Alle Fachwörter im Glossar

Keimfähigkeit

Die Keimfähigkeit gibt an, wie viel Prozent der Samen einer Saatgutpartie unter optimalen Bedingungen zu normalen, gesunden Keimlingen auswachsen. Sie ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal von Saatgut.

Im Labor wird die Keimfähigkeit unter genormten Bedingungen geprüft, die für die jeweilige Art optimal sind. Gezählt werden nur normale Keimlinge, bei denen Spross, Wurzel und die übrigen Organe ausreichend entwickelt sind. Keimlinge mit Schäden, die Wachstum und Entwicklung beeinträchtigen, gelten als anomal und zählen nicht mit. Den Wert ermittelt das Labor aus vier Proben zu je 100 Samen, er entspricht also dem Anteil normaler Keimlinge in Prozent.

Verwechseln solltest du die Keimfähigkeit nicht mit dem Feldaufgang. Im Beet herrschen selten optimale Bedingungen, deshalb lässt der Laborwert nur bedingt vorhersagen, wie viele Pflanzen tatsächlich erscheinen. Besser gelingt das mit einem Triebkrafttest, der die Samen gezielt unter Stress setzt und so die Lage beim Auflaufen nachstellt.

Beispiel aus dem Garten

Steht bei Saatgut eine Keimfähigkeit in Prozent, sagt sie, wie viele Samen im Labor unter optimalen Bedingungen zu normalen, gesunden Keimlingen auswachsen. Im Beet rechne ich trotzdem damit, dass weniger Pflanzen erscheinen, weil dort selten optimale Bedingungen herrschen.

Quelle: Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg (LTZ), Baden-Württemberg ↗ – Keimfähigkeits- und Triebkrafttest, Abschnitte „Keimfähigkeitsprüfung“ und „Triebkrafttest“. Geprüft am .

Mehr dazu in unseren Ratgebern

Verwandte Begriffe