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Geranien düngen: Volldünger, Hornspäne und der richtige Takt für reiche Blüte

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 10 Min.Von der samen.de Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Geranien sind Starkzehrer und brauchen mehr Nährstoffe als viele andere Balkonpflanzen.
  • Ohne Langzeitdünger bekommen eingewurzelte, wachsende Geranien alle 10 bis 14 Tage flüssigen Volldünger.
  • Nach dem Umtopfen in ausreichend vorgedüngte Erde reicht der Vorrat häufig etwa 4 bis 6 Wochen.
  • Hornspäne sind eine Grunddüngung beim Umtopfen: Als Beispielwert gelten 4 g je Liter Substrat.
  • Flüssigdünger nur auf feuchte Erde geben, die Dosis steht auf der Packung.
  • Kühl und frostfrei überwinterte Geranien brauchen in der Ruhephase keinen Dünger.
Ein Hängekorb mit üppig blühenden Hängegeranien in Rot- und Rosatönen hängt an einer Kette
Foto: Hans · Pixabay Content License · Quelle ↗

Im Balkonkasten haben Geranien nur so viele Nährstoffe, wie in der Erde stecken. Pelargonien, wie Geranien botanisch heißen, zählen zu den Starkzehrern und brauchen mehr Nährstoffe als viele andere Balkonpflanzen. Gibst du zu wenig, werden die Blätter blass und die Blüte lässt nach. Gibst du zu viel, können Salzschäden an den Wurzeln entstehen. Ich schreibe mir beim Bepflanzen auf ein Stecketikett, ob die Erde vorgedüngt war und wann ich getopft habe, denn davon hängt die erste Düngergabe ab.

Zahl im Blick

Nach dem Umtopfen in ausreichend vorgedüngte Blumenerde reicht deren Vorrat häufig für etwa 4 bis 6 Wochen. Danach bekommen eingewurzelte, wachsende Geranien ohne Langzeitdünger alle 10 bis 14 Tage flüssigen Volldünger. In der kühlen, frostfreien Überwinterung brauchen sie keinen Dünger.

Was Geranien an Nährstoffen brauchen

Geranien brauchen dieselben Nährstoffe wie andere Blühpflanzen, als Starkzehrer aber in größerer Menge. Zu den mineralischen Hauptnährstoffen zählen Stickstoff, Phosphor, Kalium, Magnesium, Calcium und Schwefel. Eisen und Mangan gehören zu den Spurennährstoffen, die in deutlich geringerer Menge gebraucht werden und trotzdem fehlen können.

Stickstoff, Phosphor und Kalium

Stickstoff treibt Blätter und Triebe an und sorgt für sattes Grün. Ein Zuviel kann allerdings viel Laub und wenig Blüte bringen. Phosphor braucht die Geranie für Wurzeln und Blütenanlagen. Kalium ist am Wasserhaushalt beteiligt und festigt das Gewebe. Weil die Pflanze alle drei braucht, bekommt sie in der Saison einen Volldünger, der Stickstoff, Phosphor und Kalium gemeinsam liefert.

Magnesium, Calcium und Schwefel

Diese drei stehen nicht im Kürzel NPK, gehören aber ebenso zu den Hauptnährstoffen. Magnesium ist ein Baustein des Blattgrüns und kann auf dem Etikett als Magnesiumoxid, kurz MgO, stehen. Calcium stabilisiert die Zellwände. Schwefel ist am Aufbau von Eiweißen und Blattgrün beteiligt. Wie ein Mangel an Magnesium aussehen kann, zeigt die Tabelle zu den Mangelzeichen weiter unten.

Eisen, Mangan und Zink

Eisen ist an der Bildung des Blattgrüns beteiligt, Mangan aktiviert Enzyme, und Zink unterstützt Längenwachstum und Blattentwicklung. Eisenmangel entsteht häufig nicht, weil zu wenig Eisen da ist, sondern weil ein zu hoher pH-Wert es festlegt. Ein zu hoher pH kann auch andere Spurennährstoffe knapp machen, obwohl sie im Substrat vorhanden sind. Ein Phosphatüberschuss kann die Verfügbarkeit von Eisen und Zink ebenfalls vermindern. In saurem Topfsubstrat können manganreiche Zuschläge wie Rindenhumus die Eisenversorgung beeinträchtigen, weil Mangan und Eisen um die Aufnahme konkurrieren.

Welches NPK-Verhältnis? So liest du das Etikett

Wichtiger als der Name auf der Packung ist, was im Dünger steckt. Ein Dünger, der für eine andere Pflanzengruppe benannt ist, kann auch zu Geranien passen, wenn Nährstoffverhältnis und pH-Wirkung zu ihrem Bedarf passen. Die drei Zahlen hinter NPK geben die Gehalte an Stickstoff, Phosphat und Kaliumoxid in Prozent an. Die Tabelle zeigt das an einer Beispieldeklaration; sie ist ein Lesebeispiel und keine Empfehlung für Geranien.

Angabe auf dem Etikett Bedeutung
NPK 12-12-17 12 % Stickstoff (N), 12 % Phosphat als P₂O₅, 17 % Kaliumoxid (K₂O)
2 % MgO 2 % Magnesiumoxid
Spurennährstoffe stehen gesondert auf dem Etikett
Mythos-Check

Mehr Phosphat, mehr Blüten? Eine zusätzliche Phosphatbetonung ist kein allgemeiner Weg zu mehr Blüten. Blüht eine Geranie trotz Düngung schwach, schaue ich zuerst auf Wärme, Gießwasser und Erde, bevor ich den Dünger wechsle.

Organischer oder mineralischer Dünger für Geranien

Organischer Dünger

Organische Dünger stammen überwiegend aus pflanzlichem oder tierischem Material, etwa Hornspäne oder Kompost. Ihre Nährstoffe sind organisch gebunden und müssen erst mineralisiert werden, bevor die Wurzeln sie aufnehmen können. Bei Frost, Trockenheit oder Staunässe setzen sie kaum Nährstoffe frei. Bei feuchtwarmer Witterung können sie dagegen starke Schübe liefern. Auch organische Dünger lassen sich überdosieren und belasten dann Pflanze und Umwelt.

Für Geranien, die im Regen stehen, eignet sich ein leichtes Substrat mit höchstens 30 % Kompost. Organischen Flüssigdünger setze ich nur für den Gießgang an, den ich gerade mache, weil angesetztes Düngewasser sonst gären kann. Freigesetzt werden die Nährstoffe durch die Arbeit der Bodenorganismen; wie Geraniendünger und Mikroorganismen im Topf zusammenwirken, erklärt ein eigener Ratgeber.

Mineralischer Dünger

Mineraldünger liefern Nährstoffe meist als Salze, die sich leicht lösen. Damit decken sie einen kurzfristigen Bedarf rasch. Auch kristalline feste Dünger wirken schnell, sobald sie im Gießwasser aufgelöst sind. Organisch-mineralische Volldünger verbinden schnell wirkende mineralische mit langsamer wirkenden organischen Bestandteilen. Die schnelle Wirkung hat eine Kehrseite: Zu hohe Gaben sofort wirksamer Dünger können Salzschäden bis zum Absterben von Wurzeln verursachen.

Flüssig- oder Langzeitdünger?

Flüssigdünger gibst du mit dem Gießwasser, Langzeitdünger setzt seine Nährstoffe über eine Hüllschicht verzögert frei. Wie lange ein Langzeitdünger wirkt, steht auf seiner Verpackung. Ob Flüssig- oder Langzeitdünger besser zu deinen Geranien passt, vergleicht ein eigener Ratgeber.

Geranien mit Hornspänen düngen

Hornspäne sind ein organischer Stickstoffdünger, den du beim Umtopfen unter das Substrat mischst. Als Beispielwert für diese Grunddüngung gelten 4 g Hornspäne je Liter Substrat. Schau nach, wie viele Liter dein Kasten fasst, und wiege die Menge danach ab, statt sie zu schätzen. Hornspäne, Horngrieß und Hornmehl enthalten typischerweise 10 bis 14 % Gesamtstickstoff, der nicht vollständig sofort verfügbar ist. Wie schnell er frei wird, hängt an der Körnung.

Horndünger Umsetzung im Boden
Hornmehl fein vermahlen, vollständig umgesetzt nach etwa 6 Wochen
Hornspäne gröber, brauchen mehrere Monate

Hornspäne liefern vor allem Stickstoff und brauchen Monate, während Geranien als Starkzehrer in der Saison regelmäßig alle Hauptnährstoffe brauchen. Die Späne sind deshalb ein Grundvorrat und ersetzen den flüssigen Volldünger nicht; bei den späteren Gaben rechnest du sie als vorhandene Grunddüngung an. Wie langsam Dünger aus tierischen Fasern sein kann, zeigt ein Versuch mit Pelargonien: Reines Schafwollgranulat setzte den Stickstoff für die kurze Kulturzeit zu langsam frei.

Marias Erfahrung

Ich wiege die Hornspäne für jeden Kasten auf der Küchenwaage ab und mische sie gleichmäßig in die Erde, bevor ich pflanze. Für Dünger, den ich öfter brauche, markiere ich die einmal abgewogene Menge als Füllhöhe an einem Messbecher.

Wann und wie oft du Geranien düngst

Den Rahmen gibt die Wachstumszeit: Kübelpflanzen mit winterlicher Ruhephase werden von Ende April bis August gedüngt. Innerhalb dieses Rahmens entscheiden Erde und Pflanze, wann die erste Gabe fällig ist. Hast du in ausreichend vorgedüngte Blumenerde getopft, reicht deren Vorrat häufig für etwa 4 bis 6 Wochen ohne zusätzlichen Dünger. Sobald die Geranie eingewurzelt ist und wächst, bekommt sie ohne Langzeitdünger alle 10 bis 14 Tage flüssigen Volldünger.

Hast du Langzeitdünger bedarfsgerecht eingesetzt, braucht die Pflanze im Sommer gewöhnlich keine zusätzliche Nachdüngung. Deckt das Depot nur einen Teil des Bedarfs, bemisst du den Flüssigdünger nach dem, was die Pflanze verbraucht, und nach der vorhandenen Depotmenge. Ich trage das Umtopfdatum in meinen Gartenkalender ein und zähle von dort die Wochen bis zur ersten Gabe.

Die richtige Dosis

Maßgeblich ist die Dosierungsanweisung auf der Packung des Düngers, den du verwendest. Feste Dünger wiegst du ab, statt nach Augenmaß zu streuen, denn Dünger unterscheiden sich im Schüttgewicht. Bei Topfpflanzen rechnest du die vorhandene Grunddüngung an, ob sie aus vorgedüngter Erde, Hornspänen oder einem Depotdünger stammt. Umhüllte Depotdünger können bei hoher Bevorratung den Salzgehalt zeitweise über den Optimalbereich heben. Bei Hitze und Trockenheit gibst du Flüssigdünger niedrig konzentriert in den vorher angefeuchteten Wurzelbereich.

So bringst du den Dünger aus

Flüssigdünger gießt du auf bereits feuchte Erde, damit hohe Salzkonzentrationen die Wurzeln nicht schädigen. Vor dem Düngen prüfe ich die Feuchte mit dem Finger auch tiefer im Kasten, weil torffreie Erde oben trocken und unten noch nass sein kann. Gib die Lösung in den Wurzelbereich und nicht über Blätter und Blüten. Bei starker Sonne kann Dünger auf dem Laub durch steigende Salzkonzentration Verbrennungen verursachen.

Langzeitdünger mischst du beim Topfen ins Substrat; steht die Pflanze schon, streust du ihn gleichmäßig auf, bedeckst ihn leicht mit Erde und gießt von oben an. Er wirkt nur in Verbindung mit Wasser, und gedüngte Kübelpflanzen sollen ohnehin nicht austrocknen. Düngestäbchen steckst du in den Wurzelbereich, die Anzahl steht auf der Packung.

Mini-Checkliste

Ist die Erde feucht, auch weiter unten im Kasten? Ist die Pflanze gesund und nicht vernässt? Hast du Grunddüngung und Depot angerechnet? Ist die Menge nach Packung abgemessen? Landet die Lösung im Wurzelbereich statt auf den Blättern?

Achtung

Feste Dünger lagerst du trocken und verpackt oder abgedeckt. Besteht der Verdacht, dass ein Kind eine größere Menge Blumendünger aufgenommen hat, ruf ein Giftinformationszentrum oder die Kinderarztpraxis an.

Düngen nach Wachstumsphase

Geranien brauchen nicht das ganze Jahr dasselbe. Ich richte die Düngung danach, was die Pflanze gerade tut, und schaue dafür regelmäßig auf neue Triebe und Knospen.

Phase Was du tust Worauf du achtest
Überwinterung, kühl und frostfrei nicht düngen Die Pflanze ruht und braucht in dieser Phase keinen Dünger.
Umtopfen ausreichend vorgedüngte Blumenerde wählen; wer organisch düngt, mischt Hornspäne als Grunddüngung unter Vorgedüngte Erde reicht häufig etwa 4 bis 6 Wochen; für Hornspäne gelten 4 g je Liter Substrat als Beispielwert.
Eingewurzelt und im Wachstum ohne Langzeitdünger alle 10 bis 14 Tage flüssigen Volldünger geben Grunddüngung und Depot anrechnen, nur auf feuchte Erde düngen
Hitze und Trockenheit Flüssigdünger niedrig konzentriert in den vorher angefeuchteten Wurzelbereich geben nicht auf die Blätter, Kasten nicht austrocknen lassen
Ende der Saison Düngung beenden; für Kübelpflanzen mit winterlicher Ruhephase endet die Düngezeit im August Winterruhende Kübelpflanzen wachsen nur wenig und brauchen kaum zusätzliche Nährstoffe.
Häufiger Fehler

Geranien bei kühlem Wetter kräftig düngen, damit sie endlich blühen. Bei länger anhaltenden Temperaturen unter 10 °C bilden Pelargonien keine neuen Blütenanlagen, und niedrige Temperaturen verzögern die Wirkung von Langzeitdüngern zusätzlich. Mehr Dünger bringt in dieser Lage keine Blüten.

Wenn es bei der Düngung von Geranien nicht rund läuft

Zu viel Dünger: Überdüngung erkennen und beheben

Braune Blattränder, schlaffe Blätter trotz feuchter Erde, weiße Krusten auf der Erde oder viel Laub bei wenig Blüte können auf zu viel Dünger hindeuten. Ein erhöhter Salzgehalt beeinträchtigt die Wasseraufnahme der Wurzeln. Deshalb kann eine überdüngte Geranie trotz nasser Erde schlapp wirken. Bei Salzschäden stellst du die Düngung ein und topfst die Pflanze gegebenenfalls um, wobei du einen Teil der alten Erde austauschst. Vermute ich Überdüngung, setze ich zuerst die nächste Gabe aus und gleiche meine letzten Mengen mit der Packungsangabe ab.

Zu wenig Dünger: Unterdüngung erkennen

Blasse Blätter, stockendes Wachstum und nachlassende Blüte können auf zu wenig Nährstoffe hindeuten. Wurzeln nehmen Nährsalze nur in Wasser gelöst auf. Ein ausgetrockneter Kasten kann deshalb Mangelzeichen zeigen, obwohl Dünger in der Erde steckt. Auch vorgedüngte torffreie Erde kann vorübergehend zu wenig verfügbaren Stickstoff liefern, weil ihre organischen Bestandteile Stickstoff binden. Ist ein Mangel festgestellt, kann eine passende Flüssigdüngung die Versorgung rasch verbessern.

Nährstoffmangel erkennen: Zeichen und mögliche Ursachen

Was du siehst Kann hindeuten auf Was du außerdem prüfst
Ältere Blätter werden gleichmäßig hellgrün bis gelb, das Wachstum stockt Stickstoffmangel, der häufig zuerst ältere Blätter betrifft ausgetrockneter Kasten, frische torffreie Erde
Junge Blätter werden gelb, die Adern bleiben grün Eisenmangel, nicht immer sicher von Manganmangel zu unterscheiden zu hoher pH-Wert durch hartes Gießwasser, Phosphatüberschuss
Gelbliche Aufhellungen zwischen den Blattadern Magnesiummangel pH-Wert und Nährstoffverhältnis
Dunkelgrüne Blätter mit rötlichem oder violettem Schimmer, wenige Blüten Phosphormangel Sauerstoffmangel durch nasse Erde
Braune Blattränder, schwache Stängel Kaliummangel Salzschaden durch zu viel Dünger kann ähnlich aussehen
Vergilbung mit Blattfall Nährstoffmangel Lichtmangel, Temperaturschwankungen, Wasserstress

Diese Zeichen sind Hinweise, keine Diagnose. Mangelsymptome können auch durch Sauerstoffmangel, einen ungünstigen pH-Wert oder unausgewogene Nährstoffverhältnisse entstehen. Sicher nachweisen lässt sich ein Mangel mit einer Blatt- oder Ganzpflanzenanalyse.

Hartes Leitungswasser kann den pH-Wert im Topf erhöhen und Eisenchlorosen begünstigen, und Geranien vertragen weiches Regenwasser häufig besser. Bei gelben jungen Blättern lohnt deshalb zuerst der Blick aufs Gießwasser, bevor du mehr düngst. Regenwasser von Kupfer- oder Zinkdächern ist dafür ungeeignet oder nur eingeschränkt geeignet.

Wenn Geranien kränkeln oder nass stehen

Eine kranke Geranie treibst du nicht mit zusätzlichem Dünger zum Wachstum an. Staunässe kann bei Pelargonien die Wurzeln faulen lassen und Wachstum und Blüte beeinträchtigen. Steht eine Geranie zu nass und sind die Wurzeln noch nicht verfault, gießt und düngst du sie nicht, bis sie abgetrocknet ist und sich erholt hat. Jedes Gefäß braucht einen funktionierenden Wasserablauf, damit überschüssiges Gießwasser abfließen kann. Erde aus einem Gefäß mit wurzelfaulen Pflanzen verwendest du nicht wieder.

Umweltschonend düngen

Was deine Geranien nicht aufnehmen, kann ausgewaschen werden, und auch organische Dünger belasten bei übermäßiger Anwendung die Umwelt. Warum du bei Mangel und Überdüngung zuerst die Ursache klärst, erklären die Grundlagen zu Düngen und Boden. Wie du Geranien umweltschonend düngst und Naturdünger wie Pflanzenjauche selbst ansetzt, zeigen eigene Ratgeber.

Häufige Fragen

Wie wendet man Hornspäne bei Topfgeranien richtig an?
Hornspäne mischst du beim Umtopfen gleichmäßig ins Substrat; als Beispielwert für diese organische Grunddüngung gelten 4 g Hornspäne je Liter Substrat. Sie liefern vor allem Stickstoff und brauchen in der Erde mehrere Monate, bis sie umgesetzt sind. Den flüssigen Volldünger in der Saison ersetzen sie deshalb nicht, du rechnest sie aber als vorhandene Grunddüngung an. Die Menge wiegst du ab, weil sich Dünger im Schüttgewicht unterscheiden.
Was ist Geraniendünger und warum ist er für Pelargonien wichtig?
Geraniendünger ist ein Dünger für Geranien, botanisch Pelargonien, und andere blühende Balkonpflanzen. Pelargonien zählen zu den Starkzehrern und brauchen mehr Nährstoffe als viele andere Balkonpflanzen. Ohne Langzeitdünger bekommen eingewurzelte, wachsende Pflanzen deshalb alle 10 bis 14 Tage flüssigen Volldünger. Entscheidend ist das Nährstoffverhältnis auf dem Etikett, nicht der Name auf der Packung.
Führt häufiges Düngen automatisch zu mehr Blüten bei Sommerblumen?
Nein. Zu hohe Gaben schnell wirkender Dünger können Salzschäden bis zum Absterben von Wurzeln verursachen, und eine zusätzliche Phosphatbetonung ist kein allgemeiner Weg zu mehr Blüten. Bei Pelargonien zählt außerdem die Wärme: Bei länger anhaltenden Temperaturen unter 10 °C bilden sie keine neuen Blütenanlagen. Halte dich an die Packungsdosis und einen festen Takt, statt die Menge zu erhöhen.
Wie unterscheidet sich ein spezieller Geraniendünger von herkömmlichem Blumendünger?
Den Unterschied macht das Nährstoffverhältnis, nicht die Bezeichnung. Ein für eine bestimmte Pflanzengruppe benannter Dünger kann auch für andere Pflanzen passen, wenn Nährstoffverhältnis und pH-Wirkung zu deren Bedarf passen. Für Geranien eignet sich in der Saison ein Volldünger, der Stickstoff, Phosphor und Kalium gemeinsam liefert. Spurennährstoffe wie Eisen stehen gesondert auf dem Etikett.
Was ist der Unterschied zwischen organischem und mineralischem Dünger für Topfpflanzen?
Organische Dünger stammen überwiegend aus pflanzlichem oder tierischem Material, ihre Nährstoffe müssen erst mineralisiert werden, bevor die Wurzeln sie aufnehmen können. Bei Frost, Trockenheit oder Staunässe setzen sie kaum Nährstoffe frei, bei feuchtwarmer Witterung dagegen stärker. Mineraldünger liefern Nährstoffe meist als leicht lösliche Salze und decken kurzfristigen Bedarf rasch, können bei zu hohen Gaben aber Salzschäden an den Wurzeln verursachen.
Welche Rolle spielen Makronährstoffe und Spurenelemente bei der Geraniendüngung?
Zu den mineralischen Hauptnährstoffen zählen Stickstoff, Phosphor, Kalium, Magnesium, Calcium und Schwefel; Eisen und Mangan gehören zu den Spurennährstoffen. Spurennährstoffe können trotz Vorrat knapp werden, wenn der pH-Wert zu hoch liegt, etwa weil hartes Gießwasser ihn im Topf anhebt. Gelbe junge Blätter mit grünen Adern passen dann zu Eisenmangel, lassen sich aber nicht immer sicher von Manganmangel unterscheiden.
Warum sind saisonale Düngeempfehlungen für Geranien wichtig?
Weil Geranien nicht das ganze Jahr wachsen und entsprechend unterschiedlich viel brauchen. Kühl und frostfrei überwintert benötigen sie in der Ruhephase keinen Dünger. Für Kübelpflanzen mit winterlicher Ruhephase liegt die Düngezeit zwischen Ende April und August. In dieser Zeit bekommen eingewurzelte, wachsende Geranien ohne Langzeitdünger alle 10 bis 14 Tage flüssigen Volldünger.
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