Gartenpraxis · Düngen, Boden & Kompost · Pflege

Lavendeldünger selbst herstellen: was passt, wie du verdünnst, was draußen bleibt

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 7 Min.Von der samen.de Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Lavendel braucht wenig: Zurückhaltende Düngung unterstützt kompakten, standfesten Wuchs und intensiveren Duft.
  • Kalium gilt als blühfördernd, stark stickstoffhaltige Dünger und Mist können Lavendel weich und instabil wachsen lassen.
  • Reifer Kompost und verdünnte Pflanzenjauche taugen als Basis, Hornspäne und Mist bleiben draußen.
  • Fertige Pflanzenjauche für Wurzelgaben 1:10 mit Wasser verdünnen und nur auf feuchte Erde gießen.
  • Holzasche gehört weder an den Lavendel noch auf den Kompost, sondern abgekühlt in den Hausmüll.
  • Gedüngt wird im Frühjahr, ab dem Spätsommer bekommt der mehrjährige Lavendel keinen Stickstoff mehr.
Pflege von Topfpflanzen im Garten mit dem Sprühgerät
Foto: 易 凡 · Pexels License · Quelle ↗

Brennnesseljauche im Eimer, reifer Kompost, Schnittgut vom Frühjahr: Für einen natürlichen Lavendeldünger liegt das meiste schon in deinem Garten. Beim Lavendel kann gut gemeint aber zu viel sein, denn stark stickstoffhaltige Dünger und Mist können ihn weich und instabil wachsen lassen. Ich schaue mir deshalb zuerst Boden und Triebe an und greife erst danach zu Eimer und Gießkanne.

Hier erfährst du, welche Zutaten aus Garten und Küche in einen Lavendeldünger passen, wie du Flüssiges verdünnst und was mit dem Lavendelschnitt passiert. Genauso klar sage ich dir, was draußen bleibt: Holzasche, Mist und Hornspäne.

Was braucht Lavendel von einem Dünger?

Lavendel kommt mit wenig aus: Eine zurückhaltende Düngung unterstützt einen intensiveren Duft sowie kompakten und standfesten Wuchs. Kalium gilt bei ihm als blühfördernd. Stark stickstoffhaltige Dünger und Mist können dagegen zu weichem, instabilem Wuchs führen.

Beim Boden bevorzugt Lavendel neutrale bis alkalische Verhältnisse, saure Bedingungen toleriert er aber. Wichtig sind ein gut durchlässiger Boden ohne Staunässe und Kalk nur dann, wenn eine Messung einen zu niedrigen pH-Wert für Bodenart und Humusgehalt zeigt. Wie zurückhaltend du Lavendel auf kalkhaltigem, durchlässigem Boden düngst, vertieft ein eigener Ratgeber.

Giftig für Haustiere?
Angaben für die Gattung Lavandula
Hund
Giftig
Katze
Giftig
Pferd
Giftig
Ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei Verdacht auf Vergiftung sofort Tierarzt kontaktieren. Quelle: ASPCA Toxic Plants · Stand 2026-07-11

Empfehlungen für den Garten

Standort und Boden

Bodenart

Kalkhaltige, lehmige und sandige Böden sind geeignet.

Bodenreaktion

Neutrale bis alkalische Böden werden bevorzugt; saure Bedingungen werden toleriert.

Substrat

Der Boden sollte gut durchlässig sein; Staunässe vermeiden und bei schweren Böden den Wasserabzug verbessern.

Anbauort

Die Kultur ist im Freiland oder Beet, im Kübel und im Topf möglich.

Aussaat und Vermehrung

Vermehrung

Die Aussaat ist im Frühbeet möglich.

Saattiefe

Die Samen benötigen Licht zum Keimen.

Pflege

Pflege

Die Pflanze ist pflegeleicht.

Düngung

Kalium fördert die Blüte; stark stickstoffhaltige Dünger und Mist können dagegen weichen, instabilen Wuchs verursachen.

Lebensform und Verwendung

Lebensform

Die Pflanze wächst als kompakter, buschiger Strauch.

Verwendung

Die Pflanze wird als Zier-, Duft- und Heilpflanze verwendet.

Aussaatkalender Lavendel
GartenkalenderVorkultur: Februar, März, April, Mai, Juni; Aussaat: April, Mai, Juni; Blüte: Juli, August, September; Ernte: Juni, Juli, August, September; Pflanzung: April, Mai, Juni, Juli, August, September, OktoberJFMAMJJASONDVorkulturVorkultur: FebruarVorkultur: MärzVorkultur: AprilVorkultur: MaiVorkultur: JuniAussaatAussaat: AprilAussaat: MaiAussaat: JuniBlüteBlüte: JuliBlüte: AugustBlüte: SeptemberErnteErnte: JuniErnte: JuliErnte: AugustErnte: SeptemberPflanzungPflanzung: AprilPflanzung: MaiPflanzung: JuniPflanzung: JuliPflanzung: AugustPflanzung: SeptemberPflanzung: OktoberVorkulturAussaatBlüteErntePflanzung

Welche Zutaten passen in selbst gemachten Lavendeldünger?

Weil viel Stickstoff den Lavendel weich machen kann, sortiere ich die Zutaten danach, was sie mitbringen.

Zutat Für deinen Lavendel Warum
Reifer Kompost ja, auf schwerem Boden oder bei erkennbarem Bedarf; nur oberflächlich einarbeiten liefert Stickstoff, Phosphat, Kalium und weitere Nährstoffe, kann einer Bodenversauerung entgegenwirken und lockert schwere Böden
Pflanzenjauche aus Brennnessel, Beinwell, Löwenzahn oder Giersch ja, aber nur verdünnt ihr Nährstoffgehalt schwankt mit Pflanzenart, Zustand und Erntezeit
Lavendelschnitt und Kräuterreste über den Kompost Grünschnitt und Erntereste halten Nährstoffe im Gartenkreislauf
Kaffeesatz, Eierschalen, Obst- und Gemüsereste über den gemischten Kompost sie eignen sich als Bestandteile eines gemischten Gartenkomposts
Bokashi erst nach dem Vermischen mit Erde oder nach dem Kompostieren das Fermentieren ist nur eine Vorbehandlung
Hornspäne, Horngrieß, Hornmehl bleiben bei mir draußen liefern überwiegend Stickstoff und wenig Phosphor und Kalium
Mist bleibt draußen kann zu weichem, instabilem Wuchs führen
Holzasche weder ins Beet noch auf den Kompost mögliche Belastung mit Schwermetallen und anderen Schadstoffen

Hornspäne, Horngrieß und Hornmehl sind vor allem Stickstofflieferanten. Viel Stickstoff kann Lavendel aber weich und instabil wachsen lassen. Horn, das im Gemüsebeet als Stickstoffquelle dient, bleibt deshalb bei meinem Lavendel weg.

Kurz erklärt

Organisch gebundene Nährstoffe, etwa aus Kompost, müssen erst mineralisiert werden, bevor Wurzeln sie aufnehmen können. Bei Frost, Trockenheit oder stauender Nässe setzen organische Dünger kaum Nährstoffe frei, feuchtwarme Bedingungen verstärken die Freisetzung.

Mythos-Check

Holzasche als Kaliumdünger für Lavendel? Kalium gilt beim Lavendel zwar als blühfördernd, Holzasche kann aber mit Schwermetallen und anderen Schadstoffen belastet sein. Sie gehört deshalb weder als Dünger ins Beet noch auf den Kompost. Abgekühlt kommt sie in den Hausmüll, und zwar ohne Staub aufzuwirbeln.

Kompost, Jauche, Bokashi und Mulch: das Wichtigste in Kürze

Kompost, Jauche und Bokashi stellst du für Lavendel genauso her wie für jedes andere Beet. Ausführlich zeigt dir der Ratgeber zu Düngen, Boden und Kompost, wie du Kompost anlegst, Pflanzenjauche ansetzt und Mulch auswählst.

Kompost: Der Kompostplatz liegt auf offenem Boden, geschützt vor extremer Sonne, Dauerregen und Wind, und grobes Material bildet eine luftige Basis. Je nach Material und Rotteführung dauert die Reife etwa 4 bis 12 Monate, deshalb prüfst du den Reifezustand zusätzlich mit dem Kressetest.

Pflanzenjauche: Frisches oder getrocknetes Kraut setzt du mit Wasser an und deckst das Gefäß mit einem luftdurchlässigen Gitter statt eines Deckels ab. Du rührst täglich einmal kräftig um, die Gärung dauert etwa 2 bis 3 Wochen. Fertig ist die Jauche, wenn sie dunkel ist und nicht mehr schäumt.

Bokashi: Bokashi ist eine milchsäurebasierte Vorbehandlung von Küchenabfällen im verschlossenen Eimer. Das fermentierte Material vermischst du danach mit Erde oder kompostierst es, bevor es als Dünger ins Beet kommt. Den geruchsintensiven Bokashi-Saft verwendest du nur draußen auf Gartenflächen.

Mulch: Zum sonnigen, trockenen Lavendelplatz passt mineralischer Mulch, denn er eignet sich für trockene Flächen mit trockenheitsverträglichen Pflanzen und wenig Laubeintrag. Stroh, Holzhäcksel und Rindenmulch können beim Abbau dagegen Stickstoff binden.

Wie verdünnst du Flüssigdünger für Lavendel?

Was aus Eimer oder Fass kommt, geht bei mir nie pur an den Lavendel.

Flüssigdünger Verdünnung mit Wasser So setzt du ihn ein
Fertig vergorene Pflanzenjauche 1:10 als Wurzelgabe auf feuchte Erde
Bokashi-Saft 1:100 nur draußen auf Gartenflächen

Eine allgemeingültige Ausbringmenge oder feste Häufigkeit gibt es für Pflanzenjauche nicht, weil sich Pflanzenbedarf und Bodenvorrat unterscheiden. Ich gieße beim Lavendel deshalb erst, wenn der Wuchs nachlässt, und beobachte danach die neuen Triebe. Komposttee setze ich für jede Gabe frisch an und bewahre keine Reste auf.

Düngerlösung kommt nur auf feuchte Erde, damit die Wurzeln keinen Schaden nehmen. Bei Hitze und Trockenheit gibst du Flüssigdünger nur niedrig konzentriert auf vorher angefeuchteten Boden und benetzt das Laub nicht. Über die Blätter gieße ich grundsätzlich nicht: Blattdüngung ersetzt keine Versorgung über die Wurzeln, und in starker Sonne trocknet die Lösung ein und kann Blattschäden begünstigen.

Achtung

Selbst angesetzte und gekaufte Dünger stellst du so ab, dass Kinder nicht herankommen, feste Dünger lagerst du trocken und verpackt oder abgedeckt. Besteht der Verdacht, dass ein Kind eine größere Menge Dünger geschluckt hat, ruf ein Giftinformationszentrum oder die Kinderarztpraxis an.

Was machst du mit Lavendelschnitt und Kräuterresten?

Ein regelmäßiger, kräftiger Frühjahrsschnitt erhöht beim Lavendel die Blühfreudigkeit und die Blütengröße. Eine zusätzliche Phosphatbetonung im Dünger ist dagegen kein allgemeiner Weg zu mehr Blüten. Wer sich mehr Blüten wünscht, greift beim Lavendel also zuerst zur Schere und erst danach zum Dünger.

Das Schnittgut landet bei mir zerkleinert auf dem Kompost, zusammen mit den Resten anderer Küchenkräuter. Grünschnitt und Erntereste versorgen dort die Bodenorganismen und bleiben als Nährstoffe im Gartenkreislauf. Triebe mit Krankheitsverdacht lege ich nicht dazu, weil Gartenkompost Krankheitserreger nicht zuverlässig abtötet. Für Jauche greife ich zu den üblichen Jauchepflanzen wie Brennnessel oder Beinwell und nicht zum Lavendelschnitt.

Marias Erfahrung

Beim Frühjahrsschnitt lege ich eine alte Plane neben die Büsche, damit das Schnittgut nicht zwischen den Pflanzen liegen bleibt. Danach schneide ich die Triebe mit der Gartenschere klein und bringe sie gleich zum Kompost.

Gibt es eine Mischung für jede Lavendelart?

Feste Rezepturen je Lavendelart nutze ich nicht. Ich entscheide nach dem Standort, also nach Boden, Gefäß und Nachbarn. Den Nährstoffvorrat im Beet ermittelt eine Bodenuntersuchung, und sie ist die Grundlage für Auswahl und Menge einer Düngung.

Standort Was ich gebe Was ich weglasse
Beet mit magerem, durchlässigem Boden nichts, solange der Wuchs kompakt und standfest ist Kompost, Mist, Horn
Beet mit schwerem Boden reifen Kompost, oberflächlich eingearbeitet; für bessere Durchlässigkeit 2 bis 5 l gewaschenen Sand ohne Feinanteile je m², weitere Gaben je nach Bodenzustand Mist, Horn
Kübel nach dem Umtopfen in ausreichend vorgedüngte Erde in den ersten 4 bis 6 Wochen nichts, danach bei Bedarf verdünnte Jauche auf feuchte Erde Hornspäne, jede Gabe auf einen vernässten Ballen
Neben Rosen eine eigene, zurückhaltende Versorgung Dünger, der für die Rosen gedacht ist

Auf magerem Boden halte ich es beim Lavendel wie bei trockenheitsliebenden mediterranen Stauden. Für sie gilt eine Kompostgabe als nicht sinnvoll, und gedüngt wird erst, wenn ein Mangel erkennbar ist.

Im Kübel braucht Lavendel einen funktionierenden Wasserablauf. Ist der Ballen vernässt, gießt und düngst du erst wieder, wenn er abgetrocknet ist und sich erholt hat. Feste organische Dünger wie Hornspäne müssen erst mikrobiell abgebaut werden und können in Pflanzgefäßen verzögert und unzureichend wirken.

Rosen und Lavendel lassen sich kombinieren, sie haben aber unterschiedliche Bodenansprüche und machen zusammen mehr Arbeit. Welche Nachbarn sonst zum Lavendel passen, prüfst du im Mischkultur-Planer.

Häufiger Fehler

Der Lavendel bekommt beim Düngen der Nachbarbeete einfach etwas mit ab. Stark stickstoffhaltige Dünger und Mist können ihn weich und instabil wachsen lassen, deshalb spare ich den Lavendel beim Streuen bewusst aus.

Wann düngst du und wie viel?

Gedüngt wird im Frühjahr, weil eine Frühjahrsgabe weniger Nährstoffe durch Auswaschung verliert als eine Herbstgabe. Ab dem Spätsommer setzt du Stickstoff beim mehrjährigen Lavendel aus, damit seine Triebe ausreifen. Die Menge richtet sich nach der gemessenen Bodenversorgung und danach, was Kompost schon liefert; Einzelheiten zu Zeitpunkt und Dosierung stehen im Ratgeber zum zurückhaltenden Lavendeldüngen.

Woran erkennst du, dass es zu viel war?

Weiche, wenig standfeste Triebe können darauf hindeuten, dass dein Lavendel zu viel Stickstoff bekommen hat. Dann setzt du mit dem Düngen aus und beobachtest den neuen Austrieb.

Lavendel verträgt keine Staunässe, und Staunässe kann ähnliche Symptome wie ein Nährstoffmangel verursachen. Schwächelt er nach nassen Wochen, prüfst du deshalb zuerst den Wasserabzug, bevor du nachdüngst.

Im Kübel können weiße Beläge am Topfrand auch von Salzen aus dem Gießwasser stammen und beweisen allein keine Überdüngung. Ist eine Überdüngung bestätigt, spülst du den Wurzelballen bei freiem Wasserabfluss langsam durch, in schweren Fällen topfst du um. Wie Nährstoffe, Überdüngung und pH-Wert Duft und Blüte des Lavendels beeinflussen, beschreibt ein eigener Ratgeber.

Passendes Saatgutaus dem samen.de Shop
Sperli BIO Lavendel
Sperli BIO Lavendel
Zum Shop
Sperli Lavendel SPERLI's Blaues Wunder
Sperli Lavendel SPERLI's Blaues Wunder
Zum Shop
Kiepenkerl Lavendel Echter Speik
Kiepenkerl Lavendel Echter Speik
Zum Shop
Kiepenkerl Lavendel Hidcote Blue
Kiepenkerl Lavendel Hidcote Blue
Zum Shop

Häufige Fragen

Was ist Lavendeldünger und warum sollte man ihn selbst herstellen?
Gemeint ist eine Nährstoffgabe, die zum Lavendel passt: Kalium gilt als blühfördernd, während stark stickstoffhaltige Dünger und Mist zu weichem, instabilem Wuchs führen können. Selbst herstellen lässt sich so ein Dünger vor allem aus reifem Kompost und verdünnter Pflanzenjauche. Dabei bleiben Grünschnitt, Erntereste und Küchenabfälle über den Kompost im Gartenkreislauf. Holzasche gehört nicht dazu, sie kommt wegen möglicher Schadstoffe abgekühlt in den Hausmüll.
Welche Nährstoffe benötigt Lavendel für gesundes Wachstum?
Lavendel kommt mit wenig aus, denn eine zurückhaltende Düngung unterstützt kompakten, standfesten Wuchs und einen intensiveren Duft. Kalium gilt bei ihm als blühfördernd, stark stickstoffhaltige Dünger und Mist können dagegen zu weichem, instabilem Wuchs führen. Eine zusätzliche Phosphatbetonung ist kein allgemeiner Weg zu mehr Blüten. Welche Nährstoffe dein Boden schon bereithält, ermittelt eine Bodenuntersuchung.
Welcher pH-Wert ist für Lavendel im Garten optimal?
Lavendel bevorzugt einen neutralen bis alkalischen Boden, saure Bedingungen toleriert er aber. Dazu braucht er einen gut durchlässigen Boden ohne Staunässe. Kalk gibst du nur, wenn eine Messung zeigt, dass der pH-Wert unter dem für deine Bodenart und deinen Humusgehalt geeigneten Bereich liegt.
Wie vermeidet man Überdüngung bei Lavendelpflanzen?
Halte dich zurück und verzichte auf Mist und auf Hornspäne, die vor allem Stickstoff liefern, denn viel Stickstoff kann Lavendel weich und instabil wachsen lassen. Pflanzenjauche gibst du nur verdünnt, für Wurzelgaben im Verhältnis 1:10, und immer auf feuchte Erde. Eine allgemeingültige Menge oder Häufigkeit gibt es für Jauchen nicht, deshalb beobachtest du nach jeder Gabe den neuen Austrieb. Im Kübel braucht Lavendel nach dem Umtopfen in ausreichend vorgedüngte Erde üblicherweise 4 bis 6 Wochen keinen zusätzlichen Dünger.
Wie wendet man selbstgemachten Lavendeldünger richtig an?
Reifen Kompost arbeitest du nur oberflächlich ein, weil tiefer im Boden bei Sauerstoffmangel pflanzenschädigende Fäulnisprodukte entstehen können. Flüssigen Dünger wie Pflanzenjauche verdünnst du und gießt ihn auf feuchte Erde im Wurzelbereich, nicht über die Blätter. Bei Hitze und Trockenheit gibst du Flüssigdünger nur niedrig konzentriert auf zuvor angefeuchteten Boden. Feste Dünger sollen nicht auf feuchten Pflanzenteilen liegen bleiben, weil dort Ätzschäden entstehen können.
Wann ist der beste Zeitpunkt für die Düngung von Lavendel?
Dünge im Frühjahr, denn eine Frühjahrsgabe verringert Nährstoffverluste durch Auswaschung gegenüber einer Herbstgabe. Ab dem Spätsommer bekommt der mehrjährige Lavendel keinen Stickstoff mehr, damit seine Triebe ausreifen. Bei Frost, Trockenheit oder Staunässe setzen organische Dünger kaum Nährstoffe frei, deshalb gibst du sie möglichst auf feuchten, nicht gefrorenen Boden.
Stimmt es, dass Lavendel gar keinen Dünger braucht?
Pauschal lässt sich das nicht sagen, aber Lavendel braucht wenig: Eine zurückhaltende Düngung unterstützt kompakten, standfesten Wuchs und intensiveren Duft. Im Kübel reicht der Vorrat ausreichend vorgedüngter Erde nach dem Umtopfen häufig 4 bis 6 Wochen, danach kann eine verdünnte Gabe nötig werden. Im Beet zeigt eine Bodenuntersuchung, welche Nährstoffvorräte schon vorhanden sind und ob überhaupt gedüngt werden muss.
Zuletzt geprüft:
↑