Blumen · Sommerblumen & Einjährige · Pflege

Buntnesseln richtig düngen: wann, womit und woran du Mangel erkennst

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 8 Min.Von der samen.de Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Im Beet richtest du die Düngung nach einer Bodenuntersuchung, im Topf nach der Dosierungsanweisung deines Düngers.
  • In ausreichend vorgedüngter Blumenerde braucht eine frisch getopfte Buntnessel zunächst 4 bis 6 Wochen keinen Zusatzdünger.
  • Flüssigdünger gibst du nur auf bereits feuchte Erde.
  • Kompost kommt im Spätwinter oder Frühjahr ins Beet, nicht als Herbstgabe.
  • Braune Blattränder können auf Kaliummangel hindeuten, aber auch auf Salzschäden durch Überdüngung.
  • Im Winter düngst du eine Buntnessel im Zimmer in größeren Abständen, weil sie bei wenig Licht weniger Nährstoffe braucht.
Buntnessel mit tief weinroten, gefransten Blättern und cremegelb-grüner Blattmitte im Gegenlicht vor dunklem Hintergrund
Foto: ignartonosbg · Pixabay Content License · Quelle ↗

Bei der Buntnessel geht es ums Laub, und genau dort zeigt sich, ob die Ernährung passt. Im Topf ist der Vorrat begrenzt, weil die Pflanze ihre Erde mit dem Wachstum durchwurzelt und auslaugt. Zu viel Dünger schadet aber ebenso: Hohe Salzbelastung kann gerade in Gefäßen Wurzeln absterben lassen und braune Blattränder verursachen. Ich dünge meine Buntnesseln deshalb nicht nach Kalender, sondern schaue vorher auf Erde, Wurzeln und Blätter.

Was ist die Buntnessel, und wo steht sie gut?

Die Buntnessel (Coleus, botanisch Plectranthus scutellarioides) ist eine krautige, mehrjährige Blattschmuckpflanze, die im Freiland als frostempfindliche Einjährige gezogen wird. Im Halbschatten färbt sie besonders gut aus, während volle Sonne sie welken lassen kann. Welche Plätze drinnen und draußen passen, zeigt der Ratgeber, welche Standorte Buntnesseln im Garten brauchen.

Empfehlungen für den Garten

Standort und Boden

Standort

Halbschatten wird bevorzugt; volle Sonne kann Welken verursachen, tiefer Schatten lange dünne Triebe. Als Zimmerpflanze hell stellen.

Bodenart

Geeignet ist nährstoffreicher, lockerer Boden.

Substrat

Feucht halten und für gute Drainage sorgen.

Anbauort

Die Pflanze eignet sich für Beete, Rabatten, Blumenampeln oder Gefäße im Freiland sowie als Zimmerpflanze.

Pflege

Pflege

Triebspitzen bei Bedarf entspitzen, um buschigen Wuchs zu fördern. Besonders im Zimmer auf Blattläuse, Weiße Fliege und Spinnmilben achten.

Düngung

Etwa einen Monat nach dem Auspflanzen leicht mit Langzeitdünger düngen und im Hochsommer noch einmal nachdüngen.

Lebensform und Verwendung

Verwendung

Die Pflanze eignet sich als Blattschmuckpflanze mit vielfältig gefärbtem Laub.

Aussaatkalender Buntnessel
GartenkalenderVorkultur: März, April; Blüte: Juni, JuliJFMAMJJASONDVorkulturVorkultur: MärzVorkultur: AprilBlüteBlüte: JuniBlüte: JuliVorkulturBlüte

Welche Nährstoffe brauchen Buntnesseln?

Die Buntnessel braucht nährstoffreichen, lockeren Boden. Im Beet hängt deshalb viel davon ab, was dein Boden schon mitbringt. Einen Teil des Stickstoffs liefert dort der Humus nach. Wie es um Phosphat, Kalium und den Kalkbedarf steht, zeigt eine Standarduntersuchung des Bodens.

Im Topf liegt die Sache anders. Wurzelraum und Erdvorrat sind begrenzt, und mit fortschreitendem Wachstum wird die Erde durchwurzelt und ausgelaugt. Was die Pflanze verbraucht, lieferst du hier während der Saison nach.

Ich wähle den Dünger für meine Buntnesseln nicht nach einer Farbformel aus, sondern nach dem Ort. Im Beet entscheidet die Bodenprobe, im Topf nehme ich einen Dünger mit klarer Dosierungsanweisung.

Mythos-Check

Mehr Dünger heißt bei der Buntnessel nicht automatisch mehr Farbe. Besonders gut färbt sie im Halbschatten aus, und das ist eine Frage des Lichts. Zu viel Dünger kann im Topf dagegen Salzschäden mit braunen Blatträndern auslösen. Bei Zierpflanzen unterstützt das Vermeiden einer Stickstoffüberdüngung außerdem die Vorbeugung gegen Echten Mehltau.

Wie findest du heraus, was dein Beet braucht?

Für Gartenbeete richtet sich die Düngung nach einer Bodenuntersuchung. Die Untersuchung zeigt, ob dein Boden mit Kalk und Nährstoffen unter- oder überversorgt ist. Ist ein Nährstoff schon sehr hoch versorgt, setzt du die Grunddüngung mit ihm aus. Untersuchen lässt du vor der Neuanlage eines Beets und danach alle 3 bis 5 Jahre.

Die Probe nimmst du zwischen Herbst und Frühjahr, nach dem Abräumen und vor der nächsten Düngung. Unterschiedlich genutzte Flächen untersuchst du getrennt, das Buntnesselbeet also nicht zusammen mit dem Rasen.

Zahl im Blick

Für eine Bodenprobe im Hausgarten mischst du 10 bis 15 Einzelproben aus einem Nutzungsbereich und schickst davon rund 500 g ein. Vor der Probenahme düngst du nicht.

Der pH-Wert entscheidet mit, ob vorhandene Nährstoffe bei den Wurzeln ankommen: Hoher Kalkgehalt kann die Eisenverfügbarkeit einschränken, obwohl genug Eisen im Boden ist. Welcher pH anzustreben ist, hängt von Bodenart und Humusgehalt ab; kalken solltest du nur bei einem gemessenen Wert, der für deine Bodenart zu niedrig liegt. Wie du Boden und Düngung bei Sommerblumen nach Bedarf planst, fasst der Sommerblumen-Ratgeber zusammen.

Womit düngst du Buntnesseln?

Kompost und organische Dünger im Beet

Im Beet arbeite ich vor allem mit Kompost. Er kann schwere Gartenböden lockern und in leichten Böden die Speicherung von Wasser und Nährstoffen verbessern. Du bringst ihn im Spätwinter oder Frühjahr aus und nicht als Herbstgabe, damit weniger Nitrat ausgewaschen wird. Als allgemeine Gartenfaustzahl gelten jährlich etwa 3 l Kompost je m², bei stark überhöhten Phosphor- oder Kaliumwerten gibst du weniger. Diese Faustzahl ersetzt keine artspezifische Düngeberechnung.

Selbst angesetzten Jauchen wie Brennnesseljauche wird nachgesagt, Buntnesseln mit Stickstoff zu versorgen. Ihren Nährstoffgehalt kennst du ohne Messung nicht, und eine Dosierungsanweisung gibt es dafür nicht.

Organische Dünger setzen ihre Nährstoffe abhängig von der Witterung frei. Bei Frost, Trockenheit und stauender Nässe ist diese Freisetzung gering. Staunässe bremst die Ernährung also doppelt, weil sie zusätzlich die Eisenverfügbarkeit einschränken kann; ein freier Wasserabzug gehört deshalb zur Düngung dazu.

Langzeitdünger

Bei umhüllten mineralischen Depotdüngern bremst die Hülle die Abgabe der Nährstoffe. Einen solchen Langzeitdünger mischst du für die Gefäßkultur unter das Pflanzsubstrat, am einfachsten gleich beim Eintopfen. Danach musst du nichts mehr tun, kannst die Menge aber auch kaum noch ändern.

Flüssigdünger

Flüssigdünger gibst du mit dem Gießwasser, und zwar nur auf bereits feuchte Erde. Auf feuchtem Boden können die Nährstoffe unmittelbar wirksam werden. Menge und Abstand der Gaben nimmst du aus der Dosierungsanweisung deines Düngers. Ob das für deine Pflanze passt, siehst du am Zuwachs und an den Blatträndern.

Langzeit- oder Flüssigdünger?

Welche Form du nimmst, hängt davon ab, wie genau du nachsteuern willst. Der Langzeitdünger spart dir Arbeit, legt die Menge aber beim Einmischen fest. Mit Flüssigdünger hast du mehr zu tun, dafür passt du jede Gabe an die Pflanze an. Beim Eintopfen mische ich nur dann einen Depotdünger unter, wenn die Erde nicht vorgedüngt ist. Danach dünge ich flüssig nach, sobald Zuwachs und Blätter es zeigen.

Wann düngst du Buntnesseln?

Zeitpunkt Was du tust Worauf du achtest
Spätwinter oder Frühjahr, vor dem Pflanzen Bodenprobe auswerten, Kompost ins Beet einarbeiten Bei sehr hoher Versorgung mit einem Nährstoff setzt du die Grunddüngung damit aus
Eintopfen in vorgedüngte Erde Zunächst 4 bis 6 Wochen kein Zusatzdünger Gilt für ausreichend vorgedüngte Blumenerde
Nach dem Verpflanzen ins Beet Leichte Gabe Langzeitdünger, in Georgia etwa einen Monat nach dem Verpflanzen Empfehlung der UGA Extension für die dortige Gartenkultur
Sommer Im Beet im Hochsommer eine weitere Düngung, im Topf Flüssigdünger nach Packungsangabe Nur auf feuchte Erde düngen, Zuwachs und Blattränder beobachten
Herbst, nach dem Abräumen Bodenprobe nehmen, keinen Kompost als Herbstgabe Vor der Probenahme nicht düngen
Winter im Zimmer In größeren Abständen düngen Bei wenig Licht braucht die Pflanze weniger Nährstoffe

Im Topf mit vorgedüngter Erde fängst du nicht sofort an. In ausreichend vorgedüngter Blumenerde braucht eine frisch getopfte Buntnessel zunächst 4 bis 6 Wochen keinen Zusatzdünger. Ich schreibe mir beim Eintopfen das Datum auf das Stecketikett.

Im Beet bekommt die Pflanze zuerst Zeit zum Einwurzeln. Für die Gartenkultur im US-Bundesstaat Georgia empfiehlt die Gartenberatung UGA Extension etwa einen Monat nach dem Verpflanzen eine leichte Gabe Langzeitdünger. Im Hochsommer folgt dort eine weitere Düngung. Ob und womit du in deinem Beet düngst, entscheidet zusätzlich die Bodenprobe.

Die Buntnessel ist nicht winterhart, im Freiland endet ihre Saison also vor dem Winter. Kompost für das abgeräumte Beet hebst du dir bis zum Spätwinter oder Frühjahr auf, weil bei einer Herbstgabe mehr Nitrat ausgewaschen werden kann. Der Herbst nach dem Abräumen passt deshalb gut für die Bodenprobe. Die Probe gehört vor die Düngung, und gedüngt wird ohnehin erst im Spätwinter oder Frühjahr.

Hältst du die Buntnessel als Zimmerpflanze, ändert sich im Winter vor allem das Licht. Bei geringerem Lichtangebot brauchen Zimmerpflanzen weniger Nährstoffe und werden in größeren Abständen gedüngt.

Wie düngst du Buntnesseln im Topf und im Zimmer?

Im Gefäß entscheidest du schon beim Eintopfen über die Versorgung. Die Erde sollte strukturstabil sein, Wasser speichern und Überschuss abgeben können. Das Abzugsloch bleibt dafür offen.

Vor jeder Flüssiggabe prüfe ich mit dem Finger, ob die Erde feucht ist. Ist sie trocken, gieße ich zuerst mit klarem Wasser und gebe den Dünger erst auf die durchfeuchtete Erde.

Teilt sich die Buntnessel den Kasten mit anderen Pflanzen, düngst du das ganze Gefäß nach der Packungsangabe. Welche Partner farblich zu ihr passen, zeigt der Ratgeber, wie du mit Buntnesseln Farbakzente im Garten setzt.

Als Zimmerpflanze stellst du die Buntnessel hell. Drinnen achtest du besonders auf Blattläuse, Weiße Fliege und Spinnmilben. Eine kränkelnde Buntnessel im Topf düngst du erst wieder, wenn sie sich erholt hat.

Achtung

Gärtnern Kinder mit, bewahrst du Dünger kindersicher unter Verschluss auf.

Mini-Checkliste

Vor jeder Düngergabe gehst du kurz durch: Ist die Erde feucht? Ist die Pflanze gesund und eingewurzelt? Sind bei vorgedüngter Erde die ersten 4 bis 6 Wochen vorbei? Kennst du Menge und Abstand aus der Dosierungsanweisung? Ist das Abzugsloch frei?

Mangel oder Überdüngung: Was zeigen die Blätter?

Blattsymptome sind Hinweise, keine sicheren Diagnosen. Allgemeiner Nährstoffmangel und Stickstoffmangel lassen sich am Aussehen allein kaum unterscheiden. Hilfreich ist vor allem die Frage, wo eine Veränderung beginnt: an den älteren Blättern unten oder an den jungen Blättern und Triebspitzen.

Was du siehst Kann hindeuten auf Was du beachtest
Helles Laub, schwacher Zuwachs, zuerst gelbe ältere Blätter Allgemeinen Nährstoffmangel oder Stickstoffmangel Beides lässt sich am Aussehen allein kaum unterscheiden
Aufhellungen zuerst an älteren Blättern, Adern zunächst grün Magnesiummangel Beginnt das Bild an jungen Blättern, passt es eher zu Eisenmangel
Braune Ränder an älteren bis mittelalten Blättern Kaliummangel Trocken- und Salzschäden sehen ähnlich aus
Wachstumshemmung, dunkelgrüne bis rötlich-purpurne Blätter Phosphormangel Allein keine sichere Diagnose
Vergilbung junger Blätter und Triebspitzen, Adern bleiben grün Eisenmangel Hoher Kalkgehalt oder Staunässe können die Verfügbarkeit einschränken, obwohl genug Eisen da ist; anderer Spurennährstoffmangel sieht ähnlich aus
Braune Blattränder, braune Wurzeln, trockener weißer Belag auf der Erde Überdüngung Düngung einstellen
Welke Blätter Trockenstress Auch beginnende Wurzelfäule und volle Sonne können Welke auslösen, deshalb zuerst die Erdfeuchte prüfen

Trägt deine Buntnessel ohnehin rötlich-purpurnes Laub, hilft dir das Phosphorzeichen kaum weiter, weil es auf genau dieser Blattfarbe beruht. Achte bei ihr eher auf eine Wachstumshemmung und vergleiche junge mit älteren Blättern.

Häufiger Fehler

Braune Blattränder mit noch mehr Dünger beantworten. Solche Ränder können auf Kaliummangel hindeuten, ähneln aber Trocken- und Salzschäden. Schau zuerst auf Erde und Wurzeln: Ein trockener weißer Belag und braune Wurzeln können auf Überdüngung hinweisen, und dann stellst du das Düngen ein.

Was tust du bei Verdacht auf Überdüngung?

Bei Verdacht auf Überdüngung stellst du das Düngen ein. Die Salze wäschst du mit langsam fließendem Wasser aus, das unten frei ablaufen muss. Bei Salzschäden kannst du die Erde im Topf auch austauschen. Dünger bekommt die Pflanze erst wieder, wenn sie sich erholt hat.

Licht oder Hunger?

Nicht jede lang gezogene Buntnessel hat Hunger. Tiefer Schatten kann bei ihr lange, dünne Triebe verursachen. Bevor ich nachdünge, prüfe ich deshalb den Platz; worauf es dabei ankommt, beschreibt der Standort-Ratgeber für Buntnesseln.

Marias Erfahrung

Wenn eine Buntnessel anders aussieht als sonst, vergleiche ich zuerst die jüngsten Blätter an den Triebspitzen mit den älteren unten am Stiel. Dann fühle ich mit dem Finger in die Erde, hebe den Topf an und schaue auf den Erdrand. Erst danach entscheide ich, ob ich dünge, auswasche oder den Platz wechsle.

Was gehört beim Gießen und Entspitzen dazu?

Buntnesseln wollen feucht gehalten werden und brauchen zugleich eine gute Drainage; im Winter gießt du sie zurückhaltender. Wie du das durch das Jahr umsetzt, erklärt der Ratgeber, wie du Buntnesseln im Sommer und Winter gießt.

Entspitzen fördert bei Buntnesseln den buschigen Wuchs, deshalb kneife ich bei Bedarf die Triebspitzen ab. Weitere Pflegegriffe für Sommerblumen beschreibt der Sommerblumen-Ratgeber in seinem Kapitel zur Pflege.

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Häufige Fragen

Wie häufig sollten Buntnesseln gedüngt werden?
Einen festen Kalender gibt es nicht: In ausreichend vorgedüngter Blumenerde braucht eine frisch getopfte Buntnessel zunächst 4 bis 6 Wochen keinen Zusatzdünger. Danach richtest du Menge und Abstand der Gaben nach der Dosierungsanweisung deines Düngers. Für die Gartenkultur in Georgia empfiehlt die UGA Extension etwa einen Monat nach dem Verpflanzen eine leichte Gabe Langzeitdünger und im Hochsommer eine weitere Düngung. Im Winter düngst du eine Buntnessel im Zimmer in größeren Abständen, weil sie bei wenig Licht weniger Nährstoffe braucht.
Worin unterscheiden sich Flüssigdünger und Langzeitdünger bei der Buntnessel-Pflege?
Einen mineralischen Langzeitdünger mischst du beim Eintopfen unter das Pflanzsubstrat, bei umhüllten Depotdüngern bremst die Hülle die Abgabe der Nährstoffe. Das spart Arbeit, legt die Menge aber mit dem Einmischen fest. Flüssigdünger gibst du im Lauf der Saison nur auf bereits feuchte Erde und kannst jede Gabe an Zuwachs und Blätter anpassen. Bei beiden richtest du dich nach der Dosierungsanweisung des Produkts.
Welche Düngungsmethoden eignen sich für Buntnesseln in Töpfen?
Im Topf ist der Erdvorrat begrenzt und wird mit dem Wachstum ausgelaugt. Zum Start reicht ausreichend vorgedüngte Blumenerde; ist die Erde ungedüngt, mischst du beim Eintopfen einen mineralischen Langzeitdünger unter. Später düngst du flüssig nach Packungsangabe nach, immer auf bereits feuchte Erde. Zeigen sich braune Blattränder und ein trockener weißer Belag auf der Erde, kann das auf Überdüngung hinweisen, und du stellst das Düngen ein.
Wie unterscheidet sich die Düngung von Buntnesseln im Balkonkasten und im Beet?
Im Beet richtet sich die Düngung nach einer Bodenuntersuchung und berücksichtigt den Stickstoff, den der Humus nachliefert. Zeigt die Untersuchung eine sehr hohe Versorgung mit einem Nährstoff, setzt du die Grunddüngung damit aus. Im Balkonkasten ist der Erdvorrat begrenzt und wird mit dem Wachstum ausgelaugt, deshalb düngst du dort nach Packungsangabe nach. Hohe Salzbelastung durch Überdüngung kann besonders bei Gefäßpflanzen die Wurzeln absterben lassen.
Wie wirkt sich der pH-Wert des Bodens auf die Nährstoffaufnahme von Buntnesseln aus?
Der pH-Wert entscheidet mit, ob vorhandene Nährstoffe für die Wurzeln verfügbar sind. Hoher Kalkgehalt kann zum Beispiel die Eisenverfügbarkeit einschränken, obwohl genug Eisen im Boden ist, und das kann sich als Vergilbung junger Blätter zeigen. Welcher pH anzustreben ist, hängt von Bodenart und Humusgehalt ab. Gekalkt wird nur, wenn eine Bodenuntersuchung einen für die Bodenart zu niedrigen Wert zeigt.
Wie beeinflusst die Bodenstruktur die Wirksamkeit der Düngung bei Buntnesseln?
Buntnesseln brauchen nährstoffreichen, lockeren Boden mit guter Drainage. Staunässe kann die Eisenverfügbarkeit einschränken, und organische Dünger setzen bei stauender Nässe nur wenig Nährstoffe frei. Kompost kann schwere Böden lockern und in leichten Böden die Speicherung von Wasser und Nährstoffen verbessern. Du bringst ihn im Spätwinter oder Frühjahr aus, damit weniger Nitrat ausgewaschen wird.
Stimmt es, dass Buntnesseln ohne Düngung nicht überleben können?
So pauschal stimmt das nicht. Im Beet kann die Grunddüngung mit einem Nährstoff entfallen, wenn eine Bodenuntersuchung dafür eine sehr hohe Versorgung zeigt. Im Topf ist der Erdvorrat dagegen begrenzt und wird mit dem Wachstum durchwurzelt und ausgelaugt. Nach den ersten 4 bis 6 Wochen in ausreichend vorgedüngter Erde düngst du dort deshalb nach Packungsangabe nach.
Wie wirken sich verschiedene Lichtverhältnisse auf den Nährstoffbedarf von Buntnesseln aus?
Ihre Blattfarbe zeigt die Buntnessel besonders gut im Halbschatten, volle Sonne kann sie welken lassen. Tiefer Schatten kann lange, dünne Triebe verursachen; dann prüfst du zuerst den Platz, bevor du nachdüngst. Im Winter brauchen Buntnesseln als Zimmerpflanze bei geringerem Lichtangebot weniger Nährstoffe und werden in größeren Abständen gedüngt.
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