Rosenkohl aussäen: Zeitpunkt, Keimdauer und Rückrechnung vom Erntefenster
- Rosenkohl säst du von März bis Mai, im Freiland-Saatbeet oder geschützt unter Glas.
- Die Samen keimen in 7 bis 14 Tagen.
- Für die Winterernte pflanzt du von Mai bis Anfang Juni.
- Ab der Pflanzung braucht Rosenkohl je nach Sorte etwa 160 bis 250 Tage.
- Geerntet wird von Oktober bis Dezember sowie im Januar und Februar.

Beim Rosenkohl fällt schon im Frühjahr die Entscheidung, wann du im Herbst und Winter ernten kannst. Ab der Pflanzung steht er je nach Sorte etwa 160 bis 250 Tage im Beet. Das sind rund 5,5 bis 8 Monate, und die Anzucht kommt noch davor. Ich plane ihn deshalb rückwärts: erst das Erntefenster, dann den Pflanztermin, zuletzt den Saattag.
Wann säst du Rosenkohl?
Gesät wird Rosenkohl von März bis Mai. Vorgezogen wird er im Freiland-Saatbeet, eine geschützte Anzucht unter Glas ist ebenso möglich. Für die Winterernte kommen die Jungpflanzen von Mai bis Anfang Juni an ihren endgültigen Platz. Die Ernte läuft von Oktober bis Dezember und weiter im Januar und Februar.
| Schritt | Zeitraum beim Rosenkohl |
|---|---|
| Aussaat im SaatbeetDas Saatbett ist die vorbereitete obere Bodenschicht eines Beetes, in die du säst. Es soll eben, frei von Steinen und groben Schollen und feinkrümelig sein, und zwar umso feiner, je feiner die Samen sind. oder unter Glas | März bis Mai |
| Keimung | 7 bis 14 Tage |
| Pflanzung für die Winterernte | Mai bis Anfang Juni |
| Kulturdauer ab Pflanzung | etwa 160 bis 250 Tage, je nach Sorte |
| Ernte | Oktober bis Dezember, Januar und Februar |
Das Pflanzfenster endet Anfang Juni und schon die Keimung dauert 7 bis 14 Tage, darum säst du für Jungpflanzen früh im AussaatfensterDas Aussaatfenster ist der Zeitraum im Jahr, in dem eine Pflanzenart sinnvoll ausgesät werden kann. Es richtet sich vor allem nach dem Temperaturanspruch der Art, der Bodentemperatur und der Frostgefahr.. Ich hänge mir den Aussaatkalender für Kohl zum Ausdrucken neben die Saatschalen, damit ich alle Kohltermine auf einem Blatt sehe.
Ich schreibe Sorte, Saattag und Pflanztag auf das Stecketikett und übertrage alles in mein Gartenheft. Bei der Ernte trage ich daneben ein, wann ich an welcher Reihe zum ersten Mal gepflückt habe.
Wie lange keimt Rosenkohl?
Rosenkohlsamen brauchen 7 bis 14 Tage, bis die Keimlinge durch die Erde kommen. Für die Keimung zählt die Temperatur der Erde, mit einer Untergrenze und einer Obergrenze. Rosenkohl ist kein Lichtkeimer, du deckst die Samen also mit Erde ab.
KeimtemperaturDie Keimtemperatur ist die Temperatur, bei der Samen keimen. Jede Pflanzenart hat dafür ein Minimum, ein Optimum und ein Maximum; unterhalb des Minimums keimt die Saat nicht. für Rosenkohl mit Untergrenze bei 15 bis 18 °C und Obergrenze bei 20 bis 22 °C. Keimdauer 7 bis 14 Tage, Saattiefe 0,5 bis 1 cm.
Ich lese vor der Aussaat das Thermometer im Saatbeet ab. Liegt die Erde noch unter der Untergrenze, säe ich geschützt unter Glas und warte mit dem Saatbeet.
Wie rechnest du vom Erntetermin zum Saattag zurück?
Ich rechne deshalb vom Erntefenster aus, das im Oktober beginnt, und lege Pflanzung und Saat davor.
- Erntefenster wählen. Rosenkohl erntest du von Oktober bis Dezember und im Januar und Februar. Leg fest, ob du eher im Herbst oder eher im Winter ernten willst.
- Kulturdauer nachsehen. Ab der Pflanzung braucht Rosenkohl je nach Sorte etwa 160 bis 250 Tage. Maßgeblich ist die Angabe für deine Sorte.
- Pflanztermin festlegen. Für die Winterernte pflanzt du von Mai bis Anfang Juni.
- Saattag davorsetzen. Gesät wird von März bis Mai, im Saatbeet oder unter Glas. Zwischen Saattag und Pflanztermin liegt die Anzucht.
Die Kulturdauer hängt von der Sorte ab und die Ernte beginnt im Oktober, darum kommst du mit früher Pflanzung und kurzer Kulturdauer am ehesten an den Anfang des Erntefensters. Eine Sorte mit langer Kulturdauer liefert eher im Winter.
Die Kulturdauer vom Saattag aus rechnen. Die etwa 160 bis 250 Tage zählen ab der Pflanzung, die Anzucht kommt noch davor. Wer vom Saattag aus rechnet, setzt den Start zu spät an.
Erntefenster zwischen Oktober und Februar gewählt; Kulturdauer der Sorte nachgesehen; Pflanztermin zwischen Mai und Anfang Juni gesetzt; Saattag zwischen März und Mai davorgelegt; Temperatur im Saatbeet gemessen.
Vorziehen oder direkt säen?
Rosenkohl ziehst du im Freiland-Saatbeet oder geschützt unter Glas vor, auch eine DirektsaatBei der Direktsaat säst du die Samen gleich an Ort und Stelle ins Beet, statt sie vorher im Haus vorzuziehen. Die Pflanzen keimen und wachsen dort, wo du sie später erntest. an den endgültigen Platz ist möglich. Lass die Sämlinge nicht zu dicht stehen, sonst werden sie lang und schwach. Die Handgriffe vom Säen über das PikierenPikieren heißt, dicht aufgelaufene Sämlinge zu vereinzeln: Du setzt die jungen Pflänzchen einzeln in kleine Töpfe, sobald sich in der Triebmitte die ersten Laubblätter zeigen, damit jedes genug Platz zum Wachsen hat. bis zum Auspflanzen zeigt der Kohl-Ratgeber im Abschnitt Aussaat, Anzucht und Pflanzung.
Was bis zur Ernte wichtig wird
Boden. Rosenkohl will einen vollsonnigen Platz und fruchtbaren, gut durchlässigen Boden, am liebsten mittelschwer bis schwer und kalkhaltig. Vor dem Auspflanzen arbeitest du reifen Kompost ins Beet ein. Mehr zu Boden und pH-Wert steht im Kohl-Ratgeber unter Standort und Boden.
Schutz. Überwinterte KohlerdflöheErdflöhe sind winzige, sprungstarke Blattkäfer, die Blätter von Kohlgewächsen wie Radieschen, Rucola und Kohl siebartig durchlöchern. Am häufigsten sind Kohlerdflöhe, kleine Käfer mit gelben Streifen an der Seite. erscheinen meist ab April, und die erste Generation der Kleinen KohlfliegeDie Kohlfliege (Kleine Kohlfliege) ist ein Schädling an Kohl, Rettich und Radieschen. Ihre weißlichen Maden sitzen im Wurzelbereich junger Kohlpflanzen, die dann welken; in Rettich und Radieschen verursachen sie Fraßgänge. tritt witterungsabhängig im April oder Anfang Mai auf. Ich lege deshalb gleich nach der Aussaat ein KulturschutznetzEin Kulturschutznetz, auch Gemüsefliegennetz genannt, ist ein engmaschiges Kunststoffnetz, das du locker über Gemüsebeete legst. Es hält Gemüsefliegen wie Möhren-, Kohl- und Zwiebelfliege von den Pflanzen fern, außerdem Vögel und Kaninchen. übers Saatbeet, nach dem Pflanzen über die Reihen, und schließe die Ränder dicht. Netz und Entgipfeln behandelt der Kohl-Ratgeber unter Pflege, und welche Arbeiten beim Rosenkohl übers Jahr anstehen, zeigt dir der Jahreskalender.
Winter. Wer bis in den Januar oder Februar erntet, lässt die Pflanzen so lange im Beet. Eine Vliesabdeckung kann überwinterndes Gemüse vor starker Kälte und vor Wintersonne schützen. Wie Kohl mit Frost umgeht, ordnet der Kohl-Ratgeber unter Sorten und Jahreszeiten ein.
Beetplanung. Weil Rosenkohl vorgezogen wird und erst ab Mai ins Beet kommt, kann die Fläche bis dahin noch mit einer ersten Kultur belegt bleiben. Welche Fläche nach der Kohl-Anbaupause frei ist, planst du im Beetplaner. Die Regeln zur Anbaupause stehen im Kohl-Ratgeber unter Fruchtfolge und Mischkultur.
Wo steht Rosenkohl im Kohl-Kalender?
Rosenkohl säst du ab März und damit früher als Weiß- und Rotkohl, die von April bis Mai gesät werden. Kohlrabi folgt von April bis Juli, Grünkohl von Mai bis Juli. Geerntet wird Rosenkohl dagegen im Herbst und Winter, von Oktober bis in den Februar.
Wann Blumenkohl je nach Sorte, Anbauweise und Region gesät wird, liest du im Ratgeber zum Aussaatzeitpunkt für Blumenkohl. Für Chinakohl findest du die Aussaatzeiten je Jahreszeit und Ernteziel. Wie du Rotkohl je nach Sortengruppe vom Samen an ziehst, zeigt der Rotkohl-Ratgeber.




