Gartenpraxis · Hochbeet · Anbau

Hochbeet anlegen: So kommst du von der Planung zur ersten Ernte

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 8 Min.Von der samen.de Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Reihenfolge: Platz und Höhe planen, Füllung wählen, bauen, Gitter einlegen, befüllen, säen.
  • Arbeitshöhe im Stehen: etwa 70 bis 100 cm, je nach Bauform und Körpergröße.
  • Breite: von beiden Längsseiten zugänglich höchstens zwei eigene Armlängen.
  • Auf gewachsenem Boden vor dem Befüllen ein Wühlmausgitter mit höchstens 12 mm Maschenweite einlegen.
  • Erste Direktsaat ab Ende März: Radieschen, Möhren, Rettich und Rucola.
  • Radieschen sind je nach Jahreszeit etwa 3 bis 7 Wochen nach der Aussaat erntereif.
  • Eine organische Schichtfüllung verrottet je nach Material in etwa 5 bis 7 Jahren: Auffüllen und Neubefüllung einplanen.

Ein Hochbeet anzulegen heißt, ein paar Entscheidungen in der richtigen Reihenfolge zu treffen. Ein Rahmen, der nicht zu deiner Körpergröße passt, oder ein vergessenes Wühlmausgitter lässt sich nach dem Befüllen nur mit viel Aufwand korrigieren. Ich plane ein neues Beet deshalb rückwärts: Zuerst überlege ich, was ich im ersten Jahr ernten will, danach lege ich Platz, Höhe und Füllung fest.

Ein Hochbeet ist eine erhöhte Anbaufläche, die mit dem gewachsenen Boden verbunden oder nach unten abgeschlossen sein kann. Diese Unterscheidung bestimmt später, ob ein Gitter gegen Wühlmäuse unter die Füllung gehört. Hier geht es um den Ablauf von der Planung bis zur ersten Ernte und um die Frage, was dich das Beet kostet. Die Grundlagen zu jedem einzelnen Schritt findest du im Hochbeet-Ratgeber mit den Grundlagen von der Bauform bis zum Winterschutz.

Der Fahrplan auf einen Blick

Manche Schritte lassen sich nach dem Befüllen nicht mehr nachholen. Deshalb lohnt es sich, die Reihenfolge einzuhalten.

Schritt Zeitpunkt Worauf es ankommt
Platz, Höhe und Breite festlegen vor dem Bau Nord-Süd-Ausrichtung, Höhe passend zu deiner Körpergröße, Beetmitte erreichbar
Füllung wählen vor dem Bau eine Rottefüllung braucht mehr Höhe als ein flaches Beet mit reinem Substrat
Gartenboden untersuchen vor der Neuanlage nur wenn du Gartenboden einfüllst
Rahmen bauen, Gitter einlegen vor dem Befüllen Wühlmausgitter auf gewachsenem Boden, Rahmen auf Stabilität prüfen
Befüllen nach dem Bau Rottefüllung oder dauerhafte Erdfüllung
Erste Direktsaat ab Ende März Radieschen, Möhren, Rettich und Rucola
Wärmeliebende Kulturen pflanzen ab Mitte Mai nach den letzten Frösten Tomaten, Paprika und Zucchini
Bohnen säen bei einer Bodentemperatur von mehr als 10 °C, im Freiland meist Mitte Mai bis Mitte Juli warmer, sonniger und windgeschützter Platz
Erste Ernte nach der Radieschensaat, je nach Jahreszeit Erntebeginn bei üblichen Sorten ungefähr bei 3 cm Knollendurchmesser

Die Saattermine sind Richtwerte, denn der Witterungsverlauf deiner Region kann sie verschieben.

Mini-Checkliste

Bevor die erste Schaufel Erde ins Beet kommt, prüfst du fünf Punkte. Passt die Höhe zu deiner Körpergröße? Erreichst du die Beetmitte von beiden Seiten? Liegt auf gewachsenem Boden das Wühlmausgitter? Steht der Rahmen stabil? Ist entschieden, ob du eine Rottefüllung oder eine dauerhafte Erdfüllung willst?

Planung: Was vor dem Bau feststehen sollte

Wo das Beet stehen soll

Eine Ausrichtung in Nord-Süd-Richtung hilft dir, die Sonneneinstrahlung günstig auszunutzen. Planst du das Hochbeet auf dem Balkon oder einem Dach, klärst du vorher dessen maximale Traglast. Wie Licht und Pflanzdichte zusammenhängen, steht im Hochbeet-Ratgeber im Abschnitt Standort.

Höhe und Breite passend zu dir

Bauhöhen für die Arbeit im Stehen liegen je nach Bauform und Körpergröße bei etwa 70 bis 100 cm. Ist das Beet von beiden Längsseiten zugänglich, sollte es höchstens zwei eigene Armlängen breit sein, damit du die Mitte erreichst. Wer vom Rollstuhl aus gärtnert, plant unterfahrbare Tischformen und 75 bis 100 cm breite Wege ein. Ich stecke die Fläche vor dem Kauf ab, stelle mich an die Längsseite und greife probehalber zur Mitte. Die Bauformen im Einzelnen erklärt der Hochbeet-Ratgeber im Abschnitt Bauformen.

Was im ersten Jahr wachsen soll

Die Füllung bestimmt mit, was zum Start passt. Eine klassische Füllung aus Reisig, Kompost und Gartenerde setzt im ersten Jahr erhöht Stickstoff frei; dazu passen starkzehrende Kohlarten und Sellerie. Pflücksalate wie Eichblatt oder Lollo gelingen im Hochbeet oft schneller und zuverlässiger als kopfbildende Sorten. Von den Tomaten eignen sich Busch- und Hängetomaten, die du anders als Stabtomaten nicht ausgeizt. Bei Gurken und Paprika wählst du kleinfruchtige Snacktypen.

Schreib dir schon im ersten Plan auf, welche Pflanzenfamilie wo steht. Bei lange stehenden Hauptkulturen wie Herbstkohl, Sellerie und Petersilie planst du auf derselben Fläche eine Anbaupause von 3 Jahren gegenüber derselben Familie ein. Deine Belegung skizzierst du im Beetplaner für die Beetbelegung, geplante Nachbarschaften prüfst du im Mischkultur-Planer. Sorten, Fruchtfolge und Mischkultur vertieft der Hochbeet-Ratgeber in eigenen Abschnitten.

Bauen und befüllen

Rahmen und Untergrund

Steht das Beet auf Rasen, stichst du zuerst die Soden ab und hebst danach 20 bis 25 cm Boden aus. Auf gewachsenem Boden legst du vor dem Befüllen ein Wühlmausgitter mit höchstens 12 mm Maschenweite unten ins Beet. Der Rahmen muss stabil sein, weil die eingefüllte Erde die Seitenwände nach außen drückt. Die einzelnen Handgriffe zeigt die Anleitung, wie du Rahmen, Gitter und Folie selbst aufbaust.

Die Füllung wählen und einfüllen

Du wählst zwischen einer organischen Rottefüllung und einer dauerhaften Erdfüllung ohne Rottekern. Der klassische organische Schichtaufbau setzt genügend Füllhöhe voraus, typischerweise etwa 0,8 bis 1 m. Flache oder kleine Hochbeete kannst du auch mit reinem Substrat füllen, ein Schichtaufbau ist dort nicht nötig. Welche Lage in welcher Höhe hineingehört, erklärt der Ratgeber dazu, welche Schichten aus welchem Material ins Hochbeet gehören. Ob du die Pflanzerde selbst mischst oder fertig kaufst, klärt der Beitrag, welche Erde ins Hochbeet gehört und wie du sie anmischst.

Gartenboden vorher prüfen

Füllst du Gartenboden ein, lässt du ihn vor der Neuanlage untersuchen und danach etwa alle 3 bis 5 Jahre erneut. Der günstige pH-Bereich hängt von der Bodenart und dem Humusgehalt ab. Für fertige Hochbeeterde aus dem Sack hältst du dich an die Angaben des Herstellers. Wie du eine Bodenprobe nimmst, steht im Hochbeet-Ratgeber im Abschnitt Boden.

Die erste Saison

Säen und pflanzen

Die Saison beginnt mit der Direktsaat, die wärmeliebenden Kulturen folgen erst nach den letzten Frösten; die Termine stehen im Fahrplan oben. Für eine fortlaufende Salaternte säst oder pflanzt du im Abstand von etwa 10 bis 14 Tagen erneut. Saattiefen und Reihenabstände findest du im Hochbeet-Ratgeber unter Aussaat und Pflanzung. Wie es nach dem Start weitergeht, zeigt der Plan, was du im Hochbeet zu welcher Jahreszeit säst und pflanzt.

Gießen und mulchen

Wie viel Wasser das Beet braucht, hängt von Pflanzenart, Sorte, Witterung, Substrat sowie Sonne und Wind am Standort ab. Bei hoch stehendem Bewuchs und sommerlichem Hochdruckwetter gilt für Hochbeete eine Gießfaustregel von 3 l/m² täglich. Ich gieße früh am Morgen bodennah und fühle vorher mit dem Finger, wie feucht die Erde weiter unten ist. Gerade torffreie Erde kann oben trocken wirken und unten noch nass sein.

Mit dem Mulchen beginnst du erst, wenn die Pflanzen etwa 10 cm groß sind, Saatrillen und Jungpflanzen bleiben frei. Sackt die Füllung ab, füllst du die fehlende Höhe mit Kompost, Erde oder Rohkompost auf. Die Mulchstärke und alle weiteren Arbeiten findest du im Ratgeber zu den Pflegearbeiten im Hochbeet über die Jahreszeiten.

Düngen

Ein mit Gartenboden gefülltes Hochbeet versorgst du jährlich mit 3 l Kompost/m², zusätzlichen Stickstoff richtest du nach dem Bedarf des Gemüses. Beim klassischen Hochbeet mit Reisig, Kompost und Gartenerde gilt eine Frühjahrsgabe von 100 bis 200 g Horngrieß/m² als allgemeine Empfehlung. Diese Gabe beginnt erst ab dem zweiten Jahr und ist kein Zuschlag für Erde, die schon ausreichend gedüngt ist. Den letzten Termin im Jahr nennt der Hochbeet-Ratgeber im Abschnitt Düngen.

Netze gegen Schädlinge

Kulturschutznetze mit 1,35 mm Maschenweite setzt du zum Schutz vor Gemüsefliegen, Raupen und Lauchmotten ein. Gegen Blattläuse, Weiße Fliegen und Erdflöhe verwendest du feinere Netze mit 0,8 mm Maschenweite. Kohl passt ins erste Jahr der klassischen Füllung, und die Kleine Kohlfliege tritt gewöhnlich ab Mitte April auf. Plane das Netz deshalb schon beim Anlegen mit ein, damit es unmittelbar nach der Pflanzung aufliegt. Gitter und Netze im Detail behandelt der Hochbeet-Ratgeber im Abschnitt Schädlinge.

Die erste Ernte

Radieschen aus der ersten Direktsaat sind je nach Jahreszeit etwa 3 bis 7 Wochen nach der Aussaat erntereif. Bei Pflücksalat erntest du die äußeren Blätter und lässt das Herz stehen, damit weitere nachwachsen. Wasche alles Erntegut vor dem Essen sorgfältig, am besten unter fließendem Wasser. Für später reifende Kulturen gilt: Ungewöhnlich bitter schmeckende Zucchini isst und verarbeitest du nicht, weil sie giftige Cucurbitacine enthalten können. Samen und Hülsen grüner Gartenbohnen enthalten Phasin, deshalb isst du sie nie roh, sondern erhitzt sie ausreichend. Weitere Hinweise für die Küche stehen im Hochbeet-Ratgeber im Abschnitt Ernte.

Kosten und Nutzen: Rechnet sich ein Hochbeet für dich?

Ein Hochbeet kostet vor allem beim Anlegen Geld, für Rahmen und Füllung. Dazu kommen laufende Posten für Kompost, Erde und Wasser. Eine feste Summe lässt sich nicht nennen, weil Größe, Material und Füllung den Preis bestimmen.

Was beim Anlegen anfällt

Beim Rahmen gilt der Eigenbau aus Holz als preisgünstigste Variante, dafür verwittert Holz schneller als Stahl oder Kunststoff. Douglasie, Eiche, Lärche und Robinie zählen zu den schwer verrottbaren Hölzern für den Rahmen. Bei verzinktem Stahl und Cortenstahl, die als langlebig und pflegeleicht gelten, empfiehlt sich wegen der starken Aufheizung in der Sonne eine Innenauskleidung zum Schutz der Wurzeln. Wie sich die Rahmen unterscheiden, vertieft der Hochbeet-Ratgeber im Abschnitt Material.

Äste, Laub und Rasensoden aus dem eigenen Garten gehören in die Rottefüllung, und was davon anfällt, musst du nicht zukaufen. Eine Rottefüllung kann beim Verrotten Wärme und Nährstoffe nachliefern, braucht dafür aber viel Höhe. Ein flaches Beet mit reinem Substrat kommt mit weniger Füllung aus, verzichtet dafür aber auf die Rottewärme.

Was jedes Jahr dazukommt

Posten Wann Was du einplanst
Auffüllen sobald die Füllung absackt Kompost, Erde oder Rohkompost; krankheitsfreie Erde aus dem Vorjahr bleibt im Beet
Neubefüllung bei organischer Schichtfüllung nach etwa 5 bis 7 Jahren, je nach Füllmaterial die entstandene Humuserde nutzt du anderweitig weiter
Dünger jedes Jahr Kompost bei Gartenbodenfüllung, Horngrieß beim klassischen Hochbeet mit Reisig, Kompost und Gartenerde ab dem zweiten Jahr
Wasser vor allem im Sommer Regenwasser vom Dach in Tonnen sammeln und mit der Gießkanne nutzen
Bodenuntersuchung etwa alle 3 bis 5 Jahre nur bei Gartenbodenfüllung
Marias Erfahrung

Ich notiere beim Anlegen, was Rahmen, Gitter und Füllung gekostet haben. Jedes Frühjahr schreibe ich dazu, wie viel Kompost und Erde ich nachfülle, damit ich die laufenden Posten neben den Anschaffungskosten sehe.

Was du dafür bekommst

Ein Hochbeet ermöglicht Gemüseanbau auch auf weniger ertragreichen Böden. Die erhöhte, passend erreichbare Fläche erlaubt rückenschonendes Gärtnern ohne ständiges Bücken, und mit breitem Rahmen arbeitest du auch im Sitzen. Mit einem Frühbeetaufsatz schaffst du Gewächshausbedingungen bei angenehmer Arbeitshöhe. Im Sommer lüftest du ihn ausreichend, weil Temperaturen über 25 °C Wachstum und Ertrag beeinträchtigen können. Ein Schneckenzaun am Hochbeet muss lückenlos bleiben und frei von überhängenden Pflanzen, eingeschlossene Schnecken sammelst du trotzdem ab.

Mythos-Check

„Im Hochbeet erntest du Wochen früher.“ Ein Hochbeet erwärmt sich zwar schneller als ein Bodenbeet. Ein fester Temperatur- oder Erntevorsprung folgt daraus aber nicht, deshalb plane ich meine Termine nach Witterung und Kultur.

Die Vorteile im Einzelnen beschreibt der Ratgeber dazu, was ein Hochbeet von der Arbeitshöhe bis zum Schädlingsschutz bietet.

Ob sich das für dich rechnet, hängt vor allem an drei Fragen. Gibt dein Gartenboden wenig her? Fällt dir das Bücken schwer? Hast du Äste, Laub und Kompost im eigenen Garten? Je öfter du mit Ja antwortest, desto mehr spricht für ein Hochbeet.

Häufige Fragen

Was ist ein Hochbeet und wie funktioniert der Schichtaufbau?
Ein Hochbeet ist eine erhöhte Anbaufläche, die mit dem gewachsenen Boden verbunden oder nach unten abgeschlossen sein kann. Gefüllt wird es entweder mit einer organischen Rottefüllung, die beim Verrotten Wärme und Nährstoffe liefern kann, oder mit einer dauerhaften Erdfüllung ohne Rottekern. In einer mehrschichtigen Rottefüllung kann die unterste Lage aus etwa 30 cm hoch eingefüllten Ästen und Zweigen bestehen. Die dauerhafte Erdfüllung setzt unten auf durchlässige sandige Erde ohne Humus und oben auf lockere humose Gartenerde, jeweils 40 cm hoch.
Welche Materialien eignen sich für den Bau eines Hochbeets?
Für Holzrahmen eignen sich schwer verrottbare Hölzer wie Douglasie, Eiche, Lärche und Robinie, trotzdem verwittert Holz schneller als Stahl oder Kunststoff. Verzinkter Stahl und Cortenstahl gelten als langlebig und pflegeleicht, heizen sich in der Sonne aber stark auf, deshalb empfiehlt sich eine Innenauskleidung zum Schutz der Wurzeln. Kunststoffrahmen sind vergleichsweise leicht und wartungsarm, und gesteckte oder verschraubte Elemente lassen sich später umbauen oder erweitern.
Warum ist rückenschonendes Gärtnern bei Hochbeeten möglich?
Ein Hochbeet hebt die Arbeitsfläche auf eine erreichbare Höhe, sodass du ohne ständiges Bücken säst, pflegst und erntest. Bauhöhen für die Arbeit im Stehen liegen je nach Bauform und Körpergröße bei etwa 70 bis 100 cm. Ist das Beet von beiden Längsseiten zugänglich, sollte es höchstens zwei eigene Armlängen breit sein, damit du die Mitte erreichst. Mit breitem Rahmen kannst du auch im Sitzen arbeiten, und für Rollstuhlnutzer sind unterfahrbare Pflanztische auf Füßen besser erreichbar.
Wie verlängern Hochbeete die Anbausaison?
Ein Hochbeet erwärmt sich schneller als ein Bodenbeet, einen festen Temperatur- oder Erntevorsprung kannst du daraus aber nicht ableiten. Eine organische Füllung setzt beim Verrotten zusätzlich Wärme frei, was wärmeliebende Pflanzen begünstigt. Ein Frühbeetaufsatz schafft Gewächshausbedingungen bei angenehmer Arbeitshöhe, muss im Sommer aber gut gelüftet werden, weil Temperaturen über 25 °C Wachstum und Ertrag beeinträchtigen können. Radieschen, Möhren, Rettich und Rucola kannst du im Hochbeet ab Ende März direkt säen.
Ist ein Hochbeet teurer als ein normales Beet?
Beim Anlegen kommen Rahmen und Füllung hinzu, die ein ebenerdiges Beet nicht braucht; der hölzerne Eigenbau gilt dabei als preisgünstigste Variante. Eine feste Summe lässt sich nicht nennen, weil Größe, Material und Füllung den Preis bestimmen. Laufend füllst du abgesackte Füllung mit Kompost oder Erde auf, und eine organische Schichtfüllung ist je nach Material nach etwa 5 bis 7 Jahren verrottet und wird neu befüllt. Dafür ermöglicht ein Hochbeet Gemüseanbau auch auf weniger ertragreichen Böden und rückenschonendes Arbeiten ohne ständiges Bücken.
Wie plant man eine Fruchtfolge im Hochbeet?
Entscheidend ist, welche Pflanzenfamilie zuletzt auf derselben Fläche stand. Bei lange stehenden Hauptkulturen wie Herbstkohl, Sellerie und Petersilie planst du dort eine Anbaupause von 3 Jahren gegenüber derselben Pflanzenfamilie ein. Auf sandigen Böden mit niedrigem pH-Wert und Kohlhernierisiko sollen 5 Jahre lang keine Kreuzblütler aufeinanderfolgen. Zu den Kreuzblütlern zählen neben Kohl, Radieschen und Rettich auch die Gründüngungspflanzen Senf, Ölrettich und Raps.
Welche Rolle spielt Mulchen bei der Hochbeet-Pflege?
Eine Mulchdecke vermindert die Verdunstung, isoliert den Boden und hält seine Poren offen, sodass Wasser gut eindringt. Als allgemeiner Richtwert für Gemüsebeete gilt eine etwa 2 bis 3 cm starke Schicht, feinen Rasenschnitt bringst du nur dünn und angetrocknet aus. Du beginnst in der Regel erst, wenn die Pflanzen etwa 10 cm groß sind, und hältst Saatrillen sowie Jungpflanzen frei. Wärmeliebende Gemüse wie Tomaten, Kürbis und Bohnen mulchst du erst ab Mai oder Juni, damit sich der Boden vorher erwärmen kann.
Zuletzt geprüft:
↑