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Wildblumen

Wildblumen und Blumenwiesen: Standort, Boden, Aussaat, erste Pflege, Gießen, Mähen, Saatgutwahl und Nutzen für Insekten – die Grundlagen im Überblick.

157 RatgeberZuletzt aktualisiert:
Roter Klatschmohn (Papaver rhoeas) und blauer Wiesensalbei mit anfliegender Hummel auf einer Wildblumenwiese
Foto: Robert Antoun · Pexels License
Historische botanische Illustration von Kornblume / Wildblumen (Centaurea cyanus) im Stil alter Pflanzenbuecher
Historische botanische Tafel · BHL
Kalender nach Art: Wildblumen
Kalender nach ArtKornrade: Vorkultur März, April; Blüte Juni, Juli · Wegwarte: Vorkultur Mai, Juni, Juli; Blüte Juli, August, September, Oktober; Ernte Juni, Juli, August, September, Oktober, November · Margerite: Vorkultur März, April, Mai; Aussaat März, April, Mai, Juni, Juli; Blüte Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober; Ernte August · Blaue Rasselblume: Vorkultur März, April, Mai, Juni; Aussaat Mai, Juni; Blüte Juli, August, September · Büschelschön: Aussaat April, Mai, Juni, Juli, August, September; Blüte Juni, Juli, August, September · Klatsch-Mohn: Aussaat April, Mai, Juni; Blüte Mai, Juni, Juli, August, SeptemberJFMAMJJASONDKornradeKornrade · Vorkultur: MärzKornrade · Vorkultur: AprilKornrade · Blüte: JuniKornrade · Blüte: JuliWegwarteWegwarte · Vorkultur: MaiWegwarte · Vorkultur: JuniWegwarte · Vorkultur: JuliWegwarte · Blüte: JuliWegwarte · Blüte: AugustWegwarte · Blüte: SeptemberWegwarte · Blüte: OktoberWegwarte · Ernte: JuniWegwarte · Ernte: JuliWegwarte · Ernte: AugustWegwarte · Ernte: SeptemberWegwarte · Ernte: OktoberWegwarte · Ernte: NovemberMargeriteMargerite · Vorkultur: MärzMargerite · Vorkultur: AprilMargerite · Vorkultur: MaiMargerite · Aussaat: MärzMargerite · Aussaat: AprilMargerite · Aussaat: MaiMargerite · Aussaat: JuniMargerite · Aussaat: JuliMargerite · Blüte: MaiMargerite · Blüte: JuniMargerite · Blüte: JuliMargerite · Blüte: AugustMargerite · Blüte: SeptemberMargerite · Blüte: OktoberMargerite · Ernte: AugustBlaue RasselblumeBlaue Rasselblume · Vorkultur: MärzBlaue Rasselblume · Vorkultur: AprilBlaue Rasselblume · Vorkultur: MaiBlaue Rasselblume · Vorkultur: JuniBlaue Rasselblume · Aussaat: MaiBlaue Rasselblume · Aussaat: JuniBlaue Rasselblume · Blüte: JuliBlaue Rasselblume · Blüte: AugustBlaue Rasselblume · Blüte: SeptemberBüschelschönBüschelschön · Aussaat: AprilBüschelschön · Aussaat: MaiBüschelschön · Aussaat: JuniBüschelschön · Aussaat: JuliBüschelschön · Aussaat: AugustBüschelschön · Aussaat: SeptemberBüschelschön · Blüte: JuniBüschelschön · Blüte: JuliBüschelschön · Blüte: AugustBüschelschön · Blüte: SeptemberKlatsch-MohnKlatsch-Mohn · Aussaat: AprilKlatsch-Mohn · Aussaat: MaiKlatsch-Mohn · Aussaat: JuniKlatsch-Mohn · Blüte: MaiKlatsch-Mohn · Blüte: JuniKlatsch-Mohn · Blüte: JuliKlatsch-Mohn · Blüte: AugustKlatsch-Mohn · Blüte: SeptemberVorkulturAussaatBlüteErnte

Pflanz- und Aussaatzeiten unterscheiden sich je Art. Gezeigt sind die Arten mit den meisten Ratgebern; den Kalender jeder weiteren Art findest du in ihrem Ratgeber.

Eine Tüte Blumenmischung ist schnell ausgestreut, und trotzdem kann im Sommer mehr Gras und Beikraut auf der Fläche stehen als Mohn und Margerite. Dann lohnt der Blick auf die Fragen davor und danach: Passt die Mischung zum Standort? Ist der Boden mager genug? Wer hält die Fläche in den ersten Wochen feucht, und wann wird zum ersten Mal geschnitten? Auf dieser Seite habe ich das Grundlagenwissen aus meinen Wildblumen-Ratgebern gebündelt, von Lebenslauf, Standort und Aussaat über Gießen, Düngen und Mähen bis zu Saatgutwahl und Nutzen für Insekten. Die einzelnen Ratgeber vertiefen jedes Thema und jede Art; hier steht das Gerüst, an dem alles andere hängt.

Wildblumen im Kurzporträt: Lebenslauf, Wuchshöhe und Pflegezeit

Hinter dem Wort Wildblumen stecken sehr verschiedene Lebensläufe, und der Lebenslauf bestimmt, was du Jahr für Jahr zu tun hast. Sommerblumen wie das Schmuckkörbchen sind die Gäste für eine Saison: Für gezielt angelegte einjährige Sommerblumenflächen sieht das Pflegeverfahren jedes Jahr eine neue Einsaat vor. Zweijahresblumen, als die auch Vergissmeinnicht verwendet werden, blühen im zweiten Jahr nach der Aussaat und sterben meist nach der anschließenden Samenbildung ab. Mehrjährige Arten wie das ausdauernde Frühlings-Adonisröschen bleiben am Platz, und auf Dauer angelegte mehrjährige Garten-Blühmischungen können 10 Jahre und länger bestehen.

Auch in der Höhe unterscheiden sich die Arten deutlich: Das Gänseblümchen ist mit 5 bis 20 cm Wuchshöhe angegeben, der Klatsch-Mohn mit 40 bis 80 cm, die Margerite mit 60 bis 80 cm und Büschelschön, die Phacelia, mit 60 bis 100 cm. Für die Pflegezeit gibt es Anhaltswerte: Für einjährige Garten-Blühmischungen wird ein Pflegezeitbedarf von etwa 5 bis 8 Minuten je m² und Jahr angegeben, für mehrjährige Garten-Blühmischungen etwa 1 bis 2 Minuten je m² und Jahr. Einen Überblick, welche Wildblumen sich für eine artenreiche Wiese eignen, gibt der passende Ratgeber.

Standort und Boden: Licht und magerer, durchlässiger Grund

Zuerst das Licht. Für Klatsch-Mohn und Großblütigen Lein ist ein sonniger Platz hinterlegt; Margerite, Gänseblümchen und Büschelschön sind für Sonne und Halbschatten angegeben. Stark beschattete Gartenflächen eignen sich dagegen nicht für die übliche mehrjährige Blumenwiese, dort sind schattenverträgliche Stauden oder passende Saummischungen die Wahl. Mehr dazu, welcher Standort sich für eine Blumenwiese eignet, steht im Standort-Ratgeber.

Beim Boden wiederholt sich in den Artprofilen ein Wort: durchlässig. Kornrade und Gewöhnliche Nachtkerze stehen auf gut durchlässigem Boden, die Wiesen-Flockenblume auf gut drainiertem Boden, der auch nährstoffarm sein darf und keine Staunässe hat. Eine auf Artenreichtum ausgerichtete Blumenwiese steht mager, denn zusätzliche Nährstoffe würden die konkurrenzstarken Gräser fördern.

Für die Umwandlung einer Rasenfläche ist ein Verfahren beschrieben, das den Boden abmagert: Nach dem Entfernen der Grasnarbe wird eine etwa 5 cm starke Sand- oder Kiesschicht aufgebracht und etwa 10 bis 15 cm tief in den Oberboden eingearbeitet. Der Weg ohne Bodenumbau führt über die Mahd: Auf wüchsigen Wiesenstandorten kann regelmäßiges Abräumen des Mähguts bei nicht zu spätem Schnitt innerhalb von 5 bis 10 Jahren eine Abmagerung bewirken.

Aussaat und Pflanzung: Zeitfenster, Saatmenge und Saattiefe

Ein gemeinsames Saatfenster für alle Wildblumen gibt es nicht, die Artprofile nennen verschiedene Monate. Für Klatsch-Mohn und Wiesen-Flockenblume ist April bis Juni als Aussaatzeit hinterlegt, für Margerite und Gänseblümchen März bis Juli und für Büschelschön April bis September. Bei einer Mischung richtest du dich deshalb nach der Angabe auf der Packung.

Die Saatmenge je Quadratmeter ist gering: Für feines Kräutersaatgut zur Anlage einer Blumenwiese werden meist 1 bis 3 g/m² verwendet, maßgeblich bleibt die Empfehlung der jeweiligen Mischung. Solches Feinsaatgut wird bei der beschriebenen Blumenwiesenanlage auf der Bodenoberfläche verteilt und angewalzt. Andere Arten kommen in die Erde: Für die Kornrade ist 1 cm Saattiefe angegeben, für Büschelschön 1 bis 2 cm. Ich streue das Saatgut erst längs und dann quer über die Fläche und drücke es anschließend mit einem Brett an. Der Ratgeber zur Aussaat zeigt, wie du Blumenwiesensamen zum passenden Zeitpunkt ausbringst.

Kurz erklärt

Saatmengen gibt es mit und ohne Füllstoff, und beide Zahlen meinen Verschiedenes. Für die Mischung LUX-Blumenwiese aus Blumen und Gräsern sind 3 bis 4 g/m² Saatgut ohne Füllstoff empfohlen; mit Füllstoff kann es auf eine gesamte Ausbringungsmenge von 10 g/m² gestreckt werden. Lies deshalb auf der Packung nach, ob die Angabe reines Saatgut meint.

Zweijahresblumen lassen sich im Freilandbeet vorziehen. Für Wald-Vergissmeinnicht wird in der gärtnerischen Freilandanzucht eine Aussaat von Mitte Juni bis Mitte Juli beschrieben. Berühren sich die Jungpflanzen im Anzuchtbeet, werden sie auf etwa 5 cm Abstand pikiert; ins Beet kommen Vergissmeinnicht in größeren Gruppen mit 15 bis 20 cm Pflanzabstand.

Die ersten Wochen: Keimlinge, Beikraut und Schröpfschnitt

Bis sich etwas zeigt, vergeht Zeit. Bei der LUX-Blumenwiese erscheinen die ersten Keimlinge unter feuchter Witterung nach etwa 2 bis 3 Wochen. Für einjährige Sommerblumenansaaten ist beschrieben, dass die Blüte nach einer Aussaat ab Mitte April nach etwa 6 bis 8 Wochen beginnt.

Läuft aus dem Samenvorrat des Bodens rasch Beikraut auf, ist ein Schröpfschnitt vorgesehen: ein Pflegeschnitt, der den konkurrierenden Aufwuchs kappt. Beschrieben ist der erste Schröpfschnitt etwa 8 bis 10 Wochen nach der Aussaat, stehen bleibt dabei eine Höhe von 5 bis 6 cm. Wächst das Beikraut nach, kann der Schnitt im Ansaatjahr noch ein- bis zweimal vor dessen Samenreife wiederholt werden, sofern die erwünschten Jungpflanzen dabei geschont werden.

Für andere Ansaaten gelten eigene Angaben. Bei Samenunkrautaufwuchs in einjährigen Sommerblumenansaaten kann ein einmaliger Schnitt auf etwa 10 bis 15 cm Höhe helfen. Für mehrjährige Garten-Blühmischungen sind zwischen Mai und September 2 bis 3 Jätgänge gegen Problemunkräuter beschrieben. Ich stecke frisch eingesäte Flächen mit Stäben und Schnur ab und gehe in dieser Zeit nur am Rand entlang. Der Ratgeber zur Pflege zeigt, was im ersten Jahr auf der Blumenwiese ansteht.

Gießen und Witterung: Wasser vor allem zum Start

Nach der Aussaat einer Blumenwiese wird empfohlen, die Fläche etwa 6 Wochen gleichmäßig feucht zu halten. Bei einjährigen Sommerblumenansaaten wird für einen frühen Blühbeginn in Trockenzeiten der Auflaufphase jeden Tag bewässert. Ist der Bestand etabliert, ändert sich das Bild: Etablierte Blumenwiesen und kräuterreiche, extensiv gepflegte Gartenflächen benötigen im Sommer normalerweise keine zusätzliche Bewässerung.

Dazu passen einzelne Artprofile: Der Gewöhnlichen Nachtkerze wird eine hohe Trockenheitstoleranz bescheinigt, die Kranz-Lichtnelke verträgt trockene bis sehr trockene Bedingungen, und bei der Kornrade gilt zeitweilige Trockenheit als verträglich. Das Wetter setzt auch das Ende mancher Kultur: Phacelia tanacetifolia friert bei stärkeren Frösten von etwa −7 bis −6 °C ab. Im Bewässerungs-Ratgeber steht, wie du deine Blumenwiese bewässerst, wenn der Regen in der Startphase ausbleibt.

Düngen: warum die Blumenwiese mager bleibt

Bei einer mageren, auf Artenreichtum ausgerichteten Blumenwiese wird auf Düngung verzichtet, damit konkurrenzstarke Gräser nicht zusätzlich gefördert werden. Auch einzelne Artprofile kommen ohne Dünger aus: Für Kornblume, Wilde Karde, Gewöhnliche Nachtkerze und Blaue Rasselblume heißt es jeweils, dass im Garten keine zusätzliche Düngung nötig ist, und die Kornrade wird am nährstoffarmen, gut durchlässigen Gartenstandort nicht zusätzlich gedüngt.

Eine Regel für alle Arten ist das nicht. Beim Schmuckkörbchen lautet die Empfehlung, zurückhaltend zu düngen, weil zu viel Dünger das Blattwachstum auf Kosten der Blüten fördert. Bei der Gemeinen Nachtviole ist zusätzliche Düngung nicht zwingend nötig; im Staudenbeet kann Kompost im Frühjahr die Blütenbildung fördern. Mehr dazu steht im Ratgeber über die natürliche Düngung von Blumenwiesen.

Häufiger Fehler

Die Blumenwiese wird mitgedüngt, wenn der Rasen daneben seinen Dünger bekommt. Für die Wiesenpflege ist beschrieben, dass Düngung Wiesen-Margeriten aus dem Bestand verdrängen kann; gemeint ist die Wiese, nicht einzelne Garten- oder Schnittsorten. Halte mit dem Streuwagen Abstand zur Wiesenkante.

Mähen und Pflege im Jahreslauf

Wie oft gemäht wird, hängt am Standort. Für Garten-Blumenwiesen werden je nach Wüchsigkeit und Standort 1 bis 3 Mähgänge im Jahr beschrieben. Auf nährstoffarmen, durchlässigen und trockenen Blumenwiesen kann eine einzige Mahd im Herbst ausreichen, beispielsweise Mitte bis Ende September. Mehrjährige Garten-Blühmischungen erhalten ab dem zweiten Standjahr je nach Mischung Ende Juni bis Anfang Juli einen Sommerrückschnitt; empfohlen wird bei ihrer Mahd eine Schnitthöhe von etwa 10 cm.

Das Mähgut räumst du ab, weil das der Fläche auf wüchsigen Standorten Nährstoffe entzieht. Auf größeren Blumenwiesen mähst du Teilflächen zeitlich versetzt, damit auf den ungemähten Partien Rückzugsräume für Insekten bleiben. Ich mähe meine Wiese in Abschnitten und lasse jedes Mal einen Streifen stehen. Der Ratgeber zur Mahd erklärt, wann und wie du eine Wildblumenwiese mähst.

Im gemüsebaulichen Gründüngungsanbau wird Phacelia nach etwa 3 Monaten, jedenfalls vor der Samenbildung, geschlegelt, also zerkleinert, oder man lässt sie abfrieren. Nach dem Einarbeiten einer Gründüngung im Garten wartest du vor der nächsten Aussaat oder Pflanzung meist etwa 2 bis 3 Wochen; die Belegung der Beete danach planst du im Beetplaner.

Ernte: Samen sammeln, Blüten nicht ungeprüft essen

Ernten heißt bei Wildblumen zuerst, Samen für die nächste Saat zu sichern. Bei Sommerblumen wie dem Schmuckkörbchen sammelst du die Samen für die eigene Nachzucht, sobald sie braun und vollständig ausgereift sind; grüne Samenstände bleiben noch stehen. Ich schneide reife Samenstände in Papiertüten und schreibe Art und Jahr gleich darauf. Für eine einzelne Art zeigt ein eigener Ratgeber, wie du bei Kornraden Saatgut gewinnst.

Anders liegt die Sache bei Blüten für die Küche. Der Name Wildblume sagt nichts über die Essbarkeit: Eine pauschale Essbarkeit von Wildblumen oder Blühmischungen gibt es nicht, und was auf den Teller soll, muss vorher als genießbare Art sicher bestimmt sein.

Achtung

Blüten verwendest du nur für Speisen, wenn du die Art sicher bestimmt hast und ihre Eignung zum Verzehr geklärt ist. Zu den heimischen Wildpflanzen, die Pyrrolizidinalkaloide bilden, gehören Jakobskreuzkraut, Gemeines Greiskraut und Natternkopf; bestimmte Pyrrolizidinalkaloide können die Leber schädigen. Das Kraut des Frühlings-Adonisröschens ist giftig und enthält herzwirksame Steroidglykoside. Als Zierpflanzen verkaufte Blumen verwendest du wegen möglicher Pflanzenschutzmittelbehandlungen nicht als essbare Blüten. Eine Verzehrfreigabe für andere Blüten, Kräuter oder selbst hergestellte Tees folgt daraus nicht.

Mischungen und Saatgut wählen

Die erste Entscheidung fällt zwischen einjähriger Sommerblumenmischung und mehrjähriger Blühmischung, also zwischen jährlicher Neuansaat und einer Fläche auf Dauer. Die zweite betrifft die Zusammensetzung: Es gibt Kräutersaatgut und Mischungen aus Blumen und Gräsern wie die LUX-Blumenwiese, und für stark beschattete Flächen kommen passende Saummischungen in Frage. Der Auswahl-Ratgeber zeigt, welche Blumenmischung zu welchem Gartentyp passt.

Die dritte Entscheidung betrifft die Herkunft. Für regionales, gebietseigenes Saat- und Pflanzgut krautiger Arten ist Deutschland in 22 Ursprungsgebiete eingeteilt. Frag beim Kauf nach, aus welchem Ursprungsgebiet eine Mischung stammt, damit du sie mit deiner Region abgleichen kannst.

Rechtlich zählt die Lage der Fläche: Gebäuden zugeordnete Gärten gehören grundsätzlich nicht zur freien Natur im Sinne von § 40 BNatSchG, maßgeblich bleibt aber die tatsächliche Zuordnung der Fläche im Einzelfall.

Wo Wildblumen hinpassen: Garten, Wegrand und Stadt

Nicht jede Fläche muss eine hohe Wiese werden. Ein bis zu 20 cm hoher Kräuterrasen kann im Garten als blütenreiche und weiterhin betretbare Alternative zum kurzen Zierrasen dienen. Neben hochwachsenden Blumenwiesen wird entlang von Wegen und Beeten ein mindestens 50 cm breiter Rasenstreifen empfohlen, der umfallende Halme auffängt.

Im Straßenraum zählt die Höhe aus einem anderen Grund: Die drei Veitshöchheimer Sommerblumenmischungen Sommertöne, Gelbtöne und Pastelltöne bleiben unter 1 m Wuchshöhe, um Sichtachsen im innerstädtischen Straßenraum weniger zu beeinträchtigen.

Eine kleine Form ist der Blühstreifen am Gemüsebeet; welche Kulturen im Beet daneben zusammenpassen, prüfst du im Mischkultur-Planer. Der Ratgeber zum Garteneinsatz beschreibt, was Blumenmischungen im Garten leisten.

Was Blühflächen Insekten bringen

Blüten liefern Insekten Nektar und Pollen. Wie viel eine Fläche davon für wen bietet, hängt an den Arten in der Mischung und an der Pflege. Ein Beispiel zeigt, warum die Artenliste zählt: Einzelne Scherenbienenarten sammeln ihren Pollen ausschließlich an Glockenblumen und brauchen deshalb genau diese Pflanzen im Blütenangebot. Für solche Spezialisten ersetzt eine bunte Mischung ohne Glockenblumen die fehlende Pflanze nicht.

Die Pflege wirkt mit: Wird eine größere Blumenwiese in Teilflächen und zeitlich versetzt gemäht, bleiben auf den ungemähten Partien Rückzugsräume für Insekten erhalten. Wie viele Arten eine einzelne Gartenfläche fördert, lässt sich nicht in einer Zahl sagen; mehr dazu, welche Bedeutung Wildblumenwiesen für Insekten haben, steht im Ratgeber zur Artenvielfalt.

Zum Vertiefen: die Wildblumen-Ratgeber

Das war das Fundament – für jedes Thema findest du hier den vertiefenden Ratgeber:

Anzucht & Aussaat

32 Ratgeber
Start hier

Gänseblümchen säen: Zeitpunkt, Lichtkeimung und der Weg zur ersten Blüte

Lesen →5 Min
Wegwarte aussäen: Zeitpunkt, Saattiefe und Ausdünnen6 Min→Blumenwiese im Rasen anlegen: Schritt für Schritt umbauen oder einsäen7 Min→Blumenwiese im Schatten anlegen: Schattsaum, Arten und Pflege9 Min→Wildblumensamen aussäen: Zeitpunkt, Kreuzsaat und Andrücken statt Einharken5 Min→Kornraden aussäen: Zeitpunkt, Saattiefe und Pflege bis zur Blüte8 Min→Saatgutmenge für die Blumenwiese: So berechnest du Gramm pro Quadratmeter6 Min→Wiesenmargeriten aussäen: Termin, Saattiefe und der Weg zur ersten BlüteSo legst du eine Blumenwiese an: Saatgut, Boden und gleichmäßige AussaatWiesen-Flockenblume aussäen: Standort und PflegeStandort für die Blumenwiese: Licht, Boden und die passende VorbereitungWucherblumen in die Wildblumenwiese integrieren: Blühinseln, Partner, MähplanKleine Blumenwiese in der Stadt: Rasenecke, Wand, Schatten und wenig WasserBlaue Rasselblume: Standort, Aussaat und Pflege im SteingartenNachtkerzen in der Wildblumenwiese: Saatmenge, Partner und Pflege über zwei JahreKlatschmohn säen und pflegen: vom Lichtkeimer zur üppigen BlüteKlatschmohn im Garten: So bereitest du Boden und Saatbett vorWildblumenwiese anlegen: So vermeidest du Fehler bei Standort, Boden und SaatBunte Blumenwiese im kleinen Garten: Fläche, Kübel, Hochbeet und IdeenSamenbomben selber machen: Rezept, Samenwahl und Pflege der FlächeGuerilla Gardening mit Samenbomben: Rezept, Pflanzenwahl und RechtslageBodenvorbereitung für Blumenmischungen: So bereitest du dein Beet je nach Mischungstyp vorKleintier-Wiese anlegen: Mischung, Totholz, Wasserstelle und Nisthilfen für InsektenBlumenwiese anlegen und pflegen: Schritt für Schritt vom Saatbett bis zur NachsaatInsektenfreundliche Blumenmischungen: Auswahl, Aussaat und Pflege übers JahrWildblumen aus Samen ziehen: Saatschale, Keimung und erste BlüteBlumensamen-Mischungen aussäen: Wann du welche Mischung sästAdonisröschen aussäen: Frühlings- und Sommer-Adonisröschen Schritt für Schritt zum Keimen bringenBoden für die Blumenwiese vorbereiten: mit Umgraben oder ohneWildblumenwiese im bestehenden Garten: Rasen umwandeln, Übergänge planenFrühlingsblüher pflanzen: Nektar für Bienen vom Winterling bis zur TulpeHundszunge anbauen: Boden, Aussaat und Pflege über zwei Gartenjahre

Pflege & Düngen

15 Ratgeber

Schneiden & Formen

2 Ratgeber

Ernten & Lagern

1 Ratgeber

Sorten & Auswahl

12 Ratgeber

Vermehren

2 Ratgeber

Überwintern

1 Ratgeber

Krankheiten & Schädlinge

4 Ratgeber

Rezepte & Verwendung

1 Ratgeber

Wissen & Sonstiges

87 Ratgeber
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Reseden im Naturgarten: Aussaat, Duftpartner und die passende Art

Lesen →7 Min
Blumenwiese im Schatten: Schattsaum und Stauden statt Sonnenwiese7 Min→Büschelschön als Bienenweide und Gründüngung: Was Phacelia Insekten und Boden bringt7 Min→Garten-Fuchsschwanz im Naturgarten: Was er Vögeln und Insekten bietet und wie du ihn anbaust7 Min→Jahreszeiten der Wildblumen: Wann sie blühen und warum du die Wiese im Winter stehen lässt11 Min→Fingerhut im Naturgarten: ansiedeln, Selbstaussaat lenken, Gift beachten4 Min→Standortansprüche der Kornrade: So findest du den passenden Platz im Garten6 Min→Nachtviolen: Aussaat, Abendduft für Nachtfalter und gelenkte SelbstaussaatWinterraps für Bienen: was die Rapsblüte leistet und wie du ihn sästFeldsonnenblumen im Garten: Bienenweide, Gründünger und VogelfutterBlumenwiese regional anpassen: von Norddeutschland bis zum AlpenvorlandWiesenmargeriten in der Wildblumenwiese: Gruppen, Höhe, Blüte und SamenWildblumenparadies planen: Blühfolge, Raupenfutter und Platz im GartenSkabiose in der Blumenwiese: Standort, Nachsaat, Partner und MahdWilde Karde: Blüten für Insekten, Samen für Vögel, Stängel als NistplatzRasselblume im Naturgarten: so passt sie in Wiese und StaudenbeetWiesenmargerite: Standort nach Licht, Boden, pH und Klima wählenRasselblumen für Bienen und Schmetterlinge: Spätsommerblüte und passende PartnerBlumenwiesen als Luftreiniger: Was sie bei Staub und Ozon leistenPrachtlein in der Wildblumenwiese: Partner, Aussaat und PflegeWitwenblumen für Bienen und Schmetterlinge: säen, pflegen, vermehrenKornblumen: Warum die Ackerblume zurückgeht und wie du sie im Garten förderstKornrade: Vom gefürchteten Unkraut zur gefährdeten WildblumeNachtkerze und Insekten: Wie die Abendblüte Nachtfalter versorgtPrachtlein für Bienen: Aussaat, Standort, Sorten und eigenes SaatgutVerbenen im Naturgarten: drei Eisenkraut-Arten für Beet, Wiese und KübelHeimische Pflanzen: Artengaranten im Garten und wie du sie standortgerecht wählstWegwarte als Gründüngung: Was ihre Pfahlwurzel deinem Boden bringtWitwenblumen in der Blumenwiese: Acker- und Wald-Witwenblume ansiedeln und erhaltenKlatschmohn in der Wildblumenwiese: ansiedeln, mischen, kombinierenWildblumenwiese und Wildblumenstreifen: welche Tiere sie nutzen und wie du schonend mähstKlimaangepasste Blumenwiese: Saattermin, Arten und WinterpflegeBlumenwiesen: Was Wiesenblumen für Insekten, Stadt und Klima leistenGräser in Blumenwiesen: Warum sie dazugehören und wie du das Gleichgewicht hältstWegwarte im Naturgarten: Standort, Partner und wie du sie vermehrstÖkologischer Mehrwert von Blumenmischungen: Was sie Insekten, Boden und Wasser bringenLöwenzahn und Bodenqualität: Was die Zeigerpflanze anzeigt und was nichtHundszunge im Naturgarten: Arten, Einsatzorte, Selbstaussaat und GiftigkeitWiesenmargeriten kombinieren: passende Gräser, Stauden und BlühfolgeWildblumenmischungen: So blüht deine Fläche vom Frühjahr bis HerbstWucherblumen im Garten: Schmuckkörbchen säen, pflegen und für Bienen nutzenBüschelschön (Phacelia): Porträt und Platz in der WildblumenwieseBlumenwiese für Vögel: Was sie bietet und was du ergänztFeuchtwiesenpflanzen: Wildblumen für nasse und wechselfeuchte Stellen im GartenAdonisröschen: Blütezeit, Arten und Pflege im naturnahen GartenBlumenwiese als CO2-Speicher: Wie viel sie bindet und wie du es misstBlütezeiten von Blumenmischungen: was wann blüht und was im Winter stehen bleibtBlumenwiesen in der Stadtplanung: Flächen, Akzeptanz, Recht und KostenLeinkraut im Naturgarten: Futter für Hummeln und Raupen, Aussaat in der KälteSaatgut-Mischungen im Überblick: Welche für Blüten, Gemüse oder deinen Boden?Blumenwiesen als Erosionsschutz: am Hang, am Ackerrand, in der StadtAdonisröschen in der Blumenwiese: einbinden, nach der Samenreife mähen, Selbstaussaat fördernBlumenwiese und Allergien: so planst du Wildblumenmischung und BlühkalenderRasselblume als Bioindikator: Was der Klappertopf über deine Wiese anzeigtWirkung der Wegwarte: Was von der Heilkraft belegt istVergissmeinnicht in Wildblumenwiesen: So siedelst du die Frühblüher anWegwarte: Wie sie Insekten und Vögel fördert und wie du sie schütztRosenkelch (Silene coronaria): Aussaat, Pflege und Verwendung der silbrigen StaudeIst Schleierkraut bienenfreundlich? 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Häufige Fragen

Wann werden Wildblumen ausgesät?
Das hängt an der Art. Für Klatsch-Mohn und Wiesen-Flockenblume ist April bis Juni als Aussaatzeit angegeben, für Margerite und Gänseblümchen März bis Juli und für Büschelschön April bis September. Bei einer Mischung richtest du dich nach der Angabe auf der Packung. Feines Kräutersaatgut verteilst du auf der Bodenoberfläche und walzt es an; Klatsch-Mohn ist ein Lichtkeimer und wird nur angedrückt.
Wie viel Saatgut brauche ich für eine Blumenwiese?
Für feines Kräutersaatgut zur Anlage einer Blumenwiese werden meist 1 bis 3 g/m² verwendet; maßgeblich bleibt die Empfehlung deiner Mischung. Für die Mischung LUX-Blumenwiese aus Blumen und Gräsern sind zum Beispiel 3 bis 4 g/m² Saatgut ohne Füllstoff empfohlen.
Wie oft wird eine Blumenwiese im Garten gemäht?
Für Garten-Blumenwiesen werden je nach Wüchsigkeit und Standort 1 bis 3 Mähgänge im Jahr beschrieben. Auf nährstoffarmen, durchlässigen und trockenen Blumenwiesen kann eine einzige Mahd im Herbst ausreichen, beispielsweise Mitte bis Ende September.
Muss ich eine Blumenwiese gießen?
Nach der Aussaat einer Blumenwiese wird empfohlen, die Fläche etwa 6 Wochen gleichmäßig feucht zu halten. Etablierte Blumenwiesen und kräuterreiche, extensiv gepflegte Gartenflächen benötigen im Sommer normalerweise keine zusätzliche Bewässerung.
Soll ich meine Blumenwiese düngen?
Bei einer mageren, auf Artenreichtum ausgerichteten Blumenwiese verzichtest du auf Düngung, damit konkurrenzstarke Gräser nicht zusätzlich gefördert werden. Für die Wiesenpflege ist außerdem beschrieben, dass Düngung Wiesen-Margeriten aus dem Bestand verdrängen kann.
Kann ich die Blüten aus meiner Wildblumenmischung essen?
Nicht pauschal: Blüten verwendest du nur für Speisen, wenn du die Art sicher bestimmt hast und ihre Eignung zum Verzehr geklärt ist. Zu den heimischen Wildpflanzen, die Pyrrolizidinalkaloide bilden, gehören Jakobskreuzkraut, Gemeines Greiskraut und Natternkopf; bestimmte Pyrrolizidinalkaloide können die Leber schädigen. Als Zierpflanzen verkaufte Blumen verwendest du wegen möglicher Pflanzenschutzmittelbehandlungen nicht als essbare Blüten.

Was ist ein Unkraut? Eine Pflanze, deren Vorzüge noch nicht entdeckt worden sind […]

Ralph Waldo Emerson, The Fortune of the Republic (1874/1878 (Druck als Pamphlet; die Ausgabe nennt in der Vorrede 1874, im Copyright-Vermerk 1878)) · Übers. samen.de · Beleg
Zuletzt geprüft: Quellen: Arten-Hub (Root): Artprofile von Klatsch-Mohn, Margerite, Gänseblümchen, Büschelschön, Großblütigem Lein, Kornrade, Gewöhnlicher Nachtkerze, Wiesen-Flockenblume, Kornblume, Wilder Karde, Blauer Rasselblume, Schmuckkörbchen, Gemeiner Nachtviole und Kranz-Lichtnelke, Fachquellen Blumenwiese und Blühmischungen: LWG Bayern und Bayerische Gartenakademie, StMELF, Hortipendium und Gartenakademie Rheinland-Pfalz, BLE/BZL, Bundesamt für Naturschutz, Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Rieger-Hofmann, BfR und BLE/BZL (essbare Blüten, Giftpflanzen, Pyrrolizidinalkaloide)