut unter beiden Namen angeboten. Ich lese beim Kauf deshalb immer den botanischen Namen auf der Tüte. Typisch sind die weit herausragenden Staubblätter der Blüten, die an Spinnenbeine erinnern.
Einjährig, nicht winterhart, Erhalt über Samen
Botanisch gilt Cleome spinosa als einjährige Art. Ihr Herkunftsgebiet wird der Klimazone der saisonal trockenen Tropen zugeordnet. Bei uns ist die Spinnenpflanze eine einjährige, nicht winterharte Sommerblume, die bei Frost abstirbt und sich über ihre Samen erhält. Auch die Mischung ‘Wasserspiel’ von Cleome hassleriana wird einjährig kultiviert.
Einjährige Pflanzen durchlaufen Keimung, Blüte, Samenbildung und Absterben innerhalb einer VegetationsperiodeDie Vegetationsperiode, auch Vegetationszeit, ist der Teil des Jahres, in dem Pflanzen wachsen, blühen und fruchten. Sie beginnt im Allgemeinen, wenn das Tagesmittel der Lufttemperatur mindestens 5 Grad Celsius erreicht.. Ungünstige Zeiten überdauern sie als Samen. Für den Naturgarten heißt das: Ob die Spinnenpflanze im nächsten Sommer wieder an derselben Stelle steht, entscheidet sich an ihren Samen.
Wuchs und Steckbrief
Cleome spinosa wird 80 bis 100 cm hoch. In der Breite nimmt eine Pflanze 30 bis 40 cm ein. Diese beiden Maße brauchst du, wenn du sie zwischen Stauden oder an den Wiesenrand setzt.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Gattung und Familie | Cleome, Cleomaceae |
| Lebensform bei uns | einjährig, nicht winterhart, stirbt bei Frost ab |
| Klimazone im Herkunftsgebiet (Cleome spinosa) | saisonal trockene Tropen |
| Wuchshöhe (Cleome spinosa) | 80 bis 100 cm |
| Wuchsbreite (Cleome spinosa) | 30 bis 40 cm |
| Pflanzsystem für eine Gruppe im Beet (Cleome spinosa) | 30 cm in der Reihe, 30 cm Reihenabstand |
| Blütezeit | Cleome spinosa: Mai bis August; ‘Wasserspiel’ (Cleome hassleriana): Juli bis September |
| Keimung (Cleome spinosa) | Lichtkeimer |
| Angebot für Bienen | Nektar |
Blüten und Vase in Kürze
Die als Cleome spinosa angebotenen Pflanzen blühen je nach Saatgutangebot weiß, rosa, pink oder rot. Cleome spinosa eignet sich auch als Schnittblume. Wie du Farben kombinierst und die Pflanze als Solitär, in der Gruppe oder als Sichtschutz einsetzt, zeigt der Ratgeber dazu, wie du die Spinnenpflanze im Garten gestalterisch in Szene setzt.
Empfehlungen für den Garten
Lebensform und Verwendung
- Lebensform
Die Pflanze ist einjährig.
Welchen ökologischen Wert hat die Spinnenpflanze?
Nektar für Bienen, solange sie blüht
Die Spinnenblume bietet Bienen Nektar. Als Blütezeit gilt für Cleome spinosa Mai bis August, für die Mischung ‘Wasserspiel’ Juli bis September. Vorher und nachher hat sie Insekten keine Blüten zu bieten, und bei Frost stirbt sie ab. Wie viele Bienen in deinem Garten tatsächlich an ihre Blüten kommen, zeigt dir nur das eigene Beobachten.
Eine Exotin zwischen heimischen Arten
Aus der heimischen Flora stammt die Spinnenpflanze nicht. Im privaten Garten kannst du nichtheimische Arten verwenden, für Aussaaten in der freien Natur sind dagegen heimische Pflanzen regionaler Herkunft vorgesehen. Einige spezialisierte Wildbienen brauchen bestimmte heimische Pflanzen. Wie eng so eine Bindung sein kann, zeigt die Malven-Langhornbiene, die Pollen ausschließlich an Malvengewächsen sammelt.
Weil spezialisierte Wildbienen auf bestimmte heimische Pflanzen angewiesen sind und die Spinnenpflanze keine heimische Art ist, kann sie heimische Wildstauden für diese Bienen nicht ersetzen. Ich setze sie deshalb zu heimischen Wildstauden dazu und nicht an ihre Stelle.
Streu Samen der Spinnenpflanze nur im eigenen Garten aus, nicht an Weg- oder Feldrändern in der freien Landschaft. Für Aussaaten in der freien Natur sind heimische Pflanzen regionaler Herkunft vorgesehen.
Blühfolge über die Saison planen
Ein insektenfreundlicher Garten bietet vom Frühjahr bis zum Herbst blühende Pflanzen. Eine über den Sommer gestaffelte Blütenfolge hilft, Bienen kontinuierlich Nahrung anzubieten. Die Spinnenpflanze deckt davon nur den Sommer ab, die übrigen Wochen übernehmen andere Pflanzen.
| Zeitraum | Beispiele für das Blütenangebot |
|---|---|
| Zeitiges Frühjahr | Krokusse, Traubenhyazinthen, Lungenkraut |
| Sommer | Spinnenpflanze, Schmuckkörbchen, Kornblume |
| Herbst | ungefüllte Herbstastern, Myrten-Astern im Oktober |
Cleome spinosa blüht bis August, Raublatt- und Glattblatt-Astern blühen bis zum ersten Frost. Mit Astern in der Nähe bleibt deshalb Nahrung im Beet, wenn die Spinnenpflanze verblüht ist. Besucht werden diese Astern von Honigbienen, Wildbienen, Schwebfliegen und Tagfaltern.
Besucher oder Bestäuber?
Wer Insekten an der Spinnenpflanze beobachtet, sieht zunächst Besucher. Ob ein Besucher die Blüte auch bestäubt, ist damit noch nicht gesagt.
„Jedes Insekt auf der Blüte bestäubt sie.“ Bestäubt ist eine Blüte erst, wenn Pollen auf ihre Narbe gelangt. Ein Besuch allein zeigt dir das noch nicht.
An warmen Sommertagen setze ich mich mit einem Notizheft neben meine Spinnenpflanzen. Ich notiere Datum, Uhrzeit und Wetter und schreibe auf, welche Insekten auf den Blüten landen. Die Wildstauden daneben beobachte ich im selben Durchgang, damit ich beide unter gleichen Bedingungen sehe.
Nistplätze und Pflege ohne Chemie
Blüten sind nur ein Teil dessen, was Wildbienen im Garten brauchen. Mehr als die Hälfte der Wildbienenarten nistet im Boden und profitiert von langfristig ungestörten, offenen Bodenstellen. Totholz sowie Stein- und Holzhaufen ergänzen das Angebot um Nist- und Überwinterungsmöglichkeiten.
Für die Aussaat der Spinnenpflanze lockerst und rechst du den Boden dagegen. Nistplatz und Saatstelle lege ich deshalb nebeneinander an, damit ich beim Vorbereiten der Saat keine Nester störe. Auf chemische Pflanzenschutzmittel verzichtest du in einem insektenfreundlichen Garten, denn das schont auch nützliche Insekten.
So fügst du die Spinnenpflanze in naturnahe Pflanzungen ein
Im Staudenbeet
Sommerblumen eignen sich als Lückenfüller im Staudenbeet und als Folgebepflanzung nach frühblühenden Zwiebelgewächsen. Genau dafür nutze ich die Spinnenpflanze: Sie kommt an sonnige, warme Stellen, an denen im Sommer Platz frei ist. Bei der Staudenbeetgestaltung stehen hohe Leitstauden eher im Hintergrund, kleinere BegleitpflanzenEine Begleitpflanze ergänzt im Beet eine auffälligere Leitpflanze; sie ist niedriger und wächst in kleineren Gruppen daneben. Im Gemüsebeet nennt man so auch einen Mischkulturpartner, der neben der Hauptkultur wächst. ergänzen sie davor. Mit 80 bis 100 cm Höhe gehört die Spinnenpflanze deshalb eher in die hinteren Reihen als an den Beetrand, damit sie niedrigere Nachbarn nicht verdeckt.
Für eine Gruppe plane ich 30 cm Abstand in der Reihe. Zwischen den Reihen lasse ich ebenfalls 30 cm frei. Weil die Pflanze jedes Jahr neu aus Samen kommt, bildet sie keine dauerhaften Horste wie eine Staude. Ihren Platz kannst du also jedes Jahr dorthin legen, wo sich gerade eine Lücke öffnet. Die Positionen trage ich vorher in den Beetplaner für deine Beetfläche ein.
Am Wiesenrand statt mitten in der Wiese
Eine Blumenwiese ist eine ausdauernde Pflanzengemeinschaft aus Kräutern und Gräsern, deren Bestand durch Mahd erhalten wird. Einjährige Sommerblumen werden darin von konkurrierenden Wildpflanzen zunehmend verdrängt. Die Samen der Spinnenpflanze sind Lichtkeimer, und in einem dichten Grasbestand können auflaufende Kräuter durch Lichtmangel verkümmern. Mitten in eine geschlossene Wiese gestreut, findet ihre Saat deshalb schlechte Bedingungen.
Ich lege für sie lieber einen eigenen Streifen am Wiesenrand an. Für eine neue einjährige Sommerblumenfläche entfernst du die bestehende GrasnarbeDie Grasnarbe ist die zusammenhängende Pflanzendecke, die Gräser auf Wiesen, Weiden und Rasenflächen bilden. Ist sie dicht, hält die Fläche Tritt gut aus und Unkräuter finden kaum Platz. vollständig. Danach lockerst du den Boden, befreist ihn von Bewuchs und bereitest ihn mit dem Rechen vor. Weil einjährige Sommerblumenflächen jährlich neu eingesät werden, plane ich diese Arbeit jedes Jahr ein.
In das Wiesensaatgut selbst mische ich die Spinnenpflanze nicht, denn Blühmischungen mit einem hohen Anteil einjähriger Kulturpflanzen sind keine dauerhaften Blumenwiesen. Auf dem Streifen am Rand passen Ackerbegleiter wie die Kornblume dazu. Sie braucht offenen, bearbeiteten Boden und ist keine eigentliche Wiesenpflanze.
Pflanzpartner mit ähnlichen Ansprüchen
Als Partner suche ich Pflanzen, die ähnlich stehen wollen oder Insekten etwas anderes bieten als die Spinnenpflanze. Sie selbst braucht einen sonnigen, warmen Platz auf durchlässigem, nicht zu schwerem Boden. Die Ansprüche jedes Partners prüfe ich an seinem eigenen Steckbrief, bevor er neben die Spinnenpflanze kommt.
| Partner | Standort | Was er beiträgt |
|---|---|---|
| Schmuckkörbchen (Cosmos bipinnatus) | sonniger Platz, lockerer Boden ohne Staunässe | für Bienen geeignet, je nach Sorte; ungefüllte Blüten bieten Schwebfliegen und SchlupfwespenSchlupfwespen sind nützliche Insekten, die mit ihrem Legestachel Eier in Schädlinge wie Blattläuse legen. Die Larve wächst im Inneren der befallenen Tiere heran und ernährt sich von ihnen. Nahrung; kann sich selbst aussäen |
| Zinnien | geschützter Standort in voller Sonne | Blüte bis in den Spätherbst |
| Kornblume | offener, bearbeiteter Boden | Blütenangebot für Bienen im Sommer |
| Klatschmohn | Direktsaat am späteren Standort, verträgt Umpflanzen schlecht | Pollen für Wildbienen, kein Nektar |
| Wildmalven (Moschusmalve, Wilde Malve, Sigmarswurz) | sonnig bis halbschattig, nährstoffreicher Boden | Pollen und Nektar für Hummeln, Bienen und Schwebfliegen; Raupenfutter für Schmetterlinge |
| Berg-Aster (Aster amellus) | sonnig, trocken bis frisch, vorzugsweise kalkhaltiger Boden | in Deutschland heimische Art |
Klatschmohn bietet Wildbienen Pollen, aber keinen Nektar, die Spinnenblume dagegen bietet Bienen Nektar. Säst du beide auf demselben Streifen, ergänzen sie sich also im Nahrungsangebot.
Kein freier Platz im Beet? Die Spinnenblume eignet sich für Kübel, wegen ihrer Größe aber nicht für kleine Balkonkästen. Welcher Platz, welche Erde und welches Gefäß passen, liest du im Ratgeber, wie die Spinnenblume auf dem Balkon im Kübel gelingt.
Wie lenkst du die Selbstaussaat?
Die Spinnenpflanze erhält sich über ihre Samen. Fallen reife Samen ins Beet, kann im Folgejahr an derselben Stelle Nachwuchs aufgehen. Ob du das zulässt oder begrenzt, entscheidest du vor allem im Sommer beim Ausputzen.
Selbstaussaat zulassen
Willst du Nachwuchs am selben Platz, lässt du einzelne BlütenständeEin Blütenstand (botanisch: Infloreszenz) ist der Teil einer Pflanze, an dem sich der Spross verzweigt und mehrere Blüten trägt. Je nach Bauweise unterscheidet man zum Beispiel Traube, Ähre, Dolde, Köpfchen und Rispe. bis zur Samenreife an der Pflanze. Ich markiere diese Pflanzen mit einem Stab, damit ich sie beim Ausputzen auslasse. Den Boden darunter grabe ich im Frühjahr nicht um.
Die Samen sind Lichtkeimer und gehören nur 0 bis 0,5 cm tief in die Erde. Wer die Stelle umgräbt oder mit Mulch abdeckt, bringt sie also unter mehr Erde oder Material, als ihre Keimbedingung vorsieht, und kann damit die Keimung bremsen.
Selbstaussaat begrenzen
Willst du keinen Nachwuchs, schneidest du Verblühtes ab, bevor sich Samen bilden. Das Entfernen welker Blüten kann bei Sommerblumen die Samenbildung begrenzen und zugleich weitere Blüten fördern. Begrenzen muss die Bienen also keine Nahrung kosten, denn neue Blüten bieten ihnen wieder Nektar. Ich putze nur die Pflanzen aus, an deren Platz ich im nächsten Jahr keinen Nachwuchs will. Bei der stacheligen Mischung ‘Wasserspiel’ ziehe ich dafür Handschuhe an.
Sämlinge erkennen und versetzen
Beim Jäten frisch aufgelaufener Sommerblumen musst du unerwünschte Keimlinge sicher von den gewünschten unterscheiden. Ich lasse die markierten Stellen deshalb beim Hacken aus und ziehe nur, was ich sicher erkenne. Unklare Sämlinge bleiben stehen, bis sie sich zeigen. Unerwünschte Sämlinge ziehst du aus, solange sie klein sind.
Steht ein Sämling am falschen Platz, hebe ich ihn mit Erdballen aus und setze ihn gleich an seine neue Stelle. Stammt deine Pflanze aus einer Hybridsorte, können die Nachkommen anders aussehen als die Mutterpflanze.
Nachwuchs erwünscht: einzelne Blütenstände ausreifen lassen, markieren und den Boden darunter weder umgraben noch mulchen. Kein Nachwuchs: Verblühtes vor der Samenbildung abschneiden und Sämlinge ausziehen, solange sie klein sind. Sämling am falschen Platz: mit Erdballen versetzen. Unklarer Sämling: stehen lassen, bis er sich zeigt.
Samen ernten und Pflanzen gezielt weiterführen
Willst du die Aussaat selbst steuern, sammelst du braune, ausgereifte Samen bei trockenem Wetter. Die Samen gelten im Lagerverhalten als orthodox, und selbst geerntete Blumensamen werden nachgetrocknet, beschriftet und kühl, dunkel und trocken gelagert. Eine bestimmte Pflanze mit ihren Eigenschaften erhältst du über StecklingeEin Steckling ist ein junger, von der Mutterpflanze abgeschnittener Trieb, der in Erde oder Wasser eigene Wurzeln bildet. So entsteht eine neue Pflanze mit denselben Eigenschaften wie die Mutterpflanze.; ob und wie das bei der Spinnenpflanze gelingt, zeigt der Ratgeber, wie du die Spinnenpflanze über Stecklinge vermehrst.
Anbau, Pflege und Sicherheit in Kürze
Die Grundlagen für alle Sommerblumen, von Standort und Boden über die Pflege bis zum Überwintern, fasst der Überblick zu den Sommerblumen zusammen. Für die Spinnenpflanze reichen hier die wichtigsten Punkte mit dem Weg zum passenden Ratgeber.
Standort, Aussaat und Auspflanzen
Die Spinnenblume bevorzugt einen sonnigen, warmen und windgeschützten Platz auf durchlässigem, nicht zu schwerem Boden. Staunässe vermeidest du, weil die Wurzeln der Mischung ‘Wasserspiel’ empfindlich sind. Welche Licht-, Boden- und Klimabedingungen sie genau braucht, beschreibt der Leitfaden zu den Standortbedingungen der Spinnenblume.
Die Kultur beginnt zwischen März und Mai, und die Samen keimen bei 20 bis 25 °C. Direkt ins Beet säst du ab Mitte Mai, vorgezogene Pflanzen setzt du nach den EisheiligenDie Eisheiligen sind die Namenstage von fünf Heiligen vom 11. bis 15. Mai. Bauernregeln zufolge häufen sich dann späte Frostnächte, deshalb gelten sie im Garten als Merkdatum für die Spätfrostgefahr. aus. Wie Aussaat, Anzucht und Auspflanzen gelingen und welche Fehler dabei typisch sind, zeigt der Ratgeber, wie du die Spinnenpflanze anbaust und Fehler vermeidest. Die Termine aller Sommerblumen hast du im Aussaatkalender für Sommerblumen zum Ausdrucken auf einem Blatt.
Pflege und Winter
Beim Gießen achtest du darauf, dass sich keine Staunässe bildet. Wie du im Sommer gießt, düngst und ausputzt und ob sich ein buschiger Wuchs fördern lässt, beschreibt der Ratgeber, wie du Spinnenpflanzen im Beet und im Kübel pflegst. Bei uns ist die Spinnenpflanze einjährig und nicht winterhart: Sie stirbt bei Frost ab und erhält sich über ihre Samen.
Stacheln und Giftigkeit
Die Mischung ‘Wasserspiel’ hat leicht stachelige Triebe, deshalb trage ich beim Ausputzen und Versetzen Handschuhe. Wie es um die Giftigkeit für Kinder und Haustiere steht, klärt der Ratgeber dazu, wie giftig die Spinnenpflanze ist und was du im Verdachtsfall tust. Bei Verdacht auf eine Vergiftung wendest du dich an ein Giftinformationszentrum oder an ärztliche Hilfe und löst kein Erbrechen aus; für Hund oder Katze holst du sofort tierärztliche Hilfe.


