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Nelken für Insekten: Welche Arten Faltern und Bienen etwas bieten

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 10 Min.Von der samen.de Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Bei Kartäuser-Nelke und Landnelke stehen Falter als Blütenbesucher im Vordergrund.
  • Die Kartäuser-Nelke liefert Nektar für Schmetterlinge mit langem Saugrüssel und dient heimischen Faltern als Raupenfutterpflanze.
  • Stark gefüllte Blüten bieten Insekten häufig nur sehr wenig oder keine Nahrung, deshalb gehören ungefüllte Sorten ins Insektenbeet.
  • Partner wie Schafgarbe, Wiesen-Margerite und Glockenblumen bringen Wildbienen und Schwebfliegen ins Nelkenbeet.
  • Kartäuser-Nelke und Heide-Nelke brauchen gegensätzliche Böden: Die eine wächst auf kalkreichem Halbtrockenrasen, die andere meidet Kalk.
  • Offene Bodenstellen, Stein- und Holzhaufen und stehen gelassene Stängel ergänzen die Blüten um Nist- und Überwinterungsplätze.
Nahaufnahme von leuchtend rosa Nelken mit ihren charakteristischen, gekräuselten Blütenblättern und grünem Laub
Foto: Eve . · Pexels License · Quelle ↗

Wenn ich im Sommer an meinem Nelkenbeet stehe, schaue ich zuerst, wer auf den Blüten landet. Die Frage, ob Nelken bienenfreundlich sind, lässt sich nämlich nicht mit einem schlichten Ja beantworten. Bei der Kartäuser-Nelke und der Landnelke stehen Falter als Besucher im Vordergrund. Bienen holst du dir vor allem über ungefüllte Sorten und passende Nachbarn ins Beet.

Sind Nelken bienenfreundlich?

Für Nelken spricht vor allem ihr Wert für Schmetterlinge. Bei der Kartäuser-Nelke liegt der Nektar tief in den Blütenröhren, erreichbar ist er für Schmetterlinge mit langem Saugrüssel. Eine Untersuchung zur Biodiversität im Stadtgrün passt dazu: An der Kartäuser-Nelke wurden während der Beobachtungszeit ausschließlich Schmetterlinge als Blütenbesucher erfasst. Auch Landnelken beschreibt ein Hochschul-Artprofil als Pflanzen, die von Tag- und Nachtfaltern bestäubt werden.

Bienenfreundlich wird ein Nelkenbeet trotzdem, nur eben nicht durch die Nelken allein. Dieselbe Stadtgrün-Untersuchung erfasste an der Gewöhnlichen Schafgarbe Fliegen, Schwebfliegen, Schmetterlinge und Wildbienen. Setzt du also eine Schafgarbe neben die Kartäuser-Nelke, ergänzt du das Falterangebot um eine Blüte, die auch Wildbienen und Schwebfliegen nutzen. Hinzu kommt die Blütenform, denn stark gefüllte Blüten bieten Insekten häufig nur sehr wenig oder keine Nahrung.

Mythos-Check

„Nelken sind Bienenmagnete.“ Bei Kartäuser-Nelke und Landnelke sind Falter die Besucher, mit denen du rechnen kannst. Wildbienen versorgst du im Nelkenbeet über Partner wie Schafgarbe oder Wiesen-Margerite, an denen sie Nahrung finden.

Welche Insekten finden an Nelken Nahrung?

Tagfalter und Nachtfalter

Falter sind an Nelken die Gäste, auf die du am ehesten zählen kannst. Ihr langer Saugrüssel reicht bis zum Nektar, der bei der Kartäuser-Nelke tief in der Blütenröhre sitzt. Zugleich versorgt die Kartäuser-Nelke die nächste Generation, denn sie dient heimischen Faltern als Raupenfutterpflanze. Fraßspuren an ihren Blättern können also von Raupen stammen, die genau dorthin gehören.

Landnelken werden von Tag- und Nachtfaltern bestäubt, ihr Nutzen reicht damit bis in die Dämmerung. Ich gehe darum auch abends noch einmal am Beet entlang und schaue, wer an den Blüten sitzt.

Wildbienen, Hummeln und Schwebfliegen

Für Hummeln, Wildbienen und Schwebfliegen ergänzt du die Nelken um Nachbarn, an denen diese Gruppen Nahrung finden. Die Blüten des Echten Leinkrauts nutzen insbesondere Hummeln als Nahrungsquelle. Die Wiesen-Margerite bietet Wildbienen, Schwebfliegen und Schmetterlingen Nahrung. An der Schafgarbe wurden in der Stadtgrün-Untersuchung neben Wildbienen auch Fliegen und Schwebfliegen erfasst. Glockenblumen schließlich lassen sich gezielt als Nahrungspflanzen für Scherenbienen einsetzen.

Kurz erklärt

Pollen dient Bienen als Aufbaunahrung, Nektar liefert ihnen Energie. Für eine bienenfreundliche Pflanzung sind offene, ungefüllte Blüten deshalb ein wichtiges Auswahlmerkmal.

Gefüllt oder ungefüllt: worauf du beim Kauf achtest

Bei gefüllten Blüten können Staub- und Fruchtblätter ihre ursprüngliche Funktion verlieren. Wer für Insekten pflanzt, meidet stark gefüllte Blüten deshalb und nimmt zugängliche Blüten mit Nahrungsangebot. Unter den Landnelken trägt zum Beispiel die ‘Grenadin Mischung’ gefüllte Blüten in Weiß-, Creme-, Rosa- und Rottönen. Noch weiter geht die Bartnelken-Züchtung ‘Green Ball’, die einen grünen Ball ohne echte Blüten bildet.

Bei Sommerblumen für die Lücken gilt dasselbe. Ungefüllte Sorten der Sommeraster werden als Nahrungsangebot für zahlreiche Insekten empfohlen. Die dichtgefüllte ‘Pompon Mischung’ ist dagegen als nicht nützlingsfreundlich ausgewiesen.

Marias Erfahrung

Vor dem Kauf schaue ich jeder Nelke in die Blütenmitte. Sehe ich dort Staubblätter, kommt sie mit, dicht gefüllte Blütenköpfe lasse ich stehen.

Welche Nelkenarten bieten Insekten am meisten?

Die Gattung Dianthus ist groß, für ein Insektenbeet reicht aber der Blick auf wenige Arten. Entscheidend sind drei Fragen: Wer nutzt die Blüte, welcher Boden passt, und blüht die Sorte offen? Die Übersicht zeigt, was du je Art erwarten kannst.

Art Nutzen für Insekten Boden Gut zu wissen
Kartäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum) Nektar für Schmetterlinge mit langem Saugrüssel, Raupenfutter heimischer Falter warm, kalkreich, nährstoffarm Wildart der Halbtrockenrasen
Heide-Nelke (Dianthus deltoides) Blüte von Juni bis September nährstoffarmer Sand- oder Silikatboden, kalkmeidend Wildart der Sand- und Silikatmagerrasen
Garten- und Landnelke (Dianthus caryophyllus) bestäubt von Tag- und Nachtfaltern feucht, gut durchlässig, grobkörnig, humusreich gefüllte Sorten wie ‘Grenadin Mischung’ meiden
Bartnelke (Dianthus barbatus) Wert hängt an der Sorte, ‘Green Ball’ bildet keine echten Blüten frischer, durchlässiger, nährstoffreicher Lehm zweijährig kultiviert, Hauptblüte im Sommer des zweiten Jahres
Feder-Nelke (Dianthus plumarius) Blüte von Mai bis Juli durchlässig, nährstoffarm, mineralisch; Kalk günstig, nicht zwingend im Garten keine zusätzliche Düngung nötig

Kartäuser-Nelke: Nektar und Raupenfutter in einer Pflanze

Wer Faltern etwas bieten will, fängt bei der Kartäuser-Nelke an. Sie liefert Nektar für Schmetterlinge mit langem Saugrüssel und dient zugleich heimischen Faltern als Raupenfutterpflanze. Von Natur aus wächst sie auf warmen, kalkreichen und nährstoffarmen Halbtrockenrasen. Im Garten bekommt sie darum einen sonnigen, mageren Platz statt eines gut versorgten Staudenbeets.

Heide-Nelke: lange Blüte auf Sand

Die Heide-Nelke blüht von Juni bis September und hält das Blütenangebot damit über den ganzen Sommer offen. Sie meidet Kalk und wächst auf nährstoffarmen Sand- und Silikatstandorten, unter anderem in Sandtrockenrasen und Silikatmagerrasen. Neben die Kartäuser-Nelke passt sie deshalb schlecht: Die eine wächst auf kalkreichem Halbtrockenrasen, die andere meidet Kalk. Willst du beide, gib ihnen getrennte Beetbereiche mit jeweils passendem Boden. Bevor ich eine der beiden setze, messe ich den pH-Wert des Bodens mit einem einfachen Streifentest.

Garten- und Landnelke: ungefüllt fürs Insektenbeet

Landnelken werden von Tag- und Nachtfaltern bestäubt und gehören damit ebenfalls zu den Falterpflanzen. Im Sortiment stehen aber auch gefüllt blühende Sorten, die du für ein Insektenbeet besser meidest. Anders als die Wildnelken der Magerrasen bevorzugen Landnelken feuchten, gut durchlässigen und grobkörnigen Boden mit hohem Humusanteil.

Bartnelke: Die Sorte entscheidet

Bei der Bartnelke hängt der Wert für Insekten an der Sorte. ‘Green Ball’ bildet keine echten Blüten und scheidet damit aus, greif lieber zu einer einfach blühenden Mischung wie ‘Einfachblühende Mischung’. Zweijährig kultivierte Bartnelken haben ihre Hauptblüte im Sommer des zweiten Jahres, die ‘Einfache Prachtmischung’ etwa blüht dann von Juni bis August. Sie gedeihen an sonnigen Plätzen mit frischem, durchlässigem und nährstoffreichem Lehmboden. Mehr dazu, wie sich Bartnelken mit heimischen Partnern und Insektenhabitaten in den Naturgarten einfügen, findest du im eigenen Ratgeber.

Feder-Nelke und Pfingstnelke

Die Feder-Nelke blüht von Mai bis Juli, als Mischung erreicht sie mit Blüten etwa 50 cm. Sie braucht einen durchlässigen, nährstoffarmen und mineralischen Boden, Kalk ist günstig, aber nicht zwingend. Zusätzlich düngen musst du sie im Garten nicht. Die Pfingstnelke ‘Badenia’ bleibt an sonnigen, trockenen Standorten bei etwa 10 cm Höhe. Achte bei beiden auf Sorten mit offener, ungefüllter Blüte.

Wie pflanzt du Nelken insektenfreundlich zusammen?

Eine einzelne Nelkenart versorgt nur einen Teil der Insekten, erst eine Mischung kann Falter, Wildbienen, Hummeln und Schwebfliegen gemeinsam versorgen. Damit die Pflanzung stabil und pflegeleicht bleibt, wählst du Partner mit ähnlichen Ansprüchen an Boden, Feuchtigkeit, Nährstoffe und Licht. Für Nelken ergeben sich daraus zwei Beettypen: ein trockenes, mageres Beet für Kartäuser-, Heide- und Feder-Nelke und ein frischeres Beet auf humosem bis nährstoffreichem Boden für Bart- und Landnelke. Im mageren Beet trennst du außerdem die Kartäuser-Nelke der Kalkrasen von der kalkmeidenden Heide-Nelke.

Diese Partner ergänzen Nelken um weitere Blütenbesucher:

Partner Wer die Blüten nutzt Standort
Gewöhnliche Schafgarbe Fliegen, Schwebfliegen, Schmetterlinge, Wildbienen sonnige Beete mit normaler Gartenerde
Rundblättrige Glockenblume Glockenblumen dienen Scherenbienen als Nahrungspflanzen Sand- und Halbtrockenrasen, Silikatmagerrasen
Lavendel zählt zu den sommerblühenden Bienenpflanzen sonnig, warm, trocken, mager, luftig
Koreanische Minze (Agastache rugosa) Bienen und Schmetterlinge sonnig, trockenheitstolerant, etwa 80 bis 100 cm hoch
Kokardenblume zählt zu den Bienenpflanzen, ‘Gusto’ und ‘SpinTop’ besonders attraktiv für Insekten vollsonnig, guter Wasserabzug
Echtes Leinkraut insbesondere Hummeln sonnig, lehmiger Boden, breitet sich durch Ausläufer aus
Gemeine Nachtkerze überwiegend Nachtfalter sonnig, trocken, sandig bis lehmig, nicht übermäßig nährstoffreich
Wiesen-Margerite Wildbienen, Schwebfliegen, Schmetterlinge mäßig nährstoffreich, feucht, gut drainiert
Indianernessel zählt zu den Bienenpflanzen, ‘Pardon My Rose’ und ‘Electric Neon Pink’ mit besonders intensivem Insektenbeflug feucht und gut durchlässig
Mädchenauge ‘Pink Lady’ von Wildbienen bevorzugt besucht vollsonnig, durchlässig, leicht lehmig, nährstoffreich

Partner für das trockene, magere Beet

Für trocken stehende Nelken sind Kräuter eine geeignete Partnergruppe. Kriechender Thymian eignet sich für sonnige, leichte Böden, und der Sand-Thymian ‘Coccineum’ bildet flache Matten mit purpurroten Blüten. Echter Salbei erreicht an sonnigen Standorten etwa 30 bis 50 cm. Lavendel braucht einen trockenen, mageren und luftigen Standort, wie ihn auch Kartäuser- und Feder-Nelke mögen. Koreanische Minze und Kokardenblume bringen zusätzliche Bienennahrung ins Beet und vertragen beide Trockenheit, die Kokardenblume nach dem Einwachsen.

Die Heide-Nelke bekommt sogar einen Partner aus ihrem eigenen Lebensraum. Die Rundblättrige Glockenblume kommt wie sie in Silikatmagerrasen vor, und Glockenblumen lassen sich gezielt als Nahrungspflanzen für Scherenbienen einsetzen. Mit diesem Paar versorgst du auf demselben kargen Boden also auch Scherenbienen, ohne die Erde umzubauen.

Wer die Abendstunden mitdenkt, setzt die Gemeine Nachtkerze dazu. Sie wird überwiegend von Nachtfaltern bestäubt und mag sonnige Plätze mit trockenen, sandigen bis lehmigen und nicht übermäßig nährstoffreichen Böden. Rechne bei ihr mit Selbstaussaat und Ausbreitung.

Partner für das frischere Beet mit Bart- und Landnelke

Bart- und Landnelke stehen lieber auf frischem, humosem bis nährstoffreichem Boden. Hier passt die Wiesen-Margerite, die mäßig nährstoffreichen, feuchten und gut drainierten Boden mag und Wildbienen, Schwebfliegen und Schmetterlingen Nahrung bietet. Indianernesseln gehören bei der Bayerischen Gartenakademie zu den sommerblühenden Bienenpflanzen. In einer LWG-Leistungsprüfung fielen die Sorten ‘Pardon My Rose’ und ‘Electric Neon Pink’ durch besonders intensiven Insektenbeflug auf. Beim Mädchenauge zählte ‘Pink Lady’ in einer Gartenleistungsprüfung zu den Sorten, die Wildbienen bevorzugt besuchten. Es braucht einen vollsonnigen Platz auf durchlässigem, leicht lehmigem und nährstoffreichem Boden ohne Staunässe.

Blüten über die ganze Saison staffeln

Eine artenreiche Staudenpflanzung mit unterschiedlichen Blütezeiten verlängert das Blütenangebot für Insekten. Die Nelken decken dabei den Sommer ab: Die Feder-Nelke blüht von Mai bis Juli, die Heide-Nelke von Juni bis September. Davor versorgen Krokusse, Lungenkraut, Winterling und Schneeglöckchen die Insekten im Frühjahr. Danach übernehmen Astern, ungefüllte Dahlien und Herbstkrokusse, die Myrten-Aster ‘Schneetanne’ etwa blüht von September bis November. Die Wiesen-Margerite blüht von Mai bis Oktober und überbrückt damit einen großen Teil der Saison.

Für standortgerecht zusammengestellte Staudenmischpflanzungen liegt die Orientierung bei 7 bis 10 Pflanzen/m². Wie dicht du am Ende pflanzt, hängt vom Standort und von der gewünschten Wirkung ab. Deine Mischung kannst du vorher im Beetplaner Fläche für Fläche skizzieren.

Mini-Checkliste

  • sonniger Platz für alle Nelken
  • Bodentyp klären, kalkreiche und kalkarme Arten trennen
  • nur offene, ungefüllte Blüten
  • Partner für Wildbienen, Hummeln und Schwebfliegen
  • frühe und späte Blüher für die Zeit vor und nach den Nelken
  • offene Bodenstellen und dürre Stängel als Nistplätze

Wie wird aus dem Nelkenbeet ein kleines Ökosystem?

Blüten allein reichen den Insekten nicht. Ein Insektengarten braucht auch Nist- und Überwinterungsmöglichkeiten, zum Beispiel offene Bodenstellen sowie Stein- und Holzhaufen. Je nach Art nisten Wildbienen in offenen oder spärlich bewachsenen Bodenstellen, in Hohlräumen oder in Pflanzenstängeln. Am Nelkenbeet lässt du deshalb zwischen den Pflanzen einige offene, sandige Stellen frei. In eine Ecke kommt ein Stein- oder Holzhaufen, denn auch Totholz ergänzt eine Blütenpflanzung um Brut- und Rückzugsräume.

Tipp

Plane Stein- und Holzhaufen schon beim Anlegen des Beets ein. In eingewachsenen Staudenpflanzungen wird nicht mehr gehackt, weil das die obere Wurzelschicht zerstört.

Auch die Stängel haben eine Aufgabe. Ein Teil der dürren Staudenstängel kann ganzjährig stehen bleiben und Insekten weiterhin Unterschlupf bieten. Ich lasse am Rand des Nelkenbeets eine Gruppe dürrer Stängel das ganze Jahr über stehen und schneide die übrigen erst im Spätwinter.

Kompost liefert neben organischer Substanz auch Nährstoffe, und bei Polster- und Wildstauden ist eine Kompostgabe zur Anreicherung des kargen Bodens nicht sinnvoll. Die Kartäuser-Nelke stammt von nährstoffarmen Halbtrockenrasen, Kompost an ihrem Fuß würde also genau den Boden anreichern, den sie mager braucht. Meine Wildnelken bekommen darum keinen Kompost.

Anbau, Pflege und Standort in Kürze

Viele Nelken ziehst du aus Samen, und wann welche Art an der Reihe ist, zeigt dir der Aussaatkalender für Stauden und Ziergräser zum Ausdrucken. In die Küche kommen nur sicher bestimmte, unbehandelte Blüten wie die Blütenblätter der Feder-Nelke, mit Pflanzenschutzmitteln behandelte Blüten aus dem Zierpflanzenhandel isst du nicht. Welche Nelkenarten es gibt und wie du Nelken anbaust, pflegst und verwendest, beschreibt ein eigener Ratgeber.

Nelken bevorzugen einen sonnigen Standort, und eine routinemäßige Düngung ist bei ihnen nicht grundsätzlich erforderlich. Schneidest du verwelkte Nelkentriebe zurück, schaffst du Platz für neue Blüten. Rückschnitt, Winterschutz und Mulch erklärt der Überblick zur Pflege von Stauden im Jahreslauf.

In einseitig betrachteten Beeten stehen höhere Leitstauden hinten und niedrige Pflanzen vorne, flache Nelken wie die Pfingstnelke ‘Badenia’ also am Rand. Nach Farbe, Struktur und Jahreszeit geplant, wird daraus ein eigenes Thema: wie du Nelken im Staudenbeet zu einem harmonischen Bild kombinierst.

Beim Boden reichen die Ansprüche der Nelken von magerem Sand über kalkreiche Magerrasen bis zu frischem, nährstoffreichem Lehm. Welcher Platz in Beet, Steingarten oder Kübel zu deiner Nelke passt, liest du im Ratgeber dazu, wie du den richtigen Standort für Nelken wählst.

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Häufige Fragen

Was macht Nelken zu wichtigen Pflanzen für die Biodiversität im Garten?
Nelken wie die Kartäuser-Nelke versorgen vor allem Falter: Ihr Nektar liegt tief in den Blütenröhren und ist für Schmetterlinge mit langem Saugrüssel erreichbar. Dieselbe Art dient heimischen Faltern außerdem als Raupenfutterpflanze. Ihren vollen Wert entfalten Nelken in einer artenreichen Pflanzung mit unterschiedlichen Blütezeiten, ergänzt um offene Bodenstellen sowie Stein- und Holzhaufen als Nist- und Überwinterungsplätze.
Welche Rolle spielen Dianthus-Arten als Nektarquelle für Bestäuber?
Bei Kartäuser-Nelke und Landnelke stehen Falter als Bestäuber im Vordergrund. In einer Untersuchung zur Biodiversität im Stadtgrün wurden an der Kartäuser-Nelke während der Beobachtungszeit ausschließlich Schmetterlinge als Blütenbesucher erfasst. Landnelken werden von Tag- und Nachtfaltern bestäubt. Für Wildbienen und Schwebfliegen ergänzt du Nelken deshalb mit Partnern wie der Gewöhnlichen Schafgarbe oder der Wiesen-Margerite.
Worin unterscheiden sich Gartennelken von Wildblumen-Nelkenarten?
Wildarten wie Kartäuser-Nelke und Heide-Nelke wachsen auf nährstoffarmen Standorten, die Kartäuser-Nelke auf kalkreichen Halbtrockenrasen, die kalkmeidende Heide-Nelke unter anderem in Sandtrockenrasen. Unter den Gartensorten gibt es dagegen gefüllt blühende wie die Landnelke 'Grenadin Mischung'. Stark gefüllte Blüten bieten Insekten häufig nur sehr wenig oder keine Nahrung, für ein Insektenbeet nimmst du deshalb Wildarten oder ungefüllte Sorten.
Welche Gartenpflege benötigen Bienenpflanzen wie Dianthus während der Blütezeit?
Schneide verwelkte Nelkentriebe zurück, denn das schafft Platz für neue Blüten. Gegossen wird bei Bedarf möglichst morgens direkt im Wurzelbereich, ohne die Blätter zu benetzen. Eine routinemäßige Düngung brauchen Nelken nicht grundsätzlich, die Feder-Nelke kommt im Garten ohne zusätzliche Düngung aus.
Stimmt es, dass Nelken schwer zu pflegen sind?
Nein, wenn Standort und Boden zur Art passen. Nelken bevorzugen einen sonnigen Platz, beim Boden gehen die Arten aber auseinander. Die Heide-Nelke meidet Kalk, die Feder-Nelke will einen durchlässigen, nährstoffarmen und mineralischen Boden, und Bartnelken gedeihen auf frischem, nährstoffreichem Lehm. Wähle die Nelke deshalb nach deinem Boden aus, statt den Boden an die Nelke anzupassen.
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