Alle Fachwörter im Glossar

Gefäßkultur

Gefäßkultur ist der Anbau von Pflanzen in Töpfen, Kübeln, Kästen oder Kisten statt direkt im Gartenboden. So kannst du Gemüse, Kräuter oder Blumen auch auf Balkon und Terrasse ziehen.

Bei der Gefäßkultur wachsen die Pflanzen in einem begrenzten Erdvolumen, etwa in Balkonkästen, Terrakottatöpfen, Holzkübeln, Körben oder Kisten. Wichtig ist, dass das Gefäß einen Wasserablauf hat, damit keine Staunässe entsteht. Als Füllung eignen sich Blumen- oder Kübelpflanzenerde; torffreie Substrate sind aus Umweltgründen vorzuziehen. Für Fruchtgemüse wie Tomaten empfiehlt die Bayerische Gartenakademie mindestens ein 10-Liter-Gefäß mit etwa 30 cm Durchmesser, das schwer genug ist, um sicher zu stehen.

Mit Gefäßkultur kannst du auch ohne eigenes Beet anbauen und warme, geschützte Plätze auf Balkon oder Terrasse nutzen. Da die Wurzeln nur wenig Erde zur Verfügung haben, brauchen die Pflanzen regelmäßig Wasser und Dünger; an heißen Tagen gießt du täglich. Das Gegenstück ist der Anbau im Freiland, also direkt im gewachsenen Gartenboden.

Beispiel aus dem Garten

Meine Balkontomaten ziehe ich in Gefäßkultur: Ich nehme einen Kübel mit mindestens 10 Litern, prüfe, ob er einen Wasserablauf hat, und fülle torffreie Kübelpflanzenerde ein. An heißen Tagen schaue ich täglich nach, ob die Erde Wasser braucht.

Quelle: Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG), Bayerische Gartenakademie ↗ – Infoschrift 2105 „Balkongemüse: Der Gemüsegarten auf kleinstem Raum - auf der Terrasse oder dem Balkon“, Abschnitte „Gefäße und Pflanzerde“ und „Pflegehinweise“. Geprüft am .

Mehr dazu in unseren Ratgebern

Verwandte Begriffe