Sind Margeriten bienenfreundlich? Was sie Bienen und Schmetterlingen bieten
- Die Wiesen-Margerite bietet Wildbienen, Schwebfliegen und Schmetterlingen Nahrung.
- Einfach blühende Sorten wählen, denn stark gefüllte Blüten bieten Insekten häufig nur sehr wenig Nahrung.
- Blütezeit von Mai bis Oktober, Standort sonnig bis halbschattig.
- Ein Teil der dürren Stängel darf stehen bleiben und bietet Insekten Unterschlupf.
- Margeriten sind Lichtkeimer und werden von März bis Juli höchstens etwa 0,5 cm tief gesät.
- In der Wiese nicht düngen, denn Düngung kann Wiesen-Margeriten aus dem Bestand verdrängen.

Wenn ich Margeriten für ein Insektenbeet aussuche, schaue ich zuerst in die Mitte der Blüte. Ist sie gelb und offen, finden Wildbienen, Schwebfliegen und Schmetterlinge dort Nahrung. Ist die Blüte dicht gefüllt, bleibt für sie häufig nur sehr wenig übrig. Dieser eine Blick entscheidet mit darüber, ob deine Margeriten den Insekten helfen oder vor allem hübsch aussehen.
Sind Margeriten bienenfreundlich?
Ja, und zwar vor allem die heimische Wiesen-Margerite. Sie bietet Wildbienen, Schwebfliegen und Schmetterlingen Nahrung und gilt als Nahrungsquelle für Nützlinge und Insekten. Ihre Blütezeit reicht von Mai bis Oktober. Damit steht sie über einen großen Teil der Gartensaison als Futterpflanze im Beet.
Bienen holen sich an Blüten zwei Dinge: Pollen dient ihnen als Aufbaunahrung, Nektar liefert Energie. Beides nützt ihnen nur, wenn sie auch herankommen. Offene, ungefüllte Blüten sind deshalb ein wichtiges Auswahlmerkmal für bienenfreundliche Pflanzungen. Bei gefüllten Blüten können Staub- und Fruchtblätter ihre ursprüngliche Funktion verlieren.
„Weiß mit gelber Mitte, also bienenfreundlich.“ Das gilt nur für einfach blühende Margeriten. Stark gefüllte Blüten bieten Insekten häufig nur sehr wenig oder keine Nahrung, auch wenn sie die typischen Margeritenfarben tragen.
Welche Margeriten Insekten nützen: ein kurzer Sortenblick
Im Handel findest du beide Blütenformen. Die Sorte ‘Maikönigin’ blüht einfach, ‘Christine Hagemann’ bildet gefüllte Blüten. Für ein Insektenbeet ist deshalb die einfach blühende ‘Maikönigin’ die passendere Wahl.
Nicht jede Pflanze mit „Margerite“ im Namen ist eine Leucanthemum. Die Strauchmargerite Argyranthemum frutescens braucht ein helles Winterquartier um 10 °C. Dort steht sie frostfrei und bekommt nur wenig Wasser. Für Topf und Terrasse erfährst du im Ratgeber, wie du Margeriten im Kübel pflegst und überwinterst. Die ‘Robinson Mischung’ gehört botanisch zu Tanacetum coccineum. Sie ist mehrjährig, winterhart und trockenheitstolerant.
Weitere Wild- und Zuchtformen stellt der Kultur-Ratgeber vor, der auch zeigt, wie du Margeriten ins Beet pflanzt, ihre Ausbreitung zügelst und sie vor Schädlingen schützt.
Empfehlungen für den Garten
Standort und Boden
- Standort
Geeignet ist mäßig nährstoffreicher, feuchter, gut durchlässiger Boden. Sonne oder Halbschatten sind geeignet; gegebenenfalls stützen.
- Bodenart
Kalkhaltige, tonige, lehmige, sandige Böden sind geeignet.
- Bodenreaktion
Saure, alkalische, neutrale Böden sind geeignet.
- Substrat
Geeignet ist mäßig nährstoffreicher, feuchter, gut drainierter Boden.
- Anbauort
Die Pflanze eignet sich für eine sommerblühende Gartenwiese.
Pflege
- Pflege
Kleine Teilstücke zunächst im Topf im Frühbeet bewurzeln lassen.
- Düngung
Wiesen mit den angebotenen Margeriten nicht düngen, denn Düngung kann Wiesen-Margeriten aus dem Bestand verdrängen.
Lebensform und Verwendung
- Lebensform
Die Pflanze ist mehrjährig.
- Verwendung
Die angebotenen Sorten bieten Nützlingen und Insekten Nahrung.
Die Wiesen-Margerite im Porträt
Die Wiesen-Margerite heißt botanisch Leucanthemum vulgare und gehört zu den Korbblütlern. Der Gattungsname setzt sich aus den griechischen Wörtern für weiß und Blüte zusammen. Die Staude ist mehrjährig und winterhart. In Deutschland ist sie heimisch, als Art innerhalb der Gruppe der Wiesenmargeriten.
Was du als eine Blüte siehst, ist ein ganzer Blütenstand, der Korb. Bei Korbblütlern vereinigt er zahlreiche RöhrenblütenRöhrenblüten sind die röhrenförmigen Einzelblüten im Blütenstand der Korbblütler. Sie bilden ihn allein, etwa bei Disteln, oder zusammen mit den Zungenblüten am Rand, etwa bei Astern. und häufig zusätzlich Zungenblüten. Bei der Margerite bilden die Röhrenblüten die gelbe Mitte, die weißen Zungenblüten den Kranz außen herum.
Die wichtigsten Daten der Wiesen-Margerite im Überblick:
| Merkmal | Wiesen-Margerite |
|---|---|
| Botanischer Name | Leucanthemum vulgare |
| Lebensdauer | mehrjährig, winterhart |
| Wuchshöhe | 60 bis 80 cm |
| Wuchsbreite | 30 bis 50 cm |
| Blütezeit | Mai bis Oktober |
| Licht | sonnig bis halbschattig |
| Boden | mäßig nährstoffreich, feucht, gut drainiert |
| Blütenbesucher | Wildbienen, Schwebfliegen, Schmetterlinge |
| Duft | nicht duftend |
| Schnittblume | geeignet |
Beim Boden ist die Art wenig wählerisch. Sie wird für Kalk-, Ton-, Lehm- und Sandböden genannt, bei saurem, neutralem und alkalischem pH-Wert.
Die ZeigerwerteZeigerwerte sind Kennzahlen, die angeben, unter welchen Standortbedingungen eine Pflanzenart in der Natur bevorzugt vorkommt, etwa bei Licht, Feuchte, Bodenreaktion oder Stickstoff. Umgekehrt kannst du aus wild wachsenden Pflanzen so auf die Bedingungen am Standort schließen. nach Ellenberg beschreiben, wo eine Art in der Natur vorkommt. Die Lichtzahl der Margerite liegt bei 7 auf einer Skala von 1 für Tiefschatten bis 9 für Volllicht. Ihre FeuchtezahlDie Feuchtezahl ist eine botanische Kennzahl (Zeigerwert nach Ellenberg) dafür, wie feucht der Boden ist, auf dem eine Pflanzenart in der Natur typischerweise wächst: von 1 (trocken) bis 9 (nass), bei Wasserpflanzen bis 12. beträgt 4, wobei 1 einen TrockenheitszeigerTrockenheitszeiger sind Wildpflanzen, die vor allem auf trockenem Boden wachsen. Kommen sie an einer Stelle im Garten gehäuft vor, ist das ein Hinweis darauf, dass der Boden dort eher trocken ist. und 9 einen NässezeigerNässezeiger sind Pflanzen, deren gehäuftes Vorkommen einen sehr nassen Boden anzeigt, oft mit Staunässe. Typische Beispiele sind Ackerminze, Huflattich und Kriechender Hahnenfuß. bedeutet. Die StickstoffzahlDie Stickstoffzahl ist einer der Zeigerwerte nach Ellenberg, also eine Kennzahl von 1 bis 9. Sie zeigt, ob eine Pflanzenart in der Natur eher auf stickstoffarmen (1) oder stickstoffreichen Standorten (9) wächst. liegt bei 3, auf einer Skala von 1 für stickstoffärmst bis 9 für übermäßig stickstoffreich.
Wer die Margerite besucht
Wildbienen und Hummeln
Die Wiesen-Margerite bietet Wildbienen Nahrung. Futter allein reicht ihnen aber nicht, denn sie brauchen auch passende Nistplätze. Wie du die im Margeritenbeet schaffst, steht weiter unten.
Wenn du gezielt Hummeln füttern willst, ergänzt du passende Nachbarn. Die Blüten des Echten Leinkrauts nutzen insbesondere Hummeln als Nahrungsquelle. Echtes Leinkraut wächst sonnig auf lehmigem Boden und breitet sich durch AusläuferAusläufer sind Triebe, an denen eine Pflanze wie die Erdbeere aufgereihte Jungpflanzen bildet. Diese bewurzeln sich und lassen sich abtrennen, so vermehrt sich die Pflanze vegetativ, also ohne Samen. aus, das planst du beim Platz mit ein.
Schwebfliegen und andere Nützlinge
Schwebfliegen gehören ebenfalls zu den Gästen der Margerite. Ein ähnlich breites Publikum hat die Gewöhnliche Schafgarbe. In einer Untersuchung zur Biodiversität im Stadtgrün besuchten Fliegen, Schwebfliegen, Schmetterlinge und Wildbienen ihre Blüten. Gemeine Schafgarben gedeihen in sonnigen Beeten mit normaler Gartenerde.
Schmetterlinge und Nachtfalter
Auch Schmetterlinge finden an der Wiesen-Margerite Nahrung. Falter brauchen aber außer Blüten für sich selbst auch Futterpflanzen für ihre Raupen. Die Kartäuser-Nelke dient als Raupenfutterpflanze heimischer Falter. Ihr Nektar liegt tief in den Blütenröhren und ist für Schmetterlinge mit langem Saugrüssel erreichbar. Von Natur aus wächst sie auf warmen, kalkreichen und nährstoffarmen HalbtrockenrasenEin Halbtrockenrasen ist eine spezielle Form des Magerrasens auf ungedüngten Standorten. Er bleibt nur durch Mahd oder Beweidung offen, sonst würde dort Wald wachsen, und ist Lebensraum seltener Tier- und Pflanzenarten..
Für Nachtfalter setzt du die Gemeine Nachtkerze dazu. Sie wird überwiegend von Nachtfaltern bestäubt, und ihre neuen Blüten öffnen sich abends. Die Nachtkerze mag sonnige Plätze mit trockenen, sandigen bis lehmigen und nicht übermäßig nährstoffreichen Böden. Sie ist zweijährig und sät sich selbst aus, das solltest du einplanen.
An sonnigen Vormittagen setze ich mich mit einem Notizbuch neben das Margeritenbeet. Ich schreibe auf, wer auf den Körben landet: Wildbiene, Schwebfliege oder Falter. Die Liste nehme ich im Herbst zur Hand, wenn ich Nachbarpflanzen umsetze oder ergänze.
Nistplätze und Unterschlupf: was Insekten außer Blüten brauchen
Ein Insektengarten braucht neben Blüten auch Nist- und Überwinterungsmöglichkeiten. Offene sandige Bodenstellen, Totholz sowie Stein- und Holzhaufen ergänzen deine Margeriten um Brut- und Rückzugsräume. Je nach Art brauchen Wildbienen offene oder spärlich bewachsene Bodenstellen, Hohlräume oder Pflanzenstängel zum Nisten. Ich lasse deshalb am Rand des Margeritenbeets eine Bodenstelle unbepflanzt und schichte daneben einen Holzhaufen auf.
Auch die Margeriten selbst bieten Unterschlupf. Ein Teil der dürren Staudenstängel kann ganzjährig stehen bleiben, damit Insekten dort weiter Schutz finden. Weil manche Wildbienen in Pflanzenstängeln nisten, nimmt ihnen ein kompletter bodennaher Herbstschnitt mögliche Nistplätze. Abgestorbene Pflanzenteile dienen den Stauden zudem als natürlicher Winterschutz und können bis zum Rückschnitt im Spätwinter oder zeitigen Frühjahr stehen bleiben.
Lässt du abgeblühte Körbe stehen, reifen die Früchte der Wiesen-Margerite im September und Oktober. So gewinnst du eigenes Saatgut oder lässt die Selbstaussaat zu. Ich lasse an einem Teil der Pflanzen die Körbe ausreifen und schneide an den anderen das Verblühte ab.
Einfach blühende Margeriten wählen. Frühe und späte Blüher dazupflanzen. Eine offene, sandige Bodenstelle frei lassen. Totholz, Stein- oder Holzhaufen anlegen. Einen Teil der dürren Stängel über den Winter und darüber hinaus stehen lassen.
Blühfolge planen: Margeriten im Insektenjahr
Eine artenreiche Staudenpflanzung mit unterschiedlichen Blütezeiten verlängert das Blütenangebot für Insekten. Die Margerite deckt die Zeit von Mai bis Oktober ab. Davor und danach ergänzt du Pflanzen, die früher oder später im Jahr blühen.
| Zeitraum | Ergänzung zur Margerite |
|---|---|
| Vorfrühling und Frühjahr | Winterling, Schneeglöckchen, Krokusse, Lungenkraut |
| Mai bis Oktober | Wiesen-Margerite |
| Juni bis Oktober | Koreanische Minze, deren Blüten Bienen und Schmetterlinge besuchen |
| Juni bis September | Kokardenblumen |
| Spätsommer und Herbst | ungefüllte Dahlien, Astern, Herbstkrokusse |
Zur Auswahl sommerblühender Bienenpflanzen der Bayerischen Gartenakademie gehören Indianernesseln, Kokardenblumen und Lavendel. Lavendel braucht einen sonnigen, warmen Standort mit gutem Wasserabzug. Für den Termin deiner nächsten Stauden-Aussaaten hilft dir der Aussaatkalender für Stauden und Ziergräser zum Ausdrucken.
Indianernesseln wie ‘Pardon My Rose’ und ‘Electric Neon Pink’ fielen in der Leistungsprüfung der LWG durch besonders intensiven Insektenbeflug auf. Die Kokardenblumen-Serien ‘Gusto’ und ‘SpinTop’ galten dort als besonders attraktiv für Insekten. Das Mädchenauge ‘Roulette’ bietet Nektar für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge.
Margeriten im Wiesengarten
Die Wiesen-Margerite ist für eine sommerblühende Gartenwiese beschrieben. Ergänze dort Glockenblumen, denn sie können in einer Blumenwiese gezielt als Nahrungspflanzen für Scherenbienen dienen. So versorgt deine Wiese mehr Bienenarten als die Margerite allein.
Für die Wiesenpflege gilt: Düngung kann Wiesen-Margeriten aus dem Bestand verdrängen. Auch beim Umstellen von Rasen zur Blumenwiese unterbleibt die Stickstoffdüngung, damit Gräser nicht stärker gefördert werden als Kräuter und Blumen. Die Saatgutmischung soll zu deinem Boden passen, statt einen nährstoffreichen Gartenboden ungeprüft als Magerstandort zu behandeln.
Bei der Mahd berücksichtigst du die Samenbildung der Pflanzen, die du fördern willst. Jährlich wechselnde, ungemähte Altgrasstreifen auf 5 bis 10 % der Fläche können Rückzugsräume und Überwinterungsplätze erhalten. Bleibt das Mahdgut einige Tage liegen, können Samen ausfallen und Tiere in ungemähte Bereiche wechseln. Den Weg von der Ansaat bis zur Pflege beschreibt der Ratgeber, wie du Margeriten in einer Wildblumenwiese ansiedelst und über Mahd und mageren Standort erhältst.
Margeriten im Bauerngarten
Im Bauerngarten liegt die Kombination mit Rosen und Rittersporn nahe. Rosen und Gartenrittersporne sind aber nährstoffbedürftige Pflanzen. Hoher Staudenrittersporn braucht außerdem tiefgründigen, lehmigen und humusreichen Boden. Die Margerite zeigt in der Natur dagegen eher stickstoffarme Standorte an und braucht nur mäßig nährstoffreichen Boden. Pflanzgemeinschaften werden stabiler und pflegeleichter, wenn ihre Arten ähnliche Ansprüche an Boden, Feuchtigkeit, Nährstoffe und Licht haben. Ich gebe Margeriten deshalb eine eigene Beetzone und überlasse Rosen und Rittersporn den nährstoffreicheren Teil.
Die Echte Katzenminze ist für Bauerngärten sowie Duft- und Sinnesgärten beschrieben. Sie wächst auf gut durchlässigem Boden, verträgt verschiedene Bodenarten und wird im Freiland nicht routinemäßig jedes Jahr gedüngt. Weil sie sich ausbreiten kann, wird sie auch im Gefäß gehalten.
Die Gemeine Nachtviole eignet sich ebenfalls für Bauerngärten und gilt als nützlingsfreundlich. Ihren Duft entfaltet sie besonders in den Abendstunden. Sie bevorzugt allerdings nährstoffreicheren Boden, also setzt du sie näher an Rosen und Rittersporn.
Margeriten im modernen Garten
In modernen Pflanzungen arbeitest du mit Wiederholung und klaren Strukturen. In Staudenmischpflanzungen können einzelne Arten bewusst gruppiert und höhere Arten in Bändern angeordnet werden. Für standortgerecht zusammengestellte Mischpflanzungen liegt die Orientierung bei 7 bis 10 Pflanzen/m². Die konkrete Dichte hängt vom Standort und von der gewünschten Wirkung ab.
Mit Gräsern setzt du einen Kontrast zu den runden Blütenkörben. Das Reitgras ‘Karl Foerster’ blüht ab Mitte Juni und bleibt durch seine aufrechte Gestalt bis in Herbst und Winter wirksam. Beim Chinaschilf prüfe ich vorher den Boden, denn die Miscanthus-Sinensis-Gruppe bevorzugt frische bis feuchte, nährstoffreiche Böden. Bei Lampenputzergräsern unterscheiden sich die Arten: Pennisetum orientale gehört an trockene, Pennisetum alopecuroides an frische Standorte.
Bevor ich pflanze, skizziere ich Gruppen und Bänder im Beetplaner für Gartenbeete. So sehe ich früh, wo Margeriten wiederkehren und wo Gräser die Lücken füllen.
Kurz gefasst: Aussaat, Pflanzung und Pflege
Aussaat und Pflanzung
Margeriten sind Lichtkeimer und werden oberflächennah gesät, höchstens etwa 0,5 cm tief. Die Aussaatzeit reicht von März bis Juli. Alle Schritte findest du in der Anleitung, wie du Margeritensamen per Vorkultur oder Direktsaat aussäst und die Sämlinge bis zum Auspflanzen bringst.
Im Beet setzt du Margeriten mit 20 bis 30 cm Abstand in der Reihe. Zwischen den Reihen hältst du ebenfalls 20 bis 30 cm ein. In der Schnittstaudenkultur wird für Leucanthemum eine Herbstpflanzung empfohlen.
Gießen, Schnitt und Düngen
Margeriten mögen feuchten, aber gut drainierten Boden. Neu gepflanzte Stauden brauchen in der Anwachsphase bei anhaltender Trockenheit wiederholt durchdringende Wassergaben. Wann und wie du gießt, zeigt der Ratgeber, wie du Margeriten im Beet und im Topf mit Wasser versorgst.
Das Entfernen welker Blüten kann bei vielen Stauden die weitere Blüte fördern und unerwünschte Selbstaussaat verhindern. Lass dabei einen Teil der Stängel und Samenstände stehen, wie oben beschrieben. Wie du dabei vorgehst, erklärt der Ratgeber, wann und wie du Margeriten zurückschneidest.
Wie viel Nährstoff deine Gartensorten brauchen, richtet sich nach deinem Boden. Eine Bodenuntersuchung zeigt, was vorhanden ist, damit du bedarfsgerecht düngst.
Schädlinge und Vermehrung
Kontrolliere deine Margeriten auf schwarze Blattläuse und Schnecken. Bei schwachem Blattlausbefall genügt häufig das Abspritzen mit einem Wasserstrahl. Ein Schneckenzaun hilft nur, wenn du innerhalb weiter Schnecken absammelst, und geschützte Weinbergschnecken bekämpfst du nicht.
Ältere Horste kannst du teilen, kleine Teilstücke lässt du zunächst im Topf im Frühbeet bewurzeln. Bei Hybridsorten können Sämlinge aus Selbstaussaat deutlich von der Mutterpflanze abweichen. Wie du Stauden teilst, im Jahreslauf pflegst und gesund hältst, erklärt der Überblick zu Stauden und Ziergräsern.
Margeriten in Kultur, Kunst und Volksheilkunde
Blumenorakel und Blumensprache
Mit Margeriten wird das Zupforakel „Er liebt mich, er liebt mich nicht“ gespielt. Blatt für Blatt wechseln sich die beiden Sätze ab, und das letzte entscheidet. Botanisch zupfst du dabei Zungenblüten, denn jedes weiße „Blütenblatt“ ist eine eigene Blüte. Wenn Kinder bei mir im Garten zupfen, zeige ich ihnen danach die vielen Röhrenblüten in der Mitte.
In der Blumensprache steht die Margerite für Unschuld und Reinheit. Ihr deutscher Name geht auf das griechische Wort für Perle zurück.
Margeriten in Kunst und Literatur
In Bildern und Gedichten erscheint die Margerite meist als Teil der Sommerwiese, nicht als prunkvolle Einzelblume. Weiß, Gelb und die strahlenförmige Gestalt machen sie zu einem leicht erkennbaren Motiv.
Volksheilkunde
In der Volksheilkunde werden der Margerite verschiedene Wirkungen nachgesagt.
Margeriten sind Zierpflanzen, keine Medizin. Nachgesagte Heilwirkungen ersetzen keinen ärztlichen Rat. Auf den Verzehr von Pflanzen, die du nicht sicher als essbar bestimmt hast, verzichtest du. Mit Pflanzenschutzmitteln behandelte Blüten aus dem Zierpflanzenhandel sind ohnehin nicht zum Verzehr gedacht.



