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Fruchtfolge

Fruchtfolge ist die geplante Reihenfolge, in der verschiedene Gemüsearten über die Jahre auf demselben Beet wachsen. Wechselst du jedes Jahr die Pflanzenfamilie, sinkt das Risiko für Krankheiten und Schädlinge, und die Nährstoffe im Boden werden besser genutzt.

Krankheitserreger und Schädlinge vermehren sich im Gartenboden, wenn dieselben oder verwandte Gemüse zu häufig auf derselben Fläche stehen. Beispiele sind Älchen bei Möhre und Sellerie, die Kohlhernie bei Kohl und Pilzkrankheiten bei Salat. Die Grundregel lautet deshalb: Baue auf keinem Beet zwei Jahre hintereinander dieselbe Gemüseart an und wechsle Jahr für Jahr die Pflanzenfamilie. Lange stehende Kulturen wie im Herbst geerntete Kohlarten, Sellerie, Petersilie oder Stangenbohnen brauchen eine dreijährige Anbaupause. Auf sandigen Böden mit niedrigem pH-Wert, wo Kohlhernie droht, sollten sogar fünf Jahre lang keine Kreuzblütler aufeinander folgen.

Statt Fruchtfolge sagen viele auch Fruchtwechsel. Die Bayerische Gartenakademie beschreibt sie als Mischkultur in zeitlicher Hinsicht: Die Mischkultur ordnet das Nebeneinander in einer Saison, die Fruchtfolge das Nacheinander über die Jahre.

Beispiel aus dem Garten

Wo in diesem Jahr Kohl stand, setze ich im nächsten Jahr eine andere Pflanzenfamilie hin, und so wandert jede Familie Jahr für Jahr ein Beet weiter. Diese geplante Reihenfolge über die Jahre ist die Fruchtfolge.

Quelle: Bayerische Gartenakademie (LWG) ↗ – Infoschrift „Gemüse im Gartenjahr - Hinweise und Anregungen zum Biogarten“, Abschnitt „Anbau und Fruchtfolge richtig planen - gesundes Gemüse ernten“. Geprüft am .

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