Anbau von Alexandrinerklee: Saatzeitpunkt, Saatbett und Schnitt
- Aussaat von April bis September, sobald der Boden für die Keimung mindestens 10 °C warm ist.
- Geeignet sind nicht saure, leichte bis mittelschwere Böden mit pH 6–8; gekalkt wird nur nach Bodenprobe.
- Höchstens 1 cm tief in ein feinkrümeliges, gut rückverfestigtes Saatbett säen und andrücken.
- Bei 14–21 Tagen Keimdauer bleibt das Saatbett bis zum Auflaufen feucht.
- Den ersten Schnitt spätestens zum Blühbeginn setzen; über Winter friert der Bestand ab und bleibt als Mulch liegen.

Du hast ein Beet frei und willst es bis zum Herbst begrünen, mit einem Klee, der Luftstickstoff einbringt und im Winter als Mulch liegen bleibt. Wie dicht Alexandrinerklee aufläuft, hängt an drei Dingen, die du beim Säen in der Hand hast: am Termin, am Saatbett und an der Saattiefe. Ich schaue deshalb vor jeder Aussaat zuerst auf Bodentemperatur und Feuchte und erst danach in den Kalender.
Die kurze Antwort auf die Terminfrage: Alexandrinerklee säst du von April bis September, sobald der Boden für die Keimung mindestens 10 °C warm ist. Er kommt höchstens 1 cm tief in ein feines, festes Saatbett. Den ersten Schnitt setzt du spätestens zum Blühbeginn.
Alexandrinerklee auf einen Blick
Alexandrinerklee, botanisch Trifolium alexandrinum und auch Ägyptischer Klee genannt, gehört zu den Schmetterlingsblütlern. Er ist einjährig, nicht winterhart und wird vor allem als ZwischenfruchtEine Zwischenfrucht ist eine Kultur, die zwischen zwei Hauptfrüchten auf derselben Fläche wächst, oft von der Ernte im Spätsommer bis zum nächsten Frühjahr. Sie wird als Gründüngung zur Bodenverbesserung oder, in der Landwirtschaft, als Futter angebaut. gesät, daneben auch als Futterpflanze.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Familie | FabaceaeFabaceae ist der botanische Name der Pflanzenfamilie der Hülsenfrüchtler, die auch Leguminosen heißen. Dazu gehören etwa Erbsen, Bohnen, Linsen, Lupinen und Klee. Sie versorgen sich mithilfe von Knöllchenbakterien an den Wurzeln selbst mit Stickstoff aus der Luft. (Schmetterlingsblütler) |
| Lebensdauer | einjährig, nicht winterhart |
| Wurzel | tiefwurzelnd |
| Nährstoffbedarf | schwachzehrend |
| Aussaat | April bis September |
| Keimtemperatur | mindestens 10 °C |
| Keimdauer | 14–21 Tage |
| Saattiefe | höchstens 1 cm im festen Saatbett |
| Boden-pH | 6–8 |
| Blütezeit | Mai bis September |
| Erntemonate | Juni bis November |
| Wuchshöhe | 20–30 cm |
| Anbaupause | 3 Jahre |
Wann säst du Alexandrinerklee?
Das AussaatfensterDas Aussaatfenster ist der Zeitraum im Jahr, in dem eine Pflanzenart sinnvoll ausgesät werden kann. Es richtet sich vor allem nach dem Temperaturanspruch der Art, der Bodentemperatur und der Frostgefahr. reicht von April bis September. Innerhalb dieser Monate bestimmt dein Boden den Start, denn für die Keimung braucht die Saat mindestens 10 °C. Bis die Keimlinge auflaufen, vergehen 14–21 Tage. Dazu braucht Alexandrinerklee warme Bedingungen und regelmäßig reichlich Wasser, trockene Jahre sind für ihn ungünstig.
| Saatzeit | Wofür | Worauf du achtest |
|---|---|---|
| April und Mai | Frühjahrssaat auf freien Beeten, Schnitt ab Juni | Boden mindestens 10 °C warm |
| Juni bis August | Sommersaat auf früh geräumten Beeten | Saatbett bis zum Auflaufen feucht halten |
| August und September | Gründüngung nach der Gemüseernte | Bestand friert über Winter ab und bleibt als Mulch liegen |
Frühjahrsaussaat im April und Mai
Im Frühjahr ist die Bodentemperatur die Grenze. Ich messe vor der Saat mit einem Bodenthermometer in Saattiefe und säe erst, wenn es 10 °C zeigt. Eine frühe Saat lässt dir die meiste Zeit, denn geschnitten wird Alexandrinerklee von Juni bis November.
Sommer- und Spätsommeraussaat
Im Sommer folgt Alexandrinerklee auf Beete, die früh abgeerntet sind. Für eine Gründüngung nach der Gemüseernte eignen sich besonders August und September. Bei trockener Witterung kann die Saat in der Keimphase wiederholtes Gießen brauchen. Ich plane Sommersaaten deshalb nur dort, wo ich mit der Gießkanne gut hinkomme.
Alexandrinerklee ist nicht winterhart, und abgefrorene Gründüngung bleibt über Winter als Mulch auf dem Boden. Eine Saat im Spätsommer musst du im Herbst also nicht umgraben: Der Frost beendet den Bestand, und die Reste bedecken das Beet bis zum Frühjahr. Im Frühherbst arbeitest du ohnehin nichts ein, weil frei werdende Nährstoffe danach ausgewaschen werden können.
Soll im Winter ein Klee grün auf dem Beet stehen, nimmst du besser Inkarnatklee. Er wird als überwinternde Zwischenfrucht genutzt, verträgt harte, lange und schneereiche Winter aber schlecht. Termin und Technik findest du in der Anleitung, wie du Inkarnatklee als Nachkultur säst.
Was den Termin außerdem bestimmt
- Bodentemperatur: Unter 10 °C wartest du mit der Saat.
- Wasser: Das Saatbett muss bis zum Auflaufen feucht bleiben.
- Freie Zeit der Fläche: Im Gemüsebau gilt eine Gründüngung bis 3 Monate als Kurzzeitgründüngung, alles darüber als Langzeitgründüngung.
- Nutzung: Für Mulch schneidest du spätestens zum Blühbeginn, für Insekten lässt du den Klee blühen.
- FolgekulturEine Folgekultur ist das Gemüse, das auf einem Beet als Nächstes angebaut wird, sobald die vorige Kultur abgeerntet ist – noch im selben Gartenjahr oder im nächsten.: Ihr Pflanztermin legt fest, wann das Beet wieder frei sein muss.
Feste Termine je Region brauchst du dafür nicht, du liest den Start an deinem Boden ab. Wo der Boden im Frühjahr lange kalt bleibt, öffnet sich dein Fenster später. In trockenen Lagen entscheidet bei der Sommersaat, ob du das Saatbett bis zum Auflaufen feucht halten kannst. Die Monate aller Gründünger nebeneinander zeigt dir der Aussaatkalender für Gründünger zum Ausdrucken.
Boden und Saatbett vorbereiten
Welcher Boden passt
Alexandrinerklee wächst auf leichten bis mittelschweren, nährstoffreichen Böden in gutem Kulturzustand. Saure Böden meidest du, als geeignet gilt ein pH-Wert von 6–8. Wichtig ist außerdem eine gute Wasserversorgung, denn Trockenheit bekommt ihm schlecht. Gib ihm einen sonnigen Platz.
Bodenprobe: erst messen, dann kalken
Ob dein Boden passt, zeigt eine Bodenuntersuchung. Ich ziehe die Probe, bevor ich das Beet für die Saat bearbeite.
So ziehst du die Mischprobe für dein Gemüsebeet.
- 10–15 Proben, verteilt über die einheitlich genutzte Fläche
- jede Probe aus 25–30 cm Tiefe
- alle Proben zu einer Mischprobe von etwa 500 g vereinen
- GrunduntersuchungDie Grunduntersuchung ist der Standardumfang einer Bodenuntersuchung im Labor: Bestimmt werden Phosphor, Kalium, Magnesium und der pH-Wert. Sie zeigt, wie gut der Boden mit diesen Nährstoffen versorgt ist und ob er Kalk braucht. auf Phosphat, Kalium und Kalkbedarf
Die Grunduntersuchung erfasst Phosphat, Kalium und den Kalkbedarf. Genau daran hängt Alexandrinerklee: Er braucht eine Grundversorgung mit Phosphat und Kali und einen Boden, der nicht sauer ist. Mit einer einzigen Probe klärst du also vor der Saat die Düngefragen, die sich bei diesem Klee stellen. Kalk streust du nur, wenn der pH-Wert für deine Bodenart zu niedrig ist.
Düngen vor der Saat
Stickstoff gibst du nicht. Als stickstoffsammelnde Pflanze braucht Alexandrinerklee keine zusätzliche Stickstoffdüngung. Für den Anbau als Zwischenfrucht reicht eine Grundversorgung mit Phosphat und Kali. Ob die schon vorhanden ist, liest du am Befund ab.
Das Saatbett: fein, eben und fest
Alexandrinerklee braucht ein feinkrümeliges, gut rückverfestigtes Saatbett. So bereitest du es vor:
- Erntereste weitgehend entfernen oder einarbeiten.
- Den Boden erst bearbeiten, wenn er ausreichend abgetrocknet ist, und ihn mit Grabgabel oder Krail lockern.
- Die oberflächlich gelockerte Fläche feinkrümelig und eben harken.
- Das Beet wieder festigen, damit die Saat flach in einem festen Saatbett liegt.
Ich trete das geharkte Beet mit kleinen Schritten an und ziehe die Oberfläche danach mit dem Rechen glatt.
Aussaatmethoden: welche Technik zu deinem Beet passt
Gründüngung wird in der Regel flächig gesät, und so säe ich auch Alexandrinerklee. Reihen ziehe ich für ihn nicht. Als UntersaatEine Untersaat ist eine zweite Pflanzenart, die du zusätzlich zwischen oder unter eine Hauptkultur säst. Sie wächst zunächst mit und entwickelt sich nach der Ernte der früher erntereifen Hauptkultur weiter. zwischen Gemüse oder Beerenkulturen eignen sich niedrig wachsende Gelb- oder Weißkleearten, Alexandrinerklee kommt bei mir auf freie Flächen.
| Methode | Passt, wenn | Worauf du achtest |
|---|---|---|
| Breitsaat als Reinsaat | ein Beet frei wird und flächig grün werden soll | gleichmäßig verteilen, einrechen, andrücken |
| Mischung mit Buchweizen und Phacelia | du mehrere Pflanzenfamilien kombinieren willst | Saatmenge nach Packung, alle Familien passend zur Fruchtfolge |
| Hochbeet | es mehrere Wochen oder über Winter frei bleibt | wie Breitsaat, auf kleiner Fläche |
Breitsaat als Reinsaat
Für eine Reinsaat verteilst du die Samen breitwürfig über das Beet, rechst sie ein und drückst sie an. Ich gehe die Fläche dafür einmal längs und einmal quer ab, jeweils mit der halben Menge.
In der Gründüngungsmischung
Alexandrinerklee lässt sich in Gründüngungsmischungen mit Buchweizen und Phacelia kombinieren. Bei fertigen Buchweizen-Mischungen richtest du dich bei der Saatmenge nach der Packung. Alle enthaltenen Pflanzenfamilien müssen zu deiner bisherigen und geplanten Gemüsefruchtfolge passen, hier also Fabaceae, Polygonaceae und Boraginaceae. Sommerwicke nehme ich nicht dazu, weil Klee und Sommerwicken als unverträgliche Nachbarn gelten.
Im Hochbeet und in Gefäßen
Im Hochbeet ist Gründüngung sinnvoll, wenn es mehrere Wochen oder über Winter frei bleibt. In kleinen Gefäßen lohnt sie sich meist nicht, weil du die Erde dort einfach austauschen kannst.
Aussaat Schritt für Schritt: Menge, Tiefe, Abstand
Wie viel Saatgut du brauchst
Wie viel Saat du brauchst, steht auf der Packung deiner Sorte. Die Aussaatmenge wird aus Tausendkornmasse und KeimfähigkeitDie Keimfähigkeit gibt an, wie viel Prozent der Samen einer Saatgutpartie unter optimalen Bedingungen zu normalen, gesunden Keimlingen auswachsen. Sie ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal von Saatgut. berechnet, deshalb ist diese Angabe dein verlässlicher Ausgangspunkt. Tausend Körner Alexandrinerklee wiegen 2,95 g. Ich messe die Fläche aus und wiege die Menge nach der Packungsangabe ab, statt aus der Tüte zu schätzen.
Achte auf der Packung auch auf die Keimfähigkeit, als Mindestwert gelten 80 %. Dabei zählen hartschalige Körner bis zu einem Anteil von 20 % als keimfähig. Was gutes Saatgut sonst ausmacht, erklärt der Ratgeber, woran du gutes Alexandrinerklee-Saatgut erkennst und wie du es lagerst.
Saattiefe und Abstand
Alexandrinerklee kommt flach in die Erde: Im festen Saatbett säst du höchstens 1 cm tief. Einen Reihenabstand gibt es bei der Breitsaat nicht. Ziel ist eine Saat, die gleichmäßig über die ganze Fläche verteilt liegt, ohne kahle Streifen.
Einrechen, andrücken, feucht halten
Nach dem Verteilen rechst du die Saat flach ein und drückst sie an. Bis zum Auflaufen hältst du das Saatbett feucht. Ich gieße dabei mit feiner Brause, damit die flach liegende Saat nicht weggeschwemmt wird.
Gründüngungssaaten werden bis zum Auflaufen feucht gehalten, und Alexandrinerklee braucht für die Keimung 14–21 Tage. Wer im Hochsommer sät, plant das Feuchthalten also für bis zu 21 Tage ein und nicht nur für die ersten Tage nach der Saat.
Miss die Bodentemperatur, bevor du säst: Unter 10 °C wartest du noch. Ist der Boden warm genug, harkst du das Saatbett fein, festigst es, säst höchstens 1 cm tief und hältst die Fläche bis zum Auflaufen feucht.
Pflege nach der Aussaat
Ist der Klee aufgelaufen, hält sich der Aufwand in Grenzen. Wie du in Trockenphasen gießt, Beikraut im jungen Bestand zurückhältst und Krankheiten früh bemerkst, zeigt die Anleitung, wie du Alexandrinerklee nach dem Auflaufen pflegst.
Ernte und Nutzung: wann und wie du schneidest
Wann du schneidest
Geschnitten wird Alexandrinerklee von Juni bis November. Den ersten Schnitt setzt du spätestens zum Blühbeginn. Schneide oder nutze ihn frühzeitig, bevor die Stängel verholzen. Wegen seiner Krankheitsanfälligkeit planst du außerdem nur eine kurze Nutzungsdauer ein. Ich kontrolliere den Bestand, sobald sich die ersten Knospen zeigen, und schneide, wenn die ersten Blüten aufgehen.
Was du mit dem Schnittgut machst
Frisches Schnittgut lässt du als Mulch liegen oder arbeitest es flach ein. Tief vergraben kann es unter Luftabschluss faulen. Einen späten Bestand lässt du stehen, bis der Frost ihn beendet. Im Frühjahr rechst du die abgefrorenen Reste bei Bedarf ab, kompostierst sie oder arbeitest sie flach ein.
Nach dem Einarbeiten wartest du vor der nächsten Aussaat oder Pflanzung meist etwa 2–3 Wochen. Weil der Schnitt zugleich spätestens zum Blühbeginn fallen soll, rechnest du vom Termin deiner Folgekultur zurück: Schnitt, Einarbeiten und Wartezeit müssen davor Platz haben.
Blühen lassen für Insekten
Alexandrinerklee blüht von Mai bis September und gilt als nützlingsfreundlich. Lässt du ihn blühen, beendest du den Bestand nach der Blüte, aber vor der Samenreife, damit er sich nicht selbst aussät. Welche Gründünger Insekten außerdem Nahrung bieten, ordnet der Überblick über Familien und Wuchsformen der Gründüngerpflanzen ein.
Was Alexandrinerklee dem Beet bringt
Als Leguminose bringt Alexandrinerklee über Knöllchenbakterien zusätzlich Luftstickstoff ein, und seine Pflanzenreste liefern organische Substanz für die Folgekultur. Wie viel davon ankommt, hängt von Aufwuchs, Jahreszeit, Bodenfeuchte und Temperatur ab, eine Düngung ersetzt das nicht automatisch. Mehr dazu liest du im Beitrag, was Alexandrinerklee als Gründünger für den Boden leistet.
Sein Haupteinsatz ist die Zwischenfrucht auf Beeten, die zwischen zwei Kulturen frei sind. Wie du ihn als Zwischenfrucht von der Saat bis zum Einarbeiten führst, steht in einer eigenen Anleitung.
In der Fruchtfolge gilt Alexandrinerklee als schwachzehrend, und Leguminosen-Gründüngung eignet sich als Vorfrucht für stark zehrendes Gemüse. Für Alexandrinerklee planst du eine Anbaupause von 3 Jahren ein. Zur Vorbeugung spezifischer Wurzelkrankheiten sollen höchstens 25 % der wechselnden BeetbelegungDie Beetbelegung beschreibt, welche Kultur wann und wie lange auf einem Beet steht. Dazu gehören die Hauptkultur sowie Vor-, Nach- und Zwischenkulturen, die das Beet vor, nach oder neben ihr nutzen. auf Leguminosen entfallen, Erbsen und Bohnen eingeschlossen. Als Nachbar verträgt sich Klee nicht mit Markerbsen, Puffbohnen und Prunkbohnen.
Die Pausen trägst du am einfachsten im Beetplaner für deine Beetfolge ein. Welche Nachbarn zu Klee passen, zeigt dir die Mischkultur-Tabelle mit Partnern und unverträglichen Nachbarn. Und wie du ihn im Jahreslauf einordnest, erklärt der Ratgeber, wie du Alexandrinerklee als Vor-, Zwischen- oder Nachfrucht einplanst.





