Gartenpraxis · Gartenplanung, Mischkultur & Fruchtfolge · Wissen

Naturfreundlichen Garten gestalten: Wiese, Teich, Totholz und Nisthilfen für Wildtiere

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 10 Min.Von der samen.de Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Ungefüllte Blüten sowie Früh- und Spätblüher verlängern das Nahrungsangebot für Insekten, heimische Pflanzen bilden den Grundstock für spezialisierte Wildbienen.
  • Eine blütenreiche Gartenwiese mähst du ein- bis zweimal im Jahr zeitlich versetzt, lässt Rückzugsflächen stehen und entfernst das Schnittgut.
  • Ein amphibienfreundlicher Teich hat flache Uferbereiche und bleibt ohne Fische, Röhricht wird erst im März zurückgeschnitten.
  • Wildbienen-Nisthilfen aus Hartholz bekommen glatte Gänge im Längsholz statt im Stirnholz.
  • Ein Durchlass für Igel sollte mindestens 10 × 10 cm groß sein.
  • Außenlicht richtest du nach unten, schaltest es nur bei Bedarf ein und wählst höchstens 3000 Kelvin, möglichst höchstens 2400 Kelvin.
  • Gesunde Staudenstängel, Samenstände und Früchte bleiben bis zum Frühjahr stehen und dienen Tieren als Nahrung und Überwinterungsmöglichkeit.

Du möchtest, dass in deinem Garten Wildbienen fliegen, Vögel brüten und ein Igel überwintert, ohne deinen Sitzplatz aufzugeben? Beides passt zusammen, wenn du den Garten in einzelnen Lebensraum-Bausteinen planst. Ich lege jedes Jahr nur einen neuen Baustein an und trage ihn in meine Gartenskizze ein.

Die Bausteine heißen Blühstreifen, Wildblumenwiese, Teich, Nisthilfen, Totholz und Steinhaufen, weniger Rasen, tierfreundliches Licht, Durchlässe und Hecken sowie Nahrung für den Winter. Jeden davon kannst du einzeln umsetzen, auch auf einer kleinen Teilfläche.

Wo fange ich an?

Erfasse zuerst, welche Pflanzen bleiben sollen und wie du den Garten selbst nutzt. Danach baust du ausgewählte Teilbereiche um, statt alles auf einmal anzugehen. Warum heimische Pflanzen dabei den Grundstock bilden, erklärt der Ratgeber dazu, wie du einen naturnahen Garten mit heimischen Pflanzen planst und schrittweise umstellst.

Steht ein größerer Umbau an, hilft dir eine Gesamtplanung vom Bestandsplan über Konzept und Budget bis zur Umsetzung.

Welche Pflanze an welchen Platz gehört, entscheidet der Standort. Für die Gewöhnliche Akelei etwa ist lichter Halbschatten der Richtwert. Wie du Licht, Wärme und Windschutz an einem Platz einschätzt, steht im Ratgeber zur Gartenplanung.

Wie plane ich Blühstreifen mit Nahrung von Frühjahr bis Herbst?

Ein Blühstreifen ist ein Band aus Stauden und Sommerblumen am Zaun, am Weg oder rund um ein Beet. Schließen mehrere solcher Streifen aneinander an, entsteht ein Blühkorridor durch den Garten. Ungefüllte Blüten sowie Früh- und Spätblüher verlängern das Nahrungsangebot, das Insekten nutzen können. Ungefüllte Korb- und Doldenblüten bieten zum Beispiel erwachsenen Schwebfliegen Pollen und Nektar. Ihre Larven findest du an Blattlauskolonien, wo sie Blattläuse fressen.

Spezialisierte Wildbienen brauchen bestimmte heimische Pflanzen. Heimische Arten bilden deshalb den Grundstock deines Blühstreifens. Geeignete früh- und spätblühende Arten anderer Herkunft dürfen das Angebot zu Beginn und am Ende der Saison ergänzen.

Stauden nach Rollen planen

Leitstauden bilden das Gerüst, niedrigere Begleitstauden ergänzen ihre Blüte, und Füllstauden schließen die Lücken dazwischen. Ein Blütezeitkalender hilft dir, die Blüte über das Jahr zu staffeln. Ich trage darin für jede Staude den Blühmonat ein und suche gezielt nach Arten für die leeren Monate.

Zahl im Blick

Für Staudenmischpflanzungen genügen in der Regel 7 bis 9 Pflanzen je m². Standort und Pflanzthema können eine andere Dichte erfordern.

Auch ein Gemüsegarten lässt sich einbinden: Ein blühendes Staudenband kann ihn als Umrandung einfassen.

Futter für Raupen

Zu einem Blühstreifen gehört auch Futter für Raupen. Brennnesseln dienen unter anderem den Raupen von Tagpfauenauge, Admiral und Kleinem Fuchs als Nahrung. Ich lasse dafür eine Brennnesselecke hinter dem Komposthaufen stehen.

Wie lege ich eine Wildblumenwiese an?

Für eine Ansaat mit regionalem Wildpflanzensaatgut entfernst du zuerst den vorhandenen Bewuchs. Danach bereitest du ein feinkrümeliges Saatbett vor, in das die Samen kommen.

Wie oft mähe ich die Wiese?

Wie oft eine Blumenwiese gemäht wird, hängt von Wüchsigkeit, Nährstoffversorgung und Niederschlägen ab. Üblich sind 1 bis 3 Mahden im Jahr. Für eine blütenreiche Gartenwiese werden ein bis zwei zeitlich versetzte Mahden empfohlen. Dabei bleiben Rückzugsflächen stehen, und das Schnittgut kommt von der Fläche.

Größere Wiesen mähst du abschnittsweise und zeitversetzt. So bleiben ungemähte Rückzugsbereiche für Insekten erhalten.

Marias Erfahrung

Ich mähe nie die ganze Wiese an einem Tag. Ein Streifen bleibt stehen und kommt erst beim nächsten Schnitt dran, die Grenze markiere ich vorher mit Stäben.

Was kann ich statt Rasen anlegen?

Wo du keinen Rasen zum Spielen oder Liegen brauchst, kann eine andere Fläche mehr Lebensraum bieten. Ein einfacher Weg: Mäh nur die Wege und eine Liegefläche kurz und lass den Rest als Wiese wachsen. Die Tabelle zeigt, was du für die einzelnen Alternativen einplanst.

Fläche Was du einplanst
Extensiver Landschaftsrasen gewöhnlich ein- bis dreimal jährlich mähen; eignet sich nur zeitweise als Spiel- oder Liegewiese
Blütenreiche Gartenwiese ein bis zwei zeitlich versetzte Mahden im Jahr, Rückzugsflächen stehen lassen, Schnittgut entfernen
Staudenmischpflanzung in der Regel 7 bis 9 Pflanzen je m²; in den ersten ein bis zwei Vegetationsperioden bei anhaltender Trockenheit wiederholt durchdringend wässern
Staudenmischung für trockene Freiflächen Kies- oder Splittmulch mit mindestens 5 cm, besser 7 cm Schichtdicke

Bevor du eine Staudenmischung pflanzt, entfernst du Wurzelunkräuter und Bodenverdichtungen. Disteln und Quecke holst du dabei möglichst mit den Wurzeln heraus, denn zurückbleibende Wurzelstücke können erneut austreiben. Beim Umwandeln von Rasen zählt also jede Queckenwurzel, die du vor dem Pflanzen findest: Was im Boden bleibt, kann später zwischen den Stauden wieder austreiben. Ich steche die Grasnarbe ab und lese die Wurzeln mit der Grabegabel heraus, bevor ich pflanze.

Wie wird ein Teich zum Lebensraum für Amphibien und Insekten?

Ein amphibienfreundlicher Gartenteich hat flache Uferbereiche und wird nicht mit Fischen besetzt. Nährstoffarmes, sandreiches und humusarmes Pflanzsubstrat hilft, übermäßiges Algenwachstum zu begrenzen. Herbstlaub holst du aus dem Teich, denn auch ein geringer Eintrag organischer Substanz hilft, die Algen zu begrenzen. Ich fische es mit dem Kescher heraus und verteile es in dünnen Lagen zwischen den Stauden.

Pflanzen der Röhricht- und Sumpfzone schneidest du erst im März zurück. Ihre Halme unterstützen im Winter den Frostschutz und den Gasaustausch.

Mythos-Check

„Ein tiefer Teich kommt sicher durch den Winter.“ Ausreichende Tiefe allein verhindert Sauerstoffmangel nicht. Eine von Schnee verschattete Eisdecke kann ihn sogar verschärfen.

Welche Pflanzen in die einzelnen Wasserzonen passen, erfährst du im Ratgeber dazu, wie du einen bestehenden Gartenteich pflegst. Eine Art bleibt in jedem Fall draußen: Die Wasserhyazinthe Pontederia crassipes steht auf der EU-Unionsliste invasiver Arten und darf im Hobbygarten nicht gehalten, vermehrt oder verwendet werden.

Achtung

Kleinkinder brauchen auch an flachen Wasserstellen und am Planschbecken ständig die Aufsicht Erwachsener. Eine Regentonne steht kippsicher und hat einen Deckel, damit niemand hineinfallen kann.

Welche Nisthilfen brauchen Vögel, Wildbienen und Igel?

Nistkästen für Vögel

Nicht jeder Kasten passt zu jeder Vogelart. Meisen bevorzugen Kästen mit kleinem Einflugloch, Rotkehlchen eher halboffene Kästen. Für Kästen aus Holz nimmst du heimische Hölzer oder FSC-zertifiziertes Holz. Ein überstehendes Dach und abgeschrägte Flächen helfen, Staunässe am Holz zu vermeiden.

Bestehende Kästen kannst du im Februar reinigen, bevor sie neu besiedelt werden. Ich notiere dabei, welcher Kasten im Vorjahr ein Nest hatte.

Nisthilfen für Wildbienen

Wildbienen-Nisthilfen bohrst du in Hartholz. Die Gänge liegen im Längsholz statt im Stirnholz und sind innen glatt.

Zahl im Blick

Bauvorschläge für Wildbienen-Nisthilfen aus Hartholz nennen je nach Ausführung Bohrdurchmesser von 2 bis 10 mm und Bohrtiefen von 5 bis 15 cm.

Ich hänge meine Nisthilfen an eine sonnige Hauswand unter den Dachüberstand. Baust du aus Altholz, prüf vorher, ob das Material Schadstoffe enthalten kann. Das Zeichen HT auf Paletten steht nur für eine Hitzebehandlung und ersetzt nicht die Prüfung, wofür die Palette vorher genutzt wurde.

Quartiere für Igel und andere Kleintiere

Für den Winterschlaf nutzen Igel unter anderem große Laub- und Reisighaufen oder dichtes Gebüsch. Laub rechst du im Herbst ohnehin von Rasen und Wegen. Es muss also nicht in die Biotonne: Auf einem großen Haufen in einer ruhigen Ecke kann es einem Igel als Winterquartier dienen.

Ein Igelhaus kann solche Plätze ergänzen. Ohrwürmern bietet ein umgedrehter, mit Holzwolle gefüllter Blumentopf Unterschlupf, das ist auch ein einfaches Projekt für Kinder.

Warum gehören Totholz und Steinhaufen in den Garten?

Totholz bietet Käfern und nachnutzenden Wildbienen Brutgänge. Unvermörtelte Steinhaufen und Trockenmauern erhalten zugängliche Hohlräume, in denen Tiere Unterschlupf finden. Setz die Steine deshalb ohne Mörtel und lass Fugen und Lücken offen.

Neben einen Steinhaufen passen Pflanzen sonniger, trockener Plätze wie Königskerzen, Fetthennen und Mauerpfeffer. Hauswurz, Fettblatt und Polsterphlox eignen sich für durchlässige, nährstoffarme Stellen und brauchen nach dem Einwachsen wenig Pflege.

Totholz und Steinhaufen lässt du danach in Ruhe. Ich schichte Äste aus dem Winterschnitt hinter der Hecke auf und lege jedes Jahr neue obendrauf.

Tipp

Ein Holzstapel oder ein liegender Stamm lässt sich in eine Pflanzung einbinden, etwa als Abschluss eines Staudenbeets. So wirkt die Ecke gestaltet, und das Holz bleibt trotzdem ungestört.

Wie beleuchte ich den Garten, ohne Tiere zu stören?

Licht in der Nacht kann nachtaktive Tiere stören, deshalb planst du Außenlicht gezielt. Schalte Gartenleuchten nur punktuell und bei Bedarf ein. Ein Bewegungsmelder ist eine einfache Form, Licht bedarfsgesteuert zu betreiben. Richte Leuchten von oben nach unten aus und vermeide horizontale Abstrahlung und Licht in den Himmel. Auch die Helligkeit passt du an den Zweck an.

Zahl im Blick

Für naturschonende Außenbeleuchtung werden höchstens 3000 Kelvin empfohlen, möglichst höchstens 2400 Kelvin.

Ob eine Solarleuchte bei wechselhaftem Wetter funktioniert, hängt auch von ihrem Standort ab. Eine Lichterkette muss ausdrücklich für den Außenbereich geeignet und mindestens nach IP44 spritzwassergeschützt sein. Ich schalte die Leuchte am Sitzplatz nur ein, wenn wir draußen sitzen.

Wie verbinde ich meinen Garten mit der Umgebung?

Durchlässe für Igel und Kröten

Ein geschlossener Zaun oder eine Mauer ohne Lücke hält Kleintiere draußen. Lass am Boden des Zauns eine Öffnung, damit Igel, Kröten und andere Kleintiere durchkommen. Ein Durchlass für Igel sollte mindestens 10 × 10 cm groß sein.

Hecken statt Zaun

Eine frei wachsende Hecke aus mehreren blühenden und fruchttragenden Sträuchern bietet Insekten und Vögeln Nahrung und Lebensraum. Plane dafür Platz ein: Locker wachsende, höhere Mischhecken können 2 bis 3 m Breite beanspruchen. Brauchst du eine geschnittene Hecke, halte sie an der Basis breiter als oben.

Starke Heckenschnitte sind von März bis September grundsätzlich ausgeschlossen. Schonende Pflegeschnitte am Zuwachs kommen in dieser Zeit nur infrage, wenn du auf besetzte Nester achtest. Für starke Schnitte bleiben damit Herbst und Winter, also die Zeit, in der Früchte und Beerensträucher Gartenvögeln natürliche Nahrung bieten. Schneide deshalb so, dass ein Teil der Früchte am Strauch bleibt.

Über den Gartenzaun hinaus

Sprich mit deinen Nachbarn, ob ihr eine Hecke oder einen Blühstreifen über die Grundstücksgrenze hinweg fortsetzt. Willst du eine öffentliche Fläche vor deinem Grundstück bepflanzen, holst du vorher die Zustimmung des zuständigen Grünflächenamts ein. Bei deiner Gemeinde oder bei Naturschutzorganisationen kannst du fragen, ob es vor Ort ein Projekt zum Biotopverbund gibt. Beim Tagfalter-Monitoring zählen Freiwillige regelmäßig entlang festgelegter Strecken und dokumentieren so über mehrere Jahre, wie sich die Bestände entwickeln.

Wie finden Tiere auch im Winter Nahrung?

Gesunde Staudenstängel und Samenstände bleiben über Winter stehen. Samenstände und Früchte dienen Tieren bis zum nächsten Frühjahr als Nahrung und Überwinterungsmöglichkeit. Entfernen kannst du krankes Pflanzenmaterial und alles, was störend in Wege ragt. Ich schneide im Herbst nur, was krank ist oder in den Weg ragt, der Rest bleibt bis zum Frühjahr stehen.

Stehen gelassene Fruchtstände und Beerensträucher bieten Gartenvögeln im Herbst und Winter natürliche Nahrung. Standfeste, trockene Blütenstände von Fetthenne und Brandkraut geben dem Beet zugleich Struktur im Winter. Herbstlaub darf in dünnen Lagen auf abgeräumten Beeten oder zwischen Stauden liegen bleiben.

Sonnenblumen für Herbst und Winter

Die Gemeine Sonnenblume blüht bis in den Herbst. Nach der Blüte lässt du ihre Fruchtstände für die Vögel stehen.

Zahl im Blick

Die Gemeine Sonnenblume ist einjährig und braucht einen sonnigen Platz. Gesät wird sie von April bis Mai, sie blüht von Juni bis Oktober. Ihre Wuchshöhe reicht von 30 bis 500 cm.

Vögel richtig füttern

Zusätzliches Futter ergänzt die natürlichen Nahrungsquellen im Garten, es ersetzt sie nicht. Geschützte Futterspender halten Kot, Regen und Schnee vom Körnerfutter fern. Schalenreste und Kot an der Futterstelle entfernst du täglich.

Was habe ich selbst von einem naturfreundlichen Garten?

Ein naturfreundlicher Garten soll auch dir gefallen. Ein passend ausgewählter Hausbaum kann deinen Sitzplatz beschatten und vor starker Hitze und UV-Strahlung schützen. Bäume kühlen ihre Umgebung zudem durch Schatten und durch Wasser, das über die Blätter verdunstet.

Lavendel und Thymian setzt du als Duftkräuter an sonnige, magere Plätze nahe am Sitzplatz oder Weg. Ziertabak, Nachtkerze, Duftwicke und Wunderblume entfalten ihren Duft besonders am Abend. Von einer schmalen Gehölzreihe an der Straße erwartest du dagegen keinen Lärmschutz, denn übliche schmale Gehölzstreifen schlucken keinen Schall.

Kinder können unter Aufsicht einfache Aufgaben übernehmen, etwa Laub rechen oder mit kleinen Kannen gießen. Gemeinsame Gartenprojekte lassen sie das Wachsen, Riechen und Schmecken von Gemüse und Kräutern direkt erleben. Wie du einen sicheren Garten mit Spiel- und Lernbereichen für Kinder gestaltest, zeigt ein eigener Ratgeber.

Achtung

Blauer Eisenhut ist stark giftig und gehört nicht in einen kinderfreundlichen Garten. Musst du ihn bei der Gartenarbeit berühren, trag Handschuhe. Unter den Doldenblütlern sind Gefleckter Schierling, Wasserschierling und Hundspetersilie giftige Verwechslungspartner essbarer Wildkräuter. Kinder fragen deshalb vor dem Naschen eine erwachsene Person und waschen die Ernte mit Trinkwasser ab.

Wie passen Pflanzenschutz, Kompost und Dünger dazu?

Mittel gegen Schädlinge können auch die Tiere treffen, für die du Lebensräume schaffst, deshalb setzt ein naturnaher Garten auf Vorbeugung, Kontrolle und mechanisches Eingreifen. Wie du Boden, Wasser und Pflanzenschutz ressourcenschonend bewirtschaftest, auch mit Kompost, erklärt der Ratgeber zum nachhaltigen Gartenbau. Wie du Schädlingen vorbeugst, den Boden erst prüfst und nach Bedarf düngst, steht im Ratgeber zur Gartenplanung.

Kann ich Wände und Dächer einbeziehen?

Fassaden, Carports und Gartenhäuser lassen sich mit Kletterpflanzen oder einem Gründach begrünen. Selbstklimmer gehören dabei nur an geeignete massive, rissfreie Wände, Wärmedämmverbundsysteme und hinterlüftete Fassaden bleiben frei. Wie du Wände und Fassaden begrünst und pflegst, zeigt der Ratgeber zu vertikalen Gärten.

Welche Arbeiten fallen wann an?

Zeitpunkt Arbeit im naturfreundlichen Garten
Februar bestehende Nistkästen reinigen, bevor sie neu besiedelt werden
März Pflanzen der Röhricht- und Sumpfzone am Teich zurückschneiden
März bis September keine starken Heckenschnitte; schonende Pflegeschnitte am Zuwachs nur mit Blick auf besetzte Nester
April bis Mai Sonnenblumen säen
Herbst Laub von Rasen, Wegen und Teich holen; auf einen großen Haufen oder in dünnen Lagen zwischen die Stauden
Herbst bis Frühjahr gesunde Staudenstängel, Samen- und Fruchtstände stehen lassen
ein- bis zweimal im Jahr blütenreiche Gartenwiese zeitlich versetzt mähen, Schnittgut entfernen
Zuletzt geprüft:
↑