Gartenpraxis · Gründünger & Bodenkur · Pflege

Rotklee als Gründüngung einarbeiten: Zeitpunkt und Methoden

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 9 Min.Von der samen.de Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Rotklee wird als Gründüngung gewöhnlich kurz vor der Blüte gemäht, spätestens vor der Samenreife.
  • Frische Masse nur flach einarbeiten oder als Mulch nutzen, tief vergraben kann sie unter Luftabschluss faulen.
  • Bis zur nächsten Aussaat oder Pflanzung vergehen nach dem Einarbeiten meist etwa 2–3 Wochen.
  • Im Frühherbst bleibt der Bestand stehen, weil freigesetzte Nährstoffe sonst ausgewaschen werden können.
  • Rotklee ist winterhart und muss vor der nächsten Kultur aktiv beendet werden.
Nahaufnahme eines blühenden Rotklees mit seinen charakteristischen violetten Blütenköpfen und grünen Blättern im Hintergrund.
Foto: Mehmet PİŞİRGEN · Pexels License · Quelle ↗

Wenn du Rotklee als Gründüngung gesät hast, steht er im Frühjahr noch grün auf dem Beet. Er ist winterhart und bleibt nicht wie abfrierende Arten von selbst als Mulch liegen, du musst den Bestand vor der nächsten Kultur aktiv beenden. Zeitpunkt und Methode bestimmen dabei mit, wie viel die Folgekultur von der Kleemasse hat. Zu spät gemäht, sind die Stängel verholzt und verrotten langsamer. Zu tief vergraben, kann die frische Masse unter Luftabschluss faulen. Ich mähe meinen Rotklee deshalb, sobald die ersten Knospen zu sehen sind, und arbeite ihn nur flach ein.

Rotklee als Gründüngung: was er im Boden leistet

Rotklee bindet mithilfe von Knöllchenbakterien Luftstickstoff und verbessert dadurch die Stickstoffversorgung nachfolgender Kulturen. Er wurzelt tief, und verrottende Wurzeln hinterlassen Kanäle, durch die Wasser und Luft in den Boden gelangen können. Wie das im Einzelnen abläuft und was Mischungen mit anderen Arten bringen, erklärt der Überblick dazu, was Gründüngung im Boden leistet.

Empfehlungen für den Garten

Aussaat und Vermehrung

Saattiefe

Die Samen 0,5-1 cm tief säen.

Aussaatkalender Rotklee
GartenkalenderAussaat: März, April, Mai, Juni, Juli, August, September; Blüte: Mai, Juni, Juli, August, SeptemberJFMAMJJASONDAussaatAussaat: MärzAussaat: AprilAussaat: MaiAussaat: JuniAussaat: JuliAussaat: AugustAussaat: SeptemberBlüteBlüte: MaiBlüte: JuniBlüte: JuliBlüte: AugustBlüte: SeptemberAussaatBlüte

Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Einarbeiten?

Gründüngung wird im Hausgarten gewöhnlich kurz vor der Blüte geschnitten. Bei Rotklee beginnt die Blütezeit im Mai und reicht bis in den September. Ein überwinterter Bestand ist also im Frühjahr fällig, bevor sich die Blütenköpfe öffnen.

Woran du den Moment am Bestand erkennst

Richte dich nach den Pflanzen und nicht nach dem Kalender. Sobald zwischen den oberen Blättern die ersten Knospen sitzen, ist der Schnitt fällig. Ich biege beim Gang durchs Beet die Triebspitzen auseinander und schaue nach, ob sich schon Knospen zeigen.

Jung oder alt: was das Alter der Pflanzen ändert

Junge Pflanzen haben ein engeres C/N-Verhältnis als ältere und werden deshalb schneller umgesetzt. Verholzte Reste verrotten langsamer und können dabei vorübergehend Stickstoff aus dem Bodenvorrat binden. Wer den Schnitt hinauszögert, bekommt also Material, das seinen Stickstoff später abgibt und im Boden zunächst sogar welchen festhalten kann.

Kurz erklärt

Das C/N-Verhältnis beschreibt, wie viel Kohlenstoff im Pflanzenmaterial auf den Stickstoff kommt. Eng bedeutet: viel Stickstoff im Verhältnis zum Kohlenstoff.

Blüte für Insekten: wie lange du warten kannst

Soll der Klee für Insekten blühen, verschiebst du den Schnitt bewusst nach hinten. Blühende Gründüngung wird dann nach der Blüte beendet, aber vor der Samenreife. Später darf es nicht werden, weil sich der Bestand sonst selbst aussät.

Steht Rotklee in einer Mischung, richtet sich der Schnitt nach der Art, die zuerst Samen ansetzt. Bei Buchweizen als Sommerzwischenfrucht zwischen Gemüsekulturen besteht dieses Risiko ab etwa 6 Wochen. Außerdem müssen alle Pflanzenfamilien der Mischung zu deiner Gemüsefruchtfolge passen.

Welche Faktoren verschieben den Zeitpunkt?

Drei Dinge entscheiden, wann du tatsächlich mähst: die Jahreszeit, dein Boden und die Kultur danach.

Jahreszeit und Witterung

Im Frühherbst arbeitest du Rotklee nicht ein, weil die freigesetzten Nährstoffe anschließend ausgewaschen werden können. Lass den Bestand stattdessen stehen. Winterharte Zwischenfrüchte, die bis zum Frühjahr wachsen, schützen den aufgenommenen Stickstoff besser vor winterlicher Auswaschung als früh beendete Bestände. Weil Rotklee winterhart ist, wird das Frühjahr damit zum naheliegenden Termin.

Dasselbe Muster zeigt sich bei Kleegras: Ein Umbruch im Spätherbst oder Frühjahr verringert gegenüber einem frühen Herbstumbruch das Risiko winterlicher Stickstoffauswaschung.

Im Frühjahr kommt die Witterung dazu. Wie viel die Kleemasse nachliefert, hängt von Pflanzenart, Aufwuchs, Jahreszeit, Bodenfeuchte und Temperatur ab. Ich lasse im Spätsommer gesäten Rotklee über den Winter stehen und mähe ihn erst, wenn das Beet im Frühjahr abgetrocknet ist.

Bodenart

Auf schweren Böden bleibt die Gründüngung bis zum Frühjahr stehen. Als Alternative gibt es dort ein Winterfenster: Bei passender Witterung wird im Dezember umgegraben, kurz vor dem Durchfrieren des Bodens. Ob dein Boden tonreich ist, zeigt die Fingerprobe: Er klebt, lässt sich gut formen und ausrollen und zeigt eine glatte, glänzende Oberfläche. Solchen Boden bearbeitest du nur abgetrocknet, denn im feuchten Zustand ist die Verdichtungsgefahr besonders hoch.

Sandböden lassen Wasser wegen ihrer weiten Grobporen schnell versickern. Zusammen mit der Auswaschungsgefahr im Frühherbst heißt das: Auf leichtem Boden ist ein zu früher Umbruch besonders riskant.

Folgekultur

Rechne vom Saat- oder Pflanztermin der Folgekultur rückwärts. Nach dem Einarbeiten sollten bis zur nächsten Aussaat oder Pflanzung meist etwa 2–3 Wochen vergehen. Das ist eine Orientierung für den Garten: Schau vor der Saat nach, wie weit die Reste tatsächlich zersetzt sind.

Für stark zehrendes Gemüse ist eine Leguminosen-Gründüngung eine geeignete Vorfrucht. Brauchst du nach dem Winter dagegen ein feines Saatbett, räumst du den Bestand ab und kompostierst ihn.

Klee meidest du auf Beeten, auf denen kürzlich Bohnen oder Erbsen standen oder als nächste Hauptkultur vorgesehen sind. Welche Kulturen nach Rotklee am besten folgen, zeigt der Ratgeber dazu, welche Rolle Rotklee als Vorfrucht im Fruchtwechsel spielt. Für einzelne Beetnachbarn schlägst du nach, welche Gemüsearten sich mit Klee vertragen.

Wie bringst du Rotklee in den Boden?

Für alle Methoden gilt derselbe Grundsatz: Frische Masse kommt nur flach in den Boden oder bleibt als Mulch obenauf. Tief vergraben kann sie unter Luftabschluss faulen.

Vorbereitung: mähen, zerkleinern, anwelken

Mähe den Bestand und zerkleinere dickstängeliges Material, bevor du es weiterverwendest. Ich fahre dafür mit dem Rasenmäher über den gemähten Klee. Lass das Schnittgut danach anwelken, bis die Blätter schlaff sind und die Schicht sichtbar zusammengesunken ist. Wie lange das dauert, hängt vom Wetter ab.

Prüfe vor dem Einarbeiten den Boden. Er sollte ausreichend abgetrocknet sein und sich mit Grabegabel oder Krail lockern lassen.

Mini-Checkliste

Bestand gemäht, bevor Samen reifen. Dicke Stängel zerkleinert. Schnittgut angewelkt. Boden abgetrocknet. Saat- oder Pflanztermin der Folgekultur zurückgerechnet.

Mulchen und flach einarbeiten

So arbeite ich auf meinen Gemüsebeeten. Das zerkleinerte Schnittgut bleibt als Mulch liegen oder wird in die oberste Bodenschicht gezogen. Als Mulch vermindert es die Verdunstung aus dem Boden und hält die Oberfläche durchlässig. Für das Gemüsebeet gelten etwa 2 bis 3 cm Mulch als Maß. Fällt mehr an, kommt der Rest auf den Kompost, im Wechsel mit trockenem, strukturreichem Material.

Saatrillen und Jungpflanzen bleiben von Mulch frei. Bei starken Schneckenschäden prüfst du, ob der feuchte Mulch mehr schadet als nützt. Zum Einarbeiten ziehe ich den Kultivator flach durch das Beet, bis Klee und Erde vermischt sind.

Häufiger Fehler

Frische Kleemasse spatentief vergraben. Ohne Luft kann sie faulen, statt zu verrotten. Bleib in der obersten Bodenschicht.

Fräsen

Eine Gartenfräse mischt den Klee auf größeren Flächen in die obere Bodenschicht. Zwei Bedingungen müssen dafür stimmen. Der Boden ist abgetrocknet, denn feucht bearbeiteter Tonboden verdichtet besonders leicht. Und die Fläche ist frei von Wurzelunkräutern, weil die Fräse deren Vermehrung fördern kann: Zerteilte unterirdische Pflanzenteile können erneut austreiben.

Wie flach gefräst wird, zeigt ein Verfahren aus dem Gemüsebau für Phacelia. Dort wird der Bestand geschlegelt und in einem zweiten Arbeitsgang 5 cm tief gefräst.

Umgraben und Unterpflügen

Tiefes Unterpflügen frischer Masse passt nicht in den Hausgarten, dort wird Gründüngung flach eingearbeitet. Eine Ausnahme im Kalender gibt es für schwere Böden: Dort kann im Dezember umgegraben werden, kurz vor dem Durchfrieren.

Steht dein Rotklee im Gemenge mit Gräsern, hast du Kleegras mit einer geschlossenen Narbe vor dir. Beim flachen Umbruch trennst du diese Narbe vollständig horizontal durch und legst sie locker zum Abtrocknen ab. Drück den Boden danach nicht wieder fest, Rückverfestigung ist hier unerwünscht.

Welche Methode passt wann?

Methode Passt, wenn Darauf achtest du
Mulchen der Boden bedeckt bleiben soll und keine Saatrillen geplant sind Jungpflanzen frei halten, bei starken Schneckenschäden den Nutzen prüfen
Flach einarbeiten bald eine Folgekultur ansteht nur abgetrockneten Boden bearbeiten, Wartezeit einplanen
Fräsen die Fläche groß und frei von Wurzelunkräutern ist in der oberen Bodenschicht bleiben, nie bei feuchtem Boden
Umgraben im Winter der Boden schwer ist im Dezember, kurz vor dem Durchfrieren
Abräumen und kompostieren du ein feines Saatbett brauchst grünes Schnittgut mit trockenem, strukturreichem Material schichten

Was passiert nach dem Einarbeiten?

Die eingearbeitete Kleemasse versorgt das Bodenleben mit organischem Material. Bei der Zersetzung werden Nährstoffe frei, die der Nachkultur zur Verfügung stehen. Vollständig kommt der Stickstoff dort aber nicht an: Wie viel verfügbar wird, hängt von Boden, Witterung und Umbruch ab. Eine bedarfsgerechte Düngungsplanung für die Folgekultur ersetzt die Gründüngung deshalb nicht.

Zahl im Blick

Bis zur nächsten Aussaat oder Pflanzung vergehen nach dem Einarbeiten meist etwa 2–3 Wochen. Die Spanne ist eine Orientierung für den Garten, die tatsächliche Zersetzung entscheidet.

Vor der Saat ziehe ich die Hand durch die oberste Schicht und schaue, ob noch frische grüne Reste darin liegen.

Wie viel Stickstoff rechnest du an?

Der Klee zählt bei der Düngung mit: Die Folgedüngung berücksichtigt den Aufwuchs, der auf dem Beet stand. Eine übliche Gartenbodenanalyse hilft dabei nicht weiter, weil der verfügbare Stickstoff stark schwankt und häufig gar nicht mitgemessen wird. Für den Garten gibt es stattdessen eine pauschale Rechenhilfe nach der Höhe des Bestands.

Aufwuchshöhe des Bestands Angerechneter Stickstoff
unter 5 cm 1 g/m²
5–14 cm 2 g/m²
15–30 cm 4 g/m²
über 30 cm 6 g/m²

Rotklee wird 30–50 cm hoch. Ein voll entwickelter Bestand fällt damit in die beiden oberen Stufen.

Zu viel wird es, wenn Stickstoff frei wird und keine Kultur ihn aufnimmt. Das ist das Risiko beim Einarbeiten im Frühherbst, denn dann können die freigesetzten Nährstoffe ausgewaschen werden. Plane nach Rotklee deshalb eine Kultur mit hohem Nährstoffbedarf, etwa Kohlarten, und rechne den Klee bei der Düngung an. Wie eine verwandte Art ihren Stickstoff an Folgekulturen weitergibt, beschreibt der Ratgeber dazu, wie Weißklee Luftstickstoff bindet.

Was tun, wenn der Rotklee zu lange steht?

Verpasst du den Schnitt, passieren zwei Dinge. Die Stängel verholzen, und der Bestand setzt Samen an. Verholztes Material zerkleinerst du gründlicher und planst mehr Zeit bis zur Folgekultur ein, weil es langsamer verrottet. Reicht die Zeit nicht, nimmst du den Großteil der Masse vom Beet und kompostierst ihn.

Bei reifen Samen sät sich der Klee selbst aus. Samentragende Unkräuter gehören nicht als Mulch ins Gemüsebeet, und Klee mit reifen Samen behandle ich genauso.

Rechne außerdem mit Arbeit: Winterharte Bestände, die bis zum Frühjahr stehen, können wegen der verbleibenden Pflanzenmasse viel Handarbeit erfordern.

Marias Erfahrung

Im Zweifel mähe ich früher und warte nicht auf die volle Blüte. Bin ich unsicher, schneide ich einen Stängel durch und prüfe, ob er noch weich und saftig ist.

Anbaupause und Kleekrebs

Rotklee ist mit sich selbst und den meisten anderen Leguminosen unverträglich, für ihn sind 7 Jahre Anbaupause angesetzt. Im Feldfutterbau geht er mit kurzem Bestand in den Winter, um Kleekrebs einzudämmen. Mehr zu Pflege und Überwinterung steht im Ratgeber dazu, wie du Rotklee im Garten aussäst und pflegst.

Rotklee im kleinen Garten einarbeiten

Im kleinen Garten gehst du in dieser Reihenfolge vor:

  1. Säe Rotklee nach der Ernte im Spätsommer. Seine Aussaatzeit reicht von März bis Juni und von August bis September.
  2. Lass den Bestand über den Winter stehen.
  3. Mähe im Frühjahr kurz vor der Blüte und zerkleinere das Schnittgut.
  4. Lass es anwelken und zieh es mit Grabegabel oder Kultivator flach ein.
  5. Warte mit Saat oder Pflanzung, bis die Reste zersetzt sind.

Die Saatfenster der anderen Arten stehen im Aussaatkalender für Gründünger zum Ausdrucken.

Auch im Hochbeet ist Gründüngung sinnvoll, wenn es mehrere Wochen oder über Winter ungenutzt bleibt. In kleinen Gefäßen lohnt sie sich meist nicht, weil sich die Erde dort einfach austauschen lässt.

Im Gemüsegarten sollen höchstens 25 % der wechselnden Beetbelegung auf Leguminosen entfallen, Erbsen und Bohnen eingeschlossen. Bei wenigen Beeten belegt Rotklee damit schnell den Platz, den du für Erbsen oder Bohnen brauchst. Ob die Rechnung aufgeht, siehst du, wenn du deine Beetbelegung über mehrere Jahre planst.

Suchst du statt einer Vorfrucht eine Begrünung zwischen den Reihen, nimm eine niedrige Kleeart. Niedrig wachsende Weißkleearten lassen sich als Untersaat zwischen Gemüse oder Beerenkulturen verwenden, Weißklee bleibt mit 20–30 cm niedrig. Wie das geht, zeigt der Ratgeber dazu, wie Weißklee als Untersaat den Boden verbessert.

Welches Werkzeug brauchst du?

Für ein Gemüsebeet brauchst du Geräte für drei Arbeitsschritte: mähen, zerkleinern und flach einziehen.

Arbeitsschritt Werkzeug
Mähen Sense oder Rasenmäher, auf kleinen Beeten die Gartenschere
Zerkleinern Rasenmäher
Flach einarbeiten Kultivator, Hacke oder Grabegabel
Boden lockern Grabegabel oder Krail
Umgraben im Winter auf schwerem Boden Spaten
Große Flächen ohne Wurzelunkräuter Gartenfräse

Ich mähe kleine Beete mit der Gartenschere und nehme für größere Stücke den Rasenmäher. Eine Fräse lohnt sich erst, wenn die Fläche für Handgeräte zu groß wird, und auch dann nur auf abgetrocknetem Boden.

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Häufige Fragen

Warum ist Rotklee als Gründünger so wertvoll für den Garten?
Rotklee bindet mithilfe von Knöllchenbakterien Luftstickstoff und verbessert dadurch die Stickstoffversorgung nachfolgender Kulturen. Er wurzelt tief und ist winterhart, bleibt also bis zum Frühjahr auf dem Beet stehen. Nach dem Einarbeiten versorgt seine Masse das Bodenleben mit organischem Material, das bei der Zersetzung Nährstoffe freisetzt.
Wann sollte Rotklee eingearbeitet werden für optimale Ergebnisse?
Gründüngung wird im Hausgarten gewöhnlich kurz vor der Blüte geschnitten, bei Rotklee beginnt die Blütezeit im Mai. Soll er für Insekten blühen, beendest du den Bestand nach der Blüte, aber vor der Samenreife. Junge Pflanzen werden schneller umgesetzt als ältere, verholzte Reste verrotten langsamer.
Zu welchen Jahreszeiten ist das Einarbeiten von Rotklee am wirksamsten?
Rotklee ist winterhart und bleibt über den Winter stehen, eingearbeitet wird er dann im Frühjahr. Im Frühherbst arbeitest du ihn nicht ein, weil freigesetzte Nährstoffe anschließend ausgewaschen werden können. Auf schweren Böden gibt es zusätzlich ein Winterfenster, dort kann die Gründüngung im Dezember kurz vor dem Durchfrieren des Bodens umgegraben werden.
Welche Schritte sind bei der Vorbereitung von Rotklee zur Einarbeitung wichtig?
Zuerst mähst du den Bestand und zerkleinerst dickstängeliges Material. Danach kann das Schnittgut anwelken, bevor du es flach einarbeitest oder als Mulch liegen lässt. Der Boden sollte ausreichend abgetrocknet sein, denn besonders Tonboden verdichtet leicht, wenn er feucht bearbeitet wird.
Was sind die Unterschiede zwischen Mulchen und Unterpflügen von Rotklee?
Beim Mulchen bleibt das zerkleinerte Schnittgut auf dem Boden liegen, vermindert die Verdunstung und hält die Oberfläche durchlässig. Beim Unterpflügen gelangt die frische Masse tief in den Boden, wo sie unter Luftabschluss faulen kann. Im Hausgarten wird Gründüngung deshalb nur flach eingearbeitet oder als Mulch genutzt.
Wie arbeitet man Rotklee richtig in verschiedene Bodentypen ein?
Auf schweren Böden bleibt die Gründüngung bis zum Frühjahr stehen oder wird im Dezember kurz vor dem Durchfrieren umgegraben. Tonboden bearbeitest du nur abgetrocknet, weil die Verdichtungsgefahr im feuchten Zustand besonders hoch ist. Auf Sandböden versickert Wasser schnell, deshalb gilt dort erst recht, im Frühherbst nicht einzuarbeiten, weil freigesetzte Nährstoffe ausgewaschen werden können.
Welche Werkzeuge eignen sich am besten für das Einarbeiten von Rotklee?
Gemäht wird mit Sense oder Rasenmäher, auf kleinen Beeten reicht die Gartenschere. Zum flachen Einarbeiten nimmst du Kultivator, Hacke oder Grabegabel. Eine Gartenfräse kommt nur auf Flächen ohne Wurzelunkräuter infrage, weil sie deren Vermehrung fördern kann.
Führt zu viel Stickstoff aus Rotklee wirklich zu Überdüngung?
Zu viel wird es, wenn du die Folgekultur düngst, als hätte kein Klee auf dem Beet gestanden. Die Folgedüngung sollte den Aufwuchs berücksichtigen, auch wenn der Stickstoff je nach Boden, Witterung und Umbruch nicht vollständig bei der Folgekultur ankommt. Verluste drohen, wenn du im Frühherbst einarbeitest, weil freigesetzte Nährstoffe dann ausgewaschen werden können.
Zuletzt geprüft:
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