Gartenpraxis · Gründünger & Bodenkur · Anbau

Zeitplan für Gründüngung: wann säen, wann umgraben, wann stehen lassen

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 10 Min.Von der samen.de Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Phacelia kann im Garten ab Mitte März gesät werden, Ölrettich ab Mitte April.
  • Bis zum Schnitt braucht Senf 4–10 Wochen, Phacelia und Ölrettich brauchen 6–10 Wochen.
  • Geschnitten wird vor der Samenreife, im Hausgarten gewöhnlich kurz vor der Blüte.
  • Phacelia nicht tief umgraben: frische Masse flach einarbeiten oder als Mulch liegen lassen.
  • Im Frühherbst bleibt die Gründüngung stehen, Abgefrorenes liegt über Winter als Mulch.
  • Nach dem Einarbeiten meist etwa 2–3 Wochen warten, bevor du säst oder pflanzt.

Bei Gründüngung hängt der Nutzen am Termin. Gräbst du eine Phacelia im Frühherbst unter, werden Nährstoffe frei, die über Winter ausgewaschen werden können. Wartest du zu lange mit dem Schnitt, setzt sie Samen an und sät sich selbst aus. Ich plane jede Gründüngung deshalb vom Ende her: Zuerst schaue ich, wann das Beet wieder gebraucht wird, dann suche ich die Art aus.

Eine Gründüngungsdecke schützt den Boden vor Erosion, Verschlämmung und Verkrustung, Leguminosen binden zusätzlich Luftstickstoff. Wie das im Einzelnen funktioniert, erklärt der Überblick darüber, was Gründüngung im Boden leistet. Hier geht es um die Termine: säen, schneiden, einarbeiten.

Der Gründüngungskalender auf einen Blick

Jede Art hat ihr eigenes Saatfenster, und wann du einarbeitest, hängt an der Jahreszeit. Die Tabelle stellt beides nebeneinander.

Zeitraum Säen Beenden und einarbeiten
Frühjahr Phacelia ab Mitte März, Ölrettich ab Mitte April, Gelbsenf ab April, Sonnenblumen im April und Mai kurz vor der Blüte schneiden, flach einarbeiten oder als Mulch liegen lassen
Sommer Buchweizen von Mai bis Juli, Phacelia bis Ende August, Gelbsenf für Blattmasse Anfang bis Mitte August vor der Samenreife beenden; fällt der Schnitt in den Frühherbst, nicht einarbeiten
Spätsommer und Herbst nach der Gemüseernte vor allem August und September; Ölrettich, Inkarnatklee und Winterzottelwicke im September, Winterroggen noch im Oktober stehen lassen; abgefrorene Bestände bleiben über Winter als Mulch liegen
Winter bis Frühjahr überwinternder Winterroggen bis Anfang Dezember schwerer Boden: bei passender Witterung im Dezember oder Januar vor dem Durchfrieren umgraben; sonst im Frühjahr Mulch abrechen oder flach einarbeiten und winterharte Bestände aktiv beenden
Zahl im Blick

Bis zum Schnitt brauchen im Hausgarten Senf 4–10 Wochen, Phacelia und Ölrettich 6–10 Wochen, Buchweizen ebenfalls 6–10 Wochen.

Phacelia: wann säen, wann umgraben?

Bei Phacelia hängt der Saattermin vor allem davon ab, ob sie blühen soll. Die wichtigsten Termine und Werte stehen in der Tabelle.

Phacelia Termin oder Wert
frühester Saatbeginn im Garten Mitte März
günstige Saatzeit Ende April bis Ende August
Saat für einen blühenden Bestand Mai bis Juni
Saat für die reine Begrünung Juli bis September
Keimtemperatur mindestens 10–12 °C
Keimdauer 7–14 Tage
Entwicklungszeit bis zum Schnitt 6–10 Wochen
Frost nicht winterhart, verträgt Frost bis etwa −8 °C
Tipp

Soll Phacelia für Insekten blühen, säe sie im Mai oder Juni. Phacelia blüht von Juni bis September.

Der richtige Moment zum Schneiden

Im Hausgarten wird Gründüngung gewöhnlich kurz vor der Blüte geschnitten, das gilt auch für Phacelia. Lässt du sie für Insekten blühen, beendest du den Bestand nach der Blüte, aber vor der Samenreife. Gegen Ende der Blüte suche ich nach den ersten Samenständen und mähe, bevor sie reifen. Einen Zwischenschnitt brauchst du nicht, im Gemüsebau wird er für Phacelia als Gründüngung nicht empfohlen.

Junge Pflanzen haben ein engeres C/N-Verhältnis als ältere und werden deshalb schneller umgesetzt. Bleibt Phacelia für Insekten bis nach der Blüte stehen, kommt also älteres Material in den Boden, das langsamer verrottet. Vor der Folgesaat prüfe ich dann mit der Grabgabel, wie weit die Reste schon zerfallen sind.

Wie tief du Phacelia umgräbst

Tief umgraben solltest du Phacelia nicht. Frische Masse arbeitest du nur flach ein oder lässt sie als Mulch liegen, weil sie tief vergraben unter Luftabschluss faulen kann. Im gemüsebaulichen Verfahren wird Phacelia erst geschlegelt und danach 5 cm tief gefräst. Wie du mähst, zerkleinerst und einarbeitest, beschreibt der Gründünger-Überblick im Abschnitt zum Mähen und Einarbeiten.

Phacelia aus der Spätsommersaat

Phacelia ist nicht winterhart. Bei später Saat ist Blattmasse bis zum Frost das Ziel, nicht die Blüte. Du lässt den Bestand stehen, bis er abfriert. Die Reste bleiben über Winter als Mulch liegen und kommen erst im Frühjahr weg oder flach in den Boden.

Frühjahr: ab Mitte März säen, vor der Pflanzzeit einarbeiten

Im Frühjahr nutzt eine Gründüngung die Zeit, bis das Beet für die Hauptkultur gebraucht wird. Den Anfang macht Phacelia ab Mitte März, Ölrettich folgt ab Mitte April. Gelbsenf säe ich ab April. Sonnenblumen haben einen hohen Wärmebedarf und sind stark frostempfindlich, gesät werden sie im April und Mai.

Ich säe erst, wenn der Boden so weit abgetrocknet ist, dass er sich mit Grabgabel oder Krail lockern lässt. Wann die Saat aufläuft, hängt dann an Keimtemperatur und Keimdauer der Art.

Den Schnitttermin bestimmt die Entwicklungszeit der Art, danach wartest du meist etwa 2–3 Wochen bis zur Folgekultur. Die freie Zeit im Beet muss also beides fassen: die Entwicklungszeit und die Wartezeit nach dem Einarbeiten.

Warum sich die kurze Bodenkur vor der Pflanzzeit lohnt, wie du den jungen Bestand pflegst und was bei Spätfrost gilt, liest du im Beitrag darüber, wie du Gründüngung im Frühjahr als schnelle Bodenkur nutzt.

Sommer: Gründüngung für die Lücke nach dem Frühgemüse

Wird ein Beet im Sommer frei, nutzt eine Gründüngung die Zeit bis zur nächsten Kultur. Buchweizen säst du von Mai bis Juli, Phacelia noch bis Ende August. Für Gelbsenf als reine Blattmasse sind Saattermine Anfang bis Mitte August günstiger, weil er stark auf lange Tage reagiert. Sommerrübsen gehen als Sommerzwischenfrucht im Juli und August in den Boden. Perserklee wird im landwirtschaftlichen Anbau als Zwischenfrucht im Juli bis August gesät.

Wärme und Trockenheit bei Sommersaaten

Alexandrinerklee braucht warme Bedingungen und regelmäßig reichliche Niederschläge, trockene Jahre sind für ihn ungünstig. Phacelia, Ölrettich und Serradella gelten dagegen als trockenheitsverträglich. Als Keimlinge brauchen aber auch sie Wasser: Ölrettich-Keimlinge wässerst du bei Hitze und Trockenheit. Jede Gründüngungssaat hältst du bis zum Auflaufen feucht.

Buchweizen kann nach der Aussaat austrocknen. Ich drücke die Saat deshalb an und halte sie feucht, bis sie aufläuft. Gegossen wird bei mir morgens direkt am Boden und mit weichem Strahl, damit die Oberfläche nicht verschlämmt.

Bedenke auch den Wasserverbrauch: Lebende Gründüngung verbraucht beim Wachsen selbst Wasser und kann bei Trockenheit mit der Hauptkultur konkurrieren.

Wann du Sommersaaten einarbeitest

Auch im Sommer endet der Bestand vor der Samenreife. Beim Ölrettich schneidest du die Blütenstiele nach der Blüte zurück, damit er sich nicht selbst aussät. Fällt der Schnitt in den Frühherbst, arbeitest du die Masse nicht ein. Droht dann Samenbildung, schneide ich und lasse das Schnittgut als Mulch liegen.

Herbst und Winter: bis in den Oktober säen, im Frühjahr einarbeiten

Was du im Herbst noch säst

Für eine Gründüngung nach der Gemüseernte eignen sich besonders August und September. Winterrübsen säst du als Winterzwischenfrucht von Ende August bis Mitte September. Ölrettich, Inkarnatklee und Winterzottelwicke kommen noch im September in den Boden. Winterroggen kannst du sogar im Oktober säen. Für überwinternden Winterroggen nennt die Gartenakademie ein Saatfenster bis Anfang Dezember. In wintermilden Gebieten sind auch andere Gründüngungssaaten noch bis Anfang Oktober möglich.

Abfrieren oder überwintern?

Ob ein Bestand abfriert oder durchwächst, entscheidet, wann und wie du ihn beendest.

Art Verhalten im Winter
Phacelia nicht winterhart, verträgt Frost bis etwa −8 °C
Gelbsenf nicht winterhart
Ölrettich nicht winterhart
Buchweizen nicht winterhart
Sommerrübsen nicht winterhart
Alexandrinerklee und Perserklee nicht winterhart
Sonnenblumen stark frostempfindlich
Winterrübsen frostverträglich, als Winterzwischenfrucht genutzt
Inkarnatklee kann überwintern, verträgt harte, lange, kalte und schneereiche Winter schlecht
Winterroggen überwintert
Weißklee winterhart

Wann du Herbstsaaten einarbeitest

Im Frühherbst bleibt die Gründüngung stehen. Arbeitest du sie jetzt ein, werden bei der Rotte Nährstoffe frei, die vor der Folgekultur ausgewaschen werden können. Winterharte Zwischenfrüchte, die bis zum Frühjahr wachsen, schützen aufgenommenen Stickstoff außerdem besser vor winterlicher Auswaschung als früh beendete Bestände. Wer einen winterharten Bestand im Herbst umgräbt, verliert also genau diesen Schutz.

Abgefrorene Bestände bleiben über Winter als Mulch liegen. Brauchst du im Frühjahr ein feines Saatbett, rechst du die Reste ab und kompostierst sie, sonst arbeitest du sie flach ein. Winterharte Bestände wachsen bis zum Frühjahr weiter und müssen vor der nächsten Kultur aktiv beendet werden. Wegen der Pflanzenmasse kann das Entfernen oder Einarbeiten dann viel Handarbeit kosten.

Auf schwerem Boden kann die Gründüngung bis zum Frühjahr stehen bleiben. Willst du vorher umgraben, ist bei passender Witterung Dezember oder Januar ein mögliches Fenster, bevor der Boden durchfriert.

Achtung

Grabe schweren Boden nur um, wenn er abgetrocknet ist. Bei Tonböden ist die Verdichtungsgefahr besonders hoch, wenn sie im feuchten Zustand bearbeitet werden.

Warum sich eine Herbstsaat lohnt, wie du sie ausbringst und wie du die Bestände durch Frost und Winter bringst, steht im Beitrag darüber, wie du mit Gründüngung im Herbst die nächste Saison vorbereitest.

Welche Faktoren den richtigen Termin bestimmen

Die freie Zeit im Beet

Am Anfang steht bei mir die Frage, wie lange die Fläche frei bleibt. Davon hängt ab, ob eine kurze oder eine lange Gründüngung passt.

Kurz erklärt

Im Gemüsebau heißt eine Gründüngung mit bis 3 Monaten Vegetationszeit Kurzzeitgründüngung. Steht sie mehr als 3 Monate, ist es eine Langzeitgründüngung.

Ist der Boden stark verdichtet oder geschädigt, kann eine Gründüngung auch ein Jahr oder länger stehen bleiben. Die Art wählst du passend zu Bodenart, verfügbarer Entwicklungszeit und den Pflanzenfamilien deiner Gemüsefruchtfolge.

Temperatur und Keimung

Für frühe Saaten zählt die Keimtemperatur. Die Kleearten und Phacelia brauchen dafür mehr Wärme als Ölrettich, Serradella oder Luzerne.

Art Keimtemperatur mindestens Keimdauer
Luzerne 5 °C 7–14 Tage
Ölrettich 8 °C 7–14 Tage
Serradella 8 °C 7–21 Tage
Phacelia 10–12 °C 7–14 Tage
Weißklee 10 °C 7–14 Tage
Perserklee 10 °C 7–14 Tage
Inkarnatklee 10 °C 14–21 Tage
Alexandrinerklee 10 °C 14–21 Tage

Ich notiere das Saatdatum und weiß über die Keimdauer, ab wann ich nach den ersten Keimlingen suchen kann.

Bodenart

Auf humusarmen, leichten Böden eignen sich Arten mit reichlicher Grünmasse wie Phacelia und Sonnenblumen. Serradella kann auf humusarmen, trockenen Sandböden trotz ihrer Eignung für leichte Böden versagen. Für schwere oder verdichtete Standorte kommen unter anderem Ölrettich, Phacelia und Sandhafer infrage. Dort verschiebt sich auch das Umgraben in den Winter oder ins Frühjahr.

Dein Ziel

Blüht die Gründüngung für Insekten, beendest du sie nach der Blüte und vor der Samenreife. Soll sie Stickstoff über Winter festhalten, wählst du eine winterharte Art, die bis zum Frühjahr wächst. Für zusätzlichen Stickstoff brauchst du Leguminosen: Nur sie binden Luftstickstoff, die übrigen Arten nutzen den vorhandenen Bodenstickstoff.

Gründüngung mit dem Gemüseplan verzahnen

Ich trage die Gründüngung in denselben Plan ein wie das Gemüse. Für jedes Beet stehen dort Vorkultur, Gründüngung und Folgekultur hintereinander, jeweils mit Termin.

Pflanzenfamilien abgleichen

Senf, Ölrettich, Rübsen und Raps gehören zu den Kreuzblütlern, genau wie Kohl, Rettich und Radieschen. Als Gründüngung kann Senf in deren Fruchtfolge Kohlhernie fördern. Gelbsenf und Ölrettich brauchen im Gemüsebeet einen Abstand von mindestens 3–5 Jahren zu anderen Kreuzblütlern. Gibt es bei dir Probleme mit Kohlhernie, rät die Hausgartenberatung zu einem Fruchtwechsel von fünf bis sechs Jahren und zum Verzicht auf Kreuzblütler, auch als Gründüngung.

Phacelia ist mit keiner gängigen Gemüseart verwandt. Steht viel Kohl in deinem Plan, passt sie also auch dort, wo Senf und Ölrettich ausscheiden.

Gründüngungsarten derselben Familie folgen nicht direkt aufeinander auf derselben Fläche. Bei Mischungen müssen alle enthaltenen Familien zur bisherigen und zur geplanten Fruchtfolge passen.

Achtung

Leguminosen eignen sich als Vorfrucht für stark zehrendes Gemüse. Auf sie sollen im Gemüsegarten aber höchstens 25 % der wechselnden Beetbelegung entfallen, Erbsen und Bohnen eingerechnet. Die Grenze dient der Vorbeugung spezifischer Wurzelkrankheiten.

Düngung der Folgekultur

Wie viele Nährstoffe eine Gründüngung liefert, hängt von Art, Aufwuchs, Jahreszeit, Bodenfeuchte und Temperatur ab. Die Gründüngung ersetzt deshalb nicht automatisch eine zusätzliche Düngung. Eine Bodenuntersuchung zeigt dir die pflanzenverfügbaren Nährstoffe und hilft, Art und Menge einer nötigen Düngung festzulegen.

Terminfehler, die dich den Nutzen kosten

Diese Fehler betreffen den Termin:

  • Im Frühherbst eingearbeitet: Bei der Rotte frei werdende Nährstoffe können ausgewaschen werden, bevor die Folgekultur sie aufnimmt.
  • Samenreife verpasst: Die Gründüngung sät sich selbst aus und wird zu unerwünschtem Aufwuchs.
  • Zu lange gewartet: Verholzte Reste verrotten langsamer und können dabei vorübergehend Stickstoff aus dem Bodenvorrat binden. Alexandrinerklee schneidest du spätestens zum Blühbeginn, bevor die Stängel verholzen.
  • Luzerne zu spät gesät: Zu späte Herbstsaaten machen sie anfälliger für Kleekrebs. Gesät wird sie im Spätsommer bis August, unter geeigneten Bedingungen bis Anfang September.
  • Perserklee zu spät gesät: Eine späte Aussaat bringt bei ihm Ertragseinbußen.
  • Folgekultur zu früh gesetzt: Zwischen Einarbeiten und nächster Saat oder Pflanzung liegen meist etwa 2–3 Wochen.

Fehler jenseits des Kalenders, etwa beim Saatbett oder bei der Pflege, führt der Beitrag mit einfachen Schritten für deine erste Gründüngung auf.

Planen und dokumentieren

Ich halte für jedes Beet fest: Art, Saatdatum, Auflaufen, Blühbeginn, Schnitt, Einarbeiten und Folgekultur. Mit diesen Notizen verschiebe ich im nächsten Jahr die Termine, wenn eine Art früher blühte oder später auflief als geplant. Als Übersicht hängt bei mir der Kalender mit den Saatfenstern der Gründünger zum Ausdrucken. Welche Fläche wann frei wird, sehe ich, indem ich die Beetbelegung übers Jahr im Beetplaner eintrage.

Mini-Checkliste

Vor jeder Gründüngung kläre ich fünf Fragen.

  • Wann wird das Beet wieder gebraucht?
  • Haben Entwicklungszeit und Wartezeit bis dahin Platz?
  • Passt die Pflanzenfamilie zur Fruchtfolge?
  • Soll der Bestand abfrieren oder überwintern?
  • Fällt der Schnitt in den Frühherbst?
Marias Erfahrung

Ich stecke beim Säen ein Etikett mit Art und Datum an den Beetrand. Beim Schnitttermin muss ich dann nicht raten, wann gesät wurde.

Sonderfälle wie Gründüngung im Hochbeet, als Untersaat oder gegen Nematoden folgen eigenen Regeln. Diese ordnet der Gründünger-Überblick ein.

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Häufige Fragen

Warum unterscheidet sich die Aussaat von Gründüngung je nach Jahreszeit?
Jede Jahreszeit lässt dem Beet eine andere freie Zeit und bietet andere Bedingungen für Keimung und Wachstum. Im Frühjahr und Sommer passen Arten wie Phacelia, Senf oder Buchweizen, die vor der nächsten Kultur geschnitten werden. Nach der Gemüseernte eignen sich besonders August und September, Ölrettich, Inkarnatklee und Winterzottelwicke gehen noch im September in den Boden, Winterroggen sogar im Oktober. Frostempfindliche Arten frieren im Winter ab und bleiben als Mulch liegen, winterharte wachsen bis zum Frühjahr weiter.
Wie erstellt man einen praktischen Jahresplan für Gründüngung?
Am Anfang steht die Frage, wann jedes Beet frei wird und wann es wieder gebraucht wird. Danach wählst du die Art passend zu Bodenart, verfügbarer Entwicklungszeit und den Pflanzenfamilien deiner Gemüsefruchtfolge. Hinter jedem Einarbeiten planst du meist etwa 2–3 Wochen Wartezeit ein, bevor gesät oder gepflanzt wird. Notiere Art, Saatdatum, Schnitt und Einarbeiten, damit du die Fruchtfolge über die Jahre im Blick behältst.
Worin unterscheiden sich Mulchen und vollständiges Einarbeiten bei der Gründüngung?
Beim Mulchen bleibt die abgeschnittene Gründüngung auf dem Boden liegen, beim Einarbeiten kommt sie flach in den Boden. Tief vergraben kann frische Masse unter Luftabschluss faulen, deshalb wird sie nicht tief untergegraben. Dickstängeliges Material zerkleinerst du vor dem Mulchen. Nach dem Einarbeiten wartest du meist etwa 2–3 Wochen, bevor du die nächste Kultur säst oder pflanzt.
Welche häufigen Fehler können bei der Gründüngung auftreten?
Ein typischer Terminfehler ist das Einarbeiten im Frühherbst, weil frei werdende Nährstoffe dann ausgewaschen werden können. Wer die Samenreife verpasst, riskiert, dass sich die Gründüngung selbst aussät. Nach dem Einarbeiten wartest du meist etwa 2–3 Wochen, bevor gesät oder gepflanzt wird. In Fruchtfolgen mit viel Kohl, Rettich oder Radieschen meidest du Senf, Ölrettich und Raps möglichst, weil sie ebenfalls Kreuzblütler sind.
Stimmt es, dass Gründüngung den Einsatz von Dünger vollständig ersetzt?
Darauf solltest du dich nicht verlassen. Wie viele Nährstoffe eine Gründüngung liefert, hängt von Pflanzenart, Aufwuchs, Jahreszeit, Bodenfeuchte und Temperatur ab, deshalb ersetzt sie zusätzliche Düngung nicht automatisch. Nur Leguminosen wie Klee, Wicken und Lupinen bringen mithilfe von Wurzelbakterien zusätzlich Luftstickstoff ein, andere Arten nutzen vorhandenen Bodenstickstoff. Eine Bodenuntersuchung hilft dir, Art und Menge einer nötigen Düngung festzulegen.
Zuletzt geprüft:
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