Fuchsschwanz pflegen: richtig gießen, düngen und stützen im Beet und im Topf
- Gieß nach Bodenfeuchte statt nach Kalender: morgens in den Wurzelbereich, das Laub bleibt trocken.
- Bei Hitze und Trockenheit Beete durchdringend mit etwa 20 bis 25 l/m² wässern, verteilt auf mehrere Gießgänge.
- Als Schnittblume braucht Fuchsschwanz im Mittel 8 bis 18 g N/m² je Vegetationsjahr; Bodenvorräte werden angerechnet, darum nach Bodenuntersuchung düngen.
- Im Topf: offenes Abzugsloch, strukturstabile Erde, Fingerprobe vor dem Gießen; frisch vorgedüngte Blumenerde braucht zunächst 4 bis 6 Wochen keinen Zusatzdünger.
- Amarant kann umknicken, darum hohe Pflanzen mit einer Stütze sichern.
- Fuchsschwanz ist nicht winterhart: vorgezogene Pflanzen kommen ab Mitte Mai ins Freie.

Hängen bei deinem Fuchsschwanz im Topf die Blätter, liegt der Griff zur Gießkanne nahe. Welke Topfpflanzen können aber unter Staunässe mit Wurzelfäule leiden, nicht nur unter Wassermangel. Ich drücke deshalb erst den Finger in die Erde und hebe das Gefäß kurz an, bevor ich gieße. Nach diesem Muster läuft die ganze Pflege von Amaranthus caudatus: erst hinschauen, dann gießen, düngen oder stützen.
Fuchsschwanz auf einen Blick: die wichtigsten Pflegewerte
Fuchsschwanz ist nicht winterhart und wird einjährig kultiviert. Er blüht von Juni bis September und eignet sich als Schnittblume, duftet aber nicht. Welche Arten und Sorten es gibt und wie du sie in Kübel, Vase und Trockenstrauß nutzt, zeigt das Porträt der Fuchsschwanz-Arten und -Sorten.
| Was | Wert |
|---|---|
| Wuchshöhe | 80 bis 100 cm |
| Wuchsbreite | 30 bis 40 cm |
| Abstand in der Reihe | 30 bis 40 cm |
| Reihenabstand | 40 cm |
| Wuchsform im Beet | frei stehend, bei Bedarf mit Stütze |
| Stickstoffbedarf als Schnittblume | im Mittel 8 bis 18 g N/m² je Vegetationsjahr, Bodenvorräte werden angerechnet |
| Gießen bei Hitze und Trockenheit im Beet | durchdringend etwa 20 bis 25 l/m², verteilt auf mehrere Gießgänge |
| Topf mit frisch vorgedüngter Blumenerde | zunächst 4 bis 6 Wochen kein Zusatzdünger |
| Auspflanzen vorgezogener Pflanzen | ab Mitte Mai |
Empfehlungen für den Garten
Standort und Boden
- Bodenart
Kalkhaltige, tonige, lehmige und sandige Böden sind geeignet.
- Bodenreaktion
Saure, neutrale und alkalische Böden sind geeignet.
- Substrat
Geeignet ist feuchter, nährstoffreicher, humusreicher Boden.
- Anbauort
Sonniger, geschützter Platz in Beeten oder Rabatten auf feuchtem, humusreichem, fruchtbarem Boden; auf armen Böden im trockenen Sommer reichlich wässern.
Aussaat und Vermehrung
- Vermehrung
Direkt am endgültigen Standort säen.
- Saattiefe
Das angebotene Saatgut „Fuchsschwanz Roter Gartenamaranth“ etwa 0,5 - 1 cm tief säen.
Pflege
- Pflege
Bei Kultur auf nährstoffarmen Böden in sommerlichen Trockenperioden ausreichend wässern. Nach der Blüte kann zurückgeschnitten werden.
- Düngung
Die Sorte Green Pearls auf besonders armen Böden mit organischem Granulatdünger versorgen, sobald die Jungpflanzen etwa 15–20 cm hoch sind. Übermäßige Düngung vermeiden.
Lebensform und Verwendung
- Lebensform
Die Pflanze ist ein- bis zweijährig.
- Verwendung
Die angebotenen Sorten eignen sich als Schnittblume.
Wie viel Wasser braucht Fuchsschwanz im Beet?
Fuchsschwanz mag einen feuchten, humusreichen und nährstoffreichen Boden. Arme Böden verträgt er auch, dann wässerst du in sommerlichen Trockenperioden aber reichlich. Einen festen Gießrhythmus gibt es nicht, weil Bodenart, Temperatur und Niederschläge den Bedarf bestimmen.
Bei Hitze und Trockenheit gießt du das Beet durchdringend mit etwa 20 bis 25 l/m². Diese Menge verteilst du auf mehrere Gießgänge. Sie gilt für Hitze und Trockenheit und ist keine Pauschalmenge für jeden Tag.
Humusaufbau durch Kompost, Gründüngung oder organisches Mulchen verbessert, wie gut der Boden Wasser aufnimmt und speichert. Weil Fuchsschwanz auf armen Böden in Trockenzeiten reichlich Wasser braucht, kann ein humusreicheres Beet dir einen Teil der Gießarbeit abnehmen.
Wann und wie gießt du am besten?
Gieß morgens direkt in den Wurzelbereich und lass das Laub trocken. Bodennahes Gießen bringt das Wasser an die Wurzeln und verringert Verdunstungsverluste. Gesammeltes Regenwasser ist dafür gut geeignet. Ich setze die Kanne ohne Brause am Fuß der Pflanze an und gieße langsam, bis das Wasser eingezogen ist.
Eine Tropfbewässerung versorgt die Pflanzen gezielt im Wurzelbereich und kann Wasser sparen. Dafür musst du die Tropfer vor dem Verstopfen und Verkalken schützen.
Mulch hält die Feuchte im Boden
Eine Mulchdecke vermindert die Verdunstung aus dem Boden und dessen Aufheizung. Gut geeignet ist gesunder, unkrautsamenfreier Grasschnitt. Du bringst ihn angewelkt und wiederholt in dünnen Schichten auf, damit er nicht verschimmelt oder verklebt. Rohen, nicht kompostierten RindenmulchRindenmulch ist rohe, nicht kompostierte Baumrinde, mit der du den Boden unter Gehölzen abdeckst. Er enthält wachstumshemmende Stoffe und bindet Stickstoff im Boden, deshalb gehört er nicht ins Gemüsebeet. nimmst du für Beete mit Einjahresblumen nicht. Bei feuchtem Wetter und Schneckengefahr legst du Mulch nur dünn aus.
Hängende Blätter: Durst oder zu nass?
Welke Blätter können von TrockenstressTrockenstress entsteht, wenn eine Pflanze mehr Wasser verdunstet, als sie aus dem Boden nachholen kann. Sie welkt zuerst, bei anhaltendem Mangel werden Blattränder braun und die Wurzeln können dauerhaft geschädigt werden. kommen, aber genauso von beginnender Wurzelfäule. Prüf deshalb die Bodenfeuchte, bevor du nachgießt. Ist die Erde nass und die Pflanze welkt trotzdem, kann Staunässe dahinterstecken. Ein hoher Tonanteil verringert die Wasserdurchlässigkeit des Bodens und begünstigt solche Nässe.
Bei hängenden Blättern sofort zur Kanne greifen. Welke kann auch auf nasse Wurzeln hindeuten. Erst fühlst du die Erde, dann entscheidest du.
Fuchsschwanz im Topf: Gefäß, Erde und Gießen
Im Topf hat Fuchsschwanz nur den Vorrat an Wasser und Nährstoffen, den das Gefäß hergibt. Mehr Erdvolumen vergrößert den verfügbaren Wasserspeicher und kann raschen Wasserverlust an heißen Tagen abpuffern. Ich nehme für Fuchsschwanz deshalb lieber ein großes Gefäß als ein knappes.
Gefäß und Erde vorbereiten
Das Gefäß braucht am Boden mindestens ein Abzugsloch. Prüf es vor dem Befüllen und halte die Löcher offen, damit überschüssiges Wasser abfließen kann. Als Erde eignet sich strukturstabiles Substrat, das Wasser speichert und Überschuss abgibt. Mineralische Bestandteile wie Bims oder Blähton können diese Struktur unterstützen. Greifst du zu torffreier Erde, wähle eine Qualitätserde mit mindestens drei transparent deklarierten Torfersatzstoffen.
Gießen im Topf
Vor dem Gießen prüfst du die Feuchte mit dem Finger. Torffreie Erde trocknet oben schnell ab, deshalb fühlst du im unteren Bereich nach oder beurteilst das Gewicht des Gefäßes. Gegossen wird dann so, dass das Substrat bis zum Topfboden durchfeuchtet ist. Wie oft das nötig ist, hängt von Wetter, Topfgröße und Gefäßmaterial ab. Wasser im Untersetzer leerst du nach Regen aus, damit an den Wurzeln keine Nässe steht.
Meine Kübel-Fuchsschwänze gieße ich nicht nach Kalender. Ich hebe den Topf an und fühle unten in der Erde nach. Ist der Topf leicht und die Erde unten trocken, gieße ich durch, bis unten Wasser austritt.
Frost und Standfestigkeit im Kübel
Fuchsschwanz ist nicht winterhart. Bepflanzt du den Kübel vor Mitte Mai, braucht er bei drohenden Spätfrösten Schutz. Da Amarant zum Umknicken neigen kann, steckst du die Stütze am besten gleich beim Pflanzen mit in den Topf.
Abzugsloch offen, strukturstabile Erde, möglichst viel Erdvolumen, Finger- oder Gewichtsprobe vor dem Gießen, durchgießen bis zum Topfboden, Untersetzer nach Regen leeren, Stütze im Topf.
Fuchsschwanz düngen: nach Boden und Bedarf
Für Fuchsschwanz gibt es einen konkreten Richtwert. Wird er als Schnittblume angebaut, liegt sein mittlerer Stickstoffbedarf bei 8 bis 18 g N/m² je Vegetationsjahr. Was der Boden an Vorräten schon mitbringt, rechnest du darauf an.
g N/m² bezeichnet Gramm Stickstoff je Quadratmeter Beetfläche. Der Wert gilt für den Nährstoff selbst und für die Fläche, nicht für eine Menge Dünger aus der Packung und nicht je Pflanze.
Gedüngt wird deshalb nach Bodenuntersuchung, nicht nach Kalender. Die Untersuchung zeigt, ob Kalk und Nährstoffe unter- oder überversorgt sind. Zusätzlich berücksichtigt die Düngung die Stickstoffnachlieferung aus dem Humus, sodass weniger oder gar kein Dünger nötig sein kann. Ich lasse den Boden vor der Neuanlage eines Beetes untersuchen und danach alle 3 bis 5 Jahre. Vor der Probenahme dünge ich nicht. Wie du Sommerblumen ganz allgemein nach Phase und Bedarf gießt und düngst, erklärt der Überblick zu den Sommerblumen.
Die Bodenprobe nimmst du nach der Ernte und vor der Düngung, also zwischen Herbst und Frühjahr. Für eine Mischprobe sammelst du 10 bis 15 Einzelproben aus einem Nutzungsbereich und schickst rund 500 g davon ein. Eine Standarduntersuchung erfasst üblicherweise PhosphatPhosphat ist die Form, in der der Pflanzennährstoff Phosphor im Garten meist angegeben wird: als Phosphatgehalt im Befund der Bodenuntersuchung und als Phosphatanteil auf Düngerpackungen, dort mit dem Kürzel P2O5., Kalium und den Kalkbedarf.
Kompost und organische Dünger
Kompost lockert schwere Böden und verbessert in leichten Böden die Speicherung von Wasser und Nährstoffen. Als allgemeine Garten-Faustzahl gelten jährlich etwa 3 l Kompost je m². Eine artspezifische Düngeberechnung ersetzt diese Faustzahl nicht. Sind Phosphor- oder Kaliumwerte stark überhöht, bringst du weniger aus. Kompost kommt im Spätwinter oder Frühjahr aufs Beet statt als Herbstgabe, weil so weniger Nitrat ausgewaschen wird.
Dünger bringst du möglichst auf feuchten Boden aus, damit die Nährstoffe unmittelbar wirken können. Organische Dünger setzen ihre Nährstoffe je nach Witterung frei. Bei Frost, Trockenheit und stauender Nässe geben sie nur wenig ab.
Für die Sorte ‘Green Pearls’ gibt der Anbieter Select Seeds einen eigenen Hinweis. Auf besonders armen Böden empfiehlt er organischen Granulatdünger, sobald die Jungpflanzen etwa 15 bis 20 cm hoch sind. Übermäßige Düngung soll dabei unterbleiben. Der Hinweis gilt für diese Sorte und ersetzt keinen Blick auf deinen Boden.
Düngen im Topf
Im Gefäß sind Wurzelraum und Substratvorrat begrenzt, sodass die Erde mit dem Wachstum durchwurzelt und ausgelaugt wird. In frisch vorgedüngter Blumenerde braucht die Pflanze zunächst 4 bis 6 Wochen keinen Zusatzdünger. Im Beet rechnest du Bodenvorräte an, im Topf dagegen erschöpft sich der begrenzte Vorrat der Erde. Nach dieser Anfangszeit lieferst du die Nährstoffe im Kübel deshalb selbst nach. Den Dünger misst du nach der Dosierungsanweisung des Produkts ab. Flüssigdünger gibst du auf bereits feuchte Erde. Eine kranke Pflanze bekommt erst nach ihrer Erholung wieder Dünger.
Woran du die Versorgung erkennst
Kräftig grüne Blätter und zügiges Wachstum zeigen bei Kübelpflanzen eine gute Nährstoffversorgung an. Helles Laub, gehemmtes Wachstum und zunächst gelbe ältere Blätter können auf allgemeinen Nährstoffmangel oder Stickstoffmangel hindeuten. Am Aussehen allein lassen sich beide kaum unterscheiden. Braune Ränder an älteren Blättern sind ebenfalls mehrdeutig: Das kann auf Kaliummangel hinweisen, ähnelt aber auch Trocken- oder SalzschädenSalzschäden sind Schäden an Pflanzen durch zu viel Salz im Boden oder Substrat, etwa nach zu hohen Düngergaben oder durch Streusalz. Typisch sind Blätter, die vom Rand her braun werden, und ein gehemmtes Wachstum..
Zu viel Dünger trifft besonders Gefäßpflanzen. Hohe Salzbelastung kann Wurzeln absterben lassen und braune Blattränder verursachen. Bei Verdacht auf ÜberdüngungÜberdüngung heißt, dass ein Boden mehr Nährstoffe bekommt, als die Pflanzen brauchen. Die Überschüsse reichern sich im Boden an oder werden ausgewaschen und belasten dann Boden und Umwelt. wäschst du die Salze mit langsam fließendem Wasser bei freiem Ablauf aus. Bei Salzschäden kannst du die Erde im Gefäß auch austauschen.
Mehr Dünger, mehr Blüten? Für ‘Green Pearls’ rät der Anbieter ausdrücklich von übermäßiger Düngung ab. Im Topf kann Überdüngung über die Salzbelastung die Wurzeln schädigen. Fuchsschwanz düngst du nach Boden und Bedarf.
Stützen, lockern, schneiden: die laufende Pflege
Hohe Triebe stützen
Amarant kann zum Umknicken neigen und braucht dann eine zusätzliche Pflanzenstütze. Ich stecke den Stab, solange die Pflanze noch gerade steht, und binde den Haupttrieb locker daran fest. Bei Balkonpflanzen können vom Wind geknickte Blätter und Blütenstiele zu Befallsstellen für GrauschimmelGrauschimmel ist eine häufige Pilzkrankheit an Gemüse, Obst und Zierpflanzen, verursacht durch den Pilz Botrytis cinerea. Typisch ist ein grauer, stäubender Pilzbelag auf befallenen Pflanzenteilen, etwa auf Früchten. werden. Eine Stütze hält den Fuchsschwanz im Kübel also nicht nur aufrecht, sie kann auch solche Knickstellen verhindern helfen.
Boden lockern, Beet schonen
Den Boden zwischen den Pflanzen lockerst du mit einem Sauzahn, ohne die Bodenschichten zu wenden. Die Beetfläche betrittst du möglichst nicht, damit ihre Poren und ihre Wasserspeicherfähigkeit erhalten bleiben. Ich arbeite dafür vom Wegrand aus.
Rückschnitt und Blütezeit
Nach der Blüte kann Fuchsschwanz zurückgeschnitten werden. Mit welchen Handgriffen du die Blütezeit des Fuchsschwanzes bis in den Herbst verlängerst, beschreibt ein eigener Ratgeber.
Was nach der Saison bleibt
Fuchsschwanz ist nicht winterhart und wird einjährig kultiviert, ein Winterquartier brauchst du nicht. Für eigenes Saatgut lässt du einzelne Blüten bis zur SamenreifeSamenreife ist der Zustand, in dem Samen voll ausgereift sind und sich zur Ernte eignen. Du erkennst sie daran, dass sich die Samen leicht oder sogar von selbst aus ihrer Samenhülle lösen. stehen und erntest sie bei trockenem Wetter. Wie du die Samen trocknest und lagerst, steht im Porträt der Arten und Sorten.
Fuchsschwanz gesund halten: vorbeugen und von Hand eingreifen
Bei Sommerschnittblumen gehören das Absammeln von Schädlingen und das Entfernen erkrankter Pflanzenteile zu den empfohlenen mechanischen Pflegemaßnahmen. Beides lässt sich beim Fuchsschwanz gut mit dem Gießen verbinden. Ich schaue dabei unter die Blätter und an die Triebspitzen.
Vorbeugen mit Abstand, Licht und Luft
Ausreichender Pflanzenabstand, gute Belichtung und Durchlüftung unterstützen die Vorbeugung gegen Echten Mehltau. Ein sehr dichter Bestand begünstigt bei Beet- und Balkonpflanzen außerdem die Ausbreitung von Grauschimmel. Für Fuchsschwanz heißt das: In der Reihe setzt du die Pflanzen mit 30 bis 40 cm Abstand. Zwischen den Reihen lässt du 40 cm, und jede Pflanze wächst frei, bei Bedarf an ihrer Stütze. Wie viele Pflanzen so auf dein Beet passen, rechnest du mit dem Beetplaner für Pflanzabstände und Reihen durch.
Auch das Vermeiden von Stickstoffüberdüngung unterstützt die Vorbeugung gegen Echten Mehltau. Weil auf den Stickstoffbedarf des Fuchsschwanzes die Bodenvorräte angerechnet werden, kann Düngen ohne Bodenuntersuchung leicht genau die Überdüngung erzeugen, die du vermeiden willst.
Kontrollieren und von Hand eingreifen
Entdeckst du Blattläuse und ist der Befall schwach, genügt häufig das Abspritzen mit einem Wasserstrahl. Verstecke und Überwinterungsmöglichkeiten im Garten fördern die Ansiedlung von Nützlingen, die Blattläuse dezimieren. Nach der Arbeit an kranken Pflanzen reinigst du Werkzeug und Handschuhe, bevor du gesunde Pflanzen anfasst.
Belag, Fäulnis, Welke: was dahinterstecken kann
Ein abwischbarer weißer, später bräunlicher Belag auf der Blattoberseite kann auf Echten Mehltau hindeuten. Befallene Pflanzenteile entfernst du. Ein grauer Belag auf faulenden Pflanzenteilen bei hoher Luftfeuchtigkeit kann auf Grauschimmel hinweisen. Auch diese Teile schneidest du heraus, denn das kann den Befall eindämmen. Welkt die Pflanze trotz nasser Erde, kann Wurzelfäule durch Staunässe die Ursache sein. Dann prüfst du Abzug und Untersetzer und gießt erst nach der nächsten Feuchteprüfung wieder.
Ein Pflanzenschutzmittel ist beim Fuchsschwanz höchstens das letzte Mittel. Wenn überhaupt, kommt nur ein Mittel mit Zulassung für den Haus- und Kleingarten infrage, angewendet nach Gebrauchsanweisung und mit Schutzkleidung. Die Wartezeit hältst du ein, und Reste entsorgst du vorschriftsgemäß. Solche Mittel können auch Nützlinge treffen.
Standort, Aussaat und Gestaltung in Kürze
Wo steht Fuchsschwanz am besten?
Fuchsschwanz wächst am liebsten vollsonnig und geschützt in Beeten oder Rabatten, Halbschatten verträgt er ebenfalls. Wie du Licht, Wärme, Windschutz und Boden für üppige Blüten abstimmst, liest du im Ratgeber dazu, wo du Fuchsschwanz richtig platzierst. Die artübergreifenden Grundlagen zu Standort und Boden stehen im Sommerblumen-Überblick.
Wann wird gesät?
Gesät wird im April und Mai, die RHS nennt dafür die DirektsaatBei der Direktsaat säst du die Samen gleich an Ort und Stelle ins Beet, statt sie vorher im Haus vorzuziehen. Die Pflanzen keimen und wachsen dort, wo du sie später erntest. am endgültigen Standort. Vorgezogene Pflanzen kommen ab Mitte Mai ins Freiland. Deine Saattermine planst du mit dem Aussaatkalender für Sommerblumen zum Ausdrucken.
Gestalten mit Fuchsschwanz
Sommerblumen wie der Fuchsschwanz eignen sich als Lückenfüller im Staudenbeet und als Folgebepflanzung nach frühblühenden Zwiebelgewächsen. Mit welchen Pflanzen er gut zusammenwirkt, zeigt der Ratgeber, wie du Fuchsschwanz im Garten kombinierst.


