Spinnenpflanze (Cleome) pflegen: Gießen, Düngen, Ausputzen und die Winterfrage
- Cleome ist bei uns einjährig und nicht winterhart, verlässlich erhältst du sie nur über Samen.
- Gieße nach Fingerprobe durchdringend, am besten morgens und direkt auf die Erde.
- Staunässe vermeiden: Prüf bei welken Blättern zuerst die Bodenfeuchte.
- Dünge nach Bedarf und nur auf feuchte Erde; in vorgedüngter Kübelerde gewöhnlich 4 bis 6 Wochen gar nicht.
- Welke Blüten abschneiden kann weitere Blüten fördern; gegen Saisonende lässt du einzelne Blüten zur Samenreife stehen.
- Überwintern geht nur als Versuch im Kübel an einem kühlen, frostfreien Platz.

Deine Spinnenpflanze steht im Beet oder im Kübel, die Sommerhitze setzt ihr zu, und die ersten Blüten welken. Jetzt zählen ein paar feste Handgriffe: nach Bedarf gießen, mit Maß düngen, Verblühtes abschneiden und die Blätter im Blick behalten. Ich gehe bei meinen Cleome dafür immer dieselbe Runde: Erde fühlen, Schere ansetzen, Blattunterseiten anschauen. Im Herbst kommt die Winterfrage, und die ehrliche Antwort lautet: Verlässlich bringst du Cleome nur über Samen ins nächste Jahr.
Kurz eingeordnet: Porträt, Standort und Aussaat
Die Spinnenpflanze ist eine Cleome aus der Familie der Cleomaceae und wird bei uns einjährig kultiviert. Welche Partner zu ihr passen und wie du ihre Selbstaussaat lenkst, zeigt der Ratgeber dazu, welchen Wert die Spinnenpflanze im Naturgarten hat. Artübergreifendes zu Lebensdauer und Herkunft steht im Kurzporträt der Sommerblumen.
Die Spinnenblume bevorzugt einen warmen, windgeschützten Platz mit durchlässigem, nicht zu schwerem Boden. Vorgezogene Pflanzen kommen erst nach den EisheiligenDie Eisheiligen sind die Namenstage von fünf Heiligen vom 11. bis 15. Mai. Bauernregeln zufolge häufen sich dann späte Frostnächte, deshalb gelten sie im Garten als Merkdatum für die Spätfrostgefahr. ins Freiland. Wie Aussaat, Anzucht und Auspflanzen gelingen und welche Standortfehler du vermeidest, liest du im Ratgeber dazu, wie du die Spinnenpflanze anbaust und Fehler vermeidest.
Wie gießt du die Spinnenpflanze im Sommer?
Einen festen Gießrhythmus gibt es nicht. Wie oft du gießen musst, hängt von Bodenart, Temperatur und Niederschlägen ab. Ich stecke deshalb einen Finger in die Erde, bevor ich zur Kanne greife. Braucht das Beet Wasser, gieße ich durchdringend und in größeren Abständen, denn das ist häufigen kleinen Wassergaben vorzuziehen.
Das Wasser gehört an den Fuß der Pflanze, die Blätter bleiben trocken. Am besten gießt du früh am Morgen direkt auf die Erde. Dann geht weniger Wasser durch Verdunstung verloren, und Pflanze und Boden trocknen tagsüber wieder ab. Gesammeltes Regenwasser eignet sich dafür gut, weil es weich und salzarm ist.
Bei Hitze und Trockenheit gießt du ein Gartenbeet durchdringend mit etwa 20 bis 25 l/m² und verteilst die Menge auf mehrere Gießgänge. Das ist ein Wert je Quadratmeter Beet, keine Menge je Pflanze und keine tägliche Pauschale.
Eine Mulchdecke vermindert die Verdunstung aus dem Boden und bremst seine Aufheizung. Ich nehme dafür gesunden, unkrautsamenfreien Grasschnitt, lasse ihn anwelken und bringe ihn in dünnen Schichten aus. So verklebt oder schimmelt er nicht. Roher, nicht kompostierter Rindenmulch ist für Beete mit Einjahresblumen ungeeignet. Bei feuchtem Wetter und Schneckengefahr bleibt die Mulchschicht nur dünn.
Staunässe und welke Blätter
Bei der Spinnenblumen-Mischung ‘Wasserspiel’ muss Staunässe vermieden werden, weil ihre Wurzeln empfindlich sind. Welke Blätter können von Trockenstress kommen, aber auch von beginnender Wurzelfäule. Beides zusammen heißt: Bevor du einer hängenden Cleome Wasser gibst, prüfst du die Bodenfeuchte. Ist die Erde nass, kann jede weitere Gabe die empfindlichen Wurzeln zusätzlich belasten.
Auf hängende Blätter sofort mit der Gießkanne reagieren. Fühl zuerst die Erde. Ist sie nass, wartest du mit dem Gießen und prüfst später erneut.
Wie düngst du die Spinnenpflanze richtig?
Gedüngt wird nach Bedarf, nicht nach Kalender. Im Gartenbeet richtet sich die Düngung nach einer Bodenuntersuchung und berücksichtigt den Stickstoff, den der Humus nachliefert. Die Bodenprobe nimmst du vor dem Düngen, getrennt für unterschiedlich genutzte Flächen. Eine Standarduntersuchung erfasst üblicherweise Phosphat, Kalium und den Kalkbedarf.
Für Kompost gilt im Garten eine allgemeine Faustzahl von etwa 3 l/m² im Jahr. Eine artspezifische Düngeberechnung ersetzt sie nicht, und bei stark überhöhten Phosphor- oder Kaliumwerten fällt die Gabe kleiner aus. Ausgebracht wird Kompost im Spätwinter oder Frühjahr statt im Herbst, damit weniger Nitrat ausgewaschen wird.
Dünger kommt möglichst auf feuchten Boden, damit seine Nährstoffe gleich wirken können. Bei großer Hitze und Trockenheit gibst du Flüssigdünger nur niedrig konzentriert auf vorher angefeuchtete Erde und nicht über das Laub.
Organisch, mineralisch oder Hornspäne?
Organische Dünger müssen erst von Bodenlebewesen aufgeschlossen werden und wirken deshalb langsamer als mineralische. Wie viel sie freisetzen, hängt von der Witterung ab: Bei Frost, Trockenheit und stauender Nässe ist es wenig. Auch mit organischem Dünger lässt sich ein Boden überdüngen. Hornspäne liefern langsam verfügbaren Stickstoff und kommen auf Zierbeeten schon im Frühjahr aus. Für eine Herbstdüngung eignen sie sich wegen ihrer verzögerten Freisetzung nicht. Holzasche gebe ich weder auf den Kompost noch direkt ins Beet, auch wenn sie aus naturbelassenem Holz stammt.
Mehr Phosphat, mehr Blüten? Phosphatbetonte Blütendünger sind keine fachlich sinnvolle pauschale Strategie, um die Blüte zu fördern. Ob deinem Boden ein Nährstoff fehlt oder ob er überversorgt ist, zeigt die Bodenuntersuchung.
Woran du die Versorgung erkennst
Kräftig grüne Blätter und zügiges Wachstum sprechen bei Balkon- und Kübelpflanzen für eine gute Nährstoffversorgung. Helles Laub, gehemmtes Wachstum und zunächst gelbe ältere Blätter können dagegen auf allgemeinen Nährstoffmangel oder Stickstoffmangel hindeuten. Am Aussehen allein lassen sich die beiden kaum unterscheiden. Ich schaue deshalb zuerst auf Erde, Wasser und Standort, bevor ich nachdünge.
Wie bleibt die Spinnenpflanze lange in Blüte?
Die Spinnenblumen-Mischung ‘Wasserspiel’ blüht von Juli bis September. Für Cleome spinosa wird eine Blütezeit von Mai bis August angegeben.
Das Entfernen welker Blüten kann bei Sommerblumen die Samenbildung begrenzen und weitere Blüten fördern. Bei blühenden Kübelpflanzen vermindert es den Aufwand, den die Pflanze in die Fruchtbildung steckt. Ich gehe mit einer sauberen Schere durch den Bestand und nehme Verblühtes ab, sobald ich es entdecke. Eine Garantie für neue Knospen ist das nicht.
AusputzenAusputzen heißt, verblühte Blüten regelmäßig von der Pflanze zu entfernen. So steckt sie keine Kraft in die Fruchtbildung. heißt, verblühte Blüten und Blütenstände abzuschneiden, bevor die Pflanze Samen bildet.
Cleome spinosa eignet sich auch als Schnittblume. Für die Vase schneide ich morgens bei trockenem Wetter und stelle die Stiele sofort ins Wasser. Blätter, die im Vasenwasser stehen würden, entferne ich vorher.
Ausputzen und Samen für das nächste Jahr
Ausputzen und Samenernte schließen sich zum Teil aus. Das Entfernen welker Blüten kann die Samenbildung begrenzen, und verlässlich erhältst du die einjährige Cleome nur über Samen. Wer bis zum Saisonende alles abschneidet, hat im Herbst also nichts zu ernten. Gegen Ende der Blütezeit lasse ich deshalb einzelne Blüten bis zur Samenreife stehen und ernte bei trockenem Wetter. Die Samen trocknen danach auf Papier nach und kommen beschriftet an einen kühlen, dunklen und trockenen Ort.
Wann und wie schneidest du die Spinnenpflanze zurück?
Im Sommer schneide ich gezielt: Verblühtes, kranke Teile und abgeknickte Triebe kommen weg. Vom Wind geknickte Blätter und Blütenstiele können bei Balkonpflanzen zu Befallsstellen für Grauschimmel werden. Solche Stellen nehme ich deshalb ab, sobald ich sie sehe.
Zeigt sich beginnender Echter Mehltau, entfernst du die erkrankten Blätter und schneidest betroffene Triebe zurück. Das kann die Ausbreitung eindämmen. Nach der Arbeit an kranken Pflanzen reinige ich Schere und Handschuhe, bevor ich an gesunde gehe. Befallene Pflanzenteile trage ich aus dem Beet.
Für einen kräftigen Rückschnitt mitten im Sommer gibt es bei Cleome keine verlässliche Regel zu Zeitpunkt und Schnitthöhe. Auch das EntspitzenEntspitzen heißt, die weiche Triebspitze einer Pflanze mit den Fingern abzuzwicken oder mit der Schere zu kürzen. Die Pflanze treibt darunter meist mehrfach aus, verzweigt sich und wächst buschiger. ist eine artspezifische Maßnahme, die nur bei geeigneten Zierpflanzen den buschigen Wuchs fördert. Bei vielen blühenden Kübelpflanzen verzögert es zunächst die Blüte. Ich bleibe deshalb beim laufenden Ausputzen und lasse gesunde Triebspitzen stehen.
Welche Schädlinge und Krankheiten behältst du im Blick?
Ich setze auf Vorbeugung, genaues Hinschauen und mechanische Maßnahmen. Das senkt das Risiko, einen Befall ausschließen kann es nicht. Bei meinem Kontrollgang drehe ich Blätter um und schaue mir die Triebspitzen an. SpinnmilbenDie Spinnmilbe ist eine winzige, etwa 0,5 Millimeter große Milbe, die vor allem auf Blattunterseiten lebt und dort feine Gespinste bildet. Befallene Blätter färben sich fahlgrün bis gelb und vertrocknen bei starkem Befall. sind etwa 0,5 mm groß, deshalb achte ich vor allem auf ihr Schadbild.
| Was du siehst | Kann hindeuten auf | Erster Schritt |
|---|---|---|
| Tiere an Blattunterseiten und Triebspitzen, gekräuselte oder verkrüppelte Blätter | Blattläuse | bei schwachem Befall mit einem Wasserstrahl abspritzen |
| gelblich-weiße Sprenkel auf den Blättern, teils feine Gespinste | Spinnmilben | befallene Blätter entfernen und weiter beobachten |
| abwischbarer weißlicher Belag auf der Blattoberseite | Echten Mehltau | erkrankte Blätter entfernen, betroffene Triebe zurückschneiden |
| grauer Belag auf faulenden Pflanzenteilen bei hoher Luftfeuchte | Grauschimmel | befallene Teile entfernen |
| Fraß vom Blattrand, silbrige Schleimspuren | Schnecken | Schnecken absammeln |
Echter Mehltau kann auch bei trockenwarmer Witterung auftreten. Ausreichender Pflanzabstand, gute Belichtung und Durchlüftung sowie das Vermeiden einer Stickstoffüberdüngung unterstützen die Vorbeugung. Ein sehr dichter Bestand begünstigt bei Beet- und Balkonpflanzen außerdem die Ausbreitung von Grauschimmel. Genug Abstand verbessert die Luftzirkulation, die Blätter trocknen schneller ab, und das Risiko feuchtebegünstigter Pilzkrankheiten sinkt. Ein großzügiger Pflanzabstand unterstützt also die Vorbeugung gegen beide Krankheiten zugleich. Den Platz planst du am besten vor dem Pflanzen, zum Beispiel mit dem Beetplaner für deine Beetaufteilung.
Verstecke und Überwinterungsmöglichkeiten im Garten fördern Nützlinge, die Blattläuse dezimieren. Bei unklaren Blattflecken und kümmernden Pflanzen kann eine Pflanzenprobe beim Pflanzenschutzdienst die Diagnose klären.
Kommt für dich nach Vorbeugung, Kontrolle und Schere doch ein Pflanzenschutzmittel infrage, nimm nur eines mit Zulassung für den Haus- und Kleingarten. Halte dich an die Gebrauchsanweisung, trag Schutzkleidung, beachte die Wartezeit und entsorge Reste sachgerecht. Solche Mittel können auch Nützlinge treffen.
Spinnenpflanze im Kübel: Was ändert sich beim Gießen und Düngen?
Die Spinnenblume eignet sich für Kübel, für kleine Balkonkästen ist sie wegen ihrer Größe nicht zu empfehlen. Für Cleome spinosa wird eine Wuchshöhe von 80 bis 100 cm angegeben. Welches Gefäß und welche Erde passen, zeigt der Ratgeber dazu, wie du die Spinnenblume auf dem Balkon in Kübel und Kasten setzt.
Gießen im Kübel
Im Kübel hängt der Gießbedarf von Wetter, Topfgröße und Gefäßmaterial ab, dazu von Sonne, Regen und Wind am Standort. Damit überschüssiges Wasser abfließen kann, müssen die Abzugslöcher offen bleiben. Beim Gießen feuchtest du das Substrat bis zum Topfboden durch. Wasser, das nach dem Gießen oder einem Regen im Untersetzer steht, gießt du weg.
Bei torffreier Erde kann die Oberfläche schon trocken sein, während es tiefer im Ballen noch nass ist. Prüf deshalb die Feuchte tiefer im Topf. Zusätzlich verrät dir das Gewicht beim Anheben, wie viel Wasser noch im Gefäß steckt. Eine dunkle Erdfarbe ist kein sicheres Zeichen für feuchte Erde. Hat sich ausgetrocknetes Substrat vom Topfrand gelöst, kannst du den Ballen durch Eintauchen wieder benetzen.
Für die Spinnenblume zählt das doppelt. Bei ‘Wasserspiel’ sind die Wurzeln empfindlich gegen Staunässe, und eine trockene Oberfläche kann einen nassen Ballen verdecken. Wer nur nach der Oberfläche gießt, riskiert also genau die Nässe, die diesen Wurzeln schadet.
Mehr Erdvolumen bedeutet einen größeren Wasserspeicher. In torffreien Gefäßkulturen kann das den raschen Wasserverlust an heißen Tagen abpuffern. Gegossen wird bevorzugt morgens und bei Bedarf zusätzlich abends, direkt im Wurzelbereich.
Wenn ich einen Kübel zum Prüfen anhebe, kippe ich ihn leicht und schaue dabei unter die Blätter. So verbinde ich Feuchteprobe und Schädlingskontrolle in einem Handgriff.
Düngen im Kübel
Setzt du die Spinnenpflanze in vorgedüngte Blumenerde, braucht sie gewöhnlich in den ersten 4 bis 6 Wochen keinen zusätzlichen Dünger. Im Gefäß sind Wurzelraum und Substratvorrat aber begrenzt, und die Erde wird mit dem Wachstum durchwurzelt und ausgelaugt. Auch in vorgedüngter torffreier Erde kann durch die Torfersatzstoffe zu wenig Stickstoff verfügbar sein. Nach der Anfangszeit beobachte ich deshalb Blattfarbe und Wachstum und dünge nach Bedarf.
Infrage kommen Langzeitdünger und flüssige VolldüngerEin Volldünger, auch NPK-Dünger genannt, enthält die drei Hauptnährstoffe Stickstoff, Phosphor und Kalium in einem Produkt. Häufig sind zusätzlich Magnesium, Kalzium oder Schwefel beigemischt. mit Haupt- und Spurennährstoffen. Mineralischen Langzeitdünger kannst du beim Pflanzen unter das Substrat mischen. DepotdüngerDepotdünger ist ein mineralischer Dünger, dessen Nährstoffe von einer Hüllschicht ummantelt sind. Durch diese Hülle werden sie nicht auf einmal, sondern langsam nach und nach freigesetzt. geben ihre Nährstoffe abhängig von Temperatur und Bodenfeuchtigkeit frei. Flüssigdünger gibst du nur auf bereits feuchte Erde, damit die Wurzeln keinen Schaden nehmen. Die Menge richtet sich nach der Dosierungsanweisung des jeweiligen Produkts.
Hohe Salzbelastung durch Überdüngung kann besonders bei Gefäßpflanzen Wurzeln absterben lassen und braune Blattränder verursachen. Nach einer Überdüngung wäschst du die Salze mit langsam fließendem Wasser bei freiem Ablauf aus. Bei SalzschädenSalzschäden sind Schäden an Pflanzen durch zu viel Salz im Boden oder Substrat, etwa nach zu hohen Düngergaben oder durch Streusalz. Typisch sind Blätter, die vom Rand her braun werden, und ein gehemmtes Wachstum. lässt sich die Erde im Gefäß auch austauschen. Eine kranke Kübelpflanze bekommt erst wieder Dünger, wenn sie sich erholt hat.
| Pflegepunkt | Im Beet | Im Kübel |
|---|---|---|
| Feuchte prüfen | Finger in die Erde stecken | tiefer im Ballen prüfen, Gewicht beim Anheben beachten |
| Gießen | durchdringend in größeren Abständen, morgens auf die Erde | bis zum Topfboden durchfeuchten, Untersetzer leeren |
| Düngen | nach Bodenuntersuchung, auf feuchten Boden | in vorgedüngter Erde gewöhnlich 4 bis 6 Wochen Pause, danach nach Bedarf und Packungsangabe |
| Winter | keine gesicherte Überwinterung | Versuch an einem kühlen, frostfreien Platz |
Kann man die Spinnenpflanze überwintern?
Cleome ist bei uns einjährig und nicht winterhart. Eine Überwinterung im Freiland oder eine mehrjährige Kultur gilt nicht als gesichert. Verlässlich erhältst du die Spinnenpflanze nur über Samen. Wer es trotzdem versuchen will, braucht eine Pflanze im Kübel und einen kühlen, frostfreien Platz.
In frei stehenden Gefäßen friert der Wurzelballen schneller durch als im Gartenboden. Für eine Pflanze, die nicht winterhart ist, bleibt der Kübel draußen deshalb kein Winterplatz: Er muss vor dem ersten Frost ins Quartier.
Vor dem Einräumen
Vor dem Einräumen kontrollierst du die Pflanze auf Schädlinge und stellst befallene Exemplare getrennt auf. Ich drehe dabei die Blätter um und schneide welke oder kranke Teile ab. Der Platz soll kühl und frostfrei sein.
Im Winterquartier
Auch im Quartier gieße ich nur nach Fingerprobe. Staunässe vermeidest du hier genauso, weil die Wurzeln empfindlich sind. Während einer echten Winterruhe wächst eine Kübelpflanze kaum und braucht deshalb kaum zusätzliche Nährstoffe. Ich dünge sie in dieser Zeit nicht.
Gelbe Blätter und Blattfall im Haus können durch Lichtmangel, Temperaturschwankungen oder WasserstressWasserstress bedeutet, dass eine Pflanze zu wenig Wasser bekommt. Bei Gehölzen zeigt er sich oft erst einige Monate später durch Blatt- oder Nadelfall, schwaches Wachstum und höhere Anfälligkeit für Schädlinge und Krankheiten. entstehen, nicht nur durch Nährstoffmangel. Abgestorbene Pflanzenteile entferne ich und halte die Blätter trocken. Beides gehört bei Zimmerpflanzen zur Vorbeugung gegen Grauschimmel.
Zurück nach draußen
Hat die Pflanze den Winter überstanden, stellst du sie zuerst tagsüber an einen halbschattigen, windgeschützten und warmen Platz. So gewöhnt sie sich an die Sonne draußen. Steht der Kübel schon vor Mitte Mai im Freien, braucht er bei drohendem Spätfrost Schutz.
Wie du die Spinnenpflanze über Stecklinge vermehrst und wann eine Teilung überhaupt infrage kommt, zeigt der Ratgeber zur Stecklingsvermehrung der Spinnenpflanze. Artübergreifendes zu Topf, Überwintern und Stecklingen findest du ebenfalls im Sommerblumen-Ratgeber. Für den Weg über Samen planst du die nächste Aussaat mit dem Aussaatkalender für Sommerblumen zum Ausdrucken.
Kübel vor dem ersten Frost an einen kühlen, frostfreien Platz bringen. Vorher auf Schädlinge kontrollieren und welke oder kranke Teile abschneiden. Nur nach Fingerprobe gießen und Staunässe vermeiden. Während der Winterruhe nicht düngen. Im Frühjahr erst halbschattig und windgeschützt aufstellen.




