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Geranien umweltfreundlich düngen: Hornspäne, Kompost und Jauche

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 8 Min.Von der samen.de Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Hornspäne sind ein langsam wirkender Stickstoffdünger und eignen sich als Grunddüngung in der Pflanzerde.
  • Kompost verbessert den Boden, deckt den Stickstoffbedarf von Geranien allein aber nicht zuverlässig.
  • Pflanzenjauche vor dem Gießen 1:10 mit Wasser verdünnen und nur auf feuchte Erde geben.
  • Kompost im Spätwinter oder Frühjahr ausbringen statt im Herbst, um Nitratauswaschung zu vermindern.
  • Im kühlen Winterquartier brauchen Geranien keinen Dünger.

Balkon-Geranien sind Starkzehrer und brauchen über den Sommer viele Nährstoffe. Umweltfreundlich düngen heißt deshalb nicht, weniger zu geben, sondern so zu düngen, dass keine Überschüsse ausgewaschen werden. Ich arbeite bei meinen Geranien mit drei Bausteinen: Hornspäne in der Pflanzerde, Kompost als Anteil im Substrat und selbst angesetzte Pflanzenjauche, die ich verdünnt auf feuchte Erde gieße. Dazu kommen ein paar Regeln, die Boden und Gewässer schonen: erst messen, Kompost zur richtigen Jahreszeit und eine echte Düngepause im Winter.

Kurz erklärt

Die Balkon-Geranien aus dem Handel gehören botanisch zur Gattung Pelargonium. Von den Storchschnäbeln, die botanisch Geranium heißen, sind sie zu unterscheiden. Alles hier gilt für Pelargonien, vor allem für Hänge- und Zonalpelargonien.

Geranien mit Hornspänen düngen

Hornspäne sind ein organischer Stickstoffdünger, dessen Nährstoffe nur langsam verfügbar werden. Bodenlebewesen müssen sie erst aufschließen, deshalb wirken sie langsamer als mineralische Dünger mit leicht löslichen Nährstoffen. Für Geranien eignen sie sich damit als Grunddüngung, die du beim Pflanzen unter die Erde mischst.

Zahl im Blick

Ein biologisches Pflegeschema für Geranien arbeitet mit einer Grunddüngung von 4 g Hornspänen je Liter Substrat. Mit dieser Grunddüngung ist in den ersten 2 bis 3 Wochen nach dem Pflanzen keine Zusatzdüngung vorgesehen.

Ich mische die Hornspäne beim Bepflanzen der Kästen gleichmäßig unter die Erde und notiere mir das Datum. So sehe ich später, ab wann eine Nachdüngung überhaupt infrage kommt.

Wie schnell die Hornspäne wirken, hängt vom Wetter ab. Bei Frost, Trockenheit und stauender Nässe ist die Freisetzung organischer Dünger gering. Feuchtwarme Bedingungen können dagegen starke Nährstoffschübe auslösen, und dann droht Auswaschung. Im Beet bringst du Hornspäne bereits im Frühjahr aus, möglichst auf feuchten Boden, damit die Nährstoffe gleich wirksam werden können.

Vorgedüngte und torffreie Erde

Pflanzt du in gekaufte, vorgedüngte Blumenerde, zählt deren Grunddüngung bei jeder weiteren Gabe mit. Auf der Verpackung prüfst du vor dem Nachdüngen, wie lange die enthaltene Versorgung reicht. Bei torffreier Erde kommt ein Punkt hinzu: Auch wenn sie vorgedüngt ist, können die Torfersatzstoffe dazu führen, dass zu wenig Stickstoff verfügbar ist. Weil Hornspäne genau diesen Nährstoff langsam nachliefern, kann eine Hornspan-Grunddüngung in torffreier Erde eine sinnvolle Ergänzung sein.

Kompost: guter Boden, aber zu wenig Stickstoff

Kompost ist mein Baustein für die Bodenstruktur. Er lockert schwere Böden und verbessert in leichten Böden die Speicherung von Wasser und Nährstoffen. Den Stickstoffbedarf von Geranien deckt Kompost allein aber nicht zuverlässig, sodass eine ergänzende Stickstoffdüngung nötig sein kann. Daraus ergibt sich eine Arbeitsteilung: Kompost verbessert den Boden, und die langsam verfügbaren Hornspäne liefern den Stickstoff.

Im Kasten und im Kübel gehört Kompost nur als Anteil in die Erde. Für Geranien, die im Regen stehen, wird ein leichtes Substrat mit höchstens 30 % Kompost und einem höheren Anteil faseriger Bestandteile empfohlen. Wie du die Erde auch torffrei oder selbst gemischt zusammenstellst, erklärt der Ratgeber darüber, welche Erde Geranien in jeder Lebensphase brauchen.

Im Beet gilt als allgemeine Garten-Faustzahl etwa 3 l Kompost je m² und Jahr. Eine artspezifische Düngeberechnung ersetzt dieser Richtwert nicht. Zeigt die Bodenprobe stark überhöhte Phosphor- oder Kaliumwerte, bringst du weniger Kompost aus. Den Zeitpunkt wählst du so, dass möglichst wenig Nitrat ausgewaschen wird: Kompost kommt im Spätwinter oder Frühjahr aufs Beet, nicht als pauschale Herbstgabe. Ich verteile ihn im Frühjahr auf dem abgetrockneten Beet und arbeite ihn nur leicht ein.

Pflanzenjauche selbst ansetzen

Pflanzenjauche ist ein Flüssigdünger, den du aus frischem Kraut selbst herstellst, zum Beispiel aus Brennnesseln. Du übergießt das Kraut mit Wasser und lässt den Ansatz gären, bis sich kein Schaum mehr bildet. Das Ende der Schaumbildung ist dein Zeichen, dass die Jauche fertig ist.

Mini-Checkliste

Setze 1 kg frisches Kraut mit 10 l Wasser an. Lass den Ansatz gären, bis sich kein Schaum mehr bildet. Verdünne die fertige Jauche vor dem Gießen 1:10 mit Wasser. Feuchte trockene Erde vorher mit reinem Wasser an. Gieße die verdünnte Jauche in den Wurzelbereich und nicht über die Blätter.

Wie viele Nährstoffe in deiner Jauche stecken, lässt sich nicht genau sagen. Der Gehalt schwankt mit der Pflanzenart, ihrem Zustand und dem Erntezeitpunkt. Deshalb gibt es für Pflanzenjauchen weder eine allgemein gültige Ausbringmenge noch eine feste Anwendungshäufigkeit. Entscheidend sind der Bedarf der Pflanze und die Nährstoffe, die schon im Boden vorhanden sind.

Ohne Langzeitdünger bekommen eingewurzelte, wachsende Geranien alle 10 bis 14 Tage einen flüssigen Volldünger. Eine Jauche mit schwankendem Gehalt ersetzt diesen Rhythmus nicht eins zu eins, deshalb richtest du dich bei ihr nach der Pflanze. Kräftig grüne Blätter und zügiges Wachstum zeigen eine gute Nährstoffversorgung an.

Ist die Erde trocken, gieße ich zuerst mit reinem Wasser an und gebe die verdünnte Jauche erst danach. Düngerlösung gehört bei Topfpflanzen nur auf feuchte Erde, damit die Wurzeln keinen Schaden nehmen. Bei großer Hitze und Trockenheit kommt Flüssigdünger ausschließlich auf vorher angefeuchtete Erde und nie über das Laub.

Und die Blattdüngung?

Über die Blätter dünge ich Geranien nicht. Hohe Luftfeuchtigkeit und lange nasse Pflanzenteile begünstigen bei Pelargonien Pilzkrankheiten, und eine Blattdüngung macht das Laub zwangsläufig nass. Wie Sommerblumen allgemein gegossen und gedüngt werden, auch über das Blatt, beschreibt der Überblick zum Gießen und Düngen von Sommerblumen.

Boden und Gewässer schonen

Erst messen, dann düngen

Im Beet beginnt umweltfreundliches Düngen mit einer Bodenuntersuchung. Die Untersuchung zeigt, ob der Boden mit Kalk und Nährstoffen unter- oder überversorgt ist. Eine Standarduntersuchung erfasst Phosphat, Kalium und den Kalkbedarf. Ist ein Nährstoff bereits sehr hoch versorgt, setzt du die Grunddüngung mit ihm aus.

Die Probe nimmst du nach der Saison und vor der nächsten Düngung, also zwischen Herbst und Frühjahr. Vor der Probenahme düngst du nicht. Du stichst an mehreren gleichmäßig verteilten Stellen Erde ab, gewöhnlich bis 30 cm tief, und beprobst unterschiedlich genutzte Flächen getrennt. Aus 10 bis 15 Einzelproben entsteht die Mischprobe für das Labor. Nach der Neuanlage ist eine Untersuchung alle 3 bis 5 Jahre vorgesehen.

Gekalkt wird nur, wenn der gemessene pH-Wert für die Bodenart zu niedrig liegt. Liegt er oberhalb des passenden Bereichs, kommen weder Kalk noch kalkhaltige Düngemittel aufs Beet. Das gilt auch für Algenkalk, der gern als natürlicher Dünger empfohlen wird.

Mythos-Check

Mehr Phosphat bringt mehr Blüten? Ein phosphatbetonter Blütendünger ist keine fachlich sinnvolle Pauschalstrategie, um die Blüte zu fördern. Ob dein Beet Phosphat braucht, zeigt die Bodenprobe.

Achtung

Holzasche gehört weder auf den Kompost noch direkt ins Beet, auch wenn sie aus naturbelassenem Holz stammt.

Mulchen im Geranienbeet

Eine Mulchdecke vermindert die Verdunstung aus dem Boden und seine Aufheizung. Organisches Mulchen baut wie Kompost und Gründüngung Humus auf und verbessert so die Wasseraufnahme und Wasserspeicherung des Bodens. Gesunden, unkrautsamenfreien Rasenschnitt bringst du angewelkt und in dünnen Schichten aus, damit er nicht verklebt oder schimmelt. Bei feuchtem Wetter und Schneckengefahr bleibt jede Mulchschicht dünn.

Häufiger Fehler

Rindenmulch zwischen Geranien. Stickstoffarme Mulchstoffe wie Stroh, Holz und Rinde können bei ihrer Zersetzung Stickstoff im Boden binden. Für Starkzehrer wie Geranien ist angewelkter Rasenschnitt deshalb die passendere Mulchauflage.

Winterpause und Grüneinsaat

Im Winterquartier bekommen Geranien keinen Dünger. Kühl, frostfrei und mit etwas Licht überwintert, brauchen sie während der Überwinterung keine Düngergaben. Hornspäne und mineralische Depotdünger gibst du auch im Herbst nicht mehr, weil sie ihre Nährstoffe verzögert freisetzen.

Ziehen die Geranien im Herbst aus dem Beet ins Winterquartier, bleibt die Fläche über Winter leer. Eine Grüneinsaat schützt solche geräumten Beete vor Abschwemmung und Nährstoffauswaschung und hält den Boden mit ihren Wurzeln locker.

Jetzt dran

Zwischen Herbst und Frühjahr, nach der Saison und vor der nächsten Düngung, ist die Zeit für die Bodenprobe im Geranienbeet. Die Geranien im Winterquartier bekommen ab jetzt keinen Dünger mehr.

Mit Regenwasser gießen

Gesammeltes Regenwasser ist weich und salzarm und eignet sich als umwelt- und pflanzenverträgliches Gießwasser. Ich gieße meine Geranienkästen mit Regenwasser aus der Tonne. Für Pelargonien ist das wichtig, weil salzbelastetes Gießwasser bei ihnen zunächst Welke und später braune Blätter und Wurzelschäden verursachen kann.

Hartes Wasser mit hoher Carbonathärte kann den pH-Wert im Substrat anheben und damit die Festlegung von Eisen begünstigen. Vergilben dann junge Blätter bei zunächst grünen Adern, kann das auf Eisenmangel hinweisen, obwohl Eisen vorhanden ist. In diesem Fall lohnt der Blick aufs Gießwasser mehr als zusätzlicher Dünger. Für die professionelle biologische Geranienkultur wird ein Substrat-pH von 5,8 bis 6,2 empfohlen.

Tropfbewässerung versorgt Pflanzen gezielt im Wurzelbereich und kann Wasser sparen. Feuchteabhängige Tropfsysteme arbeiten auch in herkömmlichen Balkonkästen und Kübeln nach der Substratfeuchte. Die Tropfer brauchen allerdings Schutz vor Verstopfen und Verkalken.

Überdüngung: was sie für die Umwelt bedeutet

Auch organische Dünger können bei übermäßiger Anwendung überdüngen. Was die Pflanze nicht aufnimmt, kann bei feuchtwarmem Wetter mit Nährstoffschüben ausgewaschen werden, und bei Pelargonien kann zu viel Dünger dieselben Schäden auslösen wie salzhaltiges Gießwasser. Wie viel Dünger Geranien brauchen und wie du eine Überdüngung erkennst und behebst, zeigt der Ratgeber darüber, wie viel Dünger Geranien vertragen.

Bedarf, Zeitpunkt und Mangelzeichen in Kürze

Im Kasten und im Kübel sind Wurzelraum und Erdvorrat begrenzt, deshalb wird die Erde mit dem Wachstum durchwurzelt und ausgelaugt. Woran du einen Mangel erkennst und welche Dünger Geranien für eine üppige Blüte versorgen, beschreibt ein eigener Ratgeber. Die Zeitpunkte im Jahreslauf findest du im Ratgeber darüber, wann du Geranien düngst.

Schwache Blüten allein belegen noch keinen Nährstoffmangel und rechtfertigen keine sofortige Düngergabe. Bei länger anhaltenden Temperaturen unter 10 °C legen Pelargonien keine neuen Blüten an, und Lichtmangel kann ihre Blütenknospen absterben lassen.

Bokashi, Wurmhumus und Pflanzenkohle

Neben Hornspänen, Kompost und Jauche begegnen dir weitere Methoden: Bokashi aus fermentierten Küchenabfällen, Wurmhumus aus der Wurmkiste, Pflanzenkohle und Terra-Preta-Mischungen, Mykorrhiza-Präparate oder Effektive Mikroorganismen. In meinen Kästen setze ich sie deshalb nicht ein.

Wenn du eine davon ausprobierst, gelten die Grundregeln organischer Düngung weiter. Bodenlebewesen müssen die Nährstoffe erst aufschließen, die Freisetzung hängt von der Witterung ab, und auch organisches Material kann überdüngen. Fang mit einem einzelnen Kasten an und notiere Datum, Menge und Blattbild, dann kannst du ihn mit den übrigen Kästen vergleichen.

Erdlose Kulturen wie Hydroponik oder Aquaponik gehören nicht zu meiner Geranienpflege. Alles hier bezieht sich auf Erde im Kasten, im Kübel oder im Beet.

Alle Werte auf einen Blick

Maßnahme Wert Gilt für
Hornspäne als Grunddüngung 4 g je Liter Substrat biologisches Pflegeschema für Geranien
Zeit ohne Zusatzdüngung 2–3 Wochen nach dem Pflanzen nach dieser Hornspan-Grunddüngung
Vorgedüngte Blumenerde im Regelfall 4–6 Wochen ohne Zusatzdünger frisch eingetopfte Kübelpflanzen in ausreichend vorgedüngter Erde
Flüssiger Volldünger alle 10–14 Tage eingewurzelte, wachsende Geranien ohne Langzeitdünger
Pflanzenjauche ansetzen 1 kg frisches Kraut auf 10 l Wasser allgemeine Garten-Pflanzenjauche
Pflanzenjauche ausbringen 1:10 mit Wasser verdünnt Wurzelbereich
Kompost im Substrat höchstens 30 % leichtes Substrat für Geranien im Regen
Substrat-pH 5,8–6,2 professionelle biologische Geranienkultur
Kompost im Beet etwa 3 l/m² pro Jahr allgemeine Faustzahl, weniger bei stark überhöhten Phosphor- oder Kaliumwerten
Bodenprobe 10–15 Einzelproben, rund 500 g je Nutzungsbereich, gewöhnlich bis 30 cm Tiefe
Bodenuntersuchung alle 3–5 Jahre nach der Neuanlage
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Häufige Fragen

Wie oft sollten Geranien gedüngt werden?
Ohne Langzeitdünger bekommen eingewurzelte, wachsende Geranien alle 10 bis 14 Tage einen flüssigen Volldünger. Ein biologisches Pflegeschema mischt beim Pflanzen 4 g Hornspäne je Liter Substrat unter. Mit dieser Grunddüngung ist in den ersten 2 bis 3 Wochen nach dem Pflanzen keine Zusatzdüngung vorgesehen. Während der kühlen Überwinterung brauchen Geranien gar keinen Dünger.
Welche organischen Dünger eignen sich für Geranien?
Hornspäne liefern Stickstoff langsam nach und eignen sich als Grunddüngung in der Pflanzerde. Kompost lockert schwere Böden und hilft leichten Böden, Wasser und Nährstoffe zu speichern, deckt den Stickstoffbedarf von Geranien allein aber nicht zuverlässig. Selbst angesetzte Pflanzenjauche wird 1:10 mit Wasser verdünnt in den Wurzelbereich gegossen, ihr Nährstoffgehalt schwankt jedoch mit Pflanzenart, Zustand und Erntezeitpunkt.
Wie stellt man Brennnesseljauche als Dünger für Geranien her?
Für eine Brennnesseljauche nimmst du 1 kg frisches Kraut. Du übergießt es mit 10 l Wasser und lässt den Ansatz gären, bis sich kein Schaum mehr bildet. Vor dem Gießen verdünnst du die Jauche 1:10 mit Wasser und gibst sie auf feuchte Erde in den Wurzelbereich. Eine allgemein gültige Menge oder Häufigkeit gibt es nicht, weil der Nährstoffgehalt selbst angesetzter Jauchen schwankt und Pflanzenbedarf und Bodenvorrat entscheiden.
Wie unterscheidet sich die Düngung von Geranien in Kübeln und im Beet?
Im Kübel oder Kasten sind Wurzelraum und Erdvorrat begrenzt, deshalb wird das Substrat mit dem Wachstum durchwurzelt und ausgelaugt. Wie lange die Vordüngung gekaufter Erde reicht, steht auf der Verpackung, und danach richtet sich der Beginn der Nachdüngung. Im Beet zeigt eine Bodenuntersuchung, welche Nährstoffe fehlen, und bei sehr hoher Versorgung mit einem Nährstoff entfällt die Grunddüngung damit. Kompost bringst du im Beet im Spätwinter oder Frühjahr aus, damit weniger Nitrat ausgewaschen wird.
Warum ist der pH-Wert bei der Geranien-Düngung wichtig?
Ein zu hoher pH-Wert kann die Eisenaufnahme blockieren, obwohl Eisen vorhanden ist, und gelbe junge Blätter mit zunächst grünen Adern können darauf hinweisen. Hartes Gießwasser mit hoher Carbonathärte begünstigt einen pH-Anstieg im Substrat. Regenwasser ist weich und salzarm und eignet sich deshalb als Gießwasser. Für die professionelle biologische Geranienkultur wird ein Substrat-pH von 5,8 bis 6,2 empfohlen.
Wie führt man eine Bodenanalyse für Geranien durch?
Für ein Geranienbeet stichst du an mehreren gleichmäßig verteilten Stellen Erde ab, gewöhnlich bis 30 cm tief. Aus 10 bis 15 solchen Einzelproben mischst du eine Probe für das Labor. Genommen wird sie vor dem Düngen zwischen Herbst und Frühjahr, getrennt für jeden Nutzungsbereich. Die Standarduntersuchung erfasst Phosphat, Kalium und den Kalkbedarf und zeigt damit, ob und womit überhaupt gedüngt werden muss.
Stimmt es, dass chemische Dünger immer besser wirken als organische?
Nein, mineralische und organische Dünger wirken unterschiedlich. Mineralische Dünger enthalten überwiegend leicht lösliche Nährstoffe und wirken deshalb schneller. Organische Dünger müssen erst von Bodenlebewesen aufgeschlossen werden und geben ihre Nährstoffe langsamer und abhängig von der Witterung frei. Auch sie können bei übermäßiger Anwendung den Boden überdüngen.
Wie beeinflusst der Humusaufbau die Nährstoffversorgung von Geranien?
Humusaufbau durch Kompost, Gründüngung oder organisches Mulchen verbessert die Wasseraufnahme und die Wasserspeicherung des Bodens. Kompost lockert außerdem schwere Böden und verbessert in leichten Böden die Speicherung von Wasser und Nährstoffen. Den Stickstoffbedarf von Geranien deckt Kompost allein aber nicht zuverlässig, deshalb kann eine ergänzende Stickstoffdüngung nötig sein.
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