Liebeshainblume als Bienenweide: Aussaat, Pflege und Samen für das nächste Jahr
- Einjährige Sommerblume, 10 bis 20 cm hoch und nicht winterhart.
- Blüht von Juni bis September und dient Insekten und Nützlingen als Nahrungsquelle.
- Direktsaat von April bis Juni oder im September, die Samen kommen 0,5 bis 1 cm tief in die Erde.
- Sonnig bis halbschattig auf feuchtem, gut durchlässigem Boden, vor dem Pflanzen Kompost einarbeiten.
- Fortbestand über Samen: einige Blüten ausreifen lassen, ernten und im Frühjahr neu säen.

Am Rand vieler Beete bleibt ein schmaler Streifen frei, auf dem nichts Hohes stehen soll. Genau dort säe ich die Liebeshainblume. Die Pflanze bleibt niedrig, blüht himmelblau und dient Insekten und Nützlingen als Nahrungsquelle. Weil sie einjährig ist, entscheidest du jedes Jahr neu, wo sie blüht. Damit das klappt, kommt es auf drei Dinge an: die richtige Saattiefe, Wasser in trockenen Sommerwochen und Samen, die du rechtzeitig ausreifen lässt.
Was ist die Liebeshainblume?
Die Liebeshainblume heißt botanisch Nemophila menziesii, ihr kürzerer deutscher Name ist Hainblume. Die einjährige Sommerblume stammt aus Nordamerika und ist nicht winterhart. Im Garten zählt vor allem zweierlei: die geringe Höhe und die DirektsaatBei der Direktsaat säst du die Samen gleich an Ort und Stelle ins Beet, statt sie vorher im Haus vorzuziehen. Die Pflanzen keimen und wachsen dort, wo du sie später erntest. an Ort und Stelle.
Was sie Bienen und anderen Insekten bietet
Die Liebeshainblume ist eine Nahrungsquelle für Nützlinge und Insekten. Ihre Blüten öffnen sich von Juni bis September, also über den ganzen Sommer. Am Beetrand oder im Kasten bringt sie Blüten an Stellen, an denen sonst oft nur nackte Erde oder eine Rasenkante zu sehen ist. Wo ihre Grenzen als Insektenpflanze liegen und welche Partner sie ergänzen, steht im Abschnitt zur Artenvielfalt.
Wofür sie sich im Garten eignet
Ihre Eigenschaften legen ein paar Einsätze nahe:
- Beetrand und Vordergrund: Die niedrige Pflanze verdeckt nichts, was dahinter wächst.
- BodendeckerBodendecker sind niedrige, flächig wachsende Pflanzen, die in größeren Gruppen gepflanzt eine dichte Pflanzendecke bilden. Sie bedecken den Boden und lassen unerwünschten Wildkräutern wenig Platz. auf Zeit: Breit und flach wachsend, bedeckt sie für eine Saison den Boden.
- Kasten, Topf und Hochbeet: Gefäße und Hochbeete zählen zu ihren üblichen Standorten.
- Insektenbeet: Im Sommer ergänzt sie andere Blüher als Nahrungsquelle.
- Jedes Jahr neu: Mit eigenen Samen säst du sie in der nächsten Saison wieder aus.
Empfehlungen für den Garten
Standort und Boden
- Standort
Geeignet ist nährstoffreicher, feuchter, gut durchlässiger Boden. Sonne oder Halbschatten sind geeignet; in sommerlichen Trockenperioden zur Blütenförderung wässern.
- Bodenart
Kalkhaltige, tonige, lehmige und sandige Böden sind geeignet.
- Bodenreaktion
Saure, neutrale und alkalische Böden sind geeignet.
- Substrat
Geeignet ist nährstoffreicher, feuchter, gut durchlässiger Boden.
- Anbauort
Die angebotenen Sorten lassen sich im Hochbeet und im Topf ziehen.
Aussaat und Vermehrung
- Vermehrung
Direkt am endgültigen Standort säen.
- Saattiefe
Das angebotene Saatgut etwa 0,5 - 1 cm tief säen.
Pflege
- Pflege
In trockenen Sommerphasen gießen, um die Blüte zu fördern; kein Rückschnitt erforderlich.
- Düngung
Vor dem Pflanzen in Gartenränder oder Gefäße Kompost einarbeiten.
Lebensform und Verwendung
- Lebensform
Die Pflanze ist einjährig.
- Verwendung
Die angebotenen Sorten bieten Nützlingen und Insekten Nahrung.
Steckbrief: Blüte, Wuchs und Lebensdauer
Die wichtigsten Werte im Überblick:
| Merkmal | Liebeshainblume |
|---|---|
| Botanischer Name | Nemophila menziesii |
| Lebensdauer | einjährig, nicht winterhart |
| Wuchshöhe | 10 bis 20 cm |
| Wuchsbreite | 15 bis 30 cm |
| Blütezeit | Juni bis September |
| Blütenfarbe der Blauen Nemophila | himmelblau mit weißer Mitte |
| Licht | sonnig bis halbschattig |
| Kulturdauer | 84 bis 126 Tage |
Die Blüte im Detail
Die bekannte Form, die Blaue Nemophila, trägt himmelblaue Blüten mit weißer Mitte. Wenn du Sorten vergleichst, achte auf ungefüllte Blüten. Bei gefüllten Blüten können pollenführende Staubblätter zu Blütenblättern umgebildet sein. Das schränkt das Pollenangebot für Insekten ein.
Blütezeit und Kulturdauer
Die Blüte reicht von Juni bis September. Eine einzelne Aussaat hat eine Kulturdauer von 84 bis 126 Tagen. Wie du die Blüte mit mehreren Sätzen staffelst, steht beim Aussaatzeitpunkt.
Wuchs: niedrig und breit
Die Pflanzen werden 10 bis 20 cm hoch. In der Breite erreichen sie 15 bis 30 cm. Damit wachsen sie eher in die Breite als in die Höhe. Einen RückschnittBeim Rückschnitt kürzt du Triebe oder Stängel einer Pflanze ein, bei Stauden oft bis knapp über den Boden. Je nach Zeitpunkt räumt er alte Stängel ab, regt eine Nachblüte an oder bremst das Aussamen. braucht diese Wuchsform nicht.
Welcher Standort passt?
Sonne, Halbschatten und Hitze
Die Liebeshainblume wächst sonnig bis halbschattig. Ein halbschattiger Platz ist also kein Notbehelf, sondern gehört zu ihren normalen Standorten. Tiefer Schatten unter dichten Baumkronen passt dagegen nicht zu diesen Lichtansprüchen. An heißen, vollsonnigen Stellen musst du in Trockenphasen mit der Gießkanne nachhelfen.
Boden: nährstoffreich, feucht, durchlässig
Die Pflanze mag nährstoffreichen, feuchten und gut durchlässigen Boden. Bei der Bodenart ist sie offen, Kalk-, Ton-, Lehm- und Sandboden kommen infrage. Auch beim pH-Wert bleibt Spielraum: Saure, neutrale und alkalische Böden sind möglich. Gut durchlässig heißt, dass nach Regen oder Gießen kein Wasser auf der Fläche stehen bleibt. Auf tonreichem Boden prüfst du das besonders genau, weil sich dort Wasser stauen kann.
Aussaat und Pflanzung
Der richtige Zeitpunkt
Ins Freiland säst du von April bis Juni. Eine weitere Gelegenheit bietet der September. Den genauen Termin passt du an dein örtliches Klima an. Weil das Frühjahrsfenster mehrere Wochen umfasst, stehen frühe und späte Saaten zu unterschiedlichen Zeiten in Blüte. Ich säe deshalb in mehreren Sätzen, damit die Blühphasen zeitlich versetzt liegen. Die Termine der Sätze trage ich in den Beetplaner für die Belegung deiner Beete ein.
Das Saatbeet vorbereiten
Ich lockere den Boden und ziehe Wurzelunkräuter wie Quecke und Giersch samt Wurzeln heraus. Steine sammle ich ab, danach arbeite ich Kompost ein. Zum Schluss reche ich die Oberfläche fein und ziehe flache Rillen. Rillen haben einen praktischen Vorteil: Später erkennst du die Sämlinge an ihrer Reihe und verwechselst sie nicht mit BeikrautBeikraut nennt man jede Pflanze, die zwischen den angebauten Kulturpflanzen mitwächst, egal ob wild oder domestiziert, nützlich oder schädlich. Das Wort ist neutral gemeint, während „Unkraut“ eine persönliche Wertung ausdrückt..
Direktsaat oder Vorkultur
Der übliche Weg ist die Direktsaat am endgültigen Standort. Die Pflanze bleibt dann, wo sie keimt, und du sparst dir das Umsetzen. Wer vorziehenVorziehen heißt, Samen im Haus, im Gewächshaus oder im Frühbeet auszusäen und dort zu Jungpflanzen heranzuziehen. Später pflanzt du sie ins Beet oder in den Kübel aus. möchte, sät im März oder April in Schalen. Die Jungpflanzen kommen ab Mitte Mai ins Beet. Vorher härtest du sie ab, indem du mehr lüftest und sie kühler stellst. Stell die Schalen hell, denn ein warmer, zu dunkler Platz macht Sämlinge lang und schwach.
Saattiefe, Keimung und Abstände
| Aussaat | Wert |
|---|---|
| Saattiefe | 0,5 bis 1 cm |
| Keimdauer | 7 bis 14 Tage |
| KeimtemperaturDie Keimtemperatur ist die Temperatur, bei der Samen keimen. Jede Pflanzenart hat dafür ein Minimum, ein Optimum und ein Maximum; unterhalb des Minimums keimt die Saat nicht., minimal | 10 bis 15 °C |
| Keimtemperatur, maximal | 18 bis 20 °C |
| Abstand in der Reihe | 10 cm |
| Reihenabstand | 10 bis 20 cm |
| Wuchsform | niedrig und breit, kein Rückschnitt nötig |
Die Samen sind keine Lichtkeimer. Ich lege sie in die Rillen und bedecke sie mit Erde, bis sie 0,5 bis 1 cm tief liegen. Dann drücke ich die Erde leicht an und halte die Saat feucht, bis sie aufgeht. Die Keimung dauert 7 bis 14 Tage.
Die Samen wie feines Wiesensaatgut nur aufstreuen und andrücken. So wird Kräutersaat für eine Blumenwiese ausgebracht, die Liebeshainblume ist dagegen kein Lichtkeimer. Ihre Samen gehören 0,5 bis 1 cm tief in die Erde.
Boden lockern, Wurzelunkräuter samt Wurzeln entfernen, Kompost einarbeiten, flache Rillen ziehen, Samen 0,5 bis 1 cm tief mit Erde bedecken, Saat feucht halten, bis sie aufgeht.
Pflege durch den Sommer
Gießen
Die Liebeshainblume mag gleichmäßig feuchten Boden. In trockenen Sommerphasen gießt du, das fördert die Blüte. Hitze und Trockenheit können Blüten schneller verblühen lassen und das Pollen- und Nektarangebot vermindern. Wer in Trockenphasen gießt, fördert also die Blüte und kann zugleich das Futterangebot für Insekten länger erhalten. Ich gieße morgens und gebe das Wasser direkt an den Wurzelbereich. Gesammeltes Regenwasser eignet sich dafür und schont Trinkwasservorräte. Eine Mulchdecke verringert zusätzlich die Verdunstung aus dem Boden.
Düngen
Vor dem Pflanzen arbeitest du Kompost ein, diese Empfehlung gilt für Beetränder und Gefäße. Ich belasse es bei dieser Gabe und beobachte während der Saison, wie die Pflanzen wachsen und blühen.
Auch Kompost ist ein Dünger. Zu hohe Gaben können zur Nährstoffanreicherung im Boden beitragen, deshalb arbeitest du ihn ein, ohne ihn auf Vorrat aufzuhäufen.
Beikraut
Junge Liebeshainblumen jätest du von Hand, solange sie klein sind. Die ReihensaatReihensaat ist eine Saatweise, bei der die Samen in flache, gerade Rillen gesät werden, sodass die Pflanzen später in Reihen stehen. Gegenüber der Breitsaat, bei der die Samen flächig ausgestreut werden, erleichtert sie die Pflege. hilft dabei, weil du die Sämlinge an ihrer Linie erkennst. Einzelne Problemkräuter wie stumpfblättrigen Ampfer ziehe ich in jungen Saaten möglichst früh heraus.
Blattläuse und Nützlinge
Schau dir beim Kontrollgang die jungen Triebspitzen an. Sitzen dort Blattläuse, streifst du sie als erste Maßnahme vorsichtig mit Handschuhen ab. Hilfe kommt auch von Nützlingen. Bei blattlausfressenden SchwebfliegenSchwebfliegen sind Fliegen mit oft schwarz-gelber, wespenähnlicher Zeichnung, die in der Luft auf der Stelle schweben können. Sie gelten als Nützlinge: Die erwachsenen Tiere bestäuben Blüten, die Larven vieler Arten fressen Blattläuse. nutzen die erwachsenen Tiere Blütennahrung, während ihre Larven Blattläuse fressen. Blüten im Beet können so die Generation versorgen, deren Larven später an den Läusen fressen.
Wo die Liebeshainblume im Garten passt
Als Bienenweide am Beetrand
Am Beetrand steht die Liebeshainblume niemandem im Weg und bietet Insekten im Sommer Nahrung. Ich säe sie in einer Reihe entlang der Kante und halte zum Nachbarbeet den Reihenabstand ein. Säumt sie ein Gemüsebeet, prüfst du vorher, welche Gemüse im Beet gut nebeneinander wachsen.
Im Staudenbeet
Im Staudenbeet gehört die Liebeshainblume wegen ihrer geringen Höhe nach vorn. Erprobte Staudenpflanzungen bauen die Höhe in Stufen auf, aus Gerüststauden, Begleitern, Bodendeckern und Füllstauden. Die Liebeshainblume füllt darin für eine Saison Lücken im Vordergrund. Das passt zum Beispiel zwischen jungen Stauden, die noch nicht zusammengewachsen sind.
Als Bodendecker für eine Saison
In der Reihe stehen die Pflanzen 10 cm auseinander. Zwischen den Reihen bleiben 10 bis 20 cm frei. Jede Pflanze wird aber 15 bis 30 cm breit, deshalb können die Reihen zu einer geschlossenen, niedrigen Fläche zusammenwachsen. Diese Fläche hält nur eine Saison, denn die Liebeshainblume ist einjährig. Für eine dauerhafte Bodendecke brauchst du ausdauernde Pflanzen.
Im Blumenkasten, Kübel und Hochbeet
Töpfe und Hochbeete zählen zu den üblichen Standorten der Liebeshainblume. Auch im Gefäß arbeitest du vor dem Pflanzen Kompost in die Erde ein. Ablauflöcher helfen, Staunässe zu vermeiden. Je nach Gefäßgröße brauchen Kästen und Töpfe mehr Aufmerksamkeit beim Gießen. Teilen sich mehrere Pflanzen ein Gefäß, sollten sie ähnliche Ansprüche an Licht, Substrat, Wasser und Nährstoffe haben und ähnlich konkurrenzstark sein. Für die Liebeshainblume heißt das: Partner, die ebenfalls feuchten, nährstoffreichen Boden und Sonne bis Halbschatten vertragen.
Was die Liebeshainblume zur Artenvielfalt beiträgt
Nahrung für Insekten und Nützlinge
Von Juni bis September bietet die Liebeshainblume Insekten und Nützlingen Nahrung. Insektenfreundliche Pflanzungen sollten ungefüllte Blüten haben und vom Frühjahr bis in den Spätherbst gestaffelt blühen. Die Liebeshainblume übernimmt in diesem Kalender den Sommer.
Ich notiere mir jedes Jahr, wann der erste Satz blüht und welche Insekten ich auf den Blüten sehe. Solche phänologischen Beobachtungen halten fest, wann wiederkehrende Entwicklungsstadien wie Austrieb, Blüte und Fruchtreife eintreten.
Blüten allein reichen nicht
Ein insektenfreundlicher Garten braucht neben Blüten auch Nistplätze, Überwinterungsräume und Nahrungspflanzen für die Entwicklungsstadien der Tiere. Offene oder schütter bewachsene Bodenstellen bieten bodennistenden Wildbienen Lebensraum. Stehen gelassene Pflanzenstängel können Insekten als Winterquartier und Eiablageplatz dienen. Manche Wildbienen sind zudem Spezialisten: Einzelne Scherenbienenarten sammeln ihren Pollen ausschließlich an Glockenblumen. Diese Arten versorgt eine Liebeshainblume nicht, für sie gehören Glockenblumen ins Beet. Wie Wildblumen insgesamt Insekten unterstützen, liest du im Abschnitt über den Nutzen von Wildblumen für Insekten.
Partner für einen Blühkalender
Damit Insekten vom Frühjahr bis in den Herbst etwas finden, kombinierst du die Liebeshainblume mit Pflanzen, die vor und nach ihr blühen. Die Zeiten sind Richtwerte, denn Aussaat, Sorte und Witterung verschieben sie.
| Pflanze | Blütezeit | Hinweis |
|---|---|---|
| Krokusse | etwa Februar und März | als gesondert gepflanzte Zwiebeln |
| Traubenhyazinthen | nach den Krokussen | Zwiebeln, gepflanzt von September bis November |
| Späte Tulpen | Mai und Juni | schließen die Frühblüherfolge ab |
| Liebeshainblume | Juni bis September | Aussaat von April bis Juni |
| Kornblume, Ringelblume | etwa Juni bis September | je nach Aussaat und Sorte |
| Herbstastern | etwa September und Oktober | im ergänzenden Staudenbereich |
Kornblume und Ringelblume blühen etwa zur selben Zeit wie die Liebeshainblume und passen deshalb ins selbe Sommerbeet. Zwiebelblüher und Herbstastern decken die Zeit davor und danach ab.
Samen, Vase, Küche: was du von der Liebeshainblume nutzen kannst
Samen ernten für das nächste Jahr
Wer im nächsten Jahr wieder Liebeshainblumen möchte, lässt einige Blüten an der Pflanze verblühen. Geerntet wird bei trockenem Wetter, sobald die Samen braun und vollständig ausgereift sind. Reife Samen lösen sich leicht aus ihren Hüllen. Danach trocknest du sie vollständig nach. Bis zur Aussaat lagerst du sie in beschrifteten Tüten, trocken, kühl und dunkel.
Beschrifte die Tüte gleich beim Ernten mit Pflanze und Beet. So weißt du bei der Aussaat sofort, was du in der Hand hältst.
Für die Vase?
Für hohe Sträuße bleibt die Liebeshainblume mit ihren 10 bis 20 cm zu niedrig. Ich lasse die Blüten deshalb im Beet, wo sie Insekten Nahrung bieten und Samen ansetzen können.
Blüten in der Küche?
Blüten gehören nur in Speisen, wenn die Art sicher bestimmt und ihre Eignung zum Verzehr geklärt ist. Als Zierpflanzen verkaufte Blumen solltest du wegen möglicher Pflanzenschutzmittelbehandlungen nicht als essbare Blüten verwenden.
Deshalb bleibt sie bei mir im Beet und kommt nicht auf den Teller.
Im Jahreslauf: Winterhärte, Herbstsaat und Selbstaussaat
Wie viel Kälte verträgt die Liebeshainblume?
Die Liebeshainblume ist nicht winterhart. Als einjährige Pflanze schließt sie ihren Lebenszyklus in einer Saison ab. Den Winter überdauert sie nur als Samen.
Winterschutz oder Herbstsaat?
Winterschutz mit Vlies oder Reisig plane ich für die Liebeshainblume nicht ein, denn als einjährige Pflanze schließt sie ihren Zyklus ohnehin ab. Eine Herbstsaat im September ist dagegen möglich, den Termin passt du an dein örtliches Klima an. Weil die Pflanze nicht winterhart ist, säe ich die Hauptmenge im Frühjahr und probiere den September nur auf einer kleinen Fläche.
Selbstaussaat zulassen und lenken
Lässt du Samenstände stehen, kann sich die Liebeshainblume selbst aussäen. Verlass dich aber nicht allein darauf. Ich ernte zusätzlich Samen und säe im Frühjahr gezielt dort, wo sie blühen soll. Tauchen Sämlinge an Stellen auf, an denen sie stören, ziehe ich sie heraus, solange sie klein sind.


