pH-Wert in Universalerde: Bedeutung und Anpassung für optimales Pflanzenwachstum

Der pH-Wert in Universalerde: Ein Schlüsselfaktor für gesunde Pflanzen

Der pH-Wert spielt eine entscheidende Rolle für das Wohlergehen von Pflanzen in Universalerde. Er beeinflusst sowohl die Nährstoffverfügbarkeit als auch das Bodenleben maßgeblich.

Kernpunkte zum pH-Wert in Universalerde

  • Der Idealbereich liegt meist zwischen 5,5 und 7,0
  • Er steuert die Nährstoffaufnahme der Pflanzen
  • Regelmäßige Kontrollen und Anpassungen sind ratsam

Was verbirgt sich hinter dem pH-Wert?

Der pH-Wert gibt Auskunft über den Säure- oder Basengehalt einer Lösung. Die Skala reicht von 0 bis 14, wobei 7 den neutralen Punkt markiert. Niedrigere Werte deuten auf Säure hin, höhere auf Basen. In der Universalerde zeigt der pH-Wert die Konzentration von Wasserstoffionen im Bodenwasser an.

Die Bedeutung des pH-Werts für Pflanzen

Der pH-Wert beeinflusst unmittelbar, welche Nährstoffe Pflanzen aus dem Boden aufnehmen können. Bei zu niedrigen oder zu hohen Werten können bestimmte Nährstoffe für die Wurzeln unerreichbar sein, selbst wenn sie im Boden vorhanden sind. Dies kann zu Mangelerscheinungen führen.

In meinen Anfängen als Hobbygärtnerin hatte ich einmal Schwierigkeiten mit meinen Hortensien. Trotz sorgfältiger Pflege wollten die Blüten partout nicht die gewünschte blaue Farbe annehmen. Erst als ich den pH-Wert der Erde überprüfte und entsprechend anpasste, klappte es endlich mit der ersehnten Blaufärbung.

Typischer pH-Wert-Bereich von Universalerde

Universalerde weist in der Regel einen pH-Wert zwischen 5,5 und 7,0 auf. Dieser Bereich erweist sich für die meisten Gartenpflanzen als optimal. Er ermöglicht eine gute Verfügbarkeit der wichtigsten Nährstoffe und fördert die Aktivität nützlicher Bodenmikroorganismen.

Wie beeinflusst der pH-Wert das Pflanzenwachstum?

Nährstoffverfügbarkeit in Relation zum pH-Wert

Der pH-Wert bestimmt, in welcher Form Nährstoffe im Boden vorliegen und ob Pflanzen sie aufnehmen können. Bei einem pH-Wert zwischen 6,0 und 7,0 sind die meisten Nährstoffe gut verfügbar. Wird der Boden zu sauer oder zu basisch, können Nährstoffe festgelegt oder ausgewaschen werden.

Ein interessantes Beispiel: Bei hohem pH-Wert wird Eisen für Pflanzen schwerer verfügbar. Dies kann zu Chlorose führen - die Blätter vergilben zwischen den Blattadern. Bei zu niedrigem pH-Wert hingegen können Schwermetalle verstärkt aufgenommen werden, was potenziell zu Vergiftungserscheinungen führen kann.

Auswirkungen auf Bodenmikroorganismen

Bodenmikroorganismen spielen eine wichtige Rolle für die Bodenfruchtbarkeit. Sie zersetzen organisches Material und machen Nährstoffe für Pflanzen verfügbar. Die meisten nützlichen Bodenbakterien bevorzugen einen pH-Wert zwischen 6,0 und 7,0. Wird der Boden zu sauer, nimmt ihre Aktivität ab.

Ein Fehler, den ich einmal gemacht habe, war, meinen Kompost mit zu viel Nadelstreu anzureichern. Der pH-Wert sank dadurch stark ab, und die Kompostierung kam fast zum Erliegen. Erst als ich mit Kalk gegensteuerte, nahm der Prozess wieder Fahrt auf.

Einfluss auf die Wurzelentwicklung

Der pH-Wert wirkt sich auch direkt auf das Wurzelwachstum aus. In zu sauren Böden können Aluminiumionen in einer für Pflanzen giftigen Form freigesetzt werden. Dies hemmt das Wurzelwachstum und die Wasseraufnahme. In zu basischen Böden wird dagegen oft die Aufnahme von Spurenelementen wie Eisen, Mangan und Zink erschwert.

Produktbild des Neudorff pH-Bodentests zur Ermittlung des Kalkbedarfs des Bodens mit Darstellung der Verpackung, Inhaltbeuteln, Messröhrchen, destilliertem Wasser und einem Merkblatt.
Zum Produkt

Optimale pH-Wert-Bereiche für verschiedene Pflanzenarten

Nicht alle Pflanzen haben die gleichen Ansprüche an den pH-Wert des Bodens. Man unterscheidet grob drei Gruppen:

Säureliebende Pflanzen

Diese Pflanzen bevorzugen einen pH-Wert zwischen 4,0 und 5,5. Dazu gehören:

  • Rhododendron
  • Azaleen
  • Heidelbeeren
  • Kamelien

Für diese Pflanzen eignet sich spezielle Rhododendronerde besser als normale Universalerde.

Neutrophile Pflanzen

Die meisten Gartenpflanzen gehören zu dieser Gruppe. Sie gedeihen am besten bei einem pH-Wert zwischen 5,5 und 7,0. Dazu zählen:

  • Tomaten
  • Gurken
  • Salate
  • Die meisten Zierpflanzen

Für diese Pflanzen ist Universalerde in der Regel gut geeignet.

Kalkliebende Pflanzen

Diese Pflanzen tolerieren oder bevorzugen sogar leicht basische Böden mit einem pH-Wert über 7,0. Beispiele sind:

  • Kohl
  • Flieder
  • Clematis
  • Viele mediterrane Kräuter wie Thymian und Lavendel

Für diese Pflanzen kann man der Universalerde etwas Kalk beimischen, um den pH-Wert leicht anzuheben.

Als ich vor einigen Jahren begann, mediterrane Kräuter in meinem Garten anzubauen, wuchsen sie zunächst nur kümmerlich. Erst als ich den pH-Wert der Erde etwas erhöhte, zeigten sie ihr volles Aroma und ihre typische Wuchsfreude. Diese Erfahrung hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, die spezifischen Bedürfnisse verschiedener Pflanzenarten zu berücksichtigen.

Die Kenntnis des optimalen pH-Wert-Bereichs für verschiedene Pflanzenarten ist ein wesentlicher Faktor für erfolgreiches Gärtnern. Mit diesem Wissen können Sie die Wachstumsbedingungen für Ihre Pflanzen gezielt optimieren und potenzielle Probleme frühzeitig erkennen und beheben.

Den pH-Wert in Universalerde messen und anpassen

Um gesunde und kräftige Pflanzen zu haben, sollten Sie den pH-Wert Ihrer Universalerde regelmäßig überprüfen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den pH-Wert zu bestimmen - von einfachen Teststreifen bis hin zu professionellen Laboranalysen.

Wie können Sie den pH-Wert messen?

In meiner langjährigen Gartenerfahrung habe ich verschiedene Methoden ausprobiert:

pH-Teststreifen: Schnell, aber nicht besonders genau

Diese Methode ist zwar einfach und günstig, aber ich würde sie nur für eine grobe Einschätzung empfehlen. Sie tauchen den Streifen in eine Mischung aus Erde und Wasser und vergleichen die Farbe mit einer Skala. Für den Hobbygärtner kann das durchaus ausreichen, wenn keine Präzision gefordert ist.

Elektronische pH-Meter: Genauer, aber etwas teurer

Ich persönlich bevorzuge elektronische pH-Meter für regelmäßige Messungen. Sie liefern zuverlässigere Ergebnisse und sind auf lange Sicht eine lohnende Investition. Die Sonde wird direkt in die feuchte Erde gesteckt oder in eine Boden-Wasser-Lösung getaucht.

Professionelle Bodenanalyse: Umfassend, aber aufwendig

Wenn Sie es ganz genau wissen wollen, können Sie eine Bodenprobe an ein Labor schicken. Das ist besonders sinnvoll, wenn Sie eine vollständige Analyse der Bodenbeschaffenheit benötigen. Für die meisten Hobbygärtner ist das jedoch eher übertrieben.

Tipps für eine gute Probenentnahme

Um aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten, sollten Sie bei der Probenentnahme einige Dinge beachten:

  • Nehmen Sie Proben von verschiedenen Stellen des Beetes oder Topfes.
  • Mischen Sie die Proben gut durch.
  • Entfernen Sie grobe Pflanzenreste oder Steine.
  • Bei Topfpflanzen entnehmen Sie die Probe aus der Wurzelzone, etwa 5-10 cm tief.

Was sagen die Messergebnisse aus?

Die meisten Pflanzen mögen es leicht sauer bis neutral, also einen pH-Wert zwischen 6,0 und 7,0. Werte unter 6,0 gelten als sauer, über 7,0 als alkalisch. Aber Vorsicht: Manche Pflanzen haben spezielle Vorlieben. Rhododendren zum Beispiel lieben es richtig sauer, mit einem pH-Wert von 4,5 bis 5,5.

Den pH-Wert anpassen - aber mit Bedacht

Wenn der pH-Wert nicht optimal für Ihre Pflanzen ist, können Sie ihn anpassen. Je nachdem, ob Sie den Wert erhöhen oder senken möchten, gibt es verschiedene Methoden.

Den pH-Wert erhöhen

Kalk: Der Klassiker

Kalk ist das bewährte Mittel, um den pH-Wert zu erhöhen. Es gibt verschiedene Formen:

  • Branntkalk wirkt schnell, kann aber die Wurzeln schädigen, wenn man nicht vorsichtig ist.
  • Gartenkalk oder Dolomitkalk ist pflanzenfreundlicher, braucht aber länger.
  • Algenkalk ist reich an Spurenelementen und besonders gut für Bio-Gärten geeignet.

Als Faustregel gilt: 100 g Kalk pro Quadratmeter erhöhen den pH-Wert um etwa 0,1 Einheiten. Aber Vorsicht, übertreiben Sie es nicht!

Natürliche Alternativen

Es gibt auch andere kalkhaltige Materialien, die Sie verwenden können:

  • Holzasche: Reich an Kalium, aber vorsichtig dosieren.
  • Eierschalen: Fein gemahlen wirken sie langsam, aber nachhaltig.
  • Muschelkalk: Ein natürliches Produkt, das zusätzlich Spurenelemente liefert.

Den pH-Wert senken

Schwefel: Effektiv, aber langsam

Elementarer Schwefel ist sehr wirksam, um den pH-Wert zu senken. Bodenbakterien wandeln ihn in Schwefelsäure um. Die Wirkung tritt langsam ein, hält aber lange an. Etwa 30-50 g Schwefel pro Quadratmeter können den pH-Wert um 0,5 Einheiten senken.

Natürliche saure Materialien

Wenn Sie es lieber natürlich mögen, gibt es einige Alternativen:

  • Torfmoos: Senkt den pH-Wert und verbessert gleichzeitig die Bodenstruktur.
  • Nadelstreu von Kiefern oder Fichten: Wirkt langsam säuernd.
  • Kaffeesatz: Leicht säuernd und reich an Nährstoffen.
  • Essig: Für eine schnelle, aber kurzfristige Wirkung. Vorsichtig dosieren!

Denken Sie daran: Bei der Anpassung des pH-Werts braucht es Geduld. Nehmen Sie Änderungen schrittweise vor und überprüfen Sie regelmäßig den pH-Wert. So schaffen Sie optimale Bedingungen für Ihre Pflanzen in der Universalerde.

In meinem Garten habe ich festgestellt, dass eine ausgewogene Mischung aus verschiedenen Methoden oft am besten funktioniert. Experimentieren Sie ruhig ein bisschen und finden Sie heraus, was für Ihre Pflanzen am besten ist. Mit der Zeit entwickeln Sie ein Gefühl dafür, was Ihre grünen Schützlinge brauchen.

Praktische Tipps zur pH-Wert-Anpassung in Universalerde

Die Anpassung des pH-Werts in Universalerde erfordert etwas Fingerspitzengefühl und Zeit. Hier sind einige bewährte Methoden, die ich im Laufe der Jahre für mich entdeckt habe:

Schrittweise Anpassung

Verändern Sie den pH-Wert lieber langsam und behutsam. Wenn Sie beispielsweise den Wert anheben möchten, arbeiten Sie zunächst nur eine kleine Menge Kalk ein. Nach etwa zwei Wochen sollten Sie dann nachmessen. Diesen Vorgang wiederholen Sie, bis Sie den gewünschten Wert erreicht haben. So vermeiden Sie, dass Sie versehentlich zu viel des Guten tun.

Die Pufferkapazität des Bodens berücksichtigen

Jeder Boden reagiert anders auf pH-Wert-Änderungen. Lehmböden beispielsweise puffern Veränderungen stärker ab als sandige Böden. Das sollten Sie bei der Dosierung von pH-Wert-verändernden Mitteln im Hinterkopf behalten. Es kann durchaus sein, dass Sie bei einem Lehmboden etwas mehr Geduld brauchen oder die Dosis leicht erhöhen müssen.

Regelmäßige Überprüfung und Nachjustierung

Der pH-Wert ist keine statische Größe. Er kann sich im Laufe der Zeit verändern, besonders nach starken Regenfällen oder wenn Sie kräftig gedüngt haben. Daher empfehle ich, regelmäßig zu messen. So können Sie rechtzeitig gegensteuern, wenn sich der Wert in eine unerwünschte Richtung entwickelt.

Besonderheiten bei Topfpflanzen und Containergärten

Wenn Sie Pflanzen in Töpfen oder Containern kultivieren, gelten etwas andere Regeln:

Häufigere pH-Wert-Schwankungen

In begrenzten Erdvolumen können sich pH-Wert-Schwankungen schneller bemerkbar machen. Hier rate ich, den Wert häufiger zu überprüfen, etwa alle vier bis sechs Wochen während der Hauptwachstumszeit.

Qualität des Gießwassers beachten

Das Gießwasser hat einen erstaunlich großen Einfluss auf den pH-Wert. Hartes Wasser kann den Wert nach oben treiben. Bei empfindlichen Pflanzen verwende ich daher oft gesammeltes Regenwasser. Eine Alternative wäre, das Leitungswasser zu entkalken.

Spezielle pH-Wert-angepasste Substrate

Für Topfpflanzen mit besonderen Ansprüchen gibt es spezielle Substrate. Rhododendren oder Heidelbeeren gedeihen beispielsweise besser in sauren Erden mit einem pH-Wert von 4,5 bis 5,5. Diese Spezialerden können eine große Hilfe sein, wenn Sie solche Pflanzen kultivieren möchten.

Langfristige Auswirkungen der pH-Wert-Regulierung

Eine konsequente pH-Wert-Regulierung zahlt sich definitiv aus:

Verbesserung der Bodenstruktur

Ein ausgewogener pH-Wert fördert die Aktivität von Bodenlebewesen. Diese fleißigen Helfer lockern den Boden auf und verbessern seine Struktur. Das Resultat: Der Boden kann Wasser besser speichern und ist besser durchlüftet.

Steigerung der Pflanzengesundheit

Pflanzen, die in einem für sie optimalen pH-Bereich wachsen, sind oft widerstandsfähiger gegen Krankheiten und Schädlinge. Sie entwickeln ein kräftigeres Wurzelsystem und können Nährstoffe besser aufnehmen. Das macht sich in ihrem gesamten Erscheinungsbild bemerkbar.

Optimierung des Ernteertrags

Ein angepasster pH-Wert ermöglicht es den Pflanzen, Nährstoffe optimal zu verwerten. Das führt zu kräftigerem Wachstum und oftmals zu höheren Erträgen. Bei Obstbäumen kann sich die Fruchtqualität spürbar verbessern.

In meinem eigenen Garten habe ich beobachtet, dass besonders Tomaten und Paprika von einer gezielten pH-Wert-Anpassung profitieren. Nachdem ich den zu sauren Boden korrigiert hatte, waren meine Ernten deutlich ertragreicher und die Früchte schmeckten intensiver.

Die langfristige pH-Wert-Regulierung ist ein wichtiger Baustein für einen erfolgreichen Garten. Sie schafft die Grundlage für gesunde, kräftige Pflanzen und gute Ernten. Dabei ist es wichtig, geduldig und konsequent vorzugehen. Mit der Zeit entwickeln Sie ein Gespür dafür, wie Ihre Pflanzen auf Veränderungen reagieren. Es ist ein spannendes Lernfeld, das Ihre Gärtnerfreude sicher bereichern wird.

Typische Stolpersteine bei der pH-Wert-Anpassung

Zu viel des Guten

Manchmal neigt man dazu, den pH-Wert zu schnell ändern zu wollen. Das kann nach hinten losgehen. Zu viel Kalk oder Schwefel auf einmal kann das empfindliche Bodenleben durcheinanderbringen. Besser ist es, in kleinen Schritten vorzugehen und immer wieder zu messen. So vermeidet man böse Überraschungen.

Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen

Der pH-Wert ist wichtig, keine Frage. Aber er ist nicht alles. Auch die Bodenstruktur, der Humusgehalt und die Nährstoffe spielen eine große Rolle. Für gesunde Pflanzen müssen wir das große Ganze im Blick behalten.

Nicht alle Pflanzen ticken gleich

Ein häufiger Irrtum ist es, den Boden-pH pauschal anzupassen. Dabei haben verschiedene Pflanzen ganz unterschiedliche Vorlieben. Rhododendren mögen es beispielsweise sauer, während Kohl eher alkalische Böden bevorzugt. Es lohnt sich, die Bedürfnisse der eigenen Pflanzen genau zu kennen.

Warum der pH-Wert so wichtig für Pflanzen ist

Der pH-Wert ist sozusagen der Dirigent im Orchester der Pflanzennährstoffe. Er bestimmt, welche Nährstoffe die Pflanze leicht aufnehmen kann und welche für sie unerreichbar bleiben. Ein optimaler pH-Wert sorgt dafür, dass die Pflanzen kräftig wachsen und reichlich Früchte tragen.

Aber nicht nur die Pflanzen profitieren von einem ausgewogenen pH-Wert. Er beeinflusst auch die Bodenstruktur und das Bodenleben. Ein guter pH-Wert fördert die Aktivität nützlicher Mikroorganismen. Diese fleißigen Helfer tragen zur Bodengesundheit bei und machen die Pflanzen widerstandsfähiger gegen Krankheiten und Schädlinge.

Regelmäßige Checks sind der Schlüssel

Um von einem optimalen pH-Wert zu profitieren, sollte man ihn regelmäßig überprüfen. Der Wert kann sich im Laufe der Zeit durch verschiedene Faktoren verändern. Eine jährliche Messung im Frühjahr, bevor es mit dem Pflanzen und Düngen losgeht, hat sich bewährt.

Bei der Anpassung ist Geduld gefragt. Änderungen sollten schrittweise vorgenommen werden, damit sich die Pflanzen anpassen können. Nach jeder Korrektur empfiehlt es sich, den pH-Wert erneut zu messen, um zu sehen, ob man auf dem richtigen Weg ist.

Nachhaltige Bodenpflege: Mehr als nur pH-Management

Der pH-Wert ist wichtig, aber für einen wirklich gesunden Garten sollten wir weiter denken. Eine ganzheitliche Herangehensweise berücksichtigt neben dem pH-Wert auch andere Faktoren wie den organischen Gehalt, die Bodenstruktur und die biologische Vielfalt.

Methoden wie Mulchen, Fruchtwechsel und der Einsatz von Gründüngung können die Bodengesundheit langfristig verbessern. Diese Praktiken fördern nicht nur einen stabilen pH-Wert, sondern sorgen auch dafür, dass der Boden Wasser besser speichert, Nährstoffe bereitstellt und weniger anfällig für Erosion ist.

Es geht darum, ein Gleichgewicht zu finden zwischen dem, was die Pflanzen brauchen, und dem, was gut für den Boden ist. Mit diesem Ansatz können wir nicht nur kurzfristig gute Ernten einfahren, sondern auch langfristig die Fruchtbarkeit unseres Bodens erhalten.

Häufig gestellte Fragen zum pH-Wert in Universalerde

Wie oft sollte ich den pH-Wert meiner Universalerde überprüfen?

In der Regel reicht eine jährliche Überprüfung im Frühjahr vor der Pflanzzeit aus. Wenn Sie Ihren Garten intensiv nutzen oder größere Änderungen vorgenommen haben, kann es sinnvoll sein, häufiger zu kontrollieren.

Kann ich den pH-Wert mit Hausmitteln anpassen?

Es gibt tatsächlich einige Hausmittel, die den pH-Wert beeinflussen können. Kaffeesatz macht den Boden etwas saurer, während Holzasche ihn alkalischer macht. Vorsicht ist jedoch geboten: Die Wirkung dieser Mittel ist schwer zu dosieren. Weniger ist hier oft mehr.

Welche Pflanzen reagieren besonders empfindlich auf pH-Wert-Schwankungen?

Rhododendren, Azaleen und Heidelbeeren sind regelrechte pH-Wert-Mimosen. Sie lieben saure Böden und können bei zu hohen pH-Werten Probleme bekommen. Auch viele Gemüsesorten wie Tomaten und Gurken sind auf einen bestimmten pH-Bereich angewiesen, um richtig durchzustarten.

Wie wirkt sich hartes Gießwasser auf den pH-Wert aus?

Hartes Wasser enthält viel Kalk und kann den Boden-pH über die Zeit in die Höhe treiben. Wenn Sie regelmäßig mit hartem Wasser gießen, sollten Sie den Boden öfter checken und gegebenenfalls etwas ansäuern, um im optimalen Bereich zu bleiben.

Kann ein falscher pH-Wert Pflanzenkrankheiten begünstigen?

Ja, ein unpassender pH-Wert kann Pflanzen anfälliger für Krankheiten machen. Er beeinflusst die Nährstoffaufnahme und kann bei Abweichungen vom Optimum zu Mangelerscheinungen führen. Geschwächte Pflanzen sind weniger widerstandsfähig gegen Krankheitserreger und Schädlinge. Zudem können extreme pH-Werte das Wachstum von unerwünschten Mikroorganismen im Boden fördern.

Der pH-Wert: Ein Schlüssel zu gesunden Pflanzen

Der pH-Wert spielt eine wichtige Rolle für gesundes Pflanzenwachstum. Er beeinflusst maßgeblich, wie gut Pflanzen Nährstoffe aufnehmen können und wie aktiv das Bodenleben ist. Mit regelmäßiger Überprüfung und behutsamer Anpassung können wir optimale Bedingungen für unsere grünen Schützlinge schaffen.

Dabei sollten wir jedoch nicht vergessen, dass der pH-Wert nur ein Teil des komplexen Bodenökosystems ist. Eine ganzheitliche Betrachtung und nachhaltige Bodenpflege sind der Schlüssel zu langfristigem Erfolg im Garten. Mit diesem Wissen und etwas Geduld kann jeder Hobbygärtner seinen Pflanzen die besten Voraussetzungen für gesundes Wachstum und reiche Ernte bieten.

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Welcher pH-Wert-Bereich ist für Universalerde optimal?
    Universalerde weist in der Regel einen pH-Wert zwischen 5,5 und 7,0 auf. Dieser Bereich erweist sich für die meisten Gartenpflanzen als optimal, da er eine gute Verfügbarkeit der wichtigsten Nährstoffe ermöglicht und die Aktivität nützlicher Bodenmikroorganismen fördert. Bei einem pH-Wert zwischen 6,0 und 7,0 sind die meisten Nährstoffe am besten verfügbar. Neutrophile Pflanzen wie Tomaten, Gurken, Salate und die meisten Zierpflanzen gedeihen in diesem Bereich besonders gut. Für spezielle Pflanzengruppen können jedoch andere Bereiche optimal sein - säureliebende Pflanzen bevorzugen Werte zwischen 4,0 und 5,5, während kalkliebende Pflanzen auch Werte über 7,0 tolerieren. Eine regelmäßige Überprüfung und behutsame Anpassung des pH-Werts sorgt für optimale Wachstumsbedingungen in der Universalerde.
  2. Wie beeinflusst der pH-Wert die Nährstoffverfügbarkeit für Pflanzen?
    Der pH-Wert bestimmt maßgeblich, in welcher Form Nährstoffe im Boden vorliegen und ob Pflanzen sie aufnehmen können. Bei einem pH-Wert zwischen 6,0 und 7,0 sind die meisten Nährstoffe optimal verfügbar. Wird der Boden zu sauer oder zu basisch, können wichtige Nährstoffe festgelegt oder ausgewaschen werden. Bei hohem pH-Wert wird beispielsweise Eisen für Pflanzen schwerer verfügbar, was zu Chlorose führen kann - die Blätter vergilben zwischen den Blattadern. Bei zu niedrigem pH-Wert können Schwermetalle verstärkt aufgenommen werden, was zu Vergiftungserscheinungen führt. Der pH-Wert wirkt wie ein Dirigent im Orchester der Pflanzennährstoffe und entscheidet, welche Nährstoffe die Pflanze leicht aufnehmen kann und welche unerreichbar bleiben. Selbst bei ausreichend vorhandenen Nährstoffen kann ein ungünstiger pH-Wert zu Mangelerscheinungen führen.
  3. Welche Rolle spielen Bodenmikroorganismen bei der pH-Wert-Regulation?
    Bodenmikroorganismen sind entscheidende Akteure bei der pH-Wert-Regulation im Boden. Die meisten nützlichen Bodenbakterien bevorzugen einen pH-Wert zwischen 6,0 und 7,0 und tragen aktiv zur Stabilisierung dieses Bereichs bei. Sie zersetzen organisches Material und machen Nährstoffe für Pflanzen verfügbar, wobei sie verschiedene Säuren und Basen produzieren. Wird der Boden zu sauer, nimmt ihre Aktivität drastisch ab, was die natürliche pH-Regulierung schwächt. Mikroorganismen wandeln auch zugeführte Materialien um - beispielsweise verwandeln sie elementaren Schwefel in Schwefelsäure, wodurch der pH-Wert gesenkt wird. Ein ausgewogener pH-Wert fördert die Aktivität dieser fleißigen Helfer, die den Boden auflockern, seine Struktur verbessern und für eine bessere Wasserspeicherung und Durchlüftung sorgen. Ohne aktive Bodenmikroorganismen würde das gesamte Bodenökosystem zusammenbrechen.
  4. Warum führt hartes Gießwasser zu pH-Wert-Schwankungen in Topfpflanzen?
    Hartes Gießwasser enthält hohe Konzentrationen an Calciumcarbonat und anderen alkalischen Mineralien, die den pH-Wert der Topferde kontinuierlich nach oben treiben. Bei begrenzten Erdvolumen in Töpfen und Containern wirkt sich diese Veränderung besonders schnell und stark aus, da die Pufferkapazität des Bodens geringer ist als im Freiland. Mit jedem Gießvorgang werden weitere Kalkverbindungen in die Erde eingetragen, die sich akkumulieren und den pH-Wert schrittweise erhöhen. Dies kann besonders problematisch für säureliebende Pflanzen wie Rhododendren oder Heidelbeeren werden, die einen pH-Wert zwischen 4,5 und 5,5 benötigen. Die Lösung liegt in der Verwendung von gesammeltem Regenwasser oder entkalktem Leitungswasser für empfindliche Pflanzen. Eine häufigere pH-Wert-Kontrolle alle vier bis sechs Wochen während der Hauptwachstumszeit ist bei Topfpflanzen ratsam, um rechtzeitig gegensteuern zu können.
  5. Welche besonderen Herausforderungen gibt es bei der pH-Messung in begrenzten Erdvolumen?
    In begrenzten Erdvolumen wie Töpfen und Containern ergeben sich mehrere spezielle Herausforderungen für die pH-Messung. Die Pufferkapazität ist deutlich geringer als im Freiland, wodurch sich pH-Wert-Schwankungen schneller und extremer auswirken können. Lokale Unterschiede im Topf können zu uneinheitlichen Messwerten führen - die oberste Erdschicht kann einen anderen pH-Wert aufweisen als die Wurzelzone. Die begrenzte Erdmenge macht präzise Probenentnahme schwieriger, da bereits kleine Mengen an pH-verändernden Substanzen große Auswirkungen haben können. Düngerreste und Salzansammlungen durch häufiges Gießen können die Messung verfälschen. Zudem ist die Erde oft ungleichmäßig feucht, was elektronische pH-Meter beeinträchtigen kann. Für zuverlässige Ergebnisse sollten mehrere Messungen an verschiedenen Stellen und Tiefen durchgeführt werden, wobei die Proben aus der Wurzelzone etwa 5-10 cm tief entnommen werden sollten.
  6. Worin unterscheidet sich Rhododendronerde von normaler Universalerde bezüglich des pH-Werts?
    Rhododendronerde unterscheidet sich fundamental von normaler Universalerde durch ihren deutlich niedrigeren pH-Wert. Während Universalerde einen pH-Wert zwischen 5,5 und 7,0 aufweist, liegt Rhododendronerde gezielt im sauren Bereich zwischen 4,0 und 5,5. Diese spezielle Zusammensetzung ist für säureliebende Pflanzen wie Rhododendren, Azaleen, Heidelbeeren und Kamelien optimiert. Rhododendronerde enthält meist Torfmoos, Nadelkompost oder andere natürlich saure Materialien, die den niedrigen pH-Wert stabilisieren. Die Pufferkapazität ist speziell darauf ausgelegt, diesen sauren Bereich langfristig zu halten. Normale Universalerde würde diesen Pflanzen schaden, da sie bei höheren pH-Werten wichtige Nährstoffe wie Eisen nicht mehr aufnehmen können. Die Verwendung der falschen Erde kann zu Chlorose und Kümmerwuchs führen. Für säureliebende Pflanzen ist daher der Einsatz spezieller Rhododendronerde unerlässlich, um optimale Wachstumsbedingungen zu gewährleisten.
  7. Welche Unterschiede bestehen zwischen Pflanzenerde und Substrat hinsichtlich pH-Stabilität?
    Pflanzenerde und Substrate unterscheiden sich erheblich in ihrer pH-Stabilität. Hochwertige Pflanzenerde enthält organische Komponenten wie Kompost und Humus, die eine natürliche Pufferkapazität bieten und pH-Schwankungen ausgleichen können. Diese organischen Bestandteile stabilisieren den pH-Wert langfristig durch komplexe biochemische Prozesse. Substrate hingegen bestehen oft aus mineralischen Komponenten wie Perlite, Vermiculite oder Kokosfasern, die eine geringere Pufferkapazität aufweisen. Dadurch reagieren Substrate schneller auf pH-verändernde Einflüsse wie hartes Gießwasser oder Dünger. Torfbasierte Substrate neigen zur Versauerung, während rein mineralische Substrate pH-neutral bis leicht alkalisch sein können. Die geringere pH-Stabilität von Substraten erfordert häufigere Kontrollen und gezieltere Anpassungen. Dafür bieten sie oft bessere Drainage und Belüftung. Die Wahl zwischen Pflanzenerde und Substrat hängt von den spezifischen Anforderungen der Pflanzen und der gewünschten Kontrolle über die Wachstumsbedingungen ab.
  8. Können bestimmte pH-Werte Pflanzenkrankheiten begünstigen?
    Ja, ungünstige pH-Werte können definitiv Pflanzenkrankheiten begünstigen. Ein unpassender pH-Wert schwächt die Pflanzen, da sie Nährstoffe schlechter aufnehmen können, was zu Mangelerscheinungen und reduzierter Widerstandskraft führt. Bei zu sauren Bedingungen können schädliche Aluminiumionen freigesetzt werden, die das Wurzelwachstum hemmen und die Wasseraufnahme beeinträchtigen. Zu basische Böden erschweren die Aufnahme von Spurenelementen wie Eisen, Mangan und Zink, was die Pflanzen anfällig für Chlorose und andere Mangelkrankheiten macht. Extreme pH-Werte können zudem das Wachstum unerwünschter Mikroorganismen im Boden fördern, während nützliche Bodenbakterien in ihrer Aktivität gehemmt werden. Geschwächte Pflanzen sind generell anfälliger für Pilzkrankheiten, Bakterieninfektionen und Schädlingsbefall. Ein optimaler pH-Wert zwischen 6,0 und 7,0 fördert hingegen die Pflanzengesundheit und stärkt die natürlichen Abwehrkräfte gegen Krankheitserreger. Die pH-Wert-Regulierung ist daher ein wichtiger Baustein der vorbeugenden Pflanzenpflege.
  9. Wo kann man zuverlässige pH-Messgeräte für den Gartenbau bestellen?
    Zuverlässige pH-Messgeräte für den Gartenbau erhalten Sie bei spezialisierten Gartenfachhändlern wie samen.de, die eine breite Auswahl an professionellen Messgeräten und Gartenbedarf führen. Elektronische pH-Meter bieten deutlich genauere Ergebnisse als einfache Teststreifen und sind für regelmäßige Messungen eine lohnende Investition. Achten Sie beim Kauf auf Geräte mit einer Genauigkeit von ±0,1 pH-Einheiten und einem Messbereich von 0-14 pH. Wichtige Ausstattungsmerkmale sind wasserfeste Gehäuse, automatische Temperaturkompensation und die Möglichkeit zur Kalibrierung mit Pufferlösungen. Digitale Bodentester, die pH-Wert, Feuchtigkeit und Lichtintensität messen, sind besonders praktisch für Hobbygärtner. Professionelle Anbieter bieten meist auch die passenden Kalibrierlösungen und Ersatzsonden mit an. Online-Fachgeschäfte haben oft detaillierte Produktbeschreibungen und Kundenbewertungen, die bei der Auswahl helfen. Investieren Sie in Qualität - ein gutes pH-Messgerät hält jahrelang und zahlt sich durch präzise Messungen aus.
  10. Welche Gartenkalk-Produkte eignen sich am besten zur pH-Regulierung?
    Für die pH-Regulierung im Garten eignen sich verschiedene Kalk-Produkte, die bei Gartenfachhändlern wie samen.de erhältlich sind. Gartenkalk (Calciumcarbonat) ist die pflanzenfreundlichste Variante, die langsam und nachhaltig wirkt. Dolomitkalk bietet zusätzlich Magnesium und eignet sich besonders für magnesiumarme Böden. Branntkalk wirkt sehr schnell, kann aber bei unsachgemäßer Anwendung Wurzeln schädigen und sollte nur von erfahrenen Gärtnern verwendet werden. Algenkalk ist eine natürliche Alternative, die reich an Spurenelementen ist und sich perfekt für Bio-Gärten eignet. Als Faustregel gilt: 100 g Kalk pro Quadratmeter erhöhen den pH-Wert um etwa 0,1 Einheiten. Die Ausbringung erfolgt am besten im Herbst oder zeitigen Frühjahr, damit der Kalk bis zur Pflanzzeit wirken kann. Hochwertige Gartenkalk-Produkte sind meist fein gemahlen und gleichmäßig in der Wirkung. Eine schrittweise Anpassung über mehrere Saisons ist nachhaltiger als eine einmalige Großbehandlung.
  11. Welcher Zusammenhang besteht zwischen Bodenreaktion und Wurzelentwicklung?
    Die Bodenreaktion beeinflusst die Wurzelentwicklung direkt und nachhaltig. In zu sauren Böden können toxische Aluminiumionen in einer für Pflanzen giftigen Form freigesetzt werden, die das Wurzelwachstum hemmen und zu verkrüppelten, verkürzten Wurzeln führen. Dies beeinträchtigt die Wasser- und Nährstoffaufnahme erheblich. In stark alkalischen Böden wird hingegen die Aufnahme wichtiger Spurenelemente wie Eisen, Mangan und Zink erschwert, was zu schwachem Wurzelwachstum führt. Der optimale pH-Bereich zwischen 6,0 und 7,0 fördert eine gesunde Wurzelarchitektur mit kräftigen Hauptwurzeln und einem dichten Netz aus Feinwurzeln. Bei ausgewogenem pH-Wert können Wurzeln ihre maximale Oberfläche entfalten, was die Effizienz der Nährstoff- und Wasseraufnahme steigert. Zudem wird die symbiotische Beziehung zu Mykorrhiza-Pilzen gefördert, die das effektive Wurzelvolumen vervielfachen. Ein gesundes Wurzelsystem ist die Grundlage für kräftiges Pflanzenwachstum und hohe Erträge im Garten.
  12. Wie wirkt sich die Wasserstoffionenkonzentration auf die Mineralstoffaufnahme aus?
    Die Wasserstoffionenkonzentration, die den pH-Wert bestimmt, hat fundamentalen Einfluss auf die Mineralstoffaufnahme der Pflanzen. Bei hoher H⁺-Konzentration (niedriger pH-Wert) werden viele Nährstoffe in Formen umgewandelt, die für Pflanzenwurzeln schwer zugänglich sind. Phosphor wird beispielsweise bei pH-Werten unter 6,0 an Eisen und Aluminium gebunden und wird dadurch pflanzenverfügbar. Bei niedriger H⁺-Konzentration (hoher pH-Wert) können wichtige Spurenelemente wie Eisen, Mangan und Zink ausfallen und werden für Pflanzen unverfügbar. Die Wasserstoffionen konkurrieren zudem mit anderen Kationen um Austauschplätze an den Bodenteilchen. Im optimalen Bereich um pH 6,5 ist die Ionenaustauschkapazität des Bodens maximal, wodurch Nährstoffe optimal verfügbar sind. Die H⁺-Konzentration beeinflusst auch die Ladung der Wurzeloberflächen und damit die Aufnahmefähigkeit für verschiedene Ionen. Eine ausgewogene Wasserstoffionenkonzentration ist daher essentiell für eine effiziente Mineralstoffversorgung der Pflanzen.
  13. Welche biochemischen Prozesse beeinflussen die Azidität im Gartenboden?
    Verschiedene biochemische Prozesse tragen zur Azidität im Gartenboden bei. Die Zersetzung organischer Substanz durch Mikroorganismen produziert organische Säuren wie Huminsäuren, die den pH-Wert senken. Bei der Nitrifikation wandeln Bodenbakterien Ammonium zu Nitrat um, wobei Wasserstoffionen freigesetzt werden. Die Atmung von Wurzeln und Bodenorganismen produziert Kohlendioxid, das mit Bodenwasser zu Kohlensäure reagiert. Schwefelhaltige Aminosäuren aus abgestorbenen Pflanzenteilen werden zu Schwefelsäure oxidiert. Die Aufnahme von Kationen durch Pflanzenwurzeln führt zur Abgabe von H⁺-Ionen als Ladungsausgleich. Bestimmte Dünger, besonders Ammoniumsulfat, tragen zur Versauerung bei. Niederschläge können bereits vorhandene Säuren konzentrieren und zusätzlich saure Verbindungen einbringen. Pilzaktivität produziert verschiedene organische Säuren als Stoffwechselprodukte. Die natürliche Verwitterung von Mineralien kann sowohl säuernde als auch neutralisierende Effekte haben. Das Gleichgewicht dieser Prozesse bestimmt die langfristige Entwicklung der Bodenazidität.
  14. Wie verändert sich die Alkalität durch verschiedene Kompostierungsmethoden?
    Die Alkalität des Komposts wird stark von der Kompostierungsmethode und den verwendeten Materialien beeinflusst. Heißkompostierung mit ausgewogenem Kohlenstoff-Stickstoff-Verhältnis produziert meist neutralen bis leicht alkalischen Kompost mit pH-Werten zwischen 7,0 und 8,0. Kaltkompostierung führt oft zu saureren Produkten, da organische Säuren langsamer abgebaut werden. Die Zugabe von Kalk während der Kompostierung erhöht die Alkalität dauerhaft, während die Verwendung von viel Laub, besonders Nadeln, zu saureren Kompostergebnissen führt. Aschezugabe aus unbehandeltem Holz steigert die Alkalität erheblich, sollte aber vorsichtig dosiert werden. Grasreste mit hohem Stickstoffgehalt können zu übermäßiger Alkalität führen, wenn das C/N-Verhältnis unausgewogen ist. Bokashi-Fermentation produziert zunächst sauren Kompost, der bei der Nachkompostierung neutraler wird. Regelmäßiges Wenden und ausreichende Belüftung fördern den Abbau organischer Säuren und führen zu weniger sauren Endprodukten. Die pH-Wert-Entwicklung sollte während der Kompostierung überwacht werden, um das gewünschte Endergebnis zu erreichen.
  15. Welche praktischen Schritte sind für eine erfolgreiche Bodenanalyse erforderlich?
    Eine erfolgreiche Bodenanalyse erfordert systematisches Vorgehen in mehreren Schritten. Zunächst sollten Sie repräsentative Bodenproben von verschiedenen Stellen des zu untersuchenden Bereichs entnehmen, dabei grosse Pflanzenreste und Steine entfernen. Die Proben werden gemischt und auf etwa 500g reduziert. Bei der Entnahme ist auf gleichmäßige Tiefe von 10-15cm zu achten, bei Rasenflächen die Grasnarbe entfernen. Die Probe sollte bei Raumtemperatur getrocknet werden, nicht in direkter Sonne oder im Ofen. Für die eigentliche Analyse können Sie pH-Teststreifen, elektronische pH-Meter oder professionelle Laboranalysen nutzen. Bei elektronischen Geräten ist eine Kalibrierung mit Pufferlösungen wichtig. Für umfassende Analysen inkl. Nährstoffgehalt empfiehlt sich ein akkreditiertes Bodenlabor. Die Probenentnahme erfolgt am besten im Frühjahr vor der Düngung oder im Herbst. Dokumentieren Sie Standort, Datum und bisherige Behandlung für eine aussagekräftige Interpretation der Ergebnisse. Wiederholen Sie die Analyse alle 2-3 Jahre für optimale Bodengesundheit.
  16. Wie führt man eine korrekte pH-Messung bei verschiedenen Bodenbeschaffenheiten durch?
    Die korrekte pH-Messung variiert je nach Bodenbeschaffenheit und erfordert angepasste Vorgehensweisen. Bei lehmigen Böden ist eine Boden-Wasser-Suspension im Verhältnis 1:2 ideal - ein Teil Erde mit zwei Teilen destilliertem Wasser mischen, 30 Minuten stehen lassen und dann messen. Sandige Böden benötigen oft ein Verhältnis von 1:3, da sie weniger Pufferkapazität haben. Bei humusreichen Böden kann eine 1:1 Mischung ausreichen. Die Bodenprobe sollte zunächst getrocknet und gesiebt werden, um gleichmäßige Ergebnisse zu erzielen. Bei elektronischen pH-Metern ist die Kalibrierung mit pH 4,0 und pH 7,0 Pufferlösungen essentiell. Tonböden erfordern längere Wartezeiten bis sich das Gleichgewicht einstellt. Bei sehr organischen Böden können Huminsäuren die Messung beeinflussen - hier sind mehrere Messungen an verschiedenen Stellen ratsam. Die Wassertemperatur sollte Raumtemperatur haben, da Temperaturänderungen die Messung verfälschen. Für Topferde genügt oft direktes Einstechen der Sonde nach leichtem Anfeuchten. Reinigen Sie die Elektroden zwischen den Messungen gründlich.
  17. Sind Kaffeesatz und Holzasche tatsächlich wirksame Hausmittel zur pH-Regulierung?
    Kaffeesatz und Holzasche sind tatsächlich wirksame, wenn auch begrenzt einsetzbare Hausmittel zur pH-Regulierung. Kaffeesatz senkt den pH-Wert leicht und liefert zusätzlich Stickstoff, Phosphor und Kalium. Der säuernde Effekt ist jedoch gering und eignet sich hauptsächlich für eine sanfte Anpassung bei leicht zu alkalischen Böden. Kaffeesatz sollte kompostiert oder dünn eingearbeitet werden, da frischer Satz zu sauer sein kann und Schimmelbildung fördern könnte. Holzasche von unbehandeltem Holz wirkt stark alkalisch und kann den pH-Wert deutlich erhöhen. Sie enthält wertvolles Kalium und Spurenelemente. Allerdings ist die Dosierung schwierig - bereits kleine Mengen können große pH-Änderungen bewirken. Maximum 100g pro Quadratmeter pro Jahr sollten nicht überschritten werden. Asche von behandeltem Holz oder Kohle darf nicht verwendet werden wegen Schadstoffen. Beide Hausmittel sind nachhaltiger als kommerzielle Produkte, erfordern aber mehr Erfahrung bei der Anwendung. Für präzise pH-Korrekturen sind kommerzielle pH-Regulatoren zuverlässiger und besser dosierbar.
  18. Gibt es regionale Unterschiede bei der pH-Wert-Behandlung in verschiedenen Klimazonen?
    Ja, regionale Unterschiede erfordern angepasste pH-Wert-Behandlung in verschiedenen Klimazonen. In niederschlagsreichen Gebieten werden Nährstoffe und Kalk verstärkt ausgewaschen, was zu natürlicher Bodenversauerung führt. Hier sind regelmäßige Kalkgaben und häufigere pH-Kontrollen notwendig. Trockene Klimazonen neigen zu höheren pH-Werten durch geringere Auswaschung und höhere Verdunstung, die Salze konzentriert. In diesen Regionen kann Schwefel zur pH-Senkung erforderlich sein. Mediterrane Gebiete mit kalkhaltigen Böden erfordern oft eine Ansäuerung für optimales Pflanzenwachstum. In Küstenregionen können salzhaltige Winde den pH-Wert beeinflussen. Kontinentale Klimazonen mit großen Temperaturschwankungen zeigen stärkere saisonale pH-Variationen. Industriegebiete mit sauren Niederschlägen benötigen verstärkte Kalkung. Gebirgsregionen haben oft natürlich saure Böden durch Nadelstreu und hohe Niederschläge. Die Wahl der pH-Regulierungsstrategie sollte daher immer die lokalen Klimabedingungen, die natürliche Bodenbeschaffenheit und die vorherrschenden Niederschlagsmuster berücksichtigen. Erfahrungsaustausch mit örtlichen Gärtnern und Beratungsstellen ist dabei wertvoll.
  19. Was unterscheidet den Säuregrad von der allgemeinen Bodenreaktion?
    Der Säuregrad ist ein spezifischer Aspekt der allgemeinen Bodenreaktion und beschreibt die Konzentration freier Wasserstoffionen im Boden. Die Bodenreaktion umfasst dagegen das gesamte Säure-Base-System des Bodens, einschließlich der Pufferkapazität und der verschiedenen Pufferverbindungen. Säuregrad wird direkt durch den pH-Wert gemessen und zeigt die aktuelle Azidität an. Die allgemeine Bodenreaktion berücksichtigt zusätzlich die potenzielle Azidität - also die Menge an Säuren, die bei Änderungen der Bodenbedingungen freigesetzt werden können. Diese ist besonders bei humusreichen Böden relevant, da organische Verbindungen als Säurereservoir fungieren können. Der Säuregrad kann kurzfristig durch Düngung oder Niederschläge schwanken, während die Bodenreaktion langfristig durch die Gesamtheit der Bodeneigenschaften bestimmt wird. Praktisch bedeutet das: Ein Boden kann aktuell einen neutralen pH-Wert haben, aber aufgrund seiner Zusammensetzung langfristig zur Versauerung neigen. Die Bestimmung beider Parameter ist wichtig für eine fundierte Bodenbeurteilung und gezielte Düngungsstrategien.
  20. Wie grenzt sich der Basengehalt vom generellen pH-Wert-Konzept ab?
    Der Basengehalt unterscheidet sich fundamental vom pH-Wert-Konzept, obwohl beide miteinander zusammenhängen. Der pH-Wert misst die aktuelle Wasserstoffionenkonzentration und gibt damit den momentanen Säure-Base-Zustand der Bodenlösung wieder. Der Basengehalt hingegen beschreibt die Gesamtmenge an basischen Kationen wie Calcium, Magnesium, Kalium und Natrium, die an den Bodenteilchen gebunden sind. Diese Basen bilden das Puffersystem des Bodens und bestimmen seine langfristige pH-Stabilität. Ein Boden kann theoretisch einen neutralen pH-Wert haben, aber einen niedrigen Basengehalt aufweisen, was bedeutet, dass er bei Belastung schnell versauert. Umgekehrt kann ein basenreicher Boden vorübergehend sauer reagieren, aber durch seine Pufferkapazität schnell zum neutralen Bereich zurückkehren. Die Basensättigung - der Anteil der basischen Kationen an der gesamten Kationenaustauschkapazität - ist ein wichtiger Bodenparameter für die Fruchtbarkeit. Für optimale Pflanzenernährung sind sowohl ein ausgewogener pH-Wert als auch ein ausreichender Basengehalt erforderlich.
Bitte geben Sie die Zeichenfolge in das nachfolgende Textfeld ein.

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Zur Kategorie Universalerden
Topseller
Produktbild von COMPO BIO Universal-Erde torffrei 40l mit Angaben zu 100 Prozent torffrei und Bio-Siegel für Garten- und Balkonpflanzen. COMPO BIO Universal-Erde torffrei 40l
Inhalt 40 Liter (0,55 € * / 1 Liter)
21,99 € *
Produktbild von Cuxin DCM Aktiv-Erde Haus & Garten 10l Verpackung mit Pflanzenbild und Produktinformationen in deutscher Sprache. Cuxin DCM Aktiv-Erde Haus & Garten 10l
Inhalt 10 Liter (0,95 € * / 1 Liter)
9,49 € *
Produktbild von COMPO BIO Universal-Erde torffrei 7, 5, l mit verschiedenen Garten- und Balkonpflanzen im Hintergrund und Hinweisen auf 100 Prozent Torffreiheit sowie Umweltaspekten der Verpackung. COMPO BIO Universal-Erde torffrei 7,5l
Inhalt 7.5 Liter (1,47 € * / 1 Liter)
10,99 € *
Produktbild von Substral Naturen Universalerde Verpackung mit der Aufschrift torffrei und Angaben zu biologischem Dünger sowie regionalen Rohstoffen in 5l Beutel. Substral Naturen Universalerde 5l
Inhalt 5 Liter (1,90 € * / 1 Liter)
9,49 € *
Produktbild von COMPO BIO Universal-Erde torffrei mit Darstellung verschiedener Pflanzen und Gemüsesorten sowie Informationen zu Inhaltsstoffen und Verpackung auf Deutsch. COMPO BIO Universal-Erde torffrei 20l
Inhalt 20 Liter (0,80 € * / 1 Liter)
15,99 € *
Passende Artikel
Produktbild von Substral Naturen Universalerde Verpackung mit der Aufschrift torffrei und Angaben zu biologischem Dünger sowie regionalen Rohstoffen in 5l Beutel. Substral Naturen Universalerde 5l
Inhalt 5 Liter (1,90 € * / 1 Liter)
9,49 € *
Produktbild von COMPO BIO Universal-Erde torffrei mit Darstellung verschiedener Pflanzen und Gemüsesorten sowie Informationen zu Inhaltsstoffen und Verpackung auf Deutsch. COMPO BIO Universal-Erde torffrei 20l
Inhalt 20 Liter (0,80 € * / 1 Liter)
15,99 € *
Produktbild von Cuxin DCM Aktiv-Erde Haus & Garten 10l Verpackung mit Pflanzenbild und Produktinformationen in deutscher Sprache. Cuxin DCM Aktiv-Erde Haus & Garten 10l
Inhalt 10 Liter (0,95 € * / 1 Liter)
9,49 € *
Produktbild des Neudorff pH-Bodentests zur Ermittlung des Kalkbedarfs des Bodens mit Darstellung der Verpackung, Inhaltbeuteln, Messröhrchen, destilliertem Wasser und einem Merkblatt. Neudorff pH-Bodentest
Inhalt 1 Stück
6,99 € *
Produktbild von COMPO BIO Universal-Erde torffrei 40l mit Angaben zu 100 Prozent torffrei und Bio-Siegel für Garten- und Balkonpflanzen. COMPO BIO Universal-Erde torffrei 40l
Inhalt 40 Liter (0,55 € * / 1 Liter)
21,99 € *
Produktbild von COMPO BIO Universal-Erde torffrei 7, 5, l mit verschiedenen Garten- und Balkonpflanzen im Hintergrund und Hinweisen auf 100 Prozent Torffreiheit sowie Umweltaspekten der Verpackung. COMPO BIO Universal-Erde torffrei 7,5l
Inhalt 7.5 Liter (1,47 € * / 1 Liter)
10,99 € *
Produktbild von Oscorna Algenkalk in einem 25kg weißen Sack mit Markenlogo und Produktbeschreibung Kohlensaurer Kalk aus Meeresalgen für gesunde biologisch aktive Böden. Oscorna Cohrs-Algenkalk 25kg
Inhalt 25 Kilogramm (2,16 € * / 1 Kilogramm)
53,99 € *
Produktbild von Kiepenkerl Mega-Pack mit 30 Iris hollandica Schwertlilien in verschiedenen Farben, Informationen zum Standort und Wuchshöhe sowie dem Logo von Kiepenkerl. Kiepenkerl Mega-Pack Holländische Schwertlilie...
Inhalt 30 Stück (0,16 € * / 1 Stück)
4,89 € *