Rotkohl-Schädlinge und Krankheiten: erkennen und gezielt abwehren
- Fraßlöcher mit grünen oder braunen Kotkrümeln deuten auf Raupen hin, eine welke Pflanze mit weißen Maden am Strunk auf die Kohlfliege.
- Ein Kulturschutznetz, direkt nach dem Pflanzen aufgelegt und rundum dicht am Boden, kann die Eiablage von Kohlfliegen und Faltern verhindern.
- Die Mehlige Kohlblattlaus sitzt blaugrau unter den Blättern; ihre Kolonien entfernst du schon zu Befallsbeginn.
- Falscher Mehltau zeigt gelbliche Flecken und unterseits weißgrauen Pilzrasen; kurze Blattnässezeiten können ihn begrenzen.
- Alternaria macht rundliche graubraune Blattflecken und wird bei 15 bis 25 °C und hoher Luftfeuchtigkeit begünstigt.
- Bei Kohlhernie kommen kranke Pflanzen samt Wurzeln in den Restmüll, nicht auf den Kompost.

Löcher im Blatt, eine Jungpflanze, die plötzlich schlappmacht, graublaue Polster unter den Blättern: Am Rotkohl kündigen sich Schädlinge und Krankheiten meist mit kleinen Zeichen an. Wer sie früh deutet, hat mehr Möglichkeiten, denn bei beginnendem Raupenbefall kann Absammeln schon ausreichen. Ich gehe deshalb ab April regelmäßig durch mein Kohlbeet und drehe dabei auch Blätter um.
Rotkohl gehört wie Weißkohl und Wirsing zum Kopfkohl, der seinen geschlossenen Kopf aus Blättern bildet. Mit diesen Verwandten teilt er Schädlinge wie die KohlfliegeDie Kohlfliege (Kleine Kohlfliege) ist ein Schädling an Kohl, Rettich und Radieschen. Ihre weißlichen Maden sitzen im Wurzelbereich junger Kohlpflanzen, die dann welken; in Rettich und Radieschen verursachen sie Fraßgänge., deren Maden bei allen dreien vor allem im Strunk und im Wurzelbereich fressen.
Welche Schädlinge und Krankheiten treffen Rotkohl?
Die Übersicht ordnet typische Zeichen den möglichen Ursachen zu. Ein Schadbild ist dabei immer ein Hinweis und keine sichere Diagnose. Schau deshalb zusätzlich auf die Blattunterseite und bei Welke auch an die Wurzel.
| Was du siehst | Mögliche Ursache | Erster Schritt |
|---|---|---|
| Lochfraß bis auf die Blattrippen, grüne oder braune Kotkrümel | Raupen des Kohlweißlings | Raupen und Eigelege absammeln |
| Minen, später Loch- oder Fensterfraß, feines weißes Gespinst an den Herzblättern | Raupen der Kohlmotte | Herzblätter kontrollieren, Raupen absammeln |
| Welke Pflanze, beim Herausziehen weiße Maden im Wurzelbereich | Kohlfliege | übrige Pflanzen mit Netz und Pappkragen schützen |
| Blaugraue, wachsbepuderte Kolonien unter den Blättern, eingerollte Blätter | Mehlige Kohlblattlaus | Kolonien früh entfernen oder abspülen |
| Zahlreiche kleine Löcher, winzige springende Käfer | Kohlerdflöhe | feinmaschiges Netz |
| Tierchen unter den Blättern fliegen bei Berührung auf, klebriger HonigtauHonigtau ist die zuckerhaltige Ausscheidung von Blattläusen, die die Blätter verklebt. Auf ihm können sich schwarze Rußtaupilze ansiedeln, außerdem fressen Ameisen ihn., schwarzer Rußtau | Kohlmottenschildlaus | befallene Pflanzen nicht überwintern lassen |
| Fraß mit silbrigen Schleimspuren | Schnecken | absammeln, Schneckenzaun |
| Weißer, mehliger Belag | Echter Mehltau | Blattunterseite prüfen |
| Gelbliche Flecken, unterseits weißgrauer PilzrasenPilzrasen nennt man den sichtbaren Belag, den ein Pilz auf befallenen Blättern oder Stängeln bildet, etwa den grauen Pilzrasen beim Grauschimmel. Der Begriff beschreibt ein Merkmal des Schadbilds, nicht die Krankheit selbst. | Falscher Mehltau | BlattnässeBlattnässe ist Wasser, das als Film oder Tropfen auf den Blättern steht, etwa nach Regen, Tau oder Gießen über die Blätter. Hält sie länger an, können Pilzerreger die Blätter leichter infizieren. kurz halten |
| Rundliche, graubraune Blattflecken | Alternaria | befallene Blätter entfernen |
| Kümmern oder Welke, knötchenartige bis fingerförmige Wucherungen an den Wurzeln | Kohlhernie | Wurzeln prüfen, kranke Pflanzen samt Wurzeln in den Restmüll |
Wann du am Rotkohl genau hinsiehst
Viele Kohlschädlinge treten zu typischen Zeiten auf. Ab April sind die überwinterten Kohlerdflöhe meist unterwegs, ab Juli kommt die neue Käfergeneration dazu. Die erste Generation der Kleinen Kohlfliege taucht je nach Witterung im April oder Anfang Mai auf. Mit der Eiablage beginnt sie ungefähr 8 bis 10 Tage später. Ab April schaust du deshalb regelmäßig nach deinen Jungpflanzen, und zwar auch unter dem Netz. Wann Rotkohl gesät und gepflanzt wird, hast du im druckbaren Aussaatkalender für Kohl auf einem Blatt.
So gehe ich durchs Rotkohlbeet.
- Blattoberseiten und Blattunterseiten ansehen, auch die Herzblätter
- Fraßlöcher auf Kotkrümel, Schleimspuren oder springende Käfer prüfen
- Bei welken Pflanzen Strunk und Wurzelbereich kontrollieren
- Netzränder auf Lücken abgehen
- Flecken zuordnen: mehliger Belag, Pilzrasen auf der Unterseite oder rundliche Flecken
Kohlweißling und andere Raupen erkennen
Die Raupen des Kohlweißlings fressen Löcher, die bis auf die Blattrippen reichen können. Auf den Blättern bleiben dabei grüne oder braune Kotkrümel zurück. Siehst du solche Spuren, suchst du die Pflanze gezielt nach Raupen und Eigelegen ab. An Kohl fressen außerdem die Raupen von Kohlmotte und Kohleule, und die Tabelle hilft beim Unterscheiden.
| Raupe | Aussehen und Fraßbild | Länge |
|---|---|---|
| Großer Kohlweißling | gelb mit schwarzen Flecken | bis 4 cm |
| Kleiner Kohlweißling | grün, samtartig behaart | bis 3 cm |
| Kohleule | grün bis braun | bis 4 cm |
| Kohlmotte | grünlich-grau; erst Minen, später Loch- oder Fensterfraß, häufig mit feinem weißem Gespinst an den Herzblättern | bis 1 cm |
Beim Rotkohl schaue ich besonders zwischen die inneren Blätter. An den Herzblättern hinterlassen Kohlmottenlarven häufig ein feines weißes Gespinst, und dort suche ich zuerst.
Raupen von Hand absammeln
Bei wenigen Rotkohlpflanzen im Hausgarten suchst du Eigelege und Raupen und entfernst sie von Hand. Ist der Befall gering oder beginnt er gerade erst, kann das Absammeln schon ausreichen. Gelbe Kokonhäufchen neben einer abgestorbenen Raupe lässt du dabei liegen. Solche Kokons können von der Brackwespe Cotesia glomerata stammen und sollten geschützt bleiben.
Ein Kulturschutznetz kann den Befall von Kopfkohl mit Schadinsekten verhindern oder vermindern, also auch die Eiablage der Falter. Wie du es richtig auflegst, steht im Abschnitt zur Kohlfliege. Tomaten und Sellerie werden als Mischkulturpartner für Kopfkohl empfohlen, um den Kohlweißlingsbefall zu mindern. Solche Nachbarschaftseffekte sind allerdings schwer nachzuweisen und hängen von Standort und Pflege ab. Welche Nachbarn zu deinem Rotkohl passen, prüfst du mit dem Mischkultur-Planer für dein Beet.
Kohlfliege: wenn Rotkohl plötzlich welkt
Die weißlichen Maden der Kohlfliege werden bis etwa 1 cm lang. Am Rotkohl fressen sie vor allem im Strunk und im Wurzelbereich, sodass die Pflanze welkt. Junge Pflanzen können dadurch ganz absterben. Welkt eine Pflanze und findest du beim Herausziehen weiße Maden im Wurzelbereich, spricht das für Kohlfliegenbefall.
Welke kann aber auch andere Ursachen haben. Der Befund an Wurzel und Strunk hilft beim Einordnen.
| Befund an Wurzel und Strunk | Mögliche Ursache |
|---|---|
| Weißliche Maden im Wurzelbereich | Kohlfliege |
| Knötchenartige bis fingerförmige Wucherungen, innen weißfleischig und nicht hohl | Kohlhernie |
| Gallen mit Hohlräumen, die Larven enthalten können | Kohlgallenrüssler |
| Weder Maden noch Wucherungen | andere Ursachen möglich, etwa Welkekrankheiten wie Verticillium oder FusariumFusarium ist eine Gattung im Boden lebender Pilze, zu der gefürchtete Erreger von Pflanzenkrankheiten gehören. Typisch ist die Fusarium-Welke: Die Pflanze welkt, ältere Blätter können einseitig vergilben, später bricht sie zusammen und fault., die sich nur im Labor sicher unterscheiden lassen |
Netz und Pappkragen rechtzeitig einsetzen
Gegen die Kohlfliege setzt du schon beim Pflanzen an. Das Kulturschutznetz kommt unmittelbar nach der Pflanzung auf das Beet und bleibt während der Kultur liegen. Lass beim Auflegen genug Spiel, damit der Rotkohl darunter wachsen kann. Die Ränder verschließt du rundum dicht mit Erde oder Steinen.
Ich nehme für Rotkohl ein Netz mit 0,8 mm Maschenweite. Diese Weite wird für Kohlgemüse empfohlen, auch gegen kleine Schädlinge wie Erdflöhe, Blattläuse und Weiße Fliegen. Gegen Kohlfliegen allein würde schon eine Maschenweite von etwa 1,3 mm genügen.
Ein Netz, das erst nach Beginn der Eiablage aufliegt, kann bereits abgelegte Eier nicht mehr fernhalten. Bei Frühjahrspflanzungen gehört es deshalb am Pflanztag auf das Beet.
Zusätzlich lege ich Pappkragen um den WurzelhalsDer Wurzelhals ist die Übergangszone zwischen Sprossachse und Hauptwurzel einer Pflanze. Botanisch ist er der untere Teil des Keimstängels und oft etwas verdickt. der jungen Pflanzen. Die Kragen fangen abgelegte Kohlfliegeneier auf, und ich entferne die Eier zusammen mit den Kärtchen.
Das Netz kann zufliegende Kohlfliegen fernhalten, verhindert aber keinen Befall durch Puppen, die schon im Beet überwintert haben. Wer Rotkohl auf einer Fläche mit Kohlfliegenpuppen unter Netz setzt, schließt den Schädling also mit ein. Ich pflanze Rotkohl deshalb nicht dorthin, wo im Vorjahr Kohl stand.
Mehlige Kohlblattlaus: Läuse am Rotkohl erkennen und entfernen
Die Mehlige Kohlblattlaus wirkt durch ihre Wachsbepuderung blaugrau. Die Kolonien sitzen überwiegend auf den Blattunterseiten. Weißlich-graue Läusekolonien und eingerollte Blätter weisen auf diese Laus hin. Entferne die Kolonien schon zu Befallsbeginn, indem du befallene Blätter abnimmst. Mit einem kräftigen kalten Wasserstrahl kannst du die Läuse auch abspülen.
Im Freien gehören Schwebfliegen- und Marienkäferlarven zu ihren Gegenspielern. Findest du harte, kugelige, hellbraune Läuse, sind das vermutlich Mumien: Diese Tiere wurden von der Kohlblattlausschlupfwespe parasitiert.
Ein Netz mit 0,8 mm wird auch gegen Blattläuse empfohlen, doch geschlossen hält es ebenso die natürlichen Gegenspieler fern. Läuse, die bereits unter dem Netz sitzen, werden dort deshalb nicht automatisch von Nützlingen reguliert. Kontrolliere unter dem Netz also genauso gründlich wie auf offenen Beeten.
Brennnesseljauche soll Rotkohl gegen Läuse widerstandsfähig machen. Vergorene Brennnesseljauche dient im Garten als stickstoffhaltiger Dünger. Einem Brennnesselauszug wird zwar eine Wirkung gegen Blattläuse zugeschrieben, die setzt aber voraus, dass er die Läuse direkt trifft. Vorbeugend gespritzt bleibt er wirkungslos.
Erdflöhe, Mottenschildläuse und Schnecken
Kohlerdflöhe sind etwa 2,5 bis 3 mm große, springende Käfer. Der Fraß hinterlässt zahlreiche kleine Löcher in den Blättern, und warme, trockene Frühjahre begünstigen die Tiere. Feuchthalten allein bekämpft Erdflöhe nicht verlässlich. Gegen sie wird ein Netz mit höchstens 0,9 mm Maschenweite empfohlen. Das feinere Netz aus dem Kohlfliegen-Abschnitt erfüllt diese Anforderung. Mehr dazu findest du im Ratgeber, wie du Weißkohl vor Erdflöhen, Kohlfliege und Mehltau schützt.
Kohlmottenschildläuse sitzen mit ihren Larven unter den Blättern und fliegen bei Berührung auf. Der klebrige Honigtau, den sie ausscheiden, kann einen schwarzen Rußtaubelag begünstigen. Rotkohl-Wintersorten können auf dem Beet bleiben, doch befallene Kohlpflanzen dienen der Mottenschildlaus als Winterquartier. Befallene Wintersorten lässt du deshalb nicht bis zum nächsten Frühjahr im Beet stehen. Weitere Schädlinge an lange stehendem Kohl behandelt der Ratgeber, wie du Grünkohl vor Krankheiten und Schädlingen schützt.
Silbrige Schleimspuren sprechen für Schneckenfraß. Schnecken sammelst du am besten früh morgens, spät abends oder bei Regenwetter ab. Ein Schneckenzaun schützt nur, wenn er lückenlos steht und keine Pflanzen über ihn hinweg eine Brücke bilden. Tiere, die schon innerhalb des Zauns sitzen, musst du trotzdem absammeln.
Echter oder Falscher Mehltau am Rotkohl?
Hinter dem Namen Mehltau stecken zwei verschiedene Krankheiten. Zum Unterscheiden drehst du ein fleckiges Blatt um. Der Echte Mehltau bildet an Kopfkohl einen weißen, mehligen Belag. Beim Falschen Mehltau entstehen gelbliche Blattflecken, und vor allem auf der Unterseite wächst ein weißgrauer Pilzrasen.
Gegen den Falschen Mehltau setzt du an der Blattnässe an. Halte die Zeiten kurz, in denen die Blätter nass sind. Gieß dafür früh am Tag und direkt auf den Boden, damit das Laub tagsüber abtrocknen kann. Eine langsam laufende Tropfbewässerung bringt das Wasser gezielt an die Pflanzen und kann den KrankheitsdruckKrankheitsdruck beschreibt, wie groß die Gefahr ist, dass Pflanzen von Krankheitserregern befallen werden. Er steigt zum Beispiel bei feucht-warmem Wetter, das besonders Pilzkrankheiten fördert. vermindern. Jungpflanzen gibst du reichlich Luft, lässt keinen Tau auf den Blättern stehen und sorgst dafür, dass ihr Laub rasch trocknet; das beugt dem Falschen Mehltau vor. In der Anzucht vermeidest du Blattnässe deshalb von Anfang an.
Bei 8 bis 12 °C keimen die Konidien des Falschen Mehltaus an Kohl besonders leicht. Liegen die Temperaturen bei 15 bis 17 °C, dringt der Erreger besonders schnell ins Blattgewebe ein.
Beim Echten Mehltau hilft ein Blick auf andere Kohlarten. An Blumenkohl gilt er bisher nicht als besonders ernste Krankheit, und an Grünkohl erfordert er im Hausgarten normalerweise keine Bekämpfung. Ich beobachte weiß bepuderte Blätter an meinem Rotkohl deshalb zunächst und prüfe, ob auf der Unterseite nicht doch ein Pilzrasen sitzt.
Alternaria: rundliche Blattflecken am Rotkohl
Alternaria verursacht an Kopfkohl rundliche, graubraune Blattflecken. Begünstigt wird die Krankheit durch Temperaturen von 15 bis 25 °C bei hoher Luftfeuchtigkeit. Rundliche Flecken bleiben aber ein Hinweis, deshalb gleichst du sie mit den Mehltau-Merkmalen ab. Befallene Blätter nimmst du ab, damit sich die Krankheit weniger ausbreitet. Beim Gießen halte ich mich an dieselbe Regel wie beim Mehltau: früh am Tag und direkt auf den Boden.
Winterformen von Rotkohl bilden festere Köpfe und eignen sich besser für den Wintervorrat als Sommerformen. Bei Alternaria gehören zugleich nur gesunde Köpfe ins Lager. Wer Rotkohl einlagern will, prüft deshalb jeden Kopf vor dem Einlagern auf Flecken und sortiert befallene aus.
Kohlhernie: kurz eingeordnet
Kümmert oder welkt dein Rotkohl und zeigen die Wurzeln knötchenartige bis fingerförmige Wucherungen, deutet das auf Kohlhernie hin. Eine direkte Behandlung gibt es nicht: Kranke Pflanzen kommen samt Wurzeln in den Restmüll statt auf den Kompost, und die Geräte reinigst du danach gründlich. Wie du der Kohlhernie bei Rotkohl mit Fruchtfolge, Kalkung, Sortenwahl und Hygiene vorbeugst, liest du im eigenen Ratgeber dazu.
Vorbeugen, Nützlinge und Chemie in Kürze
Gesund pflanzen
Rotkohl braucht einen sonnigen Platz und tiefgründigen, gut durchlässigen, humusreichen Boden, in den du bei der Pflanzvorbereitung Kompost einarbeitest. Plane für Rotkohl eine Fruchtwechselpause von 4 Jahren ein; den Wechsel der Beete behältst du mit dem Beetplaner für deinen Garten im Blick. Standort, Düngung und Fruchtfolge vertieft der Kohl-Ratgeber, der auch beschreibt, wie du Kohl vorbeugend schützt, kontrollierst und erst zuletzt eingreifst.
Nützlinge fördern
Draußen setzt biologischer Pflanzenschutz vor allem auf die Nützlinge, die schon da sind, und fördert sie. Blühender Dill, Fenchel und ungefüllte Ringelblumen bieten erwachsenen Schwebfliegen und parasitoiden Wespen Pollen und Nektar, Laubschichten und PolsterstaudenPolsterstauden sind niedrige, winterharte Stauden, die flach in die Breite wachsen und dabei dichte Polster oder Teppiche bilden. Sie werden vor allem im Steingarten und als Bodendecker verwendet. schützen Marienkäfer beim Überwintern. Welche Nützlinge gegen die typischen Kohlschädlinge arbeiten, zeigt der Ratgeber zum Rosenkohlanbau.
Chemie nur als letzter Schritt
Chemische Pflanzenschutzmittel kommen für mich erst in Frage, wenn Netz, Absammeln und Abspülen nicht mehr reichen. Prüfe dann in Gebrauchsanleitung und BVL-Datenbank die Zulassung für Rotkohl im Haus- und Kleingarten und halte Schutzkleidung, Wartezeit und Entsorgungshinweise ein. Solche Mittel können auch Nützlinge treffen; den Rahmen dafür beschreibt der oben verlinkte Kohl-Ratgeber im Abschnitt zu Schädlingen und Pflanzenschutz.




