Nährstoffe und Düngung für den Hörnchenkürbis: von der Bodenvorbereitung bis zur Fruchtbildung
- Der Hörnchenkürbis ist die Inkagurke Cyclanthera pedata und gehört nicht zur Gattung Cucurbita, zu der Hokkaido, Zucchini und Butternut zählen.
- Er braucht einen warmen, sonnigen Platz mit humosem, sehr nährstoffreichem und gleichmäßig gut mit Wasser versorgtem Boden.
- Im Freiland ist Kompost die Grundlage, nachgedüngt wird bei Bedarf im Laufe der Vegetationszeit.
- Eine Standardbodenuntersuchung alle 4 bis 5 Jahre erfasst pH-Wert, Phosphat und Kalium, Stickstoff braucht eine eigene Untersuchung.
- Im Kübel kann auch vorgedüngte torffreie Erde während der Kultur zu wenig verfügbaren Stickstoff liefern.

Wer den Hörnchenkürbis nach einer Anleitung für Butternut oder Hokkaido düngt, richtet sich nach einer Pflanze, die gar nicht im Beet steht. Der Hörnchenkürbis ist die Inkagurke, botanisch Cyclanthera pedata, eine einjährige Kletterpflanze aus der Familie der KürbisgewächseKürbisgewächse (Cucurbitaceae) sind eine Pflanzenfamilie, aus der vor allem Gurken, Melonen, Wassermelonen und Kürbisse samt Zucchini angebaut werden. Typisch sind frostempfindliche, meist rankende Arten, die männliche und weibliche Blüten getrennt an derselben Pflanze tragen.. Ich bereite sein Beet mit Kompost vor und dünge während der Saison nur nach, wenn Boden oder Pflanze Bedarf zeigen.
Warum Kürbis-Rezepte beim Hörnchenkürbis nicht passen
Die Inkagurke ist eine traditionell in Peru genutzte Gemüsepflanze. Als Kletterpflanze erreicht sie eine Wuchshöhe ab 200 cm, Frost verträgt sie nicht. Mehr über Herkunft, Merkmale und Anbau liest du im ausführlichen Porträt des Hörnchenkürbis.
Für die Düngung zählt vor allem die Botanik. Hokkaido, Zucchini und Butternut gehören zur Gattung Cucurbita, der Hörnchenkürbis dagegen zu einer anderen Gattung derselben Familie. Dünge-Empfehlungen, die für diese Speisekürbisse gedacht sind, übernehme ich deshalb nicht ungeprüft.
Feste Gramm-Angaben für Hornspäne oder Hornmehl aus einer Kürbis- oder Zucchini-Anleitung auf den Hörnchenkürbis übertragen. Diese Mengen gehören zu Beeten mit Arten der Gattung Cucurbita. Für die Inkagurke im Freiland gilt: Kompost als Grundlage und nachdüngen, wenn Bedarf besteht.
Empfehlungen für den Garten
Standort und Boden
- Standort
Einen warmen, sonnigen Platz mit humosem, sehr nährstoffreichem Boden wählen, der gleichmäßig gut mit Wasser versorgt ist; eine Rankhilfe vorsehen.
- Bodenart
Geeignet ist humoser, sehr nährstoffreicher Boden mit guter Wasserversorgung.
- Substrat
Für die Vorkultur normale Aussaaterde verwenden und gleichmäßig feucht halten.
- Anbauort
Die Pflanze eignet sich für Freiland und Kübel.
Pflege
- Pflege
Eine Rankhilfe bereitstellen und den Boden gleichmäßig mit Wasser versorgen.
- Düngung
Für Inkagurken im Freiland empfiehlt sich Kompost; bei Bedarf im Laufe der Vegetationszeit nachdüngen.
Lebensform und Verwendung
- Lebensform
Die Pflanze ist einjährig und klettert.
- Verwendung
Die Pflanze eignet sich als sommerlicher Sichtschutz und zur Begrünung von Pergolen, Rankgittern und Zäunen.
Welche Nährstoffe braucht der Hörnchenkürbis?
Stickstoff, Phosphor und Kalium zählen zu den HauptnährstoffenHauptnährstoffe sind die Nährstoffe, die Pflanzen in größeren Mengen brauchen: Stickstoff, Phosphor, Kalium, Calcium, Magnesium und Schwefel. Beim Düngen im Garten stehen Stickstoff, Phosphor, Kalium und Magnesium im Vordergrund., Calcium, Magnesium und SchwefelSchwefel ist einer der wichtigsten Pflanzennährstoffe. Pflanzen brauchen ihn vor allem für den Eiweißaufbau und nehmen ihn überwiegend als Sulfat aus dem Boden auf, zum Teil auch aus der Luft. zu den Sekundärnährstoffen. Welche Aufgabe jeder davon in der Pflanze hat, liest du im Ratgeber darüber, wie du Gartenkürbisse mit Nährstoffen versorgst. Beim Hörnchenkürbis beginne ich mit der Frage, was mein Boden schon mitbringt.
Was dir die Bodenuntersuchung verrät
Für Gemüsebeete ist eine Standardbodenuntersuchung alle 4 bis 5 Jahre üblich. Sie erfasst Bodenart, pH-Wert, Phosphat und Kalium; Magnesium lässt du sinnvollerweise gleich mitbestimmen. Humus und Stickstoff gehören nicht zum Standard, dafür brauchst du gesonderte Untersuchungen. Mit dem Ergebnis kannst du Auswahl und Menge des Düngers an das anpassen, was in deinem Beet tatsächlich verfügbar ist.
Bei stark erhöhten Phosphor- oder Kaliumwerten schränkst du die Kompostzufuhr ein. Die Standarduntersuchung zeigt dir also, ob du die Kompostgabe einschränken solltest, aber nicht, wie viel Stickstoff deinem Hörnchenkürbis gerade zur Verfügung steht.
Für die meisten kultivierten Kürbisgewächse gilt ein pH-Wert von 5,5 bis 7,0 als günstig, zwischen den Arten sind Unterschiede möglich. Kalk ist nur sinnvoll, wenn der gemessene Wert unter dem Bereich liegt, der zu Bodenart und Humusgehalt deines Beets passt.
Und die Mikronährstoffe?
Eisen, Mangan, Zink und Bor zählen zu den Spurennährstoffen. Beim Hörnchenkürbis dünge ich sie nicht einzeln, sondern setze auf Kompost, der die Pflanzen mit Nährstoffen versorgt und das Bodenleben fördert. Sehen junge Blätter auffällig aus, prüfe ich zuerst pH-Wert, Bodenfeuchte und die letzten Düngergaben. Ein Blattsymptom kann auf einen Mangel hindeuten, es kann aber genauso andere Ursachen haben.
Dein Düngeplan von der Anzucht bis zur Fruchtbildung
| Phase | Was du tust | Im Blick |
|---|---|---|
| Vorkultur | normale Aussaaterde verwenden und gleichmäßig feucht halten | kurze Vorkultur von 2 bis 3 Wochen |
| Beet im Frühjahr | Boden lockern, Kompost oberflächlich einarbeiten, Rankhilfe verankern | Grundgabe für Gemüsebeete: etwa 3 l Kompost je m² und Jahr |
| Wachstum | bei Bedarf nachdüngen, zum Beispiel mit verdünnter PflanzenjauchePflanzenjauche ist ein selbst angesetzter Flüssigdünger aus Pflanzen wie Brennnessel, Beinwell, Löwenzahn oder Giersch, die in Wasser gären. Ihre Nährstoffe stehen den Pflanzen schnell zur Verfügung. | im Beet zu jeder Düngergabe mindestens 20 l Wasser je m² |
| Blüte und Fruchtbildung | weiter nach Bedarf düngen, Stickstoff nicht auf Vorrat geben | Blütezeit Juni bis September |
| Kübel | Grunddüngung der Erde anrechnen, beim Fruchtwachstum bei Bedarf nachdüngen | Feuchte unter der Oberfläche prüfen |
Anzucht in normaler Aussaaterde
Für die Vorkultur nimmst du normale Aussaaterde und hältst sie gleichmäßig feucht. Die Inkagurke braucht nur eine kurze Vorkultur von 2 bis 3 Wochen und kommt nach den letzten Frösten ins Beet. Wann du dafür säst, zeigt dir der Aussaatkalender für Kürbis und Zucchini zum Ausdrucken.
Beet vorbereiten: Kompost zuerst, dann die Rankhilfe
Der Hörnchenkürbis braucht einen warmen, sonnigen und geschützten Platz. Sein Boden soll humos, sehr nährstoffreich und gleichmäßig gut mit Wasser versorgt sein. Die Grundlagen dazu stehen im Ratgeber-Kapitel darüber, was Kürbis und Zucchini an Standort und Boden brauchen.
Im Freiland ist Kompost die empfohlene Grundlage für die Inkagurke. Als Grundgabe für Gemüsebeete gelten etwa 3 l Kompost je m² und Jahr. Ich arbeite ihn im Frühjahr vor der Pflanzung oberflächlich ein, sobald der Boden ausreichend abgetrocknet ist. Gelockert wird dabei mit der Grabgabel, erneut umgraben muss ich das Beet dafür nicht.
Kompost lockert schwere Böden und verbessert bei leichten Böden die Wasser- und Nährstoffspeicherung. Weil der Hörnchenkürbis einen humosen und gleichmäßig feuchten Boden braucht, trägt eine Kompostgabe hier zu beiden Ansprüchen gleichzeitig bei.
Das Rankgerüst verankerst du fest, bevor du pflanzt, damit ein späterer Aufbau keine Wurzeln verletzt. Mehr dazu findest du im Beitrag über Rankhilfen für den Hörnchenkürbis.
Nachdüngen nach Bedarf statt nach Kalender
Im Laufe der Vegetationszeit düngst du den Hörnchenkürbis bei Bedarf nach. Feste Termine setze ich mir dafür nicht, ich schaue vorher auf Pflanze und Boden. Werden die neuen Blätter trotz feuchter Erde blasser und legen die Triebe kaum noch zu, kann das auf knappen Stickstoff hindeuten.
Für die Nachdüngung setze ich BrennnesseljaucheBrennnesseljauche ist ein selbst angesetzter Flüssigdünger aus Brennnesselblättern, die zehn bis 14 Tage in Wasser gären. Sie liefert schnell verfügbaren Stickstoff und eignet sich besonders für stark zehrendes Gemüse. an. Fertig ist sie, wenn sie dunkel geworden ist und nicht mehr schäumt. Die verdünnte Jauche gieße ich auf den Boden und nicht über die Blätter. Zu jeder Düngergabe gehören im Gemüsebeet mindestens 20 l Wasser je m², damit der Dünger in den Wurzelraum gelangt.
Für Pflanzenjauche setzt du etwa 1 kg frisches Kraut mit 10 l Wasser an. Zum Düngen verdünnst du die fertige Jauche in der Regel im Verhältnis 1:10 mit Wasser. Eine allgemeingültige Ausbringmenge oder Häufigkeit gibt es nicht, weil sich die Gabe nach dem Bedarf der Pflanze und dem Nährstoffvorrat im Boden richtet.
Auch unabhängig vom Düngen braucht der Hörnchenkürbis einen gleichmäßig mit Wasser versorgten Boden. Wie oft und wie viel du in den einzelnen Phasen gießt, steht im Beitrag über das Bewässern des Hörnchenkürbis in jeder Wachstumsphase. Die Grundlagen erklärt das Kapitel Gießen im Ratgeber zu Kürbis und Zucchini.
Bevor ich nachdünge, gehe ich einmal langsam an der Rankhilfe entlang. Ich schaue auf die Farbe der jüngsten Blätter und auf die Triebspitzen und fühle die Erde am Fuß der Pflanze. Erst danach entscheide ich, ob Jauche dran ist oder nur Wasser.
Blüte und Fruchtbildung
Der Hörnchenkürbis blüht von Juni bis September. Auch in dieser Zeit bleibt es bei derselben Regel wie beim Wachstum: Du düngst nach, wenn Pflanze oder Boden Bedarf zeigen. Die kaliumbetonte Düngung ab dem Anschwellen der Früchte, die für Moschus-Kürbisse empfohlen wird, übertrage ich nicht automatisch auf die Inkagurke. Mit Stickstoff bin ich in der Blüte zurückhaltend, denn beim Ölkürbis fördert eine Überversorgung das Rankenwachstum auf Kosten der Fruchtbildung. Ob die Inkagurke genauso reagiert, ist offen.
Hörnchenkürbis im Kübel düngen
Der Hörnchenkürbis eignet sich auch für den Kübel. Ich pflanze ihn dort in torffreie Kübelpflanzenerde mit luftführenden, porösen Bestandteilen. Das Gefäß braucht Ablauflöcher, damit überschüssiges Wasser abfließt und keine Staunässe entsteht.
Ist die Erde vorgedüngt, rechnest du diese Grunddüngung zuerst an. Auch vorgedüngte torffreie Erde kann aber während der Kultur zu wenig verfügbaren Stickstoff liefern. Während des Fruchtwachstums düngst du deshalb bei Bedarf nach. Vor jeder Flüssiggabe prüfe ich die Feuchte unter der Oberfläche, weil torffreie Erde unten noch nass sein kann, obwohl sie oben trocken aussieht.
Vor dem Nachdüngen im Kübel gehe ich diese Punkte durch.
- Ist die Erde vorgedüngt, und wie lange steht die Pflanze schon darin?
- Ist die Erde unter der Oberfläche noch feucht oder sogar nass?
- Werden die neuen Blätter blasser, und stockt der Zuwachs?
- Sind die Ablauflöcher frei, damit keine Staunässe entsteht?
Vorfrucht und Fruchtfolge: Stickstoff aus dem Vorjahr
Buschbohnen können als Vorfrucht Stickstoff und einen gut durchlüfteten Boden für die folgende Kultur hinterlassen. Leguminosen als Gründüngung binden zusätzlich Luftstickstoff, der für die FolgekulturEine Folgekultur ist das Gemüse, das auf einem Beet als Nächstes angebaut wird, sobald die vorige Kultur abgeerntet ist – noch im selben Gartenjahr oder im nächsten. erst nach der Zersetzung der Pflanzenmasse zählt. Für den Hörnchenkürbis gilt eine FruchtwechselpauseDie Fruchtwechselpause ist die Zeit, in der auf einem Beet weder dieselbe Gemüseart noch eine verwandte Art aus derselben Pflanzenfamilie wächst, damit sich Krankheitserreger und Schädlinge im Boden nicht so leicht vermehren. von 4 Jahren. Welche Vor- und NachkulturenEine Nachkultur ist Gemüse, das im Sommer auf einem frei gewordenen Beet gesät oder gepflanzt wird, nachdem die erste Kultur abgeerntet ist. Es wird noch vor den ersten Frösten reif oder bleibt über den Winter stehen. passen, zeigt der Beitrag zur Fruchtfolge beim Hörnchenkürbis.
Welche Nachbarn zum Hörnchenkürbis passen, prüfst du im Mischkultur-Planer. Wo er in den nächsten Jahren stehen soll, planst du im Beetplaner für deine Beete.


