Spinnenpflanze (Cleome) anbauen: Fehler bei Aussaat, Auspflanzen und Pflege beheben
- Cleome spinosa ist ein Lichtkeimer: Samen nur andrücken, die Saattiefe liegt bei 0 bis 0,5 cm.
- Zum Keimen braucht Cleome spinosa Licht und 20 bis 25 °C gleichzeitig.
- Bei Cleome hassleriana lässt die Keimfähigkeit der Samen nach etwa 12 Monaten nach.
- Vorgezogene Spinnenblumen kommen erst nach den Eisheiligen ins Freiland; Cleome spinosa ist nicht winterhart.
- Cleome spinosa setzt du einzeln mit 30 cm Abstand in der Reihe und 30 cm zwischen den Reihen.
- Zu viel Wasser und zu viel Dünger führen zu schwachem, langem Wuchs.
- Welke trotz nasser Erde kann auf Wurzelschäden durch Staunässe hindeuten.

Deine Spinnenpflanzen keimen nicht, werden lang und schwach oder welken, obwohl die Erde nass ist? Dann suche ich die Ursache an drei Stellen: in der Aussaatschale, am Pflanzplatz und beim Gießen. Bei meinen eigenen Cleome gehe ich in genau dieser Reihenfolge vor und prüfe an jeder Station, ob Licht, Wärme und Wasser zusammenpassen.
Gemeint ist hier die Spinnenblume Cleome, eine einjährig gezogene Sommerblume für Beet und Kübel. Die Fehler folgen dem Lauf der Saison: vom Standort über Aussaat und Auspflanzen bis zur SelbstaussaatSelbstaussaat heißt, dass sich eine Pflanze ohne Zutun des Gärtners über ihre Samen verbreitet. Die Sämlinge tauchen dann auch an Stellen auf, an denen niemand sie gepflanzt hat. im nächsten Frühjahr.
Spinnenpflanze kurz eingeordnet
Im Saatguthandel findest du Spinnenblumen als Cleome spinosa und als Cleome hassleriana, beide werden einjährig kultiviert. Typisch sind die weit herausragenden Staubblätter, die an Spinnenbeine erinnern, und Cleome spinosa wird 80 bis 100 cm hoch. Wie sich Sommerblumen nach Lebensdauer und Herkunft unterscheiden, zeigt der Überblick über Sommerblumen mit Kurzporträts zu Lebensdauer und Herkunft.
Empfehlungen für den Garten
Lebensform und Verwendung
- Lebensform
Die Pflanze ist einjährig.
Häufige Fehler bei der Standortwahl
Fehler 1: Der Platz ist zu kühl oder zu windig
Die Spinnenblume braucht einen sonnigen, warmen und windgeschützten Platz. Cleome spinosa kommt auch mit Halbschatten zurecht. Halbschattig ist ein Beet aber erst, wenn es an einem Teil des Tages Sonne bekommt. Eine Stunde Morgensonne reicht dafür nicht. Meine Spinnenblumen bekommen deshalb einen sonnigen Platz, an dem eine Hecke oder Mauer den Wind abhält.
Fehler 2: Der Boden hält das Wasser
Für Cleome spinosa eignen sich durchlässige, nicht zu schwere Gartenböden. Die Wurzeln der Spinnenblume ‘Wasserspiel’ sind empfindlich, deshalb muss Staunässe vermieden werden. Ein hoher Tonanteil verringert die Wasserdurchlässigkeit und begünstigt genau diese Staunässe. Ein unverbesserter Tonboden ist für die Spinnenpflanze deshalb ein schlechter Platz.
Vor dem Pflanzen mache ich eine Fingerprobe mit leicht feuchter Erde. Sandboden zerfällt dabei körnig, Tonboden lässt sich gut formen und klebt. Das Ergebnis ist nur eine Näherung. Tonige Böden lockere ich und arbeite gröberen Humus und Kompost ein, bei Bedarf auch groben Sand.
Fehler 3: Das Gefäß ist zu klein oder ohne Abzug
Die Spinnenblume eignet sich für Kübel, für kleine Balkonkästen ist sie wegen ihrer Größe nicht zu empfehlen. Jedes Gefäß braucht ein freies Abzugsloch. Eine Kiesschicht ohne Loch ersetzt diesen Abzug nicht. Hohe Pflanzen brauchen außerdem ein entsprechend schweres Gefäß, damit sie bei Wind nicht so leicht umkippen. Welcher Platz, welche Erde und welches Gefäß auf dem Balkon passen, erklärt der Ratgeber dazu, welchen Kübel und welche Erde die Spinnenblume auf dem Balkon braucht.
Aussaat und Anzucht: So keimt die Spinnenpflanze
Wann säst du aus?
Die Vorkultur von Cleome spinosa startet zwischen März und Mai. Ins Freiland kommen die Jungpflanzen erst nach den EisheiligenDie Eisheiligen sind die Namenstage von fünf Heiligen vom 11. bis 15. Mai. Bauernregeln zufolge häufen sich dann späte Frostnächte, deshalb gelten sie im Garten als Merkdatum für die Spätfrostgefahr., denn Cleome spinosa ist nicht winterhart. Ich plane die Aussaat deshalb vom Auspflanztermin rückwärts und halte für die Anzucht einen hellen, warmen Fensterplatz frei. Den Termin trage ich in den Aussaatkalender für Sommerblumen zum Ausdrucken ein.
Im Handel findest du zwei Arten mit unterschiedlichen Kulturangaben. Bevor du die Schale aufstellst, liest du deshalb nach, welche Art auf deiner Saatguttüte steht.
| Angabe | Cleome spinosa | ‘Spinnenpflanze Mischung’ von Cleome hassleriana |
|---|---|---|
| Keimtemperatur | 20 bis 25 °C | 15 bis 18 °C |
| Keimdauer | 14 bis 21 Tage | 14 bis 21 Tage |
| Direktsaat ins Beet | ab Mitte Mai | ab Ende April, 3 bis 4 Samen je Stelle |
| Auspflanzen vorgezogener Pflanzen | nach den Eisheiligen | nicht vor Mitte Mai |
| Abstand in der Reihe | 30 cm | 50 cm |
| Abstand zwischen den Reihen | 30 cm | 50 cm |
Wie tief kommen die Samen in die Erde?
Lichtkeimer sind Samen, die zum Keimen Licht brauchen. Wer sie tief eingräbt, nimmt ihnen genau das.
Ein typischer Aussaatfehler ist, die Samen wie Bohnen in die Erde zu stecken. Cleome spinosa ist ein Lichtkeimer, die Saattiefe liegt bei 0 bis 0,5 cm. Ich lege die Samen auf die angefeuchtete Erde und drücke sie mit dem Handballen an. Darüber siebe ich höchstens 0,5 cm Erde.
Für die Schale nehme ich nährstoffarme, durchlässige Aussaaterde. Ihr Salzgehalt sollte unter 0,5 g je Liter liegen.
Die angebrochene Blumenerde vom Balkon in die Aussaatschale füllen. Aussaaterde soll nährstoffarm sein, Topferde ist dagegen stärker vorgedüngt. Für Kübel- und Balkonkastenerde gelten als Orientierung 2,5 bis 3 g Salz je Liter. Ich nehme für die Vorkultur frische, als Aussaaterde gekennzeichnete Erde und saubere Gefäße mit Wasserabzug.
Keimpflege: Licht und Wärme gleichzeitig
Cleome spinosa keimt bei 20 bis 25 °C, und als Lichtkeimer braucht die Saat dabei Licht. Ein warmer, aber dunkler Platz auf dem Schrank hilft ihr deshalb so wenig wie ein heller, aber kühler Fensterplatz.
Die Erde halte ich gleichmäßig feucht, denn Saatgut darf während und unmittelbar nach der Keimung nicht austrocknen. Mit einem Sprüher befeuchte ich die Oberfläche, damit die oben liegenden Samen nicht wegschwimmen. Über die Schale kommt eine durchsichtige Haube, die nicht luftdicht schließt. Bis zur Keimung lüfte ich täglich, danach nehme ich die Haube ab.
Bis sich Keimlinge zeigen, vergehen 14 bis 21 Tage. Erst danach suche ich nach Fehlern bei Temperatur und Feuchte.
Ich stelle ein Thermometer direkt neben die Aussaatschale und nicht irgendwo ins Zimmer. So lese ich ab, welche Temperatur an der Saat selbst ankommt.
Keimt gar nichts? Das Saatgut prüfen
Bei Cleome hassleriana lässt die KeimfähigkeitDie Keimfähigkeit gibt an, wie viel Prozent der Samen einer Saatgutpartie unter optimalen Bedingungen zu normalen, gesunden Keimlingen auswachsen. Sie ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal von Saatgut. der Samen nach etwa 12 Monaten nach. Ältere Tüten säe ich deshalb nicht einfach aus. Vorher mache ich eine Probeaussaat mit genau abgezählten Körnern. Dafür reicht feuchtes, nicht nasses Küchenpapier, das ich gegen Austrocknen abdecke. Aus der Zahl der gekeimten Samen sehe ich, ob sich die Tüte noch lohnt.
Vom Keimling zur Jungpflanze
Pikiert wird, wenn die KeimblätterKeimblätter sind die ersten Blätter einer keimenden Pflanze und gehören schon zum Embryo im Samen. Sie ernähren den Keimling, bis die ersten Laubblätter seine Versorgung übernehmen. entwickelt sind und die ersten Laubblätter sichtbar werden. Jeden Sämling setze ich einzeln in einen kleinen Topf. Dabei halte ich ihn am Keimblatt, ohne daran zu ziehen, und setze die Wurzel gerade ein, ohne sie umzubiegen.
Nach der Keimung senke ich die Temperatur und stelle die Jungpflanzen hell. Viel Wärme bei wenig Licht lässt Jungpflanzen lang, weich und hellgrün werden. Auch zu dicht stehende Spinnenblumen wachsen schwach und lang.
Vor dem Auspflanzen gewöhne ich die Pflanzen allmählich ans Freiland. Bei mildem Wetter stehen sie tagsüber zuerst windgeschützt im Schatten, erst danach kommen sie in die Sonne. Werden die Nächte kalt, hole ich sie wieder herein. Pflanzreif sind sie, wenn sie kräftig sind und der Topfballen sichtbar durchwurzelt ist.
Direktsaat ins Beet
Statt vorzuziehen, kannst du Spinnenblumen auch direkt an den späteren Platz säen. Bei Cleome spinosa geht das ab Mitte Mai, die ‘Spinnenpflanze Mischung’ von Cleome hassleriana lässt sich schon ab Ende April direkt säen. Für diese Mischung legst du 3 bis 4 Samen an eine Stelle. Cleome spinosa drückst du auch im Beet nur an. Die Saatstelle hältst du bis zur Keimung feucht, und was danach zu dicht aufläuft, dünnst du aus.
Auspflanzen: So kommt die Spinnenpflanze ins Beet
Fehler 4: Zu früh gepflanzt
Vorgezogene Spinnenblumen kommen erst nach den Eisheiligen ins Freiland, die ‘Spinnenpflanze Mischung’ von Cleome hassleriana nicht vor Mitte Mai. Kübel, die du früher bepflanzt, brauchen bei drohendem Spätfrost Schutz.
Auch ohne Frost kann kühles Wetter Spuren hinterlassen. Gelbe ältere Blätter können bei Beet- und Balkonpflanzen auf Temperaturstress hindeuten. Ebenso kommen Wasser-, Licht-, Salz- oder Nährstoffstress infrage. Zeigen sich solche Blätter nach kalten Nächten, dünge ich nicht sofort nach. Erst beobachte ich, wie der Neuaustrieb bei wärmerem Wetter aussieht.
Fehler 5: Zu eng gesetzt
Cleome spinosa setze ich als einzelne Pflanzen in ein Raster mit 30 cm Abstand in der Reihe. Zwischen den Reihen halte ich ebenfalls 30 cm ein. Für die ‘Spinnenpflanze Mischung’ von Cleome hassleriana gilt in der Reihe und zwischen den Reihen jeweils 50 cm.
Eine Pflanze von Cleome spinosa wird 30 bis 40 cm breit. Bei 30 cm Abstand berühren sich ausgewachsene Nachbarn also schon; wer enger setzt, schiebt sie ineinander. Genug Abstand verbessert die Luftzirkulation und das Abtrocknen der Blätter. Das senkt das Risiko für Pilzkrankheiten, die durch Feuchte begünstigt werden. Wie viele Pflanzen bei deinem Raster auf die Fläche passen, rechnest du im Beetplaner für deine Beetfläche aus.
Vor dem Auspflanzen prüfe ich fünf Punkte.
- Die Eisheiligen sind vorbei, und es ist kein Frost mehr angesagt.
- Die Jungpflanzen sind abgehärtet, ihr Topfballen ist durchwurzelt.
- Der Boden am Pflanzplatz ist durchlässig und nicht zu schwer.
- Das Raster passt zu der Art, die auf der Saatguttüte steht.
- Handschuhe liegen bereit, weil die Triebe von ‘Wasserspiel’ leicht stachelig sind.
Pflegefehler erkennen und korrigieren
Die reguläre Sommerpflege mit Gießen, Düngen, Blütenpflege und Kübelkultur beschreibt der Ratgeber dazu, wie du Spinnenpflanzen im Sommer in Beet und Kübel pflegst. An kümmernden Pflanzen prüfe ich drei Punkte zuerst: das Wasser, den Stickstoff und den Umgang mit Seitentrieben.
Welkt die Spinnenpflanze trotz nasser Erde?
Welke Blätter können zwei entgegengesetzte Ursachen haben: TrockenstressTrockenstress entsteht, wenn eine Pflanze mehr Wasser verdunstet, als sie aus dem Boden nachholen kann. Sie welkt zuerst, bei anhaltendem Mangel werden Blattränder braun und die Wurzeln können dauerhaft geschädigt werden. oder beginnende Wurzelfäule. Die Wurzeln der Spinnenblume sind empfindlich und vertragen keine Staunässe. Bevor ich gieße, fühle ich deshalb mit dem Finger in die Erde.
Bei Topfpflanzen hebe ich zusätzlich das Gefäß an, denn sein Gewicht zeigt, wie viel Wasser im Ballen steckt. In torffreier Erde prüfe ich auch unten im Topf, weil die Oberfläche schneller abtrocknet als die Erde darunter.
Steht der Topf im Wasser, leere ich den Untersetzer und gieße erst wieder, wenn die Erde angetrocknet ist. Dann gieße ich durchdringend, bis die Erde am Topfboden feucht ist. Einen festen Rhythmus gibt es dafür nicht, weil Bodenart, Temperatur und Regen den Bedarf bestimmen.
Braucht die Spinnenpflanze mehr Stickstoff?
Ein typischer Fehler ist, gelbe Blätter sofort als Stickstoffmangel zu lesen. Helles Laub, gehemmtes Wachstum und zuerst gelbe ältere Blätter können auf Stickstoffmangel hindeuten. Am Aussehen allein lässt sich das aber kaum von einem allgemeinen Nährstoffmangel unterscheiden. Standort und Erdfeuchte prüfe ich deshalb zuerst, bevor ich an Dünger denke.
Den umgekehrten Fehler erkennst du an langen, schwachen Trieben. Zu viel Wasser und zu viel Dünger führen bei der Spinnenblume genau zu diesem Wuchs.
Im Beet richtet sich die Düngung nach einer Bodenuntersuchung. Im Kübel messe ich Dünger nach der Packungsanweisung ab und gebe die Lösung nur auf feuchte Erde, damit die Wurzeln keinen Schaden nehmen. Frisch in vorgedüngte Blumenerde gesetzte Kübelpflanzen brauchen gewöhnlich in den ersten 4 bis 6 Wochen keinen zusätzlichen Dünger. Eine welke oder kranke Pflanze dünge ich erst, wenn sie sich erholt hat.
Braune Blattränder an Topfpflanzen können auf zu viel Salz durch Überdüngung hindeuten, ähnlich sehen aber auch Trockenschäden aus. Bei einem Salzschaden stelle ich die Düngung ein und wasche die Salze mit langsam fließendem Wasser bei freiem Ablauf aus. Reicht das nicht, tausche ich die Erde aus.
„Mehr Phosphor bringt mehr Blüten.“ Pauschal stimmt das nicht. Eine phosphatbetonte Düngung ist keine fachlich sinnvolle Strategie, um die Blüte allgemein zu fördern.
Ausgeizen und Stutzen: Was es bringt und was nicht
AusgeizenAusgeizen ist das Entfernen der Geiztriebe, also der Seitentriebe, die bei Tomaten in den Blattachseln wachsen. Ohne Ausgeizen bildet die Pflanze sehr viel Blattmasse und trägt später Früchte. heißt, Seitentriebe auszubrechen. Mehr Blüten verspricht dir das bei der Spinnenpflanze nicht. Anders sieht es beim Stutzen aus: Das Kürzen junger Spinnenblumen fördert kürzere, buschigere Pflanzen.
Lange, schwache Pflanzen schneide ich deshalb nicht einfach zurück. Weil zu viel Wasser und zu viel Dünger genau diesen Wuchs fördern, prüfe ich zuerst, wie viel ich gieße und dünge. Gestutzt werden bei mir nur junge Pflanzen.
Verblühtes zu entfernen kann bei Sommerblumen weitere Blüten fördern und begrenzt zugleich die Samenbildung. An den Pflanzen, die Samen für das nächste Jahr liefern sollen, lasse ich die Blüten deshalb stehen. Bei dieser Arbeit trage ich Handschuhe, denn die Triebe von ‘Wasserspiel’ sind leicht stachelig.
Wenn Spinnenpflanzen kränkeln: Zeichen richtig lesen
Die Spinnenblume hat nur wenige Probleme mit Schädlingen und Krankheiten, gelegentlich fressen ErdflöheErdflöhe sind winzige, sprungstarke Blattkäfer, die Blätter von Kohlgewächsen wie Radieschen, Rucola und Kohl siebartig durchlöchern. Am häufigsten sind Kohlerdflöhe, kleine Käfer mit gelben Streifen an der Seite. an den Blättern. Ein Symptom bleibt trotzdem ein Hinweis und keine Diagnose. Beim Kontrollgang drehe ich deshalb Blätter um und sehe mir Triebspitzen und Blattunterseiten an.
| Was du siehst | Kann hindeuten auf | Was ich zuerst tue |
|---|---|---|
| Fraßstellen an den Blättern, keine Schleimspuren | Erdflöhe | beobachten, ob der Fraß zunimmt |
| Fraß vom Blattrand her, silbrige Schleimspuren | Schnecken | Schnecken absammeln |
| gekräuselte oder verkrüppelte Blätter und Triebspitzen | Blattläuse, oft an Triebspitzen und Blattunterseiten | auf Nützlinge achten, schwachen Befall mit einem Wasserstrahl abspritzen |
| gelblich-weiße Sprenkel, teils feine Gespinste | SpinnmilbenDie Spinnmilbe ist eine winzige, etwa 0,5 Millimeter große Milbe, die vor allem auf Blattunterseiten lebt und dort feine Gespinste bildet. Befallene Blätter färben sich fahlgrün bis gelb und vertrocknen bei starkem Befall., etwa 0,5 mm groß | stark befallene Blätter entfernen |
| grauer Belag auf faulenden Pflanzenteilen | Grauschimmel bei hoher Luftfeuchte | befallene Teile entfernen, dichten Bestand auflichten |
| Welke trotz nasser Erde | durch Staunässe geschädigte Wurzeln | Untersetzer leeren, mit dem Gießen warten |
| lange, schwache Triebe | zu viel Wasser und Dünger, zu dichter Stand | Gießen und Düngen prüfen, Sämlinge ausdünnen |
| gelbe ältere Blätter | Wasser-, Licht-, Temperatur-, Salz- oder Nährstoffstress | Standort und Erdfeuchte prüfen, erst dann düngen |
| braune Blattränder im Topf | Salzschaden durch Überdüngung, ähnlich auch Trockenschaden | Düngung einstellen, Salze auswaschen |
Bei unklaren Blattflecken und kümmernden Pflanzen kann eine Pflanzenprobe beim Pflanzenschutzdienst die Ursache klären. Nach der Arbeit an kranken Pflanzen reinige ich Schere und Handschuhe, bevor ich an gesunde gehe.
Ein Pflanzenschutzmittel ist für mich nur das letzte Mittel, wenn der Schaderreger sicher bestimmt ist und sanftere Wege versagt haben. Infrage kommt dann nur ein für Haus- und Kleingarten zugelassenes Mittel, angewendet nach Gebrauchsanweisung und mit Schutzkleidung; Wartezeit und Entsorgung gehören dazu. Weil die Spinnenblume Bienen Nektar bietet, kann eine Behandlung blühender Pflanzen auch Bienen und andere Nützlinge treffen.
Sät sich die Spinnenpflanze selbst aus?
Die Spinnenpflanze ist einjährig und nicht winterhart, Nachwuchs im nächsten Jahr kommt also nur aus Samen. Cleome hassleriana sät sich oft reichlich selbst aus, gilt aber im Allgemeinen nicht als invasiv. Frühes Entfernen der Samenkapseln begrenzt diese Selbstaussaat. An einigen Pflanzen lasse ich deshalb die letzten Blüten stehen und putze nur die übrigen aus.
So hilfst du den Sämlingen im Frühjahr
Dicker Mulch im Frühjahr begrenzt die Selbstaussaat der Spinnenblume, und ihre Samen sind Lichtkeimer. Wer Sämlinge möchte, lässt die Stelle im Frühjahr also offen und gräbt sie nicht um. Bis sich etwas zeigt, markiere ich die Stelle mit einem Stab.
Beim Jäten musst du unerwünschte Keimlinge sicher von den Spinnenblumen unterscheiden. Unsichere Keimlinge lasse ich stehen, bis sie ihre ersten Laubblätter zeigen. Stehen die Sämlinge zu dicht, dünne ich sie aus, sonst wachsen sie schwach und lang. Die übrigen behalten ungefähr so viel Platz wie beim Auspflanzen.
Willst du keine Selbstaussaat, entfernst du die Samenkapseln früh. Mulch nehme ich dafür ungern, denn eine zu dicke Schicht kann faulen und Schnecken Unterschlupf bieten. Wie du die Selbstaussaat in naturnahen Pflanzungen lenkst und welchen ökologischen Wert die Spinnenblume dort hat, zeigt der Ratgeber dazu, wie du die Spinnenpflanze im Naturgarten einsetzt.
Planbarer wird der Nachwuchs, wenn du Samen erntest und im Frühjahr selbst aussäst. Ausgereifte Samen erntest du bei trockenem Wetter, trocknest sie auf Papier nach und lagerst sie beschriftet kühl, dunkel und trocken. Weil die Keimfähigkeit bei Cleome hassleriana nach etwa 12 Monaten nachlässt, säe ich eigene Samen in der folgenden Saison aus.
Wie du Spinnenpflanzen über Stecklinge vermehrst und wann eine Teilung überhaupt infrage kommt, erklärt der Ratgeber zur Vermehrung der Spinnenpflanze über Stecklinge.
Ist die Spinnenpflanze giftig?
Fachquellen bewerten die Giftigkeit von Cleome spinosa unterschiedlich; toxikologische Übersichten nennen vor allem die Samen giftig. Probieren oder Verfüttern ist deshalb tabu. Bei Vergiftungsverdacht rufst du ein Giftinformationszentrum oder ärztliche Hilfe an, bei Hund oder Katze die Tierarztpraxis; Erbrechen löst du nicht aus. Welche Sommerblumen giftig sind und was das für den Garten bedeutet, fasst der Sommerblumen-Ratgeber im Abschnitt zu essbaren Blüten und giftigen Arten zusammen.


