Alle Fachwörter im Glossar

Langzeitdünger

Ein Langzeitdünger, auch Depotdünger genannt, gibt seine Nährstoffe nicht sofort, sondern verzögert über einen längeren Zeitraum an die Pflanzen ab. Das gilt für entsprechend gekennzeichnete Mineraldünger und ebenso für organische Dünger.

Mineralische Langzeitdünger tragen ihre Wirkungsdauer auf der Verpackung. Bei ihnen sind die Nährstoffe zum Beispiel von einem Kunstharzmantel umgeben und werden nur langsam abgegeben, wirksam werden sie nur zusammen mit Wasser. Organische Dünger haben eine Depotwirkung, weil Bodenlebewesen sie erst abbauen müssen, bevor die Pflanze die Nährstoffe aufnehmen kann. Je feiner sie vermahlen sind, desto schneller wirken sie: Hornmehl relativ schnell und kurz, Hornspäne langsamer und länger.

Je kälter es ist, desto stärker verzögert sich die Wirkung. Für Kulturen mit sehr kurzer Kulturzeit wie Spinat oder Kopfsalat, vor allem im zeitigen Frühjahr, sind Depotdünger deshalb nicht zweckmäßig, und für Düngungen im Herbst eignen sie sich ebenfalls nicht. Nicht verwechseln solltest du sie mit ammoniumhaltigen Stickstoffdüngern: Diese werden manchmal fälschlich als Depotdünger bezeichnet, stehen der Pflanze aber sofort zur Verfügung.

Beispiel aus dem Garten

Steht auf der Düngerpackung eine Wirkungsdauer, habe ich einen mineralischen Langzeitdünger vor mir, der seine Nährstoffe verzögert über einen längeren Zeitraum abgibt. Für Spinat oder Kopfsalat im zeitigen Frühjahr nehme ich so einen Depotdünger nicht.

Quelle: Bayerische Gartenakademie (LWG) ↗ – Bayerische Gartenakademie Bericht 2: Düngung im Garten – In fünf Schritten zur erfolgreichen Düngung, Schritt 5, Abschnitte „Einteilung nach der Wirkungsdauer“ (S. 36) und „Passen die Wirkungsgeschwindigkeit und die Wirkungsdauer zur Pflanzenart und zur Jahreszeit?“ (S. 38). Geprüft am .

Mehr dazu in unseren Ratgebern

Verwandte Begriffe