Optimale Standortbedingungen für Petunien: So gedeihen Ihre Blüten prächtig

Petunien: Farbenfrohe Blütenpracht für Ihren Garten

Petunien sind wahre Wunderblumen, die mit ihrer Vielfalt und Blütenfülle begeistern. Diese beliebten Sommerblumen haben sich in meinem Garten als echte Allrounder erwiesen.

Petunien-Essentials: Was Sie wissen sollten

  • Sonniger Standort ist optimal
  • Regelmäßige Bewässerung nötig
  • Vielseitig einsetzbar: Beet, Balkon, Ampel
  • Lange Blütezeit von Mai bis Oktober
  • Große Sortenvielfalt in Form und Farbe

Bedeutung von Petunien als Zierpflanzen

Über die Jahre haben sich Petunien zu echten Gartenlieblingen entwickelt. Ihre üppige Blütenpracht und die beeindruckende Ausdauer machen sie zu begehrten Schönheiten. Ob als farbenfroher Blickfang im Beet, in Balkonkästen oder als prächtige Ampelpflanzen - Petunien bringen von Mai bis in den Herbst hinein Leben und Farbe in jeden Garten.

In meinem eigenen Garten habe ich mich an verschiedenen Petunien-Sorten versucht und bin jedes Jahr aufs Neue fasziniert, wie unterschiedlich sie sich entwickeln. Besonders die schier endlose Vielfalt an Blütenfarben und -formen lässt mein Gärtnerherz höher schlagen.

Überblick über verschiedene Petunienarten

Die Welt der Petunien ist erstaunlich vielfältig. Im Wesentlichen unterscheidet man zwischen großblumigen und kleinblumigen Sorten sowie zwischen aufrecht wachsenden und hängenden Typen.

Großblumige Petunien

Diese klassischen Schönheiten bilden prachtvolle, trompetenförmige Blüten mit einem beeindruckenden Durchmesser von 8-10 cm. Sie eignen sich hervorragend für Beete und Balkonkästen und sind echte Hingucker.

Kleinblumige Petunien

Diese zierlichen Blüher, auch als Millionenglocken oder Calibrachoa bekannt, bezaubern mit einer verschwenderischen Fülle kleiner Blüten. Sie sind besonders pflegeleicht und machen sich prächtig in Ampeln und Hanging Baskets.

Hängepetunien

Mit ihren langen, überhängenden Trieben sind diese Sorten wie geschaffen für Balkonkästen und Ampeln. Manche Sorten können Längen von bis zu einem Meter erreichen - ein wahrhaft spektakulärer Anblick!

Bodendecker-Petunien

Diese bodennah wachsenden Sorten breiten sich wie ein lebendiger Teppich aus und eignen sich hervorragend zur Flächenbegrünung. Sie können kahle Stellen im Garten wunderschön kaschieren.

Der ideale Standort für Petunien

Damit Petunien ihr volles Potenzial entfalten und uns mit üppigem Wachstum und reicher Blüte erfreuen, brauchen sie die richtigen Standortbedingungen. Hier sind die wichtigsten Faktoren zu beachten:

Lichtbedarf: Volle Sonne bis leichter Schatten

Petunien sind echte Sonnenanbeter. Sie gedeihen am prächtigsten an einem vollsonnigen Standort mit mindestens sechs Stunden direkter Sonneneinstrahlung pro Tag. In meinem Garten habe ich die Erfahrung gemacht, dass Petunien an sonnigen Plätzen regelrecht mit Blüten übersät sind, während sie an halbschattigen Stellen etwas zurückhaltender blühen.

Interessanterweise vertragen einige Sorten auch leichten Schatten, was besonders in Regionen mit heißen Sommern von Vorteil sein kann. Hier kann ein Standort mit Morgensonne und Nachmittagsschatten sogar ideal sein, um die Pflanzen vor zu starker Hitze zu schützen.

Temperaturanforderungen

Petunien mögen es warm, sind aber erstaunlich anpassungsfähig. Sie fühlen sich bei Temperaturen zwischen 18 und 25°C am wohlsten. Wenn es kühler als 10°C wird, stellen sie ihr Wachstum ein. Überraschenderweise überstehen sie leichte Nachtfröste oft unbeschadet, sollten bei stärkerem Frost aber geschützt werden.

In Regionen mit kühleren Frühjahren empfiehlt es sich, mit der Auspflanzung bis nach den Eisheiligen Mitte Mai zu warten. Für ungeduldige Gärtner wie mich gibt es einen Trick: An wärmeren Tagen können die Pflanzen schon früher ins Freie gestellt und nachts wieder reingeholt werden.

Windgeschützte Lagen bevorzugt

Obwohl Petunien recht robust sind, zeigen sie sich dankbar für windgeschützte Standorte. Starker Wind kann die zarten Triebe in Mitleidenschaft ziehen und die Blütenbildung beeinträchtigen. Ein Plätzchen an einer sonnigen Hauswand oder in der Nähe von Sträuchern bietet idealen Windschutz.

In meinem Garten habe ich eine interessante Beobachtung gemacht: Petunien in windgeschützten Ecken blühen deutlich üppiger als ihre Artgenossen an exponierten Stellen. Besonders Hängepetunien sind für einen ruhigen Standort dankbar, da ihre langen Triebe sonst leicht durcheinander geraten können.

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Bodenbeschaffenheit und Substrate

Die richtige Bodenbeschaffenheit ist ein Schlüsselfaktor für das Gedeihen von Petunien. Hier sind die wichtigsten Aspekte, die es zu beachten gilt:

Anforderungen an die Bodenstruktur

Petunien bevorzugen einen lockeren, gut durchlässigen Boden. Staunässe ist ihr größter Feind und kann schnell zu Wurzelfäule führen. Ein sandiger Lehmboden mit hohem Humusanteil ist geradezu ideal. Bei schweren, lehmigen Böden lohnt es sich, vor der Bepflanzung etwas Sand und Kompost einzuarbeiten.

In meinem eigenen Garten habe ich die Erfahrung gemacht, dass es sich wirklich lohnt, den Boden vor dem Pflanzen gründlich zu lockern und mit reifem Kompost anzureichern. Das verbessert nicht nur die Bodenstruktur, sondern versorgt die Pflanzen auch gleich mit wichtigen Nährstoffen.

Optimaler pH-Wert für Petunien

Petunien fühlen sich in einem leicht sauren bis neutralen Boden am wohlsten. Der ideale pH-Wert liegt zwischen 6,0 und 7,0. Ein zu hoher pH-Wert kann zu Nährstoffmangel führen, besonders zu Eisenmangel, was sich in einer unschönen Gelbfärbung der Blätter (Chlorose) zeigt.

Um den pH-Wert bei Bedarf zu senken, kann man dem Boden etwas Torf oder spezielle Rhododendronerde beimischen. In Gegenden mit sehr kalkhaltigem Wasser hat es sich bewährt, ab und zu mit Regenwasser zu gießen.

Geeignete Substrate für Topf- und Kübelpflanzen

Für Petunien in Töpfen, Kübeln oder Balkonkästen spielt die Wahl des richtigen Substrats eine entscheidende Rolle. Ein hochwertiges Balkonblumensubstrat oder eine spezielle Petunienerde sind hervorragend geeignet. Diese Substrate sind nährstoffreich, können Wasser gut speichern und sind gleichzeitig gut durchlässig.

Ein kleiner Tipp aus meiner Erfahrung: Ich mische dem Substrat gerne etwas Perlite bei. Das verbessert die Durchlüftung und beugt einer Verdichtung des Bodens vor. Außerdem füge ich dem Substrat langsam wirkenden Dünger hinzu. So stelle ich sicher, dass meine Petunien über die gesamte Saison hinweg optimal mit Nährstoffen versorgt sind.

Wenn Sie Blumenerde aus dem Vorjahr verwenden möchten, sollten Sie diese unbedingt mit frischem Substrat mischen und mit Langzeitdünger anreichern. So beugen Sie einem Nährstoffmangel vor und Ihre Petunien können sich prächtig entwickeln.

Wasserversorgung für prächtige Petunien

Wenn es um die Bewässerung von Petunien geht, ist ein ausgewogenes Maß der Schlüssel zum Erfolg. Diese durstigen Schönheiten verlangen nach regelmäßiger Feuchtigkeit, um ihre volle Blütenpracht zu entfalten. Allerdings kann zu viel des Guten auch schnell nach hinten losgehen.

Wasserbedarf von Petunien

In meiner langjährigen Erfahrung habe ich festgestellt, dass Petunien am besten gedeihen, wenn der Boden stets leicht feucht ist, ohne dabei zu nass zu werden. Während der Hauptwachstumszeit bedeutet das oft tägliches Gießen, besonders an heißen Sommertagen. Es gab sogar Tage, an denen ich zweimal zur Gießkanne greifen musste, um meine Petunien vor dem Vertrocknen zu bewahren.

Richtige Bewässerungstechniken

Um das Beste für Ihre Petunien herauszuholen, empfehle ich, sie morgens oder abends zu gießen, wenn die Sonne nicht so intensiv scheint. Zielen Sie dabei direkt auf die Wurzeln und vermeiden Sie es, die Blätter zu befeuchten. Dies beugt nicht nur Pilzkrankheiten vor, sondern sorgt auch dafür, dass das kostbare Nass genau dort ankommt, wo es gebraucht wird. Ein kleiner Tipp aus meinem Garten: Ein Gießring um die Pflanze kann Wunder wirken, um das Wasser gezielt zu verteilen.

Vermeidung von Staunässe

Wenn es eine Sache gibt, die Petunien gar nicht mögen, dann ist es Staunässe. In Töpfen und Kästen ist eine gute Drainage unerlässlich. Achten Sie auf ausreichend Abzugslöcher im Boden. Bei der Beetbepflanzung hat sich bei mir eine Sandschicht unter den Wurzeln bewährt, um überschüssiges Wasser abzuleiten.

Nährstoffversorgung und Düngung für üppige Blüten

Petunien sind wahre Nährstoff-Gourmets. Eine regelmäßige Düngung ist der Schlüssel zu großen, üppigen Blüten, die den ganzen Sommer über Freude bereiten.

Nährstoffbedarf von Petunien

Im Laufe der Jahre habe ich gelernt, dass Petunien eine ausgewogene Ernährung brauchen: Stickstoff für kräftiges Wachstum, Phosphor für prachtvolle Blüten und Kalium für die allgemeine Gesundheit. Auch Spurenelemente wie Eisen und Magnesium spielen eine wichtige Rolle. Ein wachsames Auge hilft, Mangelerscheinungen frühzeitig zu erkennen: Gelbe Blätter könnten auf Eisenmangel hindeuten, während violette Blattunterseiten oft ein Zeichen für Phosphormangel sind.

Arten von geeigneten Düngern

In meinem Garten haben sich sowohl Flüssigdünger als auch Langzeitdünger bewährt. Ein Blühpflanzendünger mit hohem Kaliumanteil kann wahre Wunder für die Blütenbildung bewirken. Wer es natürlich mag, kann auch zu organischen Düngern wie Hornspänen oder Kompost greifen. Diese wirken zwar langsamer, sind aber eine hervorragende Alternative für geduldige Gärtner.

Düngungsintervalle und -mengen

In der Hauptwachstumszeit dünge ich meine Petunien etwa alle 1-2 Wochen. Bei Flüssigdünger habe ich gute Erfahrungen damit gemacht, etwa die Hälfte der empfohlenen Menge zu verwenden. Langzeitdünger sind praktisch: Oft reicht eine einzige Gabe zu Saisonbeginn aus, um die Pflanzen die ganze Saison über zu versorgen.

Pflege und Wartung für dauerhaften Blütenzauber

Mit ein paar einfachen Pflegemaßnahmen können Sie sicherstellen, dass Ihre Petunien den ganzen Sommer über in voller Pracht erstrahlen.

Regelmäßiges Ausputzen verblühter Blüten

Ein kleiner Tipp, der große Wirkung zeigt: Entfernen Sie regelmäßig verblühte Blüten. Dies regt die Bildung neuer Blüten an und verhindert, dass die Pflanze ihre Energie in die Samenbildung steckt. Ich zwicke die verwelkten Blüten einfach mit Daumen und Zeigefinger ab - eine entspannende Tätigkeit an einem Sommerabend. Interessanterweise gibt es mittlerweile einige moderne Sorten, die dieses Ausputzen nicht mehr benötigen - ein Segen für Gärtner mit wenig Zeit.

Rückschnitt zur Förderung kompakten Wuchses

Manchmal neigen Petunien dazu, etwas aus der Form zu geraten und schlaksig zu werden. In solchen Fällen kann ein beherzter Rückschnitt um etwa ein Drittel wahre Wunder bewirken. Die Pflanzen reagieren darauf oft mit neuem, buschigem Wachstum und einer wahren Blütenexplosion.

Schutz vor Schädlingen und Krankheiten

Obwohl Petunien recht robust sind, sind sie nicht völlig immun gegen Probleme. Halten Sie regelmäßig Ausschau nach ungebetenen Gästen wie Blattläusen und entfernen Sie diese umgehend. Bei stärkerem Befall hat sich in meinem Garten eine selbst angesetzte Seifenlauge oder Brennnesseljauche als wirksam erwiesen. Um Pilzkrankheiten wie Grauschimmel vorzubeugen, achte ich besonders auf gute Belüftung und vorsichtiges Gießen. Ein wenig Aufmerksamkeit und Vorsorge können hier viel Ärger ersparen und Ihren Petunien zu einem langen, gesunden Leben verhelfen.

Standortspezifische Pflege für üppige Petunien

Die richtige Pflege von Petunien hängt stark vom Standort ab. Ob im Gartenbeet, auf Balkon und Terrasse oder in Hängekörben - mit ein paar Kniffen gedeihen diese Blütenwunder überall prächtig.

Petunien im Gartenbeet

Im Gartenbeet bevorzugen Petunien sonnige bis halbschattige Plätze mit lockerem, durchlässigem Boden. Vor der Pflanzung empfiehlt es sich, den Boden mit reifem Kompost anzureichern. Ein Abstand von 20-30 cm zwischen den Pflanzen sorgt für gute Luftzirkulation. Regelmäßiges Hacken hält den Boden locker und unterdrückt Unkraut. Bei anhaltender Trockenheit ist zusätzliches Gießen nötig, wobei man die Blätter möglichst trocken halten sollte.

Balkon- und Terrassenbepflanzung

Für Balkonkästen und Kübel benötigen Petunien nährstoffreiche, gut drainierte Erde. Ein Wasserabzugsloch am Gefäßboden ist unerlässlich. Hängende Sorten machen sich besonders gut in Balkonkästen. Auf Balkon und Terrasse trocknen die Pflanzen erfahrungsgemäß schneller aus, daher ist regelmäßiges Gießen das A und O. An heißen Tagen kann sogar zweimaliges Wässern notwendig sein. Etwa alle zwei Wochen freuen sich die Pflanzen über eine Extraportion Flüssigdünger.

Petunien in Hängekörben und Ampeln

Hängende Petunien in Ampeln sind etwas anspruchsvoller in der Pflege. Sie benötigen täglich Wasser, bei Hitze sogar mehrmals. Eine gute Drainage ist wichtig, um Staunässe zu vermeiden. Regelmäßiges Ausputzen verblühter Blüten fördert die Neubildung. Alle 1-2 Wochen sollte man sie mit verdünntem Flüssigdünger versorgen. An windigen Standorten ist es ratsam, die Ampeln gelegentlich zu drehen, damit die Pflanzen gleichmäßig wachsen.

Saisonale Aspekte beim Petunienanbau

Um sich das ganze Jahr über an prächtigen Petunien erfreuen zu können, sind jahreszeitlich angepasste Pflegemaßnahmen entscheidend.

Vorbereitung und Pflanzung im Frühjahr

Ab Mitte Mai, nach den Eisheiligen, können Petunien ins Freie gepflanzt werden. Den Boden vorher gut lockern und mit Kompost anreichern. Jungpflanzen sollten langsam an Sonne und Außentemperaturen gewöhnt werden. In den ersten Wochen ist regelmäßiges Gießen wichtig, damit sich ein kräftiges Wurzelwerk bildet. Mit der Düngung sollte man anfangs zurückhaltend sein und erst, wenn die Pflanzen gut angewachsen sind, normal mit Volldünger versorgen.

Sommerpflege für üppige Blüte

Im Sommer sind Petunien regelrechte Wasserschlucker, besonders an heißen Tagen. Am besten gießt man morgens oder abends, damit das Wasser nicht gleich verdunstet. Regelmäßiges Ausputzen verblühter Blüten fördert die Neubildung. Bei starkem Wuchs können die Triebe um ein Drittel zurückgeschnitten werden, was zu kompakterem Wuchs anregt. Alle 2-3 Wochen freuen sich die Pflanzen über eine Extraportion Flüssigdünger, um ihre Blühfreude zu erhalten.

Herbstliche Maßnahmen und Überwinterung

Im Herbst lässt die Blühkraft naturgemäß nach. Petunien können bis zum ersten Frost draußen bleiben. Danach sollte man Balkonkästen und Kübel an einen geschützten Ort bringen. Einjährige Sorten wandern auf den Kompost, mehrjährige können in einem hellen, kühlen Raum bei 5-10°C überwintert werden. Dabei nur sparsam gießen und nicht düngen. Im zeitigen Frühjahr können sie zurückgeschnitten und langsam an wärmere Temperaturen gewöhnt werden.

Vermehrung und Anzucht von Petunien

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Petunien zu vermehren. Je nach Methode variiert der Aufwand, aber das Ergebnis sind immer prächtige neue Pflanzen.

Aussaat von Petunien

Die Aussaat erfolgt im Haus von Januar bis März. Das feine Saatgut wird auf feuchte Anzuchterde gestreut und nicht mit Erde bedeckt, da Petunien Lichtkeimer sind. Bei 18-22°C keimen die Samen innerhalb von 1-2 Wochen. Keimlinge sollten nach Erscheinen des zweiten Blattpaares pikiert werden. Die Jungpflanzen gedeihen am besten kühl und hell, benötigen regelmäßiges Gießen und sollten ab April abgehärtet werden. Zu beachten ist, dass Sämlinge oft erst spät im Sommer blühen.

Vermehrung durch Stecklinge

Im Spätsommer eignen sich 8-10 cm lange, nicht blühende Triebspitzen als Stecklinge. Nach dem Entfernen der unteren Blätter werden sie in Anzuchterde gesteckt und feucht gehalten. Bei 18-20°C bewurzeln sie sich innerhalb von 2-3 Wochen. Bewurzelte Stecklinge können überwintert oder im Frühjahr ausgepflanzt werden. Diese Methode ist besonders gut geeignet, um spezielle Sorten zu vermehren.

Überwinterung von Mutterpflanzen

Besonders wertvolle Petunien lassen sich als Mutterpflanzen überwintern. Vor dem ersten Frost sollten sie eingetopft und stark zurückgeschnitten werden. An einem hellen, kühlen Ort bei 5-10°C überwintern sie am besten. Dabei nur sparsam gießen und nicht düngen. Im Frühjahr können neue Triebe als Stecklinge genutzt oder die ganze Pflanze wieder ausgepflanzt werden. So lassen sich auch nicht samenfeste Sorten und Hybriden erhalten.

Petunien und ihre Begleiter: Ein Fest der Farben und Formen

In meinem Garten haben sich Petunien als wahre Verwandlungskünstler erwiesen. Ihre Vielseitigkeit in Farbe und Wuchsform eröffnet schier endlose Möglichkeiten für kreative Kombinationen mit anderen Pflanzen. Lassen Sie mich Ihnen ein paar meiner Lieblingskombinationen vorstellen.

Perfekte Partner für Petunien

Über die Jahre habe ich einige wunderbare Pflanzennachbarn für meine Petunien entdeckt:

  • Lobelien: Ihre zarten, himmelblauen Blüten bilden einen traumhaften Kontrast zu kräftig leuchtenden Petunien. In meinen Balkonkästen sehen sie aus wie ein blühendes Wolkenmeer.
  • Verbenen: Diese robusten Schönheiten teilen die Vorlieben der Petunien und ergänzen sie perfekt in Form und Farbe. Besonders die aufrechten Sorten bringen eine spannende Struktur in Beete und Kübel.
  • Zauberglöckchen (Calibrachoa): Ich nenne sie gerne die 'kleinen Cousins' der Petunien. Sie bilden dichte Blütenteppiche und sind besonders in Ampeln ein Traum.
  • Begonien: Für die etwas schattigeren Ecken meines Gartens sind Begonien die ideale Ergänzung zu Petunien. Ihre glänzenden Blätter bringen zusätzliche Textur ins Spiel.
  • Schmuckkörbchen (Cosmos): Mit ihren filigranen Blüten setzen sie luftige Akzente zwischen den üppigen Petunienpolstern. Ein wahrer Blickfang in jedem Beet!

Farbspiele und Gestaltungsideen

Wenn es um Farbkombinationen geht, lasse ich meiner Kreativität freien Lauf. Hier ein paar Inspirationen aus meinem Garten:

  • Schneeweiße Petunien mit himmelblauem Lobeliensaum - frisch wie eine Meeresbrise!
  • Pastellfarbene Petunien neben zartrosa Begonien für einen Hauch von Romantik
  • Knallige Petunien in Rot und Gelb, die pure Sommerlaune versprühen
  • Violette Petunien mit orangefarbenen Tagetes für mediterranes Flair - wie ein Sonnenuntergang an der Côte d'Azur

Für meine Balkonkästen habe ich einen Trick: Ich mische aufrecht wachsende mit hängenden Petunien-Sorten. Das Ergebnis ist ein üppiger, kaskadenartig über den Kasten fallender Blütenteppich, der jedem Balkon einen Hauch von hängendem Garten verleiht.

Wenn's mal nicht so läuft: Problemlösungen für Petunien

Auch in der Welt der Petunien läuft nicht immer alles glatt. Hier ein paar Tipps aus meinem Gärtnererfahrungsschatz:

Typische Wachstumsprobleme und ihre Lösungen

  • Lange, dünne Triebe: Erinnern Ihre Petunien an überambitionierte Spaghetti? Wahrscheinlich bekommen sie zu wenig Licht. Ein beherzter Rückschnitt und ein sonnigerer Standort können Wunder wirken.
  • Blütenflaute: Wenn Ihre Petunien mehr grün als bunt sind, könnte Überdüngung der Übeltäter sein. Reduzieren Sie die Nährstoffgaben und entfernen Sie konsequent verblühte Blüten. Ihre Petunien werden es Ihnen mit neuer Blütenpracht danken.
  • Frostbeulen: Späte Fröste können Petunien böse erwischen. Ein Vlies oder ein geschützter Platz über Nacht kann Leben retten.

Wenn die Blätter Farbe bekennen: Nährstoffmängel erkennen und beheben

Manchmal sprechen Petunien durch ihre Blätter zu uns:

  • Gelbliche Blätter: Oft ein Hilferuf nach Eisen. Ein eisenhaltiger Spezialdünger kann hier schnell Abhilfe schaffen.
  • Rötliche Blattunterseiten: Ein Zeichen für Phosphormangel. Ein ausgewogener Volldünger bringt die Balance zurück.
  • Braune Blattränder: Wahrscheinlich fehlt es an Kalium. Auch hier ist ein guter Volldünger die Lösung.

Ungebetene Gäste: Schädlinge und Krankheiten

Leider bleiben auch Petunien nicht von Plagegeistern verschont. Hier meine bewährten Gegenmaßnahmen:

  • Blattläuse: Ein kräftiger Wasserstrahl kann Wunder wirken. Alternativ lade ich gerne Marienkäfer zu Gast - die räumen gründlich auf!
  • Grauschimmel: Befallene Pflanzenteile großzügig entfernen und für bessere Luftzirkulation sorgen. Petunien mögen es luftig!
  • Echter Mehltau: Staunässe ist der Feind. Bei ersten Anzeichen hilft oft schon eine Sprühkur mit Backpulver-Wasser-Lösung.

Sollten diese sanften Methoden nicht ausreichen, greifen Sie am besten zu biologischen Pflanzenschutzmitteln. Ihr lokales Gartencenter kann Ihnen sicher umweltfreundliche Alternativen empfehlen.

Petunien: Ein Feuerwerk der Farben und Formen

Nach all den Jahren im Garten bleiben Petunien für mich eine Quelle endloser Faszination. Ihre Anpassungsfähigkeit und Vielfalt machen sie zu echten Alleskönnern unter den Sommerblumen. Mit der richtigen Pflege belohnen sie uns mit einer wahren Blütenexplosion, die den ganzen Sommer anhält.

Lassen Sie mich die wichtigsten Punkte für prächtige Petunien noch einmal zusammenfassen:

  • Ein sonniges bis halbschattiges Plätzchen macht Petunien glücklich
  • Lockerer, nährstoffreicher Boden ist die Basis für üppiges Wachstum
  • Regelmäßiges, aber maßvolles Gießen hält sie in Topform
  • Eine ausgewogene Düngung sorgt für Blütenfülle
  • Das Entfernen verblühter Blüten regt zu neuer Blütenbildung an

Mit diesen Tipps im Gepäck steht Ihrem Petunien-Erfolg nichts mehr im Wege. Ob auf dem sonnendurchfluteten Balkon, der gemütlichen Terrasse oder im bunten Gartenbeet - Petunien werden Sie mit ihrer überbordenden Blütenpracht verzaubern.

Ich kann Sie nur ermutigen: Experimentieren Sie mit verschiedenen Sorten und Farbkombinationen! Kreieren Sie Ihr ganz persönliches Blütenparadies, das Sie von Frühjahr bis in den Herbst hinein erfreut. Wer weiß, vielleicht entdecken Sie dabei Ihre ganz spezielle Lieblings-Petunie, die Jahr für Jahr einen Ehrenplatz in Ihrem Garten bekommt.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Freude beim Gärtnern und genießen Sie den Sommer mit Ihren blühenden Schönheiten! Glauben Sie mir, es gibt kaum etwas Schöneres, als an einem lauen Sommerabend zwischen duftenden Petunienblüten zu sitzen und den Tag ausklingen zu lassen.

Tags: Petunie
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Häufige Fragen und Antworten

  1. Welche Standortbedingungen benötigen Petunien für optimales Wachstum?
    Petunien sind echte Sonnenanbeter und benötigen für optimales Wachstum einen vollsonnigen Standort mit mindestens sechs Stunden direkter Sonneneinstrahlung täglich. Sie gedeihen am besten bei Temperaturen zwischen 18 und 25°C und bevorzugen windgeschützte Lagen, da starker Wind die zarten Triebe beschädigen kann. Der Boden sollte locker, gut durchlässig und humusreich sein, wobei ein leicht saurer bis neutraler pH-Wert zwischen 6,0 und 7,0 ideal ist. Staunässe ist unbedingt zu vermeiden, da sie schnell zu Wurzelfäule führt. An halbschattigen Standorten können Petunien zwar auch gedeihen, blühen aber weniger üppig. In Regionen mit sehr heißen Sommern kann ein Platz mit Morgensonne und Nachmittagsschatten sogar vorteilhaft sein, um die Pflanzen vor zu starker Hitze zu schützen.
  2. Wie oft und wie viel sollten Petunien gegossen werden?
    Petunien benötigen während der Wachstumszeit regelmäßige Wassergaben, wobei der Boden stets leicht feucht gehalten werden sollte, ohne dass Staunässe entsteht. In der Hauptwachstumszeit bedeutet das oft tägliches Gießen, besonders an heißen Sommertagen. An sehr warmen Tagen kann sogar zweimaliges Gießen erforderlich sein. Die beste Gießzeit ist morgens oder abends, wenn die Sonne nicht so intensiv scheint. Dabei sollte direkt auf die Wurzeln gezielt und vermieden werden, die Blätter zu befeuchten, um Pilzkrankheiten vorzubeugen. Petunien in Töpfen und Balkonkästen trocknen schneller aus als im Beet gepflanzte Exemplare und benötigen entsprechend häufigere Wassergaben. Eine Fingerprobe im Substrat hilft zu prüfen, ob gegossen werden muss - die oberen 2-3 cm sollten abgetrocknet sein.
  3. Welche Düngung benötigen Petunien für reiche Blütenpracht?
    Petunien sind wahre Nährstoff-Gourmets und benötigen für ihre üppige Blütenpracht eine regelmäßige, ausgewogene Düngung. Sie brauchen Stickstoff für kräftiges Wachstum, Phosphor für prachtvolle Blüten und Kalium für die allgemeine Gesundheit. Während der Hauptwachstumszeit sollten sie alle 1-2 Wochen mit Flüssigdünger versorgt werden, wobei etwa die Hälfte der empfohlenen Dosierung verwendet wird. Blühpflanzendünger mit hohem Kaliumanteil sind besonders geeignet. Alternativ können Langzeitdünger verwendet werden, die oft nur eine einzige Gabe zu Saisonbeginn erfordern. Organische Dünger wie Hornspäne oder reifer Kompost sind ebenfalls eine hervorragende Option, wirken jedoch langsamer. Bei Überdüngung, insbesondere mit zu viel Stickstoff, können Petunien mehr Blätter als Blüten entwickeln, weshalb eine ausgewogene Nährstoffversorgung wichtig ist.
  4. Warum ist regelmäßiges Ausputzen verblühter Blüten bei Petunien wichtig?
    Das regelmäßige Ausputzen verblühter Blüten ist bei Petunien entscheidend für eine kontinuierliche, üppige Blütenpracht. Verwelkte Blüten sollten regelmäßig entfernt werden, da dies die Bildung neuer Blüten anregt und verhindert, dass die Pflanze ihre Energie in die Samenbildung steckt. Stattdessen wird die gesamte Kraft in die Entwicklung neuer Blütenknospen geleitet. Die verblühten Blüten können einfach mit Daumen und Zeigefinger abgezwickt werden - eine entspannende Tätigkeit an warmen Sommerabenden. Ohne dieses Ausputzen lässt die Blühkraft der Petunien merklich nach und die Pflanzen wirken schnell ungepflegt. Interessanterweise gibt es mittlerweile moderne Petunien-Sorten, die selbstreinigend sind und dieses Ausputzen nicht mehr benötigen, was besonders für Gärtner mit wenig Zeit von Vorteil ist. Diese sogenannten 'self-cleaning' Sorten fallen automatisch ab.
  5. Welche besonderen Pflegemaßnahmen benötigen Hängepetunien in Ampeln?
    Hängepetunien in Ampeln benötigen eine intensivere Pflege als ihre Artgenossen im Beet. Der wichtigste Aspekt ist die Wasserversorgung - sie müssen täglich gegossen werden, bei großer Hitze sogar mehrmals täglich, da die Gefäße schneller austrocknen und rundherum der Luft ausgesetzt sind. Gleichzeitig ist eine gute Drainage unerlässlich, um Staunässe zu vermeiden. Die Nährstoffversorgung sollte alle 1-2 Wochen mit verdünntem Flüssigdünger erfolgen, da die Nährstoffe bei häufigem Gießen schneller ausgewaschen werden. Das regelmäßige Ausputzen verblühter Blüten ist besonders wichtig, um die Neubildung zu fördern. An windigen Standorten empfiehlt es sich, die Ampeln gelegentlich zu drehen, damit die Pflanzen gleichmäßig wachsen. Bei starker Sonneneinstrahlung kann ein leichter Hitzeschutz in den Mittagsstunden hilfreich sein, um ein Vertrocknen der exponierten Triebe zu verhindern.
  6. Worin unterscheiden sich Petunien von Calibrachoa und Zauberglöckchen?
    Petunien und Calibrachoa (auch Zauberglöckchen oder Millionenglocken genannt) gehören zwar beide zur Familie der Nachtschattengewächse, unterscheiden sich jedoch in mehreren wichtigen Aspekten. Der auffälligste Unterschied liegt in der Blütengröße: Petunien haben deutlich größere, trompetenförmige Blüten mit einem Durchmesser von 5-10 cm, während Calibrachoa winzige Blüten von nur 2-3 cm Durchmesser bildet. Calibrachoa produziert dafür eine unglaublich reiche Blütenfülle - daher der Name 'Millionenglocken'. Die Blätter von Calibrachoa sind kleiner und schmaler als die von Petunien. In der Pflege ist Calibrachoa oft pflegeleichter und weniger anfällig für Krankheiten. Während Petunien regelmäßiges Ausputzen benötigen, sind Calibrachoa meist selbstreinigend. Beide eignen sich hervorragend für Ampeln und Balkonkästen, wobei Calibrachoa aufgrund ihrer kleineren Wuchsform besonders für kleinere Gefäße geeignet ist.
  7. Was sind die Unterschiede zwischen großblumigen und kleinblumigen Petunien?
    Großblumige und kleinblumige Petunien unterscheiden sich erheblich in Erscheinungsbild und Eigenschaften. Großblumige Petunien (Grandiflora) bilden prachtvolle, trompetenförmige Einzelblüten mit einem beeindruckenden Durchmesser von 8-10 cm. Sie sind echte Hingucker und eignen sich hervorragend für Beete und größere Balkonkästen, wo sie als Solisten wirken können. Kleinblumige Petunien (Multiflora), oft auch als Calibrachoa bezeichnet, bezaubern hingegen mit einer verschwenderischen Fülle winziger Blüten von nur 2-3 cm Durchmesser. Sie bilden dichte Blütenteppiche und sind besonders pflegeleicht. Während großblumige Sorten regelmäßiges Ausputzen verblühter Blüten benötigen, sind kleinblumige Varianten meist selbstreinigend. Kleinblumige Petunien sind außerdem widerstandsfähiger gegen Wind und Regen und erholen sich schneller von Witterungseinflüssen. Für Ampeln und Hanging Baskets sind kleinblumige Sorten oft die bessere Wahl aufgrund ihrer kompakteren Wuchsform.
  8. Bis wann blühen Petunien und wann endet ihre Blütezeit?
    Petunien haben eine beeindruckend lange Blütezeit, die von Mai bis zum ersten Frost reicht - oft bis in den Oktober hinein. Diese außergewöhnlich lange Blütephase macht sie zu besonders wertvollen Gartenpflanzen für die kontinuierliche Farbgestaltung. Die Blütezeit beginnt normalerweise Ende Mai/Anfang Juni, nachdem die Pflanzen nach den Eisheiligen ausgepflanzt wurden und sich etabliert haben. Im Hochsommer, bei optimaler Pflege mit regelmäßiger Bewässerung und Düngung, erreichen Petunien ihre volle Blütenpracht. Selbst im Herbst blühen sie weiter, solange die Temperaturen über 10°C bleiben. Erst der erste Frost beendet die Blütezeit endgültig. Interessant ist, dass die Blütenbildung bei kühleren Nachttemperaturen im Herbst oft sogar noch einmal intensiviert wird. Mit der richtigen Pflege - regelmäßigem Ausputzen, ausreichender Düngung und Bewässerung - können Gärtner sich somit über fünf Monate lang an der Blütenpracht ihrer Petunien erfreuen.
  9. Wo kann man qualitativ hochwertige Petunien und passendes Gartenzubehör kaufen?
    Qualitativ hochwertige Petunien und das passende Gartenzubehör erhalten Sie am besten bei spezialisierten Gartenfachhändlern, die über entsprechende Expertise verfügen. Etablierte Gartenshops wie samen.de bieten nicht nur ein breites Sortiment an verschiedenen Petunien-Sorten, sondern auch fachkundige Beratung zur optimalen Pflege und Standortwahl. Lokale Gartencenter haben den Vorteil, dass die Pflanzen bereits an das örtliche Klima angepasst sind. Beim Kauf sollten Sie auf kräftige, gesunde Jungpflanzen mit vielen Knospen achten, die noch nicht verblüht sind. Die Pflanzen sollten frei von Schädlingen und Krankheitszeichen sein. Für das passende Gartenzubehör - von hochwertigen Substraten über Langzeitdünger bis hin zu geeigneten Pflanzgefäßen - sind Fachgeschäfte die beste Anlaufstelle. Sie bieten oft auch Komplett-Sets für Petunien-Neulinge an, die alle wichtigen Komponenten für einen erfolgreichen Start enthalten.
  10. Welche Faktoren sollten beim Kauf von Petunien-Jungpflanzen beachtet werden?
    Beim Kauf von Petunien-Jungpflanzen sind mehrere wichtige Qualitätskriterien zu beachten. Wählen Sie kompakte, buschige Pflanzen mit kräftig grünen Blättern und vielen noch geschlossenen Knospen. Vermeiden Sie bereits stark verblühte Exemplare, da diese oft weniger Blühkraft haben. Die Pflanzen sollten keine Anzeichen von Schädlingen wie Blattläuse oder Spinnmilben aufweisen und frei von Krankheitssymptomen wie gelben oder fleckigen Blättern sein. Das Wurzelwerk sollte gut entwickelt, aber nicht völlig durchwurzelt sein - ziehen Sie die Pflanze vorsichtig aus dem Topf und prüfen Sie die weißen, gesunden Wurzeln. Spezialisierte Gartenfachhändler wie samen.de achten auf optimale Aufzuchtbedingungen und bieten oft verschiedene Sorten an. Der richtige Kaufzeitpunkt ist entscheidend: Kaufen Sie nicht zu früh, sondern warten Sie bis nach den Eisheiligen Mitte Mai. Achten Sie auch auf die Sortenbeschreibung, um Pflanzen zu wählen, die für Ihren geplanten Standort geeignet sind.
  11. Welche Rolle spielt der pH-Wert des Bodens für das Wachstum von Petunien?
    Der pH-Wert des Bodens spielt eine entscheidende Rolle für das optimale Wachstum von Petunien. Sie fühlen sich in einem leicht sauren bis neutralen Boden am wohlsten, wobei der ideale pH-Bereich zwischen 6,0 und 7,0 liegt. Bei einem zu hohen pH-Wert (alkalisch) können Petunien wichtige Nährstoffe, insbesondere Eisen, nicht mehr optimal aufnehmen. Dies führt zu einer charakteristischen Gelbfärbung der Blätter, die als Eisenchlorose bekannt ist, während die Blattadern grün bleiben. Ein zu niedriger pH-Wert kann hingegen zu einer Übersäuerung führen und die Verfügbarkeit anderer Nährstoffe beeinträchtigen. In Regionen mit sehr kalkhaltigem Wasser empfiehlt es sich, gelegentlich mit Regenwasser zu gießen oder dem Boden etwas Torf bzw. spezielle Rhododendronerde beizumischen, um den pH-Wert zu senken. Eine Bodenanalyse kann Aufschluss über den aktuellen pH-Wert geben und gezielte Verbesserungsmaßnahmen ermöglichen.
  12. Wie wirken sich verschiedene Substrate auf die Entwicklung von Topfpetunien aus?
    Die Wahl des richtigen Substrats hat enormen Einfluss auf die Entwicklung von Topfpetunien. Hochwertige Balkonblumenerde oder spezielle Petunienerde sind ideal, da sie nährstoffreich sind, Wasser gut speichern können und gleichzeitig durchlässig bleiben. Gewöhnliche Gartenerde ist meist zu schwer und neigt zu Verdichtung, was die Wurzelentwicklung hemmt. Ein gutes Substrat sollte einen pH-Wert zwischen 6,0 und 7,0 haben und bereits mit Langzeitdünger angereichert sein. Die Beimischung von Perlite oder Vermiculit verbessert die Drainage und Belüftung des Wurzelbereichs erheblich. Torfbasierte Substrate haben gute wasserspeichernde Eigenschaften, können aber bei völligem Austrocknen schwer wieder zu befeuchten sein. Kokossubstrat ist eine umweltfreundliche Alternative mit ähnlichen Eigenschaften. Wichtig ist eine gute Balance zwischen Wasserspeicherung und Drainage - das Substrat sollte feucht bleiben können, ohne dass Staunässe entsteht. Eine Drainageschicht am Topfboden aus Blähton unterstützt den Wasserabfluss zusätzlich.
  13. Warum können Petunien bei falscher Düngung mehr Blätter als Blüten entwickeln?
    Bei falscher Düngung, insbesondere bei einer Überversorgung mit Stickstoff, entwickeln Petunien verstärkt Blattmasse auf Kosten der Blütenbildung. Stickstoff ist zwar wichtig für das Pflanzenwachstum, fördert aber primär die Entwicklung von Blättern und Trieben. Wenn das Verhältnis der Nährstoffe nicht stimmt und zu viel Stickstoff im Verhältnis zu Phosphor und Kalium vorhanden ist, investiert die Pflanze ihre Energie vorrangig in vegetatives Wachstum. Phosphor ist hingegen essentiell für die Blütenbildung, während Kalium die allgemeine Pflanzengesundheit und Blühwilligkeit unterstützt. Ein ausgewogener Blühpflanzendünger mit einem NPK-Verhältnis, das weniger Stickstoff und mehr Phosphor und Kalium enthält, ist daher ideal für Petunien. Auch eine zu häufige Düngung kann zu diesem Problem führen. Wenn Petunien bereits zu viel Blattmasse entwickelt haben, sollte die Stickstoffdüngung reduziert und ein phosphorbetonter Dünger verwendet werden, um die Blütenbildung wieder anzuregen.
  14. Welche Auswirkungen haben Temperaturänderungen auf die Blütenbildung von Petunien?
    Temperaturänderungen haben erhebliche Auswirkungen auf die Blütenbildung von Petunien. Diese wärmeliebenden Pflanzen fühlen sich bei Temperaturen zwischen 18 und 25°C am wohlsten und zeigen dann ihre üppigste Blütenpracht. Bei Temperaturen unter 10°C stellen Petunien ihr Wachstum nahezu ein und die Blütenbildung kommt zum Erliegen. Überraschenderweise können kühlere Nachttemperaturen im Herbst die Blütenbildung sogar intensivieren, solange die Tagestemperaturen noch ausreichend warm sind. Extreme Hitze über 30°C kann hingegen Stress verursachen und zu einer vorübergehenden Reduktion der Blütenbildung führen. Plötzliche Temperaturschwankungen, etwa durch späte Fröste im Frühjahr, können die Pflanzen schädigen und die Blütenentwicklung verzögern. Interessant ist, dass verschiedene Petunien-Sorten unterschiedlich auf Temperaturschwankungen reagieren - moderne Züchtungen sind oft toleranter gegenüber kühleren Bedingungen. Eine gleichmäßige Temperatur fördert die kontinuierliche Blütenproduktion am besten.
  15. Wie können Petunien erfolgreich in Balkonkästen kultiviert werden?
    Für die erfolgreiche Kultivierung von Petunien in Balkonkästen sind mehrere Faktoren entscheidend. Wählen Sie einen ausreichend großen Kasten mit mindestens 15-20 cm Tiefe und sorgen Sie für gute Drainagelöcher. Verwenden Sie hochwertige Balkonblumenerde, die bereits mit Langzeitdünger angereichert ist. Der Pflanzabstand sollte 20-25 cm betragen, um den Pflanzen genügend Raum zur Entwicklung zu geben. Hängende Petunien-Sorten eignen sich besonders gut für die Vorderkante des Kastens, während aufrecht wachsende Sorten im hinteren Bereich platziert werden. Die Wasserversorgung ist kritisch - Balkonkästen trocknen schneller aus als Gartenbeete, daher ist tägliches Gießen oft notwendig. Gießen Sie morgens oder abends direkt auf die Erde, nicht auf die Blätter. Eine regelmäßige Düngung alle 2-3 Wochen mit Flüssigdünger erhält die Blühkraft. Das regelmäßige Ausputzen verblühter Blüten und gelegentliche Entspitzen fördern buschiges Wachstum und kontinuierliche Blüte.
  16. Welche Schritte sind bei der Vermehrung von Petunien durch Stecklinge zu beachten?
    Die Vermehrung von Petunien durch Stecklinge erfolgt am besten im Spätsommer und erfordert einige wichtige Schritte. Wählen Sie 8-10 cm lange, nicht blühende Triebspitzen von gesunden Mutterpflanzen aus. Schneiden Sie die Stecklinge mit einem sauberen, scharfen Messer unterhalb eines Blattknotens ab. Entfernen Sie die unteren Blätter, um die Verdunstung zu reduzieren, und belassen Sie nur die oberen 2-4 Blattpaare. Stecken Sie die Stecklinge etwa 3-4 cm tief in feuchte Anzuchterde oder ein Erde-Sand-Gemisch. Wichtig ist eine konstante Temperatur von 18-20°C und hohe Luftfeuchtigkeit. Eine Abdeckung mit durchsichtiger Folie oder einem Vermehrungskasten schafft ideale Bedingungen. Die Bewurzelung dauert normalerweise 2-3 Wochen. Halten Sie das Substrat gleichmäßig feucht, aber vermeiden Sie Staunässe. Nach erfolgter Bewurzelung können die Jungpflanzen schrittweise an normale Bedingungen gewöhnt und später einzeln getopft werden. Diese Methode eignet sich besonders gut zur Erhaltung spezieller Sorten.
  17. Stimmt es, dass Petunien nur einjährig kultiviert werden können?
    Botanisch gesehen sind Petunien mehrjährige Pflanzen, werden aber in unseren Breiten meist als einjährig kultiviert, da sie nicht winterhart sind. Bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt sterben die oberirdischen Pflanzenteile ab. Es ist jedoch durchaus möglich, besonders wertvolle Petunien zu überwintern und mehrjährig zu kultivieren. Dazu müssen die Pflanzen vor dem ersten Frost eingetopft und an einen hellen, kühlen Ort bei 5-10°C gebracht werden - ideal sind unbeheizte Wintergärten, helle Keller oder Garagen. Während der Überwinterung wird das Gießen stark reduziert und nicht gedüngt. Die Pflanzen werden stark zurückgeschnitten und treiben im Frühjahr wieder aus. Diese Methode eignet sich besonders für teure Sorten oder wenn man Mutterpflanzen für die Stecklingsvermehrung benötigt. In milden Weinbaugebieten können einige robuste Sorten sogar mit entsprechendem Winterschutz im Freien überleben. Die meisten Gärtner behandeln Petunien jedoch als einjährige Pflanzen und kaufen jährlich neue Jungpflanzen.
  18. Ab wann können Petunien nach den Eisheiligen ins Freie gepflanzt werden?
    Petunien können erst nach den Eisheiligen, die Mitte Mai enden, sicher ins Freie gepflanzt werden. Die Eisheiligen (11.-15. Mai) markieren traditionell das Ende der Frostgefahr in Mitteleuropa. Da Petunien sehr kälteempfindlich sind und bereits bei Temperaturen um den Gefrierpunkt Schäden davontragen, ist es wichtig, diesen Termin abzuwarten. Nach dem 15. Mai können die Pflanzen dauerhaft ins Freie - sei es ins Gartenbeet, in Balkonkästen oder Kübel. Ungeduldige Gärtner können bereits ab April gekaufte Petunien an warmen, geschützten Tagen ins Freie stellen und nachts wieder hereinholen, um sie langsam zu akklimatisieren. Diese schrittweise Gewöhnung (Abhärtung) macht die Pflanzen robuster. Bei der Auspflanzung sollten die Pflanzen bereits gut durchwurzelt sein und mehrere Knospen zeigen. Ein sonniger bis halbschattiger Standort mit durchlässigem Boden ist ideal. In höheren Lagen oder besonders kalten Regionen kann es sinnvoll sein, noch eine weitere Woche zu warten.
  19. Was unterscheidet Petunien von anderen Sommerblumen wie Begonien oder Lobelien?
    Petunien unterscheiden sich von anderen Sommerblumen in mehreren charakteristischen Eigenschaften. Im Vergleich zu Begonien sind Petunien deutlich sonnenliebender - während Begonien auch halbschattige bis schattige Standorte vertragen, benötigen Petunien mindestens sechs Stunden direkte Sonne für optimale Blütenfülle. Begonien haben fleischige, oft glänzende Blätter, während Petunien weiche, behaarte Blätter besitzen. Lobelien bilden zwar ähnlich kleine Blüten wie kleinblumige Petunien, unterscheiden sich aber durch ihre charakteristische blaue Blütenfarbe und den kompakteren, polsterbildenden Wuchs. Lobelien bevorzugen kühlere Standorte und leiden bei großer Hitze, während Petunien Wärme lieben. In der Pflege sind Petunien anspruchsvoller als viele andere Sommerblumen - sie benötigen regelmäßiges Ausputzen und intensive Düngung. Dafür belohnen sie mit einer außergewöhnlich langen Blütezeit von Mai bis zum Frost. Ihre trompetenförmigen Blüten und die enorme Farbvielfalt machen Petunien zu echten Stars unter den Sommerblumen.
  20. Wie lassen sich Petunien von anderen Balkonblumen abgrenzen und kombinieren?
    Petunien lassen sich sowohl optisch als auch kulturell gut von anderen Balkonblumen abgrenzen und bieten vielfältige Kombinationsmöglichkeiten. Ihre charakteristischen trompetenförmigen Blüten und der oft überhängende Wuchs unterscheiden sie deutlich von aufrecht wachsenden Balkonblumen wie Geranien oder Fuchsien. Ideale Pflanzpartner sind Lobelien mit ihren zarten, blauen Blüten, die einen schönen Kontrast zu leuchtenden Petunien bilden. Verbenen teilen ähnliche Standortansprüche und ergänzen Petunien perfekt in Form und Farbe. Calibrachoa, die 'kleinen Cousins' der Petunien, harmonieren wunderbar und bilden dichte Blütenteppiche. Für strukturelle Abwechslung sorgen aufrecht wachsende Partner wie Schmuckkörbchen oder Begonien in den schattigeren Bereichen. Bei der Farbgestaltung bieten sich sowohl harmonische Kombinationen (weiße Petunien mit blauen Lobelien) als auch kontrastierende Arrangements (rote Petunien mit gelben Tagetes) an. Wichtig ist, dass alle Kombinationspartner ähnliche Licht- und Wasseransprüche haben, um eine gleichmäßige Entwicklung zu gewährleisten.
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