Lavendeldünger im Vergleich: Nährstoffe, Düngerarten und Etikett-Check
- Beim Stickstoff ist Zurückhaltung gefragt: Stark stickstoffhaltige Dünger und Mist können bei Lavendel zu weichem, instabilem Wuchs führen.
- Kalium gilt bei Lavendel als blühfördernd, ein pauschal phosphatbetonter Blütendünger ist dagegen nicht sinnvoll.
- Lavendel bevorzugt gut durchlässigen, neutralen bis alkalischen Boden, deshalb passen pH-senkende Moorbeetdünger nicht zu ihm.
- Auf dem Etikett zählen Nährstoffverhältnis und pH-Wirkung, nicht der Name Lavendeldünger.
- Eine Bodenuntersuchung zeigt vor dem Kauf, ob deinem Beet überhaupt ein Nährstoff fehlt.

Bevor ich meinem Lavendel einen Dünger gebe, drehe ich die Packung um und lese zuerst die Nährstoffzeile. Bei Lavendel unterstützt eine zurückhaltende Düngung kompakten und standfesten Wuchs, und ein Dünger mit falschem Schwerpunkt kann das Gegenteil bewirken. Welche Nährstoffe zählen, welche Düngerarten im Regal stehen und woran du einen passenden Dünger erkennst, zeige ich dir hier für Beet und Kübel.
Welche Nährstoffe Lavendel braucht
Stickstoff unterstützt das Blatt- und Triebwachstum, Phosphor ist am Energiehaushalt beteiligt und Kalium reguliert den Wasserhaushalt. Calcium, Magnesium und Schwefel zählen ebenfalls zu den Hauptnährstoffen, Eisen und Mangan dagegen zu den Spurennährstoffen. Wie Hauptnährstoffe, Spurenelemente und Pflanzenbedarf zusammenhängen, erklärt die Übersicht zu Düngen, Boden und Kompost im Kapitel Nährstoffe.
Beim Lavendel schaue ich vor allem auf Kalium und Stickstoff. Kalium ist bei Lavendel blühfördernd. Stark stickstoffhaltige Dünger und Mist können dagegen zu weichem, instabilem Wuchs führen. Phosphat bringt nicht automatisch mehr Blüten, denn eine zusätzliche Phosphatbetonung ist kein allgemeiner Weg dorthin. Suchst du auf dem Etikett einen Schwerpunkt, gehört er deshalb zum Kalium und nicht zum Phosphat.
Mengen und Zeitpunkte sind eine eigene Frage. Wie zurückhaltend und wann du Lavendel auf kalkhaltigem, durchlässigem Boden düngst, beschreibt ein eigener Ratgeber.
Empfehlungen für den Garten
Standort und Boden
- Bodenart
Kalkhaltige, lehmige und sandige Böden sind geeignet.
- Bodenreaktion
Neutrale bis alkalische Böden werden bevorzugt; saure Bedingungen werden toleriert.
- Substrat
Der Boden sollte gut durchlässig sein; Staunässe vermeiden und bei schweren Böden den Wasserabzug verbessern.
- Anbauort
Die Kultur ist im Freiland oder Beet, im Kübel und im Topf möglich.
Aussaat und Vermehrung
- Vermehrung
Die Aussaat ist im Frühbeet möglich.
- Saattiefe
Die Samen benötigen Licht zum Keimen.
Pflege
- Pflege
Die Pflanze ist pflegeleicht.
- Düngung
Kalium fördert die Blüte; stark stickstoffhaltige Dünger und Mist können dagegen weichen, instabilen Wuchs verursachen.
Lebensform und Verwendung
- Lebensform
Die Pflanze wächst als kompakter, buschiger Strauch.
- Verwendung
Die Pflanze wird als Zier-, Duft- und Heilpflanze verwendet.
Erst den Boden prüfen, dann den Dünger wählen
Lavendel braucht einen gut durchlässigen Boden ohne Staunässe, schwere Böden verbesserst du vorher, damit sie besser entwässern. Er bevorzugt neutrale bis alkalische Böden und toleriert saure Bedingungen. Kalk-, Lehm- und Sandböden kommen für ihn infrage.
Ob dem Beet überhaupt ein Nährstoff fehlt, zeigt eine Bodenuntersuchung: Sie ermittelt die pflanzenverfügbaren Vorräte und ist die Grundlage für Auswahl und Menge eines Düngers. Liegt ein Nährstoff schon in der sehr hohen Versorgungsstufe E, kann die Düngung damit vorübergehend entfallen. Wie du die Probe nimmst und den Befund liest, steht in der Übersicht zu Düngen, Boden und Kompost im Kapitel Boden.
Gekalkt wird nur, wenn der gemessene pH-Wert unter dem Bereich liegt, der zu Bodenart und Humusgehalt passt. Liegt er über dem Zielbereich für Boden und Kultur, bleiben kalkhaltige Dünger und Kompost weg.
Düngerarten für Lavendel im Vergleich
Im Regal stehen organische, mineralische und organisch-mineralische Dünger, dazu Spezialdünger mit Pflanzennamen auf der Packung. Welcher Dünger grundsätzlich zu welcher Gartenpflanze passt, behandelt ein eigener Ratgeber. Hier vergleiche ich die Gruppen mit Blick auf Lavendel.
| Düngergruppe | Was sie liefert | Wie sie wirkt | Passt sie zu Lavendel? |
|---|---|---|---|
| Reifer Kompost | Stickstoff, Phosphat, Kalium und weitere Nährstoffe, nicht alles sofort verfügbar | organisch gebunden, muss erst mineralisiert werden | nur nach Bodenbefund, nicht bei pH über dem Zielbereich |
| Hornspäne, Horngrieß, Hornmehl | typischerweise 10 bis 14 % Stickstoff, wenig Phosphor und Kalium | Hornmehl unter günstigen Bedingungen in etwa 6 Wochen umgesetzt, Hornspäne in mehreren Monaten | stark stickstoffhaltig, kein Hauptdünger für Lavendel |
| Rinder- und Pferdemist | als Tabellenmittel etwa 0,5 % beziehungsweise 0,4 % GesamtstickstoffGesamtstickstoff ist die gesamte Stickstoffmenge im Boden. Dazu gehören der kleine mineralische Anteil (Nitrat und Ammonium), den Pflanzen direkt aufnehmen können, und der größere Teil, der in organischen Verbindungen gebunden ist., Chargen weichen ab | organisch gebunden, muss erst mineralisiert werden | kann zu weichem, instabilem Wuchs führen |
| Schafwollgranulat | im Versuch 10 % Stickstoff | gab den Stickstoff im Versuch für eine kurze Kultur zu langsam frei | liefert Stickstoff, hier ist Zurückhaltung gefragt |
| Leicht lösliche Mineraldünger | Nährstoffe meist als Salze | rasch | bei festgestelltem Bedarf, zu hohe Gaben können Salzschäden verursachen |
| Umhüllte Depotdünger | Nährstoffe hinter einer Hüllschicht | verzögert, abhängig von Temperatur und Feuchte | praktisch im Kübel, Wirkungsdauer steht auf der Packung |
| Organisch-mineralische Volldünger | mineralische und organische Bestandteile | schnell wirkende und langsamer wirkende Anteile | wenn das Nährstoffverhältnis passt |
| Phosphatbetonte Blütendünger | Schwerpunkt Phosphat | je nach Form | pauschal keine sinnvolle Wahl |
| Moorbeetdünger | Nährstoffe mit pH-senkender Wirkung | je nach Form | passt nicht zur pH-Vorliebe von Lavendel |
Organische Dünger: Kompost, Horn, Schafwolle und Mist
Organische Dünger stammen überwiegend aus pflanzlichem oder tierischem Material. Ihre Nährstoffe müssen erst mineralisiert werden, bevor die Wurzeln sie aufnehmen können. Bei Frost, Trockenheit oder stauender Nässe setzen sie kaum Nährstoffe frei.
Mit organischem Dünger kann man nicht überdüngen? Doch: Auch organische Dünger lassen sich in einer pflanzenbaulich oder ökologisch zu hohen Menge ausbringen. Bei feuchtwarmer Witterung können sie außerdem starke Nährstoffschübe auslösen.
Reifer Kompost lockert den Boden und verbessert seine Wasserleitfähigkeit und Wasserspeicherfähigkeit. Er liefert Stickstoff, Phosphat, Kalium und weitere Nährstoffe, die aber nicht sofort vollständig verfügbar sind. Durch basisch wirksame Bestandteile kann er den pH-Wert anheben. Ob mein Kompost reif ist, prüfe ich mit dem KressetestDer Kressetest zeigt dir, ob dein Kompost reif ist: Du säst Kresse auf eine Kompostprobe und zum Vergleich auf Gartenerde. Werden die Kresseblätter auf dem Kompost gelb oder braun, ist er noch zu frisch.. Wächst die Kresse darin nach 5 Tagen schwächer oder gelblich-braun als in Gartenerde, braucht er noch Zeit.
Hornspäne, Horngrieß und Hornmehl werden aus getrockneten Rinderhörnern und Rinderhufen hergestellt. Sie liefern überwiegend Stickstoff und Schwefel bei geringen Phosphor- und Kaliumgehalten und ersetzen deshalb keine vollständige Versorgung. Je feiner das Horn, desto schneller wird der Stickstoff verfügbar. Hornmehl ist unter günstigen Bedingungen in etwa sechs Wochen umgesetzt, Hornspäne brauchen mehrere Monate. Horn gehört damit zu den stark stickstoffhaltigen Düngern, und genau solche Dünger können bei Lavendel zu weichem, instabilem Wuchs führen. Als Hauptdünger für meinen Lavendel nehme ich Horn deshalb nicht. Handelsübliche Hornspäne sind außerdem nicht grundsätzlich keimfrei, bei amtlichen Kontrollen von Kleingartenprodukten wurden Salmonellen nachgewiesen.
Schafwollgranulat enthielt in einem Versuch mit Pelargonien 10 % Stickstoff und setzte ihn für die kurze KulturzeitDie Kulturzeit ist die Zeitspanne, die eine Gemüseart von der Aussaat oder Pflanzung bis zur Ernte braucht. Je nach Art ist sie kurz wie bei Radieschen oder lang wie bei Herbstkohl. zu langsam frei. Mist lasse ich am Lavendel ganz weg, weil er wie stark stickstoffhaltige Dünger zu weichem, instabilem Wuchs führen kann.
Pflanzenjauchen, Mulch und Gründüngung zählen zu den natürlichen Düngemethoden. Holzhäcksel, Stroh und Rindenmulch können beim Abbau Stickstoff binden, angewelkter Rasenschnitt liefert dagegen Stickstoff nach. Wie du einen natürlichen Lavendeldünger selbst herstellst, zeigt ein eigener Ratgeber, Mulch und Gründüngung erklärt die Übersicht zu Düngen, Boden und Kompost.
Mineralische Dünger: schnell löslich oder mit Depot
Mineraldünger liefern Nährstoffe meist als leicht lösliche Salze und können einen kurzfristigen Bedarf rasch decken. Auch kristalline feste Dünger wirken schnell, sobald sie im Gießwasser gelöst sind. Zu hohe Gaben solcher sofort wirksamen Streu- oder Flüssigdünger können Salzschäden bis zum Absterben von Wurzeln verursachen.
Bei umhüllten Depotdüngern verzögert eine Hüllschicht die Freisetzung. Wie schnell die Nährstoffe herauskommen, hängt von Temperatur und Feuchte ab. Für die beschriebenen harzumhüllten Depotdünger bezieht sich die Laufzeitangabe auf 21 °C, bei höheren Temperaturen verkürzt sie sich. Bereits freigesetzte Nährsalze können bei übermäßigem Gießen ausgewaschen werden. Eine hohe Bevorratung kann den Salzgehalt im Substrat zeitweise über den optimalen Bereich heben. Im kühlen Frühjahr rechne ich deshalb damit, dass ein Depotdünger im Topf langsamer anläuft, denn niedrige Temperaturen verzögern Langzeitdünger.
Flüssigdünger gibst du nur auf bereits feuchte Erde, damit hohe Salzkonzentrationen die Wurzeln nicht schädigen. Bei großer Hitze und Trockenheit gießt du ihn niedrig konzentriert auf vorher angefeuchteten Boden, ohne das Laub zu benetzen. Düngestäbchen steckst du in den Wurzelbereich und dosierst nach der Packung.
Organisch-mineralische Volldünger
Organisch-mineralische Volldünger verbinden schnell wirkende mineralische mit langsamer wirkenden organischen Bestandteilen. Ob einer zu Lavendel passt, entscheidet wie bei jedem Volldünger das Nährstoffverhältnis auf dem Etikett.
Spezialdünger: was der Name auf der Packung verrät
Ein Dünger muss nicht Lavendeldünger heißen, um zu Lavendel zu passen. Ein für eine Pflanzengruppe benannter Dünger kann auch für andere Kulturen geeignet sein, wenn Nährstoffverhältnis und pH-Wirkung zu deren Bedarf passen. Das gilt ebenso für reine Blumen- oder Tomatendünger. Phosphatbetonte Blütendünger sind aus Sicht der Pflanzenernährung dagegen keine sinnvolle pauschale Wahl.
Testkriterien: So prüfe ich einen Lavendeldünger
Jeden Dünger für meinen Lavendel prüfe ich an denselben Punkten, bevor ich ihn kaufe.
Nährstoffverhältnis auf dem Etikett
Die NPK-Angabe nennt die Gehalte an Stickstoff, Phosphat und Kalium, Spurennährstoffe stehen gesondert auf dem Etikett.
Die Angabe NPK 15-8-20 bedeutet 15 % Stickstoff, 8 % Phosphat als P₂O₅ und 20 % KaliumoxidKaliumoxid (K2O) ist die chemische Form, in der der Kaliumgehalt von Düngern und Bodenproben angegeben wird. Die Angabe bezieht sich auf die Verbindung aus Kalium und Sauerstoff, nicht auf reines Kalium. als K₂O. Die Zahlen sind ein Lesebeispiel und keine Empfehlung für Lavendel.
Für Lavendel suche ich ein Verhältnis mit zurückhaltendem Stickstoffanteil, bei dem Kalium nicht hinter Phosphat zurückbleibt. Zeigt dein Befund schon viel Phosphat, aber zu wenig Kalium, ist ein gezielter EinzelnährstoffdüngerEin Einzelnährstoffdünger enthält nur einen einzigen Pflanzennährstoff, zum Beispiel nur Stickstoff oder nur Kalium. Ein Mehrnährstoffdünger liefert dagegen mehrere Nährstoffe als Mischung. sinnvoller als ein weiterer NPK-DüngerEin NPK-Dünger ist ein Dünger, der die Hauptnährstoffe Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K) gemeinsam enthält; die Buchstaben im Namen stehen für genau diese Nährstoffe. Die Zahlen auf der Packung nennen ihre Anteile in Prozent..
pH-Wirkung
Dünger wirken unterschiedlich auf den Boden-pH: Ammoniumsulfat wirkt bodenversauernd, Kalksalpeter kann den pH-Wert erhöhen. Moorbeetdünger senken den pH-Wert und sind deshalb nicht ohne Prüfung gegen andere Dünger austauschbar. Für Lavendel, der neutralen bis alkalischen Boden bevorzugt, wirken sie also in die falsche Richtung.
Wirkungsdauer und Dosierangabe
Bei Depotdüngern steht die Wirkungsdauer auf der Verpackung, niedrige Temperaturen verzögern die Wirkung aber zusätzlich. Die Mengenangabe auf der Packung setzt einen optimal versorgten Boden voraus. Gibst du zusätzlich Kompost oder andere Dünger, passt du sie entsprechend an. Weil sich Dünger im Schüttgewicht unterscheiden, wiege ich die Menge einmal ab und markiere die Füllhöhe an meinem Messbecher.
Vor jedem Düngerkauf lege ich den letzten Bodenbefund neben die Packung. So vergleiche ich, welcher Nährstoff im Boden schon hoch versorgt ist und welchen der Dünger liefert.
Feste Dünger lagerst du trocken und verpackt oder abgedeckt. Hat ein Kind vermutlich eine größere Menge Dünger aufgenommen, rufst du ein Giftinformationszentrum oder die Kinderarztpraxis an.
Siegel, Herkunft und Umwelt
Biotaugliche Düngemittel dürfen nicht mit dem EU-Bio-Logo gekennzeichnet werden. Steht ein Dünger in der Betriebsmittelliste für den ökologischen Landbau, bestätigt das seine geprüfte Verwendbarkeit, aber keine geprüfte Düngewirksamkeit. Ich suche dafür das konkrete Handelsprodukt über den Produkt- oder Firmennamen in der Datenbank. Organische Dünger können tierische Rohstoffe wie Horn und Schafwolle enthalten und sind deshalb nicht automatisch vegan. Auch HorndüngerHorndünger ist der Oberbegriff für organische Dünger aus gemahlenen Hörnern und Hufen von Rindern, etwa Hornmehl und Hornspäne. Sie liefern vor allem Stickstoff und geben ihn je nach Körnung schneller oder langsamer ab., die im ökologischen Gemüsebau eingesetzt werden, können Rohstoffe aus konventioneller Tierhaltung enthalten.
Was die Pflanze nicht aufnimmt, kann ausgewaschen werden. Übermäßige Phosphoreinträge fördern in Gewässern das Wachstum von Algen und Wasserpflanzen, deren Abbau dort Sauerstoff verbraucht. Mehr zu Überdüngung und Auswaschung findest du in der Übersicht zu Düngen, Boden und Kompost im Kapitel Mangel und Überdüngung.
Preis je Kilogramm Nährstoff
Beim Preis vergleiche ich nicht den Sackpreis, sondern rechne auf das Kilogramm des Nährstoffs um, auf den es mir ankommt.
In einer Versuchskalkulation für den Erwerbsgartenbau ergeben 12 % Stickstoff im Hornmehl und 80 € je 100 kg Dünger Kosten von 6,67 € je kg Gesamtstickstoff. Nach demselben Muster rechnest du jeden Nährstoff auf dem Etikett um.
Meine Empfehlungen für Beet, Kübel und Mischpflanzung
Lavendel im Beet
Im Beet fange ich mit der Schere an und nicht mit dem Dünger. Ich schneide meinen Lavendel jedes Frühjahr kräftig zurück und forme ihn dabei leicht kugelförmig. Ein regelmäßiger kräftiger Frühjahrsschnitt erhöht bei Lavendel die Blühfreudigkeit und die Blütengröße. Danach dünge ich nur den Nährstoff, den der Bodenbefund als Bedarf ausweist, und zwar mit einem Dünger, der die Prüfpunkte zu Nährstoffverhältnis und pH-Wirkung erfüllt.
Holzasche gehört nicht an den Lavendel. Wegen möglicher Schwermetall- und Schadstoffbelastungen taugt sie weder als Gartendünger noch als Kompostzutat, abgekühlt kommt sie in den Hausmüll.
Lavendel im Kübel
Lavendel im Topf setze ich nur in Gefäße mit Abzugsloch, damit überschüssiges Gießwasser abfließt und keine Staunässe entsteht. Nach dem Umtopfen in ausreichend vorgedüngte Blumenerde braucht er in den ersten 4 bis 6 Wochen keinen zusätzlichen Dünger. Danach ist die Dosierungsanweisung des verwendeten Düngers maßgeblich. Einen Langzeitdünger mische ich beim Pflanzen ins Substrat und gieße gründlich an, denn ohne Wasser wirkt er nicht. Bei bedarfsgerecht eingesetztem Langzeitdünger braucht der Kübel im Sommer gewöhnlich keine Nachdüngung.
Bei torffreier Erde prüfe ich die Feuchte mit dem Finger auch unterhalb der Oberfläche, weil sie oben trocken und unten noch nass sein kann. Weiße, kristalline Beläge am Topfrand können auch aus Salzen des Gießwassers stammen und beweisen allein keine Überdüngung.
Lavendel neben Rosen
Rosen und Lavendel lassen sich kombinieren, haben aber unterschiedliche Bodenansprüche, und der Pflegeaufwand steigt. Etablierte Rosen können zur Forsythienblüte mit langsam wirkendem Dünger versorgt und während oder kurz nach der Hauptblüte bedarfsgerecht nachgedüngt werden. Weil stark stickstoffhaltige Dünger den Lavendel weich wachsen lassen können, dünge ich in so einem Beet gezielt an der Rose und streue nichts flächig über den Lavendel. Im Mischkultur-Planer prüfst du, welche Nachbarn außerdem zu Lavendel passen.
Lavendel aus eigener Aussaat
Ziehst du Lavendel selbst aus Samen, gelten in der Anzucht eigene Regeln. Aussaaterde sollte einen Salzgehalt unter 0,5 g/l haben, PikiererdePikiererde ist ein humoses, nur schwach gedüngtes Substrat, in das du Sämlinge beim Pikieren einzeln umsetzt. Sie kommt nach der Aussaat zum Einsatz, wenn die Jungpflanzen aus der Aussaatschale in eigene Töpfe wandern. soll leicht, gut durchlüftet und nährstoffarm sein. Wie du Jungpflanzen von der Keimung bis zum Auspflanzen versorgst, ohne sie zu überdüngen, beschreibt der Ratgeber zur Anzucht.
Zeitpunkt, Menge und typische Fehler
Im Garten ist eine bedarfsgerechte Frühjahrsdüngung der Herbstdüngung vorzuziehen, weil sie Auswaschungsverluste mindert. Streudünger bringst du auf feuchten Boden und nicht auf nasses Laub, damit er wirken kann und keine Ätzschäden entstehen. Stickstoff setzt du bei ausreifenden mehrjährigen Gartenpflanzen wie Lavendel ab dem Spätsommer aus. Wie zurückhaltend du dosierst und welche Fehler typisch sind, steht im Ratgeber zur Lavendeldüngung nach dem Prinzip weniger ist mehr. Wie Überdüngung, Mangel und pH-Wert Duft und Blüte des Lavendels verändern, zeigt ein weiterer Ratgeber.





