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Rosetten

Rosetten sind Blattanordnungen, bei denen die Blätter dicht gedrängt stehen und scheinbar alle an derselben Stelle entspringen, weil die Sprossachse, also der Stängel, stark gestaucht ist. Ein bekanntes Beispiel ist die Dachwurz.

An der Sprossachse, also dem Stängel, sitzen die Blätter normalerweise an Knoten, die mit etwas Abstand übereinander liegen. Bei Rosetten ist die Sprossachse so stark gestaucht, dass die Blätter wirken, als kämen sie alle aus demselben Knoten. Sie stehen dann dicht an dicht, und zwischen ihnen ist kein Stängelstück zu sehen. Typische Beispiele sind die Dachwurz (Sempervivum tectorum) und das Fettkraut (Pinguicula vulgaris).

Verwechseln kannst du Rosetten leicht mit grundständigen Blättern. Grundständig beschreibt nur die Lage: Die Blätter sitzen im unteren Bereich der Sprossachse und haben meist eine andere Form als die Blätter weiter oben am Stängel. Für eine Rosette ist dagegen entscheidend, dass die Blätter durch die gestauchte Sprossachse dicht gedrängt stehen. In Pflanzenbeschreibungen findest du dafür auch das Wort „rosettig“.

Beispiel aus dem Garten

Bei der Dachwurz in meiner Pflanzschale sind die Rosetten gut zu erkennen: Die Blätter stehen so dicht, dass dazwischen kein Stängel sichtbar ist. Wenn ich unbekannte Pflanzen im Beet bestimmen will, schaue ich zuerst, ob die Blätter verteilt am Stängel sitzen oder als Rosette dicht beieinanderstehen.

Quelle: Pflanzenforschung.de – Blattstellungen (Phyllotaxis), Lexikon A-Z, Abschnitt rosettig. Geprüft am .

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