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Hochbeet bepflanzen nach Jahreszeit: Kalender und Themenbeete für die ganzjährige Ernte

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 12 Min.Von der samen.de Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Ab Ende März säst du Radieschen, Möhren, Rettich und Rucola direkt ins Hochbeet.
  • Tomaten, Paprika und Zucchini kommen erst ab Mitte Mai nach den letzten Frösten ins Beet.
  • Für eine fortlaufende Salaternte säst oder pflanzt du etwa alle 10 bis 14 Tage nach.
  • Von Juni bis August folgen Endivien und Feldsalat als Nachkultur.
  • Im ersten Jahr einer klassischen Füllung aus Reisig, Kompost und Gartenerde passen starkzehrende Kohlarten und Sellerie.

Ende März ist das Hochbeet oft noch leer, im Juli ist jede Ecke belegt, und im November steht kaum noch etwas darin. Wer die Flächen nach Jahreszeiten plant, setzt jede frei werdende Reihe gleich wieder ein und erntet vom Frühjahr bis in den Winter. Ich plane mein Hochbeet deshalb im Winter auf Papier: Fläche für Fläche, mit Saattermin, Pflanztermin und der Kultur, die danach folgt.

Ein Hochbeet erwärmt sich schneller als ein Beet auf Bodenhöhe, und eine organische Füllung setzt beim Verrotten zusätzlich Wärme frei. Das begünstigt wärmeliebende Pflanzen. Wie Höhe, Füllung und Standort zusammenspielen, steht im Kurzporträt des Hochbeets mit den Grundlagen zum Anlegen und Bepflanzen.

Pflanzkalender fürs Hochbeet: was wann in die Erde kommt

Nach dieser Übersicht richte ich meinen Jahresplan aus. Die Termine sind Richtwerte, denn die Witterung deiner Region kann sie verschieben. Bei Feldsalat, Winterporree und Endivien handelt es sich um Beispieltermine aus konkreten Belegungsplänen, nicht um feste Regeln.

Zeitraum Säen Pflanzen Worauf du achtest
ab Ende März Radieschen, Möhren, Rettich und Rucola als Direktsaat Pflücksalate ein kaltes Frühjahr verschiebt den Start
ab Mitte Mai Bohnen, sobald der Boden wärmer als 10 °C ist, meist bis Mitte Juli Tomaten, Paprika, Zucchini, Kürbis erst nach den letzten Frösten
Mai bis Juli Basilikum Balkonstar im Freiland Samen nur 0 bis 0,5 cm tief
Juni bis August Radieschen, Spinat, Rettich Endivien, Feldsalat Salat steht im Sommer besser halbschattig
Anfang Juli bis Anfang August Winterporree Ernte von Anfang Januar bis Mai
Ende Juli bis Anfang September Feldsalat Ernte ab Anfang November
ab August Endivien auf die Fläche der Roten Bete Nachkultur statt leerer Fläche
Herbst und Winter Gründüngung auf Flächen, die bis zum Frühjahr frei bleiben Endivien, Chinakohl, Zuckerhut und Feldsalat bleiben, solange ihre Frosthärte reicht

Frühjahr: die ersten Saaten ab Ende März

Direktsaat: Radieschen, Möhren, Rettich und Rucola

Ab Ende März säst du Radieschen, Möhren, Rettich und Rucola direkt ins Hochbeet. Bringt das Frühjahr in deiner Region noch Kälte, kann sich der Termin nach hinten verschieben. Ich stecke an jede Reihe ein Etikett mit Kultur und Saatdatum, damit ich Ernte und nächsten Satz planen kann.

Radieschen legst du je nach Bodenart 0,5 bis 1 cm tief. Für den Abstand wählst du eines der beiden Raster aus dem Kasten und gießt danach langsam mit feiner Brause an.

Zahl im Blick

Für Radieschen gibt es zwei Raster: 15 cm Reihenabstand mit 5 cm Abstand in der Reihe oder 10 bis 15 cm Reihenabstand mit 3 cm Abstand in der Reihe. Nach der Saat bringst du etwa 5 bis 10 l/m² Wasser langsam mit feiner Brause aus. Je nach Jahreszeit sind Radieschen etwa 3 bis 7 Wochen nach der Aussaat erntereif. Bei üblichen Sorten beginnt die Ernte ungefähr bei 3 cm Knollendurchmesser, großknollige Sondertypen ausgenommen.

Für Möhren nehme ich im Hochbeet eine kompakte Sorte wie Pariser Markt 5. Sie wird 1 bis 2 cm tief gesät. Weil ihr Saatfenster von März bis Juli reicht, lege ich über den Sommer weitere Sätze nach.

Zur Direktsaat pflanzt du Pflücksalate. Sorten wie Eichblatt oder Lollo gelingen im Hochbeet oft schneller und zuverlässiger als kopfbildende Salate. Im Frühjahr stehen sie am besten sonnig.

Frühgemüse, Kohl und Blumen für den Frühling

Erbsen säe ich in zwei Reihen. In die Lücke dazwischen kommt eine Reihe Radieschen, eine platzsparende Mischkultur für den Frühling.

Kohlrabi und anderen Kohl deckst du gleich nach Saat oder Pflanzung mit einem Kulturschutznetz ab. Die Kleine Kohlfliege tritt gewöhnlich ab Mitte April auf, mit 2 bis 3 Generationen im Jahr. Welche Maschenweite gegen welchen Schädling passt, steht in den Hochbeet-Grundlagen im Abschnitt Schädlinge.

Blumen plane ich von Anfang an mit ein, denn offene Blüten und eine gestaffelte Blütezeit verbessern das Nahrungsangebot für verschiedene Insekten. Die einjährige Ringelblume Daisy säst du von April bis Juni direkt 1 bis 2 cm tief. Vorziehen kannst du sie von April bis Mai. Sie wird 20 bis 30 cm hoch und wächst sonnig bis halbschattig.

Die einjährige Zinnie Liliput braucht einen sonnigen Platz und erreicht 50 bis 60 cm Höhe. Du ziehst sie von März bis April vor oder säst sie im Mai direkt. Die Samen bedeckst du dabei nur 0 bis 0,5 cm hoch mit Erde.

Vorkultur für die Sommerpflanzen

Bei Tomaten, Paprika und Zucchini richtet sich der Plan nach dem Pflanztermin: Sie kommen ab Mitte Mai ins Beet. Den Anzuchttermin nehme ich von der Samentüte und rechne vom Pflanztermin zurück. So steht die Jungpflanze bereit, wenn die Fläche im Hochbeet frei ist.

Ein Frühbeetaufsatz schafft auf dem Hochbeet Gewächshausbedingungen in angenehmer Arbeitshöhe. Darunter lüftest du ausreichend, besonders im Sommer. Temperaturen über 25 °C können Wachstum und Ertrag beeinträchtigen.

Mythos-Check

Im warmen Hochbeet dürfen Tomaten früher raus? Ein Hochbeet erwärmt sich zwar schneller als ein Bodenbeet, ein fester Temperatur- oder Erntevorsprung folgt daraus aber nicht. Tomaten, Paprika und Zucchini pflanzt du deshalb auch hier erst ab Mitte Mai, wenn die letzten Fröste vorbei sind.

Sommer: wärmeliebende Kulturen ab Mitte Mai

Tomaten, Paprika, Zucchini und Bohnen

Ab Mitte Mai, nach den letzten Frösten, pflanzt du Tomaten, Paprika und Zucchini. Kürbis kommt zum selben Termin dazu.

Fürs Hochbeet eignen sich Busch- und Hängetomaten, die du anders als Stabtomaten nicht ausgeizt. Bei Gurken und Paprika greifst du zu kleinfruchtigen Snacktypen. Was jede Art im Einzelnen braucht, zeigt der Ratgeber dazu, welche Pflanzen sich fürs Hochbeet eignen und was jede Art braucht.

Bohnen säst du, sobald der Boden wärmer als 10 °C ist, im Freiland meist zwischen Mitte Mai und Mitte Juli. Die Samen legst du 2 bis 3 cm tief. Bohnen mögen einen warmen, sonnigen und windgeschützten Platz. Während Blüte und Fruchtbildung brauchen sie eine gute Wasserversorgung. Vor der Saat stecke ich ein Erdthermometer ins Beet und lese die Bodentemperatur ab.

Kräuter für die Sommerküche

Basilikum Balkonstar ist ein kompaktes Beispiel für Hochbeet und Gefäß. Im Freiland säst du es von Mai bis Juli. Die Samen kommen nur 0 bis 0,5 cm tief in die Erde.

Thymian bekommt einen sonnigen, trockenen Platz mit durchlässigem Boden. Seine Samen drückst du nur an, statt sie mit Erde zu bedecken. Petersilie zählt wie Sellerie zu den lange stehenden Kulturen, für die später eine Anbaupause auf derselben Fläche gilt.

Basilikum säe ich in die Lücken am Rand der Tomaten. So ernte ich beides beim selben Gang für die Küche.

Gießen und Pflege im Sommer

Bei sommerlichem Hochdruckwetter gilt für ein Hochbeet mit hoch stehendem Bewuchs die Faustregel von 3 l/m² täglich. Wärmeliebende Kulturen wie Tomaten, Kürbis und Bohnen mulchst du erst ab Mai oder Juni, damit sich der Boden vorher erwärmen kann. Welche Arbeiten im Sommer sonst anstehen, zeigt der Ratgeber zur saisonalen Pflege des Hochbeets.

Nachkultur und Ernteplanung

Sobald eine Reihe abgeerntet ist, wartet die nächste Kultur. Von Juni bis August säst du Radieschen, Spinat und Rettich und pflanzt Endivien und Feldsalat. Salat steht im Sommer besser halbschattig, im Frühjahr und Herbst dagegen sonnig. Ich setze die Sommersätze deshalb an die Stelle im Beet, die nachmittags Schatten bekommt.

Für eine fortlaufende Salaternte säst oder pflanzt du etwa alle 10 bis 14 Tage einen neuen Satz. Bei Pflücksalat erntest du die äußeren Blätter und lässt das Herz stehen, damit weitere Blätter nachwachsen.

Häufiger Fehler

Die ganze Salatfläche an einem Tag säen. Dann wird alles zur selben Zeit erntereif, und danach steht die Fläche leer. Teilst du sie in Sätze und säst etwa alle 10 bis 14 Tage nach, bleibt die Ernte fortlaufend.

Ein Beispielplan setzt Endivien ab August auf die Fläche, auf der vorher Rote Bete stand. Nach den Gurken kommt dort Feldsalat zwischen die Kulturen, die noch stehen.

Winterporree pflanzt du von Anfang Juli bis Anfang August und erntest ihn von Anfang Januar bis Mai. Weil er bis in den Mai steht und die Direktsaat schon Ende März beginnt, braucht der Porree eine eigene Fläche, die du für die Frühjahrssaat nicht einplanst.

Für Nachkulturen gilt beim Düngen ein letzter Termin: Horndünger bringst du auch bei Herbstkulturen nicht später als Ende August aus. Wie viel Kompost und Horngrieß zu welcher Füllung passt, steht in den Hochbeet-Grundlagen im Abschnitt Düngen.

Achtung

Schmeckt eine Zucchini ungewöhnlich bitter, iss sie nicht und verarbeite sie auch nicht weiter, denn sie kann giftige Cucurbitacine enthalten. Samen und Hülsen grüner Gartenbohnen isst du nie roh: Sie enthalten Phasin und müssen ausreichend erhitzt werden. Mangold und Spinat enthalten Oxalsäure, die bei Nierenerkrankungen problematisch sein kann; Blanchieren oder Kochen vermindert sie. Gekochten Spinat kühlst du rasch ab und bewahrst ihn luftdicht im Kühlschrank auf, damit Bakterien möglichst wenig Nitrat zu Nitrit umwandeln. Sellerie und Möhren können bei sensibilisierten Menschen eine pollenassoziierte Nahrungsmittelallergie auslösen; wer betroffen ist, meidet sie. Gemüse, Salat und Kräuter wäschst du vor dem Essen sorgfältig, am besten unter fließendem Wasser.

Herbst: Spätsommergemüse und Herbstsalate

Im Herbst ernten sich die Sommerkulturen leer, und die Nachkulturen übernehmen das Beet. Feldsalat säst du zum Beispiel von Ende Juli bis Anfang September, dann beginnt die Ernte ab Anfang November. Endivien aus der Sommerpflanzung stehen jetzt im Beet, und Salat bekommt im Herbst wieder einen sonnigen Platz.

Ich räume abgeerntete Reihen sofort und trage im Plan ein, was auf der Fläche stand. Was bis zum Frühjahr frei bleibt, bekommt eine Gründüngung.

Phacelia, bis Anfang September gesät, kann bei einem langen milden Herbst noch blühen, und Winterroggen lässt sich noch bis Oktober säen. Wo Kohl, Radieschen oder Rettich wachsen, meidest du Senf, Ölrettich und Raps, weil sie ebenfalls Kreuzblütler sind. Mehr dazu steht in den Hochbeet-Grundlagen im Abschnitt Gründüngung.

Bei angekündigten Frostnächten legst du Vlies über Herbst- und Wintergemüse; ist der Boden vorher feucht, bildet sich an der Vliesunterseite eine isolierende Eisschicht. Gegen übermäßige Nässe hilft ein Folientunnel mit offenen Enden, damit die Luft zirkuliert. Den Winterschutz im Einzelnen beschreiben die Hochbeet-Grundlagen im Abschnitt Winterschutz.

Winter: was im Hochbeet stehen bleiben darf

Kälterobustes Gemüse darf im Beet bleiben, bis du es brauchst. Wie lange das gutgeht, entscheidet die Frosthärte der jeweiligen Art. Endivien und Chinakohl vertragen als Richtwert Frost bis etwa −4 °C. Zuckerhut hält als Orientierungswert Fröste bis etwa −8 °C aus. Witterung, Sorte und Pflanzenzustand beeinflussen bei beiden, was die Pflanzen tatsächlich vertragen, und beschrieben sind die Werte für Herbst- und Wintergemüse im Garten allgemein.

Ich ernte Endivien und Chinakohl deshalb, bevor stärkere Fröste angekündigt sind, und lasse Zuckerhut länger stehen. Winterporree liefert ab Anfang Januar. Feldsalat ist winterhart, kann bei Kahlfrost aber Schäden erleiden und profitiert dann von einer Vliesauflage. Was die Pflanzen im Winter an Pflege brauchen, steht im Ratgeber zur saisonalen Pflege.

Marias Erfahrung

Bei jeder Winterernte notiere ich, welche Reihe ich geräumt habe. Die Fläche trage ich gleich im Plan fürs Frühjahr ein, damit ich im März weiß, wo die erste Direktsaat hinkommt.

Themenbeete: vier Pläne mit passenden Kombinationen

Ein Themenbeet bündelt Kulturen, die du gemeinsam planst und erntest. Bei jeder Kombination achtest du auf genug Abstand: Stehen Pflanzen zu eng, nehmen sie sich Licht und Luft, bilden schwache verlängerte Triebe und werden anfälliger für Krankheiten. Mischkultur unterstützt die Planung, sie garantiert nichts. Eine bekannte Kombination plane ich bewusst nicht ein: Möhren und Zwiebeln haben unterschiedliche Wasser- und Nährstoffansprüche, und sie halten sich die Fliegen gegenseitig nicht verlässlich fern. Ob deine Wunschnachbarn zusammenpassen, kannst du mit dem Planer für Mischkultur prüfen.

Salatbeet

Für das Salatbeet kombiniere ich Pflücksalate, Rucola, Spinat und Radieschen. Rucola und Radieschen säst du ab Ende März direkt, Spinat im Sommerplan von Juni bis August. Radieschen füllen die Lücken zwischen den Salatreihen und sind je nach Jahreszeit etwa 3 bis 7 Wochen nach der Saat erntereif.

Die Pflücksalate erntest du von außen und lässt das Herz stehen. Neue Sätze kommen etwa alle 10 bis 14 Tage dazu. Im Sommer setzt du sie an eine halbschattige Stelle, im Frühjahr und Herbst sonnig.

Kräuterbeet

Das Kräuterbeet plane ich um Thymian, Basilikum und Petersilie. Steht das Beet von Beginn an vorwiegend mit Schwachzehrern, kann die oberste Schicht aus Feinkompost, Gartenerde und Sand im Verhältnis 1:1:2 bestehen. Thymian setzt du an den sonnigsten, trockenen Rand, weil er durchlässigen Boden bevorzugt.

Basilikum Balkonstar säst du ab Mai dazu. Am Rand blüht die Ringelblume Daisy. Entfernst du ihre verblühten Blüten, kann das die Bildung neuer Knospen fördern.

Tomatenbeet

Ins Tomatenbeet setze ich Busch- oder Hängetomaten, weil sie nicht ausgegeizt werden. Ohne Regenschutz wählst du krautfäuletolerante Sorten. Daneben passen kleinfruchtige Snackpaprika, die zum selben Termin ab Mitte Mai ins Beet kommen.

Basilikum setze ich an den Rand, weil ich es mit den Tomaten zusammen ernte. An den sonnigen Rand passen Zinnien Liliput. Die Begleiter setzt du so, dass die größeren Tomaten sie nicht bedrängen.

Reife Tomaten lagerst du luftig und schattig, idealerweise bei 12 bis 16 °C. Weil sie ein Reifegas abgeben, liegen sie getrennt von anderem Obst und Gemüse.

Beet im ersten Jahr: Kohl und Sellerie

Im ersten Jahr setzt eine klassische Füllung aus Reisig, Kompost und Gartenerde erhöht Stickstoff frei. Dazu passen starkzehrende Kohlarten und Sellerie. Brokkoli Ramoso calabrese braucht in der Reihe 40 cm Platz. Zwischen den Reihen planst du 50 cm ein. Geerntet wird er, bevor sich die Blütenknospen öffnen. Auch hier kommt das Kulturschutznetz gleich nach der Pflanzung drauf.

Herbstkohl und Sellerie brauchen danach auf derselben Fläche eine Anbaupause von 3 Jahren gegenüber ihrer Pflanzenfamilie. Wer im ersten Jahr mit ihnen startet, legt deshalb schon jetzt fest, welche Familie im zweiten Jahr folgt. Legst du dein Beet gerade neu an, zeigt der Ratgeber, wie du ein Hochbeet für den Gemüseanbau anlegst, von der Planung bis zur ersten Ernte.

Planung für das kommende Gartenjahr

Den Plan für das nächste Jahr mache ich im Winter, wenn im Beet nur noch Porree und Feldsalat stehen. Ich zeichne jede Fläche ein, notiere die Kultur des Vorjahres und trage die Termine aus dem Kalender ein.

Bei der Fruchtfolge zählt, welche Pflanzenfamilie zuletzt auf derselben Fläche stand. Für lange stehende Kulturen wie Herbstkohl, Sellerie und Petersilie planst du eine Anbaupause von 3 Jahren gegenüber derselben Familie ein. Die übrigen Regeln, auch den Sonderfall Kohlhernie, findest du in den Hochbeet-Grundlagen im Abschnitt Fruchtfolge und Mischkultur.

Ist dein Hochbeet mit Gartenboden gefüllt, lässt du ihn etwa alle 3 bis 5 Jahre untersuchen. In einem saisonalen Plan liegt die Bodenprobe im November und die Auswertung der Aufzeichnungen im Dezember, statt routinemäßig weiter zu düngen. Wie du die Probe ziehst, steht in den Hochbeet-Grundlagen im Abschnitt Boden.

Eine im Vorjahr neu eingefüllte, krankheitsfreie Erde verwendest du weiter und füllst nur das abgesackte Volumen auf. Was im Frühjahr sonst am Beet zu tun ist, beschreibt der Ratgeber zur saisonalen Pflege.

Die Flächen lassen sich auch digital aufteilen: Im Beetplaner, in dem du Flächen und Kulturen einteilst, legst du Saat- und Pflanztermine je Fläche fest. Reicht der Platz nicht, ist der Winter auch die Zeit für ein zweites Beet. Die Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Selberbauen führt vom Untergrund über Rahmen und Nagetierschutz bis zur Drainage.

Mini-Checkliste

So steht der Plan fürs nächste Jahr.

  • Beetskizze mit allen Flächen anlegen
  • Pflanzenfamilie des Vorjahres je Fläche eintragen
  • Direktsaat ab Ende März und Sommerpflanzung ab Mitte Mai einplanen
  • für jede Frühjahrsfläche die Nachkultur festlegen
  • eigene Fläche für Winterporree reservieren
  • Saatgut sortieren und fehlende Sorten notieren

Häufige Fragen

Wie plant man die Hochbeet Bepflanzung über die verschiedenen Jahreszeiten?
Ab Ende März säst du Radieschen, Möhren, Rettich und Rucola direkt ins Hochbeet und pflanzt Pflücksalate. Tomaten, Paprika und Zucchini folgen ab Mitte Mai nach den letzten Frösten. Von Juni bis August säst du Radieschen, Spinat und Rettich nach und pflanzt Endivien und Feldsalat als Nachkultur. Winterporree, den du von Anfang Juli bis Anfang August pflanzt, erntest du von Anfang Januar bis Mai.
Wie kann man ein Hochbeet ganzjährig nutzen und auch im Winter bepflanzen?
Für den Winter pflanzt du schon im Sommer: Winterporree kommt von Anfang Juli bis Anfang August ins Beet und wird von Anfang Januar bis Mai geerntet. Feldsalat, zum Beispiel von Ende Juli bis Anfang September gesät, liefert ab Anfang November. Zuckerhut verträgt als Richtwert Fröste bis etwa −8 °C, wobei Witterung, Sorte und Pflanzenzustand mitentscheiden. Bei angekündigten Frostnächten legst du Vlies über Herbst- und Wintergemüse.
Welche Rolle spielt die Mischkultur bei der optimalen Hochbeet-Bepflanzung?
Mischkultur nutzt den Platz zwischen den Reihen, zum Beispiel mit einer Reihe Radieschen zwischen zwei Erbsenreihen. Sie unterstützt die Planung, garantiert aber nichts: Möhren und Zwiebeln haben unterschiedliche Wasser- und Nährstoffansprüche, und ihre gegenseitige Fliegenabwehr ist unzuverlässig. Wichtig ist genug Abstand, denn zu eng stehende Pflanzen nehmen sich Licht und Luft, bilden schwache verlängerte Triebe und werden anfälliger für Krankheiten.
Wie erwärmt sich die Bodentemperatur im Hochbeet und welche Vorteile bringt das?
Ein Hochbeet erwärmt sich schneller als ein Beet auf Bodenhöhe. Bei einer organischen Füllung setzt die Verrottung zusätzlich Wärme frei, die wärmeliebende Pflanzen begünstigt. Einen festen Temperatur- oder Erntevorsprung bringt das nicht, deshalb kommen Tomaten, Paprika und Zucchini auch ins Hochbeet erst ab Mitte Mai nach den letzten Frösten.
Wie bepflanzt man ein Hochbeet richtig und welche Pflanzen eignen sich am besten?
Plane zuerst die Termine: Radieschen, Möhren, Rettich und Rucola säst du ab Ende März direkt, wärmeliebende Kulturen pflanzt du ab Mitte Mai. Pflücksalate wie Eichblatt oder Lollo gelingen im Hochbeet oft schneller und zuverlässiger als kopfbildende Sorten. Bei Tomaten passen Busch- und Hängetomaten, die nicht ausgegeizt werden, bei Gurken und Paprika kleinfruchtige Snacktypen. Im ersten Jahr einer klassischen Füllung aus Reisig, Kompost und Gartenerde passen starkzehrende Kohlarten und Sellerie.
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