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Alexandrinerklee als Gründünger: Vorteile für den Boden und Vergleich mit anderen Arten

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 9 Min.Von der samen.de Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Alexandrinerklee ist eine einjährige, nicht winterharte Kleeart und wird 20–30 cm hoch.
  • Als Leguminose bringt er über Knöllchenbakterien Luftstickstoff ein, Phacelia und Senf nutzen nur vorhandenen Bodenstickstoff.
  • Er gilt als tiefwurzelnd und schwachzehrend, seine verrottenden Wurzeln hinterlassen Kanäle für Wasser und Luft.
  • Geeignet ist ein Boden-pH von 6–8, saure Böden und trockene Jahre sind ungünstig.
  • Auf sandigen, leicht sauren Böden passt die Gelbe Lupine, für kurze Lücken sind Senf und Phacelia schneller.
  • Auf Beete, die kürzlich Bohnen oder Erbsen trugen oder als Nächstes tragen sollen, gehört kein Klee.
Ein blühender Stängel von Alexandrinerklee (Trifolium alexandrinum) mit Blättern vor einem weißen Hintergrund.
Foto: Depositphotos-Contributor 85325210 · Depositphotos Standard License · Quelle ↗

Ein Beet wird im Sommer frei, und du überlegst, ob Klee, Phacelia oder Senf darauf soll. Alexandrinerklee kann dabei etwas, das den beiden anderen fehlt: Als Leguminose bringt er zusätzlichen Stickstoff aus der Luft in den Boden. Dafür stellt er Ansprüche an pH-Wert, Wasser und Fruchtfolge, die du vor der Saat kennen solltest. Ich prüfe deshalb vor jeder Kleesaat drei Dinge: den pH-Wert, die Wasserversorgung und die Kulturen davor und danach.

Alexandrinerklee (Trifolium alexandrinum) heißt auch Ägyptischer Klee und gehört zu den Schmetterlingsblütlern. Er ist einjährig, nicht winterhart und blüht von Mai bis September. Mit 20–30 cm Wuchshöhe bleibt er niedrig.

Was bringt Alexandrinerklee dem Boden?

Aus Bodensicht sprechen vier Dinge für ihn: zusätzlicher Stickstoff, tiefe Wurzeln, organische Substanz und eine schützende Pflanzendecke. Die Grundlagen dazu, was Gründüngung im Boden leistet, gelten für alle Arten. Hier geht es um das, was beim Alexandrinerklee dazukommt.

Stickstoff aus der Luft

Alle Gründüngungspflanzen binden Stickstoff, der schon im Boden vorhanden ist. Leguminosen wie Klee bringen über ihre Knöllchenbakterien zusätzlich Luftstickstoff ein. Phacelia, Senf und Buchweizen können das nicht, sie nutzen nur den vorhandenen Vorrat. Eine eigene Stickstoffdüngung braucht der Klee deshalb nicht. Im Zwischenfruchtanbau genügt ihm eine Grundversorgung mit Phosphat und Kali.

Kurz erklärt

Knöllchenbakterien sind Wurzelbakterien der Leguminosen. Sie bilden aus Luftstickstoff Ammonium für die Pflanze und erhalten von ihr unter anderem Zucker.

Verfügbar wird dieser Stickstoff erst, wenn die Pflanzenreste verrotten. Wie viel bei der Folgekultur ankommt, hängt von Aufwuchs, Jahreszeit, Bodenfeuchte und Temperatur ab. Vollständig steht er ihr nicht zur Verfügung, und die Düngeplanung für das Gemüse danach ersetzt er nicht automatisch. Mehr dazu, wie Alexandrinerklee Knöllchenbakterien und Bodenleben fördert, steht in einem eigenen Beitrag.

Wie viel Stickstoff du anrechnen kannst

Für die Düngung der Folgekultur gibt es eine pauschale Rechenhilfe nach der Aufwuchshöhe. Ich messe den Bestand deshalb vor dem Mähen mit dem Zollstock und notiere die Höhe.

Aufwuchshöhe des Bestands Anrechenbarer Stickstoff
unter 5 cm 1 g/m²
5–14 cm 2 g/m²
15–30 cm 4 g/m²
über 30 cm 6 g/m²

Die Stufen gelten pauschal für Gründüngungsbestände, nicht eigens für Klee. Mit 20–30 cm Wuchshöhe liegt ein voll entwickelter Alexandrinerklee in der vorletzten Zeile.

Wurzeln, organische Substanz und Bodendecke

Alexandrinerklee gilt als tiefwurzelnd und zugleich als schwachzehrend. Wenn seine Wurzeln verrotten, bleiben Kanäle zurück, durch die Wasser und Luft in den Boden gelangen. Die Pflanzenreste liefern organische Substanz für die Folgekultur und versorgen eingearbeitet das Bodenleben. Ein Teil davon wird weiter umgesetzt, ein stabilerer Anteil bleibt länger als Dauerhumus im Boden.

Zahl im Blick

Für Alexandrinerklee werden 12–14 dt Wurzel- und Ernterückstände als Trockenmasse je Hektar angegeben. Gemeint sind nur die Rückstände, nicht der gesamte Aufwuchs und nicht der Dauerhumus.

Die organische Substanz kann auf leichten Böden die Wasserspeicherung und auf schweren die Durchlässigkeit verbessern. Solange der Bestand steht, schützt er die Oberfläche außerdem vor Sonne, Starkregen, Verschlämmung und Erosion. Den zeitlichen Ablauf beschreibt der Ratgeber dazu, wie die Bodenverbesserung mit Alexandrinerklee kurz- und langfristig wirkt.

Aussaatkalender Alexandrinerklee
GartenkalenderAussaat: April, Mai, Juni, Juli, August, September; Blüte: Mai, Juni, Juli, August, SeptemberJFMAMJJASONDAussaatAussaat: AprilAussaat: MaiAussaat: JuniAussaat: JuliAussaat: AugustAussaat: SeptemberBlüteBlüte: MaiBlüte: JuniBlüte: JuliBlüte: AugustBlüte: SeptemberAussaatBlüte

Wo liegen seine Grenzen?

Nicht jedes Beet passt zu ihm. Diese Punkte klärst du vor der Saat.

Saure Böden. Alexandrinerklee meidet saure Böden, als geeignet gilt ein Boden-pH von 6–8. Dazu passen leichte bis mittelschwere, nährstoffreiche Böden in gutem Kulturzustand. Wie du den Boden von der Analyse bis zum Saatbett vorbereitest, zeigt eine eigene Anleitung.

Trockenheit. Er braucht Wärme und regelmäßig reichlich Niederschlag, trockene Jahre sind ungünstig. Eine lebende Gründüngung verbraucht beim Wachsen außerdem selbst Bodenwasser. An trockenen Standorten hilft dir der Ratgeber dazu, wie viel Wasser Alexandrinerklee in den einzelnen Wachstumsphasen braucht.

Winter. Der Klee ist nicht winterhart. Ein abgefrorener Bestand bleibt über Winter als Mulch liegen, eine wachsende Decke bis ins Frühjahr bekommst du von ihm nicht.

Krankheit und Verholzen. Alexandrinerklee ist anfällig für Stängelbrenner. Der Erreger überdauert auf Pflanzenresten und gefährdet überjährige Bestände stärker, deshalb planst du eine kurze Nutzungsdauer ein. Schneide außerdem früh, spätestens zum Blühbeginn, bevor die Stängel verholzen. Verholzte Reste verrotten langsamer und können dabei vorübergehend Stickstoff aus dem Bodenvorrat binden. Wer zu spät schneidet, muss also damit rechnen, dass der Stickstoff aus dem Klee später bei der Folgekultur ankommt.

Unkraut. Wächst Unkraut im Bestand mit, kann ein Schröpfschnitt es zurückdrängen. Zugleich fördert er die Bestockung des Klees.

Marias Erfahrung

Ich gehe den Bestand ab, sobald sich die ersten Blütenköpfe zeigen, und knicke einige Stängel zwischen den Fingern. Sind sie noch weich, ist das mein Zeichen zum Mähen.

Wie schneidet er gegen andere Kleearten ab?

Unter den Kleearten gehört Alexandrinerklee zu den einjährigen, die den Winter nicht überstehen. Die Tabelle zeigt, worin sich fünf Kleearten als Gründünger unterscheiden.

Kleeart Einordnung Wurzeltyp Wuchshöhe Aussaat Anbaupause
Alexandrinerklee einjährig, nicht winterhart tief 20–30 cm April bis September 3 Jahre
Perserklee einjährig, nicht winterhart tief 50–80 cm April bis August 3 Jahre
Inkarnatklee überwinternde Zwischenfrucht, harte Winter verträgt er schlecht tief 30–60 cm April bis August, als Nachkultur auch im September 4 Jahre
Rotklee mehrjährig, winterhart tief 30–50 cm März bis Juni, August bis September 7 Jahre
Weißklee niedrige Untersaat zwischen Gemüse oder Beeren flach 20–30 cm März bis September 3 Jahre

Rotklee ist mehrjährig und winterhart und verlangt 7 Jahre Anbaupause. Alexandrinerklee steht nur eine Saison und bindet das Beet in der Fruchtfolgeplanung deutlich kürzer. Für eine Lücke zwischen zwei Gemüsekulturen lässt er sich deshalb leichter einplanen.

Weißklee wurzelt flach und bleibt ähnlich niedrig. Er lässt sich als Untersaat zwischen Gemüse oder Beerenkulturen verwenden. Geht es dir um tiefere Durchwurzelung, passt Alexandrinerklee besser.

Inkarnatklee kann überwintern und lässt sich als Nachkultur noch im September säen. Harte, lange, kalte und schneereiche Winter verträgt er allerdings schlecht. Suchst du eine Kleedecke über den Winter, kommt trotzdem eher er infrage als Alexandrinerklee.

Perserklee steht ihm nahe: einjährig, nicht winterhart, tiefwurzelnd. Er wird mit 50–80 cm deutlich höher und hat einen hohen Wasserbedarf.

Alexandrinerklee oder Lupine, Phacelia, Senf?

Gegenüber Arten aus anderen Familien entscheidet weniger die Wuchsform. Es zählen Stickstoff, Boden und Fruchtfolge.

Art Familie Luftstickstoff Wurzeltyp Anbaupause In der Fruchtfolge
Alexandrinerklee Schmetterlingsblütler (Fabaceae) ja tief 3 Jahre Hülsenfrucht, nicht vor oder nach Bohnen und Erbsen
Lupine Schmetterlingsblütler (Fabaceae) ja tief 4 Jahre Hülsenfrucht, mit Klee unverträglich
Phacelia Boraginaceae nein tief 2 Jahre mit keiner gängigen Gemüseart verwandt
Gelbsenf Kreuzblütler (Brassicaceae) nein tief 4 Jahre kann bei Kohl, Rettich und Radieschen Kohlhernie fördern
Ölrettich Kreuzblütler (Brassicaceae) nein tief 4 Jahre bei viel Kohl, Rettich oder Radieschen meiden
Buchweizen Polygonaceae nein flach 3 Jahre unverträglich neben Rhabarber und Ampfer

Phacelia und Senf: Stickstoff halten statt zuführen

Phacelia und Senf bringen keinen Luftstickstoff ein. Beide Arten nehmen vorhandenen Bodenstickstoff in ihre Biomasse auf und können so dessen Auswaschung vermindern. Daraus ergibt sich eine Aufgabenteilung: Der Klee führt dem Beet Stickstoff zu, Phacelia und Senf halten fest, was schon da ist.

Beim Tempo liegen die beiden vorn. Alexandrinerklee braucht 14–21 Tage zum Keimen. Phacelia keimt in 7–14 Tagen. Für Senf werden im Hausgarten 4–10 Wochen Entwicklungsdauer genannt. Für eine kurze Lücke zwischen zwei Kulturen passen deshalb die schnellen Arten besser. Schnell schließende Bestände von Senf, Buchweizen oder Ölrettich unterdrücken auflaufendes Unkraut außerdem vor allem durch Lichtkonkurrenz.

In der Fruchtfolge ist Phacelia unkompliziert, weil sie mit keiner gängigen Gemüseart verwandt ist. Senf gehört wie Kohl, Rettich und Radieschen zu den Kreuzblütlern und kann in deren Fruchtfolge Kohlhernie fördern. Klee zählt zu den Hülsenfrüchten. Ich säe ihn deshalb nur auf Beete, auf denen weder kürzlich Bohnen oder Erbsen standen noch als Nächstes geplant sind.

Lupinen: der Boden entscheidet

Lupinen sind wie Klee Leguminosen und bringen ebenfalls Luftstickstoff ein. Der Unterschied liegt im Boden, den sie vertragen.

Zahl im Blick

Geeigneter Boden-pH als Gründüngung: Alexandrinerklee 6–8, Weiße Lupine 6–7, Blaue Lupine 5–6, Gelbe Lupine 4–6.

Für sandige, leicht saure Böden ist die Gelbe Lupine die passende Art, Alexandrinerklee meidet solche Standorte. Ich schaue deshalb in meine letzte Bodenanalyse, bevor ich zwischen beiden wähle. Lupinen können außerdem je nach Standort deutlich mehr als 1 m tief wurzeln. Für Alexandrinerklee lässt sich keine feste Tiefe angeben.

Mischen statt entscheiden

Alexandrinerklee muss nicht allein stehen: In Mischungen lässt er sich mit Buchweizen, Phacelia oder Ölrettich kombinieren. In Feldversuchen glichen Mischungen mit unterschiedlichen Wuchsformen Bestandslücken aus und unterdrückten Unkraut besser als einzelne Arten allein. Alle enthaltenen Pflanzenfamilien müssen dabei zu deiner Gemüsefruchtfolge passen.

Welche Gründüngung für welchen Fall?

Aus dem Vergleich ergibt sich eine Zuordnung nach der Lage auf deinem Beet. Die Saatfenster der einzelnen Arten findest du im Aussaatkalender für Gründünger zum Ausdrucken.

Situation auf dem Beet Passende Gründüngung Grund
Boden-pH 6–8, gute Wasserversorgung, danach stark zehrendes Gemüse Alexandrinerklee Leguminosen-Gründüngung eignet sich als Vorfrucht für stark zehrendes Gemüse
Sandiger, leicht saurer Boden Gelbe Lupine geeigneter pH-Bereich 4–6
Bohnen oder Erbsen stehen davor oder danach Phacelia mit keiner gängigen Gemüseart verwandt
Kurze Lücke zwischen zwei Kulturen Gelbsenf Entwicklungsdauer 4–10 Wochen, bei viel Kohl, Rettich oder Radieschen meiden
Schwerer oder verdichteter Boden Ölrettich kommt für schwere und verdichtete Standorte infrage
Wachsende Begrünung über den Winter Winterroggen überwintert und lässt sich noch im Oktober säen
Tomaten, Kohl oder Lauch stehen noch, ab August soll etwas darunter wachsen Alexandrinerklee als späte Untersaat im Gemüsegarten empfohlen

Wo wird Alexandrinerklee eingesetzt?

Genutzt wird er vor allem als Zwischenfrucht, daneben als Futterpflanze. Je nach Anbausystem sieht das unterschiedlich aus.

Im Feldanbau steht er als Zwischenfrucht nach Frühkartoffeln, Winterraps oder Wintergerste. Als Stoppelsaat wird er dort im Juli bis Anfang August gesät. Für die Futternutzung werden ein- und mehrschnittige Sorten unterschieden, mehrschnittige bringen als Hauptfrucht 3–4 Schnitte.

Im Biobetrieb beginnt die Planung beim Saatgut: Zertifizierte Ökobetriebe müssen verfügbares ökologisch vermehrtes Saatgut auch für reine Gründüngungspflanzen verwenden. Wie Biobetriebe Alexandrinerklee praktisch einsetzen, ist ein eigenes Thema.

Im Garten bietet sich eine späte Untersaat unter Tomaten, Kohlarten oder Lauch ab August an. Schneide sie, sobald sie das Gemüse beeinträchtigt. Im Hochbeet lohnt sich Gründüngung, wenn es mehrere Wochen oder über Winter ungenutzt bleibt. Für den Hausgarten liest du gesondert nach, wie Alexandrinerklee einen Gartenboden mit Nährstoffen anreichert und seine Struktur verbessert.

Den Weg als schnelle Zwischenfrucht von der Aussaat bis zum Einarbeiten beschreibt ein weiterer Beitrag. Welche Saat zu welcher Lücke im Jahr passt, klärt der Gründünger-Überblick im Abschnitt Zeitpunkt und Dauer.

Anbau, Fruchtfolge, Insekten und Aufwand in Kürze

Diese Themen gelten für alle Gründünger ähnlich und stehen ausführlich im Gründünger-Überblick. Für Alexandrinerklee kommen nur wenige Besonderheiten dazu.

Anbau. Gesät wird von April bis September, bis 1 cm tief in ein feinkrümeliges, gut rückverfestigtes Saatbett. Die Saatmenge entnimmst du der Tüte deiner Sorte. Vertiefend gibt es Ratgeber dazu, wann und mit welcher Methode du Alexandrinerklee säst, wie du ihn von der Keimung bis zum Frost pflegst und woran du gutes Saatgut erkennst.

Fruchtfolge. Für Alexandrinerklee gilt eine Anbaupause von 3 Jahren, die du im Beetplaner für deine Fruchtfolge mitplanen kannst. Insgesamt sollen Leguminosen im Gemüsegarten höchstens 25 % der wechselnden Beetbelegung ausmachen, Erbsen und Bohnen eingeschlossen. Welche Gemüsearten sich mit Klee vertragen, zeigt das Mischkultur-Werkzeug, den Hintergrund liefert der Überblick unter Fruchtfolge und Mischkultur.

Insekten. Alexandrinerklee blüht von Mai bis September und gilt als nützlingsfreundlich. Lässt du ihn für Insekten durchblühen, beendest du den Bestand vor der Samenreife. Rechne dann mit langsamerer Rotte, weil ältere Pflanzen langsamer umgesetzt werden als junge. Welche Arten sich als Insektennahrung eignen, steht im Überblick unter Familien und Wuchsformen.

Aufwand. Ob sich die Saat rechnet, hängt von Saatgut, Aussaatverfahren, Arbeitsaufwand und der Verwertung der Biomasse ab. Feste Kosten- oder Ersparniswerte lassen sich für den Hausgarten nicht angeben. Wie du beides vorab abschätzt, steht im Überblick unter Aufwand und Nutzen.

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Häufige Fragen

Was ist Alexandrinerklee und welche Eigenschaften zeichnen ihn aus?
Alexandrinerklee (Trifolium alexandrinum) ist eine einjährige, nicht winterharte Kleeart aus der Familie der Schmetterlingsblütler. Er gilt als tiefwurzelnd und schwachzehrend und bleibt mit 20–30 cm niedrig. Als Leguminose bindet er mithilfe von Knöllchenbakterien Luftstickstoff. Genutzt wird er vor allem als Zwischenfrucht, daneben als Futterpflanze.
Welche Rolle spielt die Stickstoffbindung beim Alexandrinerklee?
Knöllchenbakterien an seinen Wurzeln bilden aus Luftstickstoff Ammonium für die Pflanze und erhalten dafür unter anderem Zucker. So bringt der Klee zusätzlichen Stickstoff ins Beet, während Phacelia oder Senf nur vorhandenen Bodenstickstoff aufnehmen. Für die Folgekultur wird er erst beim Verrotten der Pflanzenreste verfügbar, und nicht vollständig. Eine bedarfsgerechte Düngung des Gemüses danach ersetzt er deshalb nicht automatisch.
Worin unterscheidet sich Alexandrinerklee von Rotklee und Weißklee?
Alexandrinerklee ist einjährig und nicht winterhart, Rotklee dagegen mehrjährig und winterhart. Rotklee verlangt mit 7 Jahren zudem eine deutlich längere Anbaupause. Weißklee wurzelt flach und eignet sich als niedrige Untersaat zwischen Gemüse oder Beerenkulturen, während Alexandrinerklee als tiefwurzelnd gilt.
Welche Vorteile bietet Alexandrinerklee gegenüber anderen Leguminosen wie Lupinen?
Der Unterschied liegt vor allem im Boden: Für Alexandrinerklee gilt ein pH-Bereich von 6–8 als geeignet, saure Böden meidet er. Die Gelbe Lupine passt dagegen auf sandige, leicht saure Böden. Auf neutralem Boden mit guter Wasserversorgung liegt deshalb der Klee nahe, auf saurem Sand die Lupine. Luftstickstoff bringen beide ein, weil beide Leguminosen sind.
Welche Auswirkungen hat Alexandrinerklee auf die Wasserspeicherfähigkeit des Bodens?
Seine Pflanzenreste liefern organische Substanz, die auf leichten Böden die Wasserspeicherung und auf schweren die Durchlässigkeit verbessern kann. Verrottende Wurzeln hinterlassen außerdem Kanäle, durch die Wasser und Luft in den Boden gelangen. Eine entsprechend große Zunahme des pflanzenverfügbaren Wassers im gesamten Bodenprofil ist damit nicht garantiert. Solange der Klee wächst, verbraucht er zudem selbst Bodenwasser.
Welche Mischungen mit anderen Gründüngerpflanzen sind empfehlenswert?
Alexandrinerklee lässt sich mit Buchweizen, Phacelia oder Ölrettich kombinieren, die den Boden mit anderen Wurzelformen erschließen. In Feldversuchen konnten Mischungen mit unterschiedlichen Wuchsformen Bestandslücken ausgleichen und Unkraut besser unterdrücken als einzelne Arten allein. Achte darauf, dass alle enthaltenen Pflanzenfamilien zu deiner Gemüsefruchtfolge passen. Bei fertigen Mischungen richtest du dich bei der Saatmenge nach der Angabe auf der Packung.
Ist es ein Mythos, dass Alexandrinerklee winterhart ist?
Ja, Alexandrinerklee ist einjährig und nicht winterhart. Ein abgefrorener Bestand bleibt über Winter als Mulch auf dem Beet liegen und wird im Frühjahr abgerecht, kompostiert oder flach eingearbeitet. Für eine wachsende Begrünung über den Winter eignen sich andere Arten, zum Beispiel Winterroggen.
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