Blumen · Sommerblumen & Einjährige · Vermehren

Stockrosen vermehren: Samen, Stecklinge oder Selbstaussaat?

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 8 Min.Von der samen.de Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Stockrosen sind zweijährig, blühen im zweiten Standjahr und sterben nach der Samenreife oft ab.
  • Vorziehen im März oder April, direkt säen von Mai bis Juli, zweijährige Sorten auch im Herbst direkt ins Freiland.
  • Samen sind reif, wenn die Kapsel trocken ist und sich leicht öffnen lässt.
  • Stecklinge erhalten die Eigenschaften der Mutterpflanze; für Stecklinge und Samenernte nur Pflanzen ohne Malvenrost nehmen.
  • Ein Rückschnitt direkt nach dem Verblühen verhindert die Selbstaussaat, stehende Samenstände sorgen für Nachwuchs.
Gewöhnliche Stockrose mit rosa Schalenblüten und gelbem Schlund entlang des aufrechten Stängels vor blauem Himmel
Foto: WikimediaImages · Pixabay Content License · Quelle ↗

Eine Stockrose blüht in ihrem zweiten Standjahr und stirbt nach der Samenreife oft ab. Willst du jeden Sommer Stockrosen sehen, musst du deshalb in jedem Jahr für Nachwuchs sorgen. Sonst bleibt irgendwann ein Sommer ohne Blüte. Ich säe darum jedes Jahr neu aus und lasse zusätzlich an einzelnen Pflanzen die Samenstände reifen.

Stockrosen vermehren kannst du auf drei Wegen: über die Aussaat, über Stecklinge und über die Selbstaussaat. Welcher Weg passt, hängt davon ab, ob du viele Pflanzen brauchst, eine bestimmte Pflanze genau erhalten willst oder die Stockrosen sich selbst aussäen lässt.

Samen, Steckling oder Selbstaussaat: was passt wann?

Die Aussaat nimmst du, wenn du mehrere Pflanzen ziehen oder eine Farbmischung ins Beet bringen willst. Sie passt auch zu mehrjährigen Sorten wie ‘Chaters Double Red’. Solche Pflanzen verausgaben sich häufig bei der Blüte, und ihre Blütenfülle lässt nach. Bei ihnen ist eine ständige Verjüngung durch Aussaat sinnvoll.

Den Steckling wählst du, wenn dir eine einzelne Stockrose besonders gefällt und genau sie erhalten bleiben soll. Über Stecklinge gibst du die Eigenschaften der Mutterpflanze weiter. Aus selbst geernteten Samen einer Hybridsorte können dagegen Pflanzen wachsen, die anders aussehen als die Mutterpflanze.

Bei der Selbstaussaat lässt du Samenstände stehen und wählst im Frühjahr unter den Sämlingen aus. Dafür bestimmen die Pflanzen selbst, wo der Nachwuchs aufläuft.

Eine Grenze gilt für alle drei Wege: Malvenrost. Von befallenen Pflanzen nimmst du weder Samen noch Stecklinge. Auch für eine Teilung kommen nur rostfreie Exemplare infrage.

Kurz erklärt

Die Stockrose Alcea rosea gilt botanisch als zweijährige oder kurzlebig mehrjährige Pflanze. Echte Zweijährige blühen nach einer Ruheperiode und sterben nach der Samenreife ab. Daneben gibt es einjährige Stockrosen, die beim ersten Frost absterben, und mehrjährige Sorten. Moschusmalven sind keine Stockrosen, sie gehören zur Art Malva moschata.

Wie du Malven von der ausgepflanzten Jungpflanze bis zur Blüte pflegst, beschreibt ein eigener Ratgeber.

Giftig für Haustiere?
Angaben für die Gattung Alcea
Hund
Ungiftig
Katze
Ungiftig
Pferd
Ungiftig
Ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei Verdacht auf Vergiftung sofort Tierarzt kontaktieren. Quelle: ASPCA Toxic Plants · Stand 2026-07-11

Empfehlungen für den Garten

Standort und Boden

Bodenart

Kalkhaltige, lehmige und sandige Böden sind geeignet.

Bodenreaktion

Saure, neutrale und alkalische Böden sind geeignet.

Substrat

Geeignet ist gut durchlässiger, mäßig nährstoffreicher Boden.

Anbauort

Geeignet sind sonnige Beete und Rabatten mit mäßig nährstoffreichem, gut durchlässigem Boden, auch an Wänden oder in Küstengärten.

Aussaat und Vermehrung

Vermehrung

Direkt am endgültigen Standort säen oder Aussaat mit milder Wärme.

Pflege

Pflege

Für Teilung beziehungsweise vegetative Vermehrung nur rostfreie Exemplare verwenden.

Düngung

Stockrosen der Serie Spring Celebrities im Frühjahr mit Kompost oder etwas organischem Gartendünger versorgen.

Lebensform und Verwendung

Lebensform

Die Pflanze ist zweijährig oder kurzlebig mehrjährig.

Verwendung

Die angebotenen Sorten eignen sich als Schnittblume.

Aussaatkalender Gewöhnliche Stockrose
GartenkalenderVorkultur: März, April; Aussaat: Mai, Juni, Juli; Blüte: Juli, August, September; Ernte: OktoberJFMAMJJASONDVorkulturVorkultur: MärzVorkultur: AprilAussaatAussaat: MaiAussaat: JuniAussaat: JuliBlüteBlüte: JuliBlüte: AugustBlüte: SeptemberErnteErnte: OktoberVorkulturAussaatBlüteErnte

Stockrosen aus Samen ziehen

Wann du Stockrosen säst

Für die Aussaat stehen dir drei Zeiträume offen. Im Topf vorziehen kannst du Stockrosen im März oder April. Direkt ins Beet säst du sie von Mai bis Juli. Zweijährige Sorten werden außerdem gern im Herbst direkt ins Freiland gesät, damit sie im nächsten Jahr schon in voller Blüte stehen. Auch frisch geerntete Samen kannst du im Herbst gleich aussäen.

Ich trage die Termine in den druckbaren Aussaatkalender für Sommerblumen ein und hänge ihn an die Schuppentür.

Saattiefe, Keimtemperatur und Keimdauer

Eckdaten Stockrose (Alcea rosea)
Saattiefe je nach Saatgut zwischen 0,5 und 2 cm
Beispiel Prachtmischung etwa 0,5 bis 1 cm
Beispiel Chater’s Mischung etwa 1 bis 2 cm
Keimtemperatur 15 bis 22 °C
Keimdauer 14 bis 21 Tage
Licht zur Keimung kein Lichtkeimer, Samen mit Erde bedecken
Tausendkorngewicht (Wild- und Genbankmaterial) 9,4 g

Die Saattiefe unterscheidet sich je nach Saatgutangebot. Halte dich deshalb an die Angabe auf deiner Tüte.

Das Tausendkorngewicht von Stockrosensamen liegt bei Wild- und Genbankmaterial bei 9,4 g. Bei der Lobelie sind es nur 0,03 bis 0,04 g. Größere Samen sät man einzeln in kleine Töpfe, feine Samen breitwürfig in Schalen. Für Stockrosen heißt das: ein Samen, ein Topf.

So ziehe ich Stockrosen im Topf vor

Ich fülle saubere kleine Töpfe mit Wasserabzug mit frischer Aussaaterde. In jeden Topf lege ich einen Samen, bedecke ihn nach Tütenangabe mit Erde und drücke sie leicht an. Dann gieße ich an und halte die Erde gleichmäßig feucht, denn die Saat darf während der Keimung und kurz danach nicht austrocknen. Eine durchsichtige Abdeckung lege ich nur locker auf, weil sie nicht luftdicht schließen darf. Bis zur Keimung lüfte ich sie täglich.

Sobald die Keimlinge erscheinen, kommt die Abdeckung weg. Die Töpfe stehen dann hell und etwas kühler, weil viel Wärme bei Lichtmangel lange, weiche Triebe begünstigt. Sind in einem Topf doch zwei Keimlinge aufgelaufen, vereinzelst du sie, damit die Pflanze ohne Konkurrenz wächst.

Direkt ins Beet säen

Für die Direktsaat bereitest du ein fein geharktes, unkrautfreies und gut durchlüftetes Saatbett vor. Gesät wird gleich am endgültigen Standort. Bis zum Auflaufen hältst du die Saatstellen feucht. Nach zwei bis drei Wochen zeigen sich die ersten Keimlinge, die du dann vereinzelst, damit sie sich ohne Konkurrenz entwickeln.

Beim Jäten musst du die Keimlinge sicher von Unkraut unterscheiden. Ich stecke deshalb neben jede Saatstelle ein Holzstäbchen.

Abhärten, auspflanzen und Abstand halten

Vorgezogene Jungpflanzen härtest du vor dem Auspflanzen ab. Dafür stehen sie bei mildem Wetter zuerst geschützt im Schatten und kommen danach schrittweise in die Sonne.

Häufiger Fehler

Stockrosen-Jungpflanzen bleiben zu lange im Anzuchttopf. Die Jungpflanzen wurzeln oft tief und werden deshalb nicht zu spät ins Freiland umgesetzt.

Zahl im Blick

Auf Saatgutpackungen für Stockrosen stehen 30 cm Abstand in der Reihe und 40 cm zwischen den Reihen. Im Beet gilt als Richtwert ein Pflanzabstand von 50 bis 90 cm, damit sich die Pflanzen ungestört entwickeln und das Risiko für Malvenrost sinken kann. Im Kübel braucht eine Stockrose für ihre Standfestigkeit mindestens 40 cm Topfdurchmesser.

Hohe Stockrosen bindest du an einem stabilen Stab fest, zum Beispiel aus Bambus. Welche Methoden und Materialien sich dafür eignen, zeigt der Ratgeber, wie du hohe Stockrosen standfest stützt. Bevor ich pflanze, skizziere ich Reihen und Abstände im Beetplaner.

Anzeigen

Stockrosensamen selbst ernten und lagern

Für eigenes Saatgut lässt du einzelne Blüten bis zur Samenreife an der Pflanze. Stockrosensamen sind reif, wenn die umgebende Kapsel trocken ist und sich leicht öffnen lässt. Ich ernte an einem trockenen Tag und schneide die Samenstände mit einer sauberen Rosenschere ab.

Zu Hause breite ich die Kapseln auf Papier aus und lasse die Samen nachtrocknen. Danach trenne ich sie von den Kapselresten und fülle sie in Tüten, die ich mit Sortenname und Erntejahr beschrifte. Gelagert wird kühl, dunkel und trocken. Stockrosensamen kannst du auch direkt im Herbst aussäen, statt sie bis zum Frühjahr aufzubewahren.

Liegt Saatgut schon länger, mache ich vor der Aussaat eine Keimprobe. Dafür lege ich abgezählte Körner auf feuchtes, nicht nasses Küchenpapier und decke es gegen Austrocknen ab. So sehe ich, wie viele davon keimen, bevor ich ein ganzes Beet einplane.

Bevor ich ernte, sehe ich mir die Blätter genau an. Punktförmige gelbe Flecken auf der Blattoberseite und gelb-orange, später braune Pusteln auf der Unterseite können auf Malvenrost hindeuten. Von solchen Pflanzen nehme ich keine Samen, weil Rostsporen am Saatgut haften und die Jungpflanzen im Folgejahr anstecken können.

Mini-Checkliste

  • Kapsel trocken und leicht zu öffnen
  • Ernte an einem trockenen Tag
  • Samen auf Papier nachtrocknen
  • Kapselreste entfernen, Tüte beschriften
  • kühl, dunkel und trocken lagern
  • nur von Pflanzen ohne Malvenrost ernten

Kaufst du neues Saatgut, achte auf die Blütenform. Für Insekten wählst du Stockrosen mit ungefüllten Blüten, die ihnen vor allem Pollen bieten. Warum Stockrosen für Bienen und Schmetterlinge wertvoll sind, erklärt ein eigener Ratgeber.

Stockrosen über Stecklinge vermehren

Ein Steckling lohnt sich, wenn eine bestimmte Stockrose genau so wiederkommen soll, etwa wegen ihrer Farbe. Die Eigenschaften der Mutterpflanze bleiben bei der Stecklingsvermehrung erhalten. Für die Aussaat gibt es feste Eckdaten, beim Steckling richte ich mich stärker nach der Pflanze als nach dem Kalender.

Mutterpflanze und Trieb auswählen

Die Mutterpflanze muss frei von Malvenrost sein. Der Rostpilz überwintert an erkrankten Pflanzenteilen, mit einem befallenen Trieb kann er also in den neuen Topf wandern. Allgemein wählst du für Stecklinge gesunde, kräftige Mutterpflanzen und feste, noch unverholzte Triebe. Ich nehme dafür Triebe ohne Blütenknospen. Hast du vorher an kranken Pflanzen gearbeitet, reinigst du Messer und Handschuhe, bevor du die Mutterpflanze anschneidest.

Stecken und bewurzeln

Ich entferne die unteren Blätter so weit, dass beim Stecken kein Blatt die Erde berührt. Blätter in der Erde faulen sehr schnell. Gesteckt wird in frische Aussaaterde in einem sauberen Topf mit Wasserabzug, danach gieße ich an. Der Topf steht hell, aber vor greller Sonne geschützt.

Deckst du den Steckling mit einer durchsichtigen Haube ab, kontrollierst du ihn täglich und lüftest kurz. Das soll verhindern, dass hohe Luftfeuchte und Schwitzwasser Pilzerkrankungen begünstigen. Bekommt der Steckling neue kleine Blättchen, ist er eingewurzelt. Danach ziehst du ihn weiter wie einen vorgezogenen Sämling, härtest ihn ab und setzt ihn rechtzeitig an seinen Platz.

Marias Erfahrung

Ich beschrifte jeden Stecklingstopf mit Farbe und Standort der Mutterpflanze. Ein Steckling soll ja genau diese eine Pflanze wiederbringen, und ohne Etikett weiß ich im nächsten Frühjahr nicht mehr, welcher Topf zu welcher Stockrose gehört.

Anzeigen

Selbstaussaat zulassen und lenken

Stockrosen säen sich selbst aus, wenn du die Samenstände nach der Blüte stehen lässt. Bei einjährigen Stockrosen ist das der Weg, auf dem sie überdauern: Die Pflanze stirbt beim ersten Frost ab, der Nachwuchs kommt im nächsten Jahr aus den Samen.

Bei zweijährigen Stockrosen musst du abwägen. Ein Rückschnitt direkt nach dem Verblühen kann das Absterben nach der Samenreife verhindern und häufig eine weitere Blüte im Folgejahr bringen. Derselbe Schnitt verhindert aber die Selbstaussaat. Ich schneide deshalb die meisten Blütenstängel gleich nach dem Verblühen und lasse an einer gesunden Pflanze die Samenstände reifen.

Im Frühjahr suche ich die Sämlinge im Beet. Beim Jäten musst du sie sicher von unerwünschten Keimlingen unterscheiden, sonst ziehst du den Nachwuchs mit heraus. Stehen sie zu dicht, vereinzelst du sie, damit jede Pflanze ohne Konkurrenz wächst. Sämlinge, die an einen anderen Platz sollen, setze ich früh um, weil Stockrosen-Jungpflanzen oft tief wurzeln.

Wo sich Stockrosen aussäen sollen, lasse ich den Boden offen. Bei selbstaussäenden Einjährigen verhindert eine dicke Mulchschicht die Keimung. Umgekehrt hilft dir das dort, wo keine Sämlinge aufkommen sollen.

Hat eine Pflanze Malvenrost, schneide ich ihre Samenstände vor der Reife ab. Rostsporen haften am Saatgut, also können auch Samen, die von selbst ausfallen, den Rost an die nächste Generation weitergeben.

Gesunde, dicke Stängel dürfen über Winter stehen bleiben, weil holzige Malvenstängel Insekten und Wildbienen als Winterquartier dienen können. Befallene Pflanzenteile schneidest du dagegen im Herbst aus, denn der Malvenrost überwintert an ihnen.

Standort, Pflege und Winter in Kürze

Stockrosen brauchen einen sonnigen Platz und einen sandigen Boden, der trotzdem ausreichend Nährstoffe bietet. Dazu mögen Stockrosen gleichmäßige Feuchtigkeit. Wie du Stockrosen vom ersten Standjahr bis zur Blüte und darüber hinaus pflegst, mit Rückschnitt und Winterschutz, beschreibt ein eigener Ratgeber.

Malvenrost kurz eingeordnet

Stockrosen sind besonders anfällig für Rost, deshalb entfernst du Pflanzenteile mit Symptomen umgehend und vernichtest rostkranke Reste. Wie du bei Sommerblumen Krankheiten vorbeugst und von Hand eingreifst, fasst der Überblick zu Sommerblumen zusammen.

Passendes Saatgutaus dem samen.de Shop
Sperli Stockrose Prachtmischung
Sperli Stockrose Prachtmischung
Zum Shop
Sperli Stockrose SPERLI's Dunkle Schönheit
Sperli Stockrose SPERLI's Dunkle Schönheit
Zum Shop
Sperli Stockrose SPERLI's Simplex Mischung
Sperli Stockrose SPERLI's Simplex Mischung
Zum Shop
Kiepenkerl Stockrose Chater’s Mischung
Kiepenkerl Stockrose Chater’s Mischung
Zum Shop

Häufige Fragen

Wie lassen sich Stockrosen erfolgreich vermehren?
Stockrosen vermehrst du über Samen, über Stecklinge oder durch Selbstaussaat. Gesät wird im März oder April im Topf oder von Mai bis Juli direkt ins Beet. Stecklinge wählst du, wenn eine bestimmte Pflanze mit ihren Eigenschaften erhalten bleiben soll. Für Samenernte, Stecklinge und Teilung nimmst du nur Pflanzen ohne Malvenrost.
Wann ist der beste Zeitpunkt für die Aussaat von Stockrosen?
Im Topf vorziehen kannst du Stockrosen im März oder April, direkt ins Beet säst du sie von Mai bis Juli. Zweijährige Sorten werden gern im Herbst direkt ins Freiland gesät, damit sie im nächsten Jahr schon in voller Blüte stehen. Frisch geerntete Samen kannst du ebenfalls gleich im Herbst säen oder trocken und dunkel bis zum Frühjahr lagern.
Warum gelten Stockrosen als zweijährig und säen sich selbst aus?
Die Stockrose blüht in ihrem zweiten Standjahr von Juli bis September. Botanisch gilt sie als zweijährige oder kurzlebig mehrjährige Pflanze, und echte Zweijährige sterben nach der Samenreife ab. Lässt du die Samenstände stehen, sorgt die Selbstaussaat für Nachwuchs. Ein Rückschnitt direkt nach dem Verblühen kann das Absterben verhindern und häufig eine weitere Blüte im Folgejahr bringen, verhindert aber die Selbstaussaat.
Was unterscheidet Stecklinge von der Samenvermehrung bei Stockrosen?
Ein Steckling gibt die Eigenschaften seiner Mutterpflanze weiter, du ziehst also genau diese Pflanze noch einmal. Aus selbst geernteten Samen einer Hybridsorte können dagegen Pflanzen wachsen, die anders aussehen als die Mutterpflanze. Die Aussaat passt, wenn du viele Pflanzen willst oder mehrjährige Sorten wie 'Chaters Double Red' verjüngen möchtest. Für beide Wege nimmst du nur Pflanzen ohne Malvenrost.
Was ist bei der Anzucht von Stockrosen in Anzuchttöpfen zu beachten?
Weil Stockrosensamen groß sind, legst du je einen Samen in einen kleinen Topf mit frischer Aussaaterde und Wasserabzug. Je nach Saatgut liegt die Saattiefe bei 0,5 bis 2 cm, und die Erde darf während der Keimung nicht austrocknen. Zur Keimung passen 15 bis 22 °C, danach stellst du die Töpfe hell und etwas kühler. Die Jungpflanzen wurzeln oft tief, deshalb setzt du sie nach dem Abhärten nicht zu spät ins Freiland.
Worin unterscheiden sich Stockrosen von anderen Malvengewächsen?
Stockrosen gehören zur Art Alcea rosea, Moschusmalven dagegen zur Art Malva moschata. Die Stockrose ist zweijährig und wird 150 bis 200 cm hoch. Die mehrjährige Moschusmalve bleibt mit 40 bis 60 cm deutlich niedriger.
Zuletzt geprüft:
↑