Gemüse · Melonen · Pflege

Melonen und Wassermelonen düngen: Mengen, Zeitpunkte, Mangelzeichen

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 10 Min.Von der samen.de Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Melonen gelten als Starkzehrer, ihre Versorgung beginnt schon bei der Beetvorbereitung.
  • Kennst du deine Bodenwerte nicht, sind jährlich 3 l Kompost pro m², leicht eingearbeitet, der Ausgangspunkt.
  • Wassermelonen haben im Hausgarten-Freiland einen Stickstoffbedarf von 19 g/m², von dem du die Vorräte im Boden abziehst.
  • Wassermelonen düngst du vor dem stärkeren Rankenwachstum und noch einmal nach der Blüte nach.
  • Zu viel Stickstoff fördert bei Wassermelonen die Ranken auf Kosten der Früchte.
  • Bei Zuckermelonen endet die Düngung, wenn die Fruchtreife beginnt und das Laub abstirbt.
Mehrere Wassermelonen liegen auf dem Boden in einem Feld, umgeben von ihren Blättern und Ranken
Foto: Mark Stebnicki · Pexels License · Quelle ↗

Zu viel Stickstoff fördert bei Wassermelonen die Ranken auf Kosten der Früchte. Wer ohne Plan nachdüngt, riskiert also viel Laub und wenig Frucht. Ich fange deshalb jedes Melonenjahr beim Boden an und rechne erst danach, ob überhaupt Dünger fehlt.

Melonen gelten als Starkzehrer, ihre Versorgung beginnt schon bei der Beetvorbereitung. Hier findest du die Mengen für Kompost und Stickstoff, die Zeitpunkte für Wasser- und Zuckermelonen und den Weg vom Mangelverdacht zur passenden Maßnahme.

Kurz erklärt

Zuckermelonen gehören zur Art Cucumis melo, Wassermelonen zu Citrullus lanatus. Beide sind Kürbisgewächse und werden einjährig kultiviert. Wo sich ihre Düngung unterscheidet, stehen die Angaben getrennt.

Welche Nährstoffe Melonen brauchen

Neben den Hauptnährstoffen Stickstoff, Phosphor und Kalium brauchen Melonen auch Magnesium, Calcium, Schwefel und Spurennährstoffe. Stickstoff ist Bestandteil von Proteinen und Chlorophyll und unterstützt besonders das Blattwachstum. Welche Aufgabe jeder einzelne Nährstoff übernimmt und wie pH-Wert und Humus seine Verfügbarkeit beeinflussen, erklärt der Beitrag darüber, welche Nährstoffe Zuckermelonen wofür brauchen.

Giftig für Haustiere?
Angaben für die Gattung Cucumis
Hund
Ungiftig
Katze
Ungiftig
Pferd
Ungiftig
Ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei Verdacht auf Vergiftung sofort Tierarzt kontaktieren. Quelle: ASPCA Toxic Plants · Stand 2026-07-11
Aussaatkalender Melonen
GartenkalenderAussaat: März, April, Mai; Blüte: Juni, Juli, August, September; Ernte: Juni, Juli, August, September, Oktober, November; Pflanzung: März, April, MaiJFMAMJJASONDAussaatAussaat: MärzAussaat: AprilAussaat: MaiBlüteBlüte: JuniBlüte: JuliBlüte: AugustBlüte: SeptemberErnteErnte: JuniErnte: JuliErnte: AugustErnte: SeptemberErnte: OktoberErnte: NovemberPflanzungPflanzung: MärzPflanzung: AprilPflanzung: MaiAussaatBlüteErntePflanzung

Boden prüfen und Beet vorbereiten

Was dir eine Bodenuntersuchung sagt

Ich lasse den Boden meines Melonenbeets untersuchen, bevor ich über Düngermengen nachdenke. Eine Standard-Bodenuntersuchung zeigt, wie der Boden mit Phosphor und Kalium versorgt ist, und nennt den pH-Wert. Den verfügbaren Stickstoff erfasst sie nicht, dafür brauchst du eine gesonderte Nmin-Untersuchung.

Gerade dieser Wert zählt bei Melonen. Ihr Stickstoffbedarf wird erst zum Düngebedarf, wenn du abziehst, was der Boden enthält und nachliefert. Ohne Nmin-Untersuchung fehlt dir also genau die Zahl, die du für eine Stickstoffrechnung brauchst.

Kompost einarbeiten und Boden lockern

Kennst du die Nährstoffgehalte deines Bodens nicht, ist Kompost dein Ausgangspunkt. Als allgemeine Gartenempfehlung kannst du jährlich 3 l Kompost pro m² leicht einarbeiten. Das ist ein Richtwert für den Garten und kein vollständiger Düngeplan für Melonen. Weist dein Befund für Phosphat die Gehaltsklassen C bis E aus, gelten im Gemüsebeet höchstens 3 l Kompost je m² und Kultur.

Melonen wurzeln flach. Leichte Böden lockerst du im Frühjahr mit der Grabgabel, ohne sie umzugraben. Wassermelonen mögen einen nährstoffreichen, sandigen Lehmboden; nasse Böden vertragen sie schlecht.

Marias Erfahrung

Ich schreibe mir jedes Jahr auf, was ich wann auf das Melonenbeet gegeben habe. Diese Notizen lege ich neben den nächsten Bodenbefund, bevor ich neue Mengen festlege.

Wie viel Dünger Melonen brauchen

Bedarf heißt nicht Düngergabe. Die Werte in der Tabelle beschreiben, was eine Melonenkultur insgesamt braucht. Was dein Boden schon mitbringt und während der Saison nachliefert, ziehst du davon ab.

Kurz erklärt

Der Nährstoffbedarf ist die Menge, die eine Kultur insgesamt braucht. Der Düngebedarf ist der Rest nach Abzug von Bodenvorrat und Nachlieferung. Gedüngt wird nur dieser Rest.

Was Wert Bezug und Vorbehalt
Kompost zur Beetvorbereitung 3 l pro m², jährlich, leicht eingearbeitet allgemeine Gartenempfehlung bei unbekannten Bodengehalten, kein vollständiger Düngeplan
Kompost bei Phosphat-Gehaltsklasse C bis E höchstens 3 l pro m² und Kultur Gemüsebeet
Stickstoffbedarf Wassermelone etwa 14,5 g/m² Erwerbsanbau
Stickstoffbedarf Wassermelone 19 g/m² Hausgarten-Freiland
Stickstoffbedarf Zuckermelone 30 g/m² je Gewächshauskultur, Düngebedarf erst nach Anrechnung vorhandener und nachgelieferter Mengen
Horngrieß-Beispiel Wassermelone 146 g pro m² entsprechen 19 g/m² Stickstoffbedarf vorhandene Vorräte anrechnen, auf 2 bis 3 Gaben verteilen

Die Werte gehören zu verschiedenen Anbauformen. Lies sie deshalb immer mit ihrem Bezug: Der Gewächshauswert der Zuckermelone sagt nichts über eine Wassermelone im Freiland.

Hast du einen Düngebedarf ermittelt, rechnest du ihn so in eine Düngermenge um:

Zahl im Blick

Düngermenge in g/m² = berechneter Nährstoff-Düngebedarf in g/m² × 100 ÷ Nährstoffgehalt des Düngers in %.

Den Nährstoffgehalt in Prozent nennt die Kennzeichnung des Düngers. Fehlen dir die Bodenwerte, rechnest du nicht, sondern startest mit Kompost und beobachtest Wuchs und Laub.

Wassermelone düngen: wie viel und wann

Für Wassermelonen gibt es konkrete Bedarfswerte und klare Zeitpunkte. Im Hausgarten-Freiland liegt ihr Stickstoffbedarf bei 19 g/m². Davon ziehst du ab, was dein Boden an Vorräten mitbringt und nachliefert.

Richte die Düngung von Wassermelonen an einer Bodenuntersuchung aus. Nachgedüngt wird vor dem stärkeren Rankenwachstum und noch einmal nach der Blüte, wenn sich die Früchte entwickeln.

Düngst du mit Horngrieß, hilft das Beispiel aus der Tabelle: Die Menge bezieht sich auf den vollen Bedarf im Hausgarten-Freiland. Vorhandene Vorräte rechnest du an, und die größere Horngrießmenge verteilst du auf 2 bis 3 Gaben.

Gibst du Dünger mit dem Wasser über den Tropfschlauch, nennt man das Fertigation. Wie du dabei Wasser und Dünger bei Wassermelonen in jeder Wachstumsphase aufeinander abstimmst, steht in einem eigenen Beitrag.

Zuckermelonen düngen: Beet, Gewächshaus und Topf

Für Zuckermelonen unterscheidet sich die Düngung zwischen Gartenboden und Gefäß. Ein gut vorbereitetes Beet braucht eventuell gar keine Nachdüngung. Wächst die Pflanze schwach, kannst du nachdüngen. Richte dich dabei nach Wuchs und Bodenbefund.

Im Gewächshaus liegt der Stickstoffbedarf von Zuckermelonen bei 30 g/m² je Kultur. Auch dort düngst du nur, was nach Anrechnung von Vorrat und Nachlieferung fehlt.

Melonen im Topf oder Pflanzsack

Im Topf oder Pflanzsack düngst du Zuckermelonen während des Wachstums flüssig. Ab walnussgroßen Früchten wechselst du auf einen kaliumbetonten Dünger. Einen trockenen Wurzelballen gießt du vor dem Düngen leicht an.

Das Substrat sollte leicht sein, Luft und Wasser speichern und einen Nährstoffvorrat enthalten. Es darf weder ganz austrocknen noch staunass werden. Steht der Topf im Regen, braucht er ein Abzugsloch, ein Wasserspeichergefäß einen Überlauf.

Auch Wassermelonen lassen sich im Kübel oder Hochbeet ziehen. Die Sorte Mini Love F1 eignet sich für die Gefäßkultur, braucht wegen ihrer langen Triebe aber Platz.

Düngekalender: von der Anzucht bis zur Fruchtreife

Zeitpunkt Was ansteht Gilt für
Anzucht, Kulturstart März bis Mai in nährstoffreiche Erde säen Melonen
Beetvorbereitung vor dem Auspflanzen Bodenuntersuchung, Kompost leicht einarbeiten Melonen im Beet
vor dem stärkeren Rankenwachstum nachdüngen Wassermelone
nach der Blüte, während der Fruchtentwicklung erneut nachdüngen Wassermelone
während des Wachstums flüssig düngen Zuckermelone im Topf oder Pflanzsack
ab walnussgroßen Früchten kaliumbetont flüssig düngen Zuckermelone im Topf oder Pflanzsack
beginnende Fruchtreife und absterbendes Laub Düngung beenden Zuckermelone

Wann Anzucht und Pflanzung in deinem Gartenjahr anstehen, zeigt dir der Aussaatkalender für Melonen zum Ausdrucken.

Wann mit dem Düngen Schluss ist

Bei Zuckermelonen beendest du die Düngung, sobald die Fruchtreife beginnt und das Laub abstirbt. Gelbes, absterbendes Laub ist zu dieser Zeit also kein Anlass für eine letzte Gabe. Bei Wassermelonen gehört die zweite Nachdüngung in die Fruchtentwicklung nach der Blüte.

Organisch düngen: Kompost, Horngrieß und Jauche

Organische Dünger wirken meist langfristiger als leicht lösliche mineralische. Ihre Nährstoffe sind organisch gebunden und müssen erst von Bodenorganismen aufgeschlossen werden, bevor die Pflanze sie aufnehmen kann. Organisch düngst du deshalb vorausschauend: bei der Beetvorbereitung und in Teilgaben, nicht erst, wenn eine Pflanze schon schwächelt.

Kompost ist die Grundversorgung für das Melonenbeet. Horngrieß setzt du ein, wenn du einen Stickstoffbedarf berechnet hast, und teilst die Menge auf mehrere Gaben auf.

Brennnessel- oder Beinwelljauche wird im Hausgarten gern als Flüssigdünger angesetzt. Ihren Nährstoffgehalt in Prozent kennst du dabei nicht, also lässt sich die Gabe nicht mit der Mengenformel berechnen. Gib Jauche deshalb nur, wenn die Pflanze schwach wächst, und schau danach auf Wuchs und Laub.

Häufiger Fehler

Kompost und Horngrieß gelten als harmlos, also wird großzügig nachgelegt. Auch organische Dünger können bei übermäßiger Anwendung zu einer Überdüngung führen.

Mineralisch düngen: schnell, aber nur gerechnet

Leicht lösliche mineralische Dünger stellen Nährstoffe schneller bereit als organische. Ich setze sie nur ein, wenn ich aus dem Bodenbefund einen Düngebedarf ausgerechnet habe. Die Menge ergibt sich dann aus der Mengenformel und dem Nährstoffgehalt des Düngers.

Ein Volldünger bringt Stickstoff, Phosphor und Kalium gemeinsam mit. Zeigt der Befund, dass nur ein Nährstoff fehlt, reicht ein Einzelnährstoffdünger. So füllst du nicht nebenbei Phosphor oder Kalium auf, die der Boden schon ausreichend enthält.

Kaliumbetonte Dünger gehören bei Zuckermelonen im Topf in die Phase ab walnussgroßen Früchten. Kaliumbetont heißt aber nicht, Kalium ohne Maß zu geben, denn hohe Kaliumgehalte können die Magnesiumaufnahme hemmen.

Blattdüngung: Vorsicht mit nassem Laub

Bei der Blattdüngung sprühst du eine Nährlösung auf die Blätter, statt die Nährstoffe über den Boden zu geben. Die Konzentration richtest du nach der Gebrauchsanweisung des Blattdüngers.

Bei Melonen spricht die Krankheitsvorbeugung gegen das Besprühen. Die Ausbreitung des Falschen Mehltaus wird durch 15 bis 20 °C und nächtliche Taubildung begünstigt. Zur Vorbeugung sollen die Blätter möglichst trocken bleiben. Auch Stängelbrand wird durch lange Blattnässe begünstigt. Wer Blätter besprüht, macht sie also genau so nass, wie es die Vorbeugung gegen beide Krankheiten vermeiden will.

Ich versorge meine Melonen deshalb über den Boden und halte das Laub beim Gießen trocken. Willst du trotzdem über das Blatt düngen, sprühe nicht, wenn nachts Tau zu erwarten ist. Bei einem Mangelverdacht klärst du parallel den Boden: Feuchte, bisherige Gaben und Befund.

Gießen und Düngen gehören zusammen

Pflanzen nehmen Bodennährstoffe nur auf, wenn sie in der Bodenfeuchtigkeit gelöst sind, deshalb kommt Dünger in ausgetrocknetem Boden nicht bei der Pflanze an. Gegossen wird nach Kulturphase und an den Fuß der Pflanze, wie es der Abschnitt zum Gießen von Melonen im Melonen-Ratgeber beschreibt. Welche Technik passt und woran du Gießfehler erkennst, zeigt der Beitrag darüber, wie du Melonen richtig bewässerst.

Nährstoffmangel erkennen und beheben

Ein Blattbild ist ein Hinweis, keine Diagnose. Bevor ich nachdünge, prüfe ich die Bodenfeuchte, die Kulturphase und das, was ich bisher gegeben habe.

Was blasses oder schwaches Laub bedeuten kann

Stickstoff und Magnesium sind beide Bestandteil des Chlorophylls, des grünen Blattfarbstoffs. Wird das Laub insgesamt blasser, kann das deshalb auf zu wenig Stickstoff hindeuten, ebenso auf Magnesiummangel. Hast du vorher kaliumbetont gedüngt, kommt auch eine gehemmte Magnesiumaufnahme infrage.

Wächst eine Zuckermelone insgesamt schwach, ist eine Nachdüngung möglich. Welke allein beweist keinen Wassermangel, denn sie kann auch von Wurzeln kommen, die nach zu starkem Gießen geschädigt sind. Stirbt das Laub ab, während die Fruchtreife beginnt, wird bei Zuckermelonen nicht mehr gedüngt.

Mini-Checkliste

  • Ist der Boden im Wurzelbereich feucht? Die Pflanze nimmt Nährstoffe nur gelöst aus der Bodenfeuchte auf.
  • Beginnt die Fruchtreife und stirbt das Laub ab? Dann düngst du nicht mehr nach.
  • Was hast du bisher gegeben? Viel Kalium kann die Magnesiumaufnahme hemmen.
  • Bleibt das Bild, lass den Boden untersuchen, für Stickstoff mit Nmin-Wert.
  • Beobachte nach jeder Gabe Wuchs und Laub.

Mangel gezielt beheben

Bestätigt der Bodenbefund einen Mangel, rechnest du den Düngebedarf aus und setzt ihn mit der Mengenformel in Dünger um. Fehlt nur ein Nährstoff, gibst du gezielt diesen einen. Leicht lösliche mineralische Dünger stellen ihn schneller bereit als organische. Bleibt der Befund unklar, düngst du nicht auf Verdacht, sondern beobachtest Wuchs und Laub weiter.

Überdüngung erkennen und vermeiden

Mythos-Check

Mehr Stickstoff, mehr Melonen? Nein. Zu viel Stickstoff fördert bei Wassermelonen die Ranken auf Kosten der Früchte. Viel Laub mit wenig Fruchtansatz kann deshalb auf ein Zuviel hindeuten.

Geschädigte Triebspitzen an Zuckermelonen können von Hitze kommen. Im Gewächshaus sollen deshalb Temperaturen über 35 °C vermieden werden. Kommt Hitze als Ursache nicht infrage, kann ein hoher Salzgehalt im Boden ähnliche Schäden an den Triebspitzen auslösen.

Bei Verdacht auf Überdüngung setzt du weitere Gaben aus, bis die Ursache geklärt ist. Lass den Boden untersuchen und rechne die Vorräte beim nächsten Durchgang an, statt nach Schema neu zu düngen. Beim Kompost hältst du die Obergrenze für die Phosphat-Gehaltsklassen C bis E ein.

Biologisch düngen: Gründüngung, Fruchtfolge und Mischkultur

Im biologischen Anbau kommt die Versorgung aus organischen Düngern, aus Gründüngung und aus einer durchdachten Fruchtfolge. Ein humoser, lockerer Gartenboden kann zudem Wasser besser speichern.

Gründüngung vor und nach Melonen

Als Gründüngung vor oder nach Melonen passen Lupine, Phacelia und Gelbsenf; auch Lein und Luzerne gelten als passende Gründünger. Gelbsenf gehört wie Kohl zu den Kreuzblütlern, deshalb zählst du ihn wegen gemeinsamer Krankheitserreger in der Kohl-Fruchtfolge mit. Auf abgeernteten Gemüsebeeten kann im Oktober noch Winterroggen als Gründüngung gesät werden.

Vorfrucht und Fruchtfolge

Buschbohnen nutzen über ihre Symbiose mit Knöllchenbakterien Luftstickstoff und hinterlassen als Vorfrucht Stickstoff im Boden. Stehen deine Melonen nach Buschbohnen, rechnest du diesen Stickstoff beim Düngebedarf mit an.

Melonen, Gurken, Kürbisse und Zucchini sind Kürbisgewächse und sollten nicht unmittelbar aufeinander folgen. Für Melonen gilt eine Anbaupause von 4 Jahren. Nach Melonen kommen zum Beispiel Spinat, Bohnen oder Zwiebeln infrage. Wie Anbaupause und Abstände in dein Beet passen, rechnest du mit dem Beetplaner für deine Beetbelegung durch.

Mulch und Mischkultur

Eine Mulchdecke vermindert Wasserverlust, Verschlämmung und Erosion. Grünschnittmulch kommt bei Wassermelonen erst auf ausreichend erwärmten Boden. Rasenschnitt bringst du nur angewelkt und dünn aus und wiederholst die Gabe bei Bedarf.

Als gute Nachbarn für Melonen gelten unter anderem Zwiebeln, Dill, Spinat, Basilikum und Knollenfenchel. Kürbis, Hörnchenkürbis, Ziergurken, Kalebasse und Wassermelonen sind unverträgliche Nachbarn, Zucker- und Wassermelone stehen also besser nicht nebeneinander. Günstige Nachbarschaftseffekte sind allerdings schwer nachzuweisen: Eine Mischkultur unterstützt, sie garantiert nichts. Welche Partner zusammenpassen, schlägst du im Mischkultur-Werkzeug nach.

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Häufige Fragen

Welche Hauptnährstoffe brauchen Melonen?
Melonen gelten als Starkzehrer und brauchen vor allem Stickstoff, Phosphor und Kalium. Stickstoff ist Bestandteil von Proteinen und Chlorophyll und unterstützt besonders das Blattwachstum, Phosphor steckt in Nukleinsäuren und im Energieträger ATP. Kalium wirkt an der Regulation von Wasserhaushalt und Spaltöffnungen mit. Dazu kommen unter anderem Magnesium als Baustein des Chlorophylls und Calcium für stabile Zellwände.
Was zeigt eine Bodenanalyse für den Melonenanbau?
Eine Standard-Bodenuntersuchung zeigt, wie der Boden mit Phosphor und Kalium versorgt ist, und nennt den pH-Wert. Den verfügbaren Stickstoff erfasst sie nicht, dafür ist eine gesonderte Nmin-Untersuchung nötig. Mit diesen Werten lässt sich der Düngebedarf berechnen, denn vom Nährstoffbedarf der Melonen wird abgezogen, was der Boden schon enthält und nachliefert. Ohne Analyse sind jährlich 3 l Kompost pro m², leicht eingearbeitet, der Ausgangspunkt.
Welche Düngemengen sind bei Melonen empfehlenswert?
Sind die Bodenwerte unbekannt, können jährlich 3 l Kompost pro m² leicht eingearbeitet werden. Für Wassermelonen reicht der Stickstoffbedarf von etwa 14,5 g/m² im Erwerbsanbau bis 19 g/m² im Hausgarten-Freiland, wobei Vorräte im Boden angerechnet werden. In einem Düngebeispiel für Wassermelonen entsprechen 146 g Horngrieß pro m² einem Stickstoffbedarf von 19 g/m²; diese Menge wird um die Bodenvorräte verringert und auf 2 bis 3 Gaben verteilt. Für andere Dünger gilt die Rechnung: Düngebedarf in g/m² mal 100, geteilt durch den Nährstoffgehalt des Düngers in Prozent.
Worin unterscheiden sich organische und mineralische Düngung bei Melonen?
Organische Dünger wie Kompost oder Horngrieß wirken meist langfristiger; ihre Nährstoffe müssen erst von Bodenorganismen aufgeschlossen werden, bevor die Pflanze sie aufnehmen kann. Leicht lösliche mineralische Dünger stellen Nährstoffe schneller bereit. Organisch heißt aber nicht harmlos, denn auch organische Dünger können bei übermäßiger Anwendung zu einer Überdüngung führen. Bei beiden richtet sich die Menge nach Bodenbefund und Bedarf der Kultur.
Stimmt es, dass mehr Stickstoff automatisch zu besseren Melonenerträgen führt?
Nein. Zu viel Stickstoff fördert bei Wassermelonen das Rankenwachstum auf Kosten der Früchte. Gedüngt wird deshalb nach Bedarf: Vom Stickstoffbedarf der Kultur wird abgezogen, was der Boden schon enthält und nachliefert, und nur der Rest wird gegeben. Ein gut vorbereiteter Gartenboden braucht bei Zuckermelonen eventuell gar keine Nachdüngung.
Wann ist die beste Zeit für die Grunddüngung von Melonen?
Die Grundversorgung gehört in die Beetvorbereitung, also vor das Auspflanzen nach den letzten erwarteten Frösten. Melonen gelten als Starkzehrer, deshalb beginnt ihre Versorgung schon dort. Sind die Nährstoffgehalte des Bodens unbekannt, können jährlich 3 l Kompost pro m² leicht eingearbeitet werden. Nachgedüngt wird später nach Bedarf, bei Wassermelonen vor dem stärkeren Rankenwachstum und nach der Blüte.
Was sind die Unterschiede zwischen Wassermelonen düngen und Zuckermelonen düngen?
Wassermelonen haben im Hausgarten-Freiland einen Stickstoffbedarf von 19 g/m² und werden vor dem stärkeren Rankenwachstum sowie nach der Blüte nachgedüngt. Zuckermelonen haben im Gewächshaus einen Stickstoffbedarf von 30 g/m² je Kultur; die beiden Werte gehören zu verschiedenen Anbauformen und sind nicht direkt vergleichbar. Im gut vorbereiteten Gartenboden brauchen Zuckermelonen eventuell keine Nachdüngung, im Topf werden sie flüssig und ab walnussgroßen Früchten kaliumbetont gedüngt. Bei beiden wird angerechnet, was der Boden schon mitbringt.
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