Rasenduengung und Bodenanalyse: Wie Sie den Naehrstoffbedarf Ihres Rasens genau bestimmen

Bodenanalyse: Fundament für einen gesunden Rasen

Ein sattgrüner, dichter Rasen ist das Ziel vieler Gartenbesitzer. Der Weg dorthin führt über eine oft unterschätzte Maßnahme: die Bodenanalyse.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Bodenanalysen liefern wichtige Infos über Nährstoffe und pH-Wert
  • Regelmäßige Untersuchungen optimieren die Rasenpflege
  • Probenentnahme ist im Frühjahr oder Herbst am sinnvollsten
  • Einfache Durchführung mit den richtigen Werkzeugen

Warum eine Bodenanalyse für Ihren Rasen so wichtig ist

Ihr Rasen benötigt, ähnlich wie ein Heranwachsender, die richtigen Nährstoffe in der richtigen Menge, um gesund zu wachsen. Eine Bodenanalyse gibt Aufschluss darüber, was Ihr Rasen zum Gedeihen benötigt.

Was genau ist eine Bodenanalyse?

Bei einer Bodenanalyse werden Bodenproben im Labor untersucht. Dabei werden der pH-Wert und die Konzentrationen verschiedener Nährstoffe ermittelt. Diese Informationen sind äußerst wertvoll für jeden, der einen prächtigen Rasen haben möchte.

Bedeutung für die Rasenpflege

Ohne Bodenanalyse fehlt Ihnen wichtiges Wissen. Sie könnten Ihren Rasen überdüngen oder ihm wichtige Nährstoffe vorenthalten. Eine Analyse hilft Ihnen, gezielt zu handeln und Ihrem Rasen genau das zu geben, was er braucht.

Wie oft sollten Sie eine Bodenanalyse durchführen?

Als Faustregel gilt: Alle drei bis vier Jahre ist eine Bodenanalyse sinnvoll. Bei Probleme mit dem Rasen oder nach größeren Veränderungen im Garten kann eine häufigere Untersuchung ratsam sein.

So bereiten Sie sich auf die Bodenanalyse vor

Der richtige Zeitpunkt für die Probenentnahme

Die beste Zeit für eine Bodenanalyse ist entweder im Frühjahr vor der Wachstumsperiode oder im Herbst nach der letzten Mahd. Vermeiden Sie die Probenentnahme direkt nach einer Düngung oder bei extrem nassem oder trockenem Boden.

Diese Werkzeuge und Materialien benötigen Sie

Für die Probenentnahme brauchen Sie nicht viel:

  • Einen sauberen Spaten oder Bohrstock
  • Saubere Eimer oder Schüsseln
  • Plastiktüten zur Aufbewahrung der Proben
  • Etiketten und einen wasserfesten Stift

Die richtigen Stellen für die Probenentnahme finden

Wählen Sie mehrere repräsentative Stellen in Ihrem Rasen aus. Vermeiden Sie Bereiche nahe Bäumen, Sträuchern oder Gebäuden. Auch Stellen, an denen kürzlich gedüngt wurde oder Dünger verschüttet wurde, sind tabu. Nehmen Sie Proben aus verschiedenen Tiefen, idealerweise bis zu 10 cm tief.

Mit diesen Vorbereitungen sind Sie gut gerüstet, um Ihren Rasen gründlich zu untersuchen. Eine sorgfältige Bodenanalyse ist der erste Schritt zu einem Rasen, der Sie und Ihre Nachbarn begeistern wird.

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Durchführung der Bodenanalyse: So geht's richtig

Eine Bodenanalyse ist grundlegend für einen gesunden Rasen. Hier erfahren Sie, wie man sie korrekt durchführt.

Anleitung zur Probenentnahme

Beginnen Sie mit einem Spaten und einem sauberen Eimer. Teilen Sie Ihren Rasen gedanklich in Bereiche ein und entnehmen Sie aus jedem eine Probe für einen guten Durchschnitt.

  • Stechen Sie mit dem Spaten 10-15 cm tief in den Boden
  • Heben Sie ein kleines Stück Erde heraus
  • Entfernen Sie Gras und Wurzeln
  • Geben Sie die Probe in den Eimer
  • Wiederholen Sie das an 10-15 verschiedenen Stellen

Mischen Sie alle Proben gut durch. Davon benötigen Sie etwa 500 Gramm für die Analyse.

Richtige Verpackung und Lagerung der Proben

Die korrekte Verpackung ist entscheidend für genaue Ergebnisse. Verwenden Sie einen sauberen Plastikbeutel oder eine Dose. Die Probe sollte luftdicht verschlossen und kühl gelagert werden. Beschriften Sie den Behälter mit Datum und Entnahmeort.

Bei hohen Temperaturen empfiehlt sich eine Kühltasche, um die Aktivität der Mikroorganismen zu begrenzen und präzise Ergebnisse zu gewährleisten.

Auswahl eines geeigneten Labors

Wählen Sie ein Labor, das auf Bodenanalysen für Rasen spezialisiert ist. Erkundigen Sie sich nach Referenzen oder Erfahrungen mit Rasenflächen in Ihrer Region. Einige Labore bieten spezielle Pakete für Hobbygärtner an.

Ein Rat aus der Praxis: Qualität lohnt sich oft. Gute Labore liefern nicht nur Zahlen, sondern auch hilfreiche Erklärungen zur Interpretation.

Interpretation der Analyseergebnisse: Was sagen die Zahlen aus?

Die Ergebnisse sind eingetroffen – doch was bedeuten sie? Lassen Sie uns gemeinsam die Daten entschlüsseln.

Verstehen des pH-Werts und dessen Bedeutung

Der pH-Wert zeigt an, ob der Boden sauer, neutral oder alkalisch ist. Für einen Rasen ist ein pH-Wert zwischen 5,5 und 7,0 optimal. In diesem Bereich können die Gräser Nährstoffe am besten aufnehmen.

  • pH unter 5,5: zu sauer, Kalk könnte helfen
  • pH über 7,0: zu alkalisch, eventuell Schwefel einarbeiten

Beachten Sie: Ändern Sie den pH-Wert nur langsam, um die Pflanzen nicht zu stressen.

Analyse der Makronährstoffe (N, P, K)

N, P und K sind die Hauptakteure in der Rasenernährung:

  • N (Stickstoff): Fördert das Wachstum. Zu wenig führt zu blassem Gras, zu viel begünstigt Pilzbefall.
  • P (Phosphor): Wichtig für starke Wurzeln. Mangel führt zu schwachem Wachstum.
  • K (Kalium): Erhöht die Widerstandsfähigkeit gegen Trockenheit und Kälte.

Das ideale Verhältnis variiert je nach Rasensorte und Jahreszeit. Im Frühjahr ist oft mehr Stickstoff nötig, im Herbst mehr Kalium.

Bedeutung von Mikronährstoffen

Mikronährstoffe sind in kleinen Mengen wichtig für Ihren Rasen. Eisen sorgt für sattes Grün, Mangan unterstützt die Fotosynthese.

Ein Mangel an Mikronährstoffen zeigt sich oft durch ungewöhnliche Verfärbungen oder Wachstumsstörungen. Die meisten Böden sind gut mit Mikronährstoffen versorgt, dennoch lohnt sich ein genauer Blick.

Erkennen von Nährstoffmängeln oder Überschüssen

Nährstoffmängel und -überschüsse können ähnliche Symptome aufweisen. Ein gelblicher Rasen kann Stickstoffmangel bedeuten - oder Eisenmangel. Oder zu viel Phosphor, der das Eisen blockiert.

Die Bodenanalyse gibt Aufschluss über den genauen Zustand. Einige typische Anzeichen:

  • Hellgrünes oder gelbliches Gras: oft Stickstoffmangel
  • Violette Blattunterseiten: kann Phosphormangel sein
  • Braune Blattränder: eventuell Kaliummangel
  • Dunkles, fast bläuliches Grün: möglicherweise Phosphorüberschuss

Beachten Sie: Blindes Düngen nach Symptomen kann kontraproduktiv sein. Die Bodenanalyse bietet Sicherheit.

Mit diesen Informationen können Sie Ihren Rasen besser verstehen und pflegen. Ein gesunder Rasen beginnt im Boden. Eine gründliche Analyse und Interpretation legt den Grundstein für einen prächtigen Rasen.

Den Nährstoffbedarf Ihres Rasens präzise ermitteln

Nach der Bodenanalyse ist es wichtig, den tatsächlichen Nährstoffbedarf Ihres Rasens zu bestimmen. Dies hilft, Ihren Rasen optimal zu versorgen und Überdüngung zu vermeiden.

Berechnung der benötigten Nährstoffmengen

Die Interpretation der Analyseergebnisse bildet die Grundlage für die Berechnung der benötigten Nährstoffe. Hierbei sind vor allem die Hauptnährstoffe Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K) relevant. Je nach Bodentyp und aktuellem Nährstoffgehalt variiert der Bedarf:

  • Stickstoff: Etwa 15-25 g pro m² und Jahr
  • Phosphor: Circa 5-10 g pro m² und Jahr
  • Kalium: Ungefähr 10-20 g pro m² und Jahr

Diese Werte sind Richtwerte. Der tatsächliche Bedarf hängt von verschiedenen Faktoren ab, die wir genauer betrachten.

Berücksichtigung von Rasensorte und Nutzungsintensität

Die Rasensorte und die Nutzungsintensität beeinflussen den Nährstoffbedarf erheblich. Ein Zierrasen hat andere Ansprüche als ein stark beanspruchter Spielrasen. Sportrasen benötigen in der Regel mehr Nährstoffe als extensiv genutzte Flächen. Bei intensiver Nutzung kann der Stickstoffbedarf auf bis zu 30 g pro m² und Jahr steigen.

Einfluss von Klima und Bodenbeschaffenheit

Äußere Faktoren spielen eine wichtige Rolle. In Regionen mit viel Niederschlag kann es zu einer Auswaschung von Nährstoffen kommen, was einen erhöhten Bedarf zur Folge hat. Sandige Böden halten Nährstoffe schlechter als lehmige Böden. In trockenen, heißen Sommern ist der Nährstoffbedarf oft geringer, da das Wachstum verlangsamt ist.

Beobachten Sie Ihren Rasen genau. Wenn er trotz regelmäßiger Düngung blass oder gelblich wirkt, könnte dies auf einen Nährstoffmangel hindeuten. Andererseits kann übermäßiges Wachstum ein Zeichen für zu viel Stickstoff sein.

Den richtigen Rasendünger auswählen

Nach der Ermittlung des Nährstoffbedarfs geht es an die Auswahl des passenden Düngers.

Organische vs. mineralische Dünger

Wir unterscheiden zwischen organischen und mineralischen Düngern. Organische Dünger, wie Kompost oder Hornspäne, wirken langsamer, fördern aber das Bodenleben. Mineralische Dünger wirken schneller, können aber bei unsachgemäßer Anwendung das Bodenleben beeinträchtigen.

Eine Kombination aus beiden kann vorteilhaft sein. Im Frühjahr eignet sich ein mineralischer Dünger für den schnellen Wachstumsschub, im Sommer bieten sich organische Varianten für eine nachhaltige Bodenverbesserung an.

NPK-Verhältnisse verstehen

Auf Düngerpaketen finden Sie oft drei Zahlen, z.B. 15-5-10. Diese stehen für das NPK-Verhältnis (Stickstoff-Phosphor-Kalium). Ein ausgewogenes Verhältnis für viele Rasen liegt bei etwa 3-1-2. Allerdings sollten Sie dies an Ihre spezifischen Bodenergebnisse anpassen.

Spezielle Dünger für verschiedene Jahreszeiten

Je nach Jahreszeit hat Ihr Rasen unterschiedliche Bedürfnisse:

  • Frühling: Hoher Stickstoffanteil für kräftiges Wachstum
  • Sommer: Ausgewogene Nährstoffversorgung
  • Herbst: Erhöhter Kaliumanteil für bessere Frostresistenz

Es gibt spezielle Frühlings-, Sommer- und Herbstdünger, die auf diese Bedürfnisse abgestimmt sind.

Umweltfreundliche Düngeoptionen

Umweltfreundliche Düngemethoden gewinnen an Bedeutung. Langsam freisetzende Dünger (slow-release) minimieren das Risiko der Auswaschung. Auch organische Alternativen wie Algenkalk oder fermentierte Pflanzenextrakte werden häufiger verwendet.

Ein interessanter Ansatz ist die Verwendung von Brennnesseljauche als natürlicher Dünger. Trotz des Geruchs kann sie positive Effekte auf den Rasen und die Umwelt haben.

Ein gesunder Rasen beginnt mit einem gesunden Boden. Mit der richtigen Düngerstrategie, basierend auf Ihrer Bodenanalyse, schaffen Sie die Grundlage für einen robusten und schönen Rasen, der lange Freude bereitet.

Erstellung eines Düngeplans

Zeitpunkt und Häufigkeit der Düngung

Eine effektive Rasendüngung erfordert die richtige Zeitplanung. Üblicherweise erfolgt eine Düngung im Frühjahr, wenn der Rasen aus der Winterruhe erwacht. Eine zweite Gabe folgt oft im Frühsommer, mit einer letzten Düngung im Spätsommer oder Frühherbst. Beachten Sie die Wetterbedingungen – bei Trockenheit oder extremer Hitze ist es ratsam, die Düngung zu verschieben.

Berechnung der Aufwandmenge

Die benötigte Düngermenge hängt von der Rasenfläche, dem Nährstoffbedarf und der Konzentration des gewählten Düngers ab. Eine gängige Empfehlung: Pro Quadratmeter Rasenfläche werden jährlich etwa 30 bis 50 Gramm Stickstoff benötigt. Die genaue Menge sollte anhand der Bodenanalyse und der Herstellerangaben des Düngers ermittelt werden.

Methoden der Düngerausbringung

Für eine gleichmäßige Verteilung des Düngers gibt es verschiedene Optionen. Handstreuer eignen sich für kleine Flächen, während Schleuderstreuer oder Walzenstreuer für größere Rasenflächen praktischer sind. Bei flüssigen Düngern kommen oft Sprühsysteme zum Einsatz. Nach der Ausbringung empfiehlt sich eine gründliche Bewässerung, um den Dünger in den Boden einzuarbeiten.

Nachhaltige Rasenpflege über die Düngung hinaus

Bedeutung von Bodenverbesserung

Nachhaltige Rasenpflege umfasst mehr als nur Düngung. Die Verbesserung der Bodenstruktur ist wesentlich. Regelmäßiges Vertikutieren und Aerifizieren fördert die Durchlüftung des Bodens und unterstützt das Wurzelwachstum. Die Zugabe von organischem Material wie Kompost kann die Bodenqualität langfristig verbessern.

Mähen und Bewässerung im Kontext der Nährstoffversorgung

Die Mähtechnik beeinflusst die Nährstoffaufnahme des Rasens. Ein zu kurzer Schnitt kann die Gräser belasten und ihren Nährstoffbedarf erhöhen. Eine bewährte Praxis: Nie mehr als ein Drittel der Halmlänge auf einmal kürzen. Bei der Bewässerung gilt: Ein gründliches Wässern in größeren Abständen fördert tiefes Wurzelwachstum und macht den Rasen widerstandsfähiger gegen Trockenheit.

Natürliche Methoden zur Förderung der Bodengesundheit

Neben der klassischen Düngung existieren zahlreiche natürliche Methoden zur Förderung der Bodengesundheit. Das Mulchen mit Rasenschnitt liefert dem Boden organisches Material zurück. Die Ansiedlung von Bodenmikroorganismen durch spezielle Präparate kann das Bodenleben aktivieren. Auch der Einsatz von Kräutertees oder Brennnesseljauche als natürliche Dünger gewinnt an Popularität.

Grüne Weisheit: Erfolgreiche Rasenpflege

Effektive Rasenpflege erfordert Geduld und Wissen. Eine regelmäßige Bodenanalyse bildet die Basis für einen gesunden, vitalen Rasen. Sie ermöglicht eine präzise Abstimmung der Nährstoffzufuhr auf die tatsächlichen Bedürfnisse des Grüns. Ein durchdachter Düngeplan, der Zeitpunkt, Menge und Methode der Düngung berücksichtigt, ist für den Erfolg unerlässlich.

Ein schöner Rasen resultiert aus einem ganzheitlichen Pflegeansatz, der Bodengesundheit, Mähtechnik und Bewässerung einschließt. Die Integration natürlicher Methoden in die Pflegeroutine fördert nicht nur einen ästhetisch ansprechenden Rasen, sondern auch ein gesundes Ökosystem im Garten.

Ziel ist es, im Einklang mit der Natur zu arbeiten. Ein gepflegter Rasen erfreut nicht nur das Auge, sondern trägt auch zur Biodiversität in unserem unmittelbaren Umfeld bei. Mit fundiertem Wissen und Engagement kann jeder Gartenbesitzer seinen Traum vom perfekten Grün verwirklichen – nachhaltig und naturrespektierend.

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Was versteht man unter einer Bodenanalyse für den Rasen und warum ist sie so wichtig?
    Eine Bodenanalyse für den Rasen ist eine Laboruntersuchung von Bodenproben, die den pH-Wert und die Konzentrationen verschiedener Nährstoffe ermittelt. Sie bildet das Fundament für einen gesunden, sattgrünen Rasen, da sie Aufschluss darüber gibt, was der Rasen zum optimalen Gedeihen benötigt. Ohne Bodenanalyse fehlt wichtiges Wissen – Sie könnten Ihren Rasen überdüngen oder ihm wichtige Nährstoffe vorenthalten. Die Analyse ermöglicht eine gezielte Düngung und Pflege, anstatt nach dem Zufallsprinzip zu handeln. Sie hilft dabei, Nährstoffmängel oder -überschüsse zu erkennen, bevor sie sich in Form von gelblichen Verfärbungen, schwachem Wachstum oder anderen Problemen zeigen. Eine fundierte Bodenanalyse ist der erste Schritt zu einem robusten und schönen Rasen, der Sie und Ihre Nachbarn begeistern wird. Sie erspart langfristig Zeit, Geld und Frustration durch falsche Pflegeroutinen.
  2. Welche Nährstoffe werden bei einer Bodenuntersuchung für Rasen hauptsächlich gemessen?
    Bei einer Bodenuntersuchung für Rasen werden hauptsächlich die Makronährstoffe Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K) gemessen – das sogenannte NPK-Verhältnis. Stickstoff fördert das Wachstum und sorgt für sattes Grün, zu wenig führt zu blassem Gras, zu viel begünstigt Pilzbefall. Phosphor ist wichtig für starke Wurzeln, ein Mangel führt zu schwachem Wachstum. Kalium erhöht die Widerstandsfähigkeit gegen Trockenheit und Kälte. Zusätzlich werden wichtige Mikronährstoffe wie Eisen, Mangan und andere Spurenelemente analysiert. Eisen sorgt beispielsweise für sattes Grün, während Mangan die Fotosynthese unterstützt. Der pH-Wert wird ebenfalls gemessen, da er die Verfügbarkeit aller Nährstoffe beeinflusst. Für Rasen ist ein pH-Wert zwischen 5,5 und 7,0 optimal, da in diesem Bereich die Gräser Nährstoffe am besten aufnehmen können.
  3. Wie oft sollte eine Erdanalyse für Rasenflächen durchgeführt werden?
    Als Faustregel gilt: Alle drei bis vier Jahre ist eine Bodenanalyse für Rasenflächen sinnvoll. Diese Regelmäßigkeit gewährleistet eine kontinuierliche Überwachung der Bodenqualität und ermöglicht rechtzeitige Anpassungen der Pflegestrategie. Bei Problemen mit dem Rasen oder nach größeren Veränderungen im Garten kann eine häufigere Untersuchung ratsam sein. Beispielsweise nach Neuanlagen, bei wiederkehrenden Rasenproblemen wie Mooswachstum, gelblichen Verfärbungen oder nach baulichen Maßnahmen, die den Boden beeinträchtigt haben könnten. Auch bei einer Umstellung der Düngerstrategie oder bei stark beanspruchten Flächen wie Spielrasen kann eine jährliche Analyse vorteilhaft sein. Die regelmäßige Kontrolle hilft dabei, schleichende Veränderungen der Bodenchemie frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu reagieren, bevor sich Probleme im Erscheinungsbild des Rasens manifestieren.
  4. Was sind die strukturierten Anleitungen zur Probenentnahme bei einer Bodenprüfung?
    Die strukturierte Probenentnahme erfolgt in mehreren Schritten: Zunächst den Rasen gedanklich in Bereiche einteilen und aus jedem eine Probe für einen repräsentativen Durchschnitt entnehmen. Mit einem sauberen Spaten 10-15 cm tief in den Boden stechen, dabei ein kleines Stück Erde herausheben und Gras sowie Wurzeln entfernen. Diesen Vorgang an 10-15 verschiedenen, repräsentativen Stellen wiederholen, wobei Bereiche nahe Bäumen, Sträuchern oder Gebäuden zu vermeiden sind. Auch Stellen, an denen kürzlich gedüngt wurde oder Dünger verschüttet wurde, sind tabu. Alle Proben in einem sauberen Eimer gut durchmischen. Davon etwa 500 Gramm für die Analyse entnehmen und in einen sauberen Plastikbeutel oder eine Dose luftdicht verpacken. Die Probe kühl lagern und mit Datum sowie Entnahmeort beschriften. Bei hohen Temperaturen empfiehlt sich eine Kühltasche zur Lagerung.
  5. Wie werden die jahreszeiten-spezifischen Empfehlungen bei der Rasendüngung berücksichtigt?
    Jahreszeiten-spezifische Rasendüngung berücksichtigt die unterschiedlichen Bedürfnisse des Rasens während des Jahresverlaufs. Im Frühjahr benötigt der Rasen einen hohen Stickstoffanteil für kräftiges Wachstum nach der Winterruhe – hier eignen sich Dünger mit betontem N-Anteil für den schnellen Wachstumsschub. Im Sommer erfolgt eine ausgewogene Nährstoffversorgung mit moderaten NPK-Verhältnissen, oft kombiniert mit organischen Düngern für nachhaltige Bodenverbesserung. Der Herbst erfordert einen erhöhten Kaliumanteil für bessere Frostresistenz und Winterhärte, während der Stickstoffgehalt reduziert wird, um unerwünschtes Wachstum vor dem Winter zu vermeiden. Es gibt spezielle Frühlings-, Sommer- und Herbstdünger, die auf diese saisonalen Bedürfnisse abgestimmt sind. Die Düngung erfolgt üblicherweise im Frühjahr beim Erwachen aus der Winterruhe, im Frühsommer als zweite Gabe und im Spätsommer oder Frühherbst als Vorbereitung auf den Winter.
  6. Worin unterscheiden sich organische und mineralische Düngemittel für Grünflächen?
    Organische und mineralische Düngemittel unterscheiden sich grundlegend in ihrer Wirkungsweise und Herkunft. Organische Dünger wie Kompost, Hornspäne oder Brennnesseljauche stammen aus natürlichen Quellen und wirken langsamer, da sie erst durch Mikroorganismen im Boden aufgeschlossen werden müssen. Sie fördern aktiv das Bodenleben und verbessern langfristig die Bodenstruktur. Mineralische Dünger sind chemisch aufbereitete Nährstoffe, die sofort pflanzenverfügbar sind und schneller wirken. Sie ermöglichen eine präzise Dosierung und schnelle Ergebnisse, können aber bei unsachgemäßer Anwendung das Bodenleben beeinträchtigen und zu Überdüngung führen. Eine Kombination beider Varianten kann vorteilhaft sein: Im Frühjahr mineralische Dünger für den schnellen Start, im Sommer organische Alternativen für nachhaltige Bodenverbesserung. Organische Dünger reduzieren auch das Risiko der Nährstoffauswaschung und sind umweltfreundlicher, benötigen aber mehr Zeit für sichtbare Effekte.
  7. Was ist der Unterschied zwischen Vertikutieren und Aerifizieren bei der Rasenpflege?
    Vertikutieren und Aerifizieren sind zwei verschiedene Methoden zur Bodenbearbeitung bei der Rasenpflege. Beim Vertikutieren werden mit scharfen Messern oder Zinken oberflächliche Schnitte in den Rasen gemacht, um Moos, Unkraut und Rasenfilz zu entfernen. Dies geschieht in einer Tiefe von etwa 2-4 mm und dient der Beseitigung der organischen Schicht, die sich zwischen Grashalmen und Boden ansammelt. Vertikutieren verbessert die Belüftung an der Oberfläche und ermöglicht bessere Wasser- und Nährstoffaufnahme. Aerifizieren hingegen durchstößt den Boden mit hohlen oder soliden Zinken bis in tiefere Schichten (5-10 cm), um Bodenverdichtungen aufzubrechen. Diese Methode fördert die Durchlüftung des Bodens und unterstützt das Wurzelwachstum in die Tiefe. Beide Verfahren ergänzen sich: Vertikutieren für die Oberflächenreinigung, Aerifizieren für die tiefere Bodenstrukturverbesserung. Regelmäßige Anwendung beider Techniken ist wesentlich für nachhaltige Bodenverbesserung.
  8. Welche Faktoren beeinflussen die Nährstoffberechnungen für verschiedene Rasentypen?
    Die Nährstoffberechnungen für verschiedene Rasentypen werden von mehreren Faktoren beeinflusst. Die Rasensorte spielt eine entscheidende Rolle: Zierrasen hat andere Ansprüche als stark beanspruchte Spielrasen oder Sportrasen. Intensiv genutzte Flächen benötigen mehr Nährstoffe, besonders Stickstoff kann auf bis zu 30 g pro m² und Jahr steigen. Die Nutzungsintensität bestimmt den Verschleiß und damit den Regenerationsbedarf. Klima und Bodenbeschaffenheit sind weitere wichtige Faktoren: In Regionen mit viel Niederschlag kommt es zur Nährstoffauswaschung, was einen erhöhten Bedarf zur Folge hat. Sandige Böden halten Nährstoffe schlechter als lehmige Böden. Die aktuellen Bodenwerte aus der Analyse geben vor, welche Nährstoffe fehlen oder im Überschuss vorhanden sind. Auch die Jahreszeit beeinflusst die Berechnungen: In trockenen, heißen Sommern ist der Bedarf oft geringer, da das Wachstum verlangsamt ist. Die Wachstumsperiode und Winterruhe verändern ebenfalls die Nährstoffanforderungen erheblich.
  9. Wo kann man professionelle Bodentest Sets online kaufen?
    Professionelle Bodentest Sets sind online bei verschiedenen Anbietern erhältlich. Spezialisierte Gartenfachhändler wie samen.de bieten qualitativ hochwertige Bodenanalyse-Sets, die speziell für Rasenflächen entwickelt wurden. Diese Sets enthalten meist alle notwendigen Materialien für die Probenentnahme sowie detaillierte Anleitungen. Fachkundige Gartenhändler punkten mit ihrer Expertise und können zusätzliche Beratung zur Interpretation der Ergebnisse anbieten. Bei der Auswahl sollten Sie auf Sets achten, die eine umfassende Analyse der wichtigsten Parameter wie pH-Wert, NPK-Werte und Mikronährstoffe ermöglichen. Viele Anbieter arbeiten mit renommierten Laboren zusammen und liefern nicht nur Zahlen, sondern auch hilfreiche Erklärungen zur Interpretation und konkrete Handlungsempfehlungen. Achten Sie darauf, dass der Anbieter eine fundierte Beratung und qualitätsgeprüfte Laborpartner vorweisen kann. Die Investition in ein professionelles Set zahlt sich durch präzise Ergebnisse und maßgeschneiderte Düngungsempfehlungen aus.
  10. Welche Gartenwerkzeuge werden für eine fachgerechte Bodenanalyse benötigt?
    Für eine fachgerechte Bodenanalyse benötigen Sie grundlegende Gartenwerkzeuge, die meist bereits im Haushalt vorhanden sind. Ein sauberer Spaten oder Bohrstock ist essentiell für die Probenentnahme aus 10-15 cm Tiefe. Saubere Eimer oder Schüsseln dienen zum Sammeln und Mischen der einzelnen Bodenproben. Plastiktüten oder verschließbare Dosen sind für die luftdichte Aufbewahrung der Mischprobe notwendig. Etiketten und einen wasserfesten Stift benötigen Sie für die ordnungsgemäße Beschriftung mit Datum und Entnahmeort. Etablierte Gartenfachhändler wie samen.de führen alle notwendigen Werkzeuge und können bei der Auswahl qualitativ hochwertiger Geräte beraten. Optional können Sie einen Bodenthermometer verwenden, um die Bodentemperatur zu messen, was bei der Interpretation hilfreich sein kann. Bei größeren Flächen empfiehlt sich eventuell ein Probenteiler für gleichmäßige Mischung. Die meisten Werkzeuge sind kostengünstig und wiederverwendbar, sodass die Investition sich über Jahre amortisiert.
  11. Wie wirkt sich die Bodenchemie auf das Wurzelwachstum verschiedener Grasarten aus?
    Die Bodenchemie beeinflusst das Wurzelwachstum verschiedener Grasarten erheblich, da jede Art spezifische Anforderungen an pH-Wert und Nährstoffverfügbarkeit hat. Der pH-Wert zwischen 5,5 und 7,0 ist für die meisten Rasengräser optimal, da in diesem Bereich Nährstoffe am besten verfügbar sind. Bei zu saurem Boden (pH unter 5,5) können wichtige Nährstoffe wie Phosphor und Kalium gebunden werden, was schwaches Wurzelwachstum zur Folge hat. Alkalische Böden (pH über 7,0) können Eisenmangel verursachen, der sich in gelblichen Verfärbungen und schwächeren Wurzeln zeigt. Phosphor ist besonders wichtig für die Wurzelentwicklung – ein Mangel führt zu oberflächlichen, schwachen Wurzelsystemen. Kalium stärkt die Zellwände und macht die Wurzeln widerstandsfähiger gegen Trockenheit und Frost. Eine ausgewogene Nährstoffversorgung fördert tiefes Wurzelwachstum, was den Rasen robuster und pflegeleichter macht. Verschiedene Grasarten haben unterschiedliche Toleranzen gegenüber pH-Schwankungen und Nährstoffverfügbarkeit.
  12. Was bedeutet die Kausalität zwischen Bodenqualität und dem Erscheinungsbild eines sattgrünen Rasens?
    Die Kausalität zwischen Bodenqualität und einem sattgrünen Rasen beschreibt den direkten Ursache-Wirkungs-Zusammenhang zwischen dem Zustand des Bodens und dem äußeren Erscheinungsbild der Rasenfläche. Ein gesunder Boden mit ausgewogenen Nährstoffverhältnissen, optimalem pH-Wert und guter Struktur ermöglicht den Gräsern eine effiziente Nährstoff- und Wasseraufnahme. Dies führt direkt zu sattem Grün, dichtem Wuchs und kräftigen Halmen. Nährstoffmängel manifestieren sich hingegen sichtbar: Stickstoffmangel führt zu gelblichem, schwachem Gras, Eisenmangel zu chlorotischen Verfärbungen, Phosphormangel zu schwachem Wurzelwachstum und damit zu dünnen Stellen. Die Bodenqualität bestimmt auch die Widerstandsfähigkeit gegen Trockenheit, Krankheiten und mechanische Belastung. Ein verdichteter oder chemisch unausgewogener Boden kann selbst bei intensiver Pflege kein zufriedenstellendes Rasenbild erzeugen. Diese Kausalität zeigt, warum eine Bodenanalyse als Grundlage jeder erfolgreichen Rasenpflege unverzichtbar ist – sie behandelt die Ursache, nicht nur die Symptome.
  13. Welche Rolle spielen Mikronährstoffe bei der Substratanalyse für Gartenrasen?
    Mikronährstoffe spielen bei der Substratanalyse für Gartenrasen eine wichtige Rolle, obwohl sie nur in kleinen Mengen benötigt werden. Diese Spurenelemente sind essentiell für verschiedene Stoffwechselprozesse der Gräser. Eisen ist besonders wichtig für die Chlorophyllbildung und sorgt für das satte Grün des Rasens – ein Eisenmangel zeigt sich durch gelbliche bis weißliche Verfärbungen trotz ausreichender Stickstoffversorgung. Mangan unterstützt die Fotosynthese und ist wichtig für die Enzymfunktionen. Zink spielt eine Rolle beim Wachstum und der Stressresistenz. Kupfer ist wichtig für die Zellwandstabilität. Bei der Substratanalyse werden diese Mikronährstoffe gemessen, da sie trotz geringer benötigter Mengen limitierende Faktoren für gesundes Rasenwachstum sein können. Die meisten Böden sind natürlicherweise gut mit Mikronährstoffen versorgt, aber in stark gedüngten oder durch Überkalkung gestörten Böden können Blockaden auftreten. Ein Mangel an Mikronährstoffen zeigt sich oft durch ungewöhnliche Verfärbungen oder Wachstumsstörungen, die durch Hauptnährstoffdüngung nicht behoben werden können.
  14. Wie beeinflusst das Bodenleben die Nährstoffverfügbarkeit bei verschiedenen pH-Werten?
    Das Bodenleben beeinflusst die Nährstoffverfügbarkeit erheblich und reagiert sehr sensibel auf pH-Wert-Schwankungen. Bei optimalem pH-Wert zwischen 5,5 und 7,0 sind Mikroorganismen wie Bakterien und Pilze aktiv und können organische Substanzen effizient mineralisieren, wodurch Nährstoffe pflanzenverfügbar werden. In diesem Bereich funktioniert auch der Nährstoffaustausch zwischen Wurzeln und Bodenmikroorganismen optimal. Bei zu saurem pH-Wert (unter 5,5) wird die Aktivität vieler nützlicher Mikroorganismen gehemmt, was zu verlangsamter Mineralisierung organischer Substanzen führt. Gleichzeitig können Aluminium und Mangan in toxischen Konzentrationen freigesetzt werden. Bei alkalischen pH-Werten (über 7,5) werden wichtige Mikronährstoffe wie Eisen, Mangan und Zink chemisch gebunden und damit unverfügbar, obwohl sie im Boden vorhanden sind. Das Bodenleben verändert auch aktiv den pH-Wert durch Wurzelausscheidungen und Stoffwechselprodukte. Eine lebendige Bodenbiologie mit vielfältigen Mikroorganismen puffert pH-Schwankungen und erhält die Nährstoffverfügbarkeit aufrecht. Organische Düngung fördert das Bodenleben und verbessert damit die natürliche Nährstoffmobilisierung.
  15. Wie führt man eine korrekte Probenentnahme für Bodentests durch?
    Eine korrekte Probenentnahme für Bodentests erfordert systematisches Vorgehen. Wählen Sie den optimalen Zeitpunkt: Frühjahr vor der Wachstumsperiode oder Herbst nach der letzten Mahd sind ideal. Vermeiden Sie Probenentnahme direkt nach Düngung oder bei extrem nassem oder trockenem Boden. Teilen Sie die Rasenfläche gedanklich in Bereiche ein und wählen Sie 10-15 repräsentative Stellen aus, dabei Bereiche nahe Bäumen, Sträuchern oder Gebäuden meiden. Mit einem sauberen Spaten stechen Sie 10-15 cm tief in den Boden, heben ein kleines Erdstück heraus und entfernen Gras sowie Wurzeln. Sammeln Sie alle Teilproben in einem sauberen Eimer und mischen sie gründlich durch. Von dieser Mischprobe benötigen Sie etwa 500 Gramm für die Laboranalyse. Verpacken Sie die Probe luftdicht in einen sauberen Plastikbeutel oder eine Dose und beschriften Sie mit Datum und Entnahmeort. Lagern Sie die Probe kühl und senden Sie sie zeitnah an das Labor. Bei hohen Temperaturen empfiehlt sich eine Kühltasche, um die Mikroorganismenaktivität zu begrenzen und präzise Ergebnisse zu gewährleisten.
  16. Welche Mähtechnik unterstützt die optimale Nährstoffaufnahme der Gräser?
    Die richtige Mähtechnik beeinflusst die Nährstoffaufnahme der Gräser erheblich und sollte strategisch eingesetzt werden. Die wichtigste Regel: Nie mehr als ein Drittel der Halmlänge auf einmal kürzen, um die Gräser nicht zu belasten und ihren Nährstoffbedarf nicht unnötig zu erhöhen. Ein zu kurzer Schnitt schwächt die Photosynthesefläche und zwingt die Pflanze, mehr Energie in die Regeneration zu investieren, was den Nährstoffbedarf steigert. Die optimale Schnitthöhe liegt bei den meisten Rasengräsern zwischen 3-5 cm, wodurch ausreichend Blattmasse für die Photosynthese erhalten bleibt. Regelmäßiges Mähen in kurzen Intervallen ist besser als seltenes, radikales Kürzen. Scharfe Messer sorgen für saubere Schnitte und reduzieren Stress für die Gräser. Das Mulchen – das Liegenlassen des Schnittguts – kann die Nährstoffversorgung unterstützen, da sich der Rasenschnitt zersetzt und organisches Material zurück an den Boden gibt. Bei nährstoffarmen Böden kann diese Praxis 20-30% des Stickstoffbedarfs decken. Die Mähtechnik sollte mit der Düngungsstrategie abgestimmt werden.
  17. Stimmt es, dass übermäßige Bewässerung zu Nährstoffmangel führen kann?
    Ja, übermäßige Bewässerung kann tatsächlich zu Nährstoffmangel führen, ein oft übersehenes Problem in der Rasenpflege. Durch zu häufiges oder zu intensives Wässern werden wasserlösliche Nährstoffe, insbesondere Stickstoff und Kalium, aus dem Wurzelbereich ausgewaschen und gelangen in tiefere Bodenschichten, wo sie für die Gräser nicht mehr verfügbar sind. Dieser Prozess wird als Auswaschung oder Leaching bezeichnet. Besonders in sandigen Böden, die Wasser und Nährstoffe ohnehin schlechter halten, kann übermäßige Bewässerung schnell zu Mangelerscheinungen führen, obwohl ausreichend gedüngt wurde. Zusätzlich kann Staunässe durch Überwässerung die Sauerstoffversorgung der Wurzeln beeinträchtigen, was ihre Fähigkeit zur Nährstoffaufnahme reduziert. Das Wurzelwachstum wird oberflächlich, da die Gräser nicht gezwungen sind, tiefere Bodenschichten zu erschließen. Die optimale Bewässerungsstrategie: Seltener, dafür gründlicher wässern, sodass das Wasser 10-15 cm tief eindringen kann. Dies fördert tiefes Wurzelwachstum und minimiert Nährstoffverluste.
  18. Wann ist die Wachstumsperiode für Rasen in mitteleuropäischen Klimazonen optimal?
    Die optimale Wachstumsperiode für Rasen in mitteleuropäischen Klimazonen erstreckt sich hauptsächlich von April bis Oktober, mit zwei Hauptwachstumsphasen. Das erste intensive Wachstum beginnt im Frühjahr ab April/Mai, wenn die Bodentemperatur konstant über 8-10°C liegt und der Rasen aus der Winterruhe erwacht. Diese Phase dauert bis zum frühen Sommer und ist ideal für die Hauptdüngung mit stickstoffbetonten Düngern. Eine zweite, weniger intensive Wachstumsphase folgt von September bis Oktober, wenn die Temperaturen wieder moderater werden. Die heißen Sommermonate Juli/August sind weniger optimal, da hohe Temperaturen und Trockenheit das Wachstum verlangsamen. Während der Wintermonate von November bis März ruht das Wachstum weitgehend. Die Wachstumsintensität hängt von Temperatur, Lichtintensität und Feuchtigkeit ab. Für die Düngungsplanung sind die Wachstumsphasen entscheidend: Hauptdüngung im Frühjahr für den Wachstumsschub, moderate Sommerdüngung und kaliumreiche Herbstdüngung zur Vorbereitung auf den Winter. Regional kann die Wachstumsperiode je nach Höhenlage und lokalen Klimabedingungen variieren.
  19. Was unterscheidet eine Nährstoffanalyse von einer allgemeinen Bodenprüfung?
    Eine Nährstoffanalyse und eine allgemeine Bodenprüfung unterscheiden sich in Umfang und Fokus der Untersuchung. Eine Nährstoffanalyse konzentriert sich gezielt auf die Verfügbarkeit und Konzentration der wichtigsten Pflanzennährstoffe wie Stickstoff (N), Phosphor (P), Kalium (K) und relevante Mikronährstoffe wie Eisen, Mangan oder Zink. Sie bewertet hauptsächlich die chemische Zusammensetzung bezüglich der Pflanzenernährung. Eine allgemeine Bodenprüfung hingegen umfasst zusätzlich physikalische und biologische Aspekte: Bodenstruktur, Wasserleitfähigkeit, Verdichtungsgrad, Humusgehalt, Korngrößenverteilung und manchmal auch das Bodenleben. Sie gibt ein umfassenderes Bild der gesamten Bodenqualität wieder. Während die Nährstoffanalyse primär für die Düngeplanung verwendet wird, liefert die allgemeine Bodenprüfung Informationen für weiterreichende Bodenverbesserungsmaßnahmen wie Aerifizierung, Sandeinarbeitung oder Kompostierung. Für die meisten Hobbygärtner ist eine Nährstoffanalyse ausreichend, bei grundlegenden Rasenproblemen oder Neuanlagen empfiehlt sich eine umfassende Bodenprüfung für optimale Ergebnisse.
  20. Wie grenzt sich Mulchen von anderen Methoden der Bodenverbesserung ab?
    Mulchen grenzt sich von anderen Bodenverbesserungsmethoden durch seine spezifische Wirkungsweise und Anwendung ab. Beim Mulchen bleibt das Schnittgut nach dem Mähen auf der Rasenfläche liegen und zersetzt sich allmählich, wodurch organisches Material und Nährstoffe an den Boden zurückgegeben werden. Diese Methode wirkt langsam und kontinuierlich, kann etwa 20-30% des jährlichen Stickstoffbedarfs decken und verbessert gleichzeitig die Humusbildung. Im Gegensatz zu direkter Düngung ist Mulchen eine passive, nachhaltige Methode ohne sofortige Wirkung. Anders als beim Vertikutieren oder Aerifizieren verändert Mulchen nicht die physikalische Bodenstruktur, sondern beeinflusst nur die oberflächliche organische Schicht. Während Kompostierung oder Bodenverbesserung mit Sand größere Eingriffe darstellen, ist Mulchen eine kontinuierliche, arbeitssparende Maßnahme. Es unterscheidet sich auch von mineralischer Düngung durch die langsame Nährstofffreisetzung und die Förderung des Bodenlebens. Mulchen eignet sich besonders für extensive Rasenpflege und nachhaltiges Nährstoffmanagement, ersetzt aber nicht gezielte Düngungsmaßnahmen basierend auf Bodenanalysen.
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