Gartenpraxis · Gründünger & Bodenkur · Wissen

Gründüngung und Bodenleben: Welche Mikroorganismen profitieren

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 8 Min.Von der samen.de Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Gründüngung liefert Bakterien, Pilzen und Regenwürmern organisches Material, beim Verrotten werden gespeicherte Nährstoffe wieder frei.
  • Knöllchenbakterien bilden aus Luftstickstoff Ammonium für die Leguminose und bekommen dafür unter anderem Zucker.
  • Innen rötlich gefärbte Wurzelknöllchen weisen auf aktive Stickstofffixierung hin.
  • Mykorrhizapilze brauchen lebende Wirte. Klee, Lein und Luzerne können arbuskuläre Mykorrhiza bilden, Lupinen und Kreuzblütler sind Nichtwirte.
  • Jung geschnittene Pflanzen werden schneller umgesetzt, verholzte Reste können vorübergehend Stickstoff binden.
  • Nach dem flachen Einarbeiten wartest du bis zur nächsten Aussaat oder Pflanzung meist etwa 2–3 Wochen.

Du säst Senf auf das abgeerntete Beet, mähst ihn ab und siehst dem Boden danach nichts an. Im Boden ist trotzdem viel passiert, und was genau, hängt von der gesäten Art ab. Senf liefert den Zersetzern Nahrung, bietet Mykorrhizapilzen aber keinen Wirt. Klee ist zusätzlich Partner der Knöllchenbakterien, gehört dafür nicht auf jedes Beet. Ich überlege deshalb vor dem Saatgutkauf, welche Bodenlebewesen ich auf der Fläche unterstützen will.

Was ist Gründüngung, und was leistet sie im Boden?

Bei der Gründüngung säst du Pflanzen, die du nicht erntest, sondern mähst und als Mulch liegen lässt oder flach einarbeitest. Solange sie steht, bewahrt ihre Decke die Oberfläche vor Verschlämmung, Verkrustung und Erosion. Mit der organischen Substanz, die sie hinterlässt, halten leichte Böden Wasser besser und schwere werden durchlässiger. Wo sich der Bestand rasch schließt, bekommt auflaufendes Unkraut außerdem vor allem zu wenig Licht; wie du Gründüngung gegen Unkraut einsetzt, ist ein eigenes Thema. Diese Grundlagen stehen im Überblick dazu, was Gründüngung im Boden leistet.

Welche Bodenlebewesen profitieren von Gründüngung?

Die Gründüngung versorgt das Bodenleben auf zwei Wegen. Lebende Wurzeln sind Partner für Knöllchenbakterien und Mykorrhizapilze. Gemähte Grünmasse und absterbende Wurzeln sind Nahrung für die Zersetzer. Vier Gruppen lassen sich unterscheiden:

Gruppe Was sie von der Gründüngung bekommt Was sie im Boden tut
Bakterien und Pilze Pflanzenreste und abgestorbene Wurzeln bauen die Reste ab, sind an der Humusbildung beteiligt, beeinflussen den Nährstoffumsatz
Regenwürmer und andere Bodentiere organisches Material aus dem Bestand mischen es ein, beschleunigen den Abbau, bilden Bioporen
Knöllchenbakterien (Rhizobien) unter anderem Zucker von Leguminosen versorgen die Pflanze mit Ammonium aus Luftstickstoff
Arbuskuläre Mykorrhizapilze Zucker von lebenden Wirtspflanzen können deren Phosphor- und Wasseraufnahme verbessern

Bakterien und Pilze bauen die Reste ab

Bakterien und Pilze bauen die Reste der Gründüngung ab und sind so an der Humusbildung beteiligt. Was die Pflanzen zuvor aus dem Boden aufgenommen haben, wird beim Verrotten wieder frei. Zusätzlichen Stickstoff bringen dagegen nur Leguminosen über ihre Knöllchenbakterien ein. Von Senf oder Phacelia bekommst du deshalb keinen Stickstoffgewinn: Sie halten vorhandenen Bodenstickstoff in ihrer Biomasse fest und können so dessen Auswaschung vermindern. Wie viel davon bei der Folgekultur ankommt, hängt von Boden, Witterung und Umbruch ab; vollständig ist es nicht.

Regenwürmer und andere Bodentiere mischen ein

Regenwürmer sind keine Mikroorganismen, sie arbeiten aber am selben Abbau mit. Bodentiere mischen Pflanzenreste unter die Erde, und der Abbau kommt dadurch schneller voran. Aktive Regenwürmer und die Wurzeln der Gründüngung hinterlassen außerdem Bioporen. Durch sie dringt Regenwasser leichter ein, und es fließt weniger an der Oberfläche ab.

Was passiert, wenn die Gründüngung verrottet?

Nicht die ganze Masse wird zu Humus. Einen Teil der organischen Substanz setzen die Zersetzer immer weiter um. Länger im Boden bleibt nur der stabilere Anteil, der Dauerhumus. Wann und wie viele Nährstoffe dabei frei werden, bestimmen unter anderem Pflanzenart, Aufwuchs, Jahreszeit, Bodenfeuchte und Temperatur. Luft gehört ebenfalls dazu: Tief vergrabene frische Grünmasse kann unter Luftabschluss faulen, deshalb kommt sie nur flach in den Boden.

Warum zählt das Alter der Pflanzen?

Jung geschnittene Pflanzen werden schneller umgesetzt als ältere, weil ihr C/N-Verhältnis enger ist. Das C/N-Verhältnis beschreibt, wie viel Kohlenstoff im Pflanzenmaterial auf den enthaltenen Stickstoff kommt. Sind die Reste schon verholzt, dauert die Rotte länger, und dabei kann vorübergehend Stickstoff aus dem Bodenvorrat gebunden werden. Der Schnittzeitpunkt entscheidet also mit, ob nach dem Mähen Stickstoff frei wird oder zunächst gebunden bleibt. Ich mähe deshalb, solange die Stängel noch weich sind, und warte nicht bis zur Samenreife.

Wie arbeiten Knöllchenbakterien mit Leguminosen zusammen?

Klee, Wicken und Lupinen sind Leguminosen. An ihren Wurzeln leben Bakterien, mit deren Hilfe sie Luftstickstoff in organischer Form binden. Diese Knöllchenbakterien, auch Rhizobien genannt, bilden aus Luftstickstoff Ammonium und versorgen damit die Pflanze. Im Gegenzug liefert die Pflanze ihnen unter anderem Zucker.

Woran erkenne ich aktive Knöllchen?

Sind die Wurzelknöllchen einer Leguminose innen rötlich gefärbt, weist das auf aktive Stickstofffixierung hin. Ich grabe dafür vor dem Mähen eine Pflanze mit dem Spaten aus, spüle die Wurzeln ab und schneide ein Knöllchen auf.

Was bremst die Symbiose?

Bei Klee und Luzerne können hohe Stickstoffgaben die Knöllchenbakterien in ihrer Tätigkeit hemmen. Lupinen kommen ohne Stickstoffdüngung aus, wenn die Knöllchensymbiose funktioniert, und ein zu hohes Stickstoffangebot verringert die Fixierung.

Häufiger Fehler

Leguminosen als Gründüngung mit Stickstoff düngen. Zusätzlicher Stickstoff kommt nur über die Knöllchensymbiose ins Beet, und ein hohes Stickstoffangebot bremst genau diese Symbiose. Wer mit Stickstoff düngt, verschenkt also den Grund, aus dem er Klee oder Lupinen sät.

Müssen die Bakterien zur Pflanze passen?

Ja. Stehen Lupinen zum ersten Mal oder nach längerer Anbaupause auf der Fläche, wird ihr Saatgut geimpft: unmittelbar vor der Aussaat, mit lupinenspezifischen Knöllchenbakterien und nach den Angaben des Herstellers. Bei Luzerne ist eine Impfung im landwirtschaftlichen Anbau auf Flächen sinnvoll, auf denen bisher nicht häufiger Luzerne stand.

Kann gebundener Stickstoff verloren gehen?

Was die Knöllchenbakterien binden, ist ebenfalls eine Stickstoffzufuhr. Entsteht ein Überschuss, kann er Umweltverluste als Nitrat, Ammoniak und Lachgas begünstigen. Arbeitest du den Aufwuchs von Leguminosen zur falschen Zeit ein, kann das Nitratfreisetzung und Stickstoffauswaschung verstärken. Nach Lupinen sollte deshalb eine Kultur folgen, die den freigesetzten Stickstoff aufnehmen kann. Stark zehrendes Gemüse ist nach einer Leguminosen-Gründüngung eine passende Folge. Welche stickstoffbindenden Pflanzen sich als Gründünger eignen, behandelt ein eigener Ratgeber.

Welche Gründünger bieten Mykorrhizapilzen einen Wirt?

Kurz erklärt

Arbuskuläre Mykorrhiza ist eine Lebensgemeinschaft von Bodenpilzen und Pflanzenwurzeln. Die Pilze bekommen von der Pflanze Zucker und können ihr im Gegenzug helfen, mehr Phosphor und Wasser aufzunehmen.

Wachsen und sich vermehren können diese Pilze nur an lebenden Wirtspflanzen. Unter den Gründüngern können Klee, Lein und Luzerne arbuskuläre Mykorrhiza bilden. Nichtwirte sind dagegen Lupinen und die Kreuzblütler, zu denen Senf, Ölrettich und Raps gehören. Solange auf einem Beet nur Senf oder Ölrettich steht, finden die Pilze dort also keinen Wirt, obwohl der Boden begrünt ist.

Gründünger Knöllchenbakterien Arbuskuläre Mykorrhiza
Klee ja, Leguminose kann sie bilden
Luzerne ja, Leguminose kann sie bilden
Lupinen ja, Leguminose Nichtwirt
Lein nein, keine Leguminose kann sie bilden
Senf, Ölrettich, Raps nein, Kreuzblütler Nichtwirte
Mythos-Check

„Jede Gründüngung fördert Mykorrhiza.“ Das stimmt so nicht. Lupinen und Kreuzblütler wie Senf und Ölrettich sind Nichtwirte, als Wirte kommen Klee, Lein und Luzerne infrage.

Welche Art säe ich für die Pilze?

Säe Klee, wenn du den Pilzen einen Wirt bieten willst, denn er ist zugleich Partner der Knöllchenbakterien. Lass ihn aber weg, wenn auf dem Beet kürzlich Bohnen oder Erbsen standen oder wenn sie dort als nächste Hauptkultur geplant sind. Ein Wirt außerhalb der Leguminosen ist Lein, den du direkt und breitwürfig auf freie Beetflächen säen kannst. Ich notiere mir für jedes Beet, welche Familie dort als Gründüngung stand.

Woran erkenne ich aktives Bodenleben im Beet?

Stich einen Spaten Erde aus und sieh dir den Block an. Bei einer solchen Spatendiagnose achtest du auf sechs Dinge: Eindringwiderstand, Gefüge, Wurzelverlauf, Hohlräume, Farbe und Geruch. Sie zeigen dir, ob der Boden verdichtet ist oder schlecht durchlüftet. Ziehen sich Wurm- und Wurzelröhren durchgehend durch den Block, spricht das für günstige Wasserleitfähigkeit, Durchlüftung und Durchwurzelbarkeit. Solche Kanäle bleiben auch zurück, wenn die Wurzeln der Gründüngung verrotten, und durch sie können Wasser und Luft in den Boden gelangen. Riecht die Erde faulig, kann das auf Luftmangel hindeuten.

Mini-Checkliste

Spatenprobe nach der Gründüngung: Dringt der Spaten leicht ein? Zerfällt der Block in Krümel? Siehst du durchgehende Wurm- und Wurzelröhren? Wie riecht die Erde? Sind die Knöllchen an Klee oder Lupine innen rötlich?

Marias Erfahrung

Ich steche die Probe bei abgetrocknetem Boden, weil vor allem Tonboden im feuchten Zustand leicht verdichtet. Den Block lege ich auf ein Brett und breche ihn mit den Händen auf, statt ihn zu zerschneiden. So bleiben Wurzelgänge und Wurmröhren an den Bruchflächen sichtbar.

Wie setze ich das im Garten um?

Die Praxis reiße ich hier nur an. Wenn du zum ersten Mal säst, lies zuerst, wie Gründüngung im Garten funktioniert.

Welche Art passt auf mein Beet?

Drei Dinge entscheiden über die Art: deine Bodenart, die Zeit, die das Beet frei ist, und die Pflanzenfamilien in deiner Gemüsefruchtfolge. Welche Gründüngungssamen zu Boden, Jahreszeit und Ziel passen und welche Arten sich für Sand-, Lehm- und Tonböden eignen, zeigen zwei eigene Ratgeber. Familien und Wuchsformen stehen im Überblick zu Gründünger und Bodenkur im Abschnitt über die Gründüngerpflanzen.

Wie säe und pflege ich?

Du verteilst das Saatgut breitwürfig, rechst es ein, drückst es an und hältst die Saat bis zum Auflaufen feucht. Wann welche Art gesät wird, zeigt der druckbare Aussaatkalender für Gründünger. Aussaat und Pflege im Einzelnen stehen ebenfalls im Überblick zu Gründünger und Bodenkur.

Wie mähe ich und arbeite ein?

Du mähst spätestens vor der Samenbildung und lässt die Masse als Mulch liegen oder arbeitest sie flach ein. Bis zur nächsten Aussaat oder Pflanzung lässt du danach meist etwa 2–3 Wochen verstreichen. Wie du Gründüngung planst, säst und einarbeitest, zeigt ein eigener Ratgeber; Zeitpunkt, Mulch und Wartezeit erklärt der Überblick im Abschnitt zum Mähen und Einarbeiten.

Wo passt Gründüngung in den Garten?

Im Gemüsebau gilt eine Vegetationszeit bis 3 Monate als Kurzzeitgründüngung, alles darüber als Langzeitgründüngung. Sinnvoll ist sie auch im Hochbeet, sobald es mehrere Wochen oder über Winter leer steht. Welche Dauer zu welcher Lücke passt, steht im Überblick unter Zeitpunkt und Dauer.

Was gilt für die Fruchtfolge?

In der Fruchtfolge rechnest du jeden Gründünger zu seiner Pflanzenfamilie: Senf, Ölrettich und Raps zählen zur Kreuzblütlerpause, Klee, Wicken und Lupinen zu den Hülsenfrüchten. Leguminosen sollen im Gemüsegarten höchstens 25 % der wechselnden Beetbelegung ausmachen, das beugt spezifischen Wurzelkrankheiten vor. Welche Kulturen sich als Nachbarn vertragen und wie du die Belegung deiner Beete planst, prüfst du mit zwei Werkzeugen; die Regeln stehen im Überblick unter Fruchtfolge und Mischkultur.

Wo liegen die Grenzen der Gründüngung?

Verbraucht Gründüngung Wasser?

Ein lebender Bestand hält zwar die Verdunstung aus dem Boden niedriger, braucht zum Wachsen aber selbst Wasser. Bei Trockenheit kann er deshalb mit der Hauptkultur konkurrieren. Im Frühherbst arbeitest du außerdem nicht ein, weil die Nährstoffe vorzeitig frei würden und ausgewaschen werden könnten; Selbstaussaat und Auswaschung behandelt der Überblick im Abschnitt zum Mähen und Einarbeiten.

Hilft Gründüngung gegen Nematoden?

Senf und Ölrettich werden auch gegen Rübennematoden gesät. Das setzt eine als resistent eingestufte Sorte voraus und ist für den Feldanbau beschrieben, eine Zusage für dein Beet ist es nicht. Als Kreuzblütler kann Senf in der Fruchtfolge von Kohl, Rettich und Radieschen außerdem Kohlhernie fördern; die Einordnung steht im Überblick unter Nematoden, Biofumigation und Krankheiten.

Baut Gründüngung dauerhaft Humus auf?

Wie viel Humus ein regelmäßiger Zwischenfruchtanbau zusätzlich speichert, ist begrenzt. Gibst du ihn auf, kann der Zuwachs wieder verloren gehen. Wie Gründüngung in Humusbilanz und Klima einzuordnen ist, steht im Überblick unter dem, was Gründüngung im Boden leistet.

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Häufige Fragen

Was ist Gründüngung und wie funktioniert sie?
Bei der Gründüngung säst du Pflanzen, die du nicht erntest. Du mähst sie spätestens vor der Samenbildung und lässt die Masse als Mulch liegen oder arbeitest sie flach ein. Bakterien, Pilze und Regenwürmer bauen die Reste ab, dabei werden die zuvor aufgenommenen Nährstoffe wieder frei und es entsteht Humus.
Wie fördern Mikroorganismen das Bodenleben durch Gründüngung?
Die Gründüngung liefert organisches Material, von dem Bakterien und Pilze leben. Beim Abbau setzen sie gespeicherte Nährstoffe frei und sind an der Humusbildung beteiligt, während Bodentiere die Reste einmischen und den Abbau beschleunigen. An lebenden Wurzeln kommen Knöllchenbakterien bei Leguminosen und Mykorrhizapilze bei Wirtspflanzen wie Klee, Lein und Luzerne hinzu.
Wie nutzen Mykorrhiza-Pilze die Gründüngung für ihre Entwicklung?
Arbuskuläre Mykorrhizapilze wachsen und vermehren sich nur an lebenden Wirtspflanzen, von denen sie Zucker erhalten. Unter den Gründüngern können Klee, Lein und Luzerne diese Verbindung bilden. Lupinen und Kreuzblütler wie Senf und Ölrettich sind Nichtwirte, eine Senfsaat bietet den Pilzen also keinen Wirt.
Was unterscheidet Senf von Phacelia als Gründüngungspflanze?
Gelbsenf ist ein Kreuzblütler wie Kohl, Rettich und Radieschen und braucht im Gemüsebeet mindestens 3–5 Jahre Abstand zu anderen Kreuzblütlern. Phacelia ist mit keiner gängigen Gemüseart verwandt und kann deshalb viele Gemüsefruchtfolgen ergänzen. Gemeinsam ist beiden, dass sie vorhandenen Bodenstickstoff in ihre Biomasse aufnehmen und so dessen Auswaschung vermindern können.
Wie arbeitet man Gründüngungspflanzen richtig in den Boden ein?
Mähe den Bestand spätestens vor der Samenbildung und arbeite die frische Masse nur flach ein, denn tief vergraben kann sie unter Luftabschluss faulen. Du kannst sie stattdessen als Mulch liegen lassen. Bis zur nächsten Aussaat oder Pflanzung wartest du nach dem Einarbeiten meist etwa 2–3 Wochen. Im Frühherbst bleibt der Bestand stehen, weil freigesetzte Nährstoffe sonst ausgewaschen werden können.
Stimmt es, dass Gründüngung chemische Dünger komplett ersetzen kann?
Nein, darauf solltest du dich nicht verlassen. Wie viele Nährstoffe eine Gründüngung nachliefert, hängt von Pflanzenart, Aufwuchs, Jahreszeit, Bodenfeuchte und Temperatur ab, und sie ersetzt zusätzliche Düngung nicht automatisch. Zusätzlichen Stickstoff bringen nur Leguminosen ein, alle anderen Arten nutzen den vorhandenen Bodenstickstoff. Welche Nährstoffe im Beet pflanzenverfügbar sind, zeigt dir eine Bodenuntersuchung.
Welche Vorteile bietet Gründüngung für die Bodenfruchtbarkeit?
Gründüngung versorgt das Bodenleben mit organischem Material, aus dem Nährstoffe frei werden und ein stabilerer Anteil als Dauerhumus im Boden bleibt. Ihre Decke bewahrt die Oberfläche vor Verschlämmung, Verkrustung und Erosion, und verrottende Wurzeln hinterlassen Kanäle für Wasser und Luft. Leguminosen bringen über ihre Knöllchenbakterien außerdem Luftstickstoff ein.
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