Rasen · Rasen · Pflege

Nachhaltige Rasendüngung: Mulchen, Kompost und genau dosieren

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 7 Min.Von der samen.de Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Fein zerkleinertes Schnittgut darf liegen bleiben und gibt bei seiner Zersetzung Nährstoffe an den Rasen zurück.
  • Nährstoffe aus Kompost ziehst du vom ermittelten Düngerbedarf ab, denn auch Kompost kann den Boden überversorgen.
  • Organische Dünger setzen bei Frost, Trockenheit und Staunässe kaum Nährstoffe frei, bei feuchtwarmem Wetter dagegen in starken Schüben.
  • Für eine schnell wirkende mineralische Startdüngung im Frühjahr gelten 4 bis 5 g N/m², die du zur Begrenzung der Auswaschung nicht überschreitest.
  • Bei großer Hitze und Trockenheit düngst du nicht stickstoffreich, sondern wartest auf Feuchte und sichtbares Wachstum.

Stickstoff, den die Gräser nicht aufnehmen, kann als Nitrat ins Grundwasser ausgewaschen werden. Das Risiko steigt mit überhöhten Gaben und mit Düngung außerhalb der Vegetationsperiode. Deshalb beginne ich beim Düngen nicht beim Sack, sondern bei der Frage, was mein Rasen schon bekommt.

Nachhaltig düngen heißt für mich: Schnittgut und Kompost als Nährstoffquelle nutzen, den restlichen Bedarf ausrechnen und abwiegen und nur streuen, wenn Witterung und Wachstum passen.

Schnittgut liegen lassen: Mulchen führt Nährstoffe zurück

Kurz erklärt

Beim Mulchmähen sammelst du das Schnittgut nicht ein. Es wird fein zerkleinert und bleibt auf der Fläche liegen.

Fein zerkleinertes Rasenschnittgut gibt bei seiner Zersetzung Nährstoffe an den Rasen zurück. Damit hast du eine Nährstoffquelle, die du nicht kaufen musst.

Das Schnittgut muss dafür kurz sein und gleichmäßig liegen. In der Hauptwachstumszeit sind beim Mulchmähen deshalb etwa 2 Schnitte pro Woche nötig. Für einen hochwertigen Rasen gilt außerdem, bei einem Mähgang höchstens ein Drittel der aktuellen Wuchshöhe abzuschneiden. Beides greift ineinander, denn der häufige Schnitt hält die Halmstücke kurz und die Drittel-Regel begrenzt, wie viel Schnittgut bei einem Gang anfällt.

Häufiger Fehler

Mulchmähen auf nassem Rasen. Das Schnittgut soll gleichmäßig auf möglichst trockenem Rasen liegen bleiben. Nach Regen oder Tau warte ich deshalb, bis die Halme abgetrocknet sind, und gehe erst dann mit dem Mulchmäher los.

Unabhängig vom Mulchen behältst du die Filzschicht im Blick. Rasenfilz sollte spätestens ab einer Schichtdicke von 1 cm entfernt werden. Ich ziehe dazu an einer Stelle die Halme auseinander und messe die Auflage mit dem Zollstock.

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GartenkalenderAussaat: März, April, Mai, September, OktoberJFMAMJJASONDAussaatAussaat: MärzAussaat: AprilAussaat: MaiAussaat: SeptemberAussaat: OktoberAussaat

Kompost und organische Dünger: was sie bringen und wann sie wirken

Kompost liefert organisches Material für das Bodenleben und kann die Wasserleit- und Wasserspeicherfähigkeit des Bodens verbessern. Regenwürmer verarbeiten organisches Material zu stabilen Bodenaggregaten. Durch ihre Röhren verbessern sie außerdem Belüftung und Versickerung.

Für bestehenden Rasen gibt es drei Orientierungen, die zu unterschiedlichen Zwecken gehören:

Zweck Menge Zeitpunkt oder Abstand
Kompostdüngung, die jedes Jahr wiederkehrt etwa 2 l/m² jährlich
Grundversorgung und Humuszufuhr auf nährstoffarmen Rasenflächen 5 l gesiebter Kompost je m² als Frühjahrsgabe
gelegentliche Maßnahme auf bestehendem Rasen etwa 3 bis 5 l/m² feiner RAL-Fertigkompost der Körnung 0/6 im Abstand von 3 bis 5 Jahren

Welche Zeile für dich gilt, hängt davon ab, was der Kompost leisten soll. Ich siebe den Kompost, bevor er auf den Rasen kommt, und verteile ihn mit dem Rechen zwischen die Halme. Soll statt Kompost Rasenerde auf die Fläche, findest du eine eigene Anleitung, wie du Rasenerde gleichmäßig aufträgst.

Was Kompost an Nährstoffen mitbringt, ziehst du vom ermittelten Düngerbedarf ab. Das gilt genauso für andere organische Bodenverbesserer. Fehlt der Bedarf, kann auch Kompost den Boden überversorgen.

Organische Dünger hängen an Wärme und Feuchte

Organische Dünger setzen bei Frost, Trockenheit oder stauender Nässe kaum Nährstoffe frei. Bei feuchtwarmer Witterung können sie dagegen starke Freisetzungsschübe auslösen und den Rasen überversorgen. Im Frühjahr erwärmt sich der Boden langsamer als die Luft, sodass organisch gebundene Nährstoffe zunächst verzögert frei werden. Wann die Nährstoffe ankommen, bestimmen also Bodenwärme und Feuchte mit, nicht nur der Tag, an dem du streust; organisch heißt deshalb nicht automatisch bedarfsgerecht.

Für nährstoffarmen Rasen eignet sich Hornmehl als organische Stickstoffergänzung, je 35 bis 40 g pro m² im April und Juni.

Mineralische, organische und Langzeitdünger unterscheiden sich darin, wie schnell und wie lange sie Nährstoffe liefern. Rasen-Langzeitdünger können je nach Produkt, Bodenwärme und Bodenfeuchte über 3 bis 6 Monate wirken. Welche Düngerart zu deinem Rasen passt, auch mit Blick auf die Kosten, klärt ein eigener Ratgeber.

Bedarfsgerecht dosieren: erst rechnen, dann streuen

Gartenrasen braucht je nach Nutzungs- und Pflegekonzept etwa 10 bis 25 g N/m² im Jahr. Den Bedarf an Grundnährstoffen klärt eine Bodenuntersuchung, die jeden Nährstoff in eine Gehaltsklasse einstuft. Für einen Nährstoff in Gehaltsklasse E oder F ist keine weitere Gabe vorgesehen. Wie du die Probe nimmst und welche pH-Zielbereiche für deinen Boden gelten, steht im Rasen-Ratgeber unter Standort und Boden sowie Düngen.

Sind die Nährstoffe unterschiedlich versorgt, führst du gezielt die benötigten Einzelnährstoffe zu, statt einen unpassenden Mehrnährstoffdünger zu streuen. Aus dem Bedarf wird erst mit dem Nährstoffgehalt auf der Packung eine Streumenge.

Zahl im Blick

Düngermenge in g/m² = zu deckender Nährstoffbedarf in g/m² × 100 ÷ deklarierter Nährstoffgehalt in %. Den Nährstoffgehalt liest du auf der Packung ab.

Beim Stickstoff und beim Einwässern helfen dir diese Werte:

Situation Wert Vorbehalt
Düngekonzept für Gebrauchsrasen mit 20 bis 25 g N/m² im Jahr Verteilung auf 3 bis 5 Gaben gedüngt wird in Teilgaben, nicht in einer großen Portion
schnell wirkende mineralische Startdüngung im Frühjahr 4 bis 5 g N/m² nicht überschreiten, um die Auswaschung zu begrenzen
nach einer mineralischen Frühjahrsdüngung etwa 5 bis 10 l Wasser je m² hilft, die Düngerkörner aufzulösen

Teilgaben helfen nur mit Abstand: Stickstoffgaben in zu kurzer Folge erhöhen das Risiko, dass ungenutztes Nitrat ausgewaschen wird, ebenso wie Gaben außerhalb der Vegetationsperiode.

Marias Erfahrung

Ich rechne die Menge aus und wiege sie ab, bevor ich den Streuer fülle. Dann teile ich die Fläche in gleich große Stücke und fülle für jedes Stück eine eigene Portion ab. Am Ende jedes Stücks sehe ich, ob die Portion zur Fläche gepasst hat.

Wann gedüngt wird: erst die Witterung, dann der Kalender

Bei großer Hitze und Trockenheit düngst du nicht stickstoffreich. Erst wenn wieder ausreichend Feuchte da ist und der Rasen sichtbar wächst, versorgst du ihn wieder bedarfsgerecht.

Für normalen Hausrasen gilt als Orientierungsplan eine erste Düngung im zeitigen Frühjahr und eine zweite Ende Juni bis Anfang Juli. Eine zusätzliche Herbstdüngung braucht er nicht grundsätzlich, denn ob Kalium ergänzt werden muss, klärt die Bodenprobe. Woran du den richtigen Moment zum Düngen erkennst, hängt von Rasentyp, Nutzungsintensität und Wetterlage ab.

Ich notiere jede Gabe mit Datum, Dünger und abgewogener Menge. Wie du daraus einen dokumentierten Jahres-Düngeplan aufstellst, beschreibt ein eigener Ratgeber.

Präzise ausbringen: Streuwagen, Waage und Wasser

Mit einem Streuwagen verteilst du Rasendünger genauer als von Hand. Streust du doch von Hand, verteilst du die abgewogene Menge in zwei sich kreuzenden Arbeitsgängen. Eine erforderliche Frühjahrsdüngung kann kurz nach dem Vertikutieren folgen, weil die Körner dann leichter den Boden erreichen. Körnigen, schnell wirkenden mineralischen Rasendünger wässerst du nach dem Ausbringen gründlich ein, um Verbrennungen zu vermeiden. Wie du Rasendünger von der Vorbereitung bis zum Wässern danach ausbringst, zeigt eine eigene Anleitung.

Achtung

Von Haustieren gefressener synthetischer Gartendünger kann Vergiftungen verursachen. Lagere Dünger verschlossen und außer Reichweite deiner Tiere, und kehre verschüttete Körner sofort auf.

Mini-Checkliste

Vor jeder Gabe gehe ich diese Punkte durch.

  • Liegt das Ergebnis der Bodenuntersuchung vor?
  • Ist der Kompost dieses Jahres vom Bedarf abgezogen?
  • Ist der Boden nach Hitze wieder ausreichend feucht, und wächst der Rasen sichtbar?
  • Ist die Menge ausgerechnet und für gleich große Teilflächen abgewogen?
  • Steht Wasser zum Einwässern bereit, wenn du körnigen mineralischen Dünger streust?

Wasser messen statt schätzen

Für bedarfsgerechtes Gießen misst du, wie viel Wasser Schlauch, Brause oder Regner tatsächlich abgeben. Ich stelle dazu einen Regenmesser in die Reichweite des Regners und lese nach dem Wässern ab. Derselbe Regenmesser erfasst auch den Niederschlag und hilft dir einzuschätzen, wie viel du zusätzlich gießen musst. Etablierter Rasen wird durchdringend gewässert, sodass das Wasser 10 bis 15 cm tief in den Wurzelbereich eindringt. Nach dem Wässern steche ich an einer Stelle mit dem Spaten ein und schaue, wie tief der Boden feucht ist.

Eine mit Bodenfeuchtesensoren gesteuerte Bewässerung kann die Wassergaben bedarfsgerecht auslösen. Der Fühler muss dafür Boden und Feuchte seines Bewässerungskreises abbilden. Setz ihn also nicht unter einen Baum, wenn er die freie Fläche daneben steuern soll, denn unter Bäumen kann der Rasenboden auch nach Regen trocken bleiben.

Gieß früh am Morgen, weil das die Verdunstung verringert und hilft, Pilzkrankheiten vorzubeugen. Gesammeltes Regenwasser von unproblematischen Dächern eignet sich für die Gartenbewässerung. Ablaufwasser von Kupfer- und Zinkdächern oder herbizidhaltigen Bitumenabdichtungen kann dagegen belastet sein. Örtliche Bewässerungsverbote und Einschränkungen haben Vorrang vor allgemeinen Gießempfehlungen.

Bodenleben füttern statt Präparate kaufen

Zu den Mikroorganismen im Boden zählen Bakterien, Pilze, Algen und Einzeller. Diese Organismen bauen Pflanzenreste ab und setzen dabei organisch gebundene Nährstoffe in pflanzenverfügbarer Form frei. Wie gut das läuft, hängt von Bodenfeuchte, Temperatur, pH-Wert und Nährstoffstatus ab. Mykorrhizapilze besiedeln Wurzeln und den umliegenden Boden und unterstützen die Nährstoffaufnahme ihrer Wirtspflanzen.

Ich gebe dem Bodenleben deshalb vor allem organisches Material: liegen gelassenes Schnittgut und gesiebten Kompost.

Mythos-Check

Zugekaufte Mikroorganismen machen den Rasenboden lebendiger? Darauf verlasse ich mich nicht. In einem Laborversuch mit Wickroggenmaterial bei 12 °C veränderte die Zugabe effektiver Mikroorganismen weder die mikrobielle Biomasse noch die Nährstofflöslichkeit nachweisbar. In einer Untersuchung von 28 kommerziellen Mykorrhizaprodukten führten rund 84 % in kontrollierten Gewächshausversuchen nicht zur gewünschten Wurzelbesiedlung.

Bei Pflanzenkohle hängen die Eigenschaften von Ausgangsmaterial und Herstellungsverfahren ab. Durch ihre hohe Sorption kann sie Nährstoffe zeitweise der Pflanzenverfügbarkeit entziehen, sodass sie den Gräsern vorübergehend fehlen.

Flächen, die ohne Dünger auskommen

Wiesen- und Kräuterrasen auf geeigneten Teilflächen bieten Insekten Nahrung und Lebensraum. Gegenüber intensiv gepflegtem Rasen können sie auch den Pflegeaufwand senken. Auf weniger intensiv genutzten Rasenflächen bieten blühende Kräuter wie Weißklee, Gänseblümchen und Schafgarbe Nahrung für Bienen und andere Insekten. Der extensiv gepflegte Blumen-Kräuter-Klimarasen wird nach der Etablierung weder gedüngt noch vertikutiert.

Magerrasen beherbergen Pflanzen, die an nährstoffarme Bedingungen angepasst sind. Zusätzlicher Stickstoff kann diese Pflanzen von konkurrenzstärkeren Arten verdrängen lassen. Grenzt ein Magerrasen an deine Rasenfläche, streust du an dieser Kante mit dem Streuwagen statt von Hand, weil er genauer verteilt und Stickstoff im Magerrasen die konkurrenzstärkeren Arten begünstigen kann.

Achtung

Hast du eine bekannte Insektengiftallergie, berücksichtige sie bei der Nutzung blühender Rasenflächen. Bienenstiche können schwere allergische Reaktionen auslösen.

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Häufige Fragen

Was ist nachhaltiger Rasendünger und wie unterscheidet er sich von herkömmlichen Produkten?
Nachhaltig wird Rasendüngung weniger durch eine bestimmte Düngersorte als durch die Art, wie du düngst. Du richtest die Nährstoffgaben am Bedarf der Gräser und an einer Bodenuntersuchung aus und ziehst Nährstoffe aus Kompost vom Bedarf ab. Auch organischer Dünger kann den Bedarf überschreiten, weil feuchtwarme Witterung die Freisetzung von Nährstoffen verstärkt.
Welche Rolle spielen NPK-Verhältnisse bei der Rasendüngung?
N, P und K stehen für Stickstoff, Phosphor und Kalium. Stickstoff fördert bei Rasengräsern Zellteilung und Wachstum, Phosphor unterstützt die Wurzelbildung und Kalium den Wasserhaushalt und die Winterhärte. Welches Verhältnis passt, zeigt die Bodenuntersuchung: Sind die Nährstoffe unterschiedlich versorgt, gibst du gezielt die benötigten Einzelnährstoffe statt eines unpassenden Mehrnährstoffdüngers.
Warum ist eine Bodenanalyse vor der Düngung notwendig?
Eine Bodenuntersuchung zeigt, ob ein Nährstoff unter- oder überversorgt ist, und erlaubt eine gezielte Auswahl von Kalk- und Nährstoffgaben. Das Standardpaket umfasst Phosphor, Kalium, Magnesium und den pH-Wert. Steht ein Nährstoff in Gehaltsklasse F, soll seine Zufuhr mehrere Jahre ausgesetzt werden, weil Pflanzenschäden und eine Belastung des Grundwassers möglich sind.
Wie fördert Mulchen die natürliche Nährstoffversorgung des Rasens?
Beim Mulchmähen bleibt fein zerkleinertes Schnittgut auf der Fläche liegen und gibt bei seiner Zersetzung Nährstoffe an den Rasen zurück. Bodenmikroorganismen bauen solche Pflanzenreste ab und setzen die Nährstoffe in pflanzenverfügbarer Form frei. Damit das Schnittgut kurz bleibt und gleichmäßig liegt, sind in der Hauptwachstumszeit etwa 2 Schnitte pro Woche auf möglichst trockenem Rasen nötig.
Worin unterscheiden sich organische und mineralische Rasendünger in ihrer Wirkung?
Schnell wirkender mineralischer Rasendünger liefert seine Nährstoffe zügig und wird als Körner nach dem Ausbringen gründlich eingewässert, um Verbrennungen zu vermeiden. Organische Dünger setzen bei Frost, Trockenheit oder Staunässe kaum Nährstoffe frei, bei feuchtwarmer Witterung dagegen in starken Schüben. Deshalb kann auch organische Düngung den Bedarf des Rasens überschreiten.
Wie beeinflusst das Bodenleben die Wirksamkeit von organischen Düngern?
Bodenmikroorganismen bauen Pflanzenreste ab und setzen dabei organisch gebundene Nährstoffe in pflanzenverfügbarer Form frei. Wie gut sie arbeiten, hängt von Bodenfeuchte, Temperatur, pH-Wert und Nährstoffstatus ab. Im Frühjahr erwärmt sich der Boden langsamer als die Luft, deshalb werden organisch gebundene Nährstoffe dann zunächst verzögert frei.
Welche Mikroorganismen sind für einen gesunden Rasenboden wichtig?
Zu den Mikroorganismen im Boden zählen Bakterien, Pilze, Algen und Einzeller, die Pflanzenreste abbauen und Nährstoffe wieder pflanzenverfügbar machen. Mykorrhizapilze besiedeln Wurzeln und umliegenden Boden und unterstützen die Nährstoffaufnahme ihrer Wirtspflanzen. Auf zugekaufte Präparate solltest du dich nicht verlassen: In einer Untersuchung kommerzieller Mykorrhizaprodukte führten rund 84 % in kontrollierten Gewächshausversuchen nicht zur gewünschten Wurzelbesiedlung.
Stimmt es, dass mehr Dünger automatisch zu einem grüneren Rasen führt?
Nein. Stickstoff wird für das Wachstum von Trieben und Blättern gebraucht und ist Bestandteil des Chlorophylls, doch überhöhte Gaben können die Nitratauswaschung ins Grundwasser erhöhen. Für eine schnell wirkende mineralische Startdüngung im Frühjahr gelten deshalb 4 bis 5 g N/m², die zur Begrenzung der Auswaschung nicht überschritten werden sollen. Ist ein Nährstoff im Boden bereits überhöht vorhanden, kann weitere Zufuhr Pflanzen schädigen und das Grundwasser belasten.
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